DE1648848C - Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern - Google Patents
Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-KörpernInfo
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Description
1
o.\\-. .\lkii\y-. eine ollenkettige oder cyclische, uesaitlylc
oder ungesättigte, sekundäre mler tertiäre
Amiimgruppe bedeuten, odor R und R, zusamme
chic O\a-. I'hia-. Sulfonyl-. Alkylthinniuin-. lniiiui-.
Alkylimmo-. gegebenenfalls suhstiunerte Aryliminoiniv'-eine
offenketlige. alieyclisehc oder heterocyclische
i )ialkyhminogruppe bilden, oder einer der
KcsieR, und R; ein Wassersloffmoin ist. während
>i u.id »ι Zahlen von 0 bis 3 sind, gekennzeichnet ist.
tios einer bevorzugten Ausführangsform des neuen
diagnostischen Mittels ist der sa.iufähige 1 rauer mit
einer Lösung getränkt.die 0.001 bis 1",, eines Aldehvds
der allgemeinen Formel (I) und mindestens 3. vorzugsweise 15 bis 3(1",ι einer starken, festen Säure
einhält. Als starke, feste Säuren kommen in l'rasze: is
Miü'osalicylsäure. p-'l oluolsulfosäure. Kaliumbisulfat,
ι MUtaminsäure-hydrochlorid und insbesondere Oxal-
Ί >as im Ans;nuch 3 angegebene erlinduimsüemäße
\ erfahren besteht in der allgemeinen Verwendung :o
\>·η Substanzen nach Formel (1) /um Nacluveis \on
1'ivhilinogen-Körpern. Zur Durchlührung des Verl'.i'hrens
kann man die neuen diagnostischen Mittel in die zu uiuersuehei.de Losung eintauchen und den
i ,π !Hirnschlag nach kurzer Zeit ablesen.
im Gegensatz zu den bisherigen diagnostischen ."■■ii'ieln zum Nachweis von Urobiünogen sind die
neuen teststreifen -..esentlieh empfindlicher und gesiatien
noch dei- Nachweis von etwa 0.4 mg "<, Urohilinogen
im Harn.
Γ berraschender'-.veise w ird dice Farbreaktion durch
die Anwesenheit \on Harns'.oiT nidit mehr gestört;
selbst eine 3" »ige Harnstofflösui.g bewirkt bei den
neuen Testpapieren praktisch keine Farbänderung, während Testpapiere. die p-Dimethylaminobenzaldelud
enthalten, sich hierbei intensiv gelb verfärben. Weiterhin war nicht vorauszusehen, daß die neuen
diagnostischen Mitte! weder durch Llarnindikan noch durch Indol oder Sulfonamide, die bei üblicher
Dosierung im Harn vorhanden sind, gestört werden. Dieser Befund ist besonders überraschend, da man
die neuen Substanzen, in 2 bis 20%iger Salzsäure gelöst, sehr gut zum Nachweis von Iik'.oI in Lösungen
benutzen kann. Zum Nachweis von Urobilinogen bzw. IJrobilinogen-Körpern in Lösungen kann man
selbstverständlich ρ - Dimcthylaminobenzaldehyd durch die Substanzen der Fcrmel I ersetzen und so
den Gehalt photoirr! risch sehr exakt und störungsfrei in der Küvette bestimmen.
In den nachfolgenden Beispielen sind das erfindungsgemäße
Verfahren und die erfindungsgemüßen diagnostischen Mittel näher erläutert, wobei durch
Verglcichsversuche mit bisher bekannten diagnostischen Mitteln die Überlegenheit gegenüber dem
Stand der Technik nachgewiesen wird.
Filterpapier wird mit einer Lösung folgender Zusammensetzung getränkt:
p-Bis-(,;-diäthylamino-äthyl)-
aminobcn/aMchyd 0.2 g
Oxalsäure 20.0 g
Methanol ad 100.0 ml
Nach dem Trocknen erhalt man ein weißes Testnanier. welches mit normalem Harn eine schwache
848 3
Rösafurbung ergibt und mit Urinen. die mehr al-.
