DE19714463A1 - Gerät zum Sanieren von Rohren - Google Patents
Gerät zum Sanieren von RohrenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Sanieren
von nicht begehbaren Rohren, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein Gerät dieser Art ist unter dem Namen "Mannesmann-Uni
versalmolch" bekannt. Es besteht aus einer Arbeitseinheit
und einer kardanisch an diese angelenkten Linearantriebs
einheit. Letztere ist dazu bestimmt, die Arbeitseinheit im
Rohr an die zu sanierende Stelle zu bewegen. Die als Bau
einheit ausgebildete Arbeitseinheit weist eine Stützein
richtung mit drei in Umfangsrichtung verteilten Stützele
menten auf, die in Arbeitsstellung an der Innenwand des
Rohres anliegen. Ein beispielsweise einen Fräser tragender
Werkzeugträger ist bezüglich der Klemmeinrichtung mittels
Antriebsaggregaten bewegbar. Mit dem bekannten, fernge
steuerten Gerät ist es möglich, Probleme der Montage, Re
vision oder Reparatur von Rohrleitungssystemen in Anlagen
zu lösen. Das Gerät kann Rohrleitungen ab 250 mm Innen
durchmesser mit Biegeradien von 1,5 D befahren.
Es kommt nun oft vor, daß Rohre mit geringerem Innen
durchmesser saniert werden müssen. Dazu kann das bekannte
Gerät nicht eingesetzt werden.
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein gattungsgemäßes Gerät zu schaffen, das zum Sanieren
von Rohren mit kleinerem Innendurchmesser geeignet ist und
gute Kurvengängigkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird durch ein Gerät gelöst, das die Merkma
le im Anspruch 1 aufweist.
Erfindungsgemäß weist die Arbeitseinheit wenigstens zwei
hintereinander angeordnete, gelenkig aber drehfest mit
einander verbundene Module auf. Diese Maßnahme erlaubt
bei guter Kurvengängigkeit die Arbeitseinheit im Durch
messer, d. h. in Richtung rechtwinklig zur Längsrichtung
des Gerätes und somit zur Längsrichtung des zu sanierenden
Rohres gesehen, wesentlich kleiner auszubilden. Da einem
ersten der Module die Stützeinrichtung und der Träger für
das Werkzeug zugeordnet sind, wird ein stabiles Abstützen
des Trägers erzielt und eine genaue Positionierung er
möglicht. Die Antriebsaggregate für den Träger sind auf
die Module verteilt, was ebenfalls dazu beiträgt, die
einzelnen Module platzsparend auszubilden. Die Antriebs
aggregate sind Energiewandler, die elektrische, hydrau
lische oder pneumatische Energie in mechanische Energie
zum Bewegen und Antreiben des Werkzeugträgers umwandeln.
Das erfindungsgemäße Gerät ist insbesondere geeignet,
folgende zum Sanieren von nicht begehbaren Rohren gehören
den Arbeiten durchzuführen: Inspektion; Beseitigen von
Hindernissen in Rohren; Entfernen von schadhaften Berei
chen der Rohre, auch im Einlaufbereich von Anschluß
leitungen; Auffräsen von in defekte Rohre eingezogenen In
linern, beispielsweise im Einlaufbereich.
Bevorzugte Ausbildungsformen des erfindungsgemäßen Gerä
tes sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nun anhand zwei in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen rein schematisch:
Fig. 1 eine erste Ausbildungsform eines Geräts zum
Sanieren von Rohren mit einer Arbeitseinheit, die
aus drei gelenkig miteinander verbundenen Modulen
besteht und die an eine Linearantriebseinheit
angekuppelt ist;
Fig. 2 teilweise im Längsschnitt, ein erstes Modul der
in der Fig. 1 gezeigten Arbeitseinheit mit einem
Arbeitskopf, in dem ein Werkzeugträger gelagert
ist;
Fig. 3 im Längsschnitt ein zweites Modul der in der Fig.
1 gezeigten Arbeitseinheit;
Fig. 4 ebenfalls im Längsschnitt entlang der Linie IV-IV
der Fig. 5 ein drittes Modul der in der Fig. 1
gezeigten Arbeitseinheit;
Fig. 5 in einem Schnitt entlang der Linie V-V der Fig.
4, das dort gezeigte Modul;
Fig. 6 eine zweite Ausbildungsform des Geräts zum
Sanieren von Rohren mit einer Arbeitseinheit, die
aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Modulen
besteht und die an eine Linearantriebseinheit
angekuppelt ist;
Fig. 7 teilweise im Längsschnitt, ein erstes Modul der
in der Fig. 6 gezeigten Arbeitseinheit mit dem
Arbeitskopf, in dem der Werkzeugträger gelagert
ist, und einem Antriebsaggregat für den Drehan
trieb des Werkzeugträgers;
Fig. 8 eine Gelenkanordnung zum drehfesten, biegbaren
Verbinden von jeweils zwei Modulen; und
Fig. 9 einen Querschnitt entlang der Linie IX der Fig. 8
durch die dort gezeigte Gelenkanordnung.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausbildungsform eines erfindungs
gemäßen Geräts 10 zum Sanieren eines nicht begehbaren
Rohres 12. Beim Rohr 12 handelt es sich beispielsweise um
eine Hauszuleitung eines Abwassersystems, mit einem Innen
durchmesser D von ca. 100 mm. Das gezeigte Gerät 10 ist
für den Einsatz in Rohren 12 mit einem Innendurchmesser
bis zu etwa 180 mm vorgesehen. Es weist eine Linearan
triebseinheit 14 auf, an die einerseits eine Arbeitsein
heit 16 angelenkt ist und die andererseits über flexible
Verbindungsleitungen 18 mit einer ebenfalls biegsam ausge
bildeten Steuereinrichtung 20 verbunden ist. Die Linearan
triebseinheit 14 ist dazu bestimmt, die Arbeitseinheit 16
im Rohr 12 an die gewünschte Sanierungsstelle 22 des
Rohres 12 zu verbringen und gleichzeitig die Steuerein
richtung 22 mit den zu dieser führenden Speise- und
Steuerleitungen nachzuziehen. Der Aufbau und die Funk
tionsweise der Steuereinrichtung 20 sowie deren Zusammen
wirken mit dem Gerät 10, ist in einer zeitgleichen CH-
Patentanmeldung Nr. 1996 0937/96 ausführlich beschrieben.
