DE19717080A1 - Wiederholt nachfüllbare Spraydose, Einrichtung zum Befüllen und Verfahren zum Herstellen derartiger Spraydosen - Google Patents
Wiederholt nachfüllbare Spraydose, Einrichtung zum Befüllen und Verfahren zum Herstellen derartiger SpraydosenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine wiederholt nachfüllbare Spraydose oder -flasche nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1, eine Einrichtung zum Befüllen derartiger Dosen nach
Anspruch 10 und ein Verfahren zum Herstellen derartiger Dosen nach Anspruch 9.
Spraydosen oder Sprayflaschen in Einweg- oder Einmal-Ausführung sind sehr weit verbrei
tet und dienen zur Aufnahme unterschiedlichster Sprühflüssigkeiten. Der Nachteil derarti
ger Dosen besteht darin, daß sie nach ihrem Entleeren entsorgt werden müssen, wobei
bei einer großen Anzahl dieser Wegwerfdosen die Druckgasfüllung umweltschädlich ist.
Des weiteren sind Mehrweg-Dosen bzw. Mehrweg-Flaschen bekannt, die einen stabilen
und schweren Metallkörper haben und die für sehr hohe Drücke ausgelegt sind. Die
Armaturen derartiger Spraydosen sind in der Regel aus massivem Messing hergestellt und
aufwendig, so daß aufgrund der hohen Gestehungskosten beim Verbraucher häufig der
Anreiz fehlt, von einer Einweg-Dose auf eine teuere Mehrweg-Dose überzugehen. Soweit
derartige Mehrweg-Dosen jedoch vom Aufwand her akzeptabel sind, steht einem wirt
schaftlichen Einsatz im Wege, daß die leeren Dosen gesammelt, an eine Befüllstation
transportiert, dort durch Befüllanlagen befüllt und zum Kunden zurücktransportiert wer
den müssen, was mit einem erheblichen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist, so daß
insgesamt gerechnet auch der Betrieb derartiger Mehrweg-Dosen nicht oder kaum kon
kurrenzfähig ist. Dafür ist neben den Transportkosten vor allen Dingen auch verantwort
lich, daß derartige Mehrweg-Dosen oder -Flaschen nach dem Befüllen mit dem Sprühfluid
auch jedes Mal mit Druckgas gefüllt werden müssen, was, da die Drücke des Fluids und
des Druckgases innerhalb der Druckdose oder Druckflasche aufeinander abgestimmt
werden müssen, nur bei größeren Anlagen einwandfrei und rentabel durchgeführt werden
kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Spraydose bzw.
Sprayflasche zu schaffen, die wiederholt nachfüllbar ist und die in entleertem Zustand
jederzeit füllbereit ist, d. h. mit Füllmittel befüllbar ist, ohne daß Treibmittel nachgefüllt
werden muß. Des weiteren ist Aufgabe der Erfindung, für Einzelabfüller die Möglichkeit
der individuellen Befüllung von Spraydosen bzw. Sprayflaschen zu schaffen.
Gemäß der Erfindung wird dies mit einer Spraydose bzw. Sprayflasche nach dem Kenn
zeichen des Anspruches 1 erreicht. Eine derartige Spraydose wird nach einem Verfahren
hergestellt, das die Merkmale nach Anspruch 9 umfaßt. Eine Einrichtung zum Befüllen
derartiger Spraydosen umfaßt die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 10.
Ein entscheidendes Merkmal der Erfindung ist die Kolbenanordnung, die in die Sprühdose
oder Sprühflasche eingesetzt wird, bevor der Kopf bzw. Hals der Dose oder Flasche ge
formt wird, der in der Dose abdichtend beweglich angeordnet ist, und dessen Position
durch den Druck des Treibmittels in Form von Druckgas oder Druckluft und den Gegen
druck des Sprühmittels in Form des Befüllmediums bestimmt ist. Der Raum zwischen
dem Kolben und dem Dosenboden ist geschlossen. Zum Befüllen dieses Raumes wird ein
Ventil vorgesehen, das vorzugsweise an der Oberseite des Kolbens angeordnet ist, wahl
weise aber auch am Boden der Dose ausgebildet sein kann (die Anordnung am Boden der
Dose hat den Nachteil, daß das Ventil von außen zugänglich und der Gefahr einer Mani
pulation oder Beschädigung von außen ausgesetzt ist). Ist die Befüllung dieses Raumes
mit Druckgas oder Druckluft beim erstmaligen Aktivieren der Dose abgeschlossen, wird
die Ventilöffnung verschlossen und bleibt verschlossen, so daß der Raum zwischen Kol
ben und Ventilteller mit dem Befüllmedium gefüllt wird.
