DE137309C - - Google Patents

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DE137309C
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DE
Germany
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gutta
percha
cement
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mixture
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/30Compositions for temporarily or permanently fixing teeth or palates, e.g. primers for dental adhesives

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Verwendung der Guttapercha, in der Zahnheilkunde ist bekannt. Es findet dieser Stoff aufser für Zahnfüllungen auch für Wurzelfüllungen Anwendung und wird dabei in der Weise verfahren, dafs man den Wurzelkanal entweder mit reiner Guttapercha oder mit in Chloroform gelöster anfüllt. Auch ist ein Verfahren bekannt, nach welchem man zunächst den oberen Theil des Wurzelkanales mit in Chloroform gelöster Guttapercha anfüllt und nachträglich Cement einführt. Die Verwendung der Guttapercha blieb jedoch auf dieses Verwendungsgebiet beschränkt, weil sie für Befestigungszwecke in gelöstem Zustande nicht vortheilhaft zu gebrauchen ist. Man versuchte auch, Kronen, Stiftzähne, Brücken und dergl. mit ungelöster Guttapercha zu befestigen, doch erwies sich dieses Verfahren aus dem Grunde als unvortheilhaft, weil dieses Material keine genügende Festigkeit besitzt, dann auch nicht wie die bekannten Zahncemente zu einem Brei angerührt werden kann. Auch durch Beimengungen von Zinkoxyd, Zinkchlorid, Feldspat, Quarz und dergl. zu Guttapercha ist es nicht gelungen, der Guttapercha die Eigenschaft, sich zu einem Brei anrühren zu lassen, zu verleihen. Die alleinige Verwendung von Zahncement zu Befestigungszwecken aber hat, wie allgemein bekannt ist, den Uebelstand, dafs man die Brücken und Kronen bei ihrer Entfernung stets zu zerstören gezwungen ist.
Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt es nun zum ersten Mal, ein ,vollkommenes und den Anforderungen entsprechendes Befestigungsmittel dadurch zu schaffen, dafs man auch für diesen Zweck die Guttapercha gebraucht, und zwar derart, dafs man den Zahnkitt als ein Gemisch aus irgend einem Cement und Guttaperchapulver herstellt. So werden z. B. 30 g Guttaperchapulver mit 70 g Zinkoder Phosphatcementpulver vermengt, dieses Gemenge wird mit der zu dem Cement gehörigen Säure zu einem Kitt beliebiger Consistenz angerührt, der wie gewöhnlich zur Anwendung gelangt. Es bleibt aber auch anheimgestellt, erst den Cementpulverbrei fertigzustellen und diesem dann Guttaperchapulver zuzusetzen, wie überhaupt die Aufeinanderfolge der Mischung der einzelnen Bestandteile belanglos ist.
Ein nach diesem Verfahren erzeugtes Befestigungsmittel vereinigt in sich die Vortheile des Cementes und der Guttapercha, ohne mit deren Nachtheilen behaftet zu sein. Es wird nach dem Trocknen vollständig hart, läfst sich mit den zahnärztlichen Werkzeugen bearbeiten, besitzt eine vorzügliche Klebekraft und leistet auch, wie dies jedes gute Befestigungsmittel thun soll, der Mundflüssigkeit Stand.
Aufser diesen genannten Vortheilen ist noch der ganz besonders zu erwähnen, dafs es jederzeit trotz vollkommener Erhärtung durch Aufblasen heifser Luft möglich ist, den Kitt in einen plastischen Zustand zu versetzen, so dafs die befestigten Gegenstände, ohne zerstört werden zu müssen, mühelos entfernt werden
können. Da die Temperatur der Mundhöhle nicht genügend hoch ist, um eine Erweichung des neuen Befestigungsmittels herbeizuführen, letzteres auch dem Kaudruck widersteht und nicht mehr, wie die anderen Zahhcemente, von der Mundflüssigkeit angegriffen wird, so kann es unter Umständen auch als Füllungsmaterial verwendet werden; in diesem Falle spielt der Punkt eine grofse Rolle, dafs der Kitt stets gebrauchsfertig ist und nicht erst jedesmal hergestellt zu werden braucht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Befestigungsinittels für zahntechnische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Erzeugung eines Phosphat- oder Zinkchloridcementes gehörenden Bestandtheile vor dem Gebrauche des Ceaientes mit passenden Mengen Guttaperchapulver vermischt werden, zu dem Zwecke, das Gemisch trotz , vollkommener Erhärtung mittels höherer Temperatur leicht wieder in plastischen Zustand überführen zu können.
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DE (1) DE137309C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5540766A (en) * 1995-04-10 1996-07-30 Castellani; Nahor O. Thermoplastic composition for root canal filling

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5540766A (en) * 1995-04-10 1996-07-30 Castellani; Nahor O. Thermoplastic composition for root canal filling

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