DE19835397A1 - Pigmentierte Inkjet-Tinte mit verbesserten Entnetzungseigenschaften - Google Patents

Pigmentierte Inkjet-Tinte mit verbesserten Entnetzungseigenschaften

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DE19835397A1
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Abstract

Beschrieben wird eine Inkjet-Tinte zur Verwendung in Tintenstrahldruckern, enthaltend (a) ein Lösemittel, das mindestens 80% eines unpolaren, nicht-wäßrigen Lösemittels enthält, (b) ein im Lösemittel dispergiertes Pigment, (c) ein oder mehrere Phospholipide. In derartigen Inkjet-Tinten zeigen die Phospholipide Stabilisierungswirkung. In Einzelfällen kann es bei bestimmten Pigmenten vorteilhaft sein, einen zusätzlichen Dispergator einzusetzen. Die Inkjet-Tinte weist bei gleichzeitig hoher Dispersionsstabilität eine wesentlich verbesserte Entnetzung bei hoher optischer Dichte und guter Lagerstabilität auf einer Düsenplatte eines Tintenstrahldruckkopfes auf.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine pigmentierte Inkjet-Tinte mit verbesserten Entnetzungseigenschaften.
Man unterscheidet zwei Arten von Tinte, die für sog: Tintenstrahldrucker (Ink-Jet- Druck) Verwendung finden: Zum einen handelt es sich um Tinten, bei denen das Farbmittel als Farbstoff in einem Lösemittel gelöst ist, zum anderen um dispergierte Tinten, bei denen das Farbmittel in Form eines Pigments in einem Verdünnungsmittel dispergiert ist.
Die Eigenschaften von Tinten müssen abhängig vom zu bedruckenden Material oder anzuwendenden Druckverfahren (kontinuierliches oder drop-on-demand (DOD) Ver­ fahren) bestimmten Kriterien genügen, wie eine erforderliche Unveränderlichkeit der Farbe, eine hohe Haltbarkeit sowie optische Dichte und dergleichen. Um diese Anfor­ derungen zu erfüllen, finden zur Verbesserung der Druckqualität zunehmend pigmen­ tierte Tinten Verwendung.
Pigmentierte Tinten auf der Basis hochsiedender aliphatischer Kohlenwasserstoffe neigen weniger zum Verstopfen der Tintenstrahldüsen, da sie bei Druckpausen im Bereich der Düse nicht eintrocknen. Sie sind auf porösen Substraten aufgrund rascher Migration und ihres wasserfesten Verhaltens zuverlässig einsetzbar. Derartige Tinten sind nicht elektrisch leitfähig und wirken nicht korrodierend auf die Metallteile des Druckkopfes.
Zur Erhöhung der Stabilität dieser Dispersionen werden ionische Dispergatoren, wie makromolekulare, polyionische Verbindungen aus poly- oder oligomeren Systemen mit sauren oder basischen Gruppen als sich wiederholende strukturelle Einheiten be­ vorzugt eingesetzt. Derartige Dispergatoren sind insbesondere auch bei nicht-wäßrigen oder im wesentlichen nicht-wäßrigen Tinten verwendbar. Als Dispergator mit sauren oder basischen Gruppen sind zum Beispiel Polyesteramine bekannt, wie SOLSPERSE (Handelsname der Zeneca Colours) und EFKA (Polyamin-Dispergator, Marke der Efka Chemicals).
Bei den vorstehend genannten Dispergatoren, insbesondere bei den Polyaminfettsäure­ kondensaten, hat es sich gezeigt, daß sie bei Einsatz als Dispergator in den bezeichne­ ten Tinten haut- und augenreizend sind. Darüber hinaus setzen Rohstoff und Tinte während der Lagerung Ammoniak frei. In der Regel ist auch der Zusatz eines weite­ ren Additivs notwendig, das die Benetzung der Druckkopfdüsenplatten im Tinten­ strahldruckkern verhindert, sich aber ungünstig auf die Dispersionsstabilität auswirkt.
In nicht-wäßrigen pigmentierten Tinten verwendete Lösemittel umfassen neben pola­ ren auch unpolare Lösemittel, wie aliphatische Kohlenwasserstoffe, beispielsweise EXXSOL (Handelsname der Exxon Chemical GmbH, Köln, für eine Fraktion aus der Destillierung natürlicher oder synthetischer Kohlenwasserstoffgemische), oder aroma­ tische Kohlenwasserstoffe, beispielsweise SOLVESSO (Handelsname der Exxon Chemical GmbH für Aromatengemische) sowie deren Mischungen mit langkettigen Alkoholen, Estern und Ethern; gebräuchlich sind unpolare Lösemittel mit zumindest sechs Kohlenstoffatomen.
