DE19829263A1 - Anschlagbohrer - Google Patents
AnschlagbohrerInfo
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Abstract
Es wird ein Anschlagbohrer mit Bohrerkopf, Förderwendel und Einspannende sowie einem zur Bohrerspitze hinweisenden Anschlagbund zur Begrenzung der Bohrtiefe vorgeschlagen, bei welchem die Anschlagfläche wenigstens in Teilbereiche ballig oder als schräge Fläche ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Anschlagbohrer nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Herstellung von Bohrungen mit vorgeschriebener oder
gewünschter Bohrtiefe werden Bohrwerkzeuge verwendet, die als
sogenannte Anschlagbohrer bezeichnet werden. Hierfür weist
das Bohrwerkzeug entweder einen Festbund am Ende der Bohrer-
Förderwendel auf, dessen stirnseitige Fläche als
Anschlagfläche zur Tiefenbegrenzung dient. Der Bohrer dringt
dann soweit in das zu bohrende Material ein, bis die sich im
Durchmesser verbreiternde Anschlagfläche gegen das Material
stößt. Anstelle eines Festbundes kann auch ein axial
verschiebbarer Ring mit vorderer Anschlagfläche verwendet
werden, welcher beispielsweise mit einer Feststellschraube
auf dem Bohrwerkzeug befestigt ist.
Bei den bekannten Bohrwerkzeugen dieser Art ist die zur
Bohrerspitze hin weisende Anschlagfläche als ebene Fläche
ausgebildet, die senkrecht zur Bohrerlängsachse steht. Dringt
der Bohrer z. B. aufgrund eines brüchigen Mauergesteins oder
aufgrund sonstiger Umstände schräg in das zu bohrende
Material ein, so kann die Anschlagfläche nicht bündig auf die
Oberfläche des zu bohrenden Materials aufsetzen. Vielmehr
trifft die äußere umlaufende Außenkante der ebenen
Anschlagfläche auf das Material auf, was sowohl zur
Beschädigung der Oberfläche des zu bohrenden Materials als
auch zur Beschädigung der Außenkante der Anschlagfläche
führen kann. Außerdem dringt das Bohrwerkzeug aufgrund der
Verkantung nicht im gewünschten Maße in das Material ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bohrwerkzeug zu
schaffen, welches diese Nachteile vermeidet und bei welchem
insbesondere ein schräges Anbohren des Materials nicht zu
einer linienförmigen Berührung mit der Anschlagfläche des
Bohrwerkzeugs führt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind
vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen des
Bohrwerkzeugs nach dem Hauptanspruch möglich.
Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde, daß die
stirnseitige Anschlagfläche eines festen oder beweglichen
Anschlags am Bohrwerkzeug zu einer eher flächenhaften
Berührung der Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks auch
dann führt, wenn eine schräge Anbohrung, d. h. eine nicht
rechtwinklig zur Werkstückoberfläche erfolgende Anbohrung
vorliegt. Aufgrund der schrägen oder balligen stirnseitigen
Fläche des Anschlags kann die volle Bohrtiefe auch bei
schrägem Anbohren erzeugt werden, da die umlaufende
Außenkante der Anschlagfläche axial gegenüber der
Bohrerspitze zurückversetzt ist. Hierdurch wirkt sich der
radial außenliegende Rand der Anschlagfläche nicht negativ
sowohl auf die durch den Anschlag auftreffende Oberfläche als
auch auf die Anschlagfläche selbst aus.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Anschlagfläche
zumindest in ihrem äußeren Bereich abgeschrägt oder ballig
auszuführen. Hierdurch ist die äußere Kante ausreichend
zurückgesetzt. Die Anschlagfläche kann an einem
feststehenden, ortsfesten Bund oder Anschlagring oder an
einem axial verschiebbaren und feststellbaren Anschlagring
angeordnet sein. Dabei kann auch der ortsfeste Anschlagring
mehrteilig mit dem Bohrwerkzeug ausgebildet sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen
Anschlagbohrer mit feststehendem Anschlag,
Fig. 1a eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit X
in Fig. 1,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Anschlagbohrers mit feststehendem Anschlag und
Fig. 2a eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit X in
Fig. 2.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Anschlagbohrer 1 besteht
aus einer Bohrerspitze 2, die mit einer Hartmetall-
Schneidplatte 3 versehen ist. Der Bohrerspitze 2 schließt
sich eine Förderwendel 4 an. Ein Einspannende 5 dient zur
Aufnahme in eine Antriebsmaschine. Zur Verwendung in einer
Hammerbohrmaschine kann dieses Einspannende z. B. eine SDS-
Plus-Aufnahme 6 aufweisen.
