DE1925308C - Scharnier, insbesondere Möbelscharnier - Google Patents
Scharnier, insbesondere MöbelscharnierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Scharnier, insbesondere Möbelscharnier, mit einem an einer Seitenwand zu
befestigenden Tragkörper, welcher zumindest teilweise einen U-förmigen Querschnitt aufweist und
zwischen den senkrecht zur Seitenwand gerichteten Schenkeln einen zur gelenkigen Verbindung mit dem
Türflügel dienenden Gelenkarm aufnimmt, wobei der Gelenkarm nach dem Entfernen seiner Befestigungsschraube
vom Tragkörper frei abhebbar ist.
Bei bekannten Scharnieren dieser Art sind die Gelenkarme entweder ebenso wie der Tragkörper
mit U-förmigem Querschnitt oder aber als massive Spritzgußteile ausgeführt. In allen bekannten Fällen
ergeben sich verhältnismäßig hohe Material- und Herstellungskosten.
Weiterhin sind bereits Scharniere bekannt, bei denen der den Gelenkpunkten tragende Gelenkarm
als flacher Teil ausgeführt ist, welcher hochkant bzw. senkrecht zur Möbelwand stehend an der Möbelseitenwand
mit Hilfe eines entsprechend ausgeführten Tragkörpers befestigt wird. Nachteilig ist bei dieser
bekannten Scharnierart jedoch, daß der Gelenkarm bei der Befestigung am Tragkörper in Längs-
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richtung in eine entsprechende Bohrung dieses Körpers
eingeschoben und dann durch eine Anpreßschraube gesichert wird, so daß ein freies Abheben
des Gelenkanßs vom Tragkörper nach dem Entfernen der Befestigungsschraube bzw. Halteschraube
für den Gelenkarm nicht möglich ist, wie dies für eine einfache Befestigung von mit den Scharnierteilen
vormontierten Türflügeln an den Möbelkörper erforderlich ist und außerdem eine einfache Verstellmögiichkeit
des GelenUarms in Richtung senkrecht zur
Möbelseitenwand vollkommen ausscheidet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile bekannter Scharnierausführungen
zu vermeiden und ein besonders einfach aufgebautos und vor allem auch leicht montierbares
Scharnier zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Scharnier der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß so aufgebaut,
daß der Gelenkarm aus zwei flachen bandförmigen Teilen besteht, die hochkant und senkrecht
zur Seitenwand stehend, sowie flach aneinanderliegend mit ihren äußeren Oberflächenseiten an je
einer Innenfläche der als Führungsflächen dienenden Schenkel des Tragkörpers anliegen, und daß zumindest
einer der Teile des Gelenkarms im Bereich des Tragkörpers derart gekröpft ist, daß zwischen
beiden Teilen wenigstens ein länglicher Spalt zum Durchführen einer Befestigungsschraube entsteht.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß der Gelenkarm bei geringem Materialverbrauch durch einen einfachen
Stanzvorgang hergestellt werden kann und dabei trotzdem ein freies Abheben vom Tragkörper
gestattet u.id die Möglichkeit einer einfachen Verstellung in Längsrichtung und in Richtung senkrecht
zur Möbelseitenwand bietet.
Um den Abstand des Gelenkarms von der Möbelseitenwand verstellen zu können, ist bei dem erfindungsgemäßen
Scharnier am Tragkörper ein Exzenter vorgesehen, gegen welchen die Teile des Gelenkarms
mit ihrer möbelseitigen Längskante anliegen und mit dem der Abstand des Gelenkarms
vom Möbelstück verstellbar ist. Die Lagerzapfen dieses mit seiner Drehachse quer zum Gelenkarm
verlaufenden Exzenter? werden dabei vorzugsweise durch in den Längsseiten des Tragkörpers vorgesehene
Vertiefungen gebildet, die sich bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung an dem
beim montierten Scharnier über die Möbelssitenwand hinausragenden gelenkseitigen Ende des Tragkörpers
befinden, wobei dann an der der Möbelseitenwand zugewandten Oberfläche des Tragkörpers,
den Vertiefungen gegenüberliegend, eine parallel zur Möbelseitenwandstirnfläche verlaufende Lasche vorgesehen
ist, die infolge der Eigenelastizität des Tragkörpers beim Festziehen der Befestigungsschraube
über den Exzenter gegen die Möbelseitenwandstirnfläche angepreßt wird.