Aus der DE 197 26 043 ist eine pigmentierte Tinte aus mindestens 80% unpolarem Lösemittel, darin dispergiertem Pigment sowie einem Copolymer von Vinylpyrrolidon mit einem oder mehreren langkettigen alpha-Olefinen mit mindestens 6 Kohlenstoffa­ tomen bekannt. Diese Tinte besitzt aber nicht stets uneingeschränkt zufriedenstellende Entnetzungseigenschaften.
Beim Einsatz derartiger Tinten in Tintenstrahldruckern treten Probleme dergestalt auf, daß sich ein Teil des herausgeschleuderten Tropfens abspaltet und in dem die Düse umgebenden Bereich der Düsenplatte ansammelt. Zwar kann die Tinte wieder in die Düse zurücklaufen und Teil des nächsten herausgeschleuderten Tintentropfens wer­ den. Jedoch bildet sich bei Verkürzung der Druckpausen und Erhöhung der Ausstoß­ frequenz der Tinte mehr Tintenrückstand als zurückfließen kann, der sich dann auf der Düsenplatte sammelt. Schlimmer noch ist die Ausbildung eines geschlossenen Tintenfilms auf der Düsenplatte, der die Düsen verschließt. Die Tropfen können nicht durch diesen Film gejettet werden. Der Druckvorgang kommt zum Erliegen.
Um eine Verbesserung der Entnetzung der Tinte auf der Düsenplatte zu erreichen, kann eine sog. NWC-Schicht (non-wetting coating) oder nicht benetzende Beschich­ tung auf der Oberfläche der Düsenplatte aufgebracht werden, die beispielsweise aus Fluorkohlenstoff oder Fluorsilan aufgebaut ist. Die oben erwähnten Probleme können durch diese Beschichtung verringert werden. Das Abperlen der Tinte wird verbessert, aber eine wesentliche Verbesserung des Entnetzungsverhaltens der Tinte wird noch nicht in ausreichendem Maße erzielt.
Ein weiteres Problem tritt beim Herstellen mehrfarbiger Bilder durch den Tinten­ strahldruck hinzu, weil eine Ansammlung von Tinte auf der Oberfläche der Düsen­ platte beim weiteren Herausschleudern von Tinte zum Vermischen oder Ineinanderlau­ fen verschiedenfarbiger Tinten führen kann.
Eine Möglichkeit, die Benetzung der Oberfläche der Düsenplatte durch die Tinte zu­ rückzudrängen, ist die Zugabe einer Verbindung, welche die sauren oder basischen Gruppen des Dispergators in der Tinte neutralisiert, in einer die Dispersion nicht destabilisierenden Menge. Durch diese Neutralisation wird verhindert, daß sich die Tinte auf der Düsenplatte ansammelt, wobei gleichzeitig die Ablaufgeschwindigkeit der Tropfen auf der Düsenplattenoberfläche erhöht wird. Das neutralisierende Mittel kann ein kleines Molekül oder ein Polymer sein. Wenn der Dispergator ein Polyamin ist, wird als neutralisierendes Mittel eine Säure eingesetzt. Beispiele hierfür sind or­ ganische Carbonsäuren, wie Essig- oder Citronensäure, organische Sulfonsäuren, Phenole oder Novolacke, wie Uravar FN5. Enthält der Dispergator saure Gruppen, ist das neutralisierende Mittel geeigneterweise ein Amin. Als Lösemittel werden unpolare organische Lösemittel und Mischungen mit geringen Mengen polarer Lösemittel be­ vorzugt. Derartige Tinten sind in der WO 97/15633 beschrieben.
Diese bekannten Tinten weisen allerdings eine Reihe von Nachteilen auf. So reizen die eingesetzten Dispergatoren und Additive, die Augen, Haut und Schleimhäute.
Ferner ist die Dispersionsstabilität der bekannten Tinten auf der Basis von unpolaren Kohlenwasserstoffen nicht ausreichend, da durch Zugabe weiterer Additive zwar an­ dere Eigenschaften, wie die Entnetzung der Tinte, verbessert werden können, aber gleichzeitig die Stabilität der Dispersionsphase der Tinte abnimmt. Dies kann bei län­ gerer Lagerung zu Inhomogenitäten und Sedimentbildung führen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tinte zur Verwendung in Tin­ tenstrahldruckern bereitzustellen, die die aufgezeigten Nachteile des Standes der Technik nicht oder nur vermindert aufweist die insbesondere eine verbesserte Disper­ sionsstabilität auch bei längerer Lagerung zeigt und gleichzeitig eine verbesserte Ent­ netzung der unpolaren pigmentierten Tinte auf der Düsenplatte eines Tinten­ strahldruckkopfes besitzt. Ferner sollte das Entnetzungsadditiv keine toxischen Eigen­ schaften aufweisen, insbesondere nicht haut- und augenreizend sein. Darüber hinaus soll eine derartige Tinte das vorteilhafte Bedrucken saugender Materialien, wie Papier und Karton, mit guter Funktionsfähigkeit ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Inkjet-Tinte gelöst, enthaltend
  • a) ein Lösemittel, das zumindest 80% eines unpolaren, nicht-wäßrigen Lö­ semittels aufweist,
  • b) ein im Lösemittel dispergiertes Pigment und
  • c) ein oder mehrere Phospholipide.