'1.4 mg"" Urobilinogen-Körper enthalter, je nach
Gehalt eine mehr oder weniger intensive rosa bis violette Färbung zeigt. IJrobilinogenkörperfreie 1 'line
oder eine 3"..ige wäßrige Harnstofflösung rühren
zu keiner farblichen Veränderung des Testp.ipieis.
llarnindikan gibt keine Farbreaktion. Die 1 estpapiere
können jeweils nach 1 bis 2 Minuten abgelesen werden
Filterpapier wird mit einer Lösuny folgender Zusammensetzung
getränkt:
p-Bis-(.;-cyanoäihyl)-amino-
benzaldehyd . .'. 0.05 g
Oxalsäure . ." 20.0 g
PolvA inylalkohol 3.0 g
Wasser ' 30.0 ml
Methanol ad 100.0 ml
Nach dem Trocknen erhält man ein weißes Testpapier, welches die gleichen Eigenschaften besitzt
wie das gemäß Beispiel 1 hergestellte Testpapier.
Filterpapier wird mit verschieden konzentrierten Lösungen von jeweils .V Teilen p-N-(N'-Mcihylpipera/.ino)
- benzaldehyd (MPBAl bzw. ρ - Dimethylamine-benzaldehyd
(DABA) und 20 Teilen Oxalsäure in 100 Teilen Methanol, wie im Beispiel 1 beschrieben,
imprägniert. Die so erhaltenen Testpapiere sind nach dem Trocknen allesamt weiß. Die trockenen
Testpapiere werden entweder in eine 3° oige Harnstofflösung oder in einen urobilinogenfreien Urin eingetaucht.
Die dabei beobachteten Farbveränderungen sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:
0.05
0.075
0.075
0.1
0.2
M P ΒΛ
Weiß
Weiß
Weiß
schwach uelhlich
Weiß
Weiß
schwach uelhlich
DABA
Gelb
Gelb
Gelb
stark Gelb
Gelb
Gelb
stark Gelb
Wie man hieraus deutlich sehen kann, ist das neue Testpapier gegenüber dem bekannten praktisch unempfindlich
gegen Harnstoff und reagiert somit empfindlicher und spezifischer auf IVobilinogen-Körper.
da die rosa Farbreaktion mit Urobilinogen durch die mehr oder weniger starke gelbe Farbreaktion mit
Harnstoff nicht überdeckt wird. Es ist selbstverständlich, daß die Empfindlichkeit und Ablesbarkeit der
Urobilinogenfarbreaktion dadurch wesentlich beeinträchtigt wird.
Filterpapier wird mit methanolischen Lösungen getränkt, die in 100 Teilen Lösung Α-Teile der folgenden
Substanzen I und B-Teile Oxalsäure enthalten. Man erhält weiße Testpapiere.
Die beim Eintauchen dieser Testpapiere beobachteten Farbreaktionen werden nach 1 bis 2 Minuten
abgelesen und sind in der folgenden Tabelle II zusammengestellt:
| 5 | Substanz I | 1 648 848 | ■ | 0.1 | 25 | urobiiiiiugciifreicni | ^ 6 | urohilino..L-nh |
| lahcile il | Λ Β | I.'mi :- .1%ίμι- | L rin | |||||
| ρ-Ν,Ν'-Dimethyl-N'-äthyl- | 20 | gclblich | l-iirbrciiklii'ii mil | Ronioleu | ||||
| hydrazino-ben/.aldehvd | 0.1 25 | 0.1 25 | ||||||
| p-N-Nitroso-N-moihylamino- | 20 | gelblich | Noriiialui'in | Orange | ||||
| henzaldehyd | 0.1 25 | Gelbrosa | ||||||
| p-N-C\unmethvl-N-ineihylamiiio- | 0.1 i 25 | 25 | Weiß | Rosarot | ||||
