DE19937852C2 - Tragbare Leuchte und deren Verwendung - Google Patents
Tragbare Leuchte und deren VerwendungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung offenbart eine mobile Leuchte (2) zum Anleuchten von Gegenständen in Entfernungen von mehr als 10 m, welche mindestens ein ein- oder mehrteiliges Leuchtmittel (1) enthält. Dieses mindestens eine Leuchtmittel (1) wird durch eine oder mehrere Leuchtdioden (3), Halbleiterdioden oder Lumineszenzdioden verkörpert. Die mindestens eine Leuchtdiode (3), Halbleiterdiode oder Lumineszenzdiode emittiert einfarbiges oder mehrfarbiges oder weißes Licht.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine tragbare Leuchte mit
den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merk
malen.
Bekannte Taschenleuchten verwenden Temperaturstrahler wie
Glühlampen oder Halogenlampen als Leuchtmittel.
Bei derartigen Temperaturstrahlern wird die zugeführte
Energie zunächst größtenteils in ungenutzte Wärme umgewan
delt, während lediglich ein geringer Anteil in Form von
Licht abgestrahlt wird.
Taschenleuchten mit Glüh- oder Halogen-Leuchtmitteln wei
sen demnach einerseits den besonders gravierenden Nachteil
eines hohen Energieverbrauchs auf.
Mit dem Nachteil des hohen Energieverbrauches ist der
Nachteil einer kurzen Betriebsdauer mit einem einzelnen
Satz von Batterien verbunden.
Bei längeren Expeditionen müssen daher viele Batterien
mittransportiert werden. Aufgrund des großen Gewichtes von
Batterien ist dies mühsam und schließt oft die Mitführung
von anderen dringend benötigten Gegenständen wegen Ge
wichtsüberschreitung aus.
Der häufig erforderliche Batteriewechsel führt überdies zu
einer ausgeprägten Abfallproblematik und Umweltbelastung.
Nachteilig ist bei Taschenleuchten mit Temperaturstrahler-
Leuchtmitteln ferner die kurze Lebensdauer des Leuchtmit
tels.
So beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Glüh
lampe 12 V/100 W nur etwa 25 Stunden. Halogenlampen gleicher
Leistung sind etwa 50 Stunden nutzbar.
Die durch den hohen Energieverbrauch bedingten hohen Ener
gie- und Batteriekosten führen in Verbindung mit der kur
zen Lebensdauer der Leuchtmittel im Falle der bekannten
Taschenleuchten mit Temperaturstrahler-Leuchtmitteln folg
lich zu dem Nachteil besonders hoher Betriebskosten.
So liegen die Betriebskosten für eine Stunde Taschenleuch
tennutzung mit einem Glühlampenleuchtmittel etwa bei DM
1,50.
Ein weiterer schwerwiegender Nachteil von Taschenleuchten
mit Glüh- oder Halogen-Leuchtmitteln liegt in deren ausge
prägter Stoßempfindlichkeit.
Bereits bei geringen Erschütterungen kommt es leicht zu
einem Bruch insbesondere der heißen Glühwendel. Bei Expe
ditionen oder lebensrettenden beziehungsweise militäri
schen Einsätzen macht sich dieser plötzliche und unerwar
tete Ausfall des Temperaturstrahler-Glühmittels besonders
nachteilig bemerkbar.
Nachteilig ist im Falle der bekannten Taschenleuchten fer
ner, daß sich deren Helligkeit meist nicht regeln läßt.
Auch eine Veränderung der Farbe des Leuchtmittels ist dort
nicht möglich.
Glüh- oder Halogenleuchtmittel emittieren Licht, dessen
spektrale Zusammensetzung und Farbtemperatur von denjeni
gen des Sonnenlichtes weit entfernt sind. Geringfügige
Farbunterschiede auf dem zu betrachtenden Gegenstand kön
nen mit Glüh- oder Halogen-Leuchtmitteln folglich nicht
erfaßt werden.
