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Die
Erfindung betrifft eine Steuerventileinrichtung für einen
hydraulischen Verbraucher mit einem elektrisch betätigbaren,
einen Längsschieber aufweisenden
Steuerventil zur Steuerung der Verbindung mindestens eines mit dem
Verbraucher in Verbindung stehenden Verbraucherkanals mit einem Förderkanal
sowie einem Behälterkanal,
einem in dem Verbraucherkanal angeordneten Sperrventil, das einen
Rückstrom
vom Verbraucher zum Steuerventil sperrt, und einem Vorsteuerventil
zur Aufsteuerung des Sperrventils, wobei bei der Verbindung des Verbraucherkanals
mit dem Behälterkanal
das Vorsteuerventil zur Aufsteuerung des Sperrventil mittels eines
Betätigungselements
in die Öffnungsstellung beaufschlagbar
ist.
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Derartige
Steuerventileinrichtungen werden zur Ansteuerung einfachwirkender
oder doppeltwirkender Verbraucher eingesetzt und weisen in jedem vom
Längsschieber
zum Verbraucher geführten
Verbraucherkanal ein durch ein Vorsteuerventil steuerbares Sperrventil
zur leckölfreien
Absperrung des Verbrauchers auf. Die Sperrventile sind hierbei als
in Richtung zum Verbraucher öffnende,
zumeist federbeaufschlagte Rückschlagventile
ausgebildet, die mittels des Vorsteuerventils in die Öffnungstellung steuerbar
sind, um einen Rückstrom
vom Verbraucher zum Längsschieber
zu ermöglichen,
wenn durch eine entsprechende Auslenkung des Längsschiebers der Verbraucherkanal
mit dem Behälterkanal
in Verbindung steht. Die Vorsteuerventile sind hierbei ebenfalls
als federbeaufschlagte Rückschlagventile
ausgebildet und mittels eines Betätigungselements, beispielsweise
eines Betätigungsstifts
in die Öffnungsstellung
aufsteuerbar, in der eine Verbindung des mit dem Verbraucher in
Verbindung stehenden Steuerdruckraums des Sperrventils mit dem Behälterkanal
hergestellt ist, so daß das
Sperrventil durch den Verbraucherdruck in die Öffnugsstellung beaufschlagt
wird und einen Druckmittelstrom vom Verbraucher über das geöffnete Sperrventil und den Längsschieber
zum Behälter
ermöglicht.
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Aus
der
DE-OS 20 32 107 ist
eine gattungsähnliche
Steuerventileinrichtung mit einem mechanisch betätigten als Längsschieber
ausgebildeten Steuerventil bekannt. Die Vorsteuerventile sind hierbei
mittels Betätigungsstiften
in die Öffnungsstellung aufsteuerbar,
wobei die Betätigungsstifte
mit an dem Längsschieber
angeformten schrägen,
kegelförmigen
Steuerflächen
in Verbindung stehen. Bei einer axialen Auslenkung des Längsschiebers
kann somit mittels des Betätigungsstifts
das Vorsteuerventil geöffnet
werden. Bei einer derartigen mechanischen Betätigung der Vorsteuerventile
durch eine schräge, am
Längsschieber
angeformte Steuerfläche
tritt am Betätigungsstift
Querkraft und damit verbunden Reibung auf, wodurch eine derartige
Steuerventileinrichtung schwergängig
und verschleißbehaftet
ist. Infolge dessen ist bei einer derartigen Steuerventileinrichtung
eine hohe Betätigungskraft
für die
Auslenkung des Längsschiebers
und die Betätigung
des Vorsteuerventils erforderlich.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuerventileinrichtung
der eingangs genannten Gattung mit einem elektrisch betätigten Steuerventil
zur Verfügung
zu stellen, die eine geringe Betätigungskraft
zur Auslenkung des Längsschiebers
und zur Betätigung
des Vorsteuerventils aufweist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass zur Betätigung
des Längsschiebers
und des Betätigungselements
ein als Stirnradgetriebe ausgebildetes Getriebe vorgesehen ist,
dessen als Zahnrad ausgebildetes Eingangselement mit einer Abtriebswelle
einer elektrischen Antriebsvorrichtung drehfest verbunden ist und
dessen als Zahnsegment ausgebildetes Ausgangselement mit dem als
Zahnrad ausgebildeten Eingangselement in Eingriff steht, wobei das
Ausgangselement mit dem Längsschieber
zu dessen Betätigung
trieblich verbunden ist sowie mit dem Betätigungselement zu dessen Betätigung in
Wirkverbindung steht.
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Erfindungsgemäß ist somit
ein aus dem Eingangselement und dem Ausgangselement bestehendes
einstufiges Getriebe vorgesehen, dessen Eingangselement mit der
elektrischen Antriebsvorrichtung in Verbindung steht und dessen
Ausgangselement zur Betätigung
des Längsschiebers
und des Betätigungselements
des Vorsteuerventils vorgesehen ist. Die Betätigung des Längsschiebers
und des Betätigungselements
erfolgt somit durch das Ausgangselement des Getriebes.
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Bei
der erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung
ergeben sich eine Reihe von Vorteile:
Mit einem derartigen
Getriebe kann auf einfache Weise die Auslenkung des Betätigungselements
derart ausgebildet werden, daß eine
Querkraft und somit Reibung am Betätigungselement vermieden wird. Dadurch
ergibt sich eine geringe Betätigungskraft
der Steuerventileinrichtung zur Auslenkung des Längsschiebers und des Betätigungselements.
Desweiteren ergibt sich durch verringerte Reibung eine hohe Verschleißbeständigkeit.
Darüber
hinaus kann durch entsprechende Auslegung des Getriebes eine Untersetzung
erzielt werden, wodurch an der Antriebsvorrichtung eine geringe
Antriebskraft bzw. ein geringes Antriebsmoment zur Erzielung der
erforderlichen Betätigungskraft
ausreicht und somit als elektrische Antriebsvorrichtung ein Elektromotor
eingesetzt werden kann. Zudem ergibt sich durch den Wegfall von
Steuerflächen
am Längsschieber
zur Betätigung
des Betätigungselements
ein einfacher Aufbau des Längsschiebers
mit geringem Bauraum und Herstellaufwand.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung steht das Ausgangselement mit einer Nockenscheibe
zur Betätigung
des Betätigungselements
in Wirkverbindung. Mit einer Nockenscheibe kann mit geringem Aufwand
bei einer Drehbewegung des Ausgangselements das Betätigungselement
bei einer geringen Betätigungskraft
ausgelenkt und somit das Vorsteuerventil in die Öffnungsstellung beaufschlagt
werden.