Der auf den Kolben von unten durch das Druckgas ausgeübte Druck und der durch das
eingepreßte Sprühmittel auf den Kolben wirkende Gegendruck sind so aufeinander abge
stimmt, daß das Sprühmittel unter ausreichend hohem Druck steht, daß es versprüht
werden kann. Um den Druck des Druckgases bzw. der Druckluft zu begrenzen, wird das
Druckverhältnis zu beiden Seiten des Druckkolbens so gewählt, daß der Kolben etwa
mittig in bezug auf die Dosenhöhe eingestellt wird und der Gas- bzw. Luftdruck ausrei
chend hoch bemessen ist, daß auch bei nahezu leerer Flasche, d. h., wenn die Dosen
füllung nahezu versprüht ist, der Rest mit ausreichendem Druck versprüht werden kann.
Der Kolben innerhalb der Dose ist so ausgebildet, daß an seiner Unterseite eine in Um
fangsrichtung des Kolbenmantels kreisförmig verlaufende Abdichtlippe vorgesehen ist, die
nach unten und außen gerichtet ist, so daß aufgrund des Druckes, der vom Druckgas
bzw. der Druckluft nach oben auf den Kolben ausgeübt wird, die Abdichtlippe gespreizt
und damit die Dichtwirkung auf den Innenmantel der Dose verstärkt wird. In entsprech
ender Weise ist über dieser Abdichtlippe beabstandet eine entsprechende ringförmige
Abdichtlippe vorgesehen, die nach oben und außen verläuft und die aufgrund des
Druckes des Sprühmittels zwischen Ventilteller und Kolben nach außen gespreizt wird
und damit eine erhöhte Abdichtung an der Doseninnenwand erzielt wird, so daß sicher
gestellt ist, daß Sprühmittel auch unter Druck nicht am Kolben vorbei nach unten abströ
men kann. Der Kolben weist im oberen, dem Ventilteller zugewandten Bereich eine
Formgebung auf, die entsprechend dem Hals der Dose bzw. Flasche nach innen und
oben gekrümmt ist und im inneren Bereich entsprechend der Form des Ventiltellers
napfförmig ausgebildet ist, so daß der Ventilteller mit Sprühventil in dieser Napfform
aufgenommen werden kann. Der Kolben ist vorzugsweise hohl ausgebildet und weist
Versteifungen auf, nämlich eine innere zylindrische Nabe und von dieser Nabe zum
Außenmantel radial verlaufende stegförmige Wandungen. Er besteht in der Regel aus
einem Kunststoff, kann jedoch auch aus Metall hergestellt sein, wobei die Abdichtlippen
im Falle einer Kunststoffausführung ebenfalls aus Kunststoff bestehen können oder wahl
weise als Gummidichtungen ausgebildet sind, wie dies für eine Metallausführung zutrifft.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Kolben in Form eines elastischen
Körpers ausgebildet, der ein Ball, Ballon oder dgl. Hohlkörper ist, und der unter Druck an
der Innenwand der Nachfülldose bzw. Nachfüllflasche anliegt. Dieser elastische Körper
besteht beispielsweise aus Gummi, Kunststoff oder dgl. und ist mit einem unter Druck
stehenden Medium gefüllt. Dieser elastische Körper schließt an der Umfangs- bzw.
