DE19539588A1 - Verfahren zur Herstellung eines Bündels von Lichtwellenleiterfasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Bündels von LichtwellenleiterfasernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bündeln von
Lichtwellenleiterfasern, wobei die einzelnen Fasern
entweder vollständig aus Kunststoff bestehen (polymere
optische Fasern) oder mit Kunststoffmaterialien beschichtet
sind (kunststoffbeschichtete Glasfasern). Insbesondere
zielt die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines
Bündels von polymeren optischen Fasern, bei dem eine
Mehrzahl von polymeren oder mit einem Polymer beschichteten
optischen Fasern zu einem Bündel gleichsinnig geordneter
optischer Fasern zunächst lösbar und dann dauerhaft fixiert
wird, wobei die lösbare Fixierung die Festlegung der
relativen Anordnung der einzelnen optischen Fasern
zueinander im dauerhaft fixierten Bündel umfaßt.
Polymere optische Fasern werden zunehmend in der
Beleuchtung eingesetzt. Ein typisches faseroptisches
Beleuchtungssystem besteht aus einer Halogenlampe oder
einer Entladungslampe und einem Faserbündel. Für einen
Farbwechsel wird im allgemeinen noch eine rotierende
Farbfilterscheibe zwischen Lichtquelle und Bündel
angeordnet. Hierdurch ist es möglich, durch Rotation der
Filterscheibe die Lichtfarbe zu wechseln. Zum Zwecke der
Lichtverteilung werden vorzugsweise Faserbündel eingesetzt,
die auf der Lichteinkoppelseite vollständig gefaßt werden,
während auf der Auskoppelseite das Faserbündel in
Einzelbündel mit gleichen oder verschiedenen Durchmessern
aufgeteilt wird.
Der nähere Stand der Technik wird durch folgende
Druckschriften repräsentiert:
EP 0 595 246 A1 = D1,
GB 2 277 605 A = D2,
US-PS-5,073,314 = D3 und
DD 2 39 563 Al = D4.
GB 2 277 605 A = D2,
US-PS-5,073,314 = D3 und
DD 2 39 563 Al = D4.
Eine spezielle Bündelungstechnik von polymeren optischen
Fasern wird in der D1 beschrieben. Es werden faseroptische
Bündel und ein Verfahren zu deren Herstellung offenbart,
bei welchem
- (a) eine Vielzahl polymerer optischer Fasern, die entlang ihrer Längsachse eine aus einem speziellen Faserziehverfahren resultierende mechanische Spannung aufweisen, in einer Hülse aus einem relativ harten und steifen Material angeordnet werden, wobei die Hülse eine Erweichungstemperatur besitzt, die zumindest 10°C über der Erweichungstemperatur der optischen Fasern aus Kunststoff liegt; und
- (b) das entstehende faseroptische Bündel einer Temperaturbehandlung unterzogen wird, wobei die mechanische Spannung der Fasern abgebaut wird, so daß die optischen Fasern mit der Hülse und gegenseitig in Wechselwirkung treten und es zur Bildung von faseroptischen Bündeln kommt, in welchen der von den Fasern ausgefüllte Querschnittsanteil innerhalb der Hülse größer ist als vor der Temperaturbehandlung.
Bei der in der D1 beschriebenen Bündelungstechnik von
polymeren optischen Fasern wird also ausgenutzt, daß
Kunststofflichtwellenleiter bei Erwärmung oberhalb des
Glaspunktes in der Länge schrumpfen und im Durchmesser
zunehmen. Eine Erwärmung von in einen
Kunststoffhohlzylinder (Buchse, Hülse) eingefädelten
Lichtwellenleitern führt dazu, daß die Lichtwellenleiter
verschmelzen und den Kunststoffhohlzylinder (Hülse, Buchse
oder dergleichen) ohne Zwischenräume ausfüllen. Durch diese
dichteste Packung der Lichtwellenleiter wird eine maximale
Lichteinkopplung erreicht. Zur Erwärmung des
Kunststoffhohlzylinders und der darin angeordneten
gleichsinnig ausgerichteten polymeren optischen Fasern wird
gemäß der D1 bevorzugt eine Heißluftpistole eingesetzt.
Alternativ wird eine elektrische Widerstandsheizung oder
eine Erwärmung mittels IR-Strahlungsquelle vorgeschlagen.
Bei der Herstellung von Faserbündeln mit größeren
Durchmessern und einer Vielzahl von Fasern treten bei den
gemäß der D1 hergestellten Faserbündeln immer wieder
Faserverbände auf, in denen die näher an der Peripherie
gelegenen Fasern einen von den in der Nähe des Zentrums des
Bündels befindlichen Fasern abweichenden Durchmesser
aufweisen.