Ein weiterer Nachteil von Taschenleuchten mit Glüh- oder
Halogenleuchtmitteln ist darin zu sehen, daß diese nur mit
erheblichem konstruktiven materiellen Aufwand wasserdicht
auszugestalten sind.
Denn das Leuchtmittel muß aufgrund seiner ausgeprägten
Stoßempfindlichkeit und kurzen Lebensdauer leicht zugäng
lich und auswechselbar vorgesehen werden.
Aus der DE 297 00 991 U1 geht eine Taschenleuchte hervor,
welche ein oder mehrere Leuchtmittel in Form von Leucht
dioden umfaßt.
Die DE 296 22 402 U1 beschreibt eine mit Leuchtdioden be
stückte Lichtsignalvorrichtung zur Erzeugung von weißem
Licht, welche für die Verkehrstechnik bestimmt ist.
Die DE 94 15 815 U1 offenbart eine Taschenleuchte mit mehreren
batteriegespeisten Lichtquellen, deren Intensität durch
den Benutzer veränderbar ausgebildet ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereit
stellung einer tragbaren Leuchte mit einem sehr niedrigen
Energiebedarf und - damit einhergehend - einer langen Be
triebsdauer pro Batteriesatz, mit einem besonders langle
bigen und stoßunempfindlichen Leuchtmittel, dessen Hellig
keit und Farbe regelbar sind und dessen emittiertes Licht
im Vergleich zu dem von Thermostrahlern emittierten Licht
der spektralen Zusammensetzung des Sonnenlichtes angenä
herter ist, um farbliche Unterschiede klarer erkennen zu
können, sowie mit geringen Betriebskosten, wobei diese
Leuchte besonders einfach wasserdicht ausführbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer gattungsgemä
ßen Leuchte durch die im kennzeichnenden Teil des Patent
anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Besonders bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Abb. 1 eine schematische, perspektivische Ansicht ei
ner erfindungsgemäßen tragbaren Leuchte in Form einer Ta
schenleuchte mit vier Leuchtdioden und ohne Reflektor von
schräg vorne;
Abb. 2 einen schematischen Querschnitt durch eine er
findungsgemäße tragbare Leuchte mit einer Sammellinse,
welche das Leuchtdiodenmodul frontwärtig überdeckt;
Abb. 3 einen schematischen Querschnitt entlang der
Längsachse einer Leuchtdiode mit einer integrierten Sam
mellinse;
Abb. 4 einen schematischen Querschnitt durch eine er
findungsgemäße, in den Brennpunktbereich eines Reflektors
eingesetzte Leuchtdiode, welche frontwärtig eine konkave
Wölbung aufweist;
Abb. 5 einen schematischen Querschnitt durch den
frontwärtigen Bereich einer erfindungsgemäßen tragbaren
Leuchte mit einer krümmbaren und in Richtung des Griffes
gekrümmten Leuchtdioden-Trägerplatte;
Abb. 6 einen schematischen Querschnitt durch den
frontwärtigen Bereich einer erfindungsgemäßen tragbaren
Leuchte mit einer krümmbaren, entgegengesetzt zur Richtung
des Griffes gekrümmten Leuchtdioden-Trägerplatte;
Abb. 7 einen schematischen Querschnitt durch eine er
findungsgemäß verwendete Leuchtdiode mit einem flexiblen,
krümmbaren Reflektor, in welchem der lichtemittierende Be
standteil der Leuchtdiode eingebettet in eine flexible
Masse vorgesehen ist.
Bei der erfindungsgemäßen tragbaren Leuchte (2) handelt es
sich um ein Gerät zur Aufnahme eines Leuchtmittels und der
zum Betrieb notwendigen Teile einschließlich des Leucht
mittels (1; 3). Die erfindungsgemäße tragbare Leuchte ist
insbesondere zum Anleuchten von Gegenständen in Entfernun
gen von mehr als 10 m geeignet.
Als Leuchtmittel (1) kommen vorzugsweise eine oder mehrere
Leuchtdioden (3), Halbleiterdioden oder Lumineszenzdioden
zum Einsatz.
