DE1523213C - Kreisel mit Schwingrotor - Google Patents
Kreisel mit SchwingrotorInfo
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- DE1523213C DE1523213C DE1523213C DE 1523213 C DE1523213 C DE 1523213C DE 1523213 C DE1523213 C DE 1523213C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kreisel mit Schwingrotor, dessen Schwingachse etwa senkrecht
zur Drehachse verläuft .und dessen Schwingung mit einem Schwingungsabgriff meßbar ist.
Vorliegende Erfindung baut auf einem älteren Vorschlag der Patentinhaberin auf. Hiernach ist der
Kreisel mit Schwingrotor so ausgelegt, daß die Eigenfrequenz der Schwingung des Schwingrotors um die
Befestigungsachse gleich der Frequenz der Drehachse (N) ist, um den Schwingrotor sehr empfindlich
gegenüber BewegungenCzü mächen, die rechtwinklig
zu dieser Achsev verlaufen; Eine äußere Winkelverschiebung (Rotation) des Kreisels mit Schwingrotor
um eine beliebige Achse mit Ausnahme der Drehachse bewirkt, daß der Schwingrotor mit seiner
Eigenfrequenz schwingt, wobei die maximale Amplitude
einer solchen Schwingung proportional der Winkelverschiebung.ist; Zusätzlich ist die Phasenlage
der Schwingung in bezug auf ein Taktgebersignal' ein
direktes Maß für die Richtung der Winkelverschiebung. Damit kann ;der Kreisel mit Schwingrotor an
Stelle eines direkt anzeigenden Kreisels mit zwei Freiheitsgraden verwendet werden.
Da die Empfindlichkeit des Schwingrotors gegenüber Kräften von außen jedoch von der Tatsache
abhängig ist, daß die Eigenfrequenz der Schwingung des Schwingrotors gleich der Frequenz der Drehung
der Achse ist, bewirken irgendwelche Nebenkräfte oder -vibrationen, die in den Bewegungsgleichungen
des Kreisels mit Schwingrotor als Antriebskräfte mit einer Frequenz gleich der Drehfrequenz der Achse
wirken, wie noch eingehend erläutert wird, das Auftreten eines Ausgangsfehlersignals, das von dejn Ausgang
nicht unterscheidbar ist, der durch eine äußere Winkelverschiebung bewirkt wird. Dabei hat man
festgestellt, daß solche Nebenausgangssignale bei bekannten Vorrichtungen durch das natürliche Schlagen
der Achse mit der Frequenz 2 N auf Grund der Toleranzen in den die umlaufende Achse des Kreisels
mit Schwingrotor aufnehmenden Lagern erzeugt werden, und unter bestimmten Umständen das Auftreten
voa unerwünschten Fehlern in den Ausgangssignalen bewirken können, die aus den Winkelverschiebungen
des Kreisels mit Schwingrotor im Betrieb erhalten werden. ■
Nachstehend wird auf die dem Problem vorliegender Erfindung zugrunde liegenden theoretischen Zusammenhänge
im einzelnen eingegangen.
Die angenäherte grundlegende Differentialgleichung der Bewegung eines der Trägheitselemente nach der
Erfindung kann aus den Eulcrschen Gleichungen für die Bewegung eines starren Körpers um einen festen
Punkt abgeleitet werden. Die allgemeine Drehmomentgleichung L — j wird, wenn J (Winkelmomcnt) und L
(Drehmoment) beide in einem System von Achsen mit einer festen Orientierung im Raum definiert sind
und wenn sie in ein System von Achsen, die in einem umlaufenden Körper fest vorgegeben sind, übertragen
werden,
.. und C das polare Trägheitsmoment ist. Wenn obige Gleichung dann nach den Drehmomenten um die
j-Achse auf Grund der hemmenden (Federn) und dämpfenden Kräfte aufgelöst wird, geht die Grundgleichung
für das System über in
+ (A-C) wxwz -pDΘ + ΚΘ = 0,
ίο wobei K die Winkelfederkonstante und D die Winkel-.
dämpfungskonstante der Schwingachse und Θ die Winkelauslenkung des Schwingrotors, gemessen als
Drehung um die j-Achse, ist.
Wenn die Drehachse, die mit einer Frequenz TV rotiert, eine Winkelverschiebung Φ um eine Achse
senkrecht zur Drehachse erfährt, gilt
Wy = Θ + Φ cos Nt, (3)
so Wx — — NsinO + Φ sin Nt cos Θ, (4)
Wz — N cos Θ + Φ sin Nt sin Θ, (S)
wobei für kleine Winkel Θ gilt:
Wy = Θ +Φ COS Nt,
wx = — ΝΘ+ Φ sin Nt,
wz = N,
wobei sin Θ — Θ, cos Θ — 1 und Θ Φ = 0. Setzt
man die Gleichungen (6), (7) und (8) in die Gleichung (2) ein, ergibt sich die Grundgleichung der
Bewegung zu
ΑΘ + D0 + [K + N* (C-A)] Θ
— CΝΦ sin Nt — A Φ cos Nt, (9)
40 die die Gleichung eines gedämpften angeregten
harmonischen Oszillators ist. Da es erwünscht ist, daß das System seine Oszillationsresonanzfrequenz
bei der Antriebsfrequenz N erhält, muß die Federkonstante
so gewählt werden, daß gilt:
AN2 = K+ N2 (C-A)
(10)
oder
K = ^(2,4-C), (11)
und die grundlegende Bewegungsgleichung wird:
55
L,i -■: iuwv 1 (Ix
(D A Θ + DO + A Ν2Θ = C NΦ sin /Vt — A Φ cos Nt.
(U)
Nimmt man an, daß die Änderungsgeschwindigkeit
der Winkelverschiebung eine Konstante ist (wobei Φ -Ο), daß die Dämpfungskonstante D klein ist
und die Zeitkonstante des Systems T, die durch
für die Drehmomenlkomponente um die umlaufende j-Achse, wobei / und w die Trägheitsmomente und
die Winkelgeschwindigkeiten um ihre entsprechenden rotierenden Achsen sind. Nimmt mau an, daß der
starre Körper ein Ring ist, der um die z-Achse rotiert,
wird Ix I11 - Λ und lz C, wobei Λ das Querdcfiuiert
ist, wesentlich größer ist als t, so ergibt sich die Gleichung (12) angenähert zu
*f cos Nt.
