DE1934940C - Ionisationsmanometerrohre - Google Patents
IonisationsmanometerrohreInfo
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Description
1 2
Die vorliegende Erfindung betrifft eine als Triode in einer Meßschaltung austauschbar sein soll, nötig
mit leicht beherrschbaren Elektrodenabständen aus- sind, industriell zu fertigen, bedeutet einen hohen
gebildete Ionisationsmanometerröhre mit einer elek- Aufwand. Die Empfindlichkeit dieser bekannten MeU-
tronenemittierenden Glühkathode, einer Elektronen- röhren war außerdem sehr gering (10 2 Torr ').
beschleunigungselektrode und mit einem zwischen der 5 Bei anderen bekannten Anordnungen wurden als
Glühkathode und der Elektronenbeschleunigungs- Elektronenbeschleunigungs- und Ionenauffanbelektro
elektrode angeordneten lonenauffänger. den planparallele Platten mit geringem Abstand ven-
Ionisationsmanometerröhren für niedrige Drücke einander verwendet, zwischen denen eine Glühkathode
unterhalb etwa 10"2 Torr sind in vielfachen Varianten ausgespannt war, was ebenfalls eine hohe Präzision
im Gebrauch; solche für höhere Drücke haben sich io verlangt.
hingegen bisher wegen der mit ihrem Betrieb verbun- Die vorliegende Erfindung hat sich demgegenüber
denen Nachteile kaum durchsetzen können. Näheres zur Aufgabe gestellt, eine Lösung des Problems der
hierüber und Ausführungsbeispiele bekannter Ionisa- Vakuummessung mittels Trioden anzugeben, welche
tionsmanometerröhren für höhere Drücke findet man bei erweitertem Linearitätsbereich erlaubt, mit ohne
in THEREVIEWOFSCIENTIFICINSTRUMENTS, 15 großen Aufwand bei der Fertigung beherrschbare η
Vol. 28, Nr. 12, Dezember 1967, S. 1051 bis 1054 Dimensionen auszukommen und dauei eine größere
(G.J.Schultz und A. V. Phelps: Ionization Empfindlichkeit erzielt.
Gauges for Measuring Pressures up to the Millimeter Dies wird bei der eingangs genannten Ionisations-Range),
und PROCEEDINGS OF THE SYMPO- manometerröhre erfindungsgemäß dadurch erreicht, SIUM ON ELECTRON AND VACUUM PHYSICS, ao daß die Anordnung der drei genannten Elektroden und
Fungary, 1962, Budapest, 1963, S. 403 bis 411 ihre Dimensionierung so gewählt werden, daß das
(G. H i η ζ ρ e t e r: Anwendung von Ionisations- Triodensystem einen Durchgriff von 0,25 bis 1,00 aufmanorneterröhren
im Feinvakuumgebiet). weist.
Diese weisen eine elektronenemittierende Glüh- Unter »Durchgriff« D im Sinne dieser Beschreibung
elektrode, eine Elektrode zur Beschleunigung der von 15 wird das Verhältnis Cak/Cgk der elektrostatischen
der Glühkathode emittierten Elektronen sowie einen Kapazitäten zwischen der Elektronenbeschleunigungs-
lonenaulfänger (Ionenkollektor) auf, der die Aufgabe elektrode (Anode) und der Kathode Cak einerseits
fcat, die von den beschleunigten T'ektronen im Gas- und dem Ionenauffänger und der Kathode Cjk ande-
raum nach Maßgabe der Grsdichte (und damit des . , n __ Cak_
Druckes) erzeugten positiven Ionen .u sammeln. Das 30 rerseits ^standen, υ -^ .
Verhältnis des gemessenen Stromes der positiven Man erreicht damit einen Linearitätsbereich bis zu
Ionen / - zum Strom der von der Kathode emittierten einigen Torr trotz wesentlich größerer Abmessungen
Elektronen J— stellt dann bekanntlich ein Maß für des Elektrodensystems als nach den bisherigen Erfah-
die Güte des Vakuums im Meßraum dar. Im linearen rungen für notwendig gehalten wurde. Die größeren
,. n. . , ... .. r, . , Jf „ . . , 35 Systemabmessungen erlauben in der Fertigung größere
Meßbereich g.lt die Begehung y = pS, wobei ρ den T y 0,eranzen und *rgeben eine grö(kre stabiiität im Be-
Zu messenden Druck und 5 eine Proportionalitäts- trieb.
konstante (»Empfindlichkeit«) bezeichnet. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Er-
Ein für die industrielle Praxis brauchbares lonisa- flndung näher beschrieben.
tionsmanometer sollte im ganzen Meßbereich eine 40 F i g. 1 zeigt den mechanischen Aufbau des Triolineare
Anzeige liefern. Der Bruchteil der vom Ionen- densystems,
auffän.ger gesammelten Ionen hängt jedoch von der F i g. 2 eine einfache Meßschaltung,
mittleren freien Weglänge derselben im Gasraum ab In F i g. 1 bedeutet 1 eine zwischen den beiden und nimmt deshalb mit steigendem Druck ab. Eine Haltestäben 2 und 3, die gleichzeitige Heizstromzufüh-Ursache dieser Erscheinung ist, daß mit steigendem 45 rungselektroden sind, ausgespannte Glühkathode. Die Druck immer mehr Ionen durch Rekombination ver- Bezugszeichen 4 bezeichnen vier elektrisch miteinander lorengchen, bevor sie den lonenauffänger erreichen verbundene, von der Platte 5 getragene Stäbe, die zufcönnen, was die Linearität der Anzeige bei höheren sammen den Ionenauffänger bilden. Als Elektronen-Drücken beeinträchtigt. beschleunigungselektrode ist ein die Glühkathode und
mittleren freien Weglänge derselben im Gasraum ab In F i g. 1 bedeutet 1 eine zwischen den beiden und nimmt deshalb mit steigendem Druck ab. Eine Haltestäben 2 und 3, die gleichzeitige Heizstromzufüh-Ursache dieser Erscheinung ist, daß mit steigendem 45 rungselektroden sind, ausgespannte Glühkathode. Die Druck immer mehr Ionen durch Rekombination ver- Bezugszeichen 4 bezeichnen vier elektrisch miteinander lorengchen, bevor sie den lonenauffänger erreichen verbundene, von der Platte 5 getragene Stäbe, die zufcönnen, was die Linearität der Anzeige bei höheren sammen den Ionenauffänger bilden. Als Elektronen-Drücken beeinträchtigt. beschleunigungselektrode ist ein die Glühkathode und
Um diese bis zu möglichst hohen Drücken zu wah- 50 die Stäbe 4 umgebender, mit der Kathode koaxialer
ren, ist es bekannt, die Abstände zwischen den einzel- Zylinder 6, der über den Haltestab 7 mit der äußeren
nen Elektroden des Meßsystems möglichst gering zu Schaltung verbunden ist, vorgesehen. Der Innendurch-
machen, was jedoch eine hohe Präzision des mechani- messer des Zylinders 6 beträgt 12 mm, seine Länge
sehen Aufbaus erfordert und wobei schon geringe Ab- 25 mm, der Abstand der Stäbe 4 von der Kathode
weichungen von den Solldimensionen, wie sie beim α
4 mm, der Durchmesser der Glühkathode 0,5 mm,
auftreten können, große Meßfehler zur Folge haben. Das beschriebene Elektrodensystem befindet sich in
negativem wendeiförmigem Oitter als Ionenauffänger soll und kann in einer einfachen Schaltung gemäß
und mit einer diese Anordnung koaxial umgebenden, ίο Fig. 2, die nur das Wesentliche zeigt, verwendet
die Elektronen beschleunigenden Anode zum Messen werden. Wie ersichtlich, ist die indirekt geheizte
von Gasdrücken zu verwenden. Mit einem solchen Kathode (deren Heizstromkreis üblicher Art nicht dar·
der Glühkathode einen Abstand von etwa 0,75 mm Emisslönsstromee J- mit Erdpotential verbunden;
aufwies und der Durchmesser des Anodenzylinders «5 dem lonenauffänger 4 wird ein negatives Potential von
etwa 3 mm betrug, wurde eine lineare Anzeige bis zu beispielsweise —50 V und der Elektronenbeschleunl·
t! Vi a 1 Torr erreicht. Ein solches Elektrodensystem mit gungselektrode 6 ein positives von etwa 100 V gegen·
den enaen Toleranzen, wie sie für eine Meßröhre, die über Erde erteilt. Zur Messung des Ionenstroms ist das
Meßinstrument 12 vorgesehen. Mit den angegebenen Abmessungen des Röhrensystems wurde eine Empfindlichkeit
von 1,7 Torr"1, also mehr als das Hundertfache
der Empfindlichkeit der obenerwähnten Triode, erreicht. Die Anzeige für Stickstoff bei einem Emissionsstrom
von 7 Mik.oampere war linear von 10~7
bis 1 Torr. Diese hohe Empfindlichkeit und die kleine Fläche des Ionenauffängers ergeben gegenüber bisherigen
Ausführungen bekannter Manometerröhren für höhere Drücke eine wesentlich tiefer liegende sögenannte
Röntgengrenze; bei dem beschriebenen Beispiel liegt diese unter 10"8 Torr. Damit wird ein Meßbereich
erfaßt, für welchen bisher zwei verschiedene Meßröhren eingesetzt werden mußten.
Es können außer der beschriebenen Schaltung auch bekannte andere Schaltungen für Ionisationsmanometerröhren
analogen Aufbaues, wie sie für niedrigere Drücke in Gebrauch sind, verwendet werden, die
beispielsweise besondere Einrichtungen ..ar Stabilisierung
des Elektronenemissionsstroms aufweisen. ao
Claims (1)
1. Als Triode mit leicht beherrschbaren Elektrodenabständen ausgebildete Ionisationsmanometerröhre
mit einer elektronenemittierend^ Glühi
EleklroncibcschleuniBungselektrüde
0,25 bis 1,00 aufweist.
■y ionisationsmanometerröhre nach. Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Elektronenbeschleunigungselektrode 8 b.s 16 mm
^"ionisationsmanometerröhre nach Anspruch L
mit" einer zylindermantelfürmisen Elektronenheschleunigungselektrode
und in der Achse α« Zunders angeordnete Glühkathode, dadurch gekennzeichnet!
daß der .',nenauffanger als e,a
System von drei bis fünf achse ^parallelen, um die Kathode herum axialsymmetrisch angeordneten
Stäben ausgebildet ist.
4 Ionisationsmanometerröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ionenauffänger
vier achsenparallele Stäbe vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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