Notwendige Bestandteile der erfindungsgemäßen Inkjet-Tinte sind demzufolge Lö­ semittel, Pigment und ein oder mehrere Phospholipide.
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß der Zusatz zumindest eines Phos­ pholipids zu pigmentierter Inkjet-Tinte die Entnetzungseigenschaften der Tinte deut­ lich verbessert. Dieses Verhalten könnte auf die amphiphilen Eigenschaften der Phos­ pholipide zurückgehen. Phospholipide besitzen aufgrund ihrer hydrophilen Kopfgrup­ pe und hydrophoben Fettsäurekette besondere Eigenschaften.
Die Phospholipide können sogenannte Liposome bilden - zumeist kugelförmige Gebil­ de mit einer Doppelmembran aus den Lipidmolekülen, wobei die lyophilen Teile der Moleküle ins Innere des Liposoms zeigen sowie seine Oberfläche bilden, während die lyophoben Teile der Moleküle in der Membran aufeinander zeigen. Derartige Vesikel sind zur Einkapselung von Pigmentteilchen im Rahmen der Erfindung sehr gut geeig­ net und wirken daher nicht nur als Entnetzungsadditiv, sondern auch als Stabilisator.
Phospholipide kommen in sämtlichen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor und gehören zu den komplexen Lipiden, die in die Sphingophospholipide und die Glycerophospholipide eingeteilt werden. Die meisten Phospholipide sind Derivate des Glycerins als hydrophiler Komponente und werden auch als Phosphoglyceride oder Phosphatide bezeichnet (letztere Bezeichnung wurde früher für Phospholipide insge­ samt verwendet). Die Glycerophospholipide gliedern sich in Lecithine, Kephaline, Cardiolipine, Phosphatidylinosite und -inositphosphate.
Die vier wichtigsten Phospholipide sind: (1) Phosphatidylcholin (PC), (2) Phosphati­ dylethanolamin (PE), (3) Phosphatidylinosit (PI) und (4) Phosphatidsäure (PA). Sie sind wie folgt aufgebaut:
  • 1. Phosphatidylcholin (PC) ist das am häufigsten vorkommende Phospholipid. Es ist ein bekannter O/W-Emulgator und Liposomenbildner und besitzt eine zwitterionische Struktur mit einer positiven und einer negativen Ladung, die sich gegenseitig nach außen aufheben. Phosphatidylcholin besitzt die allgemeine chemische Formel (I):
    in der R1 und R2 typischerweise unverzweigte aliphatische Reste mit 15 oder 17 Koh­ lenstoffatomen mit bis zu 4 cis-Doppelbindungen sind und X den Cholinrest darstellt.
  • 2. Phosphatidylethanolamin (PE) verfügt im Vergleich zu Phosphatidylcholin über eine kleine Kopfgruppe und besitzt die in Formel (I) dargestellte Struktur mit X = 2- Aminoethanol. Phosphatidylethanolamin ist ein guter Co-Emulgator mit dem oben beschriebenen zwitterionischen Aufbau.
  • 3. Das einfach negativ geladene Phospha­ tidylinosit (PI) besitzt eine große hydrophile Kopfgruppe und bildet mit zweiwertigen Ionen Salze. Die Struktur von Phosphatidylinosit entspricht Formel (I), wobei X = Inosit ist.
  • 4. Phosphatidsäuren (PA) sind zweifach negativ geladene Phospholipide, die in Wasser mit zweiwertigen Ionen Salze bilden und eine Struktur der Formel (I) mit X = H besitzen.
Die einzelnen Phosphatidyl-Derivate unterscheiden sich demnach in chemischer Hin­ sicht durch die funktionellen Gruppen an der Phosphorsäure und damit durch Ladung und Polarität. Sie bewirken trotz verschiedener Strukturen und Eigenschaften als Additiv in der erfindungsgemäßen Tinte ein wesentlich verbessertes Entnetzungsver­ mögen.
Die erfindungsgemäße Tinte kann als Entnetzungsadditiv auch mehrere Phospholipide gemischt bspw. in Form eines Lecithins enthalten. Lecithin, das den Glycerophospho­ lipiden zugeordnet wird, ist nicht nur ein Stoff, sondern setzt sich aus Mischungen mehrerer Phospholipide zusammen, die bei Extraktion abhängig vom gewählten bio­ logischen Ausgangsmaterial (z. B. pflanzlichen Samenzellen, Pflanzenfetten oder Soja­ bohnen) in verschiedenen Mengenverhältnissen vorliegen. Die früher gebräuchliche Verwendung des Ausdrucks "Lecithin" allein für Phosphatidylcholin (PC) ist unzu­ treffend. In der Industrie wird üblicherweise ein Gemisch aus Lecithinen und Kepha­ linen als "Lecithin" bezeichnet, wobei der Begriff "Lecithin" auch die Summe aller in einem Lebensmittel vorhandenen Phospholipide bezeichnen kann. In der vorliegenden Erfindung soll "Lecithin" als eine Mischung mehrerer Phospholipide verschiedener chemischer Strukturen und damit unterschiedlicher Funktionalitäten verstanden wer­ den.
