DE19650331B4 - Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes mit einer Schichtfolge aus zwei metallischen Schichten mit Siliciumanteilen sowie zugehöriges Halbleiterbauelement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes mit einer Schichtfolge aus zwei metallischen Schichten mit Siliciumanteilen sowie zugehöriges Halbleiterbauelement Download PDF

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Abstract

Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes, die folgenden Schritte umfassend:
Abscheidung eines Isolierfilmes auf einem Siliziumsubstrat und anschliessende Bildung eines Kontaktloches sowie Bildung einer metallischen Sperrschicht auf der Oberseite der gesamten Struktur;
Bildung einer ersten metallischen Schicht, die eine geringe Menge an Silizium enthält, auf der Oberseite der metallischen Sperrschicht; und
Bildung einer zweiten metallischen Schicht, die mehr Silizium als die erste metallische Schicht enthält, auf der Oberseite der ersten metallischen Schicht,
wobei die erste metallische Schicht auf eine Dicke von 50% der Dicke abgeschieden wird, auf die sämtliche metallischen Schichten ausgebildet werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes, welches geeignet ist, ein Kontaktloch zu füllen. Die Erfindung ist ferner auf ein zugehöriges Halbleiterbauelement gerichtet.
  • Im Allgemeinen wird ein Kontaktloch, das während der Herstellung eines Halbleiterbauelementes entsteht, mit einem Metall, z.B. Aluminium, ausgefüllt. Obgleich die gewöhnlichen Kontaktlöcher in einem zweischrittigen Abscheidungsprozess, der bei hohen Temperaturen stattfindet, gefüllt werden können, ist es nicht möglich, ein Kontaktloch mit einer Breite von 0,5 μm oder weniger zu füllen. Obgleich die Abscheidung von Aluminium bei Temperaturen von 550°C oder mehr zur Lösung dieses Problems beitragen könnte, wäre dieses Verfahren mit dem Nachteil verbunden, dass aus dem Oxidfilm bei hohen Temperaturen von 550°C und mehr Gas entweicht und im Kontaktloch eine Vakuole entstehen kann und das bei niedriger Temperatur abgeschiedene Aluminium schmilzt und aus dem Kontaktloch herausfliessen kann. Ferner diffundieren Siliciumione des Siliciumsubstrates aus diesem hieraus, so dass eine Zackenbildung oder eine Brückenbildung aufgrund eines Siliciumknotens zum Zeitpunkt der Schaffung eines Musters auftreten können. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, könnte eine chemische Abscheidung aus der Dampfphase (CVD) unter Verwendung von Wolfram vorgenommen werden. Damit wäre jedoch der Nachteil verbunden, dass, da der spezifische Widerstand von Wolfram hoch ist, die Verzögerungszeit des Bauelementes heraufgesetzt werden würde, was umgekehrt bedeutete, dass die elektrischen Eigenschaften des Halbleiterbauelementes verschlechtert würden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes zu schaffen, mit dem die vorerwähnten Probleme behoben werden können, indem das Kontaktloch durch eine zweischrittige Abscheidung bei niedriger Temperatur bzw. hoher Temperatur von Metallen mit unterschiedlichem Siliciumgehalt gefüllt wird.
  • Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäss dem Patentanspruch 1 in den folgendem Schritten:
    Abscheidung eines Isolierfilmes auf einem Siliziumsubstrat und anschliessende Bildung eines Kontaktloches sowie Bildung einer metallischen Sperrschicht auf der Oberseite der gesamten Struktur;
    Bildung einer ersten metallischen Schicht, die eine geringe Menge an Silizium enthält, auf der Oberseite der metallischen Sperrschicht; und
    Bildung einer zweiten metallischen Schicht, die mehr Silizium als die erste metallische Schicht enthält, auf der Oberseite der ersten metallischen Schicht,
    wobei die erste metallische Schicht auf eine Dicke von 50% der Dicke abgeschieden wird, auf die sämtliche metallischen Schichten ausgebildet werden.
  • Dabei ist es grundsätzlich bekannt ( US 5 397 744 A ), in einem zweischrittigen Verfahren einen Isolierfilm auf einem Siliciumsubstrat abzuscheiden und ein Kontaktloch zu bilden und auf der Oberseite der so geschaffenen Struktur eine metallische Sperrschicht vorzusehen. Die zum Einsatz kommenden metallischen Schichten haben jeweils einen im Wesentlichen gleichen niedrigen Anteil an Aluminium. Die Schaffung einer reinen Aluminium-Doppelschicht bestehend aus einer Niedertemperatur- und Hochtemperaturschicht ist aus der JP 05-239637 A bekannt.
