DE19614092A1 - Hydrostatischer Messerantrieb für Schneidwerke - Google Patents
Hydrostatischer Messerantrieb für SchneidwerkeInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D34/00—Mowers; Mowing apparatus of harvesters
- A01D34/01—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus
- A01D34/02—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having reciprocating cutters
- A01D34/30—Driving mechanisms for the cutters
- A01D34/38—Driving mechanisms for the cutters fluid
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schneidwerk, wie es beispielsweise als Vorsatzgerät für Mäh
drescher, die zur Ernte landwirtschaftlicher Früchte eingesetzt werden, benutzt wird.
Die DE 195 29 067.4 zeigt ein Vorsatzgerät für Halmguterntemaschinen, insbesondere
Mähdrescher, mit einem Rahmen sowie als angetriebenen Elementen einem oszillierenden
Messerbalken und einer rotierenden Haspel und Einzugsschnecke zur Weiterbeförderung des
Erntegutes. Der Messerantrieb in Schneidwerken von Halmguterntemaschinen wird normaler
weise mechanisch ausgeführt. Die entsprechenden Antriebseinrichtungen und Getriebe hängen
außen am Schneidwerk. Insbesondere bei größeren Schneidwerksbreiten müssen die Antriebe
und Getriebe sehr leistungsfähig ausgelegt werden, um über die volle Arbeitsbreite eine
sichere Schnittbewegung des Messerbalkens zu gewährleisten, andererseits müssen die
Antriebe und Getriebe auch den hohen oszillierenden Kräften standhalten können. Aus der
zunehmenden Länge der Antriebsstrecken und der höheren leistungsmäßigen Dimensionie
rung ergeben sich hohe seitliche und in der Regel einseitige Gewichte mit großen Massen
kräften, denen durch eine entsprechende konstruktive Auslegung des Schneidwerks insgesamt
Rechnung getragen werden muß. Auch ist der Kraftfluß von der Antriebsquelle bis zum
Messer sehr weitläufig und aufwendig. Insgesamt haftet den herkömmlichen mechanischen
Messerantrieben von Schneidwerken also der Nachteil an, schwere und aufwendige Anbin
dungskonstruktionen zu benötigen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Messerantrieb so zu gestalten, daß er eine
bessere Balance des Schneidwerks mit einer möglichst geringen seitlichen Gewichtsbelastung
ermöglicht. Außerdem soll auf einfache Weise eine Belastungserkennung in das Antriebs-System
integriert werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst, indem das oszillierende Messer von zumindest
einem doppeltwirkenden oder statt dessen zwei einfach wirkenden Hydraulikzylindern
angetrieben ist, wobei der doppeltwirkende Hydraulikzylinder bzw. die beiden einfachwir
kenden Hydraulikzylinder von einer Hydraulikpumpe angetrieben sind, die in Vorfahrt
richtung gesehen im möglichst mittleren und hinteren Bereich des Vorsatzgerätes angebracht
ist. Der oder die Hydraulikzylinder müssen für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sein und
besitzen Abdichtungen, die als Spaltdichtungen ausgeführt sind. Die Abdichtung nach außen
erfolgt in einem Raum, der zum Tank angeschlossen ist und dadurch ein niedrigeres Druck
niveau hat. Durch eine solche Ausgestaltung des Messerantriebes befindet sich allenfalls der
oder die relativ leichten Hydraulikzylinder im seitlichen vorderen Bereich des Vorsatzgerätes.
Die entsprechenden Hydraulikleitungen sind ebenfalls leicht und können als Rohre oder
Schläuche kostengünstig mit geringem Aufwand verlegt werden. Sonstige schwere Antriebe
und Getriebe können wegfallen. Die schwere Pumpe befindet sich nunmehr in einem
Bereich, in dem geringere Hebelkräfte auftreten und zu deren Beherrschung eine entspre
chend geringere konstruktive Vorsorge getroffen werden muß.
In bevorzugter Ausgestaltung ist die Hydraulikpumpe als Kolbenpumpe mit 2 Kolben
ausgebildet, wobei je ein Kolben auf eine Seite des doppeltwirkenden Hydraulikzylinders
oder auf je einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder wirkt. Diese Ausgestaltung der
Hydraulikpumpe hat den Vorteil, daß sich das Druckverhalten in einer sinusförmigen Kurve
darstellen läßt und somit plötzliche Druckspitzen durch Umschalten mildern lassen. Die
Hydraulikpumpe ist über eine Welle mit dem Schrägförderer eines Mähdreschers antriebsver
bunden. Der Antriebswelle der Hydraulikpumpe können weitere Antriebe für Elemente des
Vorsatzgerätes nachgeordnet sein. Es sind auch andere erfindungsgemäße Antriebsarten der
Hydraulikpumpe denkbar. Auf die hier vorgeschlagene Weise kann die Hydraulikpumpe
jedoch auf einfache Art und Weise in vorhandene Antriebsstränge eingesetzt werden. Zur
Abführung der entstehenden Wärme und Austausch des eingeschlossenen Öls werden im
Hydraulikkreislauf Einspeisungs- und/oder Ausspülventile installiert.