Ein Soja-Lecithin kann zum Beispiel aufgebaut sein aus 71% Phospholipiden und an­ deren Bestandteilen: 24% Phosphatidylcholin/Lysophosphatidylcholin; 21% Phospha­ tidylethanolamin/Acylphosphatidylethanolamin/Lysophosphatidylethanolamin; 15% Phosphatidylinosit; 7% Phosphatidsäure und 4% andere Phospholipide sowie 16% Glykolipiden, 8% Kohlehydraten, 3% Neutrallipiden, 1% Mineralstoffe und 1% Was­ ser.
Im Rahmen der Erfindung schließt eine Mischung aus Phospholipiden auch Phospho­ lipid-Fraktionen mit unterschiedlich angereicherten Phospholipiden, gewonnen aus verschiedenen Aufbereitungsverfahren, ein. Die Aufbereitung einer komplexen Le­ cithin-Mischung, wie sie z. B. oben angegeben ist, erfolgt weltweit nach dem für NATTERMANN patentierten Verfahren aus standardisiertem nativen Soja-Lecithin mittels Ethanol als einzigem Extraktionsmittel und Chromatographie an Kieselgel. Diese Phospholipid-angereicherten Lecithinfraktionen mit unterschiedlichen Funktio­ nalitäten bezeichnet man auch als Nathine. Sie sind Liposomenbildner, Emulgatoren und Synergisten verschiedener Zusammensetzungen und unterscheiden sich im Phos­ pholipid-Verhältnis (PL-ratio) voneinander.
Die Zusammensetzungen einiger Nathin-Phospholipide sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
Tabelle I
Die üblicherweise bekannten Grundbestandteile der Phospholipide, wie PC, PE, PI und PA, finden sich mit unterschiedlichem Gehalt in den verschiedenen Nathin-Typen wieder, d. h., es wird (werden) ein (oder mehrere) Phospholipid(e) angereichert.
Überraschenderweise besitzen die Nathin-Phospholipide, die als grenzflächenaktive Substanzen die Grenzflächenspannung zwischen zwei miteinander nicht mischbaren Flüssigkeiten herabsetzen und somit eine Emulsion stabilisieren, auch in kolloiddis­ persen Systemen stabilisierende Wirkung. Darüber hinaus verleihen sie einer pigmen­ tierten Tinte unerwartet gute Entnetzungseigenschaften, was ein besseres Abperlen der Tinte von der Düsenplatte bewirkt.
Ölhaltige und ölfreie Phospholipide können gleichermaßen verwendet werden und zeigen unabhängig vom Ölanteil die gleichen hervorragenden Eigenschaften als Ent­ netzungsadditive. Bevorzugt eingesetzte Phospholipide sind Nathin 5-KE®, Nathin 3- KE® (PE/PA-angereicherte entölte Fraktionen), und Nathin 140® (PC-angereicherte ölhaltige Fraktion).
Von besonderer Bedeutung ist, daß die Phospholipide und ihre Mischungen, deren bekannter Anwendungsbereich an sich im Nahrungsmittelbereich liegt, keinerlei Toxizität gegenüber Mensch oder Tier besitzen und daher in der erfindungsgemäßen Tinte ohne Bedenken eingesetzt werden können.
Es ist somit offensichtlich, daß viele verschiedene Typen von Verbindungen von dem Begriff "Phospholipide" umfaßt werden, wobei es für den Fachmann im Stand der Technik selbstverständlich ist, daß der Ausdruck "Phospholipid" jedes bekannte Phos­ pholipid umfaßt und keine Beschränkung auf die in der vorliegenden Erfindung ge­ nannten Beispiele beabsichtigt ist.
In der erfindungsgemäßen Tinte werden neben dem beschriebenen Phospholipid übli­ cherweise ein oder mehrere in der Tintenstrahldrucktechnik verwendete Pigmente ein­ gesetzt, d. h. es handelt sich um alle Farbmittel, die in dem hier zugrunde gelegten Lösemittel unlöslich sind. Bevorzugt sind die im "The Colour Index" aufgeführten "Pigmentfarbstoffe". Ein besonders bevorzugtes schwarzes Pigment ist Ruß. Für die erfindungsgemäße Tinte ist die Wahl des Pigments im Hinblick auf die erwünschten Farbeffekte von Bedeutung. Es spielen sowohl die Farbe mit dem jeweiligen Farbton und dessen Intensität eine Rolle als auch die benötigten Verarbeitungseigenschaften. Normalerweise werden Pigmentagglomerate eingesetzt. Diese wären als solche im allgemeinen für den vorliegenden Zweck nicht tauglich. Diese Pigmentagglomerate werden daher zunächst in das Lösemittel überführt.