Eine homogene Temperaturverteilung im Verschmelzungsbereich
ist praktisch kaum zu realisieren. Da die Wärme von außen
zugeführt wird, werden äußere Fasern immer thermisch
stärker belastet als die Inneren. Die äußeren Fasern haben
aufgrund des schnelleren Überganges in den
thermoplastischen Zustand immer einen kleineren
Durchmesser. Dies führt aufgrund der geringeren
eingekoppelten Lichtleistung zu einer inhomogenen
Lichtverteilung am Ausgang. Um mit dieser Technik eine
gleichmäßige Erwärmung zu erzielen, müßte das Bündelende
sehr langsam an die maximale Temperatur herangeführt
werden. Dies führt zu Verschmelzzeiten von mindestens 0,5
bis 1h, was für eine industrielle Fertigungsweise wenig
zweckmäßig scheint.
Das allgemeine thermische Verschmelzen von optischen
Glasfasern mittels eines Ofens sowie das Verkleben von
Lichtwellenleitern ist Gegenstand der D2. Die
typischerweise eingesetzten Epoxydharzsysteme haben eine
Temperaturbeständigkeit von maximal 150-200°C. Es ist
bekannt, daß die eingesetzten transparenten Kleber bereits
unterhalb dieses Temperaturbereiches dazu neigen, sich zu
verfärben. Ein dunkler Kleber absorbiert bei Bestrahlung
sämtliche Strahlungsenergie, besonders die
Infrarotstrahlung. Die Folge ist eine schnell zunehmende
Erwärmung des Klebers und damit auch der Fasern auf
Temperaturen weit oberhalb der maximalen
Gebrauchstemperatur. Ein thermischer Abbauprozeß des
Lichtwellenleiters setzt bei diesen weit erhöhten
Temperaturen unverzüglich ein. Im Extremfall kann sogar
eine Verbrennung der Kunststofflichtwellenleiter einsetzen.
Die üblicherweise eingesetzten Klebstoffe enthalten
Lösungsmittel, die die Faser angreifen. Dies führt zur
Beeinträchtigung der optischen Fasereigenschaften.
Wasserlösliche Klebstoffe würden die Faser nicht angreifen.
Der Nachteil dieser Kleber liegt aber in der unzureichenden
Haftung an den Kunststofflichtleitern, wodurch keine
Fixierung der zu bündelnden Fasern an der Einkoppelstelle
erreicht wird.
Gemäß der D3 ist ebenfalls das Verschmelzen von wenigen
Kunststoff-Kernfasern mittels eines hochfrequenten
elektrischen Wechselfeldes bekannt. Kunststoff-Kernfasern
sind dabei Kunststoffasern ohne Reflexionsschicht. Das Ziel
der D3 besteht in der Herstellung eines Sternkopplers, d. h.
eines optischen Bauteils, welches die Lichtleitung in einer
Eingangsfaser auf mehrere Ausgangsfasern verteilt. Bei der
in der D3 dargestellten Methode werden wenige Kernfasern zu
einem homogenen Block verschmolzen. Durch zusätzlich
aufgebrachten Druck entsteht ein homogener Block, in dem
die Einzelfasern im Gegensatz zur Bündelungstechnologie
nicht mehr zu erkennen sind.
Alternativ ist der Literatur (D4) auch ein Verfahren zur
Herstellung von Köpfen an Hohlfaserbündeln entnehmbar, bei
dem Köpfe an Hohlfaserbündeln angebracht werden, die in
Hohlfaserdialysatoren verwendet werden. Dazu werden die zu
einem Bündel zusammengelegten Hohlfasern unmittelbar vor
ihren Enden mit einem Haftmittel fixiert, danach mit ihren
beiden Stirnseiten etwa 1 mm in ein flüssiges
Siegelmaterial getaucht, anschließend zunächst mit dem Ende
und danach mit dem anderen Ende senkrecht in eine Form
gestellt, von deren Unterseite solange eine
Gießharzmischung zugeführt wird, bis der Spiegel der
Gießharzmischung die Höhe des vorgeschriebenen Bündelkopfes
erreicht hat. Im Anschluß daran wird an die Form ein
3 elektrisches Wechselfeld zwischen 1 MHz und 100 MHz über
einen Zeitraum von 10 bis 600 Sekunden bei einer Feldstärke
von 2 × 10⁶ V/m bis 1 × 10⁵ V/m gelegt. Dadurch wird gemäß
der D4 das Eindringen der Gießharzmischung in das Innere
der Hohlfasern vermieden.
Allen oben aufgeführten Verfahren, die sich auf die
Bündelung polymerer optischer Fasern beziehen, ist
gemeinsam, daß sie Produkte ergeben, die auf die eine oder
andere bereits angesprochene Weise nachteilig sind. So sind
entweder aufgrund unterschiedlicher Durchmesser der
einzelnen Fasern inhomogene Lichtverteilungen zu
befürchten, es kann eine nicht tolerierbare Erwärmung der
Faseroptiken auftreten oder die Fasern verschmelzen
vollständig, so daß die Einzelfasern nicht mehr erkennbar
sind. Schließlich haben Verfahren, die zu sonst brauchbaren
Ergebnissen führen den Nachteil, daß sie häufig
zeitaufwendig oder technisch schwer realisierbar sind.