Um die Belastung des Messerantriebs erkennen zu können, ist in den Hydraulikkreislauf an
geeigneter Stelle eine Druckmeßeinrichtung installiert, die den Druck im Hydraulikkreislauf
mißt und den Meßwert an eine Auswerteelektronik übermittelt. Anstelle der Druckmeß
einrichtung kann auch ein Dehnungsmeßstreifen am Hydraulikzylinder oder am Kraftüber
tragungshebel von der Kolbenstange zum Messer angebracht sein. Die Auswerteelektronik
kann die ermittelten Meßwerte auf vielfältige Weise nutzen; beispielsweise für ein Ertrags
meßsystem oder auch als Ausgangswert für Maschinenregelsysteme, wobei der vom Messer
antrieb abgenommene Meßwert als Ausgangs- und Regelgröße für die nachfolgend von der
Erntemaschine zu verarbeitende Erntegutmenge dienen kann. Plötzliche Lastspitzen können
auch für eine Fremdkörpererkennung genutzt werden, um Schäden an nachgeordneten
Aggregaten zu vermeiden. So könnte beispielsweise bei der Übermittlung einer Lastspitze an
die Auswerteelektronik von dieser der Dreschkorb eines Mähdreschers auf "weit" gestellt
werden, um eine Beschädigung der Dreschtrommel oder des -korbes durch Steine zu ver
meiden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Fig. 1 näher erläutert. Das Vorsatzgerät 1
besteht aus einem Rahmen 2, einem oszillierenden Messer 3, einem Aufnahmetisch 4, einer
nicht näher dargestellten Haspel mit Haspelantrieb 5, einer Förderschnecke 6 mit dem
Förderschneckenantrieb 7 sowie Antriebswellen 8. Das Erntegut wird während der Vorfahrt
der nicht näher dargestellten Halmguterntemaschine vom Messer 3 geschnitten, von der
Haspel auf den Aufnahmetisch 4 gedrückt, von der Förderschnecke 6 mittig zusammen
geführt und von nicht näher dargestellten gesteuerten Fingern an den Schrägförderer 9
abgegeben, der das Erntegut weiter in die Halmguterntemaschine befördert. Im vorderen
seitlichen Bereich des Schneidwerks, bevorzugt unterhalb des Aufnahmetisches 7, befindet
sich ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder 10, dessen Kolben 11 fest mit dem Messer 3
verbunden ist. Anstelle des doppeltwirkenden Hydraulikzylinders könnten hier auch zwei
einfachwirkende Hydraulikzylinder mit entsprechender Funktion eingesetzt werden. Der
doppeltwirkende Hydraulikzylinder 7 kann auch mittig unterhalb des Schneidtisches 4 plaziert
und fest mit dem Messer 3 verbunden sein. Bei sehr großen Arbeitsbreiten oder bei klapp
baren Vorsatzgeräten kann es sich als vorteilhaft erweisen, mehr als einen doppeltwirkenden
Hydraulikzylinder zum Antrieb des Messers 3 einzusetzen. Der Hydraulikzylinder 10 wird
von der Hydraulikpumpe 12 mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagt. Die Hydraulikpumpe 12
ist wiederum von der Antriebswelle 8 auf eine nicht näher dargestellte Art und Weise
angetrieben. Dem Antrieb der Hydraulikpumpe 12 mit der Antriebswelle 8 können ein oder
mehrere Antriebe nachgeordnet sein, wie in Fig. 1 beispielsweise der Antrieb 7 für die
Förderschnecke 6. Die Hydraulikpumpe 12 wird über die Zulaufleitung 13 mit Hydraulik
flüssigkeit versorgt. Das Zurückfließen von Hydraulikflüssigkeit von der Hydraulikpumpe 12
in die Zulaufleitung 13 wird durch Rückschlagventile 14 verhindert.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Hydraulikpumpe 12 als Kolbenpumpe mit
2 Kolben ausgebildet, wobei je ein Kolben über die Druckleitungen 15 auf auf eine Seite des
doppeltwirkenden Hydraulikzylinders oder auf je einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder
wirkt. Durch diese Anordnung ist es möglich, die für eine einwandfreie Funktion erforderli
che hohe Schnittfrequenz des Messers 3 zu erreichen. Damit die Erwärmung und Sauberkeit
des Hydrauliköls in Grenzen gehalten werden kann, sind im Hydraulikkreislauf nicht näher
dargestellte Einspeisungs- und/oder Ausspülventile angeordnet, die einen Anteil des im
Kreislauf befindlichen Hydrauliköls austauschen. Die Ausspeisung kann auch durch Über
fahren von Steuerschlitzen oder Bohrungen im Hydraulikzylinder erfolgen. Die mittige
Anordnung der Ablaufleitung bewirkt, daß während des ersten Teils einer Arbeitsphase des
Zylinderkolbens das Öl aus der nicht von der Hydraulikpumpe beaufschlagten Kammer
abfließen kann. Läuft der Trennboden zwischen den beiden Kammern über die Öffnung zur
Ablaufleitung, so ist der Abfluß aus der nicht beaufschlagten Kammer verschlossen, und die
verbleibende Ölmenge wirkt als Puffer, um die Masse des Messers 3 abzubremsen. Gleich
zeitig strömt von der Pumpe nachgefördertes Hydrauliköl aus der Arbeitskammer in die
Ablaufleitung. Die Ausströmung aus dieser Kammer in die Ablaufleitung hält an, bis der
Trennboden nun von der anderen Seite kommend wieder über die Öffnung hinwegläuft.