Es wird ausdrücklich auf dieses Dokument verwiesen.
Die Arbeitseinheit 16 weist ein als Hubmodul bezeichnetes
erstes Modul 24, ein als Antriebsmodul bezeichnetes zwei
tes Modul 26, sowie ein als Drehmodul wirkendes drittes
Modul 28 auf. Diese drei Module sind in Längsrichtung 12′
des Rohres 12, die der Längsrichtung des Gerätes 10 ent
spricht, hintereinander angeordnet und jeweils über eine
Kardangelenkanordnung 30 miteinander verbunden. Eine wei
tere Kardangelenkanordnung 30 verbindet das dritte Modul
28 mit der Linearantriebseinheit 14.
Jedes der drei Module 24, 26, 28 weist wenigstens ein An
triebsaggregat zum Bewegen und Antreiben eines dem ersten
Modul 24 zugeordneten Werkzeugträgers 34 auf. Wie dies
weiter unter im Detail beschrieben ist, weist das erste
Modul 24 ein Antriebsaggregat zum Verschieben des Werk
zeugträgers 34 (Pfeil H) in Richtung einer Längsachse 24′
des ersten Moduls 22, die bei in das Rohr 12 eingefahrenem
Gerät 10 wenigstens annähernd in Längsrichtung 12′ des
Rohres 10 verläuft, und ein Antriebsaggregat zum Bewegen
des Werkzeugträgers 34 in Richtung quer zur Längsachse 24′
(Pfeil N) auf. Mittels eines Antriebsaggregats im zweiten
Modul 26 ist der Werkzeugträger 34 um seine Achse 34′
drehend antreibbar (Pfeil R) und mittels eines dem dritten
Modul 28 zugeordneten Antriebsaggregats ist der Werkzeug
träger 34 um die, vorzugsweise mit der Längsrichtung 12′
zusammenfallende Längsachse 24′ des ersten Moduls drehbar
(Pfeil U).
Das erste Modul 24 wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 2
näher beschrieben. Es weist ein im wesentlichen hohlzylin
derförmiges Lagerungselement 38 auf, das von einem im we
sentlichen ebenfalls zylinderförmig ausgebildeten Innen
teil 40 durchgriffen ist. Der Innenteil 40 ist am Lage
rungselement 38 frei drehbar und in Richtung der Längsach
se 24′ verschiebbar gelagert. Am dem zweiten Modul 26 ab
gewandten Ende des Innenteils 40 ist an diesem ein Ar
beitskopf 42 angeordnet, an dem der Werkzeugträger 34 frei
drehbar gelagert ist. Zwischen dem Lagerungselement 38 und
dem Innenteil 40 wirkt ein als doppeltwirkendes Ringkol
ben-Ringzylinderaggregat ausgebildetes erstes Antriebs
aggregat 44. Der Ringkolben ist von einem Mittenabschnitt
46 des Innenteils 40 gebildet, der einen größeren Durch
messer aufweist als die beiden daran angrenzenden Außen
abschnitte 48. Der Mittenabschnitt 46 ist von einem Zylin
derelement 50 dichtend und in Richtung der Längsachse 24′
verschieblich umgriffen. An den beiden Enden des Zylinder
elements 50 ist je ein ringartiges Zylinderbodenelement 52
angeordnet, das den betreffenden Außenabschnitt 48 dich
tend und frei verschieblich umgreift. Der Mittenabschnitt
46 und die beiden Zylinderbodenelemente 52 begrenzen somit
zwei Hubvolumen 54, die je über eine eigene Leitung 56 mit
der Steuereinrichtung 20 verbunden sind. Das erste An
triebsaggregat 44 dient somit zum exakten Positionieren
des Innenteils 40 und somit des Werkzeugträgers in Pfeil
richtung H.
Am, vom Zylinderelement 50 und den Zylinderbodenelementen
52 gebildeten Lagerungselement 38, ist eine als Klemmein
richtung 58 ausgebildete Stützeinrichtung 60 zum Fest
klemmen des ersten Moduls 24 an der Innenwand des Rohres
12 angeordnet. Die Klemmeinrichtung 58 weist eine Zylin
derhülse 62 und eine in diese eingreifende Kolbenhülse 64
auf, die das Zylinderelement 50 umgreifen und an diesem
dichtend, aber verschiebbar gelagert sind. Mittels an den
Zylinderbodenelementen 52 sich abstützenden Druckfedern 66
sind die Zylinderhülse 62 und Kolbenhülse 64 in Richtung
aufeinander zu vorgespannt. Der von der Zylinderhülse 62,
der Kolbenhülse 64 und dem Zylinderelement 50 begrenzte
Hubraum 68, ist durch einen Radialdurchlaß 70 im Zylin
derelement mit einer Umfangsnut 72 im Mittenabschnitt 46
strömungsverbunden, die ihrerseits über eine weitere Lei
tung 56′ mit der Steuereinrichtung 20 in Verbindung steht.
In Richtung der Längsachse 24′ gemessen, weist die Um
fangsnut 72 eine derartige Breite auf, daß unabhängig der
Lage des Innenteils 40 bezüglich des Lagerungselements 38
die Strömungsverbindung zum Hubraum 68 sichergestellt ist.
In Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt, sind einerseits
an der Zylinderhülse 62 und andererseits an der Kolbenhül
se 64 dreimal zwei gegengleich ausgebildete Doppelhebel
paare 74 angelenkt. An der Verbindungsstelle der beiden
Hebel jedes Doppelhebelpaares 74 ist ein Klemmkörper 76
angeordnet. Ist der Hubraum 68 drucklos geschaltet, werden
die Doppelhebelpaare 74 durch die Druckfedern 66 in einer
Ruhestellung gehalten, wie sie in der Fig. 2 in der unte
ren Hälfte gezeigt ist und in welcher die Doppelhebelpaare
74, unter gegenseitiger Überlappung am Lagerungselement 38
anliegen. Wird der Hubraum 68, beispielsweise durch Zulei
ten einer Hydraulikflüssigkeit, unter Druck gesetzt, wer
den die Zylinderhülse 62 und die Kolbenhülse 64 in Rich
tung der Längsachse 24′ auseinandergedrängt, was dazu
führt, daß die Doppelhebelpaare 74 in eine Arbeits
stellung verschwenkt werden, wie sie in der Fig. 2 oben
gezeigt ist und in welcher die Klemmkörper 76 an der
Innenwand des Rohres 12 anliegen. In Arbeitsstellung ist
somit das Lagerungselement 38 am Rohr 12 fest verankert.
Am dem zweiten Modul 26 abgewandten Ende des Innenteils 40
ist an diesem um eine rechtwinklig zur Längsachse 24′ ver
laufende und bezüglich dieser seitlich versetzt angeord
nete Achse 78 der Arbeitskopf 42 schwenkbar gelagert. Be
züglich der Längsachse 24′, der Achse 78 gegenüberliegend,
ist der Arbeitskopf 42 über eine Verbindungslasche 80 an
den Kolben 82 eines zweiten Antriebsaggregats 84 ange
lenkt. Der Kolben 82 ist in einer zur Längsachse 24′ pa
rallelen Zylinderausnehmung 86 gelagert. Der von dieser
und dem Kolben 82 begrenzte Hubraum ist über eine weitere
Leitung 56′′ mit der Steuereinrichtung 20 verbunden.
Mittels des zweiten Antriebsaggregats 84 ist der Arbeits
kopf 42 und somit der Werkzeugträger 34 aus einer mit aus
gezogenen Linien gezeigten Ruhelage in eine mit ge
strichelten Linien angedeutete Arbeitslage verschwenkbar
(Pfeil N).
Ein zentraler Durchlaß 88 des Innenteils 40 ist von einer
flexiblen Welle 90 durchgriffen, die in den Arbeitskopf 42
eingreift und am diesseitigen Ende über ein Kegelradge
triebe 92 mit dem Werkzeugträger 34 verbunden ist. Die
Welle 90 dient dem Antrieb des Werkzeugträgers 34 um
dessen Achse 34′ (Pfeil R).
Weiter ist am Arbeitskopf 42 eine Fernsehkamera 94 be
festigt, deren Optik auf das Werkzeug 36, im vorliegenden
Fall einen Fräskopf gerichtet ist. Dies einerseits, um die
zu sanierende Stelle 22 aufzufinden und andererseits eine
Überwachung und Steuerung des Arbeitsvorgangs zu ermög
lichen. Die Fernsehkamera 94 ist über nicht gezeigte Lei
tungen, die durch die Module 24, 26, 28 und Kardangelenk
anordnungen 30 hindurch verläuft, mit der Steuereinrich
tung 20 verbunden. Weiter kann von der Steuereinrichtung
20 her eine Wasserleitung durch die Module hindurch zum
Arbeitskopf 42 verlaufen. Das Wasser kann einerseits zum
Reinigen der Optik der Fernsehkamera 94 und Kühlen des
Werkzeugs 36 dienen.
Auf der dem Arbeitskopf 42 abgewandten Seite des Innen
teils 40 ist an diesem ein ringartiger Flansch 96 be
festigt, an dem ein Ring 98 eines Kardangelenks 100 der
betreffenden Kardangelenkanordnung 30 angelenkt ist.
Der Flansch 96 mit dem daran angelenkten Ring 98 des Kar
dangelenks 100 ist auch in der Fig. 3 gezeigt. Am Ring 98
ist bezüglich dessen Lagerung am Flansch 96 um 90° ver
setzt ein Rohrabschnitt 102 schwenkbar gelagert. Andern
ends ist der Rohrabschnitt 102 über ein gleich ausgebilde
tes, gegengleich angeordnetes weiteres Kardangelenk 100′
mit einem Gehäuse 104 des zweiten Moduls 26 verbunden. Die
beiden über den Rohrabschnitt 102 aneinander angelenkten
Kardangelenke 100, 100′ bilden eine Kardangelenkanordnung
30, wie sie auch zwischen dem zweiten Modul 26 und dritten
Modul 28, sowie dieser und der Linearantriebseinheit 14
vorgesehen ist.
Durch die Flansche 96, 96′, die Kardangelenke 100, 100′
und den Rohrabschnitt 102′ verlaufen die flexible Welle 90
sowie alle Verbindungsleitungen, von welchen der besseren
Übersichtlichkeit halber nur die Leitung 56 und 56′′ darge
stellt sind. Vorzugsweise sind die Leitungen zur Erzielung
guter Biegeeigenschaften wendelartig ausgebildet.
Die Welle 90 ist in das Gehäuse 104 eingeführt, wo sie mit
der Abgangswelle 106′ eines im Gehäuse 104 angeordneten
Hydromotors 106 verbunden ist. Dieser bildet ein drittes
Antriebsaggregat. Vom dritten Modul 28 her führen flexible
Hydraulikleitungen 108 durch die betreffende Kardangelenk
anordnung 30 hindurch zum Gehäuse 104 und durch Kanäle in
diesen zum Hydromotor 106. Das als massiver Körper ausge
bildete Gehäuse 104 weist im wesentlichen in Längsrichtung
verlaufende Verbindungskanäle 110 auf, um die von der
Steuereinrichtung 20 zum ersten Modul 24 führenden Lei
tungen durch das Gehäuse 104 hindurchzuführen, wie dies
anhand der Leitungen 56 und 56′′ als Beispiel gezeigt ist.
Das Gehäuse 104 ist drehfest aber gelenkig mit dem Innen
teil 40 des ersten Moduls 24 verbunden.