(U)
Diese Gleichung zeigt, daß für kleine Winkel der Winkelausschlag des Schwingrotors direkt proportional
der Rotationsverschiebung φ t der Drehachse multipliziert
mit einem die Schwingungen darstellenden Kosinusausdruck ist. Obgleich es in der obigen
Gleichung nicht direkt zum Ausdruck kommt, enthält der Kosinusausdruck eine Phaseninformation,
die über ein Taktgebersignal gewonnen werden kann, damit der Winkel zwischen der Richtung der Drehverschiebung
der Achse und einem Koordinatensystem, das im äußeren Gehäuse des Kreisesl starr
befestigt ist, erhalten wird.
Wenn die Drehachse des Kreisels Schwingungen mit einer Frequenz 2 N unterworfen wird, werden
die Schwingungen durch das System gleichgerichtet und erscheinen im Winkelausschlag Θ des Schwingrotors
als Nebendrehverschiebung. Dies wird deutlicher aus der nachstehend angegebenen mathematischen
Analyse. Die Schwingungen können in folgender Weise dargestellt werden:
Φ = G cos 2Nt + Hsin2Nt,
(14)
sin 2NtsinNt —
cos2Nt sin Nt =
cos2NtcosNt — sin2NtcosNt^=
cos2NtcosNt — sin2NtcosNt^=
1I2(COsNt-COsSNt), (17)
V2(SIn Nt — sin 3Nt),
1I2(COS Nt + cos3Nt),
1J2(Sm Nt + sin 3Nt)
A V1 + DO1 + AW O1
- C)(GcosNt
Unter den oben angegebenen Annahmen ergibt sich die Lösung der Gleichung (18) angenähert zu:
φ= -2NGsm2Nt + 2NHcos2Nt, (15)
φ = -4N2Gcos2Nt-4N2Hsin2Nt. (16)
Setzt man die Gleichungen (14), (15) und (16) in die Gleichung (12) ein und berücksichtigt man, daß
sowie die Tatsache, daß das System sehr unempfindlich gegenüber Schwingungen der Frequenzen 3 N
ist, wird folgende Gleichung der Bewegung erhalten:
ND
^cosUt +
(19)
Daraus ergibt sich, daß die Gleichung (19) identisch in ihrer Form mit der Gleichung (13) ist, und damit
wird ein Ausgangssignal durch die Nebenkräfte mit der Frequenz 2 N erzeugt, das durch bekannte Vorrichtungen
nicht von dem Ausgang getrennt werden kann, der durch eine echte Rotationsverschiebung
erzeugt wird.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung jedoch wird das Nebenausgangssignal
durch Verwendung von zwei Schwingrotoren ausgeschaltet, die auf der Drehachse befestigt sind,
wobei ihre Schwingachsen etwa rechtwinklig zueinander angeordnet sind. In diesem Falle ist die
Grundbewegungsgleichung für das zweite Trägheitselement gegeben durch:
D02
Nt + A0smNt, (20)
35 in welche die Gleichungen (14), (15) und (16) wie vorher eingesetzt werden können, so daß sich folgende
Gleichung ergibt:
AQ2 + DO2+ ΑΝ*Θ2
= 2N2(2A- C)(GsinNt-HcosNt).
(21)
Verwendet man wieder die obigen Annahmen, ergibt sich die Lösung der Gleichung (21) angenähert
zu:
©2(0 =
2KVG2 + H2
^TTK
^TTK
ND
Nt -
(22)
HsmNt).
(18) Werden die Gleichungen (19) und (22) dann summiert, ergibt sich:
— [ tan-1— 2\ G
tan-1 — H
iC J-T
■ cos I tan~x tan"1 —
V H G
(23)
Da aber
cositan-1— -tan-1—\ = 0, (24)
wird 6>j + 6>2 — 0, und damit tritt das Nebenausgangssignal
nicht in den summierten Ausgangssignalen auf, die von den Schwingrotoren (wie weiter
unten noch gezeigt wird) erzeugt werden.
Die Aufgabe vorliegender Erfindung besteht, darin, aus dem mit einem einzigen Schwingrotor gewonnenen
Ausgangssignal das in diesem enthaltene unerwünschte, auf Vibrationskräfte zurückzuführende Nebensignal
zu eliminieren.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß ein weiterer Schwingrotor auf derselben Drehachse
angeordnet ist, dessen Schwingachse jedoch etwa senkrecht zur Schwingachse des ersten Schwingrotors
verläuft, daß auch dem zweiten Schwingrotor ein Schwingungsabgriff zugeordnet ist und daß eine
Summiereinheit zur Addition der von den Schwingungsabgriffen gelieferten Meßsignale vorgesehen ist.
Vorzugsweise sind mit den Schwingungsabgriffen Demodulatoren gekoppelt, die auf aus den Schwingungsabgriffen
erhaltene Signale zur Erzeugung von Ausgangssignalen ansprechen, welche die Winkelverschiebung der gemeinsamen Drehachse des Kreisels
darstellen.
Die Summiereinheit eliminiert im wesentlichen die Komponenten der Ausgangssignale, die von den auf
die Schwingrotoren einwirkenden Schwingkräften verursacht werden. Im Falle einer speziellen Ausf ührungs-
5 6
form der Erfindung erzeugt die Summiereinheit ge- geringer magnetischer Leitfähigkeit, z. B. Eisen oder
trennte Signale, die die Schwingkräfte darstellen, Stahl, bestehen können, ist in dem dargestellten Ausweiche
auf die Schwingrotoren einwirken, wobei die führungsbeispiel die Anordnung so gewählt, daß ein
getrennten Signale Drehmomenterzeugern aufgegeben starres Material geringen Gewichtes (z. B. Titan) mit
werden, damit die Schwingbewegungen der Schwing- 5 Eisen- oder Stahlringen 32, 32' umgeben wird, um
rotoren, die durch die Schwingkräfte verursacht wer- das Gewicht der Schwingrotoren 26, 26' zu verden,
fortlaufend auf Null gebracht werden. ringern.
