DE129205C - - Google Patents

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DE129205C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06CLADDERS
    • E06C9/00Ladders characterised by being permanently attached to fixed structures, e.g. fire escapes
    • E06C9/06Ladders characterised by being permanently attached to fixed structures, e.g. fire escapes movably mounted
    • E06C9/08Ladders characterised by being permanently attached to fixed structures, e.g. fire escapes movably mounted with rigid longitudinal members
    • E06C9/10Ladders characterised by being permanently attached to fixed structures, e.g. fire escapes movably mounted with rigid longitudinal members forming part of a building, such as a balcony grid, window grid, or other window part

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ladders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Verbesserung der aus der Patentschrift 79923 bekannt gewordenen Vorrichtung zur Rettung aus Feuersgefahr, und zwar besteht das Neue der Vorrichtung gegenüber dieser Anordnung darin, dafs vor den Fensterflügeln ein besonderer, von den Fensterflügeln unabhängiger Rahmen angeordnet ist, der bei seiner Drehung um 900 in derselben Weise wie bei dem Patent 79923 eine vollständige zusammenhängende Leiter bildet, deren wesentlich neue Wirkung gegenüber dem angeführten Patent jedoch darin besteht, dafs sie ein gleichzeitiges Hinauf- und Hinabsteigen gestattet, so dafs auf der einen Seite Personen aus den einzelnen Stockwerken herabsteigen können, während auf der andern Seite Feuerwehrleute oder dergl. von unten sowohl zur Hülfeleistung der sich retten wollenden Personen als auch zum Löschen des Feuers, insbesondere wenn die Treppen nicht mehr zugänglich sind, heraufsteigen können.
Bei dem Patent 79923, wo die Fensterflügel zur Verwendung gelangen, ist eine derartige gleichzeitige Benutzung der Leiter von zwei Seiten nicht möglich, da die mit dem Rahmen fest verbundenen Fensterflügel das Besteigen der Leiter auf der einen Seite unmöglich machen, wie überhaupt die Verbindung der Fensterflügel mit dem Rahmen durch das bei einem Feuer meistens vorkommende Springen der Fensterscheiben die Benutzung der Rettungsvorrichtung bezw. der Leiter zu einer sehr gefährlichen macht, da die sich retten wollenden Personen durch die heruinfliegenden Glassplitter verletzt werden können und infolge der entstehenden Verletzungen an den Händen oftmals nicht mehr in der Lage sind, sich an der Leiter festzuhalten und herabzusteigen, sondern .von der Leiter herabstürzen und die angebliche Rettungsvorrichtung erhebliche Verletzungen durch Absturz, ja sogar den Tod herbeiführt. Aufserdem können die Personen, die sich retten wollen, bei der Vorrichtung nach dem Patent 79923 nur so heruntersteigen, dafs sie ihr Gesicht den Fensterscheiben zukehren müssen, wodurch die oben erwähnten Verletzungen leicht hervorgerufen werden können, während sie jetzt den Fenstern den Rücken zukehren.
In ähnlicher Weise unterscheidet sich die vorliegende Vorrichtung von der bekannten Vorrichtung, bei welcher Jalousieklappen zur Bildung einer Leiter benutzt werden; auch hier kann, da die Klappen nach aufsen aufgeschlagen und an der Wand des Hauses befestigt werden müssen, die Befestigung der Leiter nur auf einer Seite erfolgen, aufserdem mufs in jedem Stockwerk jede Jalousieklappe einzeln ausgelöst werden, eine Arbeit, die einerseits eine sehr lange Zeit in Anspruch nimmt, andererseits aber bei der Erregung, in der sich die sich retten wollenden Personen befinden, von denselben kaum geleistet werden kann, besonders nicht von Frauen und Kindern, zumal eine nicht unbeträchtliche Kraft zur Auslösung der einzelnen Jalousieklappen gehört.
Diese Uebelstände werden einerseits durch die vorliegende Anordnung vermieden, andererseits wird die wesentlich neue Wirkung erzielt, dafs ein gleichzeitiges Auf- und Absteigen auf der Leiter ermöglicht wird.
Die beiliegende Zeichnung stellt die abgeänderte Vorrichtung dar.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt durch ein mit einer solchen Rahmenleiter versehenes Gebäude, und zwar zeigt Fig. ι am unteren Theile eine Fensteröffnung mit vorhandenem Holzfenster und nachträglich eingesetzter Rahmenleiter; im oberen Theile ist die Fensteröffnung ohne Fenster, nur mit eingesetzter Rahmenleiter dargestellt, um ihre Wirkungsweise zu zeigen und ein Bild der hergestellten fortlaufenden Leiter zu geben.
Fig. 2 veranschaulicht die eingesetzten Rahmen von vorn gesehen, wobei das vorhandene Holzfenster der deutlicheren Darstellung wegen durch punktirte Linien markirt ist. Die Sprossen der Rahmenleitern decken sich mit den Sprossen der vorhandenen Holz- bezw. Eisenfenster.
Diese beiden Ansichten werden noch erläutert durch die Horizontalschnitte Fig. 3 und 4.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Im Falle einer beabsichtigten Benutzung der Rahmenleiter dreht man in irgend einem Stockwerke an der unterhalb der Fensterbank im Innern des Gebäudes befindlichen Kurbel von rechts nach links, und zwar so lange, bis die vor dem Fenster liegenden Eisenrahmen a unter einem Winkel von 900 zur Gebäudewand stehen. Hierdurch erfolgt alsdann gleichzeitig das Anschlagen eines am oberen Rahmentheil befestigten Stiftes q (Fig. 4) gegen einen Eisenwinkel p, wodurch eine mit Feder versehene Schlofszunge e, welche sich am oberen Rahmentheil befindet, zurückgedrückt wird, hierdurch dem daran hängenden Leitertheil c das Auflager nimmt und das selbstthätige Herabgleiten bis zu der darunter befindlichen Rahmenleiter veranlafst (Fig. 1).
An dem Eisenrahmen α sind wie bei dem Patent 79923 E-förmige Gleitholme b angebracht, in welchen im geschlossenen Zustande die Verlängerungs- bezw. Schiebeleitertheile ruhen. Um ein Durchfallen der Schiebeleiter zu verhindern, sind an den Gleitholmen in Höhe der untersten Sprosse Buffer d angebracht (Fig. 1). Am oberen Theile sind die Holme trichterförmig ausgebogen, um ein sicheres Auffangen der hineinzuführenden Verlängerungstheile des oberen Rahmens zu ermöglichen. Ein Trittblech m (Fig. 3), welches sich in ruhendem, d. i. zugeklapptem Zustande der Rahmenleiter unter dem Fensterbrett η befindet, dient, nachdem vor einer Benutzung der Leiter das vorhandene Holzfenster / geöffnet worden ist, zum bequemeren Erreichen der Leiter.
Die einzelnen Leitern sollen wie beim Patente 799-23 durch eine durch alle Stockwerke reichende Eisenachse, welche in Führungslagern ο und am Fufsende in einem gehärteten Lager h ruht, verbunden werden.
Die Drehung dieser Achse und hiermit die gleichzeitige Bewegung sämmtlicher daran befestigter Rahmenleitern erfolgt vermittelst der vorerwähnten Kurbel k durch Eingreifen der Kammräder i (Fig. 1).

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine aus rechtwinklig zu Gebäuden festzustellenden Theilen bestehende Feuerleiter, gekennzeichnet durch eine besondere Rahmenleiter, welche unabhängig von den Fensterflügeln nach aufsen gedreht werden kann, zum Zweck, eine gleichzeitige Benutzung der Leiter auf beiden Seiten zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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