Um die Eindringtiefe t des Bohrwerkzeugs in das zu
behandelnde Werkstück zu begrenzen, weist der Anschlagbohrer
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 einen
eingearbeiteten umlaufenden Bund 7 bzw. Anschlagflansch 7
auf, dessen vordere, zur Bohrerspitze 2 hinweisende Fläche
als Anschlagfläche 8 dient. Der Durchmesser d1 des Bundes 7
ist etwa doppelt so groß wie der Durchmesser d2 der
Förderwendel 4. Würde man eine ebene vordere Fläche 8
vorsehen, die senkrecht zur Bohrerlängsachse 9 verläuft, so
würde die äußere umlaufende, ebene Kreisfläche durch die
Punkte 10 in Fig. 1 begrenzt. Bei einem schrägen Anbohren auf
das Werkstück würde dieser umlaufende Kreisring einseitig auf
das Werkstück aufsetzen und zu Riefen oder sonstigen
Beschädigungen auf dem Werkstück führen. Erfindungsgemäß wird
demzufolge die Anschlagfläche 8 in Fig. 1 gemäß der
zusätzlichen Darstellung in Fig. 1a in vergrößerter
Darstellung nach der Einzelheit X in Fig. 1 nicht als ebene,
sondern als ballige Fläche 8 ausgebildet, so daß sich der
Punkt 10 zum Punkt 11 verschiebt. Anstelle einer balligen
(8), d. h. leicht konvex ausgebildeten, Fläche in Fig. 1, 1a
kann diese Anschlagfläche auch als schräge Fläche, d. h. als
konische Fläche 8', ausgebildet sein, wie dies in Fig. 2, 2a
dargestellt ist. Auch hier erfolgt eine gedachte Verschiebung
des Punkt 10 zum Punkt 11.
Durch diese Zurückversetzung der äußeren Kante der
umlaufenden Anschlagfläche um den Betrag "s" kann das
Werkzeug und insbesondere die Anschlagfläche beim schrägen
Anbohren in das Werkzeug sanft auf die Oberfläche aufsetzen,
was beispielsweise durch die symbolisch eingezeichnete
Oberfläche 12 in Fig. 1a angedeutet ist. Hierdurch erfolgt
keine linienförmige, sondern eher flächenförmige Berührung
mit dem Werkstück. Insbesondere schneidet die umlaufende
Außenkante nicht in die Werkstückoberfläche ein, da der Punkt
11 um das Maß s zurückversetzt ist.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie umfaßt vielmehr auch alle
fachmännischen Abwandlungen im Rahmen der
Schutzrechtsansprüche. Insbesondere kann die Anschlagfläche
8, 8' auch an einem aufgelöteten, aufgeklebten,
aufgeschweißten oder aufgeschrumpften Anschlagring angebracht
sein. Maßgeblich ist die ortsfeste Anordnung an einer
beliebigen Stelle am Bohrwerkzeug im Gebrauch.
1
Anschlagbohrer
2
Bohrerspitze
3
HM-Schneidplatte
4
Förderwendel
5
Einspannende
6
SDS-Plus-Aufnahme
7
Bund
8
Fläche
9
Bohrerlängsachse
10
Punkt
11
Punkt
12
Oberfläche
Claims (4)
1. Anschlagbohrer mit einem Bohrerkopf, einer sich hieran
anschließenden Förderwendel und einem Einspannende sowie
einem zur Bohrerspitze hinweisenden Anschlagbund mit einer
Anschlagfläche zur Begrenzung der Bohrtiefe, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagfläche (8, 8') wenigstens in
Teilbereichen als von der Bohrerspitze 2 wegweisende ballige
Fläche (8) oder schräge Fläche (8') ausgebildet ist.
2. Anschlagbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die schräge oder ballige Anschlagfläche (8, 8') an einem
ortsfesten Bund (7) (Anschlagflansch) am Bohrwerkzeug (1)
vorgesehen ist.
3. Anschlagbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die ballige oder schräge Anschlagfläche (8, 8') an einem
auf dem Bohrwerkzeug verschiebbaren Ring als Anschlagring
vorgesehen ist.
4. Anschlagbohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlagfläche (8, 8') an einem
Anschlagring vorgesehen ist, welcher auf den Anschlagbohrer
(1) mittels einer Fügeverbindung wie auflöten, aufkleben,
aufschweißen oder mittels aufschrumpfen ortsfest aufgebracht
bzw. befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129263 DE19829263A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Anschlagbohrer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1998129263 DE19829263A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Anschlagbohrer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19829263A1 true DE19829263A1 (de) | 2000-01-05 |
Family
ID=7872553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998129263 Ceased DE19829263A1 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Anschlagbohrer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19829263A1 (de) |
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1998
- 1998-07-01 DE DE1998129263 patent/DE19829263A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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