DE1775583C - Hydraulisches Servostellgerat fur ein hydrostatisches Getriebe - Google Patents
Hydraulisches Servostellgerat fur ein hydrostatisches GetriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Servostellgerät zur willkürlichen Betätigung der kombinierten
Hubvolumen Folgeeinstellung .der Pumpe und des Hydromotors eines hydrostatischen Getriebes, bei
dem zwischen einem Stellgerätgeber und einem Übertragungsgestänge ein federnd nachgiebiges Glied angeordnet
ist, dessen Feder die das Überrtragungsgestänge beaufschlagende Stellkraft begrenzt, und bei
dem eine auf die Getriebeeingangs(= Kraftmaschinen)drehzahl ansprechende hydraulische Übersteuerungseinrichtung
vorgesehen ist, die unabhängig von der Lage des Stellgerätgebers bei einem durch Belastungssteigerang
verursachten Drehzahlabfall der Kraftmaschine die Übersetzungseinstellung des Getriebes
in einem dem Drehzahlabfall entgegenwirkenden S!nn ändert.
Ein solches Stellgerät ist aus der (JSA.-Patent- -,dirift 3 173 243 bekannt
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein solches Stellgerät zur Folgeverstellung
der Pumpe und des Hydromotors zu schaffen, bei dem die Stellgeschwindigkeit an den Stellgliedern der
hydrostatischen Einheiten unabhängig von der Betätigung des Stellgerätgebers begrenzt wird, so daß der
Beschleunigungsvorgang in jedem Fall in zulässigen Grenzen bleibt und — insbesondere bei hoher Belastung
der Getriebeausgangswelle — die Getriebeeingangsdrehzahl nur unwesentlich gedrückt wird. Weiterhin
soll die kraftmaschinendrehzahlabhängige Übersteuerungseinrichtung unwirksam werden, wenn
die Kraftmaschinendrehzahl durch Verringern der Leistungseinstellung der Kraftmaschine wesentlich
herabgesetzt wird.
Diese Aufgabe wird durch die Kombination folgender Merkmale gelöst:
a) das Übertragungsgestänge weist eine verschiebliche Stange auf, welche die beiden Deckel
eines feststehenden Zylinders dichtend durchdringt und mit einem dichtend im Zylinder ge-
führten Kolben fest verbunden ist, der den Zy- entsprechende Maß herabgemindert wird. Das Anlinder
in zwei abgeschlossene, flüssigkeitsgefüllte fahren wird dadurch noch kürzer, weil die Vollei-Zylinderräume
aufteilt; stung zur Verfugung steht.
b) jeder der beiden Zylinderräume kann über ein Bei zusätzlicher Inanspnichnaheme der Antriebslei-Rückschlagventil
Flüssigkeit aus einem Vorrats- 5 stung durch Arbeitsgeräte, z. B. über die Zapfwelle
behälter nachsaugen und über je eine Drossel- bei einem Ackerschlepper, bleibt dem Fahrbetrieb
stelle Flüssigkeit abgeben; nur die restliche Leistung zur Verfügung. Bei Zu-
c) die verschieoliche Stange steuert eine Ver- nähme des Fahrwiderstandes über die Größe hinaus,
bindung zwischen den Zylinderräumen und einer bei welcher beide Leistungen zusammengenommen die
Übersteuerungsdruckleitung derart, daß in der io Volleistung des Antriebsmotors überschreiten, setzt
Mittelstellung des Kolbens diese Verbindung zu die selbsttätige Verstellung ein und verringert die
beiden Zylinderräumen hin gerade abgesperrt ist Fahrgeschwindigkeit, wobei der Fahrwiderstand bis
und bei einer außermittigen Stellung des KoI- zu der Grenze hochsteigen kann, welche auch nur bei
bens der jeweils kleinere Zylinderraurn mit der Volleistung für den Fahrantrieb allein erreicht wer-Übersteuerungsdnickleitung
verbunden ist; 15 den kann. Durch die Stellung des Fahrhebels kann
d) die Übersteuerungsdruckleitung ist über einen bei Einstellung der Volldrehzahl des Antriebsmotors
kraftmaschinendrehzahl abhängig gesteuerten nach Belieben auf selbsttätige Regelung, also Lei-Sperrschieber
eines Steuergeräts mit einer von stungsregeluug, eingestellt werden, mit entsprechend
der Krafünaschinenwelle getriebenen Hilfs- dem veränderlichen Fahrwiderstar. ■■ veränderlicher
pumpe derart verbindbar, daß diese Verbindung ao Fahrgeschwindigkeit odqr auf konstante Fahrgebei
voller Drehzahl der Kraftmaschine geschlos- schwindigkeit, die man dadurch erreicht, daß die
sen, bei 90 bis 95 Vo der vollen Drehzahl geöff- Leistung des Antriebsmotors nicht voll in Anspruch
net und bei Unterschreitung dieser Drehzahl genommen wird, so daß er sich in seinem oberen
wieder geschlossen ist Abregelbcreich befindet.
