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Strömungsschalter Die Erfindung betrifft einen Strömungsschalter mit
zwei Auslaßkanälen, die sich in einem zur Zuflußrichtung offenen spitzen Winkel
erstrecken und der Mündung eines Einlaßkanals gegenüberliegend in einer Steuerkammer
münden, deren Seitenwände im wesentlichen in Verlängerung der außen gelegenen Seitenwände
beider Auslaßkanäle liegen, und mit einem Leitelement, das in der Steuerkammer schwenkbar
gelagert ist, und mit einer Verstellvorrichtung in Stellungen, in denen es in Richtung
des einen oder des anderen Auslaßkanals weist, verstellbar ist.
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Mit Strömungsschaltern dieser Art kann eine starke Strömung durch
geringe Energie abgelenkt werden. Solche Strömungsschalter dienen hauptsächlich
als Steuervorrichtungen in hydraulischen Anlagen oder in Rechenvorrichtungen, die
mit Strömungen gesteuert werden; sie finden in neuerer Zeit bevorzugt Anwendung,
weil sie geringe Herstellungskosten verursachen, klein und zuverlässig sind. Solche
Strömungsschalter erfordern nur wenige bewegliche Teile und können leicht in ein
hydraulisches System eingebaut werden.
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Im allgemeinen besteht ein Strömungsschalter der hier in Frage stehenden
Art aus einer Einlaßleitung, durch die die zu steuernde Strömung in eine geschlossene
Steuerkammer gelangt, in der eine Vielzahl von Auslaßkanälen münden. Bei bekannten
Strömungsschaltern ist für jeden Auslaßkanal eine Steuerdüse vorgesehen, mittels
derer die zu steuernde Strömung in den entsprechenden Auslaßkanal abgelenkt wird.
Die Strömung in dem Auslaßkanal kann dann als Energiequelle zur Betätigung mechanischer
Vorrichtungen oder anderer Strömungsschalter dienen.
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Bei einem bekannten Strömungsschalter der eingangs genannten Art sind
zwei Auslaßkanäle spiegelsymmetrisch zu der Zuflußrichtung angeordnet, mit der die
Strömung aus dem Einlaßkanal in die Steuerkammer strömt. Das Leitelement ist zwischen
den Mündungen der Auslaßkanäle schwenkbar gelagert und sperrt in seiner einen Stellung
den einen Auslaßkanal und in seiner anderen Stellung den anderen Auslaßkanal. Zum
Verstellen des Leitelements sind zwei Steuerdüsen vorgesehen, die quer zur Haupt
strömungsrichtung von beiden Seiten auf das frei bewegliche Ende des Leitelements
gerichtet sind. Die Strömung wird dann, je nachdem, welche Stellung das Leitelement
einnimmt, in den einen oder anderen Auslaßkanal -eleitet. Da beide Auslaßkanäle
im Winkel zur Hauptströmungsrichtung angeordnet sind, wird die Strömung in jeder
Stellung des Leitelements durch das Leitelement aus der Hauptströmungsrichtung abgelenkt.
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß sich der erste Auslaßkanal
in Flucht des Einlaßkanals erstreckt und daß das Leitelement auf der dem zweiten
Auslaßkanal gegenüberliegenden Seite der Strömungskammer sich erstreckend angeordnet
und mit seinem einen Ende im Mündungsbereich des Einlaßkanals gehaltert ist und
daß die Verstellvorrichtung eine die Strömung in den ersten Auslaßkanal treibende
Kraftkomponente in der Strömungskammer wirksam werden lassend aktivierbar ist.
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Auf Grund des Coanda-Effekts wird die Strömung bei inaktiver Verstellvorrichtung
in den zweiten Auslaßkanal gelenkt und das Leitelement schwenkt, den Strömungskräften
folgend, in eine Stellung in Richtung auf den zweiten Auslaßkanal. Um die Strömung
in den ersten Auslaßkanal zu leiten, genügt es, die Verstellvorrichtung zu aktivieren.