Die vorliegende Erfindung kann in einer Anzahl von Einzelfällen auf den Einsatz üb­ licher Dispergatoren verzichten, da die Phospholipide regelmäßig eigenständig eine hinlängliche Dispersionsstabilität der Inkjet-Tinte herbeiführen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Phospholipid vor der Naßdispergierung (Mahlung) des Pigmentpul­ vers zugesetzt wird. Dies führt vorteilhafterweise dazu, daß das Phospholipid im Dis­ pergierprozeß an der Pigmentoberflächer angelagert wird und somit das Reaggregie­ ren des Pigments verhindert, was zu einer Stabilisierung der Dispersion führt. Der Ausschluß von Dispergatoren mit unerwünschten Nebeneffekten unter erfindungsge­ mäßem Einsatz von Phospholipiden führt auch zu dem Vorteil, daß die erfindungsge­ mäßen Inkjet-Tinten keine gesundheitsschädigende Wirkung zeigen, keinen Ammoniak freisetzen, jedoch eine gute Entnetzung von Düsenplattenbeschichtungen auf der Grundlage fluorierter Kohlenwasserstoffe ohne zusätzliches Additiv ermöglichen. Unter den Bedingungen des Ausschlusses eines zusätzlichen Dispergators enthält die erfindungsgemäße Inkjet-Tinte vorzugsweise etwa 1 bis 35 Gew.-%, insbesondere etwa 5 bis 30 Gew.-% eines oder mehrerer Phospholipide. Eine besonders bevorzugte Inkjet-Tinte gemäß der Erfindung hat, bezogen auf die Gesamtmenge Lösemittel, dis­ pergiertes Pigment und Phospholipid in der Tinte, folgende Zusammensetzung: Etwa 50 bis 97 Gew.-%, insbesondere etwa 60 bis 85 Gew.-% Lösemittel, etwa 1 bis 35 Gew.-%, insbesondere etwa 5 bis 30 Gew.-% eines oder mehrerer Phospholipide und etwa 2 bis 20 Gew.-%, insbesondere etwa 4 bis 15 Gew.-% Pigment.
In Einzelfällen kann es von Vorteil sein, was von den jeweils gewählten Pigmenten bzw. unlöslichen Farbstoffen abhängt, einen zusätzlichen Dispergator, der sich dem­ zufolge chemisch von dem ebenfalls dispergierenden und erfindungsgemäß eingesetz­ ten Phospholipid unterscheidet, heranzuziehen. Durch Zugabe dieses zusätzlichen Dispergators werden dann in einem Mahlprozeß gewonnene Pigmentagglomerate (aufgebaut aus einer Vielzahl von Primärteilchen) in kleinere Agglomerate und zweckmäßiger- und vorteilhafterweise bis zu den einzelnen Primärteilchen "vermahlen". Bei diesem Mahlprozeß lagert sich der Dispergator auf der Oberfläche der Primärteilchen mit der Folge ab, daß letztlich eine stabile Dispersion entsteht.
Der einzusetzende Dispergator richtet sich nach dem Einzelfall. So ist hier eine Ab­ stimmung zwischen dem gewählten Pigment einerseits und dem jeweils herangezoge­ nen Lösemittel andererseits vorzunehmen. Mit anderen Worten ist der Dispergator ein "Adaptor" zwischen Pigment und Lösemittel, damit das Pigment in einer stabilen Dispersion vorliegt. Diese Abstimmung wirft für den Fachmann keinerlei Probleme auf, wobei insbesondere die Wahl des Pigmenttyps relativ unproblematisch ist. Es gehört zum fachmännischen Wissen, hier geeignete Abstimmungen vorzunehmen, was auch durch einfache handwerkliche Erprobungen möglich ist.
Bei der Auswahl des Dispergators ist somit in der Regel zu berücksichtigen, daß der Dispergator und das eingesetzte Pigment in der oben erläuterten Art und Weise mit­ einander wechselwirken. Vorteilhafterweise sollte deshalb der Dispergator mit basi­ schen Gruppen zusammen mit einem die entsprechenden Säuregruppen enthaltenden Pigment eingesetzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemäße Tinte einen Dis­ pergator in Form eines Copolymers von Vinylpyrrolidon mit einem oder mehreren langkettigen α-Olefinen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen. Dieses amphiphile Polymer lagert sich aufgrund physika­ lisch/chemischer Wechselwirkung an der Oberfläche der Pigmentteilchen an, wodurch diese an der Oberfläche des Substrats festgehalten werden und eine höhere optische Dichte bei gleicher Pigmentkonzentration resultiert.