Kontaktlinie mit der Flaschen- bzw. Doseninnenseite abdichtend ab, so daß die Flasche
bzw. Dose in einen oberen Abschnitt, der das flüssige oder gasförmige, zu versprühende
Medium aufnimmt, und einen unteren, Druckmittel, z. B. Druckluft oder Druckgas,
aufweisenden Abschnitt unterteilt ist, durch das der elastische Körper gegen das zu
versprühende Fluid gedrückt wird und einen entsprechenden Druck auf das Fluid ausübt,
der für die Abgabe des Mediums über das Sprühventil erforderlich ist. Eine derartige Dose
bzw. Flasche kann unbegrenzt nachgefüllt werden, da der elastische Körper in der Dose
bzw. Flasche in Richtung der Längsachse der Dose bzw. Flasche verschiebbar bzw.
beweglich ist, so daß durch das Befüllen der leeren Dose bzw. Flasche mit flüssigem
Sprühmedium der elastische Körper nach unten gedrückt und durch Einbringen von
Druckluft bei der gegebenen Wandabdichtung zwischen elastischem Körper und Dose
bzw. Flasche das zu versprühende Fluid unter den gewünschten, wählbaren Druck
gesetzt wird.
Auf der dem Dosen- bzw. Flaschenhals zugewandten Seite weist der Kolben ein Gummi
ventil auf, über das der untere Dosenabschnitt mit Treibmittel gefüllt und anschließend
verschlossen wird. Ein entsprechendes Befüllventil kann statt dessen jedoch auch am Bo
den der Dose bzw. Flasche vorgesehen sein.
Das Befüllen der Dosen bzw. Flaschen erfolgt mit einer Einrichtung, die ein Gestell auf
weist, auf dessen Fuß die Nachfülldose bzw. -flasche in definierter Position aufgesetzt
wird. Das Gestell weist oberhalb der Dose einen insbesondere elektrohydraulisch ange
triebenen Kolben mit einem zylindrischen Gefäß, das die in die Nachfülldose einzubrin
gende Füllmenge enthält, sowie am unteren Ende eine Füllnadel auf, die dem Sprühventil
der darunter befindlichen Dose oder Flasche exakt zugeordnet ist und die bei einer Akti
vierung des elektrohydraulischen Füllkolbens gegen das Sprühventil drückt und dieses
zum Befüllen öffnet. Das Befüllmaterial wird aus einem Vorratsbehälter über eine Ansaug
leitung in den Füllbehälter, in dem der Füllkolben angeordnet ist, eingeführt, wobei das
jeweils zugeführte Volumen an Sprühmittel die exakte Menge ist, die in die Nachfülldose
oder -flasche bei einer Befüllung eingeführt werden soll. Zwischen Ansaugleitung und Be
füllbehälter ist ein Rückschlag- und Überdruckventil vorgesehen, das so ausgelegt ist, daß
bei einer Füllbewegung des Kolbens die Füllflüssigkeit nicht in die Ansaugleitung, son
dern nur in die Nachfülldose eingebracht wird, und ferner so, daß bei entsprechender
Eichung die Nachfülldose nicht überfüllt werden kann.
Die Nachfülldose bzw. -flasche kann eine beliebige Art von Dose oder Flasche sein, z. B.
eine Blechdose, ein Druckbehälter oder dergl. Vorzugsweise wird ein Druckbehälter aus
Aluminium verwendet, um das Gewicht der Dose bzw. Flasche so gering wie möglich
halten zu können.
Das zu versprühende Mittel kann ein beliebiges Fluid sein, beispielsweise in Form
technischer Flüssigkeiten, wie Schmieröle etc., Spraymittel, wie sie für die Haarpflege
verwendet werden, hoch- oder niedrigviskose Cremes, Schäume (bei geringerem Druck)
und dergl.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß die Sprühdose oder Sprüh
flasche beliebig oft nachfüllbar ist, daß beim Nachfüllen des Füllmittels ein Nachfüllen
des Treibmittels vollständig entfällt, daß als Treibmittel Luft verwendet werden kann, das
überall und kostenlos zur Verfügung steht, daß die Dose bzw. Flasche umweltfreundlich
ist, weil sie einerseits wiederholt befüllbar ist und weil andererseits als Treibmittel völlig
unschädliche Luft verwendet wird, daß die Füllkosten ganz entscheidend gesenkt werden
können, und daß ein Luftanschluß für das Einfüllen des Treibmittels in einer Befüllstation
entfällt. Mit vorliegender Erfindung ist es ferner Einzelabfüllern möglich, Spraydosen oder
Sprayflaschen selbst und individuell an Ort und Stelle wiederholt zu befüllen, so daß z. B.