| bcnzyldehyd | ! | 0.1 \ 25 | gelblich | |||||
| p-Bis-(carbüthoxymelhyl)-aniino- | 20 | Weiß | Rosaroi | |||||
| benzaldehyd | schwach Rosa | |||||||
| ρ-Ν-,ι'-chloraihyl-N-inethylamiiio- | 0.1 25 | 20 | gelblich | Purpur | ||||
| henzaldehyd | schwach Rosa | |||||||
| p-N-,;-hydroxyäthy\-N-'.Tievhyl- | 0.1 25 | 20 | gelblich | Purpur | ||||
| amino-benzaldehyd | Gelbrosa | |||||||
| ρ-Ν-,ι'-Mcthoxyäthyl-N-methyl- | 0.1 I 25 | 20 | gelblich | Purpur | ||||
| amino-bcnzaldehvd | (jelbrosa | |||||||
| p-Bis-((i'-lluora'thyT)-amino- | 0.1 | 20 | schwach | Blaurot | ||||
| benzaldehvd | gelblich | Gelbrosa | ||||||
| p-Bis-(.;-chlorathyl)-amino- | 0.1 | 20 | schwach | Blaurot | ||||
| benzaldehyd | 20 | gelblich | schwach Rosa | |||||
| p-Bis-(/i-bromäihy!)-amino- | 0.1 | 20 | schwach | Blaurot | ||||
| benzaldehyd | gelblich | schwach Rosa | ||||||
| p-Bis-(/(-hydroxy äihyll-amino- | 0.15 | 25 | gelblich | Purpur | ||||
| benzaldehyd | schwach Rosa | |||||||
| p-Bis-(,)'-methoxyälhyl)-amino- | 0,2 | 20 | gelblich | Purpur | ||||
| benzaldehyd | Gelbrosa | |||||||
| p-Bis-(/)'--;yanäthyl)-amino- | 0.2 | 20 | Weiß | Rosarot | ||||
| benzaldehyd | 20 | Gelbrosa | ||||||
| p-Bis-(/)'-dimethylaminoäthyI)- | 0.1 | Weiß | Rosarot | |||||
| amino-benzaldehyd | 25 | schwach Rosa | ||||||
| p-Bis-(/i'-diätI.ylaminoäthyl)- | 0.2 | Weiß | Rosarot | |||||
| amino-benzaldehyd | 20 | schwach Rosa | ||||||
| p-Bis-(/;-N-piperidino;ithyl)-amino- | 0.2 | Weiß | Rosarot | |||||
| benzaldehyd | 20 | schwach Rosa | ||||||
| [p-Bis-(^-triälhyliimmoniumäthyl)- | 0.1 | Weiß | Rosarot | |||||
| amino-bcnzaldehyd]-dibromid | 0,1 | 20 | schwach Rosa | |||||
| [p-Bis-(N-pyridiniumäthyl)-amino- | 0.2 | Weiß | Rosarot | |||||
| benzaldehydj-dibromid | schwach Rosa | |||||||
| p-N-Morpholino-benzaldehyd | 0.1 | gelblich | Rotviolett | |||||
| p-N-Thiomorpholino-benzaldehyd | gelblich | schwach Rosa | Rotviolett | |||||
| [p-N-(S-M;thyl-thiomorpholinium)- | 0.2 | Weiß | Rosarot | |||||
| benzaldehyd]-jodid | Gelbrosa | |||||||
| p-N-(S-Dioxo-thiomorpholino)- | 0.1 | Weiß | Gelbrosa | Rosarot | ||||
| benzaldehyd | 0.05 | schwach Rosa | ||||||
| [p-Bis-(N-chinoliniuniäthyl)-aniino- | Weiß | Rosarot | ||||||
| benzaldehyd] -dibromid | 0.1 | schwach Rosa | ||||||
| p-N-Piperazino-benzaldehyd | Weiß | Rosarot | ||||||
| p-N-(N'-Methylpiperazino)- | 0.1 | Weiß | schwach Rosa | Rosarot | ||||
| benzaldehyd | ||||||||
| p-N-[N'-(p-Formylphenyl)- | 0.2 | schwach | scliwach Rosa | Rotviolett | ||||
| piperazino]-benzaldehyd | gelblich | schwach Rosa | ||||||
| [p-N-(N'-Dimethylpiperazinium)- | 0.2 | Weiß | Rosarot | |||||
| benzaldehyd]-jouid | schwach Rosa | |||||||