Der erfinderische Strömungsschalter läßt sich allein durch Ein-und Ausschalten der
Verstellvorrichtung nach Art einer monostabilen Kippstufe binär betreiben, wie dies
für viele Anwendungen in Rechenvorrichtungen und hydraulischen Steuervorrichtungen
erforderlich ist.
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Befindet sich das Leitelement in seiner Stellung in Richtung auf den
in Flucht zum Einlaßkanal angeordneten Auslaßkanal, dann wird die Strömung in
dem
Strömungsschalter nicht abgelenkt. Sie wird nur in der anderen Stellung des Leitelements
aus der Hauptströmungsrichtung abgelenkt. Das Leitelement braucht daher nicht, wie
bei der bekannten Äraordnung, zwischen beiden Strömungswegen angeordnet werden,
sondern kann seitlich angeordnet sein und in der einen Schaltstellung die Seitenwand
der Strömungskammer bilden.
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Das Leitelement ist demgemäß vorteilhaft in eine Stellung im wesentlichen
in Verlängerung der äußeren Seitenwand des Auslaßkanals, der sich in Flucht des
Einlaßkanals erstreckt, und in eine zweite Stellung, in der es sich im wesentlichen
in Verlängerung der dem einen Auslaßkanal zugekehrten Seitenwand des anderen Auslaßkanals
erstreckt, verstellbar.
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Die andere Seitenwand der Steuerkammer ist zweckmäßig starr ausgebildet.
Da sie zur Hauptströmungsrichtung im Winkel liegt, entsteht entlang dieser starren
Seitenwand ein Sog, der die Hauptströmung in den nicht in Flucht zum Einlaßkanal
angeordneten zweiten Auslaßkanal ablenkt. Diese Sogwirkung kann noch verstärkt werden,
indem die starre Seitenwand zur Mündung des Einlaßkanals in Richtung quer zur Strömung
zurückgezogen angeordnet wird. ES hat sich gezeigt, daß dann die so abgelenkte Hauptströmung
auch wirbelärmer und stabilisiert wird.
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Das Leitelement ist bei der beschriebenen bekannten Vorrichtung mit
seinem beweglichen Ende gegen die Strömung gerichtet, und die Verstellvorrichtung
muß in beiden Richtungen auf das Leitelement einwirken können, um es zu verstellen.
Daher sind bei der bekannten Vorrichtung auch zwei einander entgegengerichtete Steuerdüsen
vorgesehen.
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Der erwähnte Unterdruck, durch den die Strömung bei Strömungsschaltern
nach der Erfindung abgelenkt wird, kann dazu ausgenutzt werden, das Leitelement
in seine eine Stellung zu verstellen, so daß eine einfache Verstellvorrichtung,
die nur in einer Richtung - also entgegengesetzt zur Kraftrichtung des Unterdruckes
- eine Verstellkraft auf das Leitelement ausübt, genügt-Das Leitelement ist zu diesem
Zweck an seinem dem Einlaßkanal zugekehrten Ende auf der der starren Kammerseitenwand
abgewandten Seite des Einlaßkanals gelagert und im übrigen zwischen seinen beiden
Schwenkstellungen frei beweglich.
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Ist die Verstellvorrichtung wirkungslos, dann folgt das Leitelement
der durch die starre Kammerseitenwand abgelenkten Strömung und schmiegt sich dieser
Strömung an. Ist die Verstellvorrichtung wirksam, dann verstellt sie das Leitelement
gegen die Kraftwirkung des Unterdruckes in seine Stellung in Richtung des Auslaßkanals,
der in Flucht zum Einlaßkanal liegt. Die Strömung strömt dann geradlinig vom Einlaßkanal
entlang dem Leitelement zu dem in Flucht zum Einlaßkanal angeordneten Auslaßkanal.