in einem Friseursalon leergewordene Spraydosen problemlos, schnell und preiswert
nachgefüllt und damit wiederholt verwendet werden können. Dadurch, daß die Flasche
erst nach dem Einsetzen des Kolbens gebördelt wird, läßt sich von außen nicht erkennen,
daß es sich um eine Sprayflasche handelt, die sich von herkömmlichen Sprayflaschen
grundsätzlich unterscheidet.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines
Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Einrichtung zum Befüllen einer erfindungsgemäßen Nachfülldose
bzw. -flasche,
Fig. 2 eine Nachfülldose bzw. -flasche in völlig entleertem Zustand,
Fig. 3 eine Nachfülldose bzw. -flasche im teilweise gefüllten Zustand,
Fig. 4 einen Kolben für eine Dose oder Flasche nach Fig. 2 oder 3, im Schnitt,
Fig. 5 einen Kolben nach Fig. 4 in Aufsicht,
Fig. 6 eine abgeänderte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Nachfülldose
oder -flasche in entleertem Zustand,
Fig. 7 eine Nachfülldose bzw. -flasche nach Fig. 6 im teilweise gefüllten Zustand,
Fig. 8 eine Nachfüllflasche mit einer speziellen Ausgestaltung der Kolbenanordnung und
in einer Betriebsposition mit teilweise gefüllter Flasche,
Fig. 9 eine Nachfüllflasche nach Fig. 8 in entleertem Zustand, und
Fig. 10a und 10b einen Sprühkopf in zwei Seitenansichten.
An einem Gestell 1 mit einem vertikalen Ständer 2 und einer Bodenplatte 3 sind ein
oberer Tragarm 4 und ein unterer Tragarm 5 angebracht, die zwischen sich einen Füll
behälter 6 zur Aufnahme des abzufüllenden Materials aufnehmen, in welchem ein Kol
ben 7 geführt ist. Das Füllvolumen des Behälters 6 ist entsprechend der jeweils abzuge
benden Charge an Sprühmittel ausgelegt. Mit 7 ist die obere Position des Kolbens, der
elektrohydraulisch angetrieben sein kann, und mit 8 dessen untere Position dargestellt.
Am unteren Ende des Füllbehälters 6 ist eine Füllnadel 9 angebracht, mit deren Hilfe die
Übergabe des Sprühmittels vorgenommen wird. Das Sprühmittel wird aus einem (nicht
dargestellten) Vorratsbehälter, z. B. einem Vorratsgebinde, über eine Ansaugleitung 10
und ein Rückschlag- und Überdruckventil 11 an das untere Ende des Behälters 6 ange
schlossen, so daß zur Vorbereitung eines Füllvorganges der Behälter 6 unterhalb des in
seiner oberen Position befindlichen Kolbens 7 vollständig gefüllt wird. Dieses Volumen
an Sprayflüssigkeit wird in die auf die Bodenplatte 3 aufgesetzte Nachfülldose bzw.
-flasche 12 unter Druck des Kolbens 7 eingefüllt. Die Dose 12 weist einen Boden 13 auf,
der auf der Bodenplatte 3 so arretiert wird, daß die Mittenachse 14 der Dose 12 mit der
Mittenachse 15 des Füllkolbens 7 zusammenfällt. Durch Verwendung eines geeichten
Rückschlag- oder Überdruckventils wird eine Überfüll-Drucksicherung erreicht. Der zur
Anwendung kommende Druck ist auf die jeweiligen abzufüllenden Materialien und die
zu befüllenden Dosen einstellbar. Die benötigte Füllmenge kann vorher im Kolben
zwischengespeichert und dann portionsweise in die Dose bzw. Flasche eingebracht.
Damit lassen sich beliebige Blechdosen, Flaschen, Aludruckbehälter u. dergl. problemlos
und in besonders einfacher Weise befüllen.
In der Nachfülldose 12 ist ein Dosenkolben 16 (vorzugsweise aus Kunststoff) angeordnet,
der kreisförmigen Querschnitt hat und der abdichtend über den Innenumfang der Dose
12 in Achsrichtung 14 beweglich ist. Er weist einen ringförmigen Abschnitt 17 auf,
dessen Außenumfang eine umlaufende Dichtung besitzt. Der Dosenhals 18 der Dose 12
ist nach innen zu einer Öffnung der Dose gekrümmt, die einen Ventilteller 19 aufweist,
der die Dosenöffnung verschließt. Im Ventilteller 19 ist ein Sprühventil 20 angeordnet.