| [p-N-iN'-Cyclopentart; Jthylen- | Weiß | Rosarot | ||||||
| piperazinium)-benzaldehyd]-jodid | schwach Rosa | |||||||
| p-N-[N'-Cyclo-(3-oxapenta- | Weiß | Rosarot | ||||||
| methylen)-piperaziniuiii]- | schwach Rosa | |||||||
| benzaldehyd-jodid | ||||||||
| schwach Rosa | ||||||||
Substanz 1
p-Bis-(carbäthoxyäthyl)-amino
benzaldehyd
p-Bis-(carbamidoäthyl)-amino-
p-Bis-(carbamidoäthyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-()'-brompropyl)-amino-
p-Bis-()'-brompropyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-(y-cyanopropyl)-amino-
p-Bis-(y-cyanopropyl)-amino-
benzaldehyd
p-Bis-( 7-dimethylaminopropyl)-
p-Bis-( 7-dimethylaminopropyl)-
amino-benzaldehyd
[p-Bis-(/-trimethyl-ammonio-
[p-Bis-(/-trimethyl-ammonio-
propyl)-amino-benzaldehyd]-
dichlorid
p-N-Diäthylaminoäthyl-N-methyl-
p-N-Diäthylaminoäthyl-N-methyl-
amino-benzaldehyd
p-N-Dimethylaminoäthyl-N-methylamino-benzaldehyd
p-N-Diisopropylaminoäthyl-
N-methylamino-benzaldehyd
p-N-Diäthylaminoüthyl-N-üthyl-
p-N-Diäthylaminoüthyl-N-üthyl-
amino-benzaidchyd
p-11 -Methyl-l.S-diazacyclooctyl-S)-
p-11 -Methyl-l.S-diazacyclooctyl-S)-
!"»cnzaldehyd
p-VCyanoäthyl-N-methylamino-
p-VCyanoäthyl-N-methylamino-
!-cnzaldehyd
p-v-■-( yanoathyl-N-üthylamino-
p-v-■-( yanoathyl-N-üthylamino-
vnzaldehyd
ρ v -Dimelhylaminopropylnethylamino-benzaldehyd
Γ- '(^sulfoäthylaminovaldehyd
Γ ' ' 'i.ithyl-aminoäthyl-
,M'propylamino-benzaldeliyd
p- •,»•mäthylamino-benzaldehyd
P N ■ ithylaminoäthyl-amino-'
··■· : dehyd
0.1
0.1
0.05
0.05
0.05
0.05
0,05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.05
0.01 0.05
20 20 20 20 20 20
25
25
25
25
25
25
25
25
25
25
20 20 urobilinogcnfreiem
Urin = 3%ige
HarnstofTlösung
Urin = 3%ige
HarnstofTlösung
gelblich
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
Weiß
schwach
gelblich
gelblich
schwach
gelbl'ch
gelbl'ch
schwach
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
schwach
gelblich
gelblich
gelblich
gelblich
Gelb
gelblich
gelblich
Weiß
schwach
gelblich
schwach
gelblich
I-.!. Papier wird mit einer Lösung vor. 0 05g
P-N-X . Methylpiperazino) - benzaldehyd (M PBA)
L· - ü.rncthyl aminobenzaldehyd (DABA und
20u (» '!saure in 100 ml Methanol ""Pragmert und
getroc:..,,t. Die trockenen Papiere werden .ηι waßr ge
Lösun,, , besonders häufig appüzierter Su fonam.d,
gctauclr und nach 1 bis 2 Minuten abgelesen Dc
Farbve. ,nderungen sind in der nachfolgenden Tabelle
111 zusammengestellt:
Sulfonamid
50 __ Farbreaktion mit Normalurin
Gelbrosa Gelbrosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa
schwach Rosa schwach Rosa schwach Rosa schwach Rcsa schwach Rosa schwach Rosa
Gelblichrosa Gelbrosa schwach Rosa schwach Rosa
schwach Rosa schwach Rosa
irobilinogenhalligem Urin