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Besondere
Vorteile ergeben sich, wenn die Nockenscheibe mit einem Kipphebel
in Verbindung steht, der mit dem Betätigungselement in Wirkverbindung
steht. Bei einer Drehbewegung des Ausgangselements wird somit der
Kipphebel verschwenkt, der das Betätigungselement auslenkt. Dadurch
ist es möglich,
den aus der Bewegung des Betätigungselements
resultierenden Öffnungshub
des Vorsteuerventils zum Drehwinkel des Ausgangselements zu untersetzen
und somit genauer aufzulösen.
Zudem ist bei einer derartigen Betätigung des Betätigungselemets
mittels eines Kipphebels eine querkraftfreie Betätigung des Betätigungsstiftes
möglich,
wodurch zum Aufsteuern des Vorsteuerventils eine geringe Betätigungskraft
erforderlich ist.
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Eine
weitere Verringerung der Betätigungskraft
zur Aufsteuerung des Vorsteuerventils ergibt sich, wenn der Kipphebel
mit einer drehbar angeordneten Rolle versehen ist, die an der Nockenscheibe anliegt.
Dadurch ist die Verbindung der Nockenscheibe mit dem Kipphebel nahezu
reibungsfrei.
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In
einer Ausgestaltungsform, in der das Betätigungselement als Betätigungsstift
ausgebildet ist, ergeben sich besondere Vorteile, wenn der Betätigungsstift
an einem dem Vorsteuerventil gegenüberliegenden Ende kugelförmig ausgebildet
und in einer kegelförmigen
Ausnehmung des Kipphebels gelagert ist. Dadurch ist auf einfache Weise
möglich,
den Betätigungsstift
querkraftfrei auszulenken, wobei zusätzlich Verschleiß am Betätigungsstift
durch eine auftretende Querkraft vermieden wird.
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Die
Nockenscheibe kann hierbei mit dem Ausgangselement drehfest verbunden
sein. Im Hinblick auf eine geringe Anzahl von Bauteilen ist es vorteilhaft,
wenn die Nockenscheibe mit dem Ausgangselement einstückig verbunden
ist. Zur Betätigung des
Längsschiebers
und zur Aufsteuerung des Vorsteuerventils ist somit lediglich ein
Ausgangselement erforderlich, das mit dem Längsschieber trieblich verbunden
ist und über
den Kipphebel mit dem Betätigungselement
in Verbindung steht.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung steht
das Ausgangselement mittels eines Pleuels mit dem Längsschieber
in Wirkverbindung. Das Ausgangselement bildet somit zusammen mit
dem Pleuel und dem Längsschieber
einen Kurbeltrieb. Mit einem Pleuel kann auf einfache Weise eine
Drehbewegung des Ausgangselement in eine Linearbewegung des Längsschiebers
umgewandelt werden. Ein derartiges Pleuel weist hierbei zur Erzielung
des Kolbenhubs des Längsschiebers eine
geringe Winkelabweichungen von der Längsachse des Längsschiebers
auf, wodurch am Längsschieber
lediglich geringe Querkräfte
auftreten und somit zur Auslenkung des Längsschiebers eine geringe Betätigungskraft
erforderlich ist.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Pleuel im Längsschieber
und/oder im Ausgangselement eingehängt. Die Montage bzw. Demontage
des Pleuels erfolgt hierbei durch einfaches Ein- bzw. Aushängen des
Pleuels im Längsschieber
und/oder dem Ausgangselement. Dadurch sind zur Verbindung des Pleuels
mit dem Ausgangselement und dem Längsschieber keine weiteren
Befestigungsteile erforderlich, wodurch sich ein geringer Herstellaufwand
und eine einfache Montage ergibt.
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In
einer zweckmäßigen Ausführungsform
der Erfindung ist zur Verbindung des Pleuels mit dem Längsschieber
und/oder dem Ausgangselement eine Kugel vorgesehen, die in einer
kugelförmige
Ausnehmung befestigbar ist. Eine in einer kugelförmigen Ausnehmung aufnehmbare
Kugel stellt eine einfache Ausführungsform
dar, mit dem das Pleuel im Längsschieber
oder dem Ausgangselement eingehängt werden
kann.
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Ein
geringer Bauaufwand und Herstellaufwand ergibt sich hierfür, wenn
die Kugel am Pleuel und die kugelförmige Ausnehmung an dem Ausgangselement
und/oder dem Längsschieber
angeordnet ist.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Kugel am Pleuel und die
kugelförmige
Ausnehmung am Längsschieber
angeformt. Am Pleuel kann eine Kugel und am Längsschieber eine kugelförmige Ausnehmung
auf einfache Weise mit geringem Herstellaufwand hergestellt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist zur Verbindung des Pleuels mit dem Ausgangselement
und/oder dem Längsschieber
eine Bohrung vorgesehen, in der ein Bolzen drehbar befestigbar ist.
Hiermit kann ebenfalls das Pleuel mit geringem Aufwand ohne zusätzlich Befestigungsteile in
dem Längsschieber
bzw. dem Ausgangselement eingehängt
werden.
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Zweckmäßigerweise
ist die Bohrung am Ausgangselement parallel zur Drehachse des Ausgangselements
angeordnet und das Pleuel mit dem Bolzen versehen. Am Ausgangselement
kann eine Bohrung einfach hergestellt werden. Ebenfalls kann das
Pleuel mit dem Bolzen auf einfache Weise versehen werden, beispielsweise
durch Verschrauben oder Verpressen. Zudem kann der Bolzen einstückig am
Pleuel ausgebildet sein. Eine derartige Verbindung des Pleuels mit
dem Ausgangselement erfordert zudem einen geringen Bauraum.
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Mit
besonderem Vorteil ist am Ausgangselement mittels einer mit der
Bohrung in Verbindung stehenden Ausnehmung eine Befestigungsgabel
ausgebildet. Das Pleuel kann hierbei in der von der Ausnehmung gebildeten
Befestigungsgabel angeordnet werden und somit in dem Ausgangselement
bezüglich
der Bohrung in axialer Richtung gesichert werden.
