DE176840C - - Google Patents
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- DE176840C DE176840C DENDAT176840D DE176840DA DE176840C DE 176840 C DE176840 C DE 176840C DE NDAT176840 D DENDAT176840 D DE NDAT176840D DE 176840D A DE176840D A DE 176840DA DE 176840 C DE176840 C DE 176840C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R27/00—Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
- G01R27/28—Measuring attenuation, gain, phase shift or derived characteristics of electric four pole networks, i.e. two-port networks; Measuring transient response
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im folgenden soll ein einfaches Verfahren beschrieben werden, mit welchem man beliebige
elektrische Schwingungskreise, wie sie vor allen Dingen auf dem Gebiete der drahtlosen
Telegraphie vorkommen, auf ihre Dämpfung hin untersuchen kann. Ruft man in einem elektrischen Schwingungskreise
irgendwie, z. B. durch eine Funkenstrecke, eine reine gedämpfte Sinusschwingung hervor
und läßt von diesem Erregerkreis einen fe zweiten elektrischen Schwingungskreis, den
W- Resonanzkreis, durch lose Kopplung in
»Schwingungen versetzen, so hängt die im Resonanzkreis schwingende Energie bei sonst
gleichen Verhältnissen von dem Grade der Abstimmung der beiden Kreise aufeinander
ab. Die Kurve, die diese Abhängigkeit darstellt, ist die sogenannte Resonanzkurve. Aus
dieser Resonanzkurve kann nach Bj e r k η e s ohne weiteres die Summe der logarithmischen
Dekremente der Dämpfungen der beiden Kreise ermittelt werden. Ist die Wellenlänge
des einen der beiden Schwingungskreise variabel, so kann man ohne weiteres einige
Punkte dieser Resonanzkurve aufnehmen und daraus die Dämpfung berechnen.
Das vorliegende neue Verfahren soll nun diese jedesmalige Rechnung vermeiden und
die Dämpfungssumme an einer Skala oder ähnlichen Vorrichtung abzulesen ermöglichen.
Zu dem Zweck wird in dem Kreise, in welchem die Wellenlänge variabel ist, sowohl
Selbstinduktion als auch Kapazität variabel gemacht. Dadurch nun, daß man z. B. stets
mit der variablen Kapazität die beiden Kreise aufeinander abstimmt, d. h. in Resonanz
bringt, und dann mit der anderen variablen Größe, z. B. mit der Selbstinduktion, bis zu
einer gewissen Abnahme der im Resonanzkreis schwingenden Energie den Hilfskreis mit variabler Wellenlänge verstimmt, kann
man für einen gewissen Betrag der Verstimmung direkt die zugehörige Größe der Summe
der Dämpfungen der beiden Schwingungskreise angeben, und sie also auf einer ent-
sprechenden Skala der zweiten variablen Größe, hier z. B. der Selbstinduktion, ablesbar
anbringen. Macht man diese zweite variable Größe, welche ■ zur Verstimmung vorhanden
ist, nur stufenweise veränderlich, so ist es zweckmäßig, die Vorrichtung, mit welcher
man die Energie mißt (Energieanzeiger) so zu eichen, daß die Größe der angezeigten
Energie direkt die untersuchte Dämpfung angibt, vorausgesetzt ist hierbei, daß bei Ab- 55
Stimmung, z. B. durch Veränderung der Kopplung, der Energieanzeiger einen bestimmten
Ausschlag zeigt.
Kann man im zu untersuchenden Kreis eine reine gedämpfte Sinusschwingung hervorrufen
-— z. B. wenn es sich um Ermittlung der Dämpfung eines Kreises mit Funken-
strecke handelt, oder wenn man durch einen sehr stark gedämpften Schwingungskreis
mit Funkenstrecke (Stoßerregerkreis) annähernd eine sinusförmig gedämpfte Schwingung
im untersuchten Kreis erreichen kann·—, so benutzt man den untersuchten Kreis als
Erregerkreis und den Hilfskreis mit den bei-. den variablen Größen als Resonanzkreis, in
welchen man dann einen Energieanzeiger einschalten muß, sei es direkt oder durch einen
Transformator.
Kann man im zu untersuchenden Kreis keine annähernd reine gedämpfte Sinusschwingung
erzeugen, ohne seine Dämpfung zu ändern, so muß man ihn als Resonanzkreis benutzen und in ihm einen Energieanzeiger
anbringen. Der Hilfskreis wird dann als Erregerkreis benutzt, indem man ihn beispielsweise
durch eine Funkenstrecke erregt.
Die durch die Messung gefundenen Werte ergeben zunächst nur die Summe der Dämpfungen
beider schwingender Kreise. Es ist aber nicht schwer, daraus die Dämpfung des untersuchten zu bestimmen. Wird der untersuchte
Kreis als Erregerkreis benutzt, und der Hilfskreis als Resonanzkreis, so ist 1. vielfach
die Dämpfung dieses Hilfskreises gegenüber der des untersuchten Kreises vernachlässigbar
klein, 2. kann sie für jede Well en länge bestimmt und dem Apparat beigegeben werden, so daß sie ohne weiteres vom ermittelten
Skalawert abgezogen werden kann, um die gesuchte Dämpfung zu finden. Wird der untersuchte als Resonanzkreis verwendet, so
ist die Dämpfung des Hilfskreises, der dann als Erregerkreis fungiert, nicht mehr so klein,
daß sie vernachlässigt werden kann und nicht mehr ohne weiteres bekannt. Es kann aber
die Dämpfung des Hilfskreises als Erregerkreis leicht durch Zuhilfenahme eines zweiten
gleich oder anders gearteten Hilfskreises, dessen Dämpfung bekannt ist, bestimmt und
somit die gesuchte Dämpfung ermittelt werden.
In Fig. ι ist eine beispielsweise Ausführungsform
des Verfahrens dargestellt, wobei der Hilfskreis als Resonanzkreis und der untersuchte Kreis als Erregerkreis benutzt ist.
U ist der untersuchte, H ist der Hilfskreis.
Im untersuchten Kreis U ist / der Induktor, f die Funkenstrecke, K die Kapazität, L die
Selbstinduktion, und Q sind einige Windungen zur Kopplung mit dem -Hilfskreis. Im
Hilfskreis H ist C die variable Kapazität, V die variable Selbstinduktion, und P sind
eine oder mehrere Windungen zur Kopplung mit dem zu untersuchenden Kreis, T ist ein
Thermoelement, G ein zugehöriges Galvanometer. Statt des Thermoelementes können
selbstverständlich auch irgendwelche anderen Energieanzeiger verwendet werden, z. B.
Hitzdrahtinstrumente, Thermometer, Bolometer usw.
In Fig. 2 ist eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens dargestellt, wobei
der Hilfskreis als Erregerkreis und der untersuchte als Resonanzkreis benutzt ist. Die Bezeichnungen
sind entsprechend der Fig. 1 angewendet. Der Energieanzeiger kann selbstverständlich
auch mittels Transformators statt direkt in den Resonanzkreis eingeschaltet werden. Selbstverständlich kann der induzierte
Kreis in der beschriebenen Anordnung mit dem induzierenden Kreis galvanisch, induktiv
oder konduktiv gekoppelt sein, sei es durch Spulen oder Kapazitäten, wenn er nur
genügend lose mit dem induzierenden gekoppelt ist.
Claims (3)
1. Verfahren zur Messung der Dämpfung elektrischer Schwingungskreise, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Schwingungskreis (Hilfskreis), dessen Schwingungszahl sowohl durch Veränderung
seiner Kapazität als auch seiner Selbstinduktion geändert werden kann/ zunächst bei einer bestimmten Einstellung
der einen variablen Größe durch Veränderung der anderen Größe auf den zu untersuchenden
Kreis durch Herbeiführung eines Maximalausschlages an einem direkt oder indirekt von dem Schwingungskreis
beeinflußten Energieanzeiger abgestimmt wird, worauf alsdann dieser Schwingungskreis
durch A^erändern der zweiten variablen Größe zu dem zu untersuchenden
Kreis um einen gewissen Betrag verstimmt wird, so daß die sich aus der hierdurch
auftretenden Ausschlagveränderung "'des Energieanzeigers im Vergleich zu dem
Betrag der Verstimmung ergebende Dämpfungssumme beider Kreise an einer entsprechend geeichten Skala an der zur
Verstimmung des Hilfskreises bestimmten variablen Größe oder am Energieanzeiger direkt ablesbar ist.
2. Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen mit dem zu untersuchenden Kreis lose gekoppelten Resonanzkreis,
welcher zur Veränderung seiner Wellenlänge sowohl eine veränderliche Selbstinduktion als auch eine veränderliche
Kapazität, sowie einen Energieanzeiger enthält, und wobei die Veränderung einer der beiden variablen Größen
des Hilfskreises auf einer zugehörigen Skala die Summe der Dämpfung beider
Kreise anzeigt, die bei einem bestimmten
Ausschlagverhältnis des Energieanzeigers der vorgenommenen Verstimmung entspricht.
3. \^orrichtung zur Ausübung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit variabler Kapazität
und Selbstinduktion versehene Hilfskreis einen Erregerkreis bildet, von dem aus
der- zu untersuchende Kreis als Resonanzkreis erregt wird und der Energieanzeiger
in den zu untersuchenden Kreis gelegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE176840C true DE176840C (de) |
Family
ID=441371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT176840D Active DE176840C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE176840C (de) |
-
0
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