Rot
Rot
Rosarot
Rosarot
Rosarot
Rosarot
Purpur
Purpur
Purpur
Purpur
Rosarot
Purpur
Purpur
Purpur
Rosarot
Purpur
Rosarot Rosarot
Sulfafurazol
Sulfaphenazol
Sulfamoxolum
Sulfamoxolum
Testpapier mit
DABA
DABA
Sulfonimid
Testpapier mit
MPBA
MPBA
Sulfametin
10 mg %
Weiß
25 mg %
Weiß
50 mg %
schwach gelblich Sulfametin
Sulfafurazol
Sulfaphenazol
Sulfamoxolum
Sulfafurazol
Sulfaphenazol
Sulfamoxolum
10mg%
Weiß
Weiß Weiß
gelblich Gelb
Weiß
Gelb
25 mg %
Weiß
Weiß schwach gelblich
Gelb
stark
Gelb schwach
Rosa stark
Gelb
50 mg %
schwach gelblicli Weiß gelblich
stark
Gelb sehr stai
GoIb schwach
Rosa sehr stai
Gelb
309613/:
Sulfametin
Sulfafurazol
Sulfaphcnzazol
Swifamoxolum
Sulfafurazol
Sulfaphcnzazol
Swifamoxolum
N'-(5-Methoxy-2-pyrimidiny!)-sulfanilamid.
zolylj-sulfanilamid.
N'-(l-Phcnyl-5-pyra/.olyl)-
sulfanilamid.
N'-(4.5-Dimethyl-2-oxa-
zolyl)-sulfanilamid.
Wie man obiger Tabelle entnehmen kann, wird die Farbreaktion auf Urobilinogen bei den crh'iidungsgemäßen
Teststreifen durch Sullonamidkon/.entrationen
bis zu 50 mg % praktisch nicht gestört. Höhere Konzentrationen kommen nur kurzfristig
nach einer Stoßtherapie vor und sind deshalb dem Beobachter nieist bekannt.
Zur Herstellung eines Reagenzfilmes zum Nachweis von Urobilinogen wird eine Mischung aus
folgenden Bestandteilen bereitet:
p-Bis-(/;-cyanoäthyl)-amino-
benzaldehyd 0,75 g
Sirupöse Orthophosphorsäure 5.00 g
Kolloidale Kieselsäure (Aerosil) ... 6,00 g Organische Natrium-Sulfonate
(Rapidnetzer) 2.00 g
Polyvinylbutyracetal (Mowital).... 10,00 g
Polyäthylengiykoi 6000 !0.00 g
Methanol 100.0 ml
Auf eine weiße Polyvinylchlorid-Folie wird eine μ dicke Schicht der obigen Mischung aufgelragcn
und anschließend mit Warmluft getrocknet, wobei ein wasserunlöslicher Film entsteht. Wird dieser mit
einem Tropfen urobilinogenhaltigem Urin benetzt, so entsteht nach 1 bis 2 Minuten eine rote Färbung,
die sich nach dem Abwischen des Urins noch verstärkt. Mit urobilinogenfreieni Urin wird keine Färbung
beobachtet.
25 ml Harn werden mit 12 ml Eisessig angesäuert
ίο und mit 40 ml Äther extrahiert. Her F.xtrakt wird
zweimal mit je 20 ml Wasser gewaschen und mit Äther wieder auf 40 ml aufgefüllt. Man nimmt 20 ml hiervon,
versetzt mit 0.5 ml einer Lösung von 1 g p-N-Morpholino-benzaldehyd
in 5 ml konzentrierter Salzsäure und schüttelt kräftig durch. Danach gibt man 6 ml halbgesättigte
Natriumacctatlösung zu und schüttelt erneut, wobei sich der rote Farbstoff in der wäßrigen
Phase ansammelt. Nach der Abtrennung wird "der Äther nochmals mit 2 ml Wasser gewaschen. Die vereinigten
wäßrigen Auszüge werden auf 20 ml aufgefüllt, bei 557 nni im Photometer gemessen und mittels
einer vorher aufgestellten Eichkurve ausgewertet.