Gemäß der Erfindung können mehrere Kreisel mit In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der
Schwingrotor der vorbeschriebenen Ausführungsform Massenmittelpunkt eines jeden Schwingrotors 26, 26'
auf einer stabilisierbaren Einrichtung angeordnet wer- io an der Aufhängestelle eines jeden Schwingrotors 26,26'
den, so daß ein Trägheitsf ührungssystem erhalten wird. angeordnet, d. h. an der Stelle, an der die Rotations-
Mit dem erfindungsgemäßen Kreisel mit Schwing- achse (die durch die Achse der Drehachse 20 definiert
rotor wird erreicht, daß die Ausgangssignale einer ist) die Vibrationsachse (die durch die Achse der
Vielzahl von Schwingrotoren, die koaxial auf einer Schwingachsen 28, 28' definiert ist) schneidet. Unter
einzigen Welle angeordnet sind, kombiniert werden 15 diesen Umständen ist der Kreisel 10 weitgehend
können, so daß die Komponenten der Ausgangs- unempfindlich gegenüber Beschleunigungskräften. Der
signale, die auf Grund der Vibrationskräfte auftreten, Kreisel 10 kann jedoch empfindlich gegenüber Beeliminiert
werden können. Da eine Vielzahl von schleunigungskräften ausgeführt werden (und diese
Trägheitselementen auf einer einzigen Welle an- Kräfte anzeigen), wenn der Massenmittelpunkt in
geordnet sind, kann die Rotationsinformation aus ein 20 einem vorbestimmten Abstand von der Aufhängestelle
und demselben Gerät entnommen werden. angeordnet ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Aus- In F i g. 1 sind E-f örmige Schwingungsabgriffe 40,
führungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung 40', deren jeder aus C-förmigem Ferritmaterial mit
näher erläutert. Die Figuren zeigen in einem Permanentmagnetmittelschenkel besteht, nahe
F i g. 1 eine Querschnittsansicht einer bevorzugten 25 den Schwingrotoren 26, 26' und den Eisenringen 32,
Ausführungsform der Erfindung, 32' angeordnet und mit dem äußeren Gehäuse des
F i g. 2 eine vereinfachte, perspektivische Darstel- Kreisels mit Schwingrotor über Tragbauteile 42, 42'
lung der Ausführungsform nach F i g. 1, aus der befestigt. Die Permanentmagnetmittelschenkel der
das Prinzip der Wirkungsweise hervorgeht, E-förmigen Schwingungsabgriffe 40, 40' bewirken,
F i g. 3 ein schematisches Blockdiagramm eines 30 daß magnetische Gleichstromfelder in den geschlos-
Kreisels mit Schwingrotor zum Auslöschen einer senen Flußpfaden vorhanden sind, die durch den
fehlerhaften Abgabe, die durch Kräfte mit der Fre- mittleren und die äußeren Schenkel dir Schwingungs-
quenz 2 N verursacht wird, abgriffe 40, 40' und die Eisenringe 32, 32' definiert
Fig. 4 ein schematisches Blockdiagramm eines sind. Jede Schwingbewegung der Eisenringe32, 32'
Kreisels mit Schwingrotor zur Erzielung einer Rota- 35 ergibt eine Änderung im magnetischen Widerstand
tionsinformation, der Teile der Pfade zwischen dem mittleren und den
F i g. 5 und 6 weitere Abänderungen gemäß vor- äußeren Schenkeln d;r Schwingungsabgriffe 49, 40'.
liegender Erfindung und Infolgedessen erzeugen die Schwingung^! der Eisen-
F i g. 7 eine Kreiselanordnung mit Schwingrotor ringe 32, 32' magnetische Weshselfeider in den
zur Erzielung einer Rotationsinformation, die frei 40 Wicklungen 47, 47'; die Felder ihrerseits erzeugen
von fehlerhaften Abgaben ist, welche durch Kräfte Wechselstromsignale in din Ausgäagü 47, 47' der
mit der Frequenz 2 N verursacht werden. Schwingungsabgriffe 49, 40', die die Schwingbewegun-
In F i g. 1 ist der Kreisel 10 mit Schwingrotor mit gen der Schwingrotoren 26, 26' darstellen. Während
einem zylindrischen äußeren Gehäuse 11 und einem die Abfühlsignale durch Verwendung von Gleichdaran
befestigten Abstützbauteil 12 dargestellt, auf 45 Strommagneten für die mittleren Schenkel der Schwindem
der Stator 14 eines mit konstanter Geschwindig- gungsabgriffe 40, 40' erhalten wurden, lassen sich
keit umlaufenden Synchronhysteresemotors 16 an- auch andere Vorkehrungen treffen. Beispielsweise
geordnet ist. Der Rotor 18 des Synchronmotors 16 können magnetische Wechselfeldcr in den geschlosist
an einer Drehachse 20 befestigt, die auf Kugel- senen Flußpfaden dadurch erzeugt werden, daß
lagern 22 um den Stator 14 umläuft. Das äußere 50 Wechselstromgeneratoren mit den Mittelschenkeln
Gehäuse 11 ist vorzugsweise druckdicht ausgebildet der Schwingungsabgriffe 40, 40' aus Ferrit gekoppelt
und in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel voll- werden. Da die Kanten der Eisenringe 32, 32', die den
ständig evakuiert; es kann andererseits eine gesteuerte Schwingungsabgriffen 40, 40' am nächsten liegen,
Atmosphäre geringer Dichte, z. B. Wasserstoff oder nicht nur eine Schwingbewegung ausführen, sondern
Helium, enthalten und ist aus einem leichten, aber 55 auch rotieren, ist die Frequenz der elektromotorischen
widerstandsfesten Material, z. B. Aluminium, her- Kräfte, die durch die Lage- oder Geschwindigkeitsgestellt.
Die Drehachse 20 ist aus starrem Material, änderungen der Eisenringe 32, 32' hervorgerufen wird,
z. B.korrosionsbeständigem Stahl, hergestellt. Schwing- eine Funktion beider Bewegungen und ist im wesentroloren
26, 26' (in der Zeichnung in Form von Ringen liehen gleich der Summe der Rotationsfrequenz und
dargestellt) des Kreisels sind auf der Drehachse 20 60 der Schwingfrequenz, wobei jedoch auch eine kleine
mit Hilfe zweier senkrecht aufeinander stehender Differenzfrequenz auftritt. Damit nimmt im Schwin-Paare
von Schwing?.chsen 28, 28' kreuzförmigen gungsabgriff der erfindungsgemäßen Ausführungsform
Querschnittes, einem Paar zentrischer Stützen 30, 30' das Abfühlsignal im Idealfall eine Frequenz von 2Nan.
und Befestigungsschrauben 29, 29' befestigt. Da die Um die Ausgangssignale aus den Schwingungs-Schwinge.chsen
28 senkrecht zu den Schwingachsen 28' 65 abgriffen 40, 40' in Komponenten in orthogonalen
angeordnet sind, sind die Schwingachsen 28 im Schnitt Achsen aufzulösen, die im äußeren Gehäuse 11 zur
nach F i g. 1 nicht sichtbar. Obgleich die Schwing- Bestimmung der Richtung der Winkelverschiebung
rotoren 26, 26' vollständig aus starrem Material der Achse 20 relativ zu diesen Achsen festgelegt sind,
7 8
wird ein Taktgebersignal mit einer Frequenz 2 N gangssignale erzeugen, können sie jeweils aus zwei
erzeugt. Ein C-förmiger Taktsignalgenerator 51 ist getrennten Demodulatoren oder auch aus einem
mit dem äußeren Gehäuse 11 über ein Tragbauteil 12 einzigen, zusammengesetzten Demodulator mit zwei
befestigt und weist einen C-förmigen permanent- Eingangs- und Ausgangskanälen bestehen. Zusätzlich
magnetischen Ferritbauteil mit einer auf ihm auf- 5 können die Demodulatoren 50, 50' auch RC-Kreise
gewickelten Abfühlspule 51' und einer Ausgangs- zum Filtern der dadurch erzeugten Signale auf-
leitung auf. Ein rotierendes Ferritbauteil 36, welches weisen.
einen Teil des geschlossenen Flußpfades bildet, ist Wie bereits erwähnt, ist jedes der Ausgangssignale
nach einer schwach ellipsenförmigen Gestalt so auf- aus dem Kreisel mit Schwingrotor aus Signalen zugebaut,
daß es den magnetischen Widerstand des io sammengesetzt, die durch echte Drehverschiebungsmagnetischen
Pfades zwischen den Schenkeln des kräfte und Nebenkräfte mit einer Frequenz 2 N
C-förmigen Taktsignalgenerators 51 verändert. Da erzeugt werden. Da jedoch die Ausgangssignale, die
der C-förmige Taktsignalgenerator 51 stationär an- von solchen Nebenkräften verursacht werden, durch
geordnet ist, oszilliert das rotierende Bauteil 36 über zwei Trägheitselemente erzeugt werden, deren Schwingdie
beiden Ferritschenkel in radialer Richtung wäh- 15 achsen (d. h. die Aufhängungsvorrichtung) senkrecht
rend einer jeden Umdrehung der Achse 20. Für jede zueinander stehen und damit entgegengesetzt polari-Umdrehung
der Achse 20 bewirkt die radiale Schwin- siert sind, enthält der Ausgang aus dem Demodulator
gung des Bauteiles 36, daß maximale und minimale 50' Nebensignale einer Polarität, während der Aus-Abstände
von dem Taktsignalgenerator 51 zweimal gang aus dem Demodulator 50 die gleichen Nebenwährend
einer jeden Umdrehung angenommen werden. 20 signale, jedoch mit entgegengesetzter Polarität ent-Während
einer jeden Umdrehung der Achse 20 wer- hält. Die Ausgangssignale aus den Demodulatoren 50
den somit abwechselnde Pfade mit minimalem und und 50' sind auf diese Weise mit aus einem Additionsmaximalem
magnetischem Widerstand zweimal zwi- kreis 97 und einem Vorzeichenumwandler 99 zusehen
den beiden Schenkeln des C-förmigen Taktsignal- sammengesetzter Summiereinheit 70, 70' gekoppelt,
generators 51 ausgebildet. Da der magnetische Wider- 25 die die F- und ^-Komponenten der Abf ühlausgänge
stand des magnetischen Pfades sich durch zwei hinzuaddiert, und ergeben dadurch Signale Θ (X),
Maxima und zwei Minima bei jeder Umdrehung Θ (F), die die Größen der Rotationsverschiebung
ändert, wird eine Wechsel-EMK in der Abf ühlspule ohne die Nebensignale 2N(X), 2N(Y) darstellen,
und der Ausgangsleitung 51' erzeugt, die eine Fre- welche von den Kräften mit der Frequenz 2N erzeugt
quenz aufweist, welche doppelt so groß ist wie die 30 werden. Wie ebenfalls bereits erwähnt, braucht in
Drehfrequenz der Achse 20. Diese Wechsel-EMK Zusammenhang mit dem Winkel zwischen der Achse
dient zu Bereitstellung eines Taktgebersignals der und der Befestigungsachse die Aufhängungsvorrich-Frequenz
2 N. Weil die Stellung des Taktgenerators 51 tung nicht orthogonal zu sein, sondern kann auch im
um die Achse in Umfangsrichtung verändert wird, Winkel verschoben sein. In einem solchen Falle jedoch
können die beiden maximalen Amplitudenstellen oder 35 werden die Ausdrücke mit der Frequenz 2N nicht
minimalen Amplitudenstellen des Taktgebersignals so vollständig eliminiert, sondern bleiben teilweise erausgebildet
werden, daß sie dann auftreten, wenn die halten, wobei ihre Größe proportional dem Kosinus
Schwingachsen 28, 28' parallel und orthogonal in des Winkels zwischen der Aufhängungsvorrichtung
bezug auf eine der auf das Gehäuse bezogenen ortho- ist.
gonalen Achsen sind. Wenn eine solche Koinzidenz 40 Da die Gültigkeit der Gleichung (13), die die
nicht auftritt, wird das Taktgebersignal in Kompo- Winkelauslenkung β der Schwingrotoren 26, 26' benenten
längs der orthogonalen Achsen aufgelöst, die schreibt, von der Zeitdauer der Einflußnahme einer
um einen bestimmbaren Winkel gegenüber den auf bestimmten Winkelverschiebungsgeschwindigkeit Φ
das Gehäuse bezogenen Achsen verdreht sind. Diese bestimmt wird, die wesentlich kleiner ist als die Zeitbeiden
Sätze von Achsen können jedoch in Koinzidenz 45 konstante des Systems, ist es erwünscht, daß Drehgebracht
werden, indem die Phasenlage des Takt- kräfte dem Kreisel mit Schwingrotor aufgegeben
gebersignals verschoben wird. werden, damit eine solche Schwingung auf den Wert In Fig. 3, in der der Kreisel 10 schematisch dar- Null gebracht wird. In einem Trägheitsführungsgestellt
ist, wird das Taktgebersignal aus dem Takt- system wird die Schwingbewegung üblicherweise
signalgenerator über eine Leitung 51' in einen Phasen- so dadurch auf Null gebracht, daß die Plattform, auf der
schieber 54 eingeführt, der zwei Taktgebersignale der Kreisel mit Schwingrotor befestigt ist, gedreht
abgibt, deren eines in der Phase gegenüber dem wird und damit eine mechanische Drehkraft zur Veranderen
um 90° verschoben ist. In einem anderen Aus- Schiebung der Achse 20 aufgegeben wird. Die X- und
führungsbeispiel ist ein zweiter Taktsignalgenerator F-Ausgänge sind somit als mit Schaltungen 74, 76
beispielsweise um 45° in Umfangsrichtung gegenüber 55 gekoppelt dargestellt, die beispielsweise herkömmliche
dem Taktsignalgenerator 51 verschoben, damit das Schaltkreise oder Schaltkreise mit gekoppelten Mischin
der Phase um 90° verschobene zweite Taktgeber- kreisen sein können und die über die Anschlüsse 71,
signal entsteht. Die Taktgebersignale sind mit den 71' solche Signale den Dreheinrichtungen der Träg-Abfühlsignalen
aus den Schwingungsabgriffen 40, 40' heitsführungsplattform aufgeben, auf der der Kreisel 10
(über Leitungen 47, 47') mit Demodulatoren 50, 50' 60 angeordnet ist. In vielen anderen Fällen jedoch ist es
gekoppelt. Die Demodulatoren 50, 50' ergeben Signale erwünscht, die Schwingbewegung der Schwingrotoren
Θ(Χ)±2Ν(Χ), Θ(Υ)±2Ν(Υ), die die Größen der 26, 26' ohne Verschiebung der Achse20 auf Null zu
Komponenten der Drehverschiebung plus oder minus bringen. Dies tritt beispielsweise dann auf, wenn der
den Komponenten der Verschiebungen mit der Kreisel mit Schwingrotor starr in einem Flugzeug oder
Frequenz 2 N der Achse 20 längs der X- und F-Ko- 65 auf dem Erdboden angeordnet ist und die Schwingordinaten
der auf das Gehäuse bezogenen Achsen bewegung, die von der Flugzeugbewegung oder der
darstellen. Da die Demodulatoren 50, 50' jeweils zwei Erdgeschwindigkeit eingeführt wird, auf Null gebracht
Taktgebersignale aufnehmen und jeweils zwei Aus- werden muß, damit das erzeugte Abfühlsignal zu
9 ίο
Bezugszwecken verwendet werden kann. Andererseits Schiebung Φ auf; da jedoch das durch eine Beschleuniist
die Möglichkeit erwünscht, direkt eine Schwing- gung erzeugte Moment rechtwinklig zu der sie verbewegung
der Schwingrotoren 26, 26' einzuführen, Ursachenden Beschleunigung verläuft, erscheinen eine
um Positions- oder Führungsfehler zu korrigieren, und Winkelverschiebung um und eine Beschleunigung in
das damit erzeugte Abfühlsignal für eine mechanische 5 einer bestimmten Achse um 90° in den Bewegungs-Verdrehung
der Achse 20 zu verwenden, um die gleichungen phasenverschoben. In einem typischen
induzierte Schwingbewegung auf Null zu bringen. Zu Fall würde bei einer Pendelanordnung von 0,4 g/cm
diesem Zweck sind Rückkopplungsleitungen 78, 80 (das Produkt aus Pendelmasse und Länge des Pendelvorgesehen, die von den Schaltkreisen 74, 76 zu Dreh- armes) und einem Gewicht des Schwingrotors von
momenterzeuger 62, 62' des Kreisels selbst führen, io 40 g der Massenmittelpunkt um etwa 0,01 cm vom
damit Drehkräfte in der X-Achse und der F-Achse Aufhängungspunkt verschoben,
den Schwingrotoren 26,26' aufgegeben werden können, Somit enthält das Ausgangssignal aus der Abf ühlwie weiter unten noch ausgeführt wird. Zusätzlich vorrichtung eines Kreisels mit Schwingrotor bei versind Eingänge 82, 84 mit den Schaltkreisen 74, 76 schobenem Massenmittelpunkt Komponenten nicht gekoppelt, damit nach Bedarf von außen Vorspann- 15 nur der Drehverschiebung, sondern auch der Besignale über solche Schaltkreise in das System ein- schleunigung. Um die Beschleunigungskomponente geführt werden können. abzutrennen, ohne daß ein gesonderter Beschleuni-
den Schwingrotoren 26,26' aufgegeben werden können, Somit enthält das Ausgangssignal aus der Abf ühlwie weiter unten noch ausgeführt wird. Zusätzlich vorrichtung eines Kreisels mit Schwingrotor bei versind Eingänge 82, 84 mit den Schaltkreisen 74, 76 schobenem Massenmittelpunkt Komponenten nicht gekoppelt, damit nach Bedarf von außen Vorspann- 15 nur der Drehverschiebung, sondern auch der Besignale über solche Schaltkreise in das System ein- schleunigung. Um die Beschleunigungskomponente geführt werden können. abzutrennen, ohne daß ein gesonderter Beschleuni-
In vorliegender Erfindung kann die Schwing- gungsmesser erforderlich wird, wird ein zweiter
bewegung der Schwingrotoren 26, 26' dadurch auf Schwingrotor verwendet, der weitgehend identisch mit
Null gebracht werden, daß Dxehkräfte direkt den 20 dem ersten ist, dessen Massenmittelpunkt jedoch in
Schwingrotoren 26, 26' und die Eisenringe 32, 32' seiner Aufhängungsstelle liegt. Wie in F i g. 4
des Kreisels aufgegeben werden. Wie in F i g. 1 gezeigt, werden Ausgangssignale Θ (X) + 2N(X) und
gezeigt, sind zwei E-förmige Drehmomenterzeuger 62, (9(F) + 2N(Y) durch den Phasenschieber 54 und
62' an dem äußeren Gehäuse 11 des Kreisels über den Demodulator 50 aus dem Schwingrotor 26 ab-Traganordnungen
66, 66', z. B. längs der X-Achse 25 geleitet, das den Massenmittelpunkt in der Aufdes
auf das Gehäuse bezogenen Koordinatensystems, hängungsstelle besitzt, während Ausgangssignale
verbunden. Zwei weitere Drehmomenterzeuger sind Θ(Χ) + A(X) + 2N(X) und Θ(Υ) + A(Y) + 2N(Y),
90° dagegen versetzt, jedoch nicht dargestellt, vor- die die Größe der Komponenten der Drehverschiegesehen,
die längs der. F-Achse des auf das Gehäuse bung plus der Beschleunigung plus der Verschiebungen
bezogenen Koordinatensystems wirken. Die E-förmi- 30 der Achse 20 mit der Frequenz 2 N darstellen, durch
gen Drehmomenterzeuger 62, 62' bestehen aus C-for- den Phasenverschieber 54 und den Demodulator 50'
migen Ferritteilen mit Permanentmangnetmittelschen- aus dem Schwingrotor 26' ableiten, dessen Massenkeln.
Die Schaltung 74 gibt Drehmomentsignale über mittelpunkt in einem vorgewählten Abstand von der
die Leitungen 78, 78' an die äußeren Schenkel der Aufhängungsstelle angeordnet ist. Die Ausgangs-Drehmomenterzeuger
62, 62', die längs der X-Achse 35 signale aus dem Schwingrotor 26 werden dann von
wirken; in ähnlicher Weise gibt die Schaltung 76 denen des Schwingrotors 26' durch Differenzier-Drehmomentsignale
über Leitungen 80, 80' an die schaltungen 90, 90' subtrahiert, so daß Signale A(X),
äußeren Schenkel der Drehmomentanordnungen, die A(Y) entstehen, die die Beschleunigungskomponenten
auf die F-Achse einwirken. In Abhängigkeit von der darstellen. Anschlüsse 73, 73' sind vorgesehen, um
Polarität der Drehmomentsignale, die der Schaltung 74 40 die Signaled (X), A(Y) einer äußeren Aufzeichnungsaufgegeben
werden, wird das magnetische Feld vorrichtung, z. B. einem Rechner, und den Drehzwischen
dem Mittelschenkel und einem der beiden momenterzeugern 91, 93 aufzugeben.
Außenschenkel eines jeden E-förmigen, auf die In F i g. 4 enthalten die Ausgänge aus beiden X-Achse bezogenen Drehmomenterzeugers 62, 62' Schwingrotoren 26, 26' Ausdrücke mit der Frevergrößert, während das Magnetfeld zwischen dem 45 quenz 2JV der gleichen Polarität, da die Schwing-Mittelschenkel und dem äußeren Schenkel verringert achsen 28, 28' parallel zueinander liegen. Deswird. Die Schaltung 76 bewirkt das gleiche Resultat halb behalten die Rotationsverschiebungsausdrücke für die Drehmomenterzeuger in der F-Achse. Da 0(X) + 2N(X), Θ(Y) + 2N(Y) die Ausdrücke mit Drehmomentsignale über die Schaltungen 74, 76 den der Frequenz 2 N in ihrer endgültigen Form, wäh-Drehmomenterzeugern, f ür die X- und die F-Achse 50 rend die Beschleunigungsausdrücke A(X), A(Y) bei aufgegeben werden, werden somit magnetische Dreh- Subtraktion der beiden Ausgänge frei von Ausdrucken felder erzeugt, die die Schwingbewegung der Schwing- mit der Frequenz 2/V sind. Wenn darüber hinaus rotoren 26, 26' in der gleichen Weise schwächen, ver- die Schwingachsen 28,28' senkrecht auf einander stehen, stärken oder induzieren können, als ob eine eine ist leicht einzusehen, daß die Rotationsverschiebungs-Winkelverschiebung bewirkende Kraft der Achse 20 55 ausdrücke den Ausdruck mit der Frequenz 2 N aufgegeben worden wäre. behalten, während den Beschleunigungsausdrücken
Außenschenkel eines jeden E-förmigen, auf die In F i g. 4 enthalten die Ausgänge aus beiden X-Achse bezogenen Drehmomenterzeugers 62, 62' Schwingrotoren 26, 26' Ausdrücke mit der Frevergrößert, während das Magnetfeld zwischen dem 45 quenz 2JV der gleichen Polarität, da die Schwing-Mittelschenkel und dem äußeren Schenkel verringert achsen 28, 28' parallel zueinander liegen. Deswird. Die Schaltung 76 bewirkt das gleiche Resultat halb behalten die Rotationsverschiebungsausdrücke für die Drehmomenterzeuger in der F-Achse. Da 0(X) + 2N(X), Θ(Y) + 2N(Y) die Ausdrücke mit Drehmomentsignale über die Schaltungen 74, 76 den der Frequenz 2 N in ihrer endgültigen Form, wäh-Drehmomenterzeugern, f ür die X- und die F-Achse 50 rend die Beschleunigungsausdrücke A(X), A(Y) bei aufgegeben werden, werden somit magnetische Dreh- Subtraktion der beiden Ausgänge frei von Ausdrucken felder erzeugt, die die Schwingbewegung der Schwing- mit der Frequenz 2/V sind. Wenn darüber hinaus rotoren 26, 26' in der gleichen Weise schwächen, ver- die Schwingachsen 28,28' senkrecht auf einander stehen, stärken oder induzieren können, als ob eine eine ist leicht einzusehen, daß die Rotationsverschiebungs-Winkelverschiebung bewirkende Kraft der Achse 20 55 ausdrücke den Ausdruck mit der Frequenz 2 N aufgegeben worden wäre. behalten, während den Beschleunigungsausdrücken
In F i g. 4 ist ein Kreisel mit zwei Schwingrotoren Ausdrücke mit der Frequenz 27V hinzuaddiert wurden.
26, 26' dargestellt, deren Schwingachsen 28, 28' Falls es erwünscht ist, die Ausdrücke mit der Freparallel
zueinander liegen. Der Massenmittelpunkt CM quenz 27V aus den Rotationsverschiebungsausdrücken
eines der Rotoren 26' ist gemäß dem Vorschlag einer 60 zu eliminieren und sie in den Beschleunigungsaus-Parallelerfindung
um einen vorbestimmten Abstand drücken zu belassen, wird die Ausführungsform des
längs der Achse 20 von dem Aufhängungspunkt des Kreisels 10 und die in F i g. 5 dafür gezeigte Schalt-Schwingrotors
verschoben. Da der Massenmittelpunkt anordnung verwendet. Bei dieser Ausführungsform
von dem Aufhängungspunkt verschoben ist, erzeugt stehen die Schwingachsen 28, 28' für die Schwingeine
Beschleunigung in, einer beliebigen Richtung, mit 65 rotoren 26, 26' senkrecht aufeinander, während die
Ausnahme in Richtung der Achse, ein Moment am Massenmittelpunkte der Schwingrotoren 26, 26' in
Schwingrotor. Dieses Moment tritt in den Bewegungs- entgegengesetzten Richtungen aus ihren entsprechengleichungen
für den Kreisel genau als Winkelver- den Schwingachsen, d. h. aufeinander zu oder von-
11 12
einander weg anstatt in der gleichen Richtung (wie sind die zwölf Ausgänge, die aus ihnen erhalten
in Fig. 7) verschoben sind. Die Ausgangssignale, werden können, mehr als ausreichend, damit nach den
die aus jedem Schwingungsabgriff 40, 40' der Schwing- drei Beschleunigungsausdrücken, den drei Rotationsrotoren 26, 26' erhalten werden, werden demoduliert ausdrücken und den vier Ausdrucken mit der Freund
in einer Weise gemischt, die ähnlich der nach 5 quenz 2 N aufgelöst werden kann,
den F i g. 3 und 4 ist, damit die Ausgangssignale Θ (X), In bestimmten Fällen jedoch ist es nicht erwünscht, Θ(Y), A(X) + 2N(X), A(Y) + 2N(Y) entstehen. drei Schwingrotoren auf einer einzigen Welle an-
den F i g. 3 und 4 ist, damit die Ausgangssignale Θ (X), In bestimmten Fällen jedoch ist es nicht erwünscht, Θ(Y), A(X) + 2N(X), A(Y) + 2N(Y) entstehen. drei Schwingrotoren auf einer einzigen Welle an-
Im übrigen sind die einander entsprechenden zuordnen. In F i g. 7 ist eine Ausführungsform eines
Schaltelemente in den Zeichnungen mit den gleichen Kreisels dargestellt, der nur zwei Schwingrotoren auf
Bezugszeichen versehen. io einer einzigen Welle zur Bestimmung der Rotations-
Es ist leicht zu erkennen, daß bei nur vier Aus- Beschleunigungs- und 2N-Frequenzausdrücke vergangen
aus einem Kreisel mit zwei Schwingrotoren wendet. Bei dieser Ausführungsform sind drei Kreisel
(X- und Y-Ausdrücke aus jedem Schwingrotor) die 10 a, 10 b, 10 c (jeder mit zwei Schwingrotoren) auf
sechs Veränderlichen in den Ausgangssignalen, d. h. einem Trägheitselement 13 senkrecht zueinander be-
Θ(Χ), Θ(Y), A(X), A(Y), 2N(X) und 2N(Y) nicht 15 festigt. Da ein Kreisel mit einem einzigen Schwingeinzeln
bestimmt werden können. Diese Beschränkung rotor (z.B. nach Fig. 4) eine Beschleunigung nur
wird jedoch durch die Ausführungsform des Kreisels längs zweier Koordinatenachsen festlegen kann,
10 in der Schaltanordnung nach F i g. 6 überwunden, müssen wenigstens zwei der Kreisel 10 α, 10 ό, 10 c
bei der drei Schwingrotoren 26, 26', 26" koaxial auf den Massenmittelpunkt eines Schwingrotors in einem
einer einzigen Welle 20 befestigt sind. Einer der 20 vorbestimmten Abstand von der Aufhängungsstelle
Rotoren 26 ist mit seinem Massenmittelpunkt um versetzt haben, damit die Ausdrücke A(X), A(Y), A(Z)
einen vorbestimmten Abstand aus der Aufhängungs- bestimmt werden können. Da nunmehr drei solcher
stelle verschoben, während die Aufhängungsvorrich- Kreisel vorhanden sind, läßt sich erkennen, daß zwölf
tung 28', 28" der beiden anderen Schwingrotoren 26', Variable vorhanden sind, d. h. Rotationsausdrücke,
26" senkrecht zueinander angeordnet sind. Da nun- 25 drei Beschleunigungsausdrücke und sechs Ausdrücke
mehr sechs Ausgänge (X- und F-Ausdrücke aus jedem mit der Frequenz 2N (zwei für jeden Kreisel). Damit
Schwingrotor) vorhanden sind, können die sechs geben die zwölf Ausgänge der drei Kreisel gerade
Veränderlichen, auf die oben Bezug genommen ist, genügend Information, damit alle Veränderlichen
einzeln bestimmt werden. Die Ausgangssignale eines getrennt werden. Die Massenmittelpunkte der Schwingjeden
der drei Schwingrotoren werden denioduliert 30 rotoren der verschiedenen Kreisel müssen jedoch in
und in einer Weise ähnlich der, die in Verbindung mit geeigneter Weise angeordnet werden, damit eine Verden
vorausgehenden Kreiselanordnungen beschrieben doppelung der Ausgangssignale vermieden wird,
worden ist, gemischt, damit die Signale Θ(X), Θ(Y), Wenn die Schwingrotoren eines der drei Kreisel die
A(X), A(Y), 2N(X), 2N(Y) an den Anschlüssen71, gleiche Information wie die Schwingrotoren eines
71', 73, 73' und 75, 75' auftreten. Die Signale 2N(X), 35 anderen der drei Kreisel erzeugen, können nicht alle
2N(Y) werden mit den Drehmomenteinrichtungen Veränderlichen individuell bestimmt werden. In dem
über Leitungen 78, 80 rückgekoppelt, damit auf Grund besonderen, dargestellten Ausführungsbeispiel sind
der Schwingkräfte mit der Frequenz 2 N unzulässige die Massenmittelpunkte der Schwingrotoren des
Oszillationen nicht aufgebaut werden können. Kreisels 10 a, der die X- und Z-Koordinaten-Rotations-
Die Ausführungsformen, die in den F i g. 3 bis 6 40 und Beschleunigungsausdrücke einführt, von den Aufdargestellt
sind, können als Abfühlelemente auf einer hängungspunkten um einen vorbestimmten Abstand
Trägheitsplattform verwendet v/erden. Da jedoch ein aus dem Ursprung 0 des stationären Bezugskoordi-Kreisel
mit einem einzigen Schwingrotor nur die natensystems, das durch den Schwingrotor 13 beBeschleunigung
und die Winkelverschiebung oder stimmt wird, versetzt. Andererseits sind die Massen-Geschwindigkeit
längs zweier Achsen messen kann, 45 mittelpunkte der Schwingrotoren des Kreisels 10 c,
müssen zwei oder mehr derartiger Kreisel kombiniert der die Y- und Z-Koordinaten-Rotations- und Bewerden,
damit eine vollständige dreidimensionale schleunigungsausdrücke einführt, von dem AufInformation
erhalten wird. Wie weiter oben erwähnt, hängungspunkt um einen vorbestimmten Abstand auf
können aber nicht alle Rotations-Beschleunigungs- die Mitte dieses Koordinatensystems zu verschoben,
und 2N-Frequenzausdrücke einzeln bestimmt werden, 50 Wenn die Massenmittelpunkte der Schwingrotoren
wenn nicht genügend Ausgänge aus den Schwing- der Kreisel 10 a und 10 c nicht in entgegengesetzter
rotoren des Kreisels vorhanden sind. Wenn beispiels- Richtung in bezug auf den Ursprung des Bezugsweise
zwei Kreisel mit Schwingrotor nach F i g. 3 koordinatensystems verschoben wären, würden die
senkrecht zueinander angeordnet sind, ergeben die Ausdrücke A (Z) die gleiche Polarität aufweisen, und
acht Ausgänge (X- und F-Ausdrücke aus jedem 55 der Ausdruck Θ(Z) + A(Z) könnte nicht getrennt
Scfrwingrotor) eine ausreichende Informationsmenge, werden. Wie sich aus der in F i g. 7 dargestellten
damit die sieben Veränderlichen, d. h. die drei Rota- Schaltung ergibt, können die Rotations- und Betionsausdrücke
und die vier Ausdrücke mit der schleunigungsausgangssignale, die von jedem Kreisel
Frequenz 2 N (zwei aus jedem Kreisel) einzeln be- 10 α, 10 b und 10 c erzeugt werden, demoduliert und
stimmt werden können. Wenn jedoch die Kreisel 60 gemischt werden, damit alle sechs Rotations- und
nach den F i g. 4 und 5 verwendet werden, läßt sich Beschleunigungsveränderlichen erhalten werden. Da
einsehen, daß die acht Ausgänge aus ihnen keine die Schwingachse eines jeden Schwingrotors eines
ausreichende Information ergeben können, um die jeden Kreisels senkrecht zur anderen liegt, ergibt sich,
zehn Veränderlichen zu trennen, d. h. die drei Rota- daß alle sechs Ausdrücke mit der Frequenz 2N
tionsausdrücke, die drei Beschleunigungsausdrücke 65 eliminiert (und im Bedarfsfalle aufgelöst) werden
und die vier Ausdrücke mit der Frequenz 2N. Wenn können. Die Ausgangssignale, die an den Anschlüssen
jedoch zwei der Kreisel mit Schwingrotor nach 71, 71', 71", 73, 73', 73" verfügbar sind, können in
F i g. 6 senkrecht zueinander angeordnet werden, die X-, Y-, Z-Drehmomenterzeugeranschlüsse 91, 93,
rückgeführt werden, oder sie können mit den Dreheinrichtungen einer Trägheitsplattform gekoppelt
oder in einem Rechner zur Weiterverarbeitung gespeichert werden.
Claims (6)
1. Kreisel mit Schwingrotor, dessen Schwingachse etwa senkrecht zur Drehachse verläuft und
dessen Schwingung mit einem Schwingungsabgriff meßbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ein weiterer Schwing rotor (26') auf derselben Drehachse (20) angeordnet ist, dessen Schwingachse
(28') jedoch etwa senkrecht zur Schwingachse (28) des ersten Schwingrotors (26) verläuft,
daß auch dem zweiten Schwingrotor ein Schwingungsabgriff (40') zugeordnet ist und daß eine
Summiereinheit (70, 70') zur Addition der von den Schwingungsabgriffen (40, 40') gelieferten Meßsignale
vorgesehen ist.
2. Kreisel mit Schwingrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Demodulatoren (50,
50') mit den Schwingungsabgriffen (40, 40') gekoppelt sind und auf deren Signale zur Erzeugung
von Ausgangssignalen ansprechen, die die Winkelverschiebung der gemeinsamen Drehachse (20)
des Kreisels darstellen.
3. Kreisel mit Schwingrotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Drehmomenterzeuger
(62, 62') vorgesehen sind, die auf jeden Schwingrotor (26, 26') einwirken.
4. Kreisel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Summiereinheit (70, 70') im
wesentlichen die Komponenten der Ausgangssignale eliminiert, die von den auf die Schwingrotoren
(26, 26') einwirkenden Schwingkräften verursacht werden.
5. Kreisel mit Schwingrotor nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Summiereinheit
(70, 70') getrennte Signale erzeugt, die die Schwingkräfte darstellen, welche auf die Schwingrotoren
(26, 26') einwirken, wobei die getrennten Signale den Drehmomenterzeugern (62, 62') aufgegeben
werden, damit die Schwingbewegungen der Schwingrotoren, die durch die Schwingkräfte
verursacht werden, fortlaufend auf Null gebracht werden.
6. Trägheitsführungssystem, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Kreiseln mit Schwingrotor nach
Anspruch 1 oder einem der folgenden, die auf einer stabilisierbaren Einrichtung angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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