Die Belastung des Messerantriebs kann mittels eines Drucksensors 17 oder eines Dehnungs
meßstreifens 18 ermittelt und an eine Auswerteelektronik 19 weitergeleitet werden, die die
ermittelten Werte als Kennwert für die Steuerung und Regelung der Halmguterntemaschine
verwertet.
Claims (7)
1. Vorsatzgerät für Halmguterntemaschinen, insbesondere Mähdrescher, mit einem
Rahmen, einem oszillierenden Messer, Einrichtungen zur Weiterbeförderung des
Erntegutes sowie Antriebsvorrichtungen für das oszillierende Messer und den Ein
richtungen zur Weiterbeförderung des- Erntegutes,
dadurch gekennzeichnet,
daß das oszillierende Messer von zumindest einem doppeltwirkenden Hydraulikzylin
der oder statt dessen zwei einfachwirkenden Hydraulikzylindern angetrieben ist, wobei
der doppeltwirkende Hydraulikzylinder bzw. die beiden einfachwirkenden Hydraulik
zylinder von einer Hydraulikpumpe angetrieben sind, die in Vorfahrtrichtung gesehen
im möglichst mittleren und hinteren Bereich des Vorsatzgerätes angebracht ist.
2. Vorsatzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hydraulikpumpe als Kolbenpumpe mit 2 Kolben ausgebildet ist, wobei je ein
Kolben auf eine Seite des doppeltwirkenden Hydraulikzylinders bzw. der beiden
einfachwirkenden Hydraulikzylinder wirkt.
3. Vorsatzgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hydraulikpumpe über eine Welle mit dem Schrägförderer eines Mähdreschers
antriebsverbunden ist.
4. Vorsatzgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebswelle der Hydraulikpumpe weitere Antriebe für Elemente des
Vorsatzgerätes nachgeordnet sind.
5. Vorsatzgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Hydraulikkreislauf Einspeisungs- und/oder Ausspülventile installiert sind.
6. Vorsatzgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Hydraulikkreislauf eine Druckmeßeinrichtung ist, die den Druck in dem
Hydraulikkreislauf mißt und an eine Auswerteelektronik übermittelt.
7. Vorsatzgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem oder den Hydraulikzylindern bzw. an dem Kraftübertragungshebel zum
Messer ein Dehnungsmeßstreifen angebracht ist, der die Meßwerte an eine Aus
werteelektronik übermittelt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29623406U DE29623406U1 (de) | 1996-04-10 | 1996-04-10 | Hydrostatischer Messerantrieb für Schneidwerke |
| DE1996114092 DE19614092A1 (de) | 1996-04-10 | 1996-04-10 | Hydrostatischer Messerantrieb für Schneidwerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996114092 DE19614092A1 (de) | 1996-04-10 | 1996-04-10 | Hydrostatischer Messerantrieb für Schneidwerke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19614092A1 true DE19614092A1 (de) | 1997-10-16 |
Family
ID=7790847
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996114092 Withdrawn DE19614092A1 (de) | 1996-04-10 | 1996-04-10 | Hydrostatischer Messerantrieb für Schneidwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19614092A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2014183795A (ja) * | 2013-03-25 | 2014-10-02 | Yanmar Co Ltd | コンバイン |
| EP3942913A1 (de) | 2020-07-23 | 2022-01-26 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH | Messerantriebseinrichtung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH284012A (de) * | 1952-02-14 | 1952-07-15 | Ernst Scheer Aktiengesellschaf | Hydraulische Messerantriebseinrichtung an Mähmaschinen. |
| CH381907A (de) * | 1960-11-30 | 1964-09-15 | Lustenberger Alfred | Hydraulische Antriebseinrichtung an Mähmaschinen |
-
1996
- 1996-04-10 DE DE1996114092 patent/DE19614092A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH284012A (de) * | 1952-02-14 | 1952-07-15 | Ernst Scheer Aktiengesellschaf | Hydraulische Messerantriebseinrichtung an Mähmaschinen. |
| CH381907A (de) * | 1960-11-30 | 1964-09-15 | Lustenberger Alfred | Hydraulische Antriebseinrichtung an Mähmaschinen |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2014183795A (ja) * | 2013-03-25 | 2014-10-02 | Yanmar Co Ltd | コンバイン |
| EP3942913A1 (de) | 2020-07-23 | 2022-01-26 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH | Messerantriebseinrichtung |
| DE102020119433A1 (de) | 2020-07-23 | 2022-01-27 | Claas Selbstfahrende Erntemaschinen Gmbh | Messerantriebseinrichtung |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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