Filterpapier wird mit einer Lösung von 0.5 Teilen ρ - B\- - (diäthylaminoäthyl) - aminobenzaldehyd - bisliydrogenoxalat.
30 Teilen Maleinsäure und 0.5 Teilen Polyäthylengiykoi 1000 in 100 Teilen Methanol iniprägniert.
Das Papier reagiert mit urobilinogenhaitigcn Ui inen rosa bis rot. Papiere mit gleichen
analytischen Eigenschaften, aber günstigcrem Verhalten
beim Umrollen und Schneiden erhält man be: Verwendung von 5 Teilen Polyäthylengiykoi 600f
bzw. 20 000.
Claims (3)
1. Diagnostisches Mittel zum Nachweis \on Ürobilinogen-Körpern in Körperflüssigkeiten. vorzugsweise
in Urin, bestehend aus einem saugfähiger.
Trägei oder einen, Film, einer starken festen Säure und einer Substanz, welche nach Art der
Ehrlichschen Probe mit Urobilinogen-Kurpern einen Farbumschlag liefert, g e k e r η ζ e ι c h η e ι
durch den Gehalt an einer oder mehreren
Substanzen der Formel (I)
R1 -(CH,)
N — "■
CHO (Ii
R,—(CH,)„,
in welcher R, und R; ein Halogenaiom. eine
Cyano-. Nitroso-. Carbalko.xy-. Carbamide-, Hvdroxy-,
Acyioxy-. Alkoxy-, eine offcnkettige oiler
cyclische, gesattigt ι; oder ungesättigte, sekundäre
oder tertiäre Aminogrupp■■ bedeuten, oder R1
und ,R. zusammen eine O\a-. Thia-, Sulfonyl-,
Alkylthionium-, Imino-, Alkylimino-. gegebenenfalls substituierte Aryiimino- oder eine offenkettige.
alicyclische oder heterocyclische Dialkyliminogruppe bilden, oder einer der Reste R1 und
R, ein WasserstofTatom ist. während /1 und »1 Zahlen von 0 bis 3 sind.
2. Diagnostisches Mittel gemäß Anspruch 1. dadi'cch gekennzeichnet, daß der saugfähige Träger
mit einer Lösung getränkt ist. welche pro HKl ml O.DOl bis 1".. eine* Aldehyds der allgemeiner:
!■iirmellll und mindestens 3. vorzugsweise i::
hiv 30" : einer starken, festen Säure enthält.
3. Verfahren zum Nachweis \on Urobilinogcr-Kiirpern
:ii körpci flüssigkeiten aui einem -,au:.
fähigen !'rager, einem Reagenzlilm oder in L omü:·
π; Anwesenheit einer starken, festen bzw. autl;
flüssigen Saure mn Hü!'·.· einer Substanz, die nach
Art des P.hrlichschen Reagenz mit L.'robilinogen-K.örpern
einen Farbumschlag lieler'.. daduixi·
gekennzeicnnet. daß man als F'arbindikaioren
Substanzen der Forir.jlH1
R,
R,- (CH2!,,,
,-CHO (Il
in welcher R1 und R2 ein Halogenatom, eine
Cyano-, Nitroso-. Caibalkoxy-. Carbamide-, Hydroxy-.
Aeyloxy-, Alkoxy-, eine offenkettige oder
cyclische, gesättigte odei ungesättigte, sekundäre
oder tertiäre Aminogruppe bedeuten, oder R1
und R2 zusammen eine Oxa-, Thia-. Sulfonyl-,
Alkylthionium-, Imino-, Alkytimino-, gegebenenfalls substituierte Aryiimino- oder eine offenkettige.
alicyclische oder heterocyclische Dialkyliminogruppe bilden, oder einer der Reste R1 und
R2 ein Wasserstoffatom ist. während η und m
Zahlen von 0 bis 3 sind, verwende:.
Die Erfindung betrifft ein diagnostisches Mi'.tel zum Nachweis von Urobiünogen-Körpern in Körperflüssigkeiten,
vorzugsweise in Urin, bestehend aus einem saugfähigcn Träger oder einem Film, einer
starken festen Säure und einer Substanz, welche nach Art der Ehrlichschen Probe mit Urobilinogen-Körpjrn
einen Farbumschlag liefert.