Das Lösemittel der erfindungsgemäßen Tinte besteht zu mindestens 80%, insbesonde­ re zu mindestens etwa 95% und besonders bevorzugt im wesentlichen vollständig aus unpolaren, nicht-wäßrigen Lösemitteln. Die Auswahl des Lösemittels hängt in erster Linie von den erwünschten Eigenschaften ab. Das Lösemittel muß schnell verdunsten, damit die Tinte trocknet, oder genügend schnell in das Substrat migrieren, damit ein Vermischen der Tinte vermieden wird, und darf gleichzeitig keine relevante Toxizität besitzen.
Hinsichtlich der Abstimmung des Gesamtsystems von Pigment-Dispergator-Lösemittel sind die einem jeden Fachmann im Stand der Technik bekannten allgemeinen Regeln anzuwenden. Das im Rahmen der Erfindung eingesetzte Phopholipid funktioniert möglicherweise nicht mit jedem Dispergator. Die Funktionsfähigkeit ist nur dann ge­ geben, wenn zwischen allen Beteiligten des Systems die erforderliche Affinität gege­ ben ist. Mit anderen Worten bedeutet das, daß das Phospholipid mit einem Ende mit dem Dispergator derartig in Wechselwirkung treten muß, daß der überschüssige Dis­ pergator auf der Düsenplatte nicht benetzend wirkt. Das vorstehend definierte Löse­ mittel ist weitestgehend unpolar. Es stehen im Lösemittel keine freien Ladungen zur Verfügung. Damit ist es im wesentlichen an dem Gesamtsystem nicht wechselwirkend beteiligt.
Selbstverständlich können neben den Bestandteilen (a) bis (d) weitere übliche Tin­ tenadditive zugesetzt werden, wie Dispergierhilfsmittel, oberflächenaktive Substanzen (Netzmittel), Harze und Wachse. Weitere Additive können auch zur Regulierung der Viskosität verwendet werden; die bevorzugte Viskosität der erfindungsgemäßen Tinte liegt im Bereich von etwa 1 bis 50 cSt.
Die einzusetzende Menge an Pigment hängt weitgehend von dessen Zusammensetzung ab und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 2 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Tinte. Die gewählte Menge an Dispergator richtet sich in erster Linie nach der Art und Menge des verwendeten Pigments, Lösemittels und Phospho­ lipids und liegt vorzugsweise etwa im Bereich von 5 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Tinte. Die erfindungsgemäße Tinte enthält das oder die Phopholipi­ de in einer in Abhängigkeit von den anderen Bestandteilen wirksamen Menge, die in der Regel im Bereich von etwa 0,05 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Tinte, insbesondere in einem Bereich von etwa 0,1 bis 20 Gew.- %, liegt. Besonders bevorzugt ist das oder sind die Phospholipide in der Tinte in einer Menge von etwa 0,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Tinte, vorhanden.
Vorteilhafterweise wird der zusätzlich eingesetzte Dispergator bezüglich seiner chemi­ schen Eigenart so ausgewählt, daß die wesentlichen Vorteile, die mit dem Einsatz von Phospholipiden als Entnetzungs- und Dispergiermittel verbunden sind, beibehalten werden, insbesondere durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Inkjet-Tinte keine gesundheitsschädigende Wirkung auftritt, kein Ammoniak freigesetzt wird, eine gute Entnetzung von Düsenplattenbeschichtungen, insbesondere auf der Grundlage fluorier­ ter Kohlenwasserstoffe, ohne weiteres zusätzliches Additiv erreicht werden. Darüber hinaus hat es sich gezeigt, daß diese erfindungsgemäßen Inkjet-Tinten verdruckbar sind, so auch auf saugenden Materialien, wie Papier und Karton. Dabei besteht keine wesentliche Einschränkung bei der Wahl des Druckers. So zeigen Drucktests mit MIT-Uniprint-Druckern gute Verdruckbarkeit. Demzufolge sind alle Drucker mit MIT-Druckkopf zum Drucken mit der erfindungsgemäßen Inkjet-Tinte geeignet. Glei­ chermaßen geeignet sind auch Drucker, die zum Verdrucken ölbasierender Tinten in der Lage sind.
Die Erfindung soll anhand der folgenden Beispiele veranschaulicht werden.
