DE1648848C - Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern - Google Patents

Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern

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DE1648848C
DE1648848C DE19671648848 DE1648848A DE1648848C DE 1648848 C DE1648848 C DE 1648848C DE 19671648848 DE19671648848 DE 19671648848 DE 1648848 A DE1648848 A DE 1648848A DE 1648848 C DE1648848 C DE 1648848C
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1
o.\\-. .\lkii\y-. eine ollenkettige oder cyclische, uesaitlylc oder ungesättigte, sekundäre mler tertiäre Amiimgruppe bedeuten, odor R und R, zusamme chic O\a-. I'hia-. Sulfonyl-. Alkylthinniuin-. lniiiui-. Alkylimmo-. gegebenenfalls suhstiunerte Aryliminoiniv'-eine offenketlige. alieyclisehc oder heterocyclische i )ialkyhminogruppe bilden, oder einer der KcsieR, und R; ein Wassersloffmoin ist. während >i u.id »ι Zahlen von 0 bis 3 sind, gekennzeichnet ist.
tios einer bevorzugten Ausführangsform des neuen diagnostischen Mittels ist der sa.iufähige 1 rauer mit einer Lösung getränkt.die 0.001 bis 1",, eines Aldehvds der allgemeinen Formel (I) und mindestens 3. vorzugsweise 15 bis 3(1",ι einer starken, festen Säure einhält. Als starke, feste Säuren kommen in l'rasze: is Miü'osalicylsäure. p-'l oluolsulfosäure. Kaliumbisulfat, ι MUtaminsäure-hydrochlorid und insbesondere Oxal-
Ί >as im Ans;nuch 3 angegebene erlinduimsüemäße \ erfahren besteht in der allgemeinen Verwendung :o \>·η Substanzen nach Formel (1) /um Nacluveis \on 1'ivhilinogen-Körpern. Zur Durchlührung des Verl'.i'hrens kann man die neuen diagnostischen Mittel in die zu uiuersuehei.de Losung eintauchen und den i ,π !Hirnschlag nach kurzer Zeit ablesen.
im Gegensatz zu den bisherigen diagnostischen ."■■ii'ieln zum Nachweis von Urobiünogen sind die neuen teststreifen -..esentlieh empfindlicher und gesiatien noch dei- Nachweis von etwa 0.4 mg "<, Urohilinogen im Harn.
Γ berraschender'-.veise w ird dice Farbreaktion durch die Anwesenheit \on Harns'.oiT nidit mehr gestört; selbst eine 3" »ige Harnstofflösui.g bewirkt bei den neuen Testpapieren praktisch keine Farbänderung, während Testpapiere. die p-Dimethylaminobenzaldelud enthalten, sich hierbei intensiv gelb verfärben. Weiterhin war nicht vorauszusehen, daß die neuen diagnostischen Mitte! weder durch Llarnindikan noch durch Indol oder Sulfonamide, die bei üblicher Dosierung im Harn vorhanden sind, gestört werden. Dieser Befund ist besonders überraschend, da man die neuen Substanzen, in 2 bis 20%iger Salzsäure gelöst, sehr gut zum Nachweis von Iik'.oI in Lösungen benutzen kann. Zum Nachweis von Urobilinogen bzw. IJrobilinogen-Körpern in Lösungen kann man selbstverständlich ρ - Dimcthylaminobenzaldehyd durch die Substanzen der Fcrmel I ersetzen und so den Gehalt photoirr! risch sehr exakt und störungsfrei in der Küvette bestimmen.
In den nachfolgenden Beispielen sind das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemüßen diagnostischen Mittel näher erläutert, wobei durch Verglcichsversuche mit bisher bekannten diagnostischen Mitteln die Überlegenheit gegenüber dem Stand der Technik nachgewiesen wird.
Beispiel 1
Filterpapier wird mit einer Lösung folgender Zusammensetzung getränkt:
p-Bis-(,;-diäthylamino-äthyl)-
aminobcn/aMchyd 0.2 g
Oxalsäure 20.0 g
Methanol ad 100.0 ml
Nach dem Trocknen erhalt man ein weißes Testnanier. welches mit normalem Harn eine schwache 848 3
Rösafurbung ergibt und mit Urinen. die mehr al-. '1.4 mg"" Urobilinogen-Körper enthalter, je nach Gehalt eine mehr oder weniger intensive rosa bis violette Färbung zeigt. IJrobilinogenkörperfreie 1 'line oder eine 3"..ige wäßrige Harnstofflösung rühren zu keiner farblichen Veränderung des Testp.ipieis. llarnindikan gibt keine Farbreaktion. Die 1 estpapiere können jeweils nach 1 bis 2 Minuten abgelesen werden
Beispiel 2
Filterpapier wird mit einer Lösuny folgender Zusammensetzung getränkt:
p-Bis-(.;-cyanoäihyl)-amino-
benzaldehyd . .'. 0.05 g
Oxalsäure . ." 20.0 g
PolvA inylalkohol 3.0 g
Wasser ' 30.0 ml
Methanol ad 100.0 ml
Nach dem Trocknen erhält man ein weißes Testpapier, welches die gleichen Eigenschaften besitzt wie das gemäß Beispiel 1 hergestellte Testpapier.
Beispiel 3
Filterpapier wird mit verschieden konzentrierten Lösungen von jeweils .V Teilen p-N-(N'-Mcihylpipera/.ino) - benzaldehyd (MPBAl bzw. ρ - Dimethylamine-benzaldehyd (DABA) und 20 Teilen Oxalsäure in 100 Teilen Methanol, wie im Beispiel 1 beschrieben, imprägniert. Die so erhaltenen Testpapiere sind nach dem Trocknen allesamt weiß. Die trockenen Testpapiere werden entweder in eine 3° oige Harnstofflösung oder in einen urobilinogenfreien Urin eingetaucht. Die dabei beobachteten Farbveränderungen sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:
0.05
0.075
0.1
0.2
M P ΒΛ
Weiß
Weiß
Weiß
schwach uelhlich
DABA
Gelb
Gelb
Gelb
stark Gelb
Wie man hieraus deutlich sehen kann, ist das neue Testpapier gegenüber dem bekannten praktisch unempfindlich gegen Harnstoff und reagiert somit empfindlicher und spezifischer auf IVobilinogen-Körper. da die rosa Farbreaktion mit Urobilinogen durch die mehr oder weniger starke gelbe Farbreaktion mit Harnstoff nicht überdeckt wird. Es ist selbstverständlich, daß die Empfindlichkeit und Ablesbarkeit der Urobilinogenfarbreaktion dadurch wesentlich beeinträchtigt wird.
Beispiel 4
Filterpapier wird mit methanolischen Lösungen getränkt, die in 100 Teilen Lösung Α-Teile der folgenden Substanzen I und B-Teile Oxalsäure enthalten. Man erhält weiße Testpapiere.
Die beim Eintauchen dieser Testpapiere beobachteten Farbreaktionen werden nach 1 bis 2 Minuten abgelesen und sind in der folgenden Tabelle II zusammengestellt:
5 Substanz I 1 648 848 0.1 25 urobiiiiiugciifreicni ^ 6 urohilino..L-nh
lahcile il Λ Β I.'mi :- .1%ίμι- L rin
ρ-Ν,Ν'-Dimethyl-N'-äthyl- 20 gclblich l-iirbrciiklii'ii mil Ronioleu
hydrazino-ben/.aldehvd 0.1 25 0.1 25
p-N-Nitroso-N-moihylamino- 20 gelblich Noriiialui'in Orange
henzaldehyd 0.1 25 Gelbrosa
p-N-C\unmethvl-N-ineihylamiiio- 0.1 i 25 25 Weiß Rosarot
bcnzyldehyd ! 0.1 \ 25 gelblich
p-Bis-(carbüthoxymelhyl)-aniino- 20 Weiß Rosaroi
benzaldehyd schwach Rosa
ρ-Ν-,ι'-chloraihyl-N-inethylamiiio- 0.1 25 20 gelblich Purpur
henzaldehyd schwach Rosa
p-N-,;-hydroxyäthy\-N-'.Tievhyl- 0.1 25 20 gelblich Purpur
amino-benzaldehyd Gelbrosa
ρ-Ν-,ι'-Mcthoxyäthyl-N-methyl- 0.1 I 25 20 gelblich Purpur
amino-bcnzaldehvd (jelbrosa
p-Bis-((i'-lluora'thyT)-amino- 0.1 20 schwach Blaurot
benzaldehvd gelblich Gelbrosa
p-Bis-(.;-chlorathyl)-amino- 0.1 20 schwach Blaurot
benzaldehyd 20 gelblich schwach Rosa
p-Bis-(/i-bromäihy!)-amino- 0.1 20 schwach Blaurot
benzaldehyd gelblich schwach Rosa
p-Bis-(/(-hydroxy äihyll-amino- 0.15 25 gelblich Purpur
benzaldehyd schwach Rosa
p-Bis-(,)'-methoxyälhyl)-amino- 0,2 20 gelblich Purpur
benzaldehyd Gelbrosa
p-Bis-(/)'--;yanäthyl)-amino- 0.2 20 Weiß Rosarot
benzaldehyd 20 Gelbrosa
p-Bis-(/)'-dimethylaminoäthyI)- 0.1 Weiß Rosarot
amino-benzaldehyd 25 schwach Rosa
p-Bis-(/i'-diätI.ylaminoäthyl)- 0.2 Weiß Rosarot
amino-benzaldehyd 20 schwach Rosa
p-Bis-(/;-N-piperidino;ithyl)-amino- 0.2 Weiß Rosarot
benzaldehyd 20 schwach Rosa
[p-Bis-(^-triälhyliimmoniumäthyl)- 0.1 Weiß Rosarot
amino-bcnzaldehyd]-dibromid 0,1 20 schwach Rosa
[p-Bis-(N-pyridiniumäthyl)-amino- 0.2 Weiß Rosarot
benzaldehydj-dibromid schwach Rosa
p-N-Morpholino-benzaldehyd 0.1 gelblich Rotviolett
p-N-Thiomorpholino-benzaldehyd gelblich schwach Rosa Rotviolett
[p-N-(S-M;thyl-thiomorpholinium)- 0.2 Weiß Rosarot
benzaldehyd]-jodid Gelbrosa
p-N-(S-Dioxo-thiomorpholino)- 0.1 Weiß Gelbrosa Rosarot
benzaldehyd 0.05 schwach Rosa
[p-Bis-(N-chinoliniuniäthyl)-aniino- Weiß Rosarot
benzaldehyd] -dibromid 0.1 schwach Rosa
p-N-Piperazino-benzaldehyd Weiß Rosarot
p-N-(N'-Methylpiperazino)- 0.1 Weiß schwach Rosa Rosarot
benzaldehyd
p-N-[N'-(p-Formylphenyl)- 0.2 schwach scliwach Rosa Rotviolett
piperazino]-benzaldehyd gelblich schwach Rosa
[p-N-(N'-Dimethylpiperazinium)- 0.2 Weiß Rosarot
benzaldehyd]-jouid schwach Rosa
[p-N-iN'-Cyclopentart; Jthylen- Weiß Rosarot
piperazinium)-benzaldehyd]-jodid schwach Rosa
p-N-[N'-Cyclo-(3-oxapenta- Weiß Rosarot
methylen)-piperaziniuiii]- schwach Rosa
benzaldehyd-jodid
schwach Rosa
Tabelle II
Substanz 1
p-Bis-(carbäthoxyäthyl)-amino
benzaldehyd
p-Bis-(carbamidoäthyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-()'-brompropyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-(y-cyanopropyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-( 7-dimethylaminopropyl)-
amino-benzaldehyd
[p-Bis-(/-trimethyl-ammonio-
propyl)-amino-benzaldehyd]-
dichlorid
p-N-Diäthylaminoäthyl-N-methyl-
amino-benzaldehyd
p-N-Dimethylaminoäthyl-N-methylamino-benzaldehyd
p-N-Diisopropylaminoäthyl-
N-methylamino-benzaldehyd
p-N-Diäthylaminoüthyl-N-üthyl-
amino-benzaidchyd
p-11 -Methyl-l.S-diazacyclooctyl-S)-
!"»cnzaldehyd
p-VCyanoäthyl-N-methylamino-
!-cnzaldehyd
p-v-■-( yanoathyl-N-üthylamino-
vnzaldehyd
ρ v -Dimelhylaminopropylnethylamino-benzaldehyd
Γ- '(^sulfoäthylaminovaldehyd
Γ ' ' 'i.ithyl-aminoäthyl-
,M'propylamino-benzaldeliyd p- •,»•mäthylamino-benzaldehyd P N ■ ithylaminoäthyl-amino-' ··■· : dehyd
0.1
0.1
0.05
0.05
0.05
0.05
0,05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.01 0.05
20 20 20 20 20 20
25
25
25
25
25
25
25
25
25
25
20 20 urobilinogcnfreiem
Urin = 3%ige
HarnstofTlösung
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
schwach
gelblich
schwach
gelblich
Weiß
schwach
gelblich
schwach
gelbl'ch
schwach
gelblich
schwach
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
gelblich
Gelb
gelblich
gelblich
Weiß
schwach
gelblich
Beispiel 5
I-.!. Papier wird mit einer Lösung vor. 0 05g P-N-X . Methylpiperazino) - benzaldehyd (M PBA) - ü.rncthyl aminobenzaldehyd (DABA und 20u (» '!saure in 100 ml Methanol ""Pragmert und getroc:..,,t. Die trockenen Papiere werden .ηι waßr ge Lösun,, , besonders häufig appüzierter Su fonam.d, gctauclr und nach 1 bis 2 Minuten abgelesen Dc Farbve. ,nderungen sind in der nachfolgenden Tabelle 111 zusammengestellt:
Sulfonamid
50 __ Farbreaktion mit Normalurin
Gelbrosa Gelbrosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa
schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rcsa schwach Rosa schwach Rosa Gelblichrosa Gelbrosa schwach Rosa schwach Rosa
schwach Rosa schwach Rosa
irobilinogenhalligem Urin
Rot
Rot
Rosarot
Rosarot
Rosarot
Rosarot
Purpur
Purpur
Purpur
Purpur
Rosarot
Purpur
Purpur
Purpur
Rosarot
Purpur
Rosarot Rosarot
Sulfafurazol
Sulfaphenazol
Sulfamoxolum
Testpapier mit
DABA
Tabelle III
Sulfonimid
Testpapier mit
MPBA
Sulfametin
10 mg %
Weiß
25 mg %
Weiß
50 mg %
schwach gelblich Sulfametin
Sulfafurazol
Sulfaphenazol
Sulfamoxolum
10mg%
Weiß
Weiß Weiß
gelblich Gelb
Weiß
Gelb
25 mg %
Weiß
Weiß schwach gelblich
Gelb
stark
Gelb schwach
Rosa stark
Gelb
50 mg %
schwach gelblicli Weiß gelblich
stark
Gelb sehr stai
GoIb schwach
Rosa sehr stai
Gelb
309613/:
Sulfametin
Sulfafurazol
Sulfaphcnzazol
Swifamoxolum
N'-(5-Methoxy-2-pyrimidiny!)-sulfanilamid.
zolylj-sulfanilamid.
N'-(l-Phcnyl-5-pyra/.olyl)-
sulfanilamid.
N'-(4.5-Dimethyl-2-oxa-
zolyl)-sulfanilamid.
Wie man obiger Tabelle entnehmen kann, wird die Farbreaktion auf Urobilinogen bei den crh'iidungsgemäßen Teststreifen durch Sullonamidkon/.entrationen bis zu 50 mg % praktisch nicht gestört. Höhere Konzentrationen kommen nur kurzfristig nach einer Stoßtherapie vor und sind deshalb dem Beobachter nieist bekannt.
Beispiel 6
Zur Herstellung eines Reagenzfilmes zum Nachweis von Urobilinogen wird eine Mischung aus folgenden Bestandteilen bereitet:
p-Bis-(/;-cyanoäthyl)-amino-
benzaldehyd 0,75 g
Sirupöse Orthophosphorsäure 5.00 g
Kolloidale Kieselsäure (Aerosil) ... 6,00 g Organische Natrium-Sulfonate
(Rapidnetzer) 2.00 g
Polyvinylbutyracetal (Mowital).... 10,00 g
Polyäthylengiykoi 6000 !0.00 g
Methanol 100.0 ml
Auf eine weiße Polyvinylchlorid-Folie wird eine μ dicke Schicht der obigen Mischung aufgelragcn und anschließend mit Warmluft getrocknet, wobei ein wasserunlöslicher Film entsteht. Wird dieser mit einem Tropfen urobilinogenhaltigem Urin benetzt, so entsteht nach 1 bis 2 Minuten eine rote Färbung, die sich nach dem Abwischen des Urins noch verstärkt. Mit urobilinogenfreieni Urin wird keine Färbung beobachtet.
Beispiel 7
25 ml Harn werden mit 12 ml Eisessig angesäuert ίο und mit 40 ml Äther extrahiert. Her F.xtrakt wird zweimal mit je 20 ml Wasser gewaschen und mit Äther wieder auf 40 ml aufgefüllt. Man nimmt 20 ml hiervon, versetzt mit 0.5 ml einer Lösung von 1 g p-N-Morpholino-benzaldehyd in 5 ml konzentrierter Salzsäure und schüttelt kräftig durch. Danach gibt man 6 ml halbgesättigte Natriumacctatlösung zu und schüttelt erneut, wobei sich der rote Farbstoff in der wäßrigen Phase ansammelt. Nach der Abtrennung wird "der Äther nochmals mit 2 ml Wasser gewaschen. Die vereinigten wäßrigen Auszüge werden auf 20 ml aufgefüllt, bei 557 nni im Photometer gemessen und mittels einer vorher aufgestellten Eichkurve ausgewertet.
Beispiel 8
Filterpapier wird mit einer Lösung von 0.5 Teilen ρ - B\- - (diäthylaminoäthyl) - aminobenzaldehyd - bisliydrogenoxalat. 30 Teilen Maleinsäure und 0.5 Teilen Polyäthylengiykoi 1000 in 100 Teilen Methanol iniprägniert. Das Papier reagiert mit urobilinogenhaitigcn Ui inen rosa bis rot. Papiere mit gleichen analytischen Eigenschaften, aber günstigcrem Verhalten beim Umrollen und Schneiden erhält man be: Verwendung von 5 Teilen Polyäthylengiykoi 600f bzw. 20 000.

Claims (3)

Palentansprüche:
1. Diagnostisches Mittel zum Nachweis \on Ürobilinogen-Körpern in Körperflüssigkeiten. vorzugsweise in Urin, bestehend aus einem saugfähiger. Trägei oder einen, Film, einer starken festen Säure und einer Substanz, welche nach Art der Ehrlichschen Probe mit Urobilinogen-Kurpern einen Farbumschlag liefert, g e k e r η ζ e ι c h η e ι durch den Gehalt an einer oder mehreren Substanzen der Formel (I)
R1 -(CH,)
N — "■
CHO (Ii
R,—(CH,)„,
in welcher R, und R; ein Halogenaiom. eine Cyano-. Nitroso-. Carbalko.xy-. Carbamide-, Hvdroxy-, Acyioxy-. Alkoxy-, eine offcnkettige oiler cyclische, gesattigt ι; oder ungesättigte, sekundäre oder tertiäre Aminogrupp■■ bedeuten, oder R1 und ,R. zusammen eine O\a-. Thia-, Sulfonyl-, Alkylthionium-, Imino-, Alkylimino-. gegebenenfalls substituierte Aryiimino- oder eine offenkettige. alicyclische oder heterocyclische Dialkyliminogruppe bilden, oder einer der Reste R1 und R, ein WasserstofTatom ist. während /1 und »1 Zahlen von 0 bis 3 sind.
2. Diagnostisches Mittel gemäß Anspruch 1. dadi'cch gekennzeichnet, daß der saugfähige Träger mit einer Lösung getränkt ist. welche pro HKl ml O.DOl bis 1".. eine* Aldehyds der allgemeiner: !■iirmellll und mindestens 3. vorzugsweise i:: hiv 30" : einer starken, festen Säure enthält.
3. Verfahren zum Nachweis \on Urobilinogcr-Kiirpern :ii körpci flüssigkeiten aui einem -,au:. fähigen !'rager, einem Reagenzlilm oder in L omü:· π; Anwesenheit einer starken, festen bzw. autl; flüssigen Saure mn Hü!'·.· einer Substanz, die nach Art des P.hrlichschen Reagenz mit L.'robilinogen-K.örpern einen Farbumschlag lieler'.. daduixi· gekennzeicnnet. daß man als F'arbindikaioren Substanzen der Forir.jlH1
R,
R,- (CH2!,,,
,-CHO (Il
in welcher R1 und R2 ein Halogenatom, eine Cyano-, Nitroso-. Caibalkoxy-. Carbamide-, Hydroxy-. Aeyloxy-, Alkoxy-, eine offenkettige oder cyclische, gesättigte odei ungesättigte, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe bedeuten, oder R1 und R2 zusammen eine Oxa-, Thia-. Sulfonyl-, Alkylthionium-, Imino-, Alkytimino-, gegebenenfalls substituierte Aryiimino- oder eine offenkettige. alicyclische oder heterocyclische Dialkyliminogruppe bilden, oder einer der Reste R1 und R2 ein Wasserstoffatom ist. während η und m Zahlen von 0 bis 3 sind, verwende:.
Die Erfindung betrifft ein diagnostisches Mi'.tel zum Nachweis von Urobiünogen-Körpern in Körperflüssigkeiten, vorzugsweise in Urin, bestehend aus einem saugfähigcn Träger oder einem Film, einer starken festen Säure und einer Substanz, welche nach Art der Ehrlichschen Probe mit Urobilinogen-Körpjrn einen Farbumschlag liefert.
Es ist bekannt, daß man Urobilinogen-Körpcr (Bilane), Indol, Sulfonamide, Porphobilinogen. Harnindikan und 5-Hydroxy-indolessigsäure mit einer Lösung von p-Dimethylaminobenzaldehyd in Salzsäure nachweisen kann. Dieser Nachweis ist in der Literatur als Ehrlichschc Reaktion bekannt: er hat insbesondere in der medizinischen Diagnostik als Nachweis von »vermehrten Urobilinogenenc im Urin erhebliche Bedeutung gewonnen. Obwohl die Probe nicht sehr spezifisch ist, gilt sie als Standardmethode Tür die Diagnose von Leber- und Gallen^rkrankungen.
Zur Vereinfachung des Tests ist bereits vorgeschlagen worden, Testtabletten herzustellen (britische Patentschrift 779 921), in denen außer p-Dimcthyiaminobenzaldehyd eine feste anorganische oder organische Säure enthalten ist (vgl. auch USA.-Patentschrift 2 320 282 — Testtabletten zum Nachweis von Sulfonamiden). Löst man solche Tabletten in mehr oder weniger verdünntem Harn, so erhält man Farbreaktionen, die ungefähr denen der ursprünglichen Ehrlichschen Probe entsprechen; jedoch wird beispielsweise zur Auswertung der Farbreaktion mit Sulfonamiden der Einsatz einer blauen Hilfsfarbe (/. B. Methylenblau) empfohlen.
Zur weiteren Vereinfachung der Ehrlichschen Probe hai man die Reaktion auch schon auf Testpapiere übertragen; vgl. Fi se hl und P i η t o. Clinica Chim. Äcta 2^(1957). S. 527 bis 533. sowie französischen Patentschrift 1 450 273, in welcher die von Fisch! und P i η t ο benutzte Phosphorsäure durch Oxalsäure ersetzt wird.
überraschenderweise wurde nun auf der Suche nach einer weiteren Verbesserung des Tests gefunden, daß bestimmte Derivate des p-Arrvnobenzaldehyds einen wesentlich empfindlicheren und weniger störanfal'igen Nachweis von Urobüinogen als bisher möglich liefern. Als Derivate des p-Aminobcnzaldehyds kommen Substanzen in Frage, welche an der p-Aminogruppe Substituenten tragen, die stark Elektronen abziehende Eigenschaften besitzen. Die Erfindung besteht somit in einem diagnostischen Mittel der eingangs genannten Art. welches durch einen Gehalt an einer oder mehreren Substanzen der Formel (I)
in welcher R1 und R2 ein Halogenatom, eine Cyano-, Nitroso·, Carbalkoxy-, Carbamido-, Hydroxy-, Acyl-
DE19671648848 1967-10-26 1967-10-26 Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern Expired DE1648848C (de)

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