Es ist bekannt, daß man Urobilinogen-Körpcr (Bilane), Indol, Sulfonamide, Porphobilinogen. Harnindikan
und 5-Hydroxy-indolessigsäure mit einer Lösung von p-Dimethylaminobenzaldehyd in Salzsäure
nachweisen kann. Dieser Nachweis ist in der Literatur als Ehrlichschc Reaktion bekannt: er hat
insbesondere in der medizinischen Diagnostik als Nachweis von »vermehrten Urobilinogenenc im Urin
erhebliche Bedeutung gewonnen. Obwohl die Probe nicht sehr spezifisch ist, gilt sie als Standardmethode
Tür die Diagnose von Leber- und Gallen^rkrankungen.
Zur Vereinfachung des Tests ist bereits vorgeschlagen worden, Testtabletten herzustellen (britische
Patentschrift 779 921), in denen außer p-Dimcthyiaminobenzaldehyd eine feste anorganische oder organische
Säure enthalten ist (vgl. auch USA.-Patentschrift 2 320 282 — Testtabletten zum Nachweis von
Sulfonamiden). Löst man solche Tabletten in mehr oder weniger verdünntem Harn, so erhält man Farbreaktionen,
die ungefähr denen der ursprünglichen Ehrlichschen Probe entsprechen; jedoch wird beispielsweise
zur Auswertung der Farbreaktion mit Sulfonamiden der Einsatz einer blauen Hilfsfarbe (/. B.
Methylenblau) empfohlen.
Zur weiteren Vereinfachung der Ehrlichschen Probe hai man die Reaktion auch schon auf Testpapiere
übertragen; vgl. Fi se hl und P i η t o. Clinica
Chim. Äcta 2^(1957). S. 527 bis 533. sowie französischen
Patentschrift 1 450 273, in welcher die von Fisch! und P i η t ο benutzte Phosphorsäure
durch Oxalsäure ersetzt wird.
überraschenderweise wurde nun auf der Suche nach einer weiteren Verbesserung des Tests gefunden,
daß bestimmte Derivate des p-Arrvnobenzaldehyds einen wesentlich empfindlicheren und weniger störanfal'igen
Nachweis von Urobüinogen als bisher möglich liefern. Als Derivate des p-Aminobcnzaldehyds
kommen Substanzen in Frage, welche an der p-Aminogruppe Substituenten tragen, die stark Elektronen
abziehende Eigenschaften besitzen. Die Erfindung besteht somit in einem diagnostischen Mittel
der eingangs genannten Art. welches durch einen Gehalt an einer oder mehreren Substanzen der
Formel (I)
in welcher R1 und R2 ein Halogenatom, eine Cyano-,
Nitroso·, Carbalkoxy-, Carbamido-, Hydroxy-, Acyl-
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ES359413A ES359413A1 (es) | 1967-10-26 | 1968-10-22 | Procedimiento para el reconocimiento de cuerpos urobilino- genos. |
| CH1593768A CH532788A (de) | 1967-10-26 | 1968-10-24 | Verfahren und diagnostisches Mittel zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern |
| SE1445668A SE344503B (de) | 1967-10-26 | 1968-10-25 | |
| FI304668A FI48644C (fi) | 1967-10-26 | 1968-10-25 | Diagnostinen väline urobilinogeeni-osasten osoittamiseksi. |
| JP7821368A JPS4915518B1 (de) | 1967-10-26 | 1968-10-26 |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0095135 | 1967-10-26 | ||
| DEB0095135 | 1967-10-26 | ||
| DE1767931A DE1767931C3 (de) | 1967-10-26 | 1968-07-03 | Diagnostisches Mittel und Verfahren zum Nachweis von Urobilinogen-Körpern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1648848A1 DE1648848A1 (de) | 1972-01-27 |
| DE1648848B2 DE1648848B2 (de) | 1972-09-07 |
| DE1648848C true DE1648848C (de) | 1973-03-29 |
Family
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