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Das Leitelement ist zweckmäßig elastisch verformbar ausgebildet. Auf
ein Drehlager, wie es bei der eingangs beschriebenen bekannten Vorrichtung mit starrem
Leitelement erforderlich ist, kann dann verzichtet werden. Das Leitelement kann
dann auch konstruktiv einfacher ausgestaltet sein und insbesondere auch sehr leicht
ausgebildet werden, so daß es trägheitsarm ist und damit schnell schalten kann.
Lagergeräusche, wie sie bei der eingangs besehriebenen bekannten Vorrichtung unvermeidbar
sind, treten bei einem flexiblen Leitelement nicht auf. Das flexible Leitelement
kann sich in den Stromfäden der Strömung auch besser anschmiegen, so daß die Strömung
wirbelärmer wird.
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Aus vielen Gründen ist es wünschenswert, daß die Strömung eines Strömungsschalters
auf elektrischem Weg gesteuert werden kann. Zu diesem Zweck sind bei bekannten Strömungsschaltern
elektrische Ventile für die Steuerdüsen vorgesehen. Diese Ventile sind aufwendig
und können wegen ihrer Größe nur außerhalb des Strömungsschalters angebracht werden.
Sie enthalten außerdem bewegliche Teile, die die Zuverlässigkeit des Strömungsschalters
beeinträchtigen.
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Bei Vorrichtungen nach der Erfindung ist es leicht möglich, die Strömung
auf elektrischem Weg zu steuern, indem das Leitelement ganz oder teilweise aus magnetisierbarem
Material besteht. Als Verstellvorrichtung genügt dann ein Elektromagnet, der unmittelbar
auf das Leitelement einwirkt und dieses gegen die Kraftwirkung des Unterdruckes,
der an der starren Steuerkamrnerseitenwand entsteht, in die Schaltstellung zieht,
in der das Leitelement in Richtung des Auslaßkanals weist, der in Flucht zum Einlaßkanal
liegt.
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Zum Verstellen des Leitelements gegen die Kraft des Unterdruckes kann
auch - gegebenenfalls zusätzlich zu dem erwähnten Elektromagnet - eine Steuerdüse
vorgesehen sein, die quer zur Hauptströmungsrichtung gerichtet, auf der Seite, an
der die starre Seitenwand der Kammer liegt, in die Kammer mündet. Durch eine Strömung
aus der Steuerdüse wird dann der an der starren Seitenwand der Steuerkammer entstehende
Unterdruck aufgefüllt, und das Leitelement schwenkt in seine andere Schaltstellung,
in der es für die Strömung den in Hauptströmungsrichtung angeordneten Auslaßkanal
freigibt.
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Ein Strömungsschalter mit einer solchen Steuerdüse kann als Strömungsverstärker
verwendet werden. Die der durch die Steuerdüse eingeführten Steuerströmung aufgeprägten
Impulse werden dann auf die aus dem Auslaßkanal ausströmende Strömung übertragen.
Da die Steuerströmung wesentlich kleiner sein kann als die Hauptströmung, werden
die der Steuerströmung aufgeprägten Impulse verstärkt auf die Hauptströmung übertragen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zum Verstellen
des Leitelements der Elektromagnet und eine solche Steuerdüse vorgesehen. Strömungsschalter
dieser Art sind dann vielseitiger anwendbar, weil die Strömung elektrisch und mit
einer Steuerströmung wahlweise oder gemeinsam gesteuert werden kann.
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Als Anschlag für das Leitelement in einer oder in beiden Stellungen
sind zweckmäßig elektrische Schaltkontakte vorgesehen, die mit dem Leitelement als
Schaltarm einen elektrischen Schalter bilden. Solche Strömungsschalter können in
elektrischen Anlagen Anwendung finden, bei denen in Abhängigkeit von der jeweiligen
Stellung des Leitelements bzw. in Abhängigkeit von der jeweiligen Steuerung der
Strömung elektrische Vorgänge betätigt und ausgelöst werden sollen. Ein auf diese
Weise ausgebildeter Strömungsschalter kann auch dazu dienen, ein Strömungssignal,
das z. B. über die Steuerdüse in den Strömungsschalter gelangt, in ein elektrisches
Signal umzuwandeln.