Wie den Fig. 4 und 5 entnehmbar ist, weist das dritte Mo
dul 28 einen im wesentlichen hohlzylinderförmigen Stator
teil 112 auf, der von einem an ihm frei drehbar gelagerten
Drehteil 114 durchgriffen ist. Der Drehteil 114 ist einer
seits über eine Kardangelenkanordnung 30 mit dem Gehäuse
104 des zweiten Moduls 26 und andererseits ebenfalls über
eine Kardangelenkanordnung 30 mit der Linearantriebsein
heit 14 verbunden. Die von der Steuereinrichtung 20 zum
ersten Modul 24 und zweiten Modul 26 führenden Leitungen
sind ähnlich wie beim zweiten Modul 26 über im wesent
lichen in axialer Richtung verlaufende weitere Verbin
dungskanäle 110′ durch den Drehteil 114 hindurchgeführt.
Im Drehteil 114 ist ein Elektromotor 116 angeordnet, auf
dessen Welle ein Ritzel 118 sitzt, das mit einem am Dreh
teil 114 gelagerten Zwischenrad 120 kämmt, das seinerseits
mit einer Innenverzahnung 122 des Statorteils 112 in Ein
griff steht. Mittels des Elektromotors 116 ist somit der
Drehteil 114 bezüglich des Statorteils 112 verdrehbar. Zu
sammen mit dem Drehteil 114 drehen auch infolge der Kar
danverbindungen 30 das erste Modul 24, das zweite Modul
26, sowie die Linearantriebseinheit 14 mit. Der Elektro
motor 116 bildet somit ein viertes Antriebsaggregat. Die
Verbindungsleitungen 18, 18′ können eine gewisse Verwin
dung zwischen der Steuereinrichtung 20 und der Linear
antriebseinheit 14 aufnehmen. Ansonsten dreht die Steuer
einrichtung 20 auch mit der Linearantriebseinheit 14 mit.
In diesem Fall wird die Verwindung durch zur Steuerein
richtung 20 führende lange flexible Schläuche und Kabel
aufgenommen, die die Steuereinrichtung mit einer Steuer
konsole außerhalb des Rohres 12 verbinden.
Am Statorteil 112 ist eine Stützeinrichtung 60′ angeord
net, die gleich ausgebildet ist, wie die Klemmeinrichtung
58 des ersten Moduls 24, wobei aber nun anstelle der
Klemmkörper 76 an der Verbindung der Hebel der Doppelhe
belpaare 74 Walzen 124 um rechtwinklig zur Längsrichtung
verlaufende Achsen 124′ frei drehbar gelagert sind. Die
Doppelhebelpaare 74 sind an einer Zylinderhülse 62′ und
Kolbenhülse 64′ gelagert, die den Drehteil 114 frei dreh
bar und in axialer Richtung bewegbar umgreifen. Der Hub
raum 68′ ist über eine der Leitung 56′ entsprechende Lei
tung 56′′′, die zum Teil kanalartig im Drehteil 114 ver
läuft, mit der Steuereinrichtung 20 verbunden. Druckfedern
66′, die sich am Statorteil 112 abstützen, beaufschlagen
die Zylinderhülse 62′ und Kolbenhülse 64′ in Richtung auf
einander zu. Ist der Hubraum 68′ drucklos, befindet sich
die Stützeinrichtung 60′ in Ruhestellung, in welcher die
Doppelhebelpaare 74 am Statorteil 112 anliegen (siehe Fig.
4, untere Hälfte). Wird der Hubraum 68′ unter Druck ge
setzt, wird die Stützeinrichtung 60′ in Stützstellung
überführt, in welcher die Walzen 124 an der Innenwand des
Rohres 12 anliegen (Fig. 4, obere Hälfte und Fig. 5). Die
Walzen 124 verbinden dabei den Statorteil 112 drehfest,
aber in Längsrichtung des Rohres 12 bewegbar mit diesem,
was eine Bewegung in Rohrlängsrichtung 12′ zusammen mit
dem Innenteil 40 des ersten Moduls 24 ermöglicht. Die
Drehbewegung und Drehlage des Innenteils 40 und somit des
Arbeitskopfs 42 mit dem Werkzeugträger 34 wird vom dritten
Modul 28 vorgegeben (Pfeil U).
Der Elektromotor 116 ist über eine nicht gezeigte Steuer
leitung von der Steuereinrichtung 20 her angespiesen.
Die Linearantriebseinheit 14 weist in Umfangsrichtung ver
teilt drei auf Antriebsräder 126 wirkende hydraulische An
triebselemente 128 auf. Diese sind zum synchronen Antrieb
der Antriebsräder 126 in beiden Drehrichtungen bestimmt
und über Verbindungsleitungen 18′ mit der Steuereinrich
tung 20 verbunden. Jedes Antriebselement 128 ist am freien
Ende eines Traghebels 130 angeordnet, der andernends an
einem im Querschnitt etwa Y-förmigen Chassis 132 gelagert
ist. Die Traghebel 130 sind an ein mit der Steuerein
richtung 20 verbundenen weiteren Zylinder-Kolbenaggregat
134 angelenkt. Die Antriebselemente 128 lassen sich somit
von einer mit ausgezogenen Linien angedeuteten Ruhe
stellung in eine mit gestrichelten Linien gezeigte Ar
beitsstellung verbringen, in welcher die Antriebsräder 126
an der Innenwand des Rohres 12 angreifen.
Der Y-förmige Querschnitt des Chassis 132 bietet Platz zum
Vorbei führen der Verbindungsleitungen 18 zu einem am
Chassis 132 an der der Arbeitseinheit 16 zugewandten Seite
angeordneten Verbindungsflansch 136. An diesem ist der
eine Flansch der Kardangelenkanordnung 30 befestigt, die
die Linearantriebseinheit 14 mit dem dritten Modul 28 der
Arbeitseinheit 16 verbindet. Vom Verbindungsflansch 136
verlaufen die von der Steuereinrichtung 20 zu den Modulen
24, 26, 28 führenden Leitungen durch die Kardangelenkan
ordnung 30 hindurch.