Angesichts des hierin angegebenen und diskutierten Standes
der Technik war es mithin Aufgabe der Erfindung, ein
Verfahren der eingangs erwähnten Gattung anzugeben, das
serientauglich ist, fasererhaltend zu thermisch relativ
beständigen Faserbündeln führt und gleichzeitig mit relativ
einfachen Mitteln kostengünstig zu realisieren ist. Dabei
soll die durch die Erfindung geschaffene Bündelungstechnik
gerade die Herstellung relativ großer ünd qualitativ
hochwertiger Bündeldurchmesser schnell und reproduzierbar
zulassen. Außerdem sollen die hergestellten Bündel stabil
sein und insbesondere auftretenden Zugkräften von bis zu
70 N widerstehen können, ohne daß es zur Auflösung des
Bündels kommt.
Gelöst werden diese sowie weitere nicht näher angegebene
Aufgaben durch ein Verfahren der eingangs erwähnten Art mit
den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1.
Vorteilhafte Modifikationen des Verfahrens der Erfindung
werden in den von Anspruch 1 abhängigen Unteransprüchen
unter Schutz gestellt.
Dadurch, daß bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art
das lösbar fixierte Bündel zur dauerhaften Fixierung der
einzelnen optischen Fasern wenigstens in einem Abschnitt
seiner Länge mit einer sich nach der Anwendung
verfestigenden Schmelze eines Kunststoffs umspritzt wird,
gelingt es besonders vorteilhaft ein Verfahren
bereitzustellen, welches die bekannten Verfahren sowohl
hinsichtlich der Einfachheit, der Automatisierbarkeit, der
benötigten Verschmelzungszeit als auch der Qualität der
resultierenden Verfahrensprodukte in nicht ohne weiteres
vorhersehbarer Weise verbessert.
Gemäß der Erfindung werden vorzugsweise in gewünschter
Weise angeordnete zu einem anwendungstauglichen Bündel zu
verbindende optischen Kunststoffasern oder mit Kunststoff
beschichtete optische Fasern aus einem anderen Material,
bevorzugt beschichtete Glasfasern, unter bestimmten
Bedingungen mit einem heißen, fließfähigen
Kunststoffmaterial durch Umspritzung in Kontakt gebracht.
Durch geeignete Maßnahmen wird der Kontakt zwischen
Kunststoffmaterial und zu bündelnden optischen Fasern
solange aufrecht erhalten, bis das Kunststoffmaterial in
vorbestimmbarer äußerer Form erstarrt, so daß eine
Kombination aus Faserbündel und Kunststoffmaterial bei den
üblichen Einsatzbedingungen des fertigen Bündels stabil und
starr ist.
Das Umspritzen ist bereits von anderen technisch
angewendeten Verfahren bekannt, ein Umspritzen eines lösbar
fixierten Bündels optischer Fasern wurde jedoch aufgrund
der Empfindlichkeit der Fasern von der Fachwelt bislang
nicht in Betracht gezogen.
So beschäftigen sich unter anderen folgende Druckschriften
mit dem allgemeinen Stand der Technik zum Umspritzen mit
Kunststoffmassen:
DE 36 20 572 A1 = D5,
DE 34 18 224 A1 = D6 und
EP-A-0 539 542, DE 41 14 156 A1 = D7.
DE 34 18 224 A1 = D6 und
EP-A-0 539 542, DE 41 14 156 A1 = D7.
Die D5 zeigt das Bündeln von Siliziumdioxid- oder auch
Keramikfasern mittels eines Schrumpfschlauches. Hierbei
wird dieser mit einem thermoplastischen Kunststoff
umspritzt. Ein direktes Umspritzen der Fasern wird aufgrund
der geringen mechanischen Festigkeit ausgeschlossen.
Gegenstand der D6 ist die Verwendung der Spritzgußtechnik
zur Herstellung einer Antistatikbürste. Hierbei werden
Faserbündel, bestehend aus Polypropylen-, Nylon- oder
Polycarbonatfasern, mit einem elektrisch leitenden
Kunststoff umspritzt. Die Oberflächengüte der einzelnen
Fasern muß bei dieser Fertigung nicht beachtet werden, da
hierdurch keine Funktionsbeeinträchtigung resultiert. Im
Gegensatz zu optischen Fasern ist eine Prozeßführung zu
finden, die es erlaubt Fasern ohne Beschädigung zu bündeln.
Ebenfalls beschrieben wird das Anspritzen eines
Kunststoffsteckers an eine teilweise abisolierte Ader (D7).
