DE1479698B - Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen, Füllen und Verschließen von Flaschen oder ähnlichen Behältern aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen, Füllen und Verschließen von Flaschen oder ähnlichen Behältern aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Description
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Die Erfindung geht aus von einer bekannten Vor- wegt werden müssen, wozu mehrere Antriebseinrichrichtung
zum kontinuierlichen Formen, Füllen und tungen erforderlich sind, was den Aufwand und die
Verschließen von Flaschen oder ähnlichen Behältern Störanfälligkeit erhöht. Ferner ist es bei der bekann-
aus thermoplastischem Kunststoff mit Hilfe von Form- ten Vorrichtung von Nachteil, daß das Stützteil bei
teilen, die in zusammengesetzter Form mit einem aus 5 geschlossener Form zurückgezogen wird. Infolge der
einer Strangpreßvorrichtung nach unten austretenden dadurch auftretenden Relativbewegung besteht die
Kunststoffschlauch mitbewegbar sind, und einem von Gefahr, daß der gerade geformte und noch nicht
oben in den Kunststoffschlauch bis in die geschlos- vollständig erstarrte Behälterhals beschädigt wird,
sene Form hineinragenden, axial im Strangpreßkopf Außerdem ist es daher bei der bekannten Vorrich-
verschiebbaren Stützteil zum Formen des Behälterhai- ro tung nicht möglich, den Kunststoffschlauch im Be-
ses sowie zum Aufblasen und Füllen des Behälters. reich des Behälterhalses fest zwischen dem Stützteil
Es ist bereits eine kontinuierlich arbeitende Vor- und den oberen Stirnformteilen einzuspannen und
richtung der vorgenannten Art bekannt, deren Form- dadurch eine im wesentlichen vollständige Abdichteile
eine einzige Form bilden, die nur während des tung des Behälters während des Aufblasens zu er-Formvorgangs
geschlossen ist. Dabei sind für die 15 reichen. Auch diese Gesichtspunkte führen notwen-Ausbildung
des Behälterbodens bzw. für die Ausbil- digerweise zu einer vergleichsweise geringen Arbeitsdung des Behälterhalses im Zusammenwirken mit geschwindigkeit, mit der die bekannte Vorrichtung
dem Stützteil zwei Paare von in gleicher Weise aus- betrieben werden kann.
gebildeten Stirnformteilen vorgesehen, die bei Er- Es ist ferner bereits eine Vorrichtung zum Formen,
reichen einer unteren Stellung nach dem öffnen von 20 Füllen und Verschließen von Kunststoffbehältern bezwei
Wandformhälften zur Bildung des nächsten Be- kannt, bei der die Flüssigkeit eingefüllt wird, während
hälters oberhalb des anderen Stirnformteilpaares wie- sich der zuvor aufgeblasene Behälter noch in der
der zusammengesetzt werden, ebenso wie die beiden geschlossenen Form befindet. Hier kann also bereits
Wandformhälften. Außerdem sind zwei Tragteil- mit dem Einfüllen der Flüssigkeit begonnen werden,
paare vorgesehen, die gleichfalls umlaufend und im 25 bevor der Behälter vollständig- erhärtet ist, da eine
Anschluß an die Stirnformteile an den Behältern an- Verformung durch die geschlossene Form verhindert
greifen und dabei einen durch das Stützteil hindurch- wird. Zugleich bewirkt dann die eingefüllte Flüssiggefüllten
Behälter verschließen und abtrennen, wobei keit eine schnelle Abkühlung des Behälters. Diese
auch der nachffolgende Behälter an seiner Bodenseite bekannte Vorrichtung arbeitet jedoch deskontinuierverschlossen
und unterstützt wird, damit er gefüllt 30 lieh mit einer einzigen Form, wobei der Kunststoffwerden
kann. Dabei ist vorgesehen, daß das Stützteil schlauch schrittweise ausgepreßt und die beiden
aus dem Behälterhals heraus nach oben zurückgezo- Formhälften der einzigen Form nur normal zur Ausgen
wird, während sich der Kunststoffschlauch mit preßrichtung zwischen einer geöffneten Stellung und
der geschlossenen Form abwärts bewegt. einer geschlossenen Stellung bewegbar sind. Aus die-
Mit dieser bekannten Vorrichtung kann zwar kon- 35 sem Grund kann auch die bekannte Vorrichtung nur
tinuierlich gearbeitet werden, insbesondere der Kunst- mit geringer Leistung arbeiten.
stoffschlauch ohne Unterbrechung ausgepreßt wer- Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
den, jedoch ist die Arbeitsgeschwindigkeit der bekann- eine Vorrichtung zum Formen, Füllen und Verschlieten
Vorrichtung vergleichweise gering. Dafür gibt es ßen von Flaschen oder ähnlichen Behältern aus thermehrere
Gründe. Zunächst muß der ausgepreßte 40 moplastischem Kunststoff so auszubilden, daß sie
Kunststoffschlauch eine erhöhte Temperatur aufwei- leistungsfähiger als die bisher bekannten Ausführunsen,
damit er sich leicht plastisch verformen läßt. gen ist, wobei trotz der hohen Arbeitsgeschwindigkeit
Nach der Ausbildung des Behälters muß jedoch eine Beschädigungen des Behälters insbesondere auch im
Abkühlung erfolgen, damit der Behälter formfest Bereich des Behälterhalses nicht zu befürchten sind,
wird, bevor die Form wieder geöffnet werden kann. 45 Im Rahmen der gestellten Aufgabe ergeben sich
Aus diesem Grund muß der geformte Behälter wäh- Schwierigkeiten insbesondere daraus, daß die Behälrend
einer bestimmten Abkühlzeit in der geschlosse- ter durch ein Füllrohr gefüllt werden müssen, das
nen Form verbleiben. Diese Abkühlzeit ist bei der sich durch den Strangpreßkopf bzw. durch das Stützbekannten
Vorrichtung vergleichsweise lang, da die teil erstreckt, daß das Füllrohr im richtigen Moment
Füllflüssigkeit erst nach dem Entfernen der Formteile 50 mit dem neugeformten Behälter in freier Verbindung
eingefüllt wird und der Behälter aus diesem Grund in stehen muß, daß beim Aufweiten des ausgepreßten
hohem Maße abgekühlt und formfest sein muß, um Schlauches durch Blasluft diese ohne Verformung
der statischen Belastung durch die eingefüllte Flüs- des Schlauchabschnitts zwischen dem oberen Ende
sigkeit zu widerstehen, und da außerdem während der Blasform und dem Strangpreßkopf zugeführt
des Erstarrens in der Form noch keine Flüssigkeit 55 werden muß und daß der Halsabschnitt des gefülleingefüllt
ist, die durch Wärmeaufnahme zur schnei- ten Behälters noch hinreichend warm sein muß, um
leren Abkühlung des Behälters beitragen könnte. Ein durch Zusammenquetschen versiegelt zu werden,
weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, daß Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe dadie Versiegelung des Behälters erst erfolgt, nachdem durch gelöst, daß eine Reihe von mehrteiligen umlauer die Form verlassen hat und bereits abgekühlt ist, 60 fenden Formen vorgesehen ist, deren Formteile als so daß die Versiegelung erschwert und gegebenen- vertikal geteilte und beim Zusammenfügen den Kunstfalls eine örtliche Erwärmung beim Versiegeln und stoffschlauch mit ihren Bodenteilen verschließende Abtrennen erforderlich ist. Ferner ergibt sich bei der und mit ihren oberen Teilen den Kunststoffschlauch bekannten Vorrichtung eine Komplizierung der Aus- ! abdichtend gegen .das Stüzteil andrückende Formbildung dadurch, daß die verschiedenen Formteile 65 hälften ausgebildet sind, wobei das Stüzteil mit der und Tragteile abgesehen von ihrer gemeinsamen Be- zusammengefügten Form nach unten mitbewegbar wegung in Auspreßrichtung zu verschiedenen Zeiten ist und mit seiner Füllöffnung in der Formenschließseitlich und entgegengesetzt zur Auspreßrichtung be- station mündet.
weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, daß Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe dadie Versiegelung des Behälters erst erfolgt, nachdem durch gelöst, daß eine Reihe von mehrteiligen umlauer die Form verlassen hat und bereits abgekühlt ist, 60 fenden Formen vorgesehen ist, deren Formteile als so daß die Versiegelung erschwert und gegebenen- vertikal geteilte und beim Zusammenfügen den Kunstfalls eine örtliche Erwärmung beim Versiegeln und stoffschlauch mit ihren Bodenteilen verschließende Abtrennen erforderlich ist. Ferner ergibt sich bei der und mit ihren oberen Teilen den Kunststoffschlauch bekannten Vorrichtung eine Komplizierung der Aus- ! abdichtend gegen .das Stüzteil andrückende Formbildung dadurch, daß die verschiedenen Formteile 65 hälften ausgebildet sind, wobei das Stüzteil mit der und Tragteile abgesehen von ihrer gemeinsamen Be- zusammengefügten Form nach unten mitbewegbar wegung in Auspreßrichtung zu verschiedenen Zeiten ist und mit seiner Füllöffnung in der Formenschließseitlich und entgegengesetzt zur Auspreßrichtung be- station mündet.
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Bei dieser Ausbildung sind besondere Tragteile Fig. 2 und 3 veranschaulichen zwei Zwischenod.
dgl. für die Behälter nicht erforderlich, da das Stadien der Herstellung von Behältern; " ,:
Formen, Füllen und Verschließen der Behälter inner- F i g. 4 bis 6 und F i g. 7 bis 9 veranschaulichen
halb der geschlossenen Formen erfolgen. Dadurch er- verschiedene Herstellungsstadien bei Verfahren, bei
gibt sich ein vergleichsweise einfacher Antrieb der 5 denen ein Strangpreßkopf von etwas abgeänderter
Vorrichtung, bei dem die eine Form bildenden Form- Konstruktion benutzt wird. ■' .;
half ten an der Formenschließstation zusammengeführt In Fig. 1 erkennt man den mit 1 bezeichneten
und an der Formenöffnungsstation geöffnet werden, Strangpreßkopf, der eine ringförmige Austrittsöffum
im Umlauf der Formenschließstation wieder züge- nung besitzt. Mit Hilfe bekannter Mittel, z. B. einer
führt zu werden. Dadurch, daß sich jede Form von 10 Förderschnecke, wird der heiße Kunststoff im.plastider
Formenschließstation zur Formenöffnungsstation sehen Zustand aus dieser Öffnung in Form eines
durch eine vorbestimmte Arbeitsstrecke bewegt, steht Rohrs bzw. eines sogenannten Külbels ausgepreßt,
auch bei hoher Umlaufgeschwindigkeit der Formteile Längs der Achse des Strangpreßkopfes erstreckt sich
bzw. bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit eine für das eine Rohrleitung 3, über die eine Flüssigkeit von einer
Formen, Füllen und Verschließen der Behälter aus- 15 Abgabevorrichtung oder einem Behälter 13 ■ abgegereichende
Zeit zur Verfügung. Dabei ist zu berück- ben werden kann und die gegenüber dem Strangsichtigen, daß das Einfüllen der Flüssigkeit nicht nur preßkopf ortsfest angeordnet ist. Diese Rohrleitung
vor dem Erhärten des Behälters, sondern bereits vor ist von einer damit konzentrisch angeordneten doppeldem
vollständigen Ausformen des Behälters begin- wandigen Luftzuführungsleitung 4 umgeben, die genen
kann, wobei der statische Flüssigkeitsdruck im 20 genüber dem Strangpreßkopf in der Längsrichtung
Behälter das Andrücken des Kunststoffschlauchs an bewegbar ist. Die innere Wand 4' der Leitung 4 umdie
Formwand und damit die Behälterformung unter- schließt die Flüssigkeitszuführungsleitung 3 und bilstützt.
Zugleich entzieht die Flüssigkeit dem noch det somit eine Fortsetzung der Leitung 3, so daß die
warmen Kunststoffschlauch Wärme, so daß der Er- Flüssigkeit einem fertigen Behälter zugeführt werden
starrungsvorgang beschleunigt wird. Es besteht daher 25 kann. Der am unteren Ende, offene ringförmige Raum
auch keine Gefahr mehr, daß der gefüllte Behälter zwischen der inneren Wand 4' und der äußeren
nach dem Öffnen der Formen infolge des hohen Ge- Wand 4", welch letztere sich nur über den oberen
wichts der Füllfüssigkeit, wie es beispielsweise beim Teil der inneren Wand erstreckt, dient zum Zu- und
Abfüllen von Milch in Plastikflaschen vorhaanden Abführen eines unter Druck stehenden Gases, z. B.
ist, verformt wird, da der Behälter bis zum Öffnen 30 von Druckluft. Zu diesem Zweck ist dieser Ringder
Form vollständig erhärtet ist. Auch kann bei der raum nahe seinem geschlossenen oberen Ende mit
erfindungsgemäßen Ausbildung der Kunststoff- einer Druckluftleitung 5 verbunden,
schlauch im Bereich des Behälterhalses fest zwischen . In dem Strangpreßkopf ist ferner ein Kanal 6 vordem
Stützteil und den Formhälften eingespannt wer- gesehen, dessen eines Ende in der ringförmigen
den. so daß der Behälter während des Aufblasens 35 Strangpreßöffnung, jedoch außerhalb der Leitung 4
einwandfrei abgedichtet ist, so daß ein schnelles und mündet und dessen anderes Ende bei 7 mit einer
vollständiges Aufblasen erfolgt. Da ferner das Stütz- Leitung verbunden ist, über die ein Gas, z. B. Luft,
teil zusammen mit den geschlossenen Formen und und gegebenenfalls ein steriles Gas bzw. sterile Luft
dem eingespannten Behälterhals abwärts bewegt wird, unter atmosphärischem Druck oder einem geringen
besteht auch keine Gefahr, daß es infolge einer ReIa- 40 Überdruck zugeführt werden kann,
tivbewegung zwischen der geschlossenen Form und Unterhalb des Strangpreßkopfes sind mehrere Fordern
Stützteil zu einer Beschädigung des Behälterhai- men 8 angeordnet, von denen sich jede aus zwei Teises
kommen kann. len zusammensetzt, wobei jede Form geöffnet und
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vor- geschlossen werden kann. An den Stationen A, D und
gesehen, daß das untere Ende des hohlen Stützteils 45 E ist jede Form geöffnet, und an den Stationen B
das untere Ende einer Druckgasleitung zum Aufbla- und C nach F i g. 1 sowie an den Stationen B' und
sen der Behälter bildet. In diesem Falle kann das B" nach Fig. 2 und 3 ist die betreffende Form ge-Druckgas
einfach dem oberen Ende des hohlen schlossen, so daß sie die Verlängerung der Mittel-Stützteils
zugeleitet werden, so daß sich die Ausbil- linie des Strangpreßkopfes konzentrisch umschließt,
bildung der Vorrichtung vereinfacht. 50 Die Formen 8 bzw. ihre sich ergänzenden Hälften
Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführung er- sind durch Gestängeglieder 14 miteinander verbun-
streckt sich durch das hohle Stützteil eine Füllei- den, die durch einen hier nicht gezeigten Antriebs-
tung, die gegenüber dem Stützteil axial bewegbar ist. mechanismus betätigt werden, der es ermöglicht, die
Bei dieser Ausbildung kann die Mündungsöffnung Formen jeweils mit der gleichen Geschwindigkeit nach
der Fülleitung jeweils an der zum Füllen zweckmäßig- 55 unten und am Ende ihrer Abwärtsbewegung längs
sten Stelle innerhalb des Behälters angeordnet sein, einer anderen Bahn wieder nach oben zu bewegen,
und es ist nicht notwendig, daß sich das woraufhin die Formen erneut eine Abwärtsbewegung
Stützteil bis weit in den Behälter hinein er- ausführen, wie es in Fig. 1 mit Pfeilen angedeutet
streckt. Vielmehr kann in vorteilhafter Weise das ist.
untere Ende des Stützteils zur Ausbildung des Be- 60 Nachstehend wird die Wirkungsweise der Vorrich-
hälterhalses mit dem oberen Ende der Formhälften tung nach Fig. 1 bis 3 beschrieben,
zusammenwirken! Gemäß Fig. 3 wird ein Rohrabschnitt ausgepreßt,
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schema- dessen Länge nahezu ausreicht, um eine Flasche zu
tischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbei- formen. Die Luftzuführungsleitung 4 befindet sich in
spielen näher erläutert. 65 der Nähe ihrer untersten Stellung und ist bereit, sich
F i g. 1 zeigt schematisch im Längsschnitt die we- nach oben in die in F i g. 1 bei B gezeigte Stellung zu
sentlichen Teile einer Vorrichtung zum Durchführen bewegen, bei der sich das untere Ende der Leitung 4
des erfindungsgemäßen Verfahrens; nach unten nur über eine relativ kurze Strecke über
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den Strangpreßkopf hinaus erstreckt. In diesem Sta- Oberfläche des Stützorgans besteht aus einem Matedium
herrscht innerhalb der Luftzuführungsleitung 4 rial, auf welchem der geformte Hals der Flasche
kein Überdruck. Die beiden Formhälften bewegen leicht gleiten kann; wenn die Flaschen aus Polyäthysich
jetzt in Richtung der Pfeile 15 in Fig. 1 auf das len oder Polypropylen hergestellt werden, besteht die
ausgepreßte Rohr bzw. den Külbel zu, wobei die 5 erwähnte Oberfläche z. B. aus dem unter der gesetz-Unterkanten
9 der Formhälften das Rohr verschlie- lieh geschützten Bezeichnung Teflon erhältlichen Maßen,
während sich die oberen Ränder der Formhälf- terial. Bei der hier beschriebenen Ausbildungsform
ten an das Rohr anlegen, um den Hals der Flasche ist eine besondere Anordnung vorgesehen, um zu verzu
formen. Hierbei bewirken diese Ränder, daß das hindern, daß die äußere Wand 4" der Luftzufüh-Rohr
luftdicht gegen die Außenwand 4" des unteren io rungsleitung 4 mit dem Külbel in Berührung kommt;
Endes der Luftzuführungsleitung 4 gedrückt wird; diese Anordnung umfaßt einen Luftkanal 7 und den
somit steht das Innere des ausgepreßten Rohrs nur schon erwähnten Kanal 6, und über diese beiden
unterhalb dieser Abdichtungsstelle mit der Luftlei- Kanäle wird während des Strangpressens Luft in
tung5 in Verbindung. Auf diese Weise wirkt das den sich erweiternden Raum zwischen der erwähniintere
Ende der Wand 4" der Luftzuführungsleitung 15 ten Wand und dem Külbel eingeleitet. Es erweist sich
als Stütz- und Abdichtungsorgan für den Hals der nicht als nachteilig, wenn die zugeführte Luft unter
herzustellenden Flasche. Die Form bewegt sich zu- einem geringen Überdruck steht, um zu gewährleisammen
mit der Luftzuführungsleitung 4 nach unten sten, daß der Külbel in einem ausreichenden Ablängs
des ausgepreßten Rohrs, und zwar mit einer stand von der Luftzuführungsleitung gehalten wird,
Geschwindigkeit, die im wesentlichen gleich der 20 vorausgesetzt, daß das Ausmaß, in dem der Külbel
Strangpreßgeschwindigkeit ist, wobei gleichzeitig aufgeblasen wird, den Vorgang des Einschließens
Druckluft über die Leitung 4 zugeführt wird, um den des Külbels in die Form nicht behindert. Bei der
Külbel innerhalb der Form aufzublasen und so die Ausbildungsform nach Fig. I bis 3 bildet das Stütz-Flasche
zu formen. Sobald der Külbel die gewün- organ einen Teil der Luftzuführungsleitung; es sei
sehte Gestalt angenommen hat, wird die Leitung 4 25 jedoch bemerkt, daß das Stützorgan auch einen Teil
von dem Überdruck entlastet. Hierauf wird eine ab- eines gesonderten beweglichen Stützrohrs bilden kann,
gemessene Flüssigkeitsmenge der fertigen Flasche über in welchem eine ortsfeste Luftzuführungsleitung andas
Füllrohr 3 mit der Verlängerung 4' zugeführt, wie geordnet ist.
es in Fig. 2 bei B' dargestellt ist. Das Füllrohr 4' In Fig. 4 bis 6 ist eine weitere Ausbildungsform
erstreckt sich vorzugsweise nach unten über die 30 der Erfindung dargestellt, bei der das Füllrohr nicht
äußere Wand 4" der Luftzuführungsleitung in einem durch ein ortsfestes Rohr 3 und ein bewegliches
solchen Ausmaß hinaus, daß sich das untere Ende' Rohr 4' gebildet wird; vielmehr ist gemäß Fig. 4
des Füllrohrs schon am Beginn des Füllvorgangs an ein einteiliges Füllrohr 3' vorgesehen, das seine Lage
einem Punkt befindet, der dem Boden der fertigen gegenüber dem Strangpreßkopf stets unverändert beiFlasche
möglichst nahe benachbart" ist. Auf diese 35 behält. Die Geschwindigkeit, mit der die Flüssigkeit
Weise wird das Verspritzen und Aufschäumen der in den Behälter eingeleitet werden kann, kann dann
Flüssigkeit weitgehend vermieden. so gewählt werden, daß das untere Ende des Füll-
Der Külbel bzw. die Flasche wird nicht nur da- rohrs in einem kleinen Abstand unter dem Flüssigdurch
abgekühlt, daß die Flasche mit der Form in keitsspiegel in dem sich nach unten bewegenden
Berührung steht, sondern eine sogar noch stärkere 40 Behälter verbleibt, der gefüllt werden soll, wie es aus
Abkühlung wird durch die in die Flasche eingeleitete Fig. 5 und 6 ersichtlich ist. Allerdings kann sich
Flüssigkeit bewirkt. Sobald sich der Flaschenhals das Füllrohr auch aus einem ortsfesten Teil und
genügend abgekühlt hat und daher erstarrt ist, kann einem beweglichen Teil zusammensetzen, wobei der
die Luftzuführungsleitung 4, die während des Füll- bewegliche Teil nicht fest mit der äußeren Wand der
Vorgangs nur dazu diente, den Flaschenhals abzu- 45 Luftzuführungsleitung verbunden ist, sondern gegenstützen
und die Luft aus der Flasche abzuführen, über der Luftzuführungsleitung beweglich ist, so daß
zurückgezogen und wieder in ihre Ausgangsstellung man diesem Teil des Füllrohrs diejenige Bewegung
gebracht werden. Die gefüllte Flasche wird dann erteilen kann, welche für die zweckmäßigste gehalgemäß
Fig. 1 in der bei C angedeuteten Weise durch ten wird. Eine derartige Konstruktion ist in Fig. 7
Zusammendrücken des Halses verschlossen; dies kann 5° und 9 dargestellt. Die Flüssigkeitsleitung 3 setzt sich
mit Hilfe einer Schließvorrichtung geschehen, die ent- in Form eines senkrecht bewegbaren Füllrohrs 3"
weder auf der Form angeordnet ist, in der die fort, das von einer Luftzuführungsleitung 4 mit nur
Flasche geformt wird, oder die einen Bestandteil der einer Wand umschlossen ist. Ferner könnte das Füllnächsten
Form bildet, oder die mit keiner der For- rohr einen festen Bestandteil der Abgabevorrichtung
men in Verbindung steht. Gleichzeitig mit diesem 55 bilden, wie es in F i g. 4 bis 6 gezeigt ist, und das
Schließvorgang oder danach kann die Verbindung zur ganze Aggregat könnte senkrecht bewegbar sein. In
nächsten Flasche und daher auch zu dem Külbel in allen diesen Fällen wird die Vorrichtung vorzugsder
in Fig. 1 bei D gezeigten Weise durchtrennt weise so ausgebildet, daß während des Füllvorgangs
werden, woraufhin die Form geöffnet werden kann, der Auslaß des Füllrohrs mehr oder weniger genau
so daß es möglich ist, die fertige Flasche z. B. mit 60 auf gleicher Höhe mit dem Flüssigkeitsspiegel oder
Hilfe eines Förderbandes 12 abzuführen, wie es in unter dem Flüssigkeitsspiegel liegt.
F i g. 1 bei E dargestellt ist. Es sei bemerkt, daß die Bewegungen der verschie-
F i g. 1 bei E dargestellt ist. Es sei bemerkt, daß die Bewegungen der verschie-
Es ist wichtig, daß das Stützorgan am unteren denen Teile, d. h. der Formen, des Stützorgans, des
Ende der Luftzuführungsleitung nicht an dem Külbel Füllrohrs, der Schließeinrichtung und dergleichen, in
festhaftet und daß keine erheblichen Reibungskräfte 65 der richtigen Weise aufeinander sowie auf die Strang-
zwischen diesen Teilen auftreten. Aus diesem Grunde preßgeschwindigkeit abgestimmt werden müssen; zu
ist der Durchmesser des Stützorgans vorzugsweise diesem Zweck sieht man eine geeignete Steuereinrich-
Jdeiner als der Innendurchmesser des Kiilhek. nnH die tune vor.
Gegebenenfalls kann die Geschwindigkeit, mit der sich die Formen zusammen mit dem Stützorgan nach
unten bewegen, höher sein als die lineare Geschwindigkeit, mit der das ausgepreßte Rohr die Strangpreßdüse
verläßt, so daß das ausgepreßte Rohr gereckt wird, um die Wandstärke des Rohrs zu verringern,
wobei gleichzeitig ein Pendeln des Rohrs weitgehend verhindert wird.
Wenn die Flüssigkeit im sterilen Zustand zugeführt wird, und wenn das über die Leitung 4 und
gegebenenfalls bei 7 zugeführte Gas ebenfalls sterilisiert ist, bleibt der Inhalt der geformten und gefüllten
Flasche vollständig steril, denn wegen seiner hohen Temperatur von etwa 150 bis 250° C ist das
stranggepreßte Rohr ebenfalls steril. Diese Sterilität ist dann von großer Bedeutung, wenn die Flaschen
mit Getränken, z. B. Milch, gefüllt werden oder wenn z. B. ein Serum verpackt werden soll.
Die Flüssigkeiten zum Füllen der Flasche können dünn- oder zähflüssig sein oder sogar die Konstistenz
einer Paste haben.
Wenn die Flüssigkeit nicht mit Luft in Berührung kommen darf oder wenn aus anderen Gründen eine
besondere gasförmige Atmosphäre für die Flüssigkeit erwünscht ist, so ergeben sich hieraus keinerlei
Schwierigkeiten, denn an Stelle von Luft kann man z. B. Stickstoff, Sauerstoff oder ein anderes Gas über
die Leitung 4 und gegebenenfalls auch über die Leitung 7 zuführen.
Damit die Formhälften betätigt werden können, d. h. um die Formen zu öffnen und zu schließen, und
um die Formen in der Richtung der Bewegung des ausgepreßten Rohrs zu bewegen, kann man bekannte
mechanische Einrichtungen der verschiedensten Art vorsehen. Gemäß den Zeichnungen sind die
Formhälften z. B. auf beiden Seiten durch Gestängeglieder 14 miteinander verbunden, so daß sie eine
Kette bilden, die über antreibbare Kettenräder läuft. Um ein einwandfreies Schließen der Formhälften zu
gewährleisten, kann man elastische Führungen vorsehen.
Für die Herstellung von Flaschen, z. B. von Milchflaschen, hat sich Polyäthylen als das am besten geeignete
Material erwiesen. Versuche haben gezeigt, daß die Milch ihren Geschmack nicht ändert, wenn
sie mit der heißen, nahezu fertigen Flasche in Berührung kommt. Ferner haben Versuche, bei denen die
Milch einige Tage lang bei Raumtemperatur oder in einem gekühlten Raum aufbewahrt wurde, gezeigt,
daß die Milch mindestens die gleiche Haltbarkeit besitzt, wie in den üblichen Glasflaschen aufbewahrte
Milch. Auf das Hindurchleiten der Milch durch den heißen Strangpreßkopf führt nicht zu einer Beeinträchtigung
der Qualität der Milch.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen, Füllen und Verschließen von Flaschen oder
ähnlichen Behältern aus thermoplastischem Kunststoff mit Hilfe von Formteilen, die in zusammengesetzter
Form mit einem aus einer Strangpreßvorrichtung nach unten austretenden Kunststoffschlauch
mitbewegbar sind, und einem von oben in den Kunststoffschlauch bis in die geschlossene
Form hineinragenden axial im Strangpreßkopf verschiebbaren Stützteil zum Formen des Behälterhalses
sowie zum Aufblasen und Füllen des Behälters, dadurch geke η η zeichnet, daß
eine Reihe von mehrteiligen umlaufenden Formen (8) vorgesehen ist, deren Formteile als vertikal
geteilte und beim Zusammenfügen den Kunststoffschlauch (2) mit ihren Bodenteilen (9) verschließende
und mit ihren oberen Teilen (10) den Kunststoffschlauch abdichtend gegen das
Stützteil (4") andrückende Formhälften ausgebildet sind, wobei das Stützteil mit der zusammengefügten
Form nach unten mitbewegbar ist und mit seiner Füllöffnung (an 3', 4') in der Formenschließstation
(B, B', B") mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des hohlen
Stützteils (4") das untere Ende einer Druckgasleitung (4) zum Aufblasen der Behälter bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich durch das hohle
Stützteil (4") eine Fülleitung (3') erstreckt, die gegenüber dem Stützteil axial bewegbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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