Mit 21 ist der obere tiefgezogene Kolbenrand des Kolbens 16 bezeichnet, der eine
Öffnung 22 zur Aufnahme eines Ventils 23, das von herkömmlicher Ausführung sein
kann, z. B. aus Gummi, Kunststoff oder Metall (Kugelventil), aufnimmt, über das Druckluft
bzw. Druckgas in den Abschnitt unterhalb des Dosenkolbens 16 eingeführt wird. Die
Ringdichtung 17 des Kolbens 16 weist, wie in Fig. 4 im einzelnen dargestellt ist, eine
untere ringförmige Lippendichtung 24 auf, deren Lippe nach unten und außen gerichtet
ist und durch das Druckgas 26, das einen Druck nach oben ausübt, nach außen gespreizt
und damit in verstärkte Anlage mit der Innenfläche der Nachfülldose 12 gedrückt wird.
Entsprechend weist der Kolben 16 eine obere Lippendichtung 25 auf, die nach oben und
außen gerichtet ist und die durch den Druck des Sprühmittels 27 über dem Kolben 16
nach unten und außen gedrückt wird, so daß auch diese Lippendichtung unter Druck
verstärkt an der Innenfläche der Nachfülldose 16 in Anlage kommt.
Wie weiter in den Fig. 4 und 5 dargestellt, ist der Kolben 16 innerhalb der Nachfüll
dose 12 hohl ausgebildet und weist radial verlaufende Stegwände 28 und einen zylindri
schen bzw. nabenförmigen Teil 29 auf. Damit erhält der Kolben eine hohe Steifigkeit und
gleichzeitig ein geringes Gewicht.
Bei einer weiteren Variante nach Fig. 6 und 7, die insbes. für Blechdosen mit einer
Schweißnaht geeignet ist, ist anstelle des Kolbens 16 in der Nachfülldose 12 ein elastisch
nachgiebiger Körper 30 vorgesehen, der aus einer Schutzhaut 31 z. B. in Form einer Folie,
eines Trennmittels, eines Ballons oder dergl. und einer nachgiebig elastischen Füllung 32,
z. B. aus Schaumgummi besteht. Die Schutzhaut 31 kleidet den Innenraum der Nachfüll
dose 12 vollständig aus und weist am bodenseitigen Ende ein Befüllventil 33 auf, durch
das das elastisch nachgiebige Material eingeführt wird. Die Darstellung nach Fig. 6 zeigt
die Füllung 32 in einer Position, in der kein Sprühmittel in der Dose vorhanden ist. Bei
der Darstellung nach Fig. 7 ist Sprühmittel 34 in die Nachfülldose 12 über das Sprühventil
20 in die Dose unter Druck eingeführt. Dieser Druck preßt die Füllung 32 aus kompressi
blem Material soweit zusammen, daß ein Druckausgleich entsteht, so daß das Befüllen
der Dose auf einfache und effektive Weise und ohne erneutes Zuführen von Treibmittel
bei einem Nachfüllvorgang erfolgt.
Die Nachfüllflasche 36 nach den Fig. 8 und 9 nimmt einen elastischen, an der
Umfangswand bzw. Innenwand 37 der Flasche 36 über den vollen Umfangsrand
zumindest linienförmig abdichtend anliegenden elastischen Körper 38 auf, der die
Flasche in einen oberen, das zu versprühende Fluid 40 aufnehmenden, und einen
unteren, die Druckluft bzw. das Druckgas aufnehmenden Abschnitt 39, 41 unterteilt. Der
Körper 38 ist als ballförmiger, ballonförmiger, scheibenförmiger oder dgl. Hohlkörper
ausgebildet, dessen Umfangswand maximalen Durchmessers 42 eine Abdichtung 43 in
Umfangsrichtung mit der Behälterinnenwand 37 darstellt oder aufweist. Der untere
Abschnitt 41 nimmt Druckluft oder Druckgas 48 auf, die bzw. das über ein Ventil 44 am
Boden 45 oder an der Umfangswand der Flasche 36 eingeführt wird. 46 bezeichnet das
Sprühventil, das im Ventilteller 47 angeordnet ist.
