DE17070C - Verfahren zur Darstellung von Ammoniak aus dem Stickstoff der Luft und dem Wasserstoff des Wassers - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ammoniak aus dem Stickstoff der Luft und dem Wasserstoff des Wassers

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DE17070C
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ammonia
nitrogen
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retorts
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GESELLSCHAFT L'AZOTE in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis
    • C01C1/0405Preparation of ammonia by synthesis from N2 and H2 in presence of a catalyst
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
>f)A, POTASCHE UND ALKALIEN.
des Wassers.
Diese Zubereitungsmethode bezweckt die Verbindung des Stickstoffes und des Wasserstoffes vermittelst poröser Körper und mit Hülfe elektrischer Ströme.
Der hierzu verwendete Apparat besteht aus einem grofsen Ofen mit zwei Schächten A und B, zwei Heizkammern MN und den Ablagerungskammern O O und PP. Die Heizkammern M und N enthalten die Retorten r und s.
In die vorher schon zur Rothglühhitze erhitzten Oefen A und B wird geschmolzenes Zink eingebracht. In den Ofen A läfst man durch den Kanal α Luft eintreten, in den Ofen B Wasser durch die Röhre b.
Auf beiden Seiten verbindet sich der Sauerstoff mit dem Zink; der aus der Luft stammende Stickstoff und der aus dem Wasser frei gemachte Wasserstoff entweichen, indem sie das gebildete Zinkoxyd niitreifsen.
Die heifsen Gase erwärmen zuerst die Retorten r und s der Heizkammern MN, dann gehen sie durch die Ablagerungskammern O P, in denen sich das Zinkoxyd ablagert, und entweichen dann durch die Oeffnungen CD in Kammern EF, aus denen man sie durch die Oeffnungen ef nach Belieben auslassen kann.
Von jeder dieser Mündungen aus führt eine Röhre, welche sich nach jeder Retorte r abzweigt; man kann also nach Belieben Stickstoff oder Wasserstoff in die Retorten r bringen. Diese Retorten enthalten titanisirten Eisenschwamm, welcher den Stickstoff aufsaugt, aus dem sich, wenn man Wasserstoff hinzuströmen läfst, Ammoniak bildet.
Das Zinkoxyd wird in den Trichtern η aufgefangen. Es wird mit der Kohle gemischt und dann in die schräg liegenden Retorten ^ gebracht und darin zersetzt, damit man das Metall wieder in die Oefen A und B einfüllen kann. Das bei der Reduction des Zinkoxyds entweichende Kohlenoxyd wird verbrannt, um Kohlensäure zu bilden, welche man mit dem Ammoniak verbinden kann.
Um die Stickstoff bildung zu unterstützen, wird in die Retorten ein Gemisch von Eisen und einem anderen Metall eingebracht; der hierdurch erzeugte elektrische Strom begünstigt den Procefs der Stickstoffbildung.
Infolge der Porosität der Körper läfst sich auch Druck anwenden, und in diesem Falle erhält der Apparat kleinere Dimensionen, um genügenden Widerstand zu bieten.
Der Wasserstoff und Stickstoff werden unter denselben Verhältnissen erzeugt, aber die Retorten werden durch cylindrische Metallgefäfse ersetzt, welche einen Druck von 10 bis 15 Atmosphären aushalten können. Diese Cylinder enthalten mit Platin vermischte Kohle oder Bimsstein, und durch eine Druckpumpe wird Stickstoff bis zu einem Druck von ungefähr 10 Atmosphären eingepumpt, wobei sich der Stickstoff in dichter Form in dem porösen Körper niederschlägt. Sobald der Maximaldruck erreicht ist, führt man durch dieselbe Pumpe Wasserstoff zu, worauf die Verbindung stattfindet. Durch Oeffnen eines Hahnes kann man das Ammoniak in gasförmigem Zustand entweichen und mit der Kohlensäure sich verbinden lassen.

Claims (2)

  1. P ATENT-An Sprüche:
    ι. Das Verfahren bei der Ammoniakgewinnung, bei welchem durch die Verbrennung von Zink mit Hülfe von Luft und Wasserdampf reiner Wasserstoff und Stickstoff erzeugt wird, indem in die rothglühenden Oefen A und B flüssiges, geschmolzenes Zink eingebracht und durch die Röhre a Luft, durch die Röhre b. Wasserdampf in diese Oefen A und B geleitet und das gebildete Zinkoxyd in den Trichtern η abgelagert wird, wobei der Sauerstoff bei der Oeffhung e, der Stickstoff bei der Oeffnung f der Kammern E und F abgeleitet wird.
  2. 2. Das Verfahren bei der Gewinnung von Ammoniak, bei welchem Stickstoffgas in mit titanisirtem Eisenschwamm gefüllten Retorten r, welche durch die aus den Schächten A und B abgehende Wärme erhitzt werden, aufgesammelt und dann der Wasserstoff in diese Retorten geleitet wird behufs Ammoniakbildung.
    Das Verfahren zur Erzeugung von Ammoniak, bei welchem Stickstoffgas durch Druckpumpen iri cylindrische Metallgefäfse, welche mit einer Mischung von Platin und Kohle oder mit Bimsstein gefüllt sind, mit io Atmosphären Druck emgeprefst und auf die nämliche Art und Weise auch das Wasserstoffgas in diese Gefäfse geprefst wird behufs Vereinigung beider zu Ammoniak.
    Das Verfahren zur Beschleunigung der Erzeugung von Ammoniak, darin bestehend, dafs man dem titanisirten Eisenschwamm in den Retorten r ein anderes Metall beimischt und hierdurch elektrische, die Ammoniakbildung beschleunigende Ströme hervorruft.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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