DE1925557C - Nach dem Zeitmultiplexverfahren arbeitendes FM-Steroübertragungssystem - Google Patents
Nach dem Zeitmultiplexverfahren arbeitendes FM-SteroübertragungssystemInfo
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Description
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Die Übertragung von Stereo-Rundfunksendungen Empfängern umzurüsten oder durch andere Empfänerfolgt
zur Zeit fast ausschließlich nach einem Zeit- ger zu ersetzen gewesen wären. Hierbei wurde jedoch
multiplexverfahren, bei dem eine Trägerfrequenz im übersehen, daß die Verhältnisse beim Ballempfang,
Ultrakurzwellenbereich mit einem dieL-f-Ä-Informa- um den es hier geht, doch anders gelagert sind. Wenn
tion (links und rechts) enthaltenden Signal, mit einer 5 es nämlich auch vom wirtschaftlichen Standpunkt
Pilotfrequenz von 19 kHz und mit einem Signal fre- aus gesehen nicht zu vertreten ist, daß Millionen von
quenzmoduliert wird, das aus einer mit der L-Zi-In- Empfängern, die für den Empfang von Zweiseitenformation
in der Amplitude modulierten Hilfsträger- band-FM-Stereosendungen eingerichtet sind, mit
frequenz von der doppelten Pilotfrequenz besteht, einem Schlage praktisch wertlos werden, so bedeutet
deren Träger bei der Übertragung unterdrückt wird, io es doch einen tragbaren Aufwand, eine kleine Zahl
so daß nur das obere und untere Seiteband zur Aus- von Ballempfängern durch Einseitenbandempfänger
strahlung kommen. zu ersetzen, an die Tochtersender angeschlossen sind,
Dieses Verfahren erfüllt die Grundforderungen, die die das Signal wiederum als normales Multiplexsignal
an eine kompatible Rundfunk-Stereoübertragung zu ausstrahlen, d. h. ein Signal, das von den vorhandestellen
sind. Gewisse Schwierigkeiten treten jedoch 15 nen Heimempfängern empfangen werden kann. Der
in den Fällen auf, in denen ein Muttersender mit Vorschlag der Erfindung geht demzufolge dahin, in
einem oder mehreren Tochtersendern zusammen- dem oder den Ballempfängern von dem getragenen
arbeitet, die ;i,< Ballempfang betrieben werden, die Differenzsignal L-R* das obere Seitenband zu un-
also ihre Modulation nicht über Kabel erhalten; denn terdrücken und aus dem so veränderten Multiplexdie
im Nachbarkanal (± 100 kHz) des Muttersenders ao signal durch Decodierung das R- und L-Signal zu ge-
arbeitenden Sender können sogenannte Nachbar- winnen, mit dem der oder die Tochtersender codier!
kanalstörungen verursachen, die der Ballempfänger werden, die das Signal wiederum als normales Multi-
nicht nur aufnimmt, sondern über den Tochtersender plexsignal ausstrahlen. Auf diese Weise bleiben die
auch wieder ausstrahlt. Des weiteren ist ein störendes Vorteile des ELnseitenbandverfahrens — geringere
Rauschen zu beobachten, daß seinen Grund darin 35 Nachbarkanalstörungen, geringeres Empfängerrau-
hat, daß beim Stereoempfang eine größere Kanal- sehen — erhalten, ohne daß dessen Nachteile — Er-
breitc als beim Monoempfang verwendet werden satz mehrerer Millionen vorhandener Empfänger —
muß. in Kauf genommen werden müßten.
Nachbarkanalstörungen lassen sich durch selekti- Der allgemeine Gedanke, bei einem Übertragungsvere
Ballempfänger nicht beseligen, weil das Fre- 30 system mit vielen Teilnehmern das Signal auf einem
quenzspektrum des störenden Npcnbarn bis in den Teil des Übertragungsweges in eine andere Form, die
Nutzkanal hineinreicht. Richtemp/angsantennen ver- weniger störanfällig ist, die aber für den Empfang mit
sagen ebenfalls, jedenfalls dann, wenn der störende den bei den Teilnehmern vorhandenen Geräten nicht
Sender und der Muttersender, vom Ballempfänger geeignet ist, umzuwandeln und vor der endgültigen
aus gesehen, in ungefähr der gleichen Richtung lic- 35 Aussendüng wieder in die ursprüngliche Form zügen.
