DE19944970C1 - Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats mit biokompatibler Oberfläche - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats mit biokompatibler OberflächeInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats aus Titan oder einer Titanlegierung mit einer calciumhaltigen biokompatiblen Oberflächenschicht beschrieben, bei dem der metallische Körper zur Erzeugung der biokompatiblen Oberflächenschicht mit einer Calciumsalz-Schmelze behandelt wird. Die biokompatible Oberflächenschicht kann danach mit einem phosphorhaltigen Medium behandelt werden, um eine calciumphosphathaltige Schicht zu erzeugen. Alternativ kann das Implantat mit der darauf gebildeten biokompatiblen Oberflächenschicht direkt in den Knochen eines menschlichen Körpers implantiert werden, wobei sich eine calciumphosphathaltige Schicht aus dem in der biokompatiblen Oberflächenschicht enthaltenen Calcium und dem in den Körperflüssigkeiten enthaltenen Phosphatanionen bildet. Nach diesem Verfahren hergestellte Substrate können mit Vorteil in der Biotechnologie zur Zellzüchtung eingesetzt werden, gegebenenfalls nach weiterer Modifizierung der Oberfläche, die jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Implantats oder Substrats aus Titan oder einer
Titanlegierung mit einer calciumhaltigen biokompati
blen Oberflächenschicht.
Es ist bekannt, insbesondere als Knochenersatz die
nende Implantate für den menschlichen Körper, welche
aus Titan oder einer Titanlegierung bestehen, mit ei
ner Calciumphosphatschicht zu überziehen, da diese
Substanz mit dem Knochenmaterial, das selbst im We
sentlichen aus einem Calciumphosphat, nämlich Hy
droxylapatit besteht, kompatibel ist und eine feste
Haftung des Implantats in der Knochensubstanz gewähr
leistet.
Derartige Calciumphosphatschichten wurden üblicher
weise durch thermische Spritzverfahren in verschiede
nen Varianten, beispielsweise Plasmaspritzen, Hochge
schwindigkeitsspritzen, Vakuumplasmaspritzen und der
gleichen aufgebracht, wobei Schichtdicken zwischen 50
und 500 µm erhalten wurden. Diese Schichten sind in
der Regel sehr porös und ihre chemische Beständigkeit
ist aus diesem Grunde um ein Vielfaches geringer als
die des kompakten Ausgangsmaterials. Auch die Haftung
dieser Schichten ist verbesserungswürdig.
Das CVD-Verfahren hat sich bei den besonders interes
sierenden Hydroxylapatit-Schichten nicht bewährt, da
im Verfahrensprozess chemische Reaktionen auch zu an
deren Schichtsubstanzen, die von Hydroxylapatit stark
abweichen, führen. Das Gleiche gilt für das Beschich
ten mit gepulsten Laserstrahlen. Es wurde gefunden,
daß vielfach Ca(OH)2 als unerwünschter Nebenbestand
teil erzeugt wird.
Bei einem bekannten chemischen Verfahren, das als
biomimetisches Verfahren bezeichnet wird, wird ein
Titanimplantat mit NaOH in wässriger Lösung behandelt
und im Anschluß daran getempert. Sodann wird das auf
diese Weise vorbehandelte Implantat einem Auslau
gungsprozess in einer SBF-Lösung (simulated body
fluid = simulierte Körperflüssigkeit) unterzogen.
Diese quasi gesättigte CaP-Lösung führt durch Ionen
austausch zwischen den zuvor eingebrachten Natri
umionen und den Calciumionen sowie den Phosphatanio
nen der Lösung zu einer Hydroxylapatit-Schicht im na
hen Oberflächenbereich. Es werden Schichtdicken zwi
schen ca. 0,75 µm und ca. 2 µm angegeben.
Aus der DE 196 01 153 A1 ist ein Verfahren zum Auf
bringen von bioaktiven Phosphatschichten auf metalli
sche Implantate bekannt, bei dem die Abscheidung der
Phosphate aus flüssigen, vorzugsweise wässrigen Phos
phatlösungen auf elektrolytischem Weg durch Wechsel
strom oder Gleichstrom erfolgt.
Die DE 43 11 772 A1 beschreibt ein Verfahren zur Her
stellung von gewebefreundlichen Implantaten, die aus
mindestens 98 Gew.-% Titan enthaltenden Metallen, aus
Titan und/oder titanhaltigen Mikrolegierungen beste
hen. Nach einem chemischen oder elektrochemischen Ät
zen erfolgt das Aufbringen eines biokompatiblen
Schutzüberzugs auf die Metalloberfläche mittels an
odischer Oxidation in einer wässrigen Phosphatlösung,
die gegebenenfalls auch bioaktive Komponenten ent
hält. Danach erfolgt eine Wärmebehandlung zwecks Um
wandlung der zuvor gewonnenen amorphen Oxidschichten
in kristallines TiO2 (Rutil).
Die DE 37 09 457 C2 offenbart einen mit einer Calci
umphospatverbindung überzogenen Titanverbundwerk
stoff, der als Kaochaimplantat verwendbar ist. Die
Calciumphosphatverbindung besteht aus einer Grund
schicht, die aus der Calcinierung einer wäßrigen
Chlorwasserstoffsäure- oder Salzpetersäurelösung der
Calciumphosphatverbindung resultiert und einer Ab
deckschicht, die durch Sintern einer Suspension der
Calciumphosphatverbindung gebildet ist, die auf die
Grundschicht aufgebracht wurde. Das Verfahren zur
Herstellung dieser Calciumphosphatverbindung ist sehr
aufwendig.
Aus der DE 28 24 063 C2 ist eine Gelenkendoprothese
aus Metall bekannt, bei der zumindest eine der zusam
menwirkenden Flächen mit einer Beschichtung versehen
ist, die Platin, Ruthenium oder Iridium oder eine Le
gierung mit zumindest einem dieser Metalle enthält.
Weiterhin kann die Beschichtung Palladium, Rhodium,
Gold, Kupfer, Eisen, Nickel Kobalt, Wolfram und/oder
Molybdän als weiteren Legierungsbestandteil enthal
ten. Die Herstellung dieser Prothese kann mittels ei
nes Salzschmelzverfahrens erfolgen, indem die zu be
schichtende Prothese als Kathode in einem Elektrolyt
eingetaucht und elektroplattiert wird, wobei entweder
eine Verbrauchs-Anode aus einem Material der Be
schichtung benutzt wird oder eine in dem Elektrolyten
unlösliche Anode benutzt und das Beschichtungsmateri
al als ein Salz in den Elektrolyten eingegeben wird.
Als Elektrolyt wird vorzugsweise eine elektrische
Salzmischung mit 53 V/V% Natriumzyanid und 47 V/V% Ka
liumzyanid verwendet.
Schließlich wird in der US 5 478 237 A ein Verfahren
eines Implantats beschrieben, bei dem ein Basiskör
per, bei dem zumindest die Oberfläche aus Titan oder
einer Titanlegierung besteht, in einer Elektrolytlö
sung enthaltend Ca-Ionen und P-Ionen einer anodischen
Oxidation unterzogen wird, um einen anodischen Oxida
tionsfilm auf dem Basiskörper zu bilden, und dann der
anodisch oxidierte Basiskörper einer hydrothermischen
Behandlung in Hochdruckdampf unterzogen wird, wodurch
eine Calciumphosphatverbindung auf dem anodischen
Oxidationsfilm niedergeschlagen wird. Die Elektrolyt
lösung enthält als Hauptbestandteile vorzugsweise
Glyzerinphosphat und ein Calciumsalz.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Sub
strats aus Titan oder einer Titanlegierung mit calci
umhaltiger biokompatibler Oberfläche anzugeben, durch
das mit einfachen Mitteln eine relative dicke TiO2-
Schutzschicht direkt auf dem Titan oder der Titanle
gierung und darüber die calciumhaltige biokompatible
Oberflächenschicht erhalten werden können, wobei die
biokompatible Oberflächenschicht durch Behandlung mit
einem phosphorhaltigen Medium in eine relativ dicke
und dichte calciumphosphathaltige Schicht weitgehend
ohne unerwünschte Nebenbestandteile umgewandelt wer
den kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfin
dungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Dadurch, daß das Implantat - hierunter wird ein in
vivo eingebrachtes Werkstück verstanden - oder das
Substrat - hierunter wird eine ex vivo zum Beispiel
für die Zellzüchtung in der Biotechnologie bzw. Tis
sue Engineering (Gewebezüchung) angewendete (Zell-)
Unterlage verstanden - zur Erzeugung der biokompati
blen Oberflächenschicht mit einer Calciumsalz-
Schmelze behandelt wird, werden eine Calcium
angereicherte vorgelagerte Schicht erzeugt und die
nachgelagerte TiO2-Schicht verstärkt. Die nachgela
gerte TiO2-Schicht ist dabei für sich genommen be
reits dicker als eine TiO2-Schicht, die bei einer Be
handlung des Implantats oder Substrats bei gleicher
Temperatur und Dauer an Luft ohne Verwendung der
Salzschmelze entstehen würde.
Die Temperatur der Salzschmelze liegt während der Be
handlung vorzugsweise unter 750°C, da die Phasenum
wandlungstemperatur des Titans bzw. der Titanlegie
rung nicht überschritten werden darf.
Das verwendete Calciumsalz ist vorzugsweise sauer
stoffhaltig, woraus sich der Umstand erklären läßt,
daß bei der Behandlung mit der Calciumsalz-Schmelze
die Dicke der TiO2-Schicht in unerwartetem Maße zu
nimmt. Als ein geeignetes Calciumsalz hat sich Calci
umnitrat erwiesen. Mit diesem wurden gute Ergebnisse
bei einer Behandlungstemperatur von etwa 560°C und
einer Behandlungsdauer von etwa vier Stunden erzielt.
Die Behandlungszeit kann zwischen 10 Minuten und 1500
Minuten liegen.
Nach der Behandlung mit der Calciumsalz-Schmelze wird
die biokompatible Oberfläche vorzugsweise mit einem
phosphorhaltigen Medium behandelt, um eine calcium
phosphathaltige Schicht herzustellen. Als phosphor
haltige Medien werden vorteilhaft eine simulierte
Körperflüssigkeit nach (SBF after) Kokubo, eine Lö
sung nach Hank (Hank's Balanced Salt Solution) oder
ein Phosphorsäure/Wasser-Gemisch verwendet. Die Be
handlung erfolgt zweckmäßig durch Eintauchen des Sub
strats in das phosphorhaltige Medium, das zweckmäßig
auf eine Temperatur unterhalb von 90°C erwärmt ist.
Nach der Bildung der calciumphosphathaltigen Schicht
kann diese noch getempert werden, wodurch die Bindung
zwischen den verschiedenen Schichten noch verstärkt
wird. Die Temperung kann bei einer Temperatur zwi
schen 150°C und 750°C während einer Dauer im Bereich
zwischen 15 Minuten und 600 Minuten durchgeführt wer
den.
Das so erhaltene fertige Implantat kann in den
menschlichen Körper eingesetzt werden.
Alternativ zur Behandlung mit dem phosphorhaltigen
Medium kann das Implantat bereits nach der Behandlung
mit der Calciumsalz-Schmelze in den menschlichen Kör
per implantiert werden. Die Calciumionen und (Ortho-)
Phosphationen enthaltende interstitielle Körperflüs
sigkeit bzw. das umgebende Blut übernimmt dann die
Funktion des phosphorhaltigen Mediums, so daß die
calciumhaltige Schicht mittels des in den Körperflüs
sigkeiten enthaltenen Phosphatanteils in eine calci
umphosphathaltige Schicht umgewandelt wird.
Das durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltene
Implantat oder Substrat ist nicht nur als Knochener
satzimplantat verwendbar, sondern beispielsweise als
Halbzeug mit calciumreichem Hintergrund, auf das Cal
ciumphosphat-Schichten durch Plasmaspritzen aufge
bracht werden. Weitere Verwendungsmöglichkeiten be
stehen in der Biotechnologie als Substrat zur Zell
züchtung in Bioreaktoren bzw. als Halbzeuge zur wei
teren Oberflächenmodifizierung und Anpassung an kon
krete Zellarten.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 bis 4 die durch die Auger-Spektroskopie er
mittelten Konzentrationen von Titan
(Ti2), Sauerstoff (O1), Calcium (Ca1),
Phosphor (P1) und Kohlenstoff (C1) in
Abhängigkeit von der Entfernung von der
Oberfläche bei Proben in unterschiedli
chen Verfahrensstadien, und
Fig. 5 ein Röntgenspektrum der Probe gemäß Fig. 2.
Die Diagramme in den Fig. 1 bis 4 wurden erhalten,
indem die Proben mit Argonatomen beschossen wurden,
so daß das Probenmaterial verdampfte. Die Stelle, an
der das Material verdampfte, bewegte sich ausgehend
von der Oberfläche mit einer Geschwindigkeit von ca.
35 nm/min in das Probenmaterial hinein, so daß die
auf der Abszisse angegebenen Zeitwerte bestimmten Ab
ständen von der Probenoberfläche entsprechen. Das
verdampfte Material wurde mittels der Auger-
Spektroskopie analysiert, wobei die Ordinate in den
Fig. 1 bis 4 die Anzahl der gezählten Impulse bzw.
die Konzentrationen der im verdampften Material ent
haltenen Elemente wiedergibt.
Fig. 1 zeigt den Konzentrationsverlauf von Titan und
Sauerstoff in Abhängigkeit vom Abstand von der Ober
fläche bei unbehandeltem, d. h. bei Raumtemperatur in
Luft an der Oberfläche oxidiertem Titan (die in den
Fig. 1 bis 4 gezeigten C1-Kurven können außer Be
tracht bleiben.
Fig. 2 stellt den Konzentrationsverlauf von Titan,
Sauerstoff und Calcium nach der Behandlung des Sub
strats mit einer Calciumnitrat-Schmelze bei 560°C und
einer Dauer von vier Stunden dar. Es ist nicht nur
ersichtlich, daß das Substrat an der Oberfläche Cal
cium enthält, sondern auch, daß der Sauerstoffgehalt
im Vergleich zum Calciumgehalt beträchtlich angestie
gen ist, d. h. die TiO2-Schicht erheblich verstärkt
wurde.
Fig. 3 gibt die Konzentrationen von Titan, Sauer
stoff, Calcium und Phosphor der in Fig. 2 gezeigten
Probe nach der zusätzlichen Behandlung mit einer
phosphorhaltigen simulierten Körperflüssigkeit wie
der. Bei dieser Behandlung bilden sich zunächst rönt
genamorphe Calciumphosphatschichten. Entsprechend dem
Phosphor-Gehalt können sich Calciumdiphosphat, Tri
calciumphosphat und Hydroxylapatit ausbilden. Da von
diesen Calciumdiphosphat den höchsten prozentualen
Phosphoranteil besitzt, wird angenommen, daß sich
dieses im Wesentlichen direkt an der Oberfläche bil
det, während die darunter liegenden Schichten über
wiegend aus Tricalciumphosphat und Hydroxylapatit be
stehen, welche eine engere Beziehung zur Knochensub
stanz besitzen.
Fig. 4 zeigt die Konzentration von Titan und Sauer
stoff an der Oberfläche einer Probe aus Titan, die
während einer Dauer von vier Stunden bei 560°C der
Luft ausgesetzt war. Wie der Vergleich mit Fig. 2
zeigt, ist die TiO2-Schicht nach der Behandlung in
der Salzschmelze bedeutend dicker als nach einer ent
sprechenden Behandlung in Luft. Dies ist eine überra
schende vorteilhafte Wirkung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Fig. 5 gibt ein Röntgenspektrum für die Probe nach
Fig. 2, d. h. daß während einer Dauer von vier Stunden
bei 560°C mit einer Calciumnitrat-Schmelze behandelte
Titansubstrat wieder. Wie dieses Spektrum zeigt, fin
den sich deutliche Röntgenreflexe für Titan, Ti
tanoxid (hier als Rutil) und Calciumtitanat
(Ca4Ti3O10), das durch Reaktion zwischen TiO2 und Ca-
Ionen entsteht.
Die Gesamtdicke der durch das beschriebene Verfahren
erfaßten Schichten beträgt im vorliegenden Beispiel
etwa 2 bis 2,9 µm, wobei die calciumhaltige Schicht
eine Dicke im Bereich zwischen 1,7 und 2,4 µm auf
weist.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder
Substrats aus Titan oder einer Titanlegierung
mit einer calciumhaltigen biokompatiblen Ober
flächenschicht,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Implantat oder Substrat zur Erzeugung
der biokompatiblen Oberflächenschicht mit einer
Calciumsalz-Schmelze behandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Temperatur der Calciumsalz-Schmelze
unterhalb 750°C liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dauer der Behandlung im
Bereich zwischen 10 und 1500 Minuten liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Calciumsalz sauer
stoffhaltig ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß als Calciumsalz Calciumnitrat verwendet
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Temperatur der Calciumnitrat-
Schmelze etwa 560°C beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Dauer der Behandlung mit der Calci
umnitrat-Schmelze vier bis zwölf, vorzugsweise
vier Stunden beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die biokompatible
Oberfläche mit einem phosphorhaltigen Medium zur
Erzeugung einer calciumphosphathaltigen Schicht
behandelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das phosphorhaltige Medium eine simu
lierte Körperflüssigkeit oder ein Phosphorsäu
re/Wasser-Gemisch ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das phosphorhaltige Medium auf
eine Temperatur <90°C erwärmt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die calciumphosphat
haltige Schicht getempert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Temperung bei einer Temperatur im
Bereich von 150°C bis 750°C durchgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dauer der Temperung im Be
reich von 15 Minuten bis 600 Minuten liegt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß das Substrat ex vivo
in der Biotechnologie, vorzugsweise zur Zell
züchtung eingesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144970 DE19944970C1 (de) | 1999-09-14 | 1999-09-14 | Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats mit biokompatibler Oberfläche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144970 DE19944970C1 (de) | 1999-09-14 | 1999-09-14 | Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats mit biokompatibler Oberfläche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19944970C1 true DE19944970C1 (de) | 2001-04-12 |
Family
ID=7922616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999144970 Expired - Lifetime DE19944970C1 (de) | 1999-09-14 | 1999-09-14 | Verfahren zur Herstellung eines Implantats oder Substrats mit biokompatibler Oberfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
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