Durch diese Anordnung ist erreicht, daß der Exzenter durch Verlagerung vor die Möbelseitenwandstirnfläche
möglichst gut zugänglich ist, wobei gleichzeitig durch die sich gegen die Möbelstirn abstützende
Lasche eine Überbeanspruchung des Tragkörpers vermieden und eine zusätzliche Drehsicherung
des Tragkörper:; erreicht ist. Dieser Effekt ist selbstverständlich dann besonders stark ausgeprägt,
wenn sowohl der Tragkörper als auch der an diesem angeformte laschenförmige Ansatz aus elastischem
Material, z. B. aus Kunststoff bestehen.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Teile des Gelenkarms an ihrem
gelenkseitigen Ende hakenartig abgewinkelt, so daß sie nach der Montage des Scharniers am Möbel um
die Möbelseitenwandstirnfläche herumgreifen. Um die beiden Gelenkarmtcile zusammenzuhalten und
deren Auseinanderklaffen am gelenkseitigen Ende zu verhindern, weist der als Scharniergehäuse ausgebildete
türseitige Gelenkträger für die Gelenkarmteile
in Führungsflächen auf, die von einem in seiner Stirnwand
angeordneten Schlitz und von einer Bodenaussparung im Gehäuse gebildet werden, in die beim
Schließen der Tür der abgewinkelte Bereich des Ge-Isnkarins
hineinschwenkt. Bei Verwendung dieser Führungsflächen ist es aus C änden der Materialersparnis
zweckmäßig, ein ruiid"s trogartiges Gehäuse
vorzusehen, dessen Längsachse parallel zur Türfläche verläuft und das zur Befestigung am Türflügel
in einer von der Türstirn ausgehenden zylinderföniiigen
Bohrung untergebracht ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den F i g. 1 bis 5 wiedergegeben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht de& Scharniers gemäß
r1 r vorliegenden Erfindung,
Fig. 2a, 2b und 2c den Gelenkarm des in der Fig. 1 gezeigten Scharniers,
Fig. 3a, 3b, 3c und 3d den Tragteil dieses
Scharniers in der Draufsicht (3 a), in einer Ansicht von unten (3 b) sowie in einem Längs- und Querschnitt
(3c bzw. 3d),
Fig. 4a und 4b den Exzenter zum Verstellen des
Abstands zwischen Gelenkarm und Möbelstück in einer Seitenansicht (4 a) sowie in der Draufsicht (4 b)
und
F i g. 5 a 5 b, 5 c und 5 d ein Zwischengehäuse zur Aufnahme des Gelenkpunkts in einer Frontansicht
(5 a), der Draufsicht (5 b) sowie in einem Quer- und Längsschnitt (5 c bzw. 5 d).
Die in der F i g. 1 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scharniers besteht aus einem
an einer Seitenwand 1 des Möbels befestigten Tragkörper 2, an dem seinerseits ein Gelenkarm 3 mit
Hilfe einer Befestigungsschraube 4 angeschraubt ist. Die Schraube greift dabei in das Gewinde eines nicht
näher dargestellten, innerhalb eines, Dübelzapfens 5
a !geordneten Speizkonus ein, so daß beim Festziehen der Befestigungsschraube 4 zugleich der an
dem Tragkörper 2 angeformte und in die Seitenwand 1 eingelassene Dübelzapfen 5 auseinanderge-
spreizt wird und sich mit seinen widerhakenartigen Rippen 6 fes* in dieser Seitenwand 1 verankert. Der
mit dem Tragkörper 2 verschraubte Gelenkarm 3 ist dabei, wie die F i g. 1 zeigt, so ausgeführt, daß er um
die Stirnkante der Seitenwand I heiumgreift und sein freies Ende sowie der an diesem Ende vorgesehene
einzige Gelenkpunkt 7 vor die Möbelstirnseite zu liegen kommt. Der Gelenkpunkt 7 wird in an sich
bekannter Weise von einem Bolzen T gebildet, der in der Nähe der Stirnseite des Türflügels 8 in einem
in den Türflügel 8 eingelassenen Gehäuse 9 beidseitig gelagert und durch eine Bohrung im Gelenkarm 3
hindurchgeführt ist. Der Abstand des Gelenkarms 3 von der Seitenwand 1 kann mit Hilfe eines Exzenters
10 verändert werden, gegen den der Gelenkarm 3 in
der Nähe der Möbelstimseite anliegt. .__
Der Gelenkarm 3 selbst besteht, wie die Fig. 2a, 2b und 2c zeigen, aus zwei bandförmigen Teilen 11
und 12, die vorzugsweise aus Blech gestanzt sind.