Hegen das Empfängerrauschen scheint es keine rückzuverwandeln, ist z. B. au^, der schweizerischen
Abhilfe zugeben. Patentschrift 446 434 bekannt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, Mittel Die Erfindung befaßt sich demgegenüber mit dem
und Wege zu finden, wie sich diese Schwierigkeiten speziellen Fall der Übertragung von Stereosendungen
beheben lassen. Bei der Lösung dieser Aufgabe macht 40 nach dem Zeitmultiplexverfahren. Zwar geht es bei
sich die Erfindung in gewissem Umfange die Erkennt- eier Erfindung auch um die Verminderung der Störnisse
zunutze, die bei der Entwicklung eines Stereo- anfälligkeit und die Verbesserung der Empfangsübertragungsverfahrens
gewonnen wurden, das als qualität. Es wird jedoch nicht die Form der Aus- »Single sideband — FM stereo« bezeichnet wird und sendung verändert, sondern erst durch Umwandlung
in dem EBU-Dokument Com.T., S. 70, beschrieben 50 des Signals in eine andere Form im Empfänger wird
ist. Bei diesem Verfahren wird senderseilig sowohl die gewünschte Verbesserung erreicht. An sich könnte
der Hilfsträger wie das obere Seitenband der die nämlich das Signal, so wie es vom Sender ausgestrahlt
L-/?-Information enthaltenden Hilfstriigerfrequenz wird, auch von den bei den Teilnehmern vorhandcunterdrückt,
die Trägerfrequenz also außer mit dem neu Geräten empfangen werden, da es ein normales
die L ' ^-Information enthaltenden Signal und der 45 Multiplexsignal ist. Die Umwandlung des Signals in
Pilotfrequenz von 19 kHz nur mit dem unteren Sei- dem oder den Empfängern in eine andere Form,
tenband der in der Amplitude modulierten HiIFs- nämlich die Unterdrückung des oberen Scitenbandes
trägerfrequenz frequenzmoduliert. des geträgerten Differcnzsignals, ist hier nicht Mittel
Vorteile bietet dieses Verfahren insofern, als der zum Zweck — es dient also nicht dazu, die Übertra-
Störcinfluß von Nachbarkanalscndcrn geringer wird, 55 gung der Signale zu ermöglichen —, sondern ist
*vcil wegen der Gewinnung des L-K-Signals allein Selbstzweck, d. h., erst sie gibt die Möglichkeit, ein
aus dem unteren Seitenband der Frequenzabstand verändertes Multiplexsignal zu erhalten, aus dem
zu den Nachbarkanalsendern größer ist. Dps gleiche durch die Decodierung ein für die erneute Codie-
gilt im Hinblick auf die geringere Bandbreite für rung geeignetes L- und Ä-Signal gewonnen werden
das Empfängerrauschen. Nachteilig an dem Verfah- 60 kann.
rer. ist, das es das Vorhandensein von Einseitcn- Das Erfindungsprinzip wird im folgenden an Hand
bandcmpFängern auf der Empfangsseite zur Voraus- des Blockschemas näher erläutert,
setzung hat. Vom Muttersender wird ein normales Multiplex«
Damit schien dieses Verfahren von vornherein signal ausgestrahlt, d. h. ein Signal, das aus einem die
zur Bedeutungslosigkeit verurteilt zu sein; denn nach- 65 L-f-Ä-Information enthaltenden Signal, einer Pilot-
dem sich das eingangs erwähnte Zweiseitenbandver- frequenz von 19 kHz und einer mit der L-K-Infor-
fahren durchgesetzt halte, hätte ein Übergang auf mation in der Amplitude modulierten Hilfsträger-
diese Variante bedeutet, daß erneut Millionen von frequenz der doppelten Pilotfrequenz zusammenge-
setzt ist, deren Träger bei der Übertragung unterdrückt
wird, so daß nur das obere und untere Seitenband zur Ausstrahlung kommen. Im Ballempfängers
des Tochtersenders werden in der üblichen Weise das Ζ, + ff-Signal, die Pilotfrequenz und das getragene
L—R *-Signal voneinander getrennt. Von dem geträgerten
L — Ä *-Signal wird jedoch in einem Tiefpaß
TP das von etwa 38 bis 53 kHz reichende obere Seitenband unterdrückt, so daß nur das untere Seitenband
mit einer Frequenz von etwa 23 bis 38 kHz zu dem Demodulator D gelangt, in dem dieses Einseitenbandsignal
unter Zusatz der in einer Stufe S verdoppelten Pilotfrequenz demoduliert wird. Es stehen
nunmehr die Informationen L — R und L-\-R zur
Verfügung, aus denen in einer Matrix M die Signale
L und R abgeleitet werden. Diese Signale werden einem Coder C zugeführt, der den Tochtersender
ST erneut in der Weise mit diesen Signalen moduliert,
wie dies beim Mutierender geschehen ist. Der Tochtersender ST strahlt damit ein normales ao
Multiplexsignal aus, das mit den vorhandenen Heimempfängern empfangen werden kann, das im
Hinblick auf die Ausbildung des Ballempfängers als Einseitenbandempfänger qualitativ aber besser ist
als das normale vom Tochtersender ausgestrahlte a5
Signal.
Claims (2)
1. Nach dem Zeitmultiplexverfahren arbeitendes FM-Stereo-Übertragungssystem mit einem
Muttersender und einem oder mehreren im Ballempfang betriebenen Tochtersendern, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem oder den Ballempfängern (B) von dem geträgerten Differenzsignal
L-R* das obere Seitenband unterdrückt und aus dem so veränderten Multiplexsignal
durch Decodierung (Matrix M) das R- und L-Signal gewonnen wird, mit dem der oder die
Tochtersender (ST) codiert werden, die das Signal wiedemm als normalesMultiplexsignal ausstrahlen.
2. Einseitenbandempfänger für das Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser einen Tiefpaß (TP) enthält, der von dem geträgerten L-R *-Signal nur das untere
Seitenband zu ei'./.m Demodulator (D) gelangen läßt, in dem dies;s Einseitenbandsignal
unter Zusatz der in einer Stufe (S) verdoppelten Pilotfrequenz demoduliert wird, st daß eine Information
L — R entsteht, die zusammen mit der Information L + R einer Matrix (M) zugeführt
wird, in der aus diesen Informationen die Signale L und R abgeleitet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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