Jede dieser Leuchtdioden (3), Halbleiterdioden oder Lumi
neszenzdioden kann einfarbig oder mehrfarbig sein. Vor
zugsweise emittieren sie weißes Licht.
Die erfindungsgemäße tragbare Leuchte kann beispielsweise
eine einzelne, besonders helle Leuchtdiode (3) aufweisen.
Selbstverständlich ist es jedoch möglich, zwei bis bei
spielsweise 25 Leuchtdioden (3) insbesondere im frontwär
tigen Bereich der tragbaren Leuchte anzubringen, welche -
wie in Abb. 1 gezeigt - zumindest etwas voneinander
beabstandet sein können.
Alternativ hierzu ist es möglich, die Leuchtdioden (3) eng
zueinander angeordnet in Modulen zusammenzufassen.
Insbesondere in den Abb. 2, 5 und 6 ist darge
stellt, daß die eine oder die mehreren Leuchtdioden (3)
vorzugsweise auf einer Trägerplatte (4) angeordnet sind.
Diese Trägerplatte (4) kann unverspiegelt oder zur Erhö
hung der abgestrahlten Lichtmenge verspiegelt sein.
In den Abb. 1 und 2 ist die Trägerplatte (4) plan
ausgebildet.
Wie in Abb. 5 dargestellt, kann die Trägerplatte (4)
beispielsweise auch konkav in Richtung des Gehäuses (8)
oder konvex in Richtung des anzustrahlenden Gegenstandes
gekrümmt oder krümmbar sein.
Sofern die Trägerplatte (4) krümmbar ist, empfiehlt sich
ein zumindest etwas elastisches und/oder biegbares Materi
al zu ihrer Herstellung.
Die Veränderung der Krümmungsrichtung der Trägerplatte (4)
kann beispielsweise durch eine oder mehrere Stellschrauben
(11), Schiebestangen, durch ein Verschieben der Batterie
oder pneumatisch erfolgen.
Die in Abb. 5 gezeigte konkave Krümmung der Träger
platte (4) führt zu einer Bündelung der emittierten Licht
strahlen, insbesondere wenn die Trägerplatte (4) frontsei
tig mit einem lichtreflektierenden Material beschichtet
oder aus einem solchen hergestellt ist.
Die entgegengesetzte, konvexe Krümmung der Trägerplatte
(4), welche in Abb. 6 dargestellt ist, ist insbeson
dere dann vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße tragbare
Leuchte als Tischleuchte oder Hängeleuchte zum Einsatz
kommt.
Die erfindungsgemäß verwendeten Leuchtdioden (3) emittie
ren beispielsweise Licht gleicher Wellenlängen und/oder
Helligkeit. Selbstverständlich ist es jedoch möglich, die
Leuchtdioden (3) derart auszuwählen oder anzusteuern, daß
sie abhängig oder unabhängig voneinander Licht unter
schiedlicher Wellenlängen und/oder Helligkeit emittieren.
Die Helligkeit und/oder die Farbe der einen oder der meh
reren Leuchtdioden (3) können konstant sein oder steuerbar
variabel sein.
Vorzugsweise ist die mindestens eine Leuchtdiode (3) der
art ausgestaltet, daß ihre Helligkeit und/oder Farbe über
die angelegte Spannung und/oder die Frequenz der angeleg
ten Spannung und/oder über den auf den lichtemittierenden
Bestandteil (12) mittelbar oder unmittelbar einwirkenden
Druck steuerbar sind.
In Abb. 3 ist gezeigt, daß jede Leuchtdiode (3)
frontwärtig mit mindestens einer Sammellinse (7) ausge
stattet sein kann, welche unverspiegelt oder zumindest
teilweise vespiegelt ist.
Selbstverständlich kann anstelle einer Sammellinse (7) ei
ne Streulinse zum Einsatz kommen.
Die gegebenenfalls vorhandene Verspiegelung ist vorzugs
weise derart ausgelegt, daß die von dem lichtemittierenden
Bestandteil (12) abgegebene Strahlung entweder in fronta
ler Richtung gebündelt abgegeben wird oder seitlich in
Richtung eines gegebenenfalls vorhandenen Reflektors (9)
abgestrahlt wird.
Aus Abb. 4 geht hervor, daß die erfindungsgemäß ver
wendete Leuchtdiode (3) beispielsweise eine frontwärtige
Wölbung (10) aufweisen kann, welche konkav nach innen in
Richtung des lichtemittierenden Bestandteils (12) der
Leuchtdiode (3) gewölbt ist. Diese Wölbung (10) kann ver
spiegelt oder unverspiegelt sein.
Der Vorteil einer derartigen konkaven Wölbung (10) im
frontwärtigen Bereich der Leuchtdiode (3) ist unter ande
rem darin zu sehen, daß ein größerer Teil des emittierten
Lichtes auf den gegebenenfalls vorhandenen Reflektor (9)
abgestrahlt und von diesem auf das Ziel fokussiert werden
kann.
Abb. 2 zeigt, daß die zu einem Modul zusammengefaßte
Vielzahl von Leuchtdioden (3) frontwärts beispielsweise
von einer einzelnen Sammellinse (6) oder einer Streulinse
abgedeckt sein kann. Auch diese Linsen können unverspie
gelt oder zumindest teilweise verspiegelt sein.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen sind die eine
oder die mehreren Leuchtdioden (3) im wesentlichen im Be
reich des Brennpunktes eines Reflektors (9) vorgesehen.
Wie insbesondere die Abb. 1, 2, 5 und 6 zeigen, ist
es jedoch selbstverständlich möglich, zumindest einen gro
ßen Teil der Leuchtdioden (3) auch außerhalb des Brenn
punktbereichs des Reflektors (9) anzuordnen.
Jede einzelne Leuchtdiode (3) kann einen eigenen Reflektor
(9) aufweisen, welcher beispielsweise in die Leuchte (3)
zumindest teilweise integriert ist, diese nach außen über
ragt (Abb. 4) oder an deren Außenseite entlang - zu
mindest abschnittsweise - ausgebildet ist.
In Abb. 7 ist beispielhaft eine erfindungsgemäße
Leuchtdiode dargestellt, welche rückwärtig einen zumindest
etwas flexiblen und krümmbaren Reflektor (9) aufweist.
Dieser Reflektor (9) kann im wesentlichen in Form einer
Halbkugel ausgebildet sein. Innerhalb dieses im wesentli
chen halbkugelförmigen Reflektors (9) ist dort in einer
transparenten und flexiblen Masse der lichtemittierende
Bestandteil (12) angeordnet.
Durch mittelbare oder unmittelbare Einwirkung von seitli
chen Druckkräften auf die frontwärtigen Randbereiche des
halbkugelförmigen Reflektors (9) kann besonders schnell
und einfach die Brennweite der Leuchtdiode (3) gesteuert
werden.
In besonders kostengünstigen Ausführungsformen der erfin
dungsgemäßen tragbaren Leuchte ist die eine Leuchtdiode
(3) und/oder die modulartig zusammengefaßte Anzahl von
Leuchtdioden (3) im wesentlichen im Brennpunktbereich des
Reflektors (9) fest und starr angeordnet.
Vorzugsweise ist die eine Leuchtdiode (3) und/oder die mo
dulartig zusammengefaßte Anzahl von Leuchtdioden (3) je
doch entlang der optischen Achse des Reflektors (9) im
Brennpunktbereich des Reflektors (9) zumindest etwas
frontwärts und/oder rückwärts verschiebbar angebracht.
Alternativ zum Brennpunktbereich des Reflektors (9) können
die Leuchtdioden (3) auch über die gesamte Fläche des Re
flektors (9) verteilt angeordnet werden.
Wie aus Abb. 3 hervorgeht, ist in besonders kosten
günstigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen tragba
ren Leuchte die Abstrahlfläche des lichtemittierenden Be
standteils (12) auf die relativ kleine Grundfläche (13)
der Leuchtdiode (3) beschränkt.
Zur Vergrößerung der Licht-Abstrahlfläche des lichtemit
tierenden Bestandteils (12) kann bei seitlicher Betrach
tung mindestens eine Licht-Abstrahlfläche des lichtemit
tierenden Bestandteils (12) parallel oder schräg zur opti
schen Achse des mindestens einen Reflektors (9) und im we
sentlichen rechtwinklig oder schräg zur rückwärtigen
Standfläche (13) der Leuchtdiode (3) ausgerichtet sein.
Selbstverständlich ist es möglich, daß die Leuchtdiode (3)
mehrere lichtemittierende Bestandteile (12) umfaßt.
Zur Erhöhung der Lichtausbeute ist es in diesem Falle möglich,
die Licht-Abstrahlflächen dieser mehreren lichtemit
tierenden Bestandteile (12) bei seitlicher Betrachtung im
wesentlichen parallel oder schräg zur optischen Achse des
Reflektors (9) und/oder im wesentlichen rechtwinklig oder
schräg zur rückwärtigen Standfläche (13) der Leuchtdiode
(3) auszurichten.
Vorzugsweise ist die Anordnung der lichtemittierenden Be
standteile (12) in der Vorderansicht der Leuchtdiode (3)
dann im wesentlichen kreis- oder ringförmig. Gegebenen
falls kann diese kreis- oder ringförmige Anordnung von
lichtemittierenden Bestandteilen (12) frontwärtig durch
einen in der Vorderansicht der Leuchtdiode (3) kreisförmi
gen lichtemittierenden Bestandteil (12) abgedeckt sein.
Anstelle einer Vielzahl von lichtemittierenden Bestandtei
len (12) kann die Leuchtdiode (3) beispielsweise einen be
sonders großflächigen lichtemittierenden Bestandteil (12)
beispielsweise im wesentlichen in Form eines Stabes, Zy
linders, Hohlzylinders, einer Pyramide oder eines Parabo
loids aufweisen, dessen Längsachse im wesentlichen paral
lel zur optischen Achse des Reflektors (9) und rechtwink
lig zur rückwärtigen Standfläche (13) der Leuchtdiode (3)
ausgerichtet ist.
Alternativ zur Verwendung einer einzelnen Leuchtdiode (3)
mit den soeben beschriebenen Merkmalen ist es möglich, ei
ne Anzahl von Leuchtdioden (3) mit beispielsweise längli
chen und im wesentlichen stabförmigen lichtemittierenden
Bestandteilen (12) einzusetzen, wobei die in einer gegebe
nenfalls im wesentlichen reflektorförmigen Ebene ausge
richteten lichtemittierenden Bestandteile (12) im wesent
lichen sternförmig angeordnet sind und im Zentrum der
sternförmigen Anordnung gegebenenfalls eine Leuchtdiode
(3) mit kreisförmiger oder rechteckiger Standfläche (13)
angeordnet ist.
Selbstverständlich ist es möglich, die derartigen licht
emittierenden Bestandteile (12) nicht sternförmig, sondern
großflächig anzuordnen, beispielsweise parallel zueinander
oder ineinandergreifend.
Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, die eine
Leuchtdiode (3) oder die mehreren Leuchtdioden (3) und/
oder den oder die Reflektoren (9) mittelbar oder unmittel
bar und vollständig oder zumindest teilweise in eine
transparente Frontabdeckung zu integrieren.
Dank dieser transparenten Frontabdeckung ist eine Ver
schmutzung des Zwischenraumes zwischen den einzelnen
Leuchtdioden sowie des Reflektors (9) ausgeschlossen. Auch
die Gefahr von mechanischen Beschädigungen der Leucht
dioden (3) wird durch die transparente Frontabdeckung ge
bannt. Außerdem kann mittels einer derartigen Frontabdec
kung oder durch das Eingießen der Leuchtdiode (3) oder der
Leuchtdioden in Kunstharz oder Glas auf eine konstruktiv
besonders einfache Art und Weise eine einwandfreie Wasser
dichtigkeit der erfindungsgemäßen tragbaren Leuchte her
beigeführt werden.