Wie insbesondere die Fig. 2b zeigt, sind die Teile 11 und 12 derart gekröpft, daß zwischen ihnen ein
länglicher Spalt 13 zum Durchführen der. Befestigungsschraube 4 hesteht. Die längliche Form des
Spaltes 13 erlaubt ein Verstellen des aus den beiden Teilen 11 und 12 bestehenden Gelenkarms 3 in
axialer Richtung, d. h. entlang der Oberflächenseite der Seitenwand 1, so daß zusammen mit der durch
den Exzenter 10 gegebenen Verstellmöglichkeit der Gelenkpunkt 7 des Scharniers in einer quer zur
Oberfläche der Tür verlaufenden Ebene beliebig verschoben werden kann und das Scharnier somit in
jeder in der Praxis erforderlichen Richtung justiert werden kann.
In den Fig. 3a, 3b, 3c und 3d ist der Tragkörper 2 im Detail dargestellt. Wie diese Figuren
zeigen, weist der Tragkörper 2 einen U-förmigen Querschnitt auf, der zwei Schenkel 14 und IS aufweist. Beide Schenkel erstrecken sich nahezu entlang
der gesamten Längsseitc des Tragkörpers 2, so daß »o
auch die gekröpften Teile II und 12 zwischen den durch die Schenkel 14, 15 gebildeten Führungsflächen liegen. Der Abstand der beiden Schenkel 14
und 15 ist dabei in der Umgebung einer für db Durchführung der Befestigungsschraube4 (Fig. 1)
vorgesehene Bohrung 16 so erweitert, daß auch die gekröpften Teile 11 und 12 zwischen den Schenkeln
14 und 15 Platz finden und das erwünschte Verschieben des Gelenkarms in axialer Richtung ohne Behinderung durcii die Schenkel möglich ist. Bei der
dargestellten Ausbildung des Tragkörpers ist es nicht •erforderlich, die beiden Teile 11 und 12 des Gelenkarms 3 durch eine besondere Verbindung, beispielsweise durch Nieten, Löten oder Schweißen u. dgl.,
miteinander zu verbinden, sondern sie werden ledig-Hch mit einer ihrer LMngsseitenkanten voraus nebeneinander zwischen die Schenkel 14 und 15 eingeführt
und dann mit der einzigen Befestigungsschraube 4, die hinter die dem Möbelstück abgewandte Längsseite dieser Teile greift, befestigt. Hierdurch erp,ibl
sich eine besonders einfache und billige Herstellung und vor allem auch eine sehr einfache Montage der
dargestellten Ausführungsform der Erfindung.
An der Unterseite des Tragkörpers 2 ist etwa in dessen mittlerem Bereich als einziges Befestigungsmittel der bereits erwähnte Dübelzapfen 5 angeformt, der eine zum Tragkörper 2 hin sich verengende Bohrung 17 aufweist, in der der oben erwähnte, nicht näher dargestellte Spreizkonus angeordnet ist. So
Das Verdrehen des Tragkörpers um den einzigen Dübelzapfen 5 wird durch eine an einer Stirnseite
des Tragkörpers 2 vorgesehene Lasche 18 verhindert, die. wie in der Fig. I näher dargestellt, um die
Innenkante der Seitenwand 1 hemmgretft und gegen deren Stirnseite anliegt. Wie bereits erwähnt, sind
außerdem an dem Tragkörper 2 Lagerstellen für den Exzenter 10 vorgesehen. Diese werden durch sattelartige möbelabgewandt offene Vertiefungen 19 gebildet, die an den Längsseiten des Tragkörpers 2 vor- 6c
«sehen sind. Der Exzenter 10 selbst besteht dabei Jos einem kreisscheibenförniigeu Teil 20, der an
»einen beiden einander gegenüberliegenden Oberlächcnserten je einen exzentrisch angeordneten
l-agerzanfen 21 aufweist (Fig.4a und 4b). Mit diexn !.agcrzapfcn 21 ist der Exzenter 10 quer zum
Gelenkarm 3 in den sattelartigen Vertiefungen 19 gehaltert. Um ein unerwünschtes Verdrehen des Exzenters 10 nach dem endgültigen Festziehen der Befestigungsschraube 4 zu verhindern, sind sowohl die
der Rundung der Lagerzapfen 21 angepaßten Bodenflächen der sattelartigen Vertiefungen 19 als auch die
Lagerzapfen 21 selbst mit einer Längsrändelung versehen. Um ein Verstellen des Exzenters 10 zu ermöglichen, sind dessen beide Lagerzapfen 21, wie die
Fig. 4a und 4b zeigen, mit je einem Schraubschlitz versehen.