Hierbei wird teilweise direkt auf eine Kunststoffaser oder
auf eine Faser, die mit einem wärmeisolierenden
Schutzmantel versehen wurde, aufgespritzt.
Das Umspritzen eines Faserbündels mit heißem geschmolzenen
Kunststoff zur Herstellung einer dauerhaften und stabilen
faseroptischen Einheit, wie es durch die Erfindung zur
Verfügung gestellt wird, ist aufgrund der oben angestellten
Überlegungen durch D5-D7 jedoch nicht nahegelegt.
Insbesondere wurde im Rahmen der Erfindung gefunden, daß
bei genau festgelegter Prozeßführung Faserbündel
resultieren, welche alle oben angeführten Anforderungen an
kommerziell verwendbare Faserbündel erfüllen.
Die Umspritzung wird erfindungsgemäß vorteilhaft so
geführt, daß die Schmelze im wesentlichen nicht zwischen
die im Inneren des Bündels angeordneten optischen Fasern
eindringt und nur die im lösbar fixierten Bündel radial
außenliegenden optischen Fasern mit dem Kunststoff, der zur
Umspritzung dient, in Kontakt kommt. Teilweise kann es
jedoch auch dazu kommen, daß die heiße Kunststoffschmelze
in die Zwickel zwischen den Fasern des Bündels eindringt.
Dies kann für bestimmte Anwendungen bevorzugt sein. Die
Eindringtiefe kann durch geeignete Maßnahmen beeinflußt
werden. Im Extremfall ist auch eine weitgehende Auffüllung
der Zwischenräume zwischen den Fasern mit
Kunststoffmaterial denkbar.
In der Erfindung wird eine Mehrzahl von polymeren oder mit
einem Polymer beschichteten optischen Fasern vor der
eigentlichen dauerhaften Fixierung durch Umspritzen mit
einem Kunststoffmaterial zunächst lösbar zu einem Bündel
gleichsinniger optischer Fasern angeordnet.
Hierbei umfaßt der Terminus "lösbare Fixierung" im Sinne
der Erfindung zum einen die relative Ausrichtung der
einzelnen optischen Fasern zueinander, d. h. die
gleichsinnige Orientierung der Fasern, so wie sie nach der
Bündelung im dauerhaft fixierten Bündel sein soll. Zum
anderen gehört zur "lösbaren Fixierung" neben der losen
Ausrichtung der Fasern des Bündels auch eine Fixierung,
d. h. die Erzeugung einer dichtesten Packung der lose
geordneten Fasern zumindest in einem Teil eines
Längsabschnitts des dauerhaft zu fixierenden Bündels.
Die einzelnen optischen Fasern lassen sich grundsätzlich
auf jede dem Fachmann geläufige Art und Weise ausrichten.
Insbesondere sind alle Methoden geeignet, welche die
Erzeugung eines losen Bündels von Fasern gestatten. So ist
es beispielsweise möglich, die Lichtwellenleiterfasern
manuell oder auch maschinell durch eine muffen- oder
buchsenförmigen Führung hindurchzuführen und dabei auf
gewünschte Weise auszurichten.
Zweckmäßig werden für das erfindungsgemäße Verfahren in der
Regel 2 bis 10⁵, vorzugsweise 4 bis 1000,
Lichtwellenleiterfasern aus einem Polymermaterial oder mit
einem Kunststoffmaterial beschichtete optische Fasern
zunächst durch eine Führung gefädelt, die eine genaue
Plazierung der Fasern im Bündel sicherstellt. Eine bestens
geeignete Verfahrensweise mit entsprechender Führung ist
z. B. in der US-PS 3,819,442 beschrieben.
Die Fixierung des losen Bündels von ausgerichteten Fasern
wird in vorteilhafter Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dadurch erreicht, daß die optischen Fasern
während der Umspritzung mit Kunststoffmaterial wenigstens
in einem zu umspritzenden Abschnitt des geordneten Bündels
zusammengepreßt werden.
Das Zusammenpressen des ausgerichteten Bündels während des
Umspritzen kann mit allen Mitteln erfolgen, die geeignet
sind, einen regulierbaren Druck auf wenigstens einen
Abschnitt des geordneten Bündels auszuüben. Der Druck ist
dabei so zu regulieren, daß die einzelnen gegeneinader
gepreßten Fasern nicht geschädigt werden. Geeignet sind
beispielsweise im weitesten Sinne alle mechanischen
Klemmmittel aber auch Luftdruck etc.
Beispielsweise kann das Zusammenpressen des Bündels dadurch
erfolgen, daß ein nach Durchlaufen eines oben
angesprochenen Führungselementes gebildetes loses
Faserbündel durch ein Klemmwerkzeug geführt wird, welches
einen mechanischen Druck auf das lose Bündel ausüben kann.
Ein solches Klemmwerkzeug besteht z. B. aus drei Backen, die
das Bündel aufnehmen und bei Kontakt regelbar
zusammenpressen.
Besonders günstig ist es für die vorliegende Erfindung,
wenn das dauerhaft zu fixierende Bündel im wesentlichen
gleichmäßig durch radial wirkende Klemmittel
zusammengepreßt wird. Bei der radial gleichmäßigen
Druckbeaufschlagung wird insbesondere vorteilig die hohe
Querdruckfestigkeit der Fasern ausgenutzt.
Hierzu ist es unter anderem bevorzugt, wenn als Klemmittel
ein das dauerhaft zu fixierende Bündel im gewünschten
Abschnitt umfassender geschlossener aufblasbarer Schlauch
aus einem geeigneten Kunststoffmaterial verwendet wird,
wobei der Schlauch vor dem Umspritzen des Bündels
aufgeblasen wird und so zur lösbaren Fixierung während des
Umspritzens die einzelnen optischen Fasern des Bündels
beschädigungsfrei zusammendrückt.
Zweckmäßig ist der kreisförmige aufblasbare Schlauch aus
Silikonkautschuk gefertigt und zumindest teilweise in die
Backen eines Klemmwerkzeugs eingelassen. Der Schlauch wird
so um das Faserbündel gelegt, daß er die Fasern unter
leichtem Druck umschließt. Durch Aufblasen des
Silikonschlauches werden die Fasern ohne Beschädigung fest
zusammengedrückt, so daß ein Hohlraum zwischen Faserbündel
und Schlauchinnenseite entsteht, welcher beim Umspritzen
vom Kunststoffmaterial ausgefüllt werden kann.
Eine alternative Ausführungsform eines radial wirkenden
Klemmittels besteht in einem Spannwerkzeug, bestehend aus
drei Backen mit innenliegendem Stahlband. als Klemmittel
Diese ist besonders zweckmäßig an beliebige Durchmesser des
zusamenzupressenden Bündels optischer Fasern anpaßbar.
Ein großer Vorteil derartiger Klemm- oder Spannwerkzeuge
ist ihre Eigenschaft, sich gleichmäßig kreisförmig zu
verengen und dabei sowohl kleine als auch große Durchmesser
zu realisieren. Außerdem wird bei derartigen Klemm- oder
Spannvorrichtungen verhindert, daß Fasern zwischen die
Klemm- oder Spannbacken geraten und dabei beschädigt
werden.
Eine weitere Möglichkeit das Faserbündel zu fixieren und zu
klemmen besteht darin, daß das lösbar zu fixierende
Faserbündel durch einen elastischen Ring aus einem
Kunststoffmaterial geführt wird, wobei der Ring so
beschaffen ist, daß sich sein Innendurchmesser bei axialer
Beanspruchung verjüngt, wodurch er das Faserbündel
zusammenpressen kann.
Dieser elastische Ring ist z. B. aus Silikonkautschuk
gefertigt, wobei er so in ein zum Umspritzen verwendetes
Werkzeug eingesetzt ist, daß sein äußerer Durchmesser
bündig in einer Bohrung anliegt. Beim axialen
Zusammenpressen des Ringes kann das elastische Material nur
nach innen ausweichen, d. h. der Innendurchmesser wird
kleiner und preßt das Faserbündel zusammen. Dabei drückt
sich das elastische Material noch teilweise zwischen die
äußeren Einzelfasern und dichtet die Zwickel ab.
Das Umspritzen des lösbar fixierten Bündels mit heißer
geschmolzener Kunststoffmasse kann auf jede dem Fachmann
geläufige Weise durchgeführt werden. So kann dieser Vorgang
beispielweise durch Umgießen des Faserbündels ausgeführt
werden.
Bei weitem bevorzugt ist es jedoch, insbesondere unter dem
Gesichtpunkt einer automatisierten Massenproduktion, das
erfindungsgemäße Umspritzen nach Art eines herkömmlichen
oder modifizierten Spritzgießverfahren durchzuführen.
Im Rahmen der Erfindung wird dabei unter Spritzgießen das
Umformen einer Formmasse derart verstanden, daß die in
einem Massezylinder für mehr als einen Spritzgießvorgang
enthaltene Masse unter Wärmeeinwirkung plastisch erweicht
und unter Druck durch eine Düse in den Hohlraum eines
vorher geschlossenen Werkzeugs einfließt (im Gegensatz zum
Spritzpressen).
Die Spritzgießform besteht z. B. aus einem kreisförmigen
Hohlraum sowie einer kreisförmigen Durchgangsöffnung, in
der das Faserbündel liegt und in oben beschriebener Form
fixiert und durch Silikongummis oder auch Weichmetall
abgedichtet wird. Durch diese Abdichtung wird erreicht, daß
ein derartiges Faserbündel umspritzt werden kann.
Insbesondere versteht sich an dieser Stelle, daß die
Klemmittel teilweise oder vollständig Bestandteil des
Werkzeugs, insbesondere der Spritzgießform sind. Dies
bedeutet nichts anderes, als das die Klemmittel in den
Hohlraum des Werkzeugs integriert sind.
In bevorzugter Ausführungsform dienen die Klemmittel
gleichzeitig zur Abdichtung des Werkzeughohlraums um das
Faserbündel herum, damit beim Einspritzen die
Kunststoffschmelze nicht durch die zwischen Faser und
Klemmittel vorhandenen Zwickel austreten kann. Nach Öffnen
der Spritzgußform sowie der Klemmittel oder -vorrichtungen
wird das umspritzte Bündel über eine Abzugseinrichtung aus
der Spritzgußform gezogen und auf Länge mittels einer
speziellen Kreissäge zugeschnitten.
Die äußere Form des Spritzgußkörpers wird in der Regel vom
Bestimmungszweck des Faserbündels ausgehend durch die Form
des Hohlraumes des Spritzgießwerkzeuges bestimmt. So kann
die Form zur Ankopplung an eine Lichtquelle ausgestaltet
sein. Möglich ist auch eine äußere Gestaltung des
Bündelendes als Halterung z. B. in einer Displayfrontplatte.
Die äußere Form des Spritzgußkörpers kann dabei als
Bajonettverschluß oder als Schnappverschluß geformt sein
oder auch ein Gewinde aufweisen, so daß eine problemlose
Ankoppelung z. B. an die spätere Lichtquelle oder in einer
Einbauwand möglich ist.
Beim Einspritzen der Schmelze in die Form ist es besonders
vorteilhaft, wenn verhindert wird, daß die Fasern
weggedrückt werden können. Es wird deshalb vorzugsweise
über einen ringförmigen Filmanguß oder über mehrere
gleichmäßig am Umfang verteilte Punktangüsse eingespritzt.
Die Schmelztemperaturen richten sich nach den verwendeten
Kunststoffen und liegen zwischen 150°C bis 400°C.
Vorzugsweise sollten die Materialien gewählt werden, deren
Verarbeitungstemperaturen im Bereich von 180°C bis 250°C
liegen.
Der Werkzeuginnendruck sollte im Bereich zwischen 400 bis
700 bar, vorzugsweise zwischen 500 bis 600 bar liegen.
Zur Verbesserung des Spritzvorganges kann auch das
Spritzgußwerkzeug temperiert werden.
Damit das Spritzgußteil aus der Spritzgußform herausfällt,
können zusätzlich in der 5pritzgußform Auswerfer vorgesehen
werden.
Bei erhöhten Temperaturen in der Spritzgußform kann es
vorkommen, daß nicht umspritzte Faserabschnitte teilweise
an der Spritzgußform haften. Durch eine teilweise
Auskleidung der Spritzgußform mit Teflon oder äquivalenten
Materialien kann dies verhindert werden.
Zum Umspritzen können im Rahmen der Erfindung eine Vielzahl
thermoplastischer Polymere sowie auf diesen Polymeren
basierende thermoplastisch verarbeitbare Formmassen
eingesetzt werden. Zu einsetzbaren Polymeren gehören
beispielsweise HDPE (Polyethylen hoher Dichte), LDPE
(Polyethylen niederer Dichte), PP (Polypropylen), PS
(Polystyrol), PVC (Polyvinylchlorid), ABS (Acrylnitril-
Butadien-Styrol-Terpolymer), PA (Polyamide, z. B. PA 66
= Nylon 6,6), POM (Polyoxymethylen), PSU (Polysulfon), PES
(Polyethersulfon) und ähnliche Polymere, sowie
Polymerblends, beispielsweise ein Blend aus PS mit PPO
(Polystyrol mit Polyparaphenyloxid). Thermoplastische
Formmassen können zur gezielten Modifizierung der
Eigenschaften der thermoplastischen Kunststoffe bestimmte
Zusätze aufweisen.
Dazu zählen beispielsweise die Verstärkung durch
Füllstoffe. Dabei werden inaktive Füllstoffe und aktive
Füllstoffe unterschieden, wobei aktive Füllstoffe bestimmte
mechanische Eigenschaften verbessern.
Füllstoffe sind meist anorganischer Natur, beispielsweise
werden Gesteinsmehl, Kreide, Kaolin, Talkum, Glimmer,
Schwerspat, Kieselgur, Aerosil, Asbest, Glasfasern,
Mineralfasern, Glashohlkugeln, Metalle, Metalloxide oder
Einkristalle aus Metalloxiden, sogenannten Whisker,
verwendet. Die meisten Füllstoffe sind nur für spezielle
Zwecke anwendbar, beispielsweise aufgrund ihrer Eigenfarbe.
Andere Füllstoffe, wie Glasfasern, Kohlefasern oder
Mineralfasern verstärken Thermoplaste ausgezeichnet.
Besonders für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete
Kunststoffe sind alle spritzfähigen verstärkten und
unverstärkten, nicht eingefärbte Kunststoffe, wie z. B.
Hostaform (POM), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP),
Polyurethan (PUR), Polyamid (PA), Polycarbonat oder
ähnliche thermoplastische Kunststoffe.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist grundsätzlich für alle
mit polymeren Materialien beschichtete Lichtwellenleiter
sowie Polymer-Lichtwellenleiter mit optischem Mantel
geeignet. Geeignete Lichtwellenleiter haben z. B. einen
Durchmesser von 0,1 bis 4 mm, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 mm
und einen Kern von beispielsweise Polymethylmethacrylat,
Polycarbonat, Polystyrol oder einem anderen transparenten
Polymer. Möglich sind auch mit Polymeren beschichtete
Glasfasern wie PCS-Fasern (Plastic Clad Silica) oder HCS-
Fasern (Hard Clad Silica) usw.
Auch der Wassergehalt der zu umspritzenden Fasern kann
einen Einfluß auf die erzielbare Qualität des fertigen
Bündels haben. So werden in einer besonders günstigen
Verfahrensabwandlung polymere optische Fasern miteinander
verbunden, deren Wassergehalt bezogen auf das Eigengewicht
der Faser zwischen 0,1 und 1 Gew.-% beträgt. So liegt der
Wassergehalt der Kunststoffasern günstigenfalls unterhalb
von 0,5 Gew.-% bezogen auf das Eigengewicht der Fasern. Zur
Erreichung dieses Wassergehalts kann man die Fasern z. B.
im Vakuum bei Temperaturen zwischen 30 und 60°C
vortrocknen. Diese Vorbehandlung dient unter anderem dazu,
möglicherweise noch vorhandenes Restmonomer sowie Spuren
von Feuchtigkeit, die sich insbesondere bei längerer
Lagerung in den Fasern ansammeln kann, zu beseitigen und
somit einer eventuellen Blasenbildung beim
Verschmelzungsvorgang vorzubeugen. Bei frisch gesponnenen
Fasern mit niedrigem Restmonomergehalt kann eine derartige
Vortrocknung unterbleiben.
So ist es im Rahmen der Erfindung ganz besonders
vorteilhaft, wenn frisch gesponnene oder im Vakuum
vorgetrocknete Fasern eingesetzt werden , deren
Wassergehalt weniger als 0,5 Gew.-% ist, bezogen auf das
Eigengewicht der Fasern.
Durch Ausübung der Erfindung gelingt es ferner überaus
gleichmäßige Faserbündel herzustellen. Unter gleichmäßig
wird im Rahmen der Erfindung verstanden, daß bei
Beaufschlagung der nach der Umspritzung polierten
Bündeloberfläche (gefaßtes Ende) mit einer homogenen
Intensitätsverteilung, der Intensitätsunterschied nach ca.
1 m Bündellänge zwischen den einzelnen Fasern nicht mehr
als 12% beträgt. Die einzelnen Auszugskräfte der
verschweißten Fasern dürfen dabei nicht mehr als 10%
voneinander abweichen.
Das nachfolgende Beispiel dient zur Erläuterung des
Gegenstands der Erfindung.
Es wurden 53 Fasern Infolite FK51 (Kern: PMMA, Durchmesser:
Imm) auf eine Länge von 4 m zugeschnitten. Dieses
Faserbündel mit einem Durchmesser von ca. 9 mm wurde von
Hand in zwei Klemmvorrichtungen gespannt. Die beiden
Vorrichtungen wurden dann in ein geteiltes
Spritzgießwerkzeug so eingesetzt, daß das Faserbündel frei,
zentrisch und unverdrillt in einem runden Formhohlraum mit
einem Durchmesser von 19 mm und einer Länge von 22 mm
positioniert war. Zum Einspritzen der Kunststoffschmelze
war ein Filmanguß vorgesehen, der sich kreisförmig an einem
Ende des zylindrischen Formhohlraumes befand. Für den
Spritzvorgang wurde eine handelsübliche Spritzgußmaschine
für Thermoplaste eingesetzt. Je nach Größe des
Spritzgußteiles muß eine geeignete leistungsfähige
Spritzgußmaschine ausgewählt werden. Für die
Spritzgußversuche der Erfindung wurde eine
Spritzgußmaschine mit der Bezeichnung Monomat 200
verwendet. Bei einer Temperatur von 230°C und einem
spezifischen Spritzdruck (Werkzeuginnendruck) von 550 bar
wurde über einen ringförmigen Filmanguß Hostaform® in die
geschlossene Spritzgußform eingespritzt. Die Fasern wurden
gleichmäßig von allen Seiten angespritzt. Hierdurch wurde
eine homogene Bündelung erreicht. Als Thermoplast wurde
Hostaform® C9021 natur eingesetzt. Der Spritzgußvorgang
dauerte ca. 60s. Nach Öffnen der Spritzgußform wurde von
Hand das Bündel aus der Spritzgußform genommen. An einem
Ende wurden die überstehenden Fasern an der Buchse mittels
einer Kreissäge abgeschnitten und mit Hilfe von
Polierpapier (Körnung: 3 µm) poliert. Die mit der Buchse
verschweißten Fasern hatten Auszugskräfte von 75N.
Weitere Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Patentansprüchen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung eines Bündels von
Lichtwellenleiterfasern, bei dem
eine Mehrzahl von polymeren oder mit einem Polymer
beschichteten optischen Fasern zu einem Bündel
gleichsinnig geordneter optischer Fasern zunächst
lösbar und dann dauerhaft fixiert wird, wobei die
lösbare Fixierung die Festlegung der relativen
Anordnung der einzelnen optischen Fasern zueinander im
dauerhaft fixierten Bündel umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß
das lösbar fixierte Bündel zur dauerhaften Fixierung
der einzelnen optischen Fasern wenigstens in einem
Abschnitt seiner Länge mit einer sich nach der
Anwendung verfestigenden Schmelze eines Kunststoffs
umspritzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umspritzung so geführt wird, daß die Schmelze im
wesentlichen nicht zwischen die im Inneren des Bündels
angeordneten optischen Fasern eindringt und nur die im
lösbar fixierten Bündel radial außenliegenden optischen
Fasern mit dem Kunststoff, der zur Umspritzung dient,
in Kontakt kommt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die optischen Fasern zur lösbaren Fixierung während der
Umspritzung wenigstens im zu umspritzenden Abschnitt
zusammengepreßt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die optischen Fasern durch im wesentlichen gleichmäßig
radial wirkende Klemmittel zusammengepreßt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Klemmittel ein das dauerhaft zu fixierende Bündel
im gewünschten Abschnitt umfassender geschlossener
aufblasbarer Schlauch aus einem geeigneten
Kunststoffmaterial verwendet wird, wobei der Schlauch
vor dem Umspritzen des Bündels aufgeblasen wird und so
zur lösbaren Fixierung während des Umspritzens die
einzelnen optischen Fasern des Bündels
beschädigungsfrei zusammendrückt.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Klemmittel ein an beliebige Durchmesser des
zusamenzupressenden Bündels optischer Fasern anpaßbares
aus drei Backen bestehendes Spannwerkzeug mit
innenliegendem Stahlband verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das lösbar zu fixierende Faserbündel durch einen
elastischen Ring aus einem Kunststoffmaterial geführt
wird, wobei der Ring so beschaffen ist, daß sich sein
Innendurchmesser bei axialer Beanspruchung verjüngt,
wodurch er das Faserbündel zusammenpressen kann.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das zu fixierende Faserbündel in einem
Spritzgießverfahren umspritzt wird, wobei die
Klemmittel gleichzeitig zur Abdichtung eines
Werkzeughohlraums um das Faserbündel herum dienen,
damit beim Einspritzen die Kunststoffschmelze nicht
durch die zwischen Fasern und Klemmittel vorhandenen
Zwickel austreten kann.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
polymere optische Fasern miteinander verbunden werden,
deren Wassergehalt bezogen auf das Eigengewicht der
Faser zwischen 0,1 und 1 Gew.-% beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
frisch gesponnene oder im Vakuum vorgetrocknete Fasern
eingesetzt werden , deren Wassergehalt weniger als 0,5
Gew.-% ist, bezogen auf das Eigengewicht der Fasern.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
umspritzte Kunststoffaserbündel resultieren, die einer
Zugbelastung von 70 N widerstehen.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
umspritzte Kunststoffaserbündel resultieren, bei denen
der Intensitätsunterschied bei Beaufschlagung der
polierten Bündeloberfläche mit einer homogenen
Intensitätsverteilung nach 1 m Bündellänge zwischen den
einzelnen Fasern nicht mehr als 12% beträgt und die
einzelnen Auszugskräfte der verschweißten Fasern nicht
mehr als 10% voneinander abweichen.
Priority Applications (4)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE1995139588 DE19539588A1 (de) | 1995-10-25 | 1995-10-25 | Verfahren zur Herstellung eines Bündels von Lichtwellenleiterfasern |
EP96934757A EP0848834A1 (de) | 1995-10-25 | 1996-10-18 | Verfahren zur herstellung eines bündels von lichtwellenleiterfasern |
AU72962/96A AU7296296A (en) | 1995-10-25 | 1996-10-18 | Method of producing a bundle of optical fibres |
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DE1995139588 DE19539588A1 (de) | 1995-10-25 | 1995-10-25 | Verfahren zur Herstellung eines Bündels von Lichtwellenleiterfasern |
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Also Published As
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AU7296296A (en) | 1997-05-15 |
WO1997015849A1 (de) | 1997-05-01 |
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
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8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIEMENS AG, 80333 MUENCHEN, DE |
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8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |