DE1753665B - Kunstleder aus Polyolefinpolymensa - Google Patents

Kunstleder aus Polyolefinpolymensa

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merisate in geschäumter Form als Lederaustauschstoff molekularen, heptanlösliehem Propylenpolymerisat bekannt, Beschichtungen mit diesen Stoffen ergeben mit ataktischen und isotaktischen Anteilen enthält, zwar gebrauchstüchtige· Kunstleder, jedoch ist ihr Das Produkt erfordert keine gesonderte Reinigung Griff wesentlich schlechter als derjenige von Poly- und kann gegebenenfalls noch Katalysatorreste entvinylchlorid-Lederaustauschstoffen, Die Produkte sind 5 halten. Besonders geeignet ist eine Mischung aus etwa wachsartig und nicht mit Echtleder zu vergleichen. 10 Gewichtsprozent eines heptanlöslichen, nieder-Man ist daher schnell davon abgekommen, ge- molekularen Propylenpolymerisals mit artaktischen schäumte Polyolefine zur Herstellung von Lederersatz und isotaktischen Anteilen, deren mittleres Molekularzu verwenden, obgleich ein Kunstleder auf Poly- gewicht zwischen etwa 10 000 und etwa 100 000 liegt, äthylenbasis auch bei Temperaturen unter O0C sehr io Die Mischung enthält weiterhin etwa 90 Gewichtsgeschmeidig ist, im Gegensatz zu Produkten auf Poly- prozent eines hochmolekularen, stereoregulären Provinylchloridbasis, die wenige Grade unter 00C steif pylenpolymerisats, das zu 10 bis 30 Gewichtsprozent, werden und bei mechanischer Beanspruchung brechen. vorzugsweise 20 Gewichtsprozent, aus Polymeren mit
Es wurde nun ein Kunstleder in Form von mikro- einem mittleren Molekulargewicht von weniger als
porösen Flächengebilden gefunden, welches in über- 15 230 000 besteht, zu 30 bis 50 Gewichtsprozent, vor-
raschendem Maße gebrauchstüchtige Echtledereigen- zugsweise etwa 40 Gewichtsprozent, aus Polymeren
schäften aufweist. Das Kunstleder ist dadurch gekenn- mit mittleren Molekulargewichten zwischen etwa
zeichnet, daß es aus geschäumten Propylenpolymerisat 230 000 und 1150 000 und zu 30 bis 50 Gewichts-
besteht mit «_;nem hohen Anteil an stereoregulärem, prozent, vorzugsweise etwa 40 Gewichtsprozent, aus
hochmolekularem Propylenpolymerisat als Haupt- 20 Polymeren mit mittleren Molekulargewichten über
bestandteil und einem geringen Anteil an heptan- 1150 000, in denen bis zu etwa 5 Gewichtsprozent
löslichem, niedermolekularem Propylenpolymerisat, Polymere mit Molekulargewichten bis über 3 000 000
wobei die Rohdichte des ungeschäumten Materials enthalten sind. Das zur Herstellung des Kunstleders
kleiner ist als 0,90 und der Isotaktie-lndex des Poly- bevorzugte Polypropylen weist eine Uneinheitlichkeit
merisats etwa 90°/0 beträgt Unter Propylenpoly- 35 (Mwj~M„ — 1) von etwa 8,2 auf. Die reduzierte
merisat sollen Propylen-Homo-, Co- und/oder Pfropf- spezifische Viskosität rlrea., bestimmt durch Viskosi-
polymerisate verstanden werden. tätsmengen in Dekalin bei 135 C, beträgt dabei 9,81.
Das so gekennzeichnete Kunstleder in Form von Die Eigenschaften des erfindungsgemäßen Ledermikroporösen Flächengebilden verschiedener Art hat austauschstoffes lassen sich in Abhängigkeit von der den erv/ünschten lederartigen Griff und zeichnet sich 30 Molekulargewichtsverteilung der eingesetzten Produrch eine sehr gute Kältebt .,tändigkeit und hervor- pylenpolymerisate in gewissen Grenzen variieren. So ragende mechanische Festigkeitseigenschaften aus. ist es beispielsweise möglich, die Festigkeitseigjn-Der bei Lederaustauscnstoffe.i auf Polyolefinbasis schäften zu steigern, indem man dafüt Sorge trägt, bisher stets vorhandene wachsartige Griff liegt nicht daß ein möglichst hoher Anteil an hochmolekularem mehr vor. Trotz der hohen Geschmeidigkeit weist das 35 isotaktischem Propylenpolymerisat der vorstehend ererfindungsgemäße Kunstleder den für Echtleder cha- wähnten mittleren Molekulargewichte eingesetzt wird, rakteristischen Steifigkeitsgrad auf. Der Anteil an kristallinem taktischem Polymerisat
Die Herstellung der Flächengebilde erfolgt Vorzugs- bewirkt dabei vermutlich die von Echtleder nahezu
weise mit Hilfe eines Extruders, wobei ein besonders nicht zu unterscheidende Steifigkeit,
guter Erfolg erzielt wird, wenn die Propylenpoly- 40 Der erforderliche Anteil an niedermolekularen,
merisate mit niedrigsiedenden Lösungsmitteln, wie ataktischen und isotaktischen Propylenpolymerisaten
den hierfür bekannten Benzinfraktionen als Treib- ist für die gleichmäßige und mikroporöse Struktur der
mittel zu Flächengebilden aufgeschäumt werden. Flächengebilde verantwortlich. Ihre Menge und das
Diese Verarbeitung kann mit Hilfe einer Breitschlitz- Molekulargewicht dieser Anteile ist in gewissen
düse in an sich bekannter Weise erfolgen. Das Kunst- 45 Grenzen variabel. Sie richtet sich unter anderem nach
leder kann auch nach einer bevorzugten Herstellungs- der erwünschten Feinzelligkeit des Schaumes, den
weise als Blasfolie erzeugt werden. mechanischen, thermischen und gegebenenfalls elek-
AIs Treibmittel für das zu schäumende Polymerisat frischen Eigenschaften des herzustellenden Lederwerden übliche, niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe austauschstoffes und kann gegebenenfalls durch geeingesetzi, die unter Normalbedingungen flüssig oder 50 eignete Vorversuche ermittelt werden. Es hat sich gegasförmig sind und die der Schmelze des Polypropylens zeigt, daß die Zellgröße des Schaumstoffes um so im Extruder aufgedrückt werden. Diese Herstellungs- kleiner wird, je schwerer das Treibmittel in der Kunstweise ist weniger vorteilhaft, weil möglicherweise ein harzmasse löslich ist. Bei dem hochmolekularen temperaturbedingter Abbau der hochmolekularen, Propylenpolymerisat, das nicht lösungsmittelaffin ist, stereoregulären Propylenanteile eintreten kann. Es ist 55 wird durch Zugabe von Lösungsvermittlern erreicht, in diesem Falle auf eine genaue Temperaturführung zu daß die Einlagerung der Lösungsmittelteilchen über achten. Es ist ebenfalls möglich, den Extruder über den Vermittler in einem unlöslichen Teilchen ermögdeti Einfülltrichter mit einem Gemisch aus pulver- licht wird. Allgemein kann angenommen werden, daß f örmigem Polypropylen und dem bei Raumtemperatur die Kunstharzmasse dann zu dem gewünschten Produkt und Normaldruck flüssigen Kohlenwasserstoff zu be· 60 schäumbar wird, wenn die darin enthaltenen nieder* schicken. molekularen Anteile nicht nur lösungsmittelaffin sind,
Eine besonders gute, von Echtleder kaum zu unter· sondern — auf Orund ihrer unbeschränkten Mischscheidende Schaumfolie besteht erfindungsgemäß aus barkeit mit den lösungsmittelfeindlichen, hochmoleeinem vorzugsweise durch Gasphasenpolymerisation kularen Anteilen — quasi als Treibmittelüberträger (vgl, »Europa-Chemie«, Nr. 19, 1967, S. 11) herge- 6s füt die gesamte Kunstharzmasse wirken, stellten Propylenpolymerisat, das bereits von der Her- Bevorzugt ist es, wenn die niedermolekularen Anstellung her in statu nascendi einen gewissen Anteil, teile in dem vorzugsweise durch OasphasenpolymerivorzutBweise etwa 10 Gewichtsprozent an nieder- sation erhaltenen Polypropylen bereits von Anfang an
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einhalten sind, Das als besonders zweckmäßig er- eine mehr oder weniger mit der Grundfarbe kon-
mittelte und noch Katalysatorreste enthaltende Poly- trastierende zweite Farbe z, B, in Narbenvertiefungen merisat neigt überraschenderweise auch bei längerer einarbeitet. Besondere Effekte werden dann erreicht,
Licliteinwirkung nicht zum Vergilben, obgleich es an wenn die Folie vorher in der beschriebenen Weise mil
sich bekannt ist, daß geringe Mengen an Katalysatoren 5 transparenten Stellen versehen wurde,
eine Verfärbung des Kunststoffes begünstigen, Bei dem erfindungsgemäßen Lederaustauschstoff
Es ist ebenfalls möglich, die niedermolekularen entfallen die bisher stets erforderlichen Weichmacher
Anteile durch mechanisches Mischen hinzuzufügen, und Deckschichten. Es ist daher keine Weichmacherwobei diese m einem gesonderten Verfahren hergestellt wanderung und die hiermit einsetzende Versprödung
werden, beispielsweise gemäß der deutschen Patent- io des Kunstleders zu befürchten. Die guten mechanischen
schrift 1 050 004 oder 1 001 003, nach denen Propylen Eigenschaften bleiben über nahezu unbegrenzten Zeit-
mit Hilfe von Chromoxyd- oder Molybdänoxydkata- räumen erhalten.
lysatoren zu niedermolekularen Produkten umgeseztt Das Kunstleder ist selbst in Form dünner Folien
wird. hoch opak und weist einen strahlend weißen Farbton
Der Anteil an niedermolekularen Polymeren ist in 15 auf, der nicht zum Vergilben neigt. Zusätze z. B. von
gewissem Maße variabel. Es ist gleichfalls möglich, als Pigmenten, Antistatika, flammhemmenden Stoffen,
niedermolekularen Anteil einen mehr oder weniger Lichtschutzmitteln, Antioxydationsmitteln, Gleitmit-
großen Prozentsatz mit Polypropylen bzw. dessen Co- teln können dagegen in Spezialfällen eingearbeitet
und/oder Pfropfpolymerisaten verträglichen anderen werdsn, sofern dies wegen spezieller oder extremer
Polymerisaten, beispielsweise geeigneten Polyvinyl- 20 Beanspruchung des Materie . einmal erforderlich sein
verbindungen, Äthylen-Homo-, Co- oder Pfropfpoly- sollte.
merisaten, zu verwenden. Auch diese Anteile müssen Als vorteilhaft hat es sich weiterhin erwiesen, daß
dann gegebenenfalls von den hochmolekularen Poly- der erfindungsgemäße Lederaustauschstoff nicht zur
merisaten gesondert hergestellt werden. Wasseraufnahme neigt. Das Kunstleder ist somit un-
Polypropylene, die den erforderlichen niedermole- 25 empfindlich gegen ungünstige Lagerungsbedingungen,
kularen, heptanlöslichen Anteil an ataktischen und Überraschenderweise tritt auch bei längerer Bean-
isotaktischen Fraktionen und insbesondere den erfor- spruchung keine Verfärbung ein, wenn katalysator-
derlichen hochmolekularen, stereoregulären Anteil an haltiges, rohes Gasphasenpolymerisat als Ausgangs-
Propylenpolymerisaten mit einem Molekulargewicht stoff eingesetzt wurde. Dieser Befund ist überraschend,
über 1 000 000 nicht enthalten, weisen in Form von 30 nach dem doch bekanntlich Katalysatorreste zu Ver-
Schaumstoffbahnen oder -folien keine Echtledereigen- färbungen der diese enthaltenden Produkte führen
schäften auf. So ist es beispielsweise nicht möglich, und Katalysatoren daher bisher stets immer sorgfältig
marktgängige Polypropylene mit mittleren Molekular- ausgewaschen wurden.
gewichten von etwa 200 000 bis etwa 600 000 zu einem Das erfindungsgemäße Polypropylenschaum-Kunst-
Kunslleder in erfindungsgemäßem Sinne aufzuschäu- 35 leder besitzt wegen seines Gehaltes an niedermoleku-
men. Derartige Polypropylene lassen sich zwar auch Iaren Polymeranteilen, die als innere Weichmacher
zu mikroporösen Flächengebilden, insbesondere zu wirken, eine sehr gute Kältefestigkeit.
Schaum.olien verarbeiten, jedoch sind diese Produkte . 11
steif und wachsartig und haben einen unangenehm Beispiel
kalten Griff. Sie unterscheiden sich deutlich von dem 40 Verschiedene Proben eines pulverförmigen Propy-
beanspruchten Lederaustauschstoff. lenpolymerisats mit hohem mittlerem Molekular-
Für die meisten Anwendungsgebiete hat sich als gewicht, das durch Gasphasenprlymerisation her-Lederersatz eine Schaumfolie mit einem Raumgewicht gestellt ist und teilweise noch Katalysatorrest enthält, von etwa 150 g/l bis zu etwa 400 g/l und gegebenenfalls werden in verschiedenen Ansätzen mit niedrigauch höher bewährt. Dem Echtleder am nächsten 45 siedenden Kohlenwasserstoffen mit 5 bis 10 Kohlenkommt dabei eine Kunstlederfolie mit einem Liter- Stoffatomen als Treibmittel sowie mit üblichen Zugewicht von etwa 150 bis 300g. Hierbei liegen die sätzen, z.B. Blasenkeimbildnern vermischt und mit Stärken, insbesondere von Blasfolien, die axial und Hilfe eines Extruders aufgeschäumt,
radial bei ihrer Herstellung gereckt werden, zweck- Eine derartige schäumbare Masse besteht z. B. aus mäßig bei 0,02 bis 1 mm. Optimal sind Folien mit 0,15 so 87,7 Gewichtsprozent Propylenpolymerisatpulver, 4,0 bis etwa 0,6 mm Stärke. Gewichtsprozent Blasenkeimbildner, 0,3 Gewichtspro-
Das Kunstleder ist mit Textilien kaschiert hervor- zent Bariumstearat, 8,0 Gewichtsprozent Benzin 60/95.
ragend für Täschnerzwecke geeignet sowie als Folie Die pulveiförmigen Bestandteile werden in einem
für Bucheinbände und kunstgewerbliche Zwecke. Es Mischer gut gemischt, und anschließend wird das
läßt sich z. B. mit Geweben, Gewirken, Papier, Metall- 55 Treibmittel der Pulver-Mischung aufgedüst. Mit dieser
folien, Holz zu mehrschichtigen Produkten verbinden. treibmittelhaltigen Pulver-Mischung wird der Extruder
Überraschenderweise läßt sich das erfindungsgemäße kontinuierlich beschickt.
Kunstleder, z.B. in Form von Folien oder Bahnen Das pulverförmigePropylenpolymerisat besitzt einen
gut bedrucken oder verkleben. In den meisten Fällen Sehmeizbereich von 157 bis 16J°C (Penetrometer
ist es nicht erforderlich, eine sonst bei Polyolefinen 60 DIN 53 544), sein Schmelzindex MFJ 190/20 beträgt
notwendige Vorbehandlung der zu bedruckenden oder etwa 2 g/10 Minuten bzw. MFJ 120/2 unter 0,1 g/
zu verklebenden Oberfläche vorzunehmen. 10 Minuten (DIN 53 735 E). Die Dichte beträgt
Die Lederaustpuschstoffe in Form von thermo· 0,896 g/cm8 und die reduzierte spezifische Viskosität,
plastischen Folienbahnen lassen sich in bekannter bestimmt in Dekalin (mit 0,2% N«Phenyl-/?-naphthyl-
Weise prägen und thermisch z. B. mit transparenten 6s amin stabilisiert, mit Kapillare Nr. 1,K = 0,00999) Stellen oder Mus'ern versehen. Zweifarbige Kunst· bei 135°C, Konzentration 0,1 °/0, liegt bei ηη& ~ 9,8.
leder können dadurch erhalten werden, daß man an- Der Isotaktie-Index liegt bei etwa 90. Das Propylen-
schließend an die Prägung auf einer Streichmaschine polymerisatpulver enthält 10 Gewichtsprozent heptan·
lösliehes niedermolekulares Pfopylenpolymerisat mit resten sehr gut lichtbeständig. Sie eignet sich be* ataktischen und isotaktischen Anteilen, deren mittlere sondefs gut Z. B. (Uf Lampenschirme, weil sie auch Molekulafgewichte zwischen 10 000 und etwa 100 000 nach einer Bestrahlung von über einem halben Jahr liegen. Es enthält etwa 20 Oewiehtsprozent Polymere noch nicht die geringste Vergilbung aufweist. Aus den mit einem mittleren Molekulargewicht von unter 5 gleichen Gründen eignet sich die Folie auch z. B. als 230 000, etwa 40 Oewiehtsprozent Polymere mit einem Biicheinbaftdmaterial. Sie läßt sich nach bekannten mittleren Molekulargewicht zwischen 230 000 und Verfahren prägen und mit Mustern versehen. Auf diese 1150 000 und etwa 40 Gewichtsprozent Polymere mit Weise lassen sich auch abwaschbare Tapeten mit einem mittleren Molekulargewicht über 1 150000. Ledereffekt herstellen, die etwa S Gewichtsprozent Polymete mit einem io
mittleren Molekulargewicht von über 3 000 000 ent- Beispiel 2
halten. Seine Ungleichheit (M^fMn - 1) beträgt etwa
8,2. Das Propylenpolymerisat besitzt außerdem die Ein Gemisch der im Beispiel 1 genannten Art wird
Strukturparameter: a) Zahlenmittel des Molekular· wi« im Beispiel I extrudiert. Im Gegensatz zu Beigewichts: Mn berechnet - 125 000, b) Gewichtsmittel 15 spiel 1 witd die schäumbare Masse mit 2,0Oewichtsdes Molekulargewichts: M„ berechnet = 1 151 000. prozent eines gefben Pigments eingefärbt und die Mi-
Der Durchmesser der Extruderschnecke ist D -= schung mit 0,2 Gewichtsprozent N-Phenyl-0-naphthyl-60 mm. ihre Länge -^ 25 D. Es ist eine Schnecke mit amin stabilisiert. An Stelle von 8,0 Gewichtsprozent einem Kompressionsverhältnis von 1: 3, die Metering· Benzin sind der schäumbaten Masse 8,0 Gewichtszone ist = 12 D. Der Zylinder besitzt neben der aö prozent Pentan aufgedüst. Der axiale Blaskopf gemäß wassergekühlten Einfüllzone fünf Heiz- bzw. Kühl- Beispiel 1 ist durch einen radialen Blaskopf mit einem Zonen. Das Temperaturprogramm liegt wie folgt: Ein- Durchmesser von 134 mm ersetzt. Die Spaltbreite befüllzone wassergekühlt; Zone I = 160 C; Zone II — trägt 0,6 mm; das Aufblasverhältnis liegt bei 1:4. 180C; Zone III - 205 C, Zone IV -= 225 C. ZoneV Die Beschickungszo.ie des Extruders ist wasser- = 200'C. Die Temperatur des Blaskopfes beträgt as gekühlt. Die Temperaturen der Zylinderheizungen bc-190X. Der Blaskopf in axialer Ausführung besitzt tragen. Zone I - 100 C; Zone II - 160X; Zone III einen Durchmesser von 120 mm, die Spaltbreite = 205X; Zone IV = 210X; Zone V = 200X. Die beträgt 0.6 mm. Das Aufblasverhältnis beträgt etwa Blaskopftemperatur beträgt 180X. Der Ausstoß be-1: 3.3. Der Ausstoß liegt bei 20 kg/h. trägt 15 kg/h.
Man erhält eine hochgeschmeidige, sehr feinzellige 30 Man erhält eine sehr feinzellige und noch geFolie von trockenem und nicht paraffinartigem Griff. schmeidigete Folie als im Beispiel 1. Das Literdie herstellungsbedingt weniger oder stärker aus- gewicht der Folie beträgt 250 g, die Folienstärke liegt geprägte Schrumpfnarben besitzt. Das Litergewicht bei 0,2 mm, das mittlere Molekulargewicht der gebeträgt etwa 300 g, die Folienstärke 0,5 mm. Das schäumten Folie beträgt 1 100 000. mittlere Molekulargewicht der aufgeschäumten Folie 35 Das erfindungsgemäß als Kunstleder vorgeschlagene liegt mit 890 000 weit über dem Molekulargewicht hochmolekulare Polypropylen mit einem nach herkonventioneller SchaumpolypTopylene. kömmlicher Ansicht für die Verarbeitung über den
Die Folie ist hei vorragend als Lederaustauschstoff Extruder nicht geeigneten Schmelzindex kann übergeeignet. Ihre Chemikalienresistenz ist sehr gut. Sie raschenderwerse ohne wesentlichen Abbau des sehr kann mit verschiedensten Stoffen, z. B. Papier oder 40 hohen Molekulargewichtes extrudiert werden, wobei Textilien, kaschiert werden. Die Folie kann nach be- die erhaltenen Folien einen dem Echtleder täuschend kannten Verfahren verschweißt werden. Ihre Ver- ähnlichen trockenen, warmen und geschmeidigen klebbarkeit kann durch Behandlung mit einer Glimm- Griff aufweisen. Herkömmliche Schaumpolypropylenentladung verbessert werden. Überraschenderweise ist folien haben diese Eigenschaften nicht. Ihr Molekulardie Folie trotz eines geringen Gehaltes an Katalysator- 45 gewicht liegt zwischen etwa 300 000 und 400 000.
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Claims (8)

Kunstleder sind Werkstoffe mit lederähnlichem Aussehen und lederähnlichen Eigenschaften, die sowohl
1. Kunstleder aus Polyolefmpolymerisaten in auf dem Gebiet der technischen Lederverwendung als Form von mikroporösen Fläcbengebilden, da- auch in der Schuhindustrie, der Täschner-, Polsterdurch gekennzeichnet, daß es aus ge- 5 und Kofferwarenfertigung vielfachen Einsatz finden, schäumtem Propylenpolymerisat besteht, mit einem Sie sind neben echtem Leder vollwertige Werkstoffe hohen Anteil an stereoregulärem, hochmolekularem von großer wirtschaftlicher und technischer Bedeutung. Propylenpolymerisat als Hauptbestandteil und Man unterscheidet im wesentlichen neben dem Fasereinem geringen Anteil an heptanlöslichem, nieder- kunstleder die Vlies-, Gewebe- und Folienkunstleder, molekularem Propylenpolymerisat, wobei die Roh- io Vlieskunstleder werden aus pflanzlischen, tierichen dichte des ungeschäumten Materials kleiner ist oder synthetischen Faservliessen durch Tränken mit als 0,90 und der Isotaktie-Index des Polymerisats Kunststoffdispersionen oder -lösungen erhalten. Ihre etwa 90% beträgt. Herstellung erfolgt in mehreren Arbeitsgängen, und
2. Kunstleder nach Anspruch 1, dadurch gekenn- die erhaltenen Flächengebilde müssen mit Grundiezeichnet, daß es aus einem Propylenpolymerisat xs rungs- und Decküberzügen versehen werden, damit besteht, das durch Gasphasenpolymerisation her- sie eine trockene und nicht klebende Oberfläche ergestellt ist und in dem gegebenenfalls noch Kata- halten. Vlieskunstleder zeichnen sich durch hohe Gelysatorreste enthalten sind. schmeidigkeit aus und werden vorwiegend als Buch-
3. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 2, dadurch einbandstoffe verwendet.
gekennzeichnet, daß es bis zu 90 Gewichtsprozent ao Gewebekunstleder werden durch Beschichtung von eines hochmolekularen, stereoregulären Propylen- Geweben vorwiegend mit vollsynthetischen Kunstpolymerisats enthält und einen Anteil von etwa stoffen hergestellt. Das Gewebe ist Träger der Festig-10 Gewichtsprozent einer heptanlöslichen Mi- keitseigenschaften, während die lederähnlichen Eigenichung aus niedermolekularem, ataktischem und schäften wie Griff. Geschmeidigkeit, Knickfestigkeit, isotaktischem Propylenpolymerisat, dessen mitt- as Wasserfestigkeit, Kältefestigkeit und Abnutzungsleres Molekulargewicht zwischen etwa 10 000 und widerstand durch da? Beschichtungsmaterial bedingt etwa 100 000 liegt. sind. Als Beschichtungsmaterial verwendet man vor-
4. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch wiegend Polyvinylchlorid, das, weichgemacht, sowohl gekennzeichnet, daß der hochmolekulare, stereo- in Form von Folien als auch von Pasten, wäßrigen reguläre Anteil des Propylenpolymerisate zu 10 30 Dispersionen oder Lösungen verarbeitet wird. Nachbis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 20 Ge- teilig ist, daß die Dispersionsbeschichtungen wasserwichtsprozent, aus Polymeren mit einem mittleren empfindlich sind. Die Beschichtnngen aus Pasten sind Molekulargewicht von weniger als 230 000 besteht, nicht kratzfest und besitzen eine durch den Weichtind zu 30 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise macherzusatz bedingte klebrige Oberfläche, die stark etwa 40 Gewichtsprozent, aus Polymeren mit mitt- 35 schmutzempfindlich ist. Zur Verhinderung der gelerer. Molekulargewichten zwischen etwa 230 000 fürchteten Weichmacherwanderung, die zu einer Ver- und etwa 1 150 000 und zu 30 bis 50 Gewichts- sprödung des Kunstleders führt, müssen die Gewebeprozent, vorzugsweise etwa 40 Gewichtsprozent, kunstleder, auf Polyvinylchloridbasis mit 3 bis 5 sorgaus Polymeren mit mittleren Molekulargewichten fältig aufeinander abgestimmten Deckanstrichen verüber 1 150 000, in denen bis zu etwa 5 Gewichts- 40 sehen werden.
prozent Polymere mit Molekulargewichten über Auch Folienkunstleder auf Polyvinylchloridbasis
3 000 000 enthalten sind. erfordern die vorstehend erwähnte Nachbehandlung.
5. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 4, dadurch Folienkunstledsr auf Polyamidbasis haben praktisch gekennzeichnet, daß es als niedermolekularen keine Bedeutung erlangt. Sie nehmen in Abhängigkeit Anteil ein solches Propylenpolymerisat und/oder 45 von der relativen Feuchtigkeit ihrer Umgebung 6 bis Athylenpolymerisat bzw. ein anderes geeignetes 8% und mehr Wasser auf und sind dann sehr elastisch Polymerisat enthält, das gesondert von dem hoch- und gebrauchstüchtig. Bei Lagerung in einer trockenen molekularen Anteil hergestellt und diesem vor dem Atmosphäre verspröden sie aber unter Abgabe des Aufschäumen mechanisch beigemischt ist. aufgenommenen Wassers sofort.
6. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 5, dadurch 50 Gewebe- und Folien-Kunstleder auf Polyvinylchlogekennzeichnet, daß es ein Raumgewicht bis zu ridbasis haben mengenmäßig und auch hinsichtlich etwa 400 g/l, vorzugsweise von etwa 150 bis 300 g/l, der Breite ihrer Anwendungsgebiete wirtschaftlich die aufweist. größte Bedeutung. Alle bis jetzt bekannten Leder-
7. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 6, dadurch austauschstoffe, insbesondere Kunstleder auf Polygekennzeichnet, daß es eine Bahn oder eine Folie 55 vinylchloridbasis haben ein lederähnliches Aussehen, mit einer Stärke von etwa 0,02 bis 1 mm, Vorzugs- sind kratzfest, reißfest und geschmeidig, besitzen weise von etwa 0,15 bis 0,6 mm, ist. jedoch einen gummiähnlichen, kalten Griff. Der für
8. Kunstleder nach Anspruch 1 bis 7, dadurch Echtleder bekannte warme, geschmeidige und trotzdem gekennzeichnet» daß es eine durch geeignete Nach' auch etwa» steife Ofiff fehlt ihnen. Zur Nachahmung behandlung erhaltene Prägung aufweist. fo dieser Eigenschaften hat man versucht, insbesondere
bei Polyvinylchloridledern durch Aufschäumen von Auftragsschichten dieses Ziel zu erreichen. Der
——— warme, geschmeidige Griff konnte dadurch zwar verbessert werden, jedoch auf Kosten der mechanischen «5 Festigkeit, ßchtledereigenschaften wurden nicht er·
Die Erfindung betrifft ein Kunstleder aus Polyolefin- reicht.
polymerisaten in Form von mikroporösen Flache«· Neben Polyvinylchlorid-Kunstledern sind auch Poly·
gebildet!. olefine, insbesondere Polyäthylen und dessen Co-PoIy-

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