Die erfindungsgemäße tragbare Leuchte kann beispielsweise
in Form einer Taschenleuchte, Stirnleuchte, Fahrradfront
leuchte, eines Kraftfahrzeugscheinwerfers, einer tragbaren
Tischleuchte, einer Taucherleuchte oder einer Taschen
leuchte, deren Form im wesentlichen den abgeflachten Ab
messungen einer Scheckkarte entspricht, ausgebildet sein.
Alternativ hierzu kann die erfindungsgemäße tragbare
Leuchte in ein handbetätigtes Werkzeug, in ein Taschenmes
ser, in ein Taschenwerkzeug oder in ein Eßbesteck zumin
dest teilweise integriert sein.
Zusammenfassend ist feststellen, daß die erfindungsgemäße
tragbare Leuchte aufgrund des Einsatzes von Leuchtdioden -
anstelle von Temperaturstrahlern wie Glühlampen oder Halo
genlampen - einen ausgesprochen niedrigen Energieverbrauch
aufweist. Schließlich erzeugen die Leuchtdioden (3) aus
schließlich sogenanntes "kaltes Licht" und gerade nicht
Temperaturstrahlung.
Der besonders niedrige Energieverbrauch führt zu dem Vor
teil, daß die erfindungsgemäße Leuchte mit einem einzelnen
Satz von Batterien im Vergleich zu Leuchten mit Glüh-
Leuchtmitteln eine sehr viel längere Betriebsdauer ermög
licht.
Auch die besonders lange Lebensdauer der erfindungsgemäß
verwendeten Leuchtdioden verkörpert einen großen Vorteil.
Während die Lebensdauer einer Glühlampe 12 V/100 W etwa nur
25 Studen beträgt, liegt die Lebensdauer einer erfindungs
gemäß verwendeten Leuchtdiode bei etwa 10 bis 11 Jahren!
Dank des geringen Energieverbrauchs und der langen Lebens
dauer der Leuchtdioden liegen die Betriebskosten der er
findungsgemäßen Leuchte besonders niedrig.
Während die Betriebskosten für eine Stunde Taschenlampen
benutzung mit einem Glühlampenleuchtmittel bei etwa DM
1,50 liegen, betragen die Betriebskosten für eine Nut
zungsstunde der erfindungsgemäßen Leuchte mit Leuchtdiode
nur DM 0,12, also weniger als ein Zehntel.
Ein überragender Vorteil der erfindungsgemäßen Leuchte ist
in der Stoßunempfindlichkeit der Leuchtdioden (3) zu se
hen. Dieser Vorteil macht sich insbesondere bei Expeditio
nen oder lebensrettenden beziehungsweise militärischen
Einsätzen positiv bemerkbar.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Leuchte liegt
darin, daß sich die Helligkeit und die Farbe der Leucht
diode durch eine einfache Veränderung der an die Leucht
diode (3) angelegten Spannung und gegebenenfalls über de
ren Frequenz schnell und problemlos steuern läßt.
Zumal die spektrale Zusammensetzung des von der erfin
dungsgemäß verwendeten Leuchtdiode (3) emittierten Lichtes
der spektralen Zusammensetzung des Sonnenlichtes stark an
genähert ist, können mit Hilfe der erfindungsgemäßen mobi
len Leuchte selbst geringfügige Farbunterschiede auf einem
angestrahlten Gegenstand sicher erfaßt werden.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen tragbaren
Leuchte besteht schließlich darin, daß sie durch einfaches
Vergießen beziehungsweise Eingießen der Leuchtdioden (3)
auf besonders einfache Art und Weise wasserdicht ausge
führt werden kann. Dies ist bei der erfindungsgemäßen
Leuchte möglich, da ein Auswechseln der Leuchtdioden (3)
nicht mehr erforderlich ist.