Im Einsatz wird das Gerät 10 mit dem den Werkzeugträger 34
aufweisenden Fräser 36 voraus durch einen Vertikalschacht
oder eine andere Öffnung in das zu reparierende Rohr 12,
beispielsweise eine Hauszuleitung, eingeführt. Sobald die
Linearantriebseinheit 14 sich im Innern des Rohres 12
befindet, werden durch betätigen des weiteren Zylinder-
Kolbenaggregates 134 die Antriebselemente 128 in Arbeits
stellung verbracht und die Antriebsräder 126 in Vorwärts
richtung angetrieben, wodurch die Module 24, 26, 28 der
Arbeitseinheit 16 weiter in das Rohr 12 hineingestoßen
werden und die Steuereinrichtung 20 zusammen mit den zu
dieser führenden Schläuchen und Kabeln nachgezogen wird.
Mittels der Fernsehkamera 94 läßt sich die Sanierungs
stelle 22 orten. Ist diese aufgefunden und das erste Modul
24 grob positioniert, wird die Klemmeinrichtung 58 des
ersten Moduls 24 in Klemmstellung und die Stützeinrichtung
60 des dritten Moduls 28 in Stützstellung verbracht.
Gleichzeitig werden die Antriebselemente 128 in die Ruhe
stellung zurückbewegt. Mittels des dritten Moduls 28 wird
nun der Arbeitskopf 42 mit dem Werkzeugträger 34 in die
gewünschte Drehlage und mittels des ersten Moduls 24 in
die gewünschte Stellung in Rohrlängsrichtung gesehen, ver
bracht. Mittels des zweiten Antriebsaggregats 84 wird nun
der Arbeitskopf 24 zur Sanierungsstelle 22 zugestellt, wo
nun das vom zweiten Modul 26 her angetriebene Werkzeug 36
die notwendigen Arbeiten ausführen kann. Während dieser
Arbeiten ist eine Verstellung des Arbeitskopfs 42 in allen
drei Richtungen durch die Antriebsaggregate 44, 84, 116 im
ersten Modul 24 und dritten Modul 28 ermöglicht.
Ist der mögliche Hub des ersten Moduls 24 ausgeschöpft,
wird die Klemmeinrichtung 58 in Ruhestellung verbracht und
das Lagerungselement 38 mittels des ersten Antriebsaggre
gates 44 bei stillstehendem Innenteil 40 in die entgegen
gesetzte Endstellung bewegt. Anschließend erfolgt die
Feinpositionierung erneut wie weiter oben beschrieben.
Nach Beendigung der Arbeit wird das Gerät 10 aus dem Rohr
12 in entgegengesetzter Richtung ausgefahren.
Fig. 6 zeigt eine zweite Ausbildungsform des erfindungs
gemäßen Geräts 210 zum Sanieren des nicht begehbaren
Rohres 12. Es weist wie das weiter oben beschriebene Gerät
10 eine Linearantriebseinheit 214 auf, an die einerseits
eine Arbeitseinheit 216 angelenkt ist und die andererseits
über flexible Verbindungsleitungen 18 mit der ebenfalls
biegsam ausgebildeten Steuereinrichtung 20 verbunden ist.
Die Arbeitseinheit 216 weist ein als Antriebs- und
Hubmodul ausgebildetes erstes Modul 224 sowie ein als
Drehmodul wirkendes zweites Modul 228 auf. Diese zwei
Module sind in Längsrichtung des Gerätes 210 gesehen,
hintereinander angeordnet und über eine Gelenkanordnung
230 miteinander verbunden. Eine weitere Gelenkanordnung
230 verbindet das zweite Modul 228 mit der Line
arantriebseinheit 214.
Jedes der zwei Module 224, 228 weist wenigstens ein An
triebsaggregat zum Bewegen und Antreiben des dem ersten
Modul 224 zugeordneten Werkzeugträgers 34 auf. Wie dies
weiter unten im Detail beschrieben ist, weist das erste
Modul 224 das Antriebsaggregat zum Verschieben des Werk
zeugträgers 34 (Pfeil H) in Richtung der Längsachse 224′
des ersten Moduls 224, das Antriebsaggregat zum Bewegen
des Werkzeugträgers 34 in Richtung quer zur Längsachse
224′ (Pfeil N) und das Antriebsaggregat zum Drehantrieb
des Werkzeugträgers 34 um seine Achse 34′ (Pfeil R) auf.
Mittels des dem zweiten Modul 228 zugeordneten Antriebs
aggregats ist der Werkzeugträger 34 um die Längsachse 224′
des ersten Moduls drehbar (Pfeil U).
Das erste Modul 224 wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 6
und 7 näher beschrieben. Es ist dem in der Fig. 2 gezeig
ten ersten Modul 24 ähnlich aufgebaut und wird im folgen
den nur noch bezüglich der Unterschiede ausführlich darge
legt. Das Lagerungselement 38 des ersten Moduls 224 ist
gleich ausgebildet wie das Lagerungselement 38 gemäß Fig.
2 und ist von einem im wesentlichen kreiszylinderförmig
ausgebildeten Innenteil 240 durchgriffen. Der Innenteil
240 ist am Lagerungselement 38 um die Achse 224′ frei
drehbar und in Richtung der Achse 224′ verschiebbar ge
lagert. Am Innenteil 240 ist der Arbeitskopf 42 angeord
net, an dem der Werkzeugträger 34 frei drehbar gelagert
ist. Zwischen dem Lagerungselement 38 und dem Innenteil
240 wirkt das als doppelwirkendes Ringkolben-Ringzylinder
aggregat ausgebildete erste Antriebsaggregat 44. Der Ring
kolben ist von einem Mittenabschnitt 246 des Innenteils
240 gebildet, wobei der Mittenabschnitt einen größeren
Durchmesser aufweist als die beiden daran angrenzenden
Außenabschnitte 248. Das Zylinderelement 50, der Mitten
abschnitt 246 und die beiden Zylinderbodenelemente 52 be
grenzen die zwei Hubvolumen 54, die je über eine eigene
Leitung 56 mit der Steuereinrichtung 20 verbunden sind.