Wie insbesondere die Fig. 3 zeigt, weisen die
sattelartigen Vertiefungen 19 im oberen Bereich eine durch eine Hinterschncidung 19' hervorgerufene Verengung auf, durch die der in Richtung der Exzenterebene von oben her in den Tragkörper 2 eingebrachte
Exzenter 10 an seinen Lagerzapfen 21 gehaltert und bei der Montage gegen ein Herausfallen gesichert ist.
Der einzige Gelenkpunkt 7 ist tUrscitig, wie bereits an Hand der Fig. 1 erläutert, in einem in den Türflügel P eingelassenen Gehäuse 9 vorgesehen. Die
Besonderheit besteht hierbei darin, daß dieses Gehäuse 9 in eine von der Stirnkante des Türflügels 8
in Richtung auf die Türmitte h.n zulaufende Bohrung untergebracht ist, in einer Bohrung also, die nicht
wie bei bekannten Scharnieren in die Türinnenseite, sondern in die Stirnkante des Türflügels 8 eingelassen ist. Die Bohrung ist dabei allerdings an der
Türinnenfläche für den Durchtritt des Gelenkarrm offen.
In den Fi g. 5 a bis 5 d ist das Gehäuse 9 im Detail
dargestellt, wobei in der Fig. 5a zum besseren Verständnis der Türflügel 8 zumindest teilweise angedeutet ist. Das Gehäuse 9 weist dabei seiner besonderen Montageari wegen in Längsrichtung einen im
wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf und ist an seiner Oberseite abgeflacht, so daß sich eine trogartig gewölbte Form ergibt. Um ein unerwünschtes
Herausziehen des Gehäuses 9 aus den Türflügel 8 bzw. aus der Bohrung zu vermeiden, ist an die Gehäuseseitenflächen eine Vielzahl von Widerhakenrippen 22 angeformt. Die Anordnung der Rippen nur
im seitlichen Bereich des Gehäuses 9 soll vei meiden,
daß aus Spanplatten gefertigte Türflügel 8 beim Eindrücken bzw. Einschlagen des Gehäuses 9 auseinandergetrieben werden. Durch die angeformten Rippen ist im allgemeinen eine ausreichende Halterung
des Gehäusrs 9 im Türflügel 8 sichergestellt, so daß zusätzliche Schraubenverbindungen nicht erforderlich sind.
Bei geschlossenem Türflügel 8 erfährt der Gelenkarm 3 an seinem die Möbelstirnkante sowie die
Lasche 18 des Tragkörpers 2 umgreifenden freien Ende (Fi g. 1) durch Führungswände 23 und 24 bzw.
durch eine von beiden begrenzte Bodenaussparung im Gehäuse 9 eine seitliche Abstützung.
Die Führungswände 23 und 24 sind dabei, wie die
Fig. 5b und 5c zeigen, über Versteifungsstege 25
und 26 mit der Gehäusewandung verbunden. Bei geöffnetem Türflügel 8 ist der Gelenkarm 3 in einem
Schlitz 27 an der dem Gelenkbolzen T benachbarten Stirnseite des Gehäuses 9 seitlich geführt.
Ebenso wie der Tragkörper 2 besteben auch der Exzenter 10 und das Gehäuse 9 vorzugsweise aus
Kunststori, wodurch sich besonders niedrige Herstellungskosten ergeben.
Claims (11)
1. Scharnier, insbesondere Möbelscharnier, mit einem an einer Seitenwand zu befestigenden S
Tragkörper, welcher zumindest teilweise einen U-förmigen Querschnitt aufweist und zwischen
den senkrecht zur Seitenwand gerichteten Schenkeln einen zur gelenkigen Verbindung mit dem
Türflügel dienenden Gelenkarm aufnimmt, wobei der Gelenkann nach dem Entfernen seiner Befestigungsschraube
vom Tragkörper frei abhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gelenkarm (3^ aus zwei flachen bandförmigen Teilen (11, 12j besteht, die hochkant i,nd
senkrecht zur Seitenwand stehend, sowie flach aneinanderliegend mit ihren äußeren Oberflächenseiten
an je einer Innenfläche der als Führungsflächen dienenden Schenkel (14, 15) des Tragkörpers
(2) anliegen, und daß zumindest einer der Teile (11, 12) des Gelenkarms (3) im Bereich
des Tragkörpers (2) derart gekröpft ist, daß zwischen beiden Teilen (11, 12) wenigstens ein länglicher
Spalt (13) zum Durchführen einer Befestigungsschraube (4; entsteht.
2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der gekröpfte Teilbereich
der Teile(ll, 12) des Gelenkarms (i/ zwischen
den Innenflächen der Schenkel (14, 15) liegt und der Abstand der beide" Innenflächen zur Aufnähme
des gekröpften Teils durch Materialaussparungen vergrößert ist.
3. Scharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragkörper (2) ein Exzenter
(10) vorgesehen ist, gegen den die Teile (11, 12) des Gelenkarms (3) mit ihrer möbelseitigen
Längskante anliegen und mit dem der Abstand zwischen der Seitenwand (1) und dem Gelenkarm (3) verstellbar ist.
4. Scharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (10) aus einem
kreisscheibenförmigen Teil (20) besteht, der an zwei exzentrisch an seinen beiden einander
gegenüberliegenden Oberflächenseiten angeordneten, senkrecht zu den Oberflächenseiten des
Gelenkarms (3) gerichteten Lagerzapfen (21) gehalten ist.
5. Scharnier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerzapfen (21) in sattelartigen
offenen Vertiefungen (19) an den Tragkörperlängsseiten einrastend gelagert sind, so daß
ein Einbringen in Richtung der Exzenterebene möglich ist, daß ferner die Bodenfläche der Vertiefungen
(19) der Rundung der Lagerzapfen (21) angepaßt ist, und daß sowohl die Lagerzapfen
(21) als auch die Vertiefungen (19) mit einer Längsrändelung versehen sind.
6. Scharnier nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stirnseiten der Lagerzapfen
(21) Schraubenschlitze vorgesehen sind, die ein Verdrehen des Exzenters (10) ermöglichen.
7. Scharnier nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (19) an
dem bei montiertem Scharnier über die Seitenwand hinausragenden, gelenkseitigen Ende des
Tragkörpers (2) vorgesehen sind, und daß an der der Seitenwund zugewandten Oberfläche des
Tragkörpers (2) den Vertiefungen (19) gegenüberliegend eine parallel zur Seitenwandstirnfläche
verlaufende Lasche (18) vorgesehen is'. die infolge der Eigenelastizität des Tragkörpers (2)
beim Festziehen der Befestigungsschraube (4) für den Gelenkarm (3) über den Exzenter (10) gegen
die Seitenwandstirnfläche angepreßt wird und durch diese Anpressung die Exzenterlagerung
festlegt
8. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Trag-
'körper (2) aus elastischem Material, insbesondere Kunststoff, besteht und an seiner der Seitenwand
(1) zugewandten Fläche einen vorzugsweise angeformten Dübelzapfen (5) mit einem Spreizkonus
aufweist, der mit einem Gewinde für die Befestigungsschraube (4) versehen ist und beim
Festziehen der Befestigungsschraube (4) den Dübelzapfen (5) auseinanderspreizt.
9. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Teile(ll, 12) des Gelenkarms (3) an ihrem gelenkseitigen Ende hakenartig abgewinkelt sind,
daß das freie Ende des Gelenkarms (3) in einem runden, trogartigen Gehäuse (9) gelagert ist, dessen
Längsachse parallel zur Türfläche verläuft, das zur Befestigung am Türflügel (8) in einer von
der Türstirn ausgehenden zylinderförmigen Bohrung untergebracht ist und das einen Schlitz (27)
in seiner Stirnwand zur Führung des Gelenkarms (3) und eine Bodenaussparung zur Aufnahme des
Gelenkarms (3) in der Schließstellung aufweist.
10. Scharnier nach Anspruch 9. dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Bodenaussparung
im Gehäuse (9) eine erweiterte Aussparung zur Aufnahme des Tragkörpers (2) in der Schließstellung
anschließt.
11. Scharnier nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuse (9) im seitlichen Bereich mit angeformten Widerhakenrippen
(22) versehen ist.
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