  • Zu weiteren Aspekten der Erfindung wird auf die Patentansprüche verwiesen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform und der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1A und 1B geschnittene Ansichten zur Darstellung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines Halbleiterbauelementes.
  • In der Zeichnung tragen gleiche Teile die gleichen Bezugszeichen.
  • Wie in 1A dargestellt ist, wurde nach Abscheidung eines Isolierfilmes 2 auf einem Siliciumsubstrat 1 ein Kontaktloch 3 mittels eines Ätzprozesses unter Verwendung einer Maske geschaffen. Eine metallische Sperrschicht 4 ist auf der Oberseite der gesamten Struktur einschliesslich des Kontaktloches 3 gebildet. Die metallische Sperrschicht 4 besteht aus wenigstens einem der folgenden Materialien: TiN, TiW und ARC (Anti-Reflexions-Beschichtung).
  • Nach 1B wurde eine erste Metallschicht 5 durch Abscheidung einer Aluminiumlegierung, die kein Silicium oder nur eine sehr geringe Menge Silicium enthält, im Kontaktloch 3 bis bei einer Temperatur von 200°C oder darunter zu einer Dicke von 50% der Dicke gebildet, auf die die gesamten Metallschichten ausgebildet werden. Eine zweite Metallschicht 6 wurde durch Abscheidung eines Aluminiums, das 1 bis 1,6% Silicium enthält, auf die Oberseite der ersten Metallschicht 5 bei einer Temperatur von 400°C bis 450°C aufgegeben. Eine Erhöhung des Widerstandes aufgrund der Bildung einer lamellaren Struktur sollte verhindert werden, wenn die zweite Metallschicht 6 abgeschieden wird. Dies wird dadurch erreicht, dass der Gehalt an Silicium auf weniger als 1,6% eingestellt wird.
  • Erfindungsgemäss wird, wie zuvor erwähnt wurde, der besondere Effekt erzielt, dass ein Kontaktloch mit einem Geometrieverhältnis von drei oder mehr und einer Lochabmessung von 0,4 μm oder darunter bei einer niedrigen Temperatur von 400–450°C gefüllt werden kann.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelementes, die folgenden Schritte umfassend: Abscheidung eines Isolierfilmes auf einem Siliziumsubstrat und anschliessende Bildung eines Kontaktloches sowie Bildung einer metallischen Sperrschicht auf der Oberseite der gesamten Struktur; Bildung einer ersten metallischen Schicht, die eine geringe Menge an Silizium enthält, auf der Oberseite der metallischen Sperrschicht; und Bildung einer zweiten metallischen Schicht, die mehr Silizium als die erste metallische Schicht enthält, auf der Oberseite der ersten metallischen Schicht, wobei die erste metallische Schicht auf eine Dicke von 50% der Dicke abgeschieden wird, auf die sämtliche metallischen Schichten ausgebildet werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite metallische Schicht durch Abscheidung eines Aluminiums, das 1 bis 1,6% Silizium enthält, gebildet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste metallische Schicht bei einer Temperatur von 200°C oder darunter gebildet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite metallische Schicht bei einer Temperatur von 400 bis 450°C gebildet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste metallische Schicht aus Aluminium besteht.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die metallische Sperrschicht aus wenigstens einem der Materialien TiN, TiW und ARC besteht.
  7. Halbleiterbauelement, umfassend: einen Isolierfilm (2) auf einem Siliziumsubstrat (1) mit einem Kontaktloch (3) und einer metallischen Sperrschicht (4) auf der Oberseite der gesamten Struktur; eine erste metallische Schicht (5), die eine geringe Menge an Silizium enthält, auf der Oberseite der metallischen Sperrschicht; und eine zweite metallische Schicht (6), die mehr Silizium enthält als die erste metallische Schicht, auf der Oberseite der ersten metallischen Schicht, wobei die erste metallische Schicht eine Dicke von bis zu 50% der Dicke von sämtlichen metallischen Schichten aufweist.
  8. Halbleiterbauelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite metallische Schicht Aluminium, das 1 bis 1,6% Silizium enthält, umfasst.
  9. Halbleiterbauelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Sperrschicht aus wenigstens einem der Materialien TiN, TiW und ARC besteht.
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