Das erste Antriebsaggregat 44 dient gleich wie beim Gerät
10 zum exakten Positionieren des Innenteils 240 und somit
des Werkzeugträgers 34 in Pfeilrichtung H.
Die als Klemmeinrichtung 58 ausgebildete Stützeinrichtung
60 zum Festklemmen des ersten Moduls 224 an der Innenwand
des Rohres 12 ist gleich ausgebildet wie beim in der Fig.
2 gezeigten Modul 24. Bezüglich Aufbau und Funktion wird
auf die Beschreibung der Fig. 2 verwiesen.
Am Innenteil 240 ist um eine rechtwinklig zur Längsachse
224′ verlaufende und bezüglich dieser seitlich versetzt
angeordnete Achse 78 der Arbeitskopf 42 schwenkbar gela
gert. Der Achse 78, bezüglich der Längsachse 224′ gegen
überliegend, ist der Arbeitskopf 42 über die Verbindungs
lasche 80 an den Kolben 82 des zweiten Antriebsaggregats
84 angelenkt, dessen Hubraum gleich wie beim in der Fig. 2
gezeigten Modul 24 über die weitere Leitung 56′′ mit der
Steuereinrichtung 20 verbunden ist. Mittels des zweiten
Antriebsaggregats 84 ist der Arbeitskopf 42 und somit der
Werkzeugträger 34 aus der mit ausgezogenen Linien gezeig
ten Ruhelage in die mit gestrichelten Linien angedeutete
Arbeitslage verschwenkbar (Pfeil N).
In eine zentrale Ausnehmung 288 des Innenteils 240 ist
eine flexible Welle 290 hineingeführt, die andererseits in
den Arbeitskopf 42 eingreift und dort über das Kegelrad
getriebe 92 mit dem Werkzeugträger 34 verbunden ist. Die
Welle 290 dient dem Antrieb des Werkzeugträgers 34 um
dessen Achse 34′ (Pfeil R).
Im Innenteil 240 ist ein Hydromotor 306 angeordnet, dessen
Abgangswelle mit der flexiblen Welle 290 verbunden ist.
Dieser Hydromotor 306 bildet das dritte Antriebsaggregat.
Vom zweiten Modul 228 her führen mit der Steuereinrichtung
20 verbundene flexible Hydraulikleitungen 308 zum Innen
teil 240 und durch Kanäle in diesen zum Hydromotor 306. Im
Gegensatz zum in den Fig. 1 und 2 gezeigten Gerät 10 ist
der dort im zweiten Modul 26 angeordnete Hydromotor 306
(vergleiche Fig. 3) nun in das erste Modul 224 integriert.
Am Arbeitskopf 42 ist ebenfalls die Fernsehkamera 94 be
festigt. Diese ist über in der Fig. 9 gezeigte, in einem
Kabel 294 angeordnete elektrische Leitungen, die durch den
Innenteil 240 und das Drehmodul 228 und die Linear
antriebseinheit 14 hindurch verlaufen, mit der Steuerein
richtung 20 verbunden.
Bezüglich Aufbau und Funktionsweise des Drehmoduls 228
wird auf die Fig. 4 und 5 und die entsprechende Beschrei
bung verwiesen. Der im Drehteil 114 angeordnete Elektro
motor 116 dient zum Drehen des Drehteils 114 bezüglich des
Statorteils 112. Zusammen mit dem Drehteil 114 dreht in
folge der Gelenkanordnung 230 der Innenteil 240 des ersten
Moduls 224 sowie die Linearantriebseinheit 214 mit. Der
Elektromotor 116 bildet somit das vierte Antriebsaggregat.
Die Linearantriebseinheit 214 weist ein im wesentlichen
zylinderförmiges Chassis 332 und in Umfangsrichtung ver
teilt drei auf Antriebsräder 126 wirkende hydraulische An
triebselemente 128 auf. Diese sind zum synchronen Antrieb
der Antriebsräder 126 in beiden Drehrichtungen bestimmt
und über Verbindungsleitungen 18′ mit der Steuereinrich
tung 20 verbunden. Jedes Antriebselement 128 ist am freien
Ende eines Traghebels 130 angeordnet, der andernends am
Chassis 332 gelagert ist. Die Traghebel 130 sind an ein
mit der Steuereinrichtung 20 verbundenen weiteren Zylin
der-Kolbenaggregat 134 angelenkt. Die Antriebselemente 128
lassen sich somit von einer dem Chassis 332 benachbarten
Ruhestellung in eine Arbeitsstellung verbringen, in wel
cher die Antriebsräder 126 an der Innenwand des Rohres 12
angreifen. Die von der Steuereinrichtung 20 her kommenden
Verbindungsleitungen 18, 18′ sind an die entsprechende
Stirnseite des Chassis 332 angeschlossen. Von dieser füh
ren durch das Chassis 332 hindurch den Leitungen 18 zuge
ordnete Kanäle bzw. Durchlässe zur der Arbeitseinheit 216
zugewandten Stirnseite. An dieser sind Verbindungsleitun
gen angeschlossen, die zum Drehmodul 228 führen. Entspre
chend verbinden Verbindungsleitungen das Drehmodul 228 und
das Antriebs- und Hubmodul 224 miteinander.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 8 und 9 wird nun die Gelenk
anordnung 230 zwischen dem Antriebs- und Hubmodul 224 und
dem Drehmodul 228 näher beschrieben. Die Gelenkanordnung
230 zwischen dem Drehmodul 228 und der Linearantriebsein
heit 214 sind auf analoge Art und Weise ausgebildet. Der
Innenteil 240 des Antriebs- und Hubmoduls 224 weist auf
seiner dem Drehmodul 228 zugewandten Seite einen Anschluß
flansch 196 auf. Benachbart zum Zentrum dieses Anschluß
flansches 196 sind an diesem einander diametral gegen
überliegend, die beiden Hydraulikleitungen 308 ange
schlossen, die zum Zu- und Wegführen des Hydraulikmediums
zum Speisen des Hydromotors 306 bestimmt sind. Das Kabel
294 und acht Leitungen, darunter die Leitungen 56, 56′,
56′′ sind ebenfalls am Anschlußflansch 296 angeschlossen
und zwar gleichmäßig verteilt entlang eines Kreises, um
die Anschlüsse der Hydraulikleitungen 308 herum.