Claims (18)
1. Tragbare Leuchte, welche mehrere Leuchtdioden (3),
Halbleiterdioden oder Lumineszenzdioden als Leuchtmittel
(1) umfasst, wobei die mindestens eine Leuchtdiode (3),
Halbleiterdiode oder Lumineszenzdiode einfarbiges oder
mehrfarbiges oder weißes Licht emittiert, dadurch gekenn
zeichnet, daß der lichtemittierende Bestandteil (12) der
Leuchtdiode (3) in Form eines Stabes, Zylinders, Hohlzy
linders oder einer Pyramide oder eines Paraboloids ausge
bildet ist, dessen Längsachse parallel zur optischen Achse
des Reflektors (9) und rechtwinklig zur rückwärtigen
Standfläche (13) der Leuchtdiode (3) oder rechtwinklig zur
optischen Achse des Reflektors (9) und parallel zur rück
wärtigen Standfläche (13) der Leuchtdiode (3) ausgerichtet
ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie zwei bis 25 Leuchtdioden (3) umfasst, welche zumindest
etwas voneinander beabstandet angeordnet oder in Modulen
eng zueinander angeordnet zusammengefasst sind.
3. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die eine oder die mehreren
Leuchtdioden (3) auf einer Trägerplatte (4) angeordnet ist
oder sind, wobei die Trägerplatte (4) plan ausgebildet ist
oder konvex oder konkav gekrümmt oder krümmbar ist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Leuchtdioden (3) Licht glei
cher Wellenlängen und/oder Helligkeit emittieren oder ab
hängig oder unabhängig voneinander Licht unterschiedlicher
Wellenlängen und/oder Helligkeit emittieren.
5. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Helligkeit und/oder die Far
be der einen oder der mehreren Leuchtdioden (3) konstant
sind oder steuerbar variabel sind.
6. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Helligkeit und/oder die Far
be der mindestens einen Leuchtdiode (3) über die angelegte
Spannung und/oder die Frequenz der angelegten Spannung
und/oder über den auf den lichtemittierenden Bestandteil
(12) mittelbar über die Trägerplatte (4) oder unmittelbar
einwirkenden Druck steuerbar ist.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß jede Leuchtdiode (3) frontwärtig
mit mindestens einer Sammellinse (7) oder Streulinse aus
gestattet ist, welche unverspiegelt oder zumindest teil
weise verspiegelt ist.
8. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Leuchtdiode (3) eine front
wärtige Wölbung (10) aufweist, welche konkav nach innen in
Richtung des lichtemittierenden Bestandteils (12) der
Leuchtdiode (3) gewölbt ist.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die zu einem Modul zusammenge
fasste Anzahl von Leuchtdioden (3) frontwärts von einer
Sammellinse (6) oder Streulinse abgedeckt ist, welche un
verspiegelt oder zumindest teilweise verspiegelt ist.
10. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die eine oder die mehreren
Leuchtdioden (3) im Bereich des Brennpunktes eines Reflek
tors (9) oder außerhalb dieses Reflektorbereichs angeord
net sind.
11. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß jede einzelne Leuchtdiode (3)
einen eigenen Reflektor (9) aufweist, welcher in die
Leuchtdiode (3) zumindest teilweise integriert ist oder
diese nach außen überragt oder sich entlang der Außenseite
der Leuchtdiode (3) zumindest abschnittsweise erstreckt.
12. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die eine Leuchtdiode (3)
und/oder die modulartig zusammengefasste Anzahl von
Leuchtdioden (3) im Brennpunktbereich des Reflektors (9)
fest oder entlang der optischen Achse des Reflektors (9)
zumindest etwas frontwärts und/oder rückwärts verschiebbar
angeordnet sind.
13. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß mehrere Leuchtdioden (3) über
die Fläche des Reflektors (9) verteilt angeordnet sind.
14. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß bei seitlicher Betrachtung min
destens eine Licht-Abstrahlfläche des lichtemittierenden
Bestandteils (12) der Leuchtdiode (3) parallel oder schräg
zur optischen Achse des mindestens einen Reflektors (9)
und rechtwinklig oder schräg zur rückwärtigen Standfläche
(13) der Leuchtdiode (3) ausgerichtet ist.
15. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Leuchtdiode (3) mehrere
lichtemittierende Bestandteile (12) umfasst, deren Licht-
Abstrahlflächen bei seitlicher Betrachtung im wesentlichen
parallel oder schräg zur optischen Achse des Reflektors
(9) ausgerichtet sind, wobei die Anordnung der lichtemit
tierenden Bestandteile (12) in der Vorderansicht der
Leuchtdiode (3) kreis- oder ringförmig ist und wobei diese
kreis- oder ringförmige Anordung von lichtemittierenden
Bestandteilen (12) frontwärtig durch einen in der Vorder
ansicht der Leuchtdiode (3) kreisförmigen lichtemittieren
den Bestandteil (12) abdeckbar ist.
16. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß ein mehrteiliges Leuchtmittel
(1) mehrere Leuchtdioden (3) umfasst, deren lichtemittie
rende Bestandteile (12) und Licht-Abstrahlflächen länglich
ausgebildet sind und bei seitlicher Betrachtung rechtwink
lig zur optischen Achse des Reflektors (9) und im wesent
lichen parallel oder schräg zur rückwärtigen Standfläche
(13) der jeweiligen Leuchtdiode (3) ausgerichtet sind, wo
bei die Anordnung der lichtemittierenden Bestandteile (12)
und der Licht-Abstrahlflächen in der Vorderansicht des
mehrteiligen Leuchtmittels (1) sternförmig oder großflächig
rechteckig, vieleckig oder kreisförmig ist, wobei im
Falle einer sternförmigen Anordnung in deren Zentrum min
destens eine Leuchtdiode (3) mit kreisförmiger oder recht
eckiger Standfläche (13) anordenbar ist.
17. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die eine Leuchtdiode (3) oder
die mehreren Leuchtdioden (3) und/oder der oder die Re
flektoren (9) mittelbar oder unmittelbar und vollständig
oder zumindest teilweise in eine transparente Frontabdec
kung integriert oder mitttels eines Kunstharzes miteinan
der mittelbar oder unmittelbar vergossen sind.
18. Verwendung einer tragbaren Leuchte nach einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 17, als Ta
schenleuchte, Stirnleuchte, Fahrradfrontleuchte, Kraft
fahrzeugscheinwerfer, tragbare Tischleuchte, Taucherleuch
te oder Taschenleuchte, deren Form den abgeflachten Abmes
sungen einer Scheckkarte entspricht, oder als in ein hand
betätigtes Werkzeug, in ein Taschenmesser, in ein Taschen
werkzeug oder in ein Eßbesteck zumindest teilweise inte
grierte Leuchte.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19937852A DE19937852C2 (de) | 1999-08-13 | 1999-08-13 | Tragbare Leuchte und deren Verwendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19937852A DE19937852C2 (de) | 1999-08-13 | 1999-08-13 | Tragbare Leuchte und deren Verwendung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19937852A1 DE19937852A1 (de) | 2001-03-01 |
| DE19937852C2 true DE19937852C2 (de) | 2002-05-29 |
Family
ID=7917926
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19937852A Expired - Fee Related DE19937852C2 (de) | 1999-08-13 | 1999-08-13 | Tragbare Leuchte und deren Verwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19937852C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20321848U1 (de) | 2003-11-14 | 2011-05-19 | Signal-Construct, elektrooptische Anzeigen und Systeme GmbH, 75223 | LED-Leuchte für Medien mit wellenlängenabhängiger Lichtabsorption und -streuung |
| US8042967B2 (en) | 2006-01-16 | 2011-10-25 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Lamp module and lighting device comprising such a lamp module |
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| US5894195A (en) * | 1996-05-03 | 1999-04-13 | Mcdermott; Kevin | Elliptical axial lighting device |
-
1999
- 1999-08-13 DE DE19937852A patent/DE19937852C2/de not_active Expired - Fee Related
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| US8042967B2 (en) | 2006-01-16 | 2011-10-25 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Lamp module and lighting device comprising such a lamp module |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19937852A1 (de) | 2001-03-01 |
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