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Zweckmäßigerweise
ist im äußeren Bereich einer
Seitenlasche der Befestigungsgabel eine die Seitenlasche durchsetzende
Aussparung vorgesehen. Durch die Aussparung in einer Seitenlasche
des Ausgangselements wird ermöglicht,
daß das
Pleuel zur Montage bzw. Demontage in der Bohrung in axialer Richtung
bewegt werden kann, bis das Pleuel in der von der Ausnehmung gebildeten
Befestigungsgabel angeordnet ist. Durch die Anordnung der Aussparung
im äußeren Bereich
der Seitenlasche wird zudem erzielt, daß das Pleuel bei Drehwinkeln
des Ausgangselement, die außerhalb
der im Betrieb der Steuerventileinrichtung auftretenden Drehwinkel sind,
im Ausgangselement ein- bzw. ausgehängt werden kann. Mit einer
derartigen Anordnung wird somit erreicht, daß bei im Betrieb auftretenden
Drehwinkeln des Ausgangselements das Pleuel zwischen den Seitenlaschen
der Befestigungsgabel gegen ein unbeabsichtigtes Aushängen in
der Ausnehmung des Ausgangselements gesichert ist.
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Das
Eingangselement kann hierbei mit einer Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung
drehfest verbunden sein. Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das
Eingangselement an der Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung einstückig ausgebildet
ist. Das beispielsweise als Zahnrad ausgebildete Eingangselement
kann hierbei an der Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung angeformt
sein.
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Ein
geringer Herstellaufwand für
die erfindungsgemäße Steuerventileinrichtung
ergibt sich, wenn das aus dem Eingangselement und dem Ausgangselement
bestehende Getriebe in einem Getriebegehäuse angeordnet ist, an dem
die Antriebsvorrichtung befestigbar ist, wobei das Getriebegehäuse an einem
Steuerventilblock der Steuerventileinrichtung befestigbar ist. Das
Eingangselement und das Ausgangselement sowie die Antriebsvorrichtung
sind somit in bzw. an einem separaten Getriebegehäuse angeordnet,
das mit dem Steuerventilblock verbunden wird. Dadurch sind im Steuerventilblock
keine zusätzlichen
Einrichtungen zur Lagerung des Eingangs- bzw. des Ausgangselements
und zur Befestigung der Antriebsvorrichtung erforderlich, wodurch der
Steuerventilblock einen geringen Herstellaufwand aufweist.
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Der
Herstellaufwand ist weiter verringerbar, wenn der Kipphebel und
das Vorsteuerventil im Getriebegehäuse angeordnet sind und der
Betätigungsstift
im Getriebegehäuse
längsverschiebbar
gelagert ist. Dadurch sind die Betätigungseinrichtungen für den Längsschieber
und das Sperrventil im Getriebegehäuse angeordnet, das lediglich
mit dem Längsschieber über das
Pleuel in Verbindung steht, wodurch sich eine einfache Montage und
Demontage der Betätigungseinrichtung
am Ventilblock ergibt, da lediglich das Pleuel im Längsschieber
bzw. dem Ausgangselement eingehängt
bzw. ausgehängt
werden muß.
Durch die Integration des Vorsteuerventils in das Getriebegehäuse ergibt
sich zudem ein geringer Bauaufwand für ein aus mehreren, stoffschlüssig verbunden
Segmentplatten bestehenden Steuerventilblock in Schichtbauweise,
da aufwendige Bohrungen quer zu den Schichten vermieden werden,
wodurch sich ein geringer Bauaufwand für einen derartigen in Schichtbauweise
hergestelltes Steuerventilblock ergibt.
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Im
Hinblick auf eine geringen Herstellaufwand für das Getriebegehäuse ist
es besonders vorteilhaft, wenn das Getriebegehäuse an einem dem Steuerventilblock
zugewandten Bereich eine Öffnung aufweist
und die Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung in einer Gehäusebohrung
des Getriebegehäuses
drehbar gelagert ist, wobei der Durchmesser des mit der Abtriebswelle
in Wirkverbindung stehenden Eingangselements kleiner oder gleich
dem Durchmesser der Gehäusebohrung
ist. Durch die Öffnung im
Getriebegehäuse
kann hierbei das Ausgangselement und der Kipphebel montiert werden.
Im am Steuerventilblock angebauten Zustand des Getriebegehäuses kann
durch die Öffnung
ebenfalls das mit dem Längsschieber
in Wirkverbindung stehende Pleuel geführt werden. Die Abtriebswelle
der Antriebsvorrichtung und das mit dieser in Wirkverbindung stehende
Eingangselement, dessen Durchmesser kleiner oder gleich dem Durchmesser
der Abtriebswelle ist, kann hierbei durch die Gehäusebohrung
in das Getriebegehäuse
eingeschoben werden, wodurch für
die Montage des Eingangselement kein zusätzlicher Gehäusedeckel
am Getriebegehäuse erforderlich
ist.
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Mit
besonderem Vorteil ist im Bereich der Gehäusebohrung eine Dichtungseinrichtung
zur Abdichtung der Abtriebswelle gegenüber dem Getriebegehäuse vorgesehen.
Dadurch kann auf einfache Weise die Antriebsvorrichtung gegenüber dem
Getriebegehäuse
abgedichtet werden.
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In
Weiterbildung der Erfindung steht der Längsschieber mit einer Federrückzugseinrichtung
in Wirkverbindung. Eine Federrückzugseinrichtung,
die den Längsschieber
im unbetätigten
Zustand in die Mittelstellung auslenkt, eliminiert zusätzlich das
Getriebespiel zwischen dem Eingangselement und dem Ausgangselement
außerhalb
der Mittelstellung des Längsschiebers
und somit bei betätigter
Steuerventileinrichtung.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung ist
die elektrische Antriebsvorrichtung als Antriebsmotor, insbesondere
als Schrittmotor, ausgebildet. Bei der erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung
wird durch das Getriebe die bei Verwendung eines Schrittmotors erforderliche Untersetzung
zur Betätigung
des Längsschiebers kombiniert
mit dem Aufsteuern des Vorsteuerventils ohne Querkraft und somit
Verschleiß am
Betätigungsstift,
wobei zusätzlich
durch die Kipphebel der Öffnungshub
der Vorsteuerventile zum Kolbenhub des Längsschiebers untersetzt und
somit besser aufgelöst
wird.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den
schematische Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei
zeigt
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1 den
Schaltplan einer erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung,
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2 den
Längsschnitt
durch eine Steuerventileinrichtung gemäß der 1,
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3 einen
weiteren Längsschnitt
durch die Steuerventileinrichtung gemäß der 1,
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4 einen
Schnitt entlang der Linie A-A der 2,
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5 einen
Schnitt entlang der Linie B-B der 2,
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6 einen
Schnitt entlang der Linie C-C der 4,
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7 einen
Schnitt entlang der Linie D-D der 4 und
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8 einen
Schnitt entlang der Linie E-E der 4.
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Die 1 zeigt
den Schaltplan eines hydrostatischen Antriebssystems mit einer ersten
Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung 1 zur
Steuerung eines einfachwirkenden Verbrauchers 2, beispielsweise
eines einfachwirkenden Hydraulikzylinders, und einer zweiten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung 3 zur
Steuerung eines doppeltwirkenden Verbrauchers 4, beispielsweise
eines doppeltwirkenden Hydraulikzylinders. Der Verbraucher 2 ist
hierbei beispielsweise als Hubzylinder und der Verbraucher 4 als
Neigezylinder eines Flurförderzeugs
ausgebildet. Die Steuerventileinrichtungen 1, 3 sind
in einem gemeinsamen Steuerventilblock 5 angeordnet.
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Die
Steuerventileinrichtung 1 weist ein Steuerventil 6 auf,
das eingangsseitig an einen Förderzweigkanal 7 angeschlossen,
der mit einem an eine Pumpe 8 angeschlossenen Förderkanal 9 verbunden ist.
Ein Behälterzweigkanal 10 führt vom
Steuerventil 6 zu einem Behälterkanal 11, der
zu einem Behälter 12 geführt ist.
Mit dem Steuerventil 6 ist die Verbindung des Förderzweigkanals 7 bzw.
des Behälterzweigkanals 10 mit
einem Verbraucherkanal 13 steuerbar, der mit dem Verbraucher 2 verbunden
ist.
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Die
Steuerventileinrichtung 3 weist ein Steuerventil 14 auf,
das mittels eines Förderzweigkanals 15 an
den Förderkanal 9 und
mittels eines Behälterzweigkanals 16 an
den Behälterkanal 11 angeschlossen
ist. Zum Verbraucher 4 sind zwei Verbraucherkanäle 17, 18 geführt, deren
Verbindung mit dem Förderzweigkanal 15 bzw.
dem Behälterzweigkanal 16 mittels
des Steuerventils 14 steuerbar ist.
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Die
Steuerventile 6 bzw. 14 sind als in Zwischenstellungen
drosselnde Längsschieberventile mit
einer federzentrierten Mittelstellung ausgebildet, in der die entsprechenden
Anschlüsse
geschlossen sind.
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In
dem Verbraucherkanal 13 ist zur leckölfreien Absperrung des Verbrauchers 2 ein
in Richtung zum Verbraucher 2 öffnendes, als Rückschlagventil ausgebildetes, Sperrventil 20 angeordnet,
das bei der Betätigung
des Steuerventils 6 in die in der 1 oben dargestellte
Schaltstellung zum Senken einer am Verbraucher 2 angreifenden
Last mittels eines als Rückschlagventil
ausgebildeten Vorsteuerventils 21 aufsteuerbar ist. Der
in Schließrichtung
wirkende Steuerdruckraum des Sperrventils 21 ist hierzu
mittels einer Steuerdruckleitung 22 an den in Schließrichtung
wirkenden Steuerdruckraum des Vorsteuerventils 21 angeschlossen,
das ausgangsseitig mittels einer Steuerdruckleitung 23 mit
dem Behälterkanal 11 in
Verbindung steht.
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Zur
leckölfreien
Absperrung des Verbrauchers 4 ist in den Verbraucherkanälen 17, 18 jeweils ein
in Richtung zum Verbraucher 4 öffnendes Sperrventil 25, 26 angeordnet,
das jeweils mittels eines als Rückschlagventil
ausgebildeten Vorsteuerventils 27, 28 aufsteuerbar
sind. Hierzu ist von dem in Schließrichtung wirkende Steuerdruckraum
des Sperrventils 25 eine Steuerdruckleitung 29 zum
Vorsteuerventil 27 geführt,
wobei das Vorsteuerventil 27 mittels einer Steuerdruckleitung 30 in
der geöffneten
Stellung eine Verbindung der Steuerdruckleitung 27 mit
dem Behälterkanal 11 ermöglicht.
Der in Schließrichtung
wirkende Steuerdruckraum des Sperrventils 26 ist mittels
einer Steuerdruckleitung 31 an das Vorsteuerventil 28 angeschlossen,
das in der geöffneten Schaltstellung
eine Verbindung der Steuerdruckleitung 31 mittels der Steuerdruckleitung 30 mit
dem Behälterkanal 11 ermöglicht.
Das Vorsteuerventil 28 ist hierbei bei einer Betätigung des
Steuerventil 14 in Richtung der in der Figur unten dargestellten
Schaltstellung und das Vorsteuerventil 27 bei einer Betätigung des
Steuerventils 14 in Richtung der in der Figur oben dargestellten
Schaltstellung aufsteuerbar, so daß das Sperrventil 27 bzw. 28,
das in der entsprechenden Schaltstellung des Steuerventils 14 in dem
mit dem Behälterzweigkanal 15 in
Verbindung stehenden Verbraucherkanal 17, 18 und
somit in der Rücklaufleitung
des Verbrauchers 4 angeordnet ist, in die Öffnungstellung
aufgesteuert wird, wodurch Druckmittel aus dem Verbraucherkanal 17 bzw. 18 zum
Behälter 12 strömen kann.
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Zur
Erfassung der Bewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers 2 ist
eine als Förderstromsensor
ausgebildete Sensoreinrichtung 35 vorgesehen, die mit einer
elektronischen Steuereinrichtung 40 in Verbindung steht.
Als Meßglied
der Sensoreinrichtung 35 kann hierbei der Ventilkörper des
Sperrventils 20 verwendet werden. Zudem kann die Sensoreinrichtung 35 derart
ausgebildet sein, daß sowohl beim
Heben als auch beim Senken des Verbrauchers 2 die entsprechende
Bewegungsgeschwindigkeit es Verbrauchers 2 erfaßt werden
kann.
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Die
Bewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers 4 ist mittels
einer Sensoreinrichtung 36 erfassbar, die mit der elektronischen
Steuereinrichtung 40 in Wirkverbindung steht. Die Sensoreinrichtung 36 kann
beispielsweise als Förderstromsensor
ausgebildet sein, der in der mit dem Behälter 2 in Verbindung stehenden
Behälterzweigleitung 16 angeordnet
ist.
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Das
Steuerventil 6 ist elektrisch betätigbar, wobei eine elektrische
Antriebsvorrichtung 41, beispielsweise ein Schrittmotor,
vorgesehen ist, der mit der elektronischen Steuereinrichtung 40 in
Verbindung steht. Die Vorgabe einer Bewegungsrichtung und einer
Sollbewegungsgeschwindigkeit erfolgt mittels einer Sollwertvorgabeeinrichtung 42,
beispielsweise einem Joystick, der mit der elektronischen Steuereinrichtung 40 in
Wirkverbindung steht. Das Steuerventil 14 ist ebenfalls
elektrisch betätigbar,
beispielsweise mittels einer als Schrittmotors ausgebildeten Antriebsvorrichtung 43,
die mit einer elektronischen Steuereinrichtung 40 in Wirkverbindung
steht. Zur Vorgabe einer Bewegungsrichtung und einer Sollgeschwindigkeit
des Verbrauchers 4 ist eine Sollwertvorgabeeinrichtung 44,
beispielsweise ein Joystick, vorgesehen, der mit der elektronischen
Steuereinrichtung 40 in Verbindung steht.
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Zur
Steuerung eines drucklosen Umlaufs des Förderstrom der als Konstantpumpe
ausgebildeten Pumpe 8 bei unbetätigten Steuerventilen 6, 14 und
zur Begrenzung des maximalen Arbeitsdrucks der Verbraucher 2, 4 ist
ein vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil 46 vorgesehen,
das eingangsseitig an den Förderkanal 9 und
ausgangsseitig an den Behälterkanal 11 angeschlossen
ist. Der Ansprechdruck des Druckbegrenzungsventils 46 ist
hierbei mittels eines elektrisch ansteuerbaren, mit der elektronischen Steuereinrichtung 40 in
Verbindung stehenden Vorsteuerventils 47 einstellbar.
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Die 2 und 3 zeigen
jeweils einen Längsschnitt
durch den Steuerventilblock 5, der einen Aufbau aus mehreren
miteinander stoffschlüssig verbundenen,
beispielsweise miteinander verlöteten, Segmentplatten
aufweist. Durch miteinander kommunizierende Ausnehmungen einiger
Segmentplatten ist der Förderkanal 9 und
der Behälterkanal 11 gebildet.
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In
einer im Steuerventilblock 5 gebildeten Gehäusebohrung 50 ist
der Längsschieber 51 des Steuerventils 6 längsverschiebbbar
angeordnet. Die Gehäusebohrung 50 ist
hierbei ausgehend von einer mit dem Förderkanal 8 in Verbindung
stehenden Ringnut mit einer Ringnut 52 versehen, die an
den Verbraucherkanal 13 angeschlossen ist, wobei die Ringnut 52 mit
einer Ringnut 53 einer Gehäusebohrung 54 in Verbindung
steht, in der das Sperrventil 20 angeordnet ist, das gleichzeitig
die Sensorenrichtung 35 bildet. Eine weitere an der Gehäusebohrung 51 ausgebildete
Ringnut 55 steht mit dem Behälterkanal 11 in Verbindung.
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In
einer Gehäusebohrung 60 des
Steuerventilblocks 5 ist der Längsschieber 61 des
Steuerventils 14 längsverschiebbbar
angeordnet, wobei die Gehäusebohrung 60 ausgehend
von einer mit dem Förderkanal 9 in
Verbindung stehenden Ringnut mit mehreren Ringnuten 62, 63, 64 und 65 versehen
ist. Die Ringnut 62 ist an eine Ringnut 66 angeschlossen, die
an einer Gehäusebohrung 67 ausgebildet
ist, in der das Sperrventil 25 angeordnet ist. Die Gehäusebohrung 67 steht
weiterhin mit einer Ringnut 68 in Verbindung, die auf nicht
mehr dargestellte Weise mit dem Verbraucherkanal 17 in
Verbindung steht. In analoger Weise ist die Ringnut 63 mit
einer Ringnut 69 einer Gehäusebohrung 70 verbunden,
in der das Sperrventil 26 angeordnet ist. Eine an der Gehäusebohrung 70 ausgebildete
Ringnut 71 ist hierbei auf nicht mehr gezeigte Weise an
den Verbraucherkanal 18 angeschlossen. Die Ringnut 64 und
die Ringnut 65 der Gehäusebohrung 60 führen zu
einer Ringnut 72, die an einer Gehäusebohrung 73 ausgebildet
ist, in der die Sensoreinrichtung 36 angeordnet ist. Eine an
der Gehäusebohrung 73 angeordnete
Ringnut 74 steht hierbei mit dem Behälterkanal 11 in Verbindung.
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Das
Sperrventil 20 weist einen in Schließrichtung wirkenden Steuerdruckraum 80 auf,
in dem eine Feder 81 angeordnet ist und der über eine
Drosseleinrichtung 82 mit dem an den Verbraucher 2 angeschlossenen
Abschnitt des Verbraucherkanals 13 in Verbindung steht.
In analoger Weise weisen die Sperrventile 25 bzw. 26 jeweils
einen in Schließrichtung
wirkenden Steuerdruckraum 84 bzw. 85, in dem eine
Feder 86 bzw. 87 angeordnet ist und der über eine
Drosseleinrichtung 88 bzw. 89 mit der Ringnut 68 bzw. 71 und
somit dem entsprechenden mit dem Verbraucher 4 in Verbindung
stehenden Abschnitt des Verbraucherkanals 17 bzw. 18 in
Verbindung steht.
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Der
Steuerdruckraum 80 des Sperrventils 20 steht auf
nicht mehr gezeigte Weise mit der Steuerdruckleitung 22 in
Verbindung, die zu dem Vorsteuerventil 21 geführt ist.
Der Steuerdruckraum 84 bzw. 85 des Sperrventils 25 bzw. 26 ist
an die nicht mehr gezeigten Steuerdruckleitung 29 bzw. 31 angeschlossen,
die zu dem Vorsteuerventil 27 bzw. 28 geführt sind.
Die Sperrventile 20, 25 und 26 weisen
hierbei eine Differenzkolbenfläche
auf.
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Wie
aus der 2 und der 7 ersichtlich ist,
ist das Vorsteuerventil 21 als in Sperrstellung federbelastetes
Rückschlagventil
mit einem als Kugel ausgebildeten Ventilelement 90 ausgebildet,
das in Richtung einer Öffnungsstellung
mittels eines als Betätigungsstift
ausgebildeten Betätigungselementes 91 beaufschlagbar
ist. Das Vorsteuerventil 21 ist hierbei in einer stufenförmigen Bohrung 92 eines
Getriebegehäuses 93 angeordnet,
die mittels einer Verschlußschraube 94 verschlossen
ist. Das Vorsteuerventil 21 besteht aus einem Bauelement 95,
das mit einem Flansch an einem Absatz der Bohrung 92 anliegt,
sowie einem Ventilsitzbauelement 96 auf, das mit dem Bauelement 95 in
Anlage ist und mit einer Längsdurchbrechung 97 versehen
ist, die an einem dem Bauelement 95 gegenüberliegenden
Ende einen Ventilsitz für
das Ventilelement 90 bildet. Der Betätigungsstift 91 ist
in einer Bohrung des Bauelements 95 längsverschiebbbar gelagert.
Im Bauelement 95 ist eine Ringnut 98 ausgebildet,
die über Durchbrechungen 99 mit
der Längsdurchbrechung 97 des
Bauelements 96 in Verbindung steht. Die Ringnut 98 ist
hierbei an die Steuerdruckleitung 23 angeschlossen, die
beispielsweise zum Behälterkanal
geführt
ist. Ein in der Bohrung 92 ausgebildeter in Schließrichtung
des Ventilelements 90 wirkender Steuerdruckraum 100 steht
mit der Steuerdruckleitung 22 in Verbindung.
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Aus
der 2 sowie der 8 ist der
Aufbau der Vorsteuerventile 27, 28 ersichtlich,
die als federbelastete Rückschlagventile
mit einem als Kugel ausgebildeten Ventilelement 101, 102 ausgebildet sind.
Der Ventilsitz des Ventilelements 101, 102 ist
an jeweils einem Ventilsitzbauelement 103, 104 ausgebildet,
das in einer stufenförmigen
Bohrung 105, 106 des Getriebegehäuses 93 angeordnet
ist, wobei die Bohrung 105, 106 mittels jeweils
einer Verschlußschraube 117, 118 verschließbar ist.
In der Bohrung 105 bzw. 106 ist ein in Richtung
der Sperrstellung wirkender Steuerdruckraum 107 bzw. 108 ausgebildet, wobei
der Steuerdruckraum 107 an die Steuerdruckleitung 29 und
der Steuerdruckraum 108 an die Steuerdruckleitung 31 angeschlossen
ist. Das Ventilsitzbauelement 103 bzw. 104 ist
mit jeweils einer Längsdurchbrechung 109 bzw. 110 versehen,
wobei ein in der Bohrung 105 bzw. 106 längsverschiebbar
gelagertes, als Betätigungsstift
ausgebildetes Betätigungselement 111 bzw. 112 mit
jeweils einer Längsnut 113, 114 versehen
ist, so daß bei
geöffnetem Ventilelement 101, 102 Druckmittel
aus der Steuerdruckleitung 29, 31 über die
Längsnut 113, 114 in
den Gehäuseinnenraum 115 strömen kann,
der – wie
aus der 2 ersichtlich ist – mit der
Ringnut 65 in Verbindung steht, die mit dem Behälterkanal 11 in
Verbindung bringbar ist. Die Bohrung 105, 106 ist
hierbei im Bereich des Betätigungselements 111, 112 erweitert,
so daß der
Betätigungsstift 111, 112 nur
in dem dem Ventilsitzelement 101, 102 zugewandten
Bereich in der Bohrung 105, 106 gelagert ist.
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Zur
Betätigung
der Längsschieber 51 bzw. 61 und
der den Längsschiebern
zugeordneten Vorsteuerventile 21 bzw. 27, 28 ist
erfindungsgemäß jeweils
ein als Stirnradgetriebe ausgebildetes Getriebe 120 bzw. 121 vorgesehen,
von denen das Getriebe 121 beispielhaft für die Getriebe 120, 121 in
der 5 im Längsschnitt
dargestellt ist.
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Das
Eingangselement 122 des Getriebes 120 bzw. 121 ist
mit der Abtriebswelle 123 der entsprechenden elektrischen
Antriebsvorrichtung 41 bzw. 43, beispielsweise
einem Schrittmotor, drehfest verbunden. Die Antriebsvorrichtung 41 bzw. 43 ist hierbei
an dem Getriebegehäuse 93 lösbar befestigt, beispielsweise
mittels Schrauben, wobei die Abtriebswelle 123 der Antriebsvorrichtung 41 bzw. 43 in einer
Gehäusebohrung 124 des
Getriebegehäuses 93 drehbar
gelagert ist. Im Bereich der Gehäusebohrung 124 ist
weiterhin eine Dichtungseinrichtung 195 vorgesehen. Das
Getriebe 120 bzw. 121 weist jeweils ein Ausgangselement 125 bzw. 126 auf,
das um eine parallel zur Abtriebswelle 123 und senkrecht
zur Längsachse
L der Längsschieber 51 bzw. 61 angeordnete
Drehachse D drehbar gelagert ist. Zur Lagerung ist das Ausgangselement 125 bzw. 126 mit
einer Bohrung 127 versehen, die von einem im Getriebegehäuse 93 angeordneter
Lagerstift 128 durchsetzt ist. Der Lagerstift 128 ist
im Getriebegehäuse 93 mittels
einer Sicherungseinrichtung 175 axial gesichert und mittels
einer Dichteinrichtung 129 abgedichtet.
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Das
Eingangselement 122 der Getriebe 120 bzw. 121 ist
jeweils als mit der Abtriebswelle 123 drehfest verbundenes
Zahnrad 130 ausgebildet, das mit einem als Zahnsegment 131, 132 ausgebildeten Zahnrad
in Eingriff steht, wobei das Zahnsegment 131 bzw. 132 am
Ausgangselement 125 bzw. 126 einstückig angeformt
ist. Der Außendurchmesser
des Eingangselements 122 ist hierbei kleiner oder gleich dem
Durchmesser der Gehäusebohrung 124,
wodurch die Abtriebswelle 123 zusammen mit dem Eingangselement 122 in
das Getriebegehäuse 93 eingeschoben
werden kann. Am Ausgangselement 125 bzw. 126 ist
weiterhin jeweils eine Nockenscheibe 133 bzw. 134 angeformt
oder drehfest befestigt. Die Nockenscheibe 133 weist – wie aus
der 7 zu sehen ist – einen wirksamen Nocken 135,
der mit einer an einem Kipphebel 136 drehbar angeordneten
Rolle 137 in Wirkverbindung steht. In der dargestellten
Mittelstellung der Steuerventileinrichtung 6 liegt die
Rolle 137 hierbei am Nocken 135 an. Die Nockenscheibe 134 weist – wie der 8 zu
entnehmen ist – zwei wirksame
Nocken 138, 139, wobei der Nocken 138 mit
einer an einem Kipphebel 140 angeordneten Rolle 141 und
der Nocken 139 mit einer an einem Kipphebel 142 angeordnete
Rolle 143 in der dargestellten Mittelstellung der Steuerventileinrichtung 14 in
Anlage ist.
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Die
Kipphebel 136 bzw. 140, 142 sind jeweils um
eine parallel zur Drehachse D des Ausgangselements 125 bzw. 126 angeordnete
Schwenkachse S im Getriebegehäuse 93 drehbar
gelagert, wobei die Schwenkachse S koaxial zur Abtriebswelle 123 angeordnet
ist. Zur drehbaren Befestigung des Kipphebels 136 bzw.
der Kipphebel 140, 142 sind die Kipphebel jeweils
mit einer Bohrung 150 zur Aufnahme eines Lagerbolzens 151 versehen,
der in einer Bohrung 152 des Getriebegehäuses 93 befestigt
ist und den bzw. die Kipphebel mittels eines Bundes 153 in axialer
Richtung sichert.
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Der
mit dem an dem Ausgangselement 125 angeformten Nocken 135 der
Nockenscheibe 133 in Wirkverbindung stehende Kipphebel 136 steht
mit dem Betätigungsstift 91 des
Vorsteuerventils 21 in Verbindung. Der Betätigungsstift 91 liegt
hierbei an der Außenfläche des
Kipphebels 136 an. Der Kipphebel 140, der mit
dem an dem Ausgangselement 126 angeformten Nocken 138 der
Nockenscheibe 134 in Wirkverbindung steht, steuert mittels
des Betätigungsstiftes 111 das
Vorsteuerventil 27. Der mit dem Nocken 139 der
Nockenscheibe 134 in Wirkverbindung stehende Kipphebel 142 steuert
mittels des Betätigungsstiftes 112 das
Vorsteuerventil 28. Die Betätigungselemente 111, 112 sind
hierbei in dem aus der Bohrung 105, 106 des Getriebegehäuses 93 herausragenden
Bereich kugelförmig
ausgebildet und in einer kegelförmigen
Ausnehmung 145, 146 der entsprechenden Kipphebel 140, 142 angeordnet.
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Zur
Betätigung
des Längsschiebers 51 ist
ein Pleuel 150 vorgesehen, das mit dem Ausgangselement 125 des
Getriebes 120 und dem Längsschieber 51 verbunden
ist. Die Betätigung
des Längsschiebers 61 erfolgt
mittels eines Pleuels 151, das mit dem Ausgangselement 126 des
Getriebes 121 und dem Längsschieber 61 in
Verbindung steht.
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Das
Pleuel 150 bzw. 151 ist zur einfache Montage in
das jeweiligen Ausgangselement 125 bzw. 126 sowie
in den jeweiligen Längsschieber 51 bzw. 61 eingehängt. Hierzu
ist das dem Längsschieber 51 bzw. 61 zugewandte
Ende des Pleuels 150 bzw. 151 mit einer Kugel 152 bzw. 154 versehen,
die in einer, an der Stirnseite des Längsschiebers 51 bzw. 61 ausgebildeten,
kugelförmigen
Ausnehmung 153 bzw. 155 des Längsschiebers 51 bzw. 61 durch Einhängen aufgenommen
ist.
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Zur
Befestigung des Pleuels 150, 151 im Ausgangselement 125, 126 ist – wie aus
den 2, 4 sowie 6 bis 8 zu
entnehmen ist – in
jedem Ausgangselement 125, 126 in einer Mittelebene des
Ausgangselements eine Ausnehmung 160, 161 ausgebildet.
Die Ausnehmung 160, 161 bildet im Ausgangselement 125, 126 – wie aus 4 zu
erkennen ist – jeweils
eine Befestigungsgabel 158, 159 mit jeweils zwei
Seitenlaschen 125a, 126b bzw. 126a, 126b.
Im Bereich der Ausnehmung 160, 161 und somit der
Befestigungsgabel 158, 159 ist das Ausgangselement 125, 126 mit
einer Querbohrung 162, 163 versehen, die parallel
zur Drehachse D des Ausgangselements 125, 126 angeordnet
ist. Das Pleuel 150, 151 ist an dem der Kugel 152, 153 gegenüberliegenden
Ende mit einem senkrecht zum Schaft des Pleuels 150, 151 angeordneten
Bolzen 156, 157 versehen, der beispielsweise mit
dem Pleuel 150, 151 verpresst oder verschraubt
werden kann.
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Das
Pleuel 150, 151 ist in der Ausnehmung 160, 161 angeordnet
und zwischen den Seitenteilen 125a, 125b bzw. 126a, 126b der
Befestigungsgabel 158, 159 in axialer Richtung
gesichert. Eine Seitenlasche 125a, 126a der jeweiligen
Befestigungsgabel 158, 159 ist von einer Aussparung 170, 171 durchsetzt,
die im Bereich einer Begrenzungsfläche der Ausnehmung 160, 161 und
somit im äußeren Bereich der
Befestigungsgabel 158, 159 angeordnet ist und sich
von der Querbohrung 162, 163 zum Außenumfang
des Ausgangselements 125, 126 erstreckt. Das Pleuel 150, 151 kann,
falls das Pleuel 150, 151 soweit verschwenkt wird,
daß es
mit der Aussparung 170, 171 fluchtet, dadurch
aus der Querbohrung 162, 163 und somit der Ausnehmung 160, 161 in
axialer Richtung heraus- bzw. hineingeschoben werden. Die Aussparung 170, 171 ist
hierbei derart angeordnet, daß der
Schwenkwinkel des Ausgangselements 125, 126 zur
Montage bzw. Demontage des Pleuels 150, 151 im
Ausgangselement 125, 126 außerhalb der im Betrieb der
Steuerventile 6, 14 auftretenden Schwenkwinkel
liegt.
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Der
Längsschieber 51 bzw. 61 steht – wie der 2 zu
entnehmen ist – an
dem der Pleuelstange 150 bzw. 151 gegenüberliegenden
Ende mit einer in beiden Richtungen wirkenden Federrückzugseinrichtung 180 bzw. 181 in
Wirkverbindung, die den Längsschieber 51 bzw. 61 in
die dargestellte Mittelstellung beaufschlagt und Getriebespiel zwischen
dem Eingansgelement 122 und dem Ausgangselement 125 bzw. 126 des
jeweiligen Getriebes 120, 121 außerhalb
der Mittelstellung eliminiert.
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Wie
aus den 4, 7 und 8 ersichtlich
ist, weist das Gehäuse 93 in
einem dem Steuerventilblock 5 zugewandten Bereich eine Öffnung 190 bzw. 191 auf,
durch die die Kipphebel 136 bzw. 140, 142 sowie
das Ausgangselement 125 bzw. 126 montiert werden
können.
Zudem wird durch die Öffnung 190 bzw. 191 im
angebauten Zustand des Getriebegehäuses 93 am Steuerventilblock 5 das
Pleuel 150 bzw. 151 zum Längsschieber 51 bzw. 61 geführt.
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Die
Funktion der Steuerventileinrichtung sei im folgenden beispielhaft
anhand der in den 7 und 8 dargestellten
Getriebe in Verbindung mit 2 und 3 näher erläutert:
Bei
einer Betätigung
des Ausgangselements 125 des Getriebes 120 um
einen bestimmten Drehwinkel in Richtung 190 durch eine
entsprechende Betätigung des
Eingangselements des Getriebes 120 durch eine Ansteuerung
der Antriebsvorrichtung 41 um einen entsprechend der Untersetzung
des Getriebes 120 vergrößerten Drehwinkel
in entgegengesetzter Richtung wird der Kipphebel 136 von
dem an der Nockenbahn 133 angeformten Nocken 135 nach
in der 7 oben ausgelenkt, wodurch der Kipphebel 133 um
die Schwenkachse S nach in der 7 oben verschwenkt
wird und das Ventilelement 90 des Vorsteuerventils 21 mittels
des Betätigungselements 91 entgegen
der Kraft der Feder in die Öffnungsstellung
beaufschlagt. Dadurch strömt
Druckmittel von der Steuerdruckleitung 22 über den
Steuerdruckraum 100, die Längsdurchbrechung 97,
die Durchbrechung 99 und die Ringnut 98 in die
Steuerdruckleitung 23, die mit dem Behälterkanal 11 in Verbindung
steht. Dadurch wird der Steuerdruckraum 80 des Sperrventils 20 entlastet
und das Sperrventil 20 durch den in dem Verbraucherkanal 13 anstehenden
Druck in die Öffnungsstellung
beaufschlagt. Gleichzeitig wird die Pleuelstange 150 nach
in der 7 unten ausgelenkt, so daß der Längsschieber 51 nach
in der 2 unten ausgelenkt wird, in der eine Verbindung
der Ringnut 52 mit der Ringnut 55 hergestellt
wird, die mit dem Behälterkanal 11 in
Verbindung steht, wodurch Druckmittel vom Verbraucher 2 über das
geöffnete Sperrventil 20 und
den Längsschieber 51 zum
Behälter 12 strömen kann.
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Bei
einer Verschwenkung des Ausgangselements 126 des Getriebes 121 in
Richtung 190 durch eine entsprechende Auslenkung des Eingangselements 112 mittels
der Antriebsvorrichtung 43 wird in entsprechender Weise
der Kipphebel 140 durch den an der Nockenscheibe 134 angeordneten
Nocken 138 um die Schwenkachse S nach in der 8 oben ausgelenkt
und somit mittels des Betätigungsstiftes 111 das
Ventilelement 101 des Vorsteuerventils 27 in die Öffnungsstellung
beaufschlagt. Hierbei wird die Steuerdruckleitung 29 über den
Steuerdruckraum 107, die Längsdurchbrechung 109 und
die Längsnut 113 des
Betätigungselements 111 mit
dem Gehäuseinnenraum 115 verbunden,
der mit der Ringnut 65 in Verbindung steht. Dadurch wird
der Steuerdruckraum 84 des Sperrventils 25 entlastet
und das Sperrventil 25 durch den anstehenden Verbraucherdruck in
die Öffnungsstellung
beaufschlagt. Durch die Pleuelstange 151 wird hierbei der
Längsschieber 61 nach in
der 2 unten in eine Stellung ausgelenkt, in der die
Ringnut 62 mit der Ringnut 65 und die Ringnut 63 mit
dem Förderkanal 9 in
Verbindung gelangt und somit der Verbraucherkanal 18 die
Zulaufleitung und der Verbraucherkanal 17 die Rücklaufleitung
des Verbrauchers 4 bildet, wobei über das geöffnete Sperrventil 25 Druckmittel
vom Verbraucher abströmen
kann.
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Bei
einer Auslenkung des Ausgangselements 126 in eine der Richtung 190 entgegengesetzte
Richtung wird in entsprechender Weise durch den Nocken 139 der
Kipphebel 142 verschwenkt und das Vorsteuerventil 28 in
die Öffnungsstellung
beaufschlagt, wodurch das Sperrventil 26 aufgesteuert wird,
das in dieser Schaltstellung des Längsschiebers 61, in
der die Ringnut 63 mit der Ringnut 64 und somit
dem Behälterkanal 11 und
die Ringnut 62 mit dem Förderkanal 9 in Verbindung
steht und somit der Verbraucherkanal 17 die Zulaufleitung
und der Verbraucherkanal 18 die Rücklaufleitung des Verbrauchers 4 darstellt,
in der Rücklaufleitung
des Verbrauchers 4 angeordnet ist und somit einen Druckmittelstrom
vom Verbraucher 4 zum Behälter 12 ermöglicht.
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Durch
die bei den erfindungsgemäßen Steuerventileinrichtung 6, 14 vorgesehenen
Getriebe 120, 121 wird eine bei der Verwendung
von Schrittmotoren erforderliche Untersetzung des Drehwinkels der Antriebsvorrichtung
zur Betätigung
der Längsschieber 51, 61 kombiniert
mit einer Aufsteuerung der Vorsteuerventile 21, 27, 28 durch
drehbar gelagerte Kipphebel 136, 140, 141,
die die Betätigungselemente 91, 111, 112 auslenken,
wobei an den Betätigungselementen 91, 111, 112 keine
Querkräfte
auftreten, die zu Verschleiß und
erhöhten
Betätigungskräften führen. Zudem
wird durch die Kipphebel 136, 140, 142 der Öffnungshub
der Vorsteuerventile 21, 27, 28 zum Kolbenhub
der Längsschieber 51, 61 untersetzt, wodurch
sichergestellt ist, daß die
Vorsteuerventile 21, 27, 28 bereits bei
geringem Kolbenhub der Längsschieber 51, 61 in
die Öffnungsstellung
beaufschlagt werden. Durch das Getriebe 120, 120 und
die Kipphebel 126, 140, 142 ist hierbei
ein geringes Antriebsmoment der Antriebsvorrichtung 41, 43 zur
Erzielung der Betätigungskraft
des Längsschiebers 51, 61 und
der Betätigungselemente 91, 111, 112 erforderlich.