Am Drehteil 114 des zweiten Moduls 228 ist auf der dem
ersten Modul 224 zugewandten Seite ein Anschlußflansch
296′ befestigt, der gleich ausgebildet ist wie der An
schlußflansch 296, aber bezüglich diesem um die Längs
achse 224′ um 180° verdreht angeordnet ist. Vom zweiten
Modul 228 in Richtung zum ersten Modul 224 gesehen, sind
die beiden Hydraulikleitungen 308 im Uhrzeigersinn um 180°
spiralartig umeinander verdrillt angeordnet. Das Kabel 294
und die acht Leitungen sind im Gegenuhrzeigersinn um 180°
spiralartig verdrillt angeordnet. Diese gegensinnige
spiralartige Anordnung führt zu einer Gelenkverbindung 230
zwischen den Modulen 224 und 228 bzw. 228 und der Linear
antriebseinheit 214, die biegeelastisch aber drehsteif
ist. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die Ge
lenkanordnung 230 Leistungen aufweisen kann, die nicht für
den Antrieb von stromabwärts gelegenen Antriebsaggregaten
benötigt werden, sondern nur der Übertragung von Kräften
zur verdrehfesten Verbindung der Anschlußflansche 196
dienen.
Im Betrieb wird auch das Gerät 210 mit dem, beispielsweise
mit einem Fräser 36 bestückten Werkzeugträger 34, voraus
in das zu reparierende Rohr 12 eingeführt. Wie im Zu
sammenhang mit der in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausbil
dungsform beschrieben, wird auch das Gerät 210 mittels der
Antriebseinheit 216 weiter in das Rohr 12 hineingestoßen
und werden die Steuereinrichtung 20 zusammen mit dem zu
dieser führenden Schläuchen und Kabeln nachgezogen. Sobald
mittels der Fernsehkamera 94 die zu sanierende Stelle 22
geortet und das erste Modul 224 grob positioniert ist,
wird die Klemmeinrichtung 58 des ersten Moduls 224 in
Klemmstellung und die Stützeinrichtung 60 des zweiten
Moduls 228 in Stützstellung verbracht. Gleichzeitig werden
die Antriebselemente 128 der Linearantriebseinheit 214 in
Ruhestellung zurückbewegt. Mittels des zweiten Moduls 228
kann nun der Arbeitskopf 42 in die gewünschte Drehlage und
mittels des ersten Antriebsaggregats 44 des ersten Moduls
224 in Rohrlängsrichtung gesehen in die gewünschte exakte
Stellung verbracht werden. Mittels des zweiten Antriebs
aggregats 84 wird nun der Arbeitskopf 24 zur Sanie
rungsstelle 22 zugestellt, wo nun das mittels des Hydro
motors 306 angetriebene Werkzeug 36 die notwendigen Arbei
ten ausführen kann während dieser Arbeiten ist die Ver
stellung des Arbeitskopfes 42 in allen drei Richtungen
durch die Antriebsaggregate 44, 84, 116 im ersten und
zweiten Modul 224, 228 ermöglicht.
Ist der mögliche Hub des ersten Moduls 224 ausgeschöpft,
wird die Klemmeinrichtung 58 in Ruhestellung verbracht und
das Lagerungselement 38 mittels des ersten Antriebsaggre
gats 44 bei stillstehendem Innenteil 240 in die entgegen
gesetzte Endstellung bewegt. Anschließend erfolgt die
Feinpositionierung erneut wie weiter oben beschrieben.
Analoges gilt, wenn der mögliche Drehwinkel des ersten
Moduls 224 ausgeschöpft ist.
Bei Rohrverzweigungen können die Geräte 10, 210 in das ge
wünschte Rohr hineingefahren werden, in dem bei der Ver
zweigungsstelle zuerst der Arbeitskopf 42 in das gewünsch
te Rohr eingeschwenkt und dann das Gerät 10, 210 weiter
vorgeschoben wird. Dabei ist ein Vorschub einerseits
mittels der Linearantriebseinheit 14, 214 und andererseits
durch das erste Modul 24, 224 möglich. Da das Gerät 10,
210 sowohl eine Linearantriebseinheit 14, 214 als auch ein
Hubmodul (24, 224) aufweist, sind auch ideale Voraus
setzungen zum Überwinden von Hindernissen gegeben.
Mittels eines Fräsers läßt sich beispielsweise ein schad
hafter Bereich des Rohres oder des Einlaufbereichs einer
Anschlußleitung entfernen. Besonders geeignet ist das mit
einem Fräser bestückte Sanierungsgerät auch zum Ausfräsen
einer Öffnung in einem in ein Rohr eingezogenen Inliners
im Mündungsbereich einer Anschlußleitung.
Dadurch, daß der Werkzeugträger am vorderen Ende des Ge
rätes 10, 210 angeordnet ist, können auch Hindernisse im
Rohr beseitigt werden.
Selbstverständlich können am Werkzeugträger 34 beliebig
andersartige Werkzeuge angeordnet sein. Selbst unter
schiedlich ausgebildete Arbeitsköpfe 42 können am Innen
teil 40, 240 des ersten Moduls 24, 224 angelenkt oder
befestigt werden.
Es ist auch denkbar, die Antriebsaggregate unterschiedlich
zu den gezeigten Beispielen auf die Module der Arbeits
einheit 16, 216 aufzuteilen. Ebenfalls ist es denkbar,
mehr als drei Module zu verwenden, je nach Anforderung an
die Arbeitseinheit 16, 216.