Die Darstellung nach Fig. 8 zeigt den ballförmigen Körper in einer Zwischenposition, in
der ein Teil des zu versprühenden Mediums aus der Flasche bzw. Dose ausgebracht ist,
und Fig. 9 die Position, in der das gesamte Sprühmedium ausgebracht ist.
In den Fig. 10a, 10b ist der Sprühkopf 46 in zwei verschiedenen Ansichten
dargestellt. Dieser Sprühkopf 46 ist ein herkömmliches Bauteil mit Sprühkörper 49 und
Sprühdüse 50 sowie angedeutetem Sprühstrahl 51. Das Sprühmedium 40 ist ein
beliebiges gasförmiges oder flüssiges Spraymittel.
1
Gestell
2
Ständer
3
Bodenplatte
4
Oberer Tragarm
5
Unterer Tragarm
6
Füllbehälter
7
Kolben, obere Pos.
8
Kolben, untere Pos.
9
Füllnadel
10
Ansaugleitung
11
Überdruckventil
12
Nachfülldose
13
Boden
14
Mittelachse Dose
15
Kolben
16
Dosenkolben
17
Ringdichtung
18
Drosselhals mit Öffnung
19
Ventilteller
20
Sprühventil
21
Oberer Kolbenrand
22
Öffnung zur Aufnahme des
23
Ventil
24
Untere Dichtung
25
Obere Dichtung
26
Druckluftfüllung
27
Sprühmedium
28
Stegwände
29
Zyl. Nabe
30
nachgiebiger Körper
31
Schutzhaut
32
elast. Füllung
33
Befüllventil
34
Sprühmittel
35
Sprühkopf
36
Nachfüllflasche
37
Umfangswand
38
elastischer Körper
39
Abschnitt
40
Fluid
41
Abschnitt
42
Durchmesser
43
Abdichtung
44
Ventil
45
Boden
46
Sprühventil
47
Ventilteller
48
Druckluft
49
Sprühkopf
50
Sprühdüse
51
Sprühstrahl
Claims (15)
1. Wiederholt nachfüllbare Spraydose oder -flasche (12) mit zylindrischem Körper und
sich verjüngendem Halsteil, der durch einen Ventilteller (19) verschlossen ist,
welcher ein Sprühventil (20) aufnimmt, über ein Fluid (27) unter Druck in die Dose
bzw. Flasche eingefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) im zylindrischen Teil des Dosen inneren ein Kolben (16) angeordnet ist, der der Kolbeninnenwand zugeordnete Abdichtungen (24, 25) aufweist,
- b) der unterhalb des Kolbens (16) ausgebildete Raum mit einem Druckmittel (26), z. B. Druckgas, insbesondere Druckluft gefüllt ist,
- c) der durch die Oberseite des Kolbens (16), die Unterseite des Ventiltellers (19) und die obere Innenwand der Dose (12) ausgebildete Raum das zu versprühende Fluid (27) enthält, und
- d) das Sprühventil (20) im Ventiltellerboden (19) integriert ist.
2. Dose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) ein
Metall- oder Kunststoffbauteil ist, das am unteren, äußeren Rand eine Abdichtlippe (24)
aufweist, die so angeordnet und ausgebildet ist, daß sie sich bei einem auf den
Kolben wirkenden Aufwärtsdruck nach außen spreizt und zwischen Innenmantel der
Dose (16) und Außenmantel des Kolbens (16) abdichtet, der im dazwischenliegenden
Bereich eine Abdichtlippe (25) aufweist, die bei einem auf die Oberseite des Kolbens
wirkenden Druck sich nach außen spreizt und zwischen Innenmantel der Dose und
Außenmantel des Kolbens abdichtet, und der im oberen Bereich der Form der
Verjüngung des Dosenkörpers angepaßt ausgebildet ist.
3. Dose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) eine
zentrische, tiefgezogene, der Form des Ventiltellers (19) entsprechende topfförmige
Vertiefung (21) aufweist und eine ringförmige Umfangswand (17) besitzt, an deren
oberem und unterem Ende je eine ringförmige Dichtlippe (24, 25) vorgesehen ist.
4. Dose nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16)
in seinem Inneren versteifende, radiale Lamellen (28) aufweist.
5. Dose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) ein zumindest
einen Teil der Dose (12) einnehmender, auf der Innenseite des Bodens festgelegter
Körper (30) ist, dessen Seitenwand flexibel ist und eng an der Doseninnenwand
anliegt, und dessen Oberseite die Unterseite das Fluidvolumens darstellt.
6. Dose nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel des Körpers (30)
eine elastische Schutzhaut (31) ist.
7. Dose nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper mit einem
elastisch nachgiebigen Füllmaterial (32), z. B. Schaumgummi, gefüllt ist.
8. Dose nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Körper ein Mittel
vorgesehen ist, das bei Aktivierung einen Druck auf die Innenwand und insbesondere
die Oberseite des Körpers ausübt.
9. Dose nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben ein
elastischer Körper (38) ist, der gegen die zylindrische Innenwandung (37) der Dose
(36) unter radial nach außen gerichtetem Druck in Richtung der Längsachse (11)
verschiebbar anliegt, derart, daß der Doseninnenraum in einen oberen, das zu
versprühende Fluid (40) aufnehmenden Abschnitt (39) und einen unteren, das Fluid
(40) über den elastischen, kolbenartigen Körper (38) unter Druck setzenden unteren
Abschnitt (41) unterteilt ist und beide Abschnitte (39, 41) durch den Körper (38)
voneinander getrennt und gegeneinander abgedichtet sind.
10. Dose nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Körper (38) ein
ballförmiger, ballonförmiger, scheibenförmiger oder dgl. ausgebildeter Hohlkörper
ist.
11. Dose nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der untere
Abschnitt (41) mit Druckluft bzw. Druckgas (48) gefüllt ist, und daß der obere
Abschnitt (39) das über das Sprühventil (46) auszubringende flüssige Medium bzw.
Fluid (40) aufnimmt.
12. Verfahren zum Herstellen wiederholt nachfüllbarer Spraydosen oder -flaschen nach
einem der Ansprüche 1-11, in die ein zu versprayendes Fluid eingefüllt wird, das
unter Druck gehalten und durch Betätigen eines Sprühventils versprüht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) der Dosenkörper in Zylinderform mit gleichbleibendem Durchmesser über die gesamte Dosenhöhe und mit integriertem Boden hergestellt wird,
- b) in den zylindrischen Dosenkörper ein Kolben so eingesetzt wird, daß er an der zylindrischen Innenwand des Dosenkörpers bewegbar ist und Dichtlippen des Kolbens die Räume oberhalb und unterhalb des Kolbens abdichtend voneinander getrennt halten und in Abdichteingriff mit der Innenwand gehalten werden, wenn der Kolben bewegt wird,
- c) das obere Ende des zylindrischen Dosenkörpers zum Dosenhals hin verformt und gebördelt wird, und
- d) der Verteilteller mit Sprühventil aufgesetzt und am oberen Dosenrand befestigt wird.
13. Einrichtung zum Befüllen von wiederholt nachfüllbaren Spraydosen bzw. -flaschen
nach einem der Ansprüche 1-11, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Merkmale:
- a) ein Gestell, das die Abfüllstation darstellt,
- b) einen vom Gestell aufgenommenen Füllkolben mit Füllbehälter, dem das abzu füllende Fluid über eine Ansaugleitung aus einem Vorratsbehälter zugeführt wird, c) ein Rückschlag- und Überdruckventil in der Ansaugleitung,
- d) eine Füllnadel am der Dose zugewandten Kolbenende, die dem Sprühventil im Ventilteller zugeordnet ist, und die beim Ausfahren des Füllkolbens das Sprüh ventil öffnet, damit Fluid aus dem Vorratsbehälter zum Befüllen einer Dose bereitgestellt wird, und
- e) einen Fuß am Gestell, der die zu befüllende Dose zentrisch zur Füllnadel aufnimmt.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der den Füllkolben
aufnehmende Füllbehälter ein Volumen aufweist, das der Fluidmenge entspricht, die
in eine Dose einzubringen ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Überdruckventil ein geeichtes Ventil ist, das die Überfüllung der Dose verhindert.
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