Das Merkmal a) ist s^hon aus der USA.-Patent- »5 Bei Bergabfahrt ist die Bremswirkung durch die
schrift 3054263 bekannt Einstellung des SteMgerätgebers, d.h. die Drehzahl
Das Merkmal b) ist für sich z. B. aus der »Techni- des bremsenden Antriebsmotors, bestimmt Die
rchen Rundschau« Nr. 26 vom 14. 6. 1963, S. 29 be- Selbstregelung greift nicht ein, weil sie nur bei Dreh-
kannt. zahldrückung anspricht. Hinzu kommt noch, daß bei
Das Merkmal c) ist grundsätzlich aus der USA.- 30 Arbeitsmaschinen, wo neben der Fahrleistung außer-
Patentschrift 2 882 685 bekannt Bei diesem bekann- dem für die Arbeitsgeräteleistung vom Antriebsmotor
ten Getriebe wird auf diese Weise einem zwangläufig gefordert wird, bei Arbeitsvorgängen, in denen
gesteuerten hin- und hergehenden Pumpenkolben an gleichzeitig ein Fahrvorschub, z. B. bei einem PIa-
den Enden des Hubes Druckflüssigkeit aus einer niergerät, neben der Fahrleistung gefordert wird,
Hilfsdruckleitung zum Zweck der Durchspülung zu- 35 diese Selbstregelung bei Überlastung des Antriebsmo-
geführt tors diesen auf Volleistung festhält und über die Ver-
Weiterhin if es bereits bekannt, bei einem hydro- ringerung der Fahrgeschwindigkeit die volle Vorstatischen
Getriebe mit willkürlich einstellbarem schubkraft aufrechterhalten wird. Diese Einrichtung
Hubvolumen der Pumpe und des Hydromotors und führt also zu der gleichen Wirkung, die sonst unter
Folgesteuerung die Übersteuerungsdruckleitung über 40 einer Summenregelung erzielt wird,
einen kraftmaschinendrehzahlabhängig gesteuerten Mit dem erfindungsgemäßen Stellgerät läßt sich Sperrschieber eines Steuergeräts mit einer von der diese Selbstregelung laufend von Hand einstellen, in-Kraftmaschinenwelle getriebenen Hilfspumpe derart dem man den Stellgerätgeber auf eine Stellung bringt, zu verbinden, daß bei einem Ausfall der Kraftmaschi- in der die Antriebsleistung überfordert wird. Die nendrehzahl die ÜbersetzungseinsteUung in einem die 45 Selbstregelung hält den Antriebsmotor in seiner Kraftmaschinendrehzahl konstant haltenden Sinn ge- Drückungsdrehzahl bei Vollast fest, also bei seiner ändert wird. größtmöglichen Arbeitsintensität unter höchstmögli-
einen kraftmaschinendrehzahlabhängig gesteuerten Mit dem erfindungsgemäßen Stellgerät läßt sich Sperrschieber eines Steuergeräts mit einer von der diese Selbstregelung laufend von Hand einstellen, in-Kraftmaschinenwelle getriebenen Hilfspumpe derart dem man den Stellgerätgeber auf eine Stellung bringt, zu verbinden, daß bei einem Ausfall der Kraftmaschi- in der die Antriebsleistung überfordert wird. Die nendrehzahl die ÜbersetzungseinsteUung in einem die 45 Selbstregelung hält den Antriebsmotor in seiner Kraftmaschinendrehzahl konstant haltenden Sinn ge- Drückungsdrehzahl bei Vollast fest, also bei seiner ändert wird. größtmöglichen Arbeitsintensität unter höchstmögli-
Es ist auch schon bekannt (deutsches Gebrauchs- chen Arbeitsleistungen.
muster 189b 718), zum Zweck der Begrenzung der Vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes
Beschleunigung bzw. der Verzögerung der Abtriebs- 50 des Hauptanspruches sind in den Unteranspruchen
welle eines hydrostatischen Getriebes in der zu einem u"ier Schutz gestellt.
hydraulischen Stellzylinder führenden Servoleitung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist m der
eine veränderliche Drowelstelle vorzusehen. Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden nähei
Durch die Erfindung wird ermöglicht, daß die beschrieben. Es zeigt
Steuerung der Verstellgeschwindigkeit eine Wahl der 55 Fig. 1 ein vereinfachtes Hydraulikschaltbild füi
Einstellung der Anfahrbeschleunigung des Fahrzeu- ein hydrostatische, Getriebe,
ges in einer Höhe erlaubt, weiche auch noch ertrag- Fig. 2 eine schematische Darstellung der Steue-
Hch ist, wenn das Fahrzeug durch Gewichts- oder rung und
Anhängelasten unbelastet ist. Für das Anfahren mit F i g. 3 eine schematische Darstellung der Einrich
besonders hohen Gewichts- oder Anhängelasten ge- 60 tung zur Begrenzung der Anfahrbeschleunigung dei
nügt die Einrichtung für die Steuerung der Versteüge- selbsttätigen Verstellung.
schwindigkeit nicht mehr. Eine Drchzahldrückung des In F i g. 1 ist in vereinfachter Form ein Hydraulik
Antriebsmotors bis zum Stillstand mit besonders ho- schaltbild für ein hydrostatisches Getriebe der be
her Belastung des Getriebes ist bei schneller Betäti- schriebenen Art dargestellt. Die Pumpe 1 wird voi
gung des Fahrhebels unvermeidlich. Durch die selbst- 65 dem nicht dargestellten Antriebsmotor über Kraftina
tätige Verstellung wird ervicht, daß die Drehzahl des schiuenwelle 2 angetrieben und fördert das öl in dei
Antriebsmotors nur unwesentlich gedrückt wird, in- geschlossenen Hydraulikkreis 3, in welchem der Hy
dem die Verstellgeschwindigkeit selbsttätig auf das dromotor 4 des hydrostatischen Getriebes liegt, de
sein Drehmoment über den Wellenanschluß 5 weitergibt. Die Hilfspumpe 6 wird ebenfalls über die Kraftmaschinenwelle
2 angetrieben und fördert das öl über die Leitung 7 und das Steuergerät 8 in die Leitung
9. Die Leitung 9· ist über Rückschlagventile 10 und 11 mit den beiden Strängen des Hydraulikkreises
zwischen Pumpe 1 und Hydromotor 4 verbunden, wodurch die Hilfspumpe 6 jeweils in den Strang des
Hydraulikkreises 3 fördert, in welchem das öl aus dem Hydromotor 4 zur Pumpe 1 zurückfließt. Ein
Umschalter 12 verbindet selbsttätig jeweils diesen Strang mit dem Druckbegrenzungsventil 13, welches
den Druck in diesem Strang des Hydraulikkreises 3 und damit auch den Druck in den Leitungen 7 und 9
der Hilfspumpe 6 bestimmt.
Eine gewisse Öl menge der Hilfspumpe 6 läuft also über das Druckbegrenzungsventil 13, die Leitung 14
und den Wärmetauscher 15 in den ölvorratsbehälter 16, aus dem die Hilfspumpe 6 ihr öl über die Leitung
17 ansaugt. Die Vorstelleinrichtung der Pumpe 1 isi schematisch durch das Vs-Wegeventil 18 und den
Servo-Motor 19 der Pumpe 1 in der Stellung dargestellt, in welcher der Servo-Motor 19 blockiert ist.
Das Va-Wegeventil 18 kann also die Leitung 9 an den Servo-Motor 19 schalten, in Mittelstellung blockieren
und in der anderen Stellung den Servo-Motor 19 über die Leitung 20 mit dem ölvorratsbehälter 16 verbinden.
Eine vollkommen gleichartige Einrichtung für die Verstellung des Hydro-Motors 4 ist das Vs-Wegeventil
21 mit dem Anschluß zum Servomotor 22 und der Leitung 23 vom Servomotor 22 in den ölvorratsbehälter
16. Die Verstellung des hydrostatischen Getriebes erfolgt über den Fahrhebel 24, der durch das
Vs-Wegeventii 18 und ein hier nicht eingezeichnetes, später noch zu beschreibendes Pumpenstellglied, einwirkt.