Für alleinige Inspektionszwecke am Rohr 12 kann beispiels
weise am Innenteil 40, 240, am Arbeitskopf 42 oder am
Werkzeugträger 34 ein entsprechender Sensor angeordnet
werden. Die nicht benötigten Antriebsaggregate werden
stillgesetzt. In den ersten zwei Fällen bildet somit der
Innenteil bzw. der Arbeitskopf den Träger für das Werk
zeug.
Es ist auch denkbar, die Module in unterschiedlicher
Reihenfolge anzuordnen.
Claims (14)
1. Gerät zum Sanieren von nicht begehbaren Rohren, mit
einer Arbeitseinheit (16, 216), die eine Stützein
richtung (60) zum Abstützen an der Innenwand des
Rohres (12), einen Träger (34) für ein Werkzeug (36)
und Antriebsaggregate (44, 84, 106, 116, 306) zum Bewegen
des Trägers (34) bezüglich der Stützeinrichtung (60)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeits
einheit (16, 216) mindestens zwei hintereinander ange
ordnete, gelenkig miteinander verbundene Module
(24, 26, 28, 224, 228) aufweist, einem ersten dieser
Module (24, 224) die Stützeinrichtung (60) und der
Träger (34) zugeordnet sind, und jedes der Module
(24, 26, 28; 224, 228) wenigstens eines der Antriebs
aggregate (32, 44, 84, 106, 116) für den Träger (34) auf
weist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Module (24, 26, 28, 224, 228) drehfest miteinander
verbunden sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützeinrichtung (60) als Klemmeinrichtung
(58) zum Festklemmen des ersten Moduls (24, 224) an
der Innenwand des Rohres (12) ausgebildet ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeich
net durch eine in Linie mit den Modulen (24, 26,
28, 224, 228) angeordnete und an eines der Module
(28, 228) angelenkten Linearantriebseinheit (14, 214).
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Linearantriebseinheit (14, 214) auf der dem ersten
Modul (24, 224) abgewandten Seite des zweiten Moduls
(26, 228) angeordnet ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Träger (34) am ersten Modul
(24, 224) auf der dem zweiten Modul (26, 228)
abgewandten Seite angeordnet ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Modul (24, 224) ein Lage
rungselement (38) aufweist, an dem die Stützeinrich
tung (60) angeordnet und ein Innenteil (40, 240) um
eine Längsachse (24′, 240′) des ersten Moduls (24, 224)
frei drehbar gelagert sind, wobei der Träger (34) am
Innenteil (40, 240) angeordnet ist und zwischen dem
Innenteil (40, 240) und dem Lagerungselement (38) ein
erstes Antriebsaggregat (44) wirkt, das dazu bestimmt
ist, den Innenteil (40, 240) bezüglich des Lagerungs
elements (38) in Richtung der Längsachse (24′, 224′)
zu bewegen.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Träger (34) und dem Innenteil (40, 240)
ein zweites Antriebsaggregat (84) angeordnet ist, das
dazu bestimmt ist, den Träger (34) in einer Richtung
quer zur Längsachse (24′, 224′) zu bewegen.
9. Gerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Modul (26) drehfest an den Innenteil
(40) des ersten Moduls (24) angelenkt ist und ein mit
dem Träger (34) über eine durch den Innenteil (40)
hindurchverlaufende, flexible Welle (90) verbundenes
drittes Antriebsaggregat (106) aufweist, das dazu be
stimmt ist, den Träger (34) um dessen Drehachse (34′)
zu drehen.
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeich
net durch ein drittes Modul (28) der Arbeitseinheit
(16), das einen Statorteil (112) und einen an diesem
drehbar gelagerten, mit dem Träger (34) verbundenen
Drehteil (114) aufweist, wobei am Statorteil (112)
eine weitere Stützeinrichtung (60′) zum drehfesten
Fixieren an der Innenwand des Rohres (12) angeordnet
ist und zwischen dem Statorteil (112) und dem Dreh
teil (114) ein viertes Antriebsaggregat (116) wirkt,
um den Träger (34) um die Längsachse (24′) des ersten
Moduls (24) zu drehen.
11. Gerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Modul (228) der Arbeitseinheit (216)
einen Statorteil (112) und einen an diesem drehbar
gelagerten, drehfest mit dem Innenteil (240) des
ersten Moduls (224) verbundenen Drehteil (114) auf
weist, wobei am Statorteil (112) eine weitere Stütz
einrichtung (60′) zum drehfesten Fixieren an der
Innenwand des Rohres (12) angeordnet ist und zwischen
dem Statorteil (112) und dem Drehteil (114) ein wei
teres Antriebsaggregat (116) wirkt, um den Träger
(34) um die Längsachse (24′) des ersten Moduls (24)
zu drehen.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
im Innenteil (240) des ersten Moduls (224) ein
drittes Antriebsaggregat (306) angeordnet ist, das
vorzugsweise mittels einer flexiblen Welle (290) mit
dem Träger (34) verbunden ist, um diesen um seine
Drehachse zu drehen.
13. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß benachbarte Module (24, 26; 26, 28)
mittels einer Kardangelenkanordnung (30) miteinander
verbunden sind, die einen Rohrabschnitt (102) auf
weist, der beiderends über je ein Kardangelenk (100,
100′) mit dem entsprechenden Modul (24, 26; 26, 28) ver
bunden ist und durch den hindurch biegsam ausgebilde
te Leitungen (56, 56′′, 56′′′) und gegebenenfalls die
Welle (90) verlaufen.
14. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß benachbarte Module (224, 228) über
Leitungen miteinander verbunden sind, wobei zur Bil
dung einer biegsamen, drehsteifen Gelenkanordnung
(230) radial innen liegende Leitungen (308) in einer
Drehrichtung und außen liegende Leitungen (56, 56′′,
56′′′, 294) in entgegengesetzter Drehrichtung um die
Längsachse (224′) schraubenlinienartig angeordnet
sind.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=4198675
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