Die Erfindung wird nun an Hand zweier bevorzugter
Ausführungsformen, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher beschrieben. In
der Zeichnung zeigt F i g. 1 einen Strömungsschalter nach der Erfindung, wobei sich
das Schaltelement in der Schaltstellung befindet, in der es den in Flucht zum Einlaßkanal
liegenden Auslaßkanal freigibt, F i g. 2 die gleiche Anordnung wie in F i g. 1 in
der gleichen Ansicht, jedoch in der anderen Stellung des Leitelements, F i g. 3
den Schnitt 3-3 aus F i g. 1, F i g. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel in der gleichen
Ansicht und Schaltstellung wie in F i g. 1, F i g. 5 das zweite Ausführungsbeispiel
in der gleichen Schaltstellung wie in F i g. 2 und F i g. 6 den Schnitt 6-6 aus
F i g. 4.
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Bei den Darstellungen in F i g. 1, 2, 4 und 5 ist die dem Beschauer
zugekehrte Deckplatte entfernt oder aus durchsichtigem Material. Der in den F i
g. 1 bis 2 dargestellte Strömungsschalter 10 besteht aus zwei flachen Deckplatten
11, 13, die auf beiden Seiten auf Plattenteile 12, die unter sich gleich stark sind,
aufgeschraubt oder aufgeklebt oder anderweitig befestigt sind. Die Platten 11,13
und die Plattenteile 12 können aus nichtmagnetisierbarem Metall, aus Plastik oder
Keramik oder aus durchsichtigem Material bestehen. Die Platten 11 und 13 sind im
wesentlichen unbearbeitet, während die Plattenteile 12 so geschnitten sind, daß
Düsen, Kammern und Kanäle entstehen, die im folgenden beschrieben werden. Mit 15
ist ein Einlaßkanal bezeichnet, der mit seinem düsenartig ausgebildeten Ende in
einer Steuerkammer 16 mündet. Durch den Einlaßkanal kann eine Flüssigkeitsströmung
in die Steuerkammer geleitet werden. Mit 17 ist ein Auslaßkanal bezeichnet, der
in Flucht zu dem Einlaßkanal 15 liegt, und mit 18 ist ein zweiter Auslaßkanal bezeichnet,
der in F i g. 1 rechts neben dem Auslaßkanal 17 liegt. Eine Strömung, die aus einem
der beiden Auslaßkanäle strömt, kann zur Steuerung einer angeschlossenen Strömungsvorrichtung
oder zur Steuerung eines Schalters oder Ventils dienen.
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Der Einfachheit halber wird in der folgenden Beschreibung davon ausgegangen,
daß die Strömung aus den Auslaßkanälen in einen Sumpf oder in die freie Atmosphäre
fließt. Mit 19 ist eine Steuerdüse bezeichnet, die in der Steuerkammer 16 mündet,
und mit 20 und 21 sind Ausgleichskanäle für die Auslaßkanäle 17 und 18 bezeichnet.
Die Ausgleichskanäle 20, 21 sollen eine eventuell in den Auslaßkanälen 17, 18 auftretende
Rückströmung aufnehmen und so eine Stauung in den Auslaßkanälen verhindern, durch
die die zu steuernde Strömung in unkontrollierbarer Weise in den anderen Auslaßkanal
abgelenkt werden könnte.
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Die Steuerkammer 16 ist auf der einen, in F i g. 1 rechts gelegenen
Seite durch eine feststehende starre Seitenwand 22 begrenzt, die sich von der Mündung
der Steuerdüse 19 bis zur Mündung des Auslaßkanals 18 erstreckt. Auf der anderen
Seite ist die Steuerkammer 16 durch eine bewegliche Wandung, die