Dabei wird über die Stange 25, an deren Ende ein Längsschlitz 26 vorgesehen ist die nacheinanderfolgende
Verstellung von Pumpe 1 und Hydromotor 4 bewirkt. Die Vorrichtung 27 zur Steuerung der
Verstellgeschwindigkeit ist über die Übersteuerungsdruckleitung 28 am Steuergerät 8 angeschlossen.
In F i g. 2 ist die gesamte Steuerung schematisch dargestellt. Der drehbar gelagerte Fahrhebel 24 kann
vorwärts und rückwärts verschwenkt werden. Als Doppelhebel ausgebildet wirkt er am entgegengesetzten
Ende über die vorgespannte Feder 29 auf die Stange 30, welche an der Stange 31 angelenkt ist, die
dichtend im Zylinder 32 verschiebbar lagert Auf der Stange 31 ist ein Kolben 33 befestigt, der ebenfalls
dichtend im Zylinder 32 verschiebbar ist Die beidseitig des Kolbens 33 entstehenden Zylinderräume 39
sind gegeneinander und nach außen abgedichtet und mit öl gefüllt. Bei der Bewegung des Kolbens 33 wird
das öl in vertikaler Richtung durch die Rückschlagventile 36 und 37 nach oben Ober die Leitung 38 verdrängt
und gleichzeitig wird von unten über die Rückschlagventile 34 und 35 aus dem ölvorratsbehälter
16 öl nachgesaugt Vor den Rückschlagventilen 36 und 37 sind Drosselstellen 40 und 41 angeordnet,
welche jeweils in dem Zylinderraum 39 vor dem Kolben 33, aus dem das öl verdrangt wird, Druck erzeugen.
Die Stange 31 ist an dem Puropenstellglied 42 gelenkig angeschlossen. Das Pumpemtellglied 42 ist am
«neu Ende an der Schwenkscheibe 43 der Pumpe 1
und am anderen Ende am Steuerzylinder 44 des «/i-Wegeventfls 18 gelenkig angeschlossen. Das
Vs-Wegeventil 18 ist über die Leitungen 45 und 46 mit den Zylindern 47 und 48 des Servomotors 19,
welcher die Schwenkscheibe 43 verstellt, und über die Leitung 49 mit der Leitung 9 der Hilfspumpe 6 ver-
bunden. Die Stange 25 mit dem Längsschlitz 26 ist an dem Pumpcnstcllglied 42 gelenkig angeschlossen. In
den Längsschlitz 26 greift ein verschiebbarer Gleitstein 50 ein, der am Hebel 51 befestigt ist. Der Hebel
51 ist im Punkt 52 drehbar gelagert und über ein Gclenk 53, eine Stange 54 und ein weiteres Gelenk 55
mit dem Stellglied 56 verbunden.
An der Stange 51 ist im Punkt 57 eine Stange 58 gelenkig angeschlossen, die über ein Gelenk 59 am
zweiarmigen Hebel 60 angelenkt ist. Der im Punkt 61 gelagerte zweiarmige Hebel 60 greift mit seinem anderen
Ende über einen fest an ihm angebrachten Gleitstein 62 ebenfalls in den Längsschlitz 26 ein. Die
Hebellängenverhältnisse & zu α an der Stange 51 sind
dabei gleich den Hebellängenverhältnissen b' zu a!
ao am zweiarmigen Hebel 60. Das Stellglied 56 ist an einem Ende mit der Schwenkscheibe 63 des Hydromotors
4 und am anderen Ende mit dem Steuerzylinder 64 des Vs-Wegcventils 21 gelenkig verbunden.
Das Va-Wegeventil 21 ist über die Leitungen 66 und
as 67 mit den Zylindern 68 und 69 des Servomotors 22,
welcher die Schwenkscheibe 63 verstellt, verbunden. Der Steuerzylinder 64 wird zusätzlich durch die Kraft
einer Feder 65 beaufschlagt.
In F i g. 3 ist die Steuerung der selbsttätigen Verstellung des Übersetzungsverhälnisscs schematisch
dargestellt. An der Leitung 7 ist das Steuergerät 8 angeschlossen. Parallel zu dem Steuergerät 8 ist in der
Leitung 7 eine Drosselstelle 71 vorgesehen. In einer Bohrung 72 des Zylinders 70 ist ein Sperrschieber 73
verschiebbar und dichtend eingepaßt und wird durch eine Regel feder 74 beaufschlagt Der in der Stirnseite
des Sperrschiebers 73 befindliche Raum 75 ist über die Leitung 76 mit der Leitung 7 verbunden. Ebenso
steht der an der Rückseite des Kolbens 73 vorhandene Raum 77 über eine Leitung 78 mit der Leitung
7 in Verbindung. Dabei mündet die Leitung 76 vor und die Leitung 78 hinter der Drosselstelle ' in
die Leitung 7.
Der Sperrschieber 73 hat eine Eindrehung 79, welche über Bohrungen 80 mit dem Raum 77 an der Rückseite des Sperrschiebers 73 verbunden ist In dem Zylinder 70 ist eine weitere Bohrung 81 vorgesehen, an welcher die Übersteuerungsdruckleitung 28 angeschlossen ist Die Übersteuerungsdruckleitung 28
Der Sperrschieber 73 hat eine Eindrehung 79, welche über Bohrungen 80 mit dem Raum 77 an der Rückseite des Sperrschiebers 73 verbunden ist In dem Zylinder 70 ist eine weitere Bohrung 81 vorgesehen, an welcher die Übersteuerungsdruckleitung 28 angeschlossen ist Die Übersteuerungsdruckleitung 28
steht über Nuten 82 und 83 mit den vor und hinter dem Kolben 33 befindlichen und mit öl gefüllten Zylinderräumen
39 in Verbindung.
Die Stange 31 ist dabei mit Abdrehungen 84 versehen, die so gestaltet sind, daß jeweils nur der von der
Mittelstellung des Kolbens 33 aus gesehen sich verkleinernde Zylinderraum 39 mit der Übersteuerungsdruckleitung
28 verbunden ist Die Verbindung wird dann hergestellt, wenn die Durchflußmenge in der
Leitung 7 infolge einer DrehzshldrOckung des Antriebsmotors
um etwa 10 Vo von seiner Volldrehzahl absinkend kleiner wird und die Regelfeder 74 den
Sperrschieber 73 verschiebt, so daß die Eindrehung 79 mit der Bohrung 81 zur Deckung kommt Der
Kolben 33 wird dann gegen die Feder 29 z.urückgeschoben
und verstellt damit das Übersetzungsverhältnis des hydrostatischen Getriebes so weit, daß selbst
bei zunehmendem Fahrwiderstand keine höhere Belastung des Antriebsmotors möglich ist
Wird jedoch die Drehzahl des Antriebsmotors über den Gashebel zurückgenommen (d. h. mehr als 10%
Drehzahlverringerung), so wird der ölstrom in der Leitung 7 wesentlich geringer und damit auch die
Druckdifferenz an der Drosselstelle 71. Der Sperrschieber 73 wird dadurch von det Regelfeder 74 so
weit verschoben, daß die Verbindung zwischen der Leitung 7 und der Übersteuerungsdruckleitung 28
völlig unterbrochen ist, wodurch die selbsttätige Ver
stellung de« Übersetzungsverhältnisse s unwirksam geworden ist.
Die Vorrichtung für die selbsttätige Verstellung des Übersetzungsverhältnisses kann über eine Verstellschraube, auf welcher sich die Regelfeder 74 abstützt, beliebig eingestellt und eventuell nach Veränderung bei langer Betriebsdauer nachjustiert werden.
Für die Ansprüche 2 bis 4 wird nur Schutz im Zusammenhang mit dem Hauptanspruch begehrt.
309608/59
Claims (4)
1. Hydraulisches ServosteUgerät zur wülkürlichen
Betätigung der kombinierten Hubvolumen-Folgeeinstellung der Pumpe und des Hydromotors eines hydrostatischen Getriebes, bei dem zwischen
einem SteBgerätgeber und einem Übertragungsgestänge ein federnd nachgiebiges Glied angeordnet
ist, dessen Feder die das Übertragungsgestänge beaufschlagende Stellkraft begrenzt, und
bei dem eine auf die Getriebeeingangs(= Kraftmaschinen)-drehzahl
ansprechende hydraulische Übersteuerungseinrichtung vorgesehen ist, die unabhängig
von der Lage des Stellgerätgebers bei eineni durch B'r'astungssteigerung verursachten
Drehzahlabfall der Kraftmaschine die Übersetzungseinstellung des Getriebes in einem dem
Drehzahlabfall entgegenwirkenden Sinn ändert, so
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) das Übertragungsgestänge weist eine verschiebliche Stange (31) auf. welche die beiden
Deckel eines feststehenden Zylinders (32) dichtend durchdringt und mit einem dichtend im Zylinder geführten Kolben (33)
fest verbünde·· ist, der d°n Zylinder in zwei
abgeschlossene, flüssigkeitsgef^Jlte Zylinderräume
(39) aufteilt;
b) jeder der beiden Zylinderräuir : (39) kann
über ein Rückschlagventil (34 bzw. 35) Flüssigkeit aus einem Vorratsbehälter (16) nachsaugen
und über je eine Drosselstelle (40 bzw. 41) Flüssigkeit abgeben;
c) die verschiebliche Stange (31) steuert eine . Verbindung zwischen den Zylinderräumen
(39) und einer Übersteuerungsdruckleitung (28) derart, daß in der Mittelstellung des
Kolbens (33) diese Verbindung zu beiden Zylinderräumen hin gerade abgesperrt ist
und bei einer außermittigen Stellung cbs Kolbens der jeweils kleinere Zylinderraum
mit der Übersteuerungsdruckleitung (28) verbunden ist;
d) die Übersteuerungsdruckleitung (28) ist über einen kraftmaschinendrehzablabhängig gesteuerten
Sperrschieber (73) eines Steuergeräts (8) mit einer von der Kraftmaschinenwelle (2) getriebenen Hilfspumpe (6) derart
verbindbar, daß diese Verbindung bei voller Drehazhl der Kraftmaschine geschlossen, bei
90 bis 95% der vollen Drehzahl geöffnet und bei Unterschreitung dieser Drehzahl wieder geschlossen ist. SS
2. ServosteUgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (8) nach Art
eines Stromreglers ausgebildet und aus einer in den Hydraulikkreis der Hilfspumpe (6) eingeschalteten
Drosselstelle (71) besteht, die mit So einem parallel und in Überlagerung geschalteten,
in dem Zylinder (70) dichtend und verschiebbar geführten, federbelasteten Sperrkolben (73) verbunden
ist, dessen Stirnseite mit dem Druck, der vor der Drosselstelle (71) herrscht und dessen
Rückseite mit dem Druck, der hinter der Drosselstelle (71) herrscht, beaufschlagt ist, wobei bei
absinkender Durchflußmenge durch die Drosselstelle (71) das Druckmittel aus dem Raum hinter
der Rückseite des Kolbens (73) über im Sperrkolben (13) vorhandene Eindrehungen (79) und
Bohrungen (80) jeweils in einen der beiden Zylinderräume (39) des Steuergeräts (8) leitbar ist
3. Servostellgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsgestänge
(30,31,25) zur Erreichung einer Folgeverstellung der Pumpe (1) und des Hydromotors (4)
direkt mit dem Pumpenstellglied (42, 43) gekoppelt ist und an seinem hydromotorseitigen Ende
e:n Langsschlitz (26) aufweist, in dem ein einarmiger,
drehbar gelagerter Hebel (51) eingreift, der einerseits mit einem Stellglied (56) für die
Verstellung des Hydromotors (4) gelenkig verbunden und andererseits an einen zweiarmigen
Hebel (60) angelenkt ist, der ebenfalls in den Längsschlitz eingreift
4. Servostellgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzf ichnet, daß der einarmige Hebel (51) an
dem zweiarmigen Hebel (60) derart angelenkt ist, daß die Hebelverhältnisse im einarmigen Hebel
und im zweiarmigen Hebel, vom Lagerpunkt aus gesehen, gleich sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681775583 DE1775583C (de) | 1968-08-29 | Hydraulisches Servostellgerat fur ein hydrostatisches Getriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681775583 DE1775583C (de) | 1968-08-29 | Hydraulisches Servostellgerat fur ein hydrostatisches Getriebe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1775583A1 DE1775583A1 (de) | 1972-01-20 |
| DE1775583B2 DE1775583B2 (de) | 1972-07-20 |
| DE1775583C true DE1775583C (de) | 1973-02-22 |
Family
ID=
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