Beispiele 1 bis 8
Nach folgender Rezeptur wird eine Tinte hergestellt. Darin ist EXXSOL D-140 ein Gemisch aliphatischer Kohlenwasserstoffe von Exxon mit einem Siedepunkt von 287°C; Antaron V-216 ist ein PVP/Hexadecen-Copolymer von GAF, Chemicals, Schweiz; Elftex 495 ist ein Rußpigment der Cabot Corporation (hier wurden zunächst konzentriertere Ansätze auf einer Rührwerkskugelmühle gemahlen und anschließend auf obige Zusammensetzung verdünnt):
EXXSOL D-140 82,2 Gew.-%
Antaron V-216 10,2 Gew.-%
Elftex 495 7,6 Gew.-%
Aus dieser Tinte füllt man 8 Tintenproben ab (Tinten Nr. 1 bis 8), die jweils mit 0,05, 0,25, 0,5, 1,0, 1,5, 2,0, 5,0 und 10,0 Gew.-% Nathin 5-KE® versetzt werden. Dann wird ein Streifen aus Polyimid, der mit einem Fluorsilan beschichtet ist, mit 5 cm Länge × 1 cm Breite in die entsprechende Tinte eingetaucht, und die für die Ent­ netzung (das Abperlen) bei hoher optischer Dichte der Tinte benötigte Zeit (in Sekun­ den) wird nach 3 Stunden, 1 Tag, 4 Tagen und 7 Tagen gemessen. Wenn die Ablauf­ zeit 60 sec überschreitet, wird zusätzlich die prozentual entnetzte Fläche in Klammern angegeben. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle II aufgelistet:
Tabelle II
Beispiele 9 bis 15
Aus der Tinte gleicher Zusammensetzung wie in Beispielen 1 bis 8 füllt man 7 Tinten­ proben ab (Tinten Nr. 9 bis 15), die jeweils mit 0,05, 0,5, 1,0, 2,0, 4,0, 8,0 und 16,0 Gew.-% Nathin 3-KE® versetzt werden. Dann wird ein Streifen aus Polyimid, der mit einem Fluorsilan beschichtet ist, mit 5 cm Länge × 1 cm Breite in die entspre­ chende Tinte eingetaucht und die für das Entnetzen der Tinte benötigte Zeit (in Se­ kunden) nach 3 Stunden, 1 Tag, 4 Tagen und 7 Tagen gemessen. Zum Vergleich wird die Tintenprobe Nr. 0 gleicher Zusammensetzung ohne Zusatz von Entnetzungsadditiv, wie oben erläutert, angegeben. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle III aufgelistet:
Tabelle III
Beispiele 16 bis 22
Aus der Tinte gleicher Zusammensetzung wie in Beispielen 1 bis 8 füllt man 7 Tinten­ proben ab (Tinten Nr. 16 bis 22), die jeweils mit 0,05, 0,5, 1,0, 2,0, 4,0, 8,0 und 16,0 Gew.-% Nathin 140® versetzt werden. Dann wird ein Streifen aus Polyimid, der mit einem Fluorsilan beschichtet ist, mit 5 cm Länge × 1 cm Breite in die entspre­ chende Tinte eingetaucht und die für das Entnetzen der Tinte benötigte Zeit (in Se­ kunden) nach 3 Stunden, 1 Tag, 4 Tagen und 7 Tagen gemessen. Wenn die Ablaufzeit 60 sec überschreitet, wird als Ergebnis die entnetzte Fläche als Prozentwert in Klam­ mern angegeben. Zum Vergleich wird die Tintenprobe Nr. 0 gleicher Zusammenset­ zung ohne Zusatz von Entnetzungsadditiv, wie oben erläutert, angegeben. Die Er­ gebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle IV aufgelistet:
Tabelle IV
Vergleichsbeispiele V1 bis V3
Die Tinte gleicher Zusammensetzung wie in Beispielen 1 bis 8 wird mit dem in der WO 97/15633 beschriebenen neutralisierenden Mittel Uravar FN5 in einer Menge von 1,0, 1,5 und 5,0 Gew.-% versetzt und es werden unter denselben in den Beispielen 1 bis 22 erläuterten Bedingungen Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle VI zusammengestellt:
Tabelle VI
Zusammenfassend ist aus den obigen Tabellen II bis V unmittelbar ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Tinten mit Phospholipidzusatz ausgezeichnete Entnetzungseigen­ schaften besitzen. Insbesondere bei sehr geringen Mengen zeigen sich auch nach meh­ reren Wochen unverändert hervorragende Eigenschaften beim Entnetzen der erfin­ dungsgemäßen Tinte mit Zusatz des Entnetzungsadditivs.
Bei Verwendung von Uravar FN5 (Tabelle VI) werden ausschließlich in sehr engen Grenzen entnetzende Eigenschaften festgestellt, die durch umfangreiche Versuche für jede Tinte zunächst ermittelt werden müßten. Im Langzeittest zeigt sich zudem, daß Uravar FN5 nicht als Entnetzungsadditiv geeignet ist.
Beispiel 23
Die Tinten werden mittels einem Schwamm mit leichtem Druck auf einen Streifen aus Polyimid, der mit einem Fluosilan beschichtet ist, aufgebracht. Dabei zeigt sich bei Tinte Nr. 0 ohne Zusatz, daß sich ein leichter, weißlicher, dünner Film bildet, auf dem die Tinte nicht mehr gut entnetzt. Bei den Tinten Nr. 7, 12, 13, 15 und 22 bildet sich nur in sehr geringem Umfang bzw. überhaupt kein Film, die Tinten entnetzen alle gut.
Bei Tinte V2 bildet sich dieser Film in verstärkter Form aus, die Tinte entnetzt fast gar nicht mehr.
Beispiel 23 zeigt deutlich, daß Uravar FN5 eine Verschlechterung der Entnetzung bewirkt, während die Phospholipide die Entnetzung nach wie vor verbessern. Die Tinten mit Uravar FN5 dicken darüber hinaus mit der Zeit ein. Besonders stark tritt dieser Effekt bei Tinte V3 auf. Uravar FN5 ist als Entnetzungsadditiv über längere Zeit und außerhalb der engen Mengenbereiche ungeeignet.
Beispiel 24
Nach folgender Rezeptur wird eine Tinte hergestellt. Darin ist EXXSOL D-140 ein Gemisch aliphatischer Kohlenwasserstoffe von Exxon mit einem Siedepunkt von 287°C, Paliotol Gelb D1155 ein Gelbpigment von der Firma BASF und Nathin 3KE eine PE/PA-angereicherte entölte Fraktion von Phospholipiden von der Firma Stern:
EXXSOL D-140 87,0 Gew.-%
Nathin 3KE 8,0 Gew.-%
Paliotol Gelb D1155 5,0 Gew.-%
Auf einer Rührwerkskugelmühle wird ein Ansatz der Zusammensetzung 12,5 Gew.- % Pigment, 20 Gew.-% Nathin 3KE (dispergierender Bestandteil) und 67,5% Exxsol D140 mehrere Stunden naßdispergiert ("gemahlen"). Anschließend wird auf die oben bezeichnete Endzusammensetzung verdünnt.
Mit dieser Tinte wurden Entnetzungstests durchgeführt, wie sie beispielsweise mit denjenigen der Beispiele 1 bis 8 erfolgten. Auch hier wird demzufolge die für die Entnetzung (das Abperlen) der Tinte benötigte Zeit (in Sekunden) nach 3 Stunden, 1 Tag, 4 Tagen und 7 Tagen gemessen. Dabei ergaben sich folgende Werte: Nach 3 Stunden 10, nach 1 Tag 22, nach 4 Tagen 34 und nach 7 Tagen 40 Sekunden.

Claims (10)

1. Inkjet-Tinte, enthaltend
  • a) ein Lösemittel, das zumindest 80% eines unpolaren, nicht-wäßrigen Löse­ mittels enthält,
  • b) ein im Lösemittel dispergiertes Pigment,
  • c) ein oder mehrere Phospholipide.
2. Inkjet-Tinte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Disperga­ tor enthält.
3. Inkjet-Tinte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Phos­ pholipid in Form eines Lecithins vorliegt.
4. Inkjet-Tinte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Phospholipid in Form einer Lecithin-Fraktion vorliegt.
5. Inkjet-Tinte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Phospholipid in einer Menge von etwa 0,05 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Tinte, insbesondere in einer Menge von etwa 0,1 bis 20 Gew.-%, vorliegt.
6. Inkjet-Tinte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Phospholipid in einer Menge von etwa 0,5 bis 15 Gew.-% vorliegt.
7. Inkjet-Tinte nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß der Dispergator in Form eines Copolymers von Vinylpyrrolidon mit einem oder mehreren langkettigen α-Olefinen mit minde­ stens 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, vor­ liegt.
8. Inkjet-Tinte nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß sie, bezogen auf die Gesamtmenge Lösemittel, Dis­ pergator, dispergiertes Pigment und ein oder mehrerer Phospholipide in der Tinte, enthält:
  • a) etwa 60 bis 90 Gew.-% Lösemittel, das zumindest 80% eines unpolaren, nicht-wäßrigen Lösemittels enthält,
  • b) etwa 2 bis 15 Gew.-% dispergiertes Pigment,
  • c) etwa 0,05 bis 25 Gew.-% ein oder mehrerer Phospholipide und
  • d) etwa 5 bis 25 Gew.-% Dispergator.
9. Inkjet-Tinte nach mindestens einem der Ansprüche 1, 3 und 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß sie etwa 1 bis 35 Gew.-%, insbesondere etwa 5 bis 30 Gew.-% eines oder mehrerer Phospholipide enthält.
10. Inkjet-Tinte nach mindestens einem der Ansprüche 1, 3, 4 und 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß sie, bezogen auf die Gesamtmenge Lösemittel, dispergiertes Pigment und Phospholipid in der Tinte, enthält:
  • a) etwa 50 bis 97 Gew.- % Lösemittel, das zumindest 80% eines unpolaren, nicht-wäßrigen Lösemittels enthält,
  • b) etwa 2 bis 20 Gew.-% Pigment und
  • c) etwa 1 bis 35 Gew.-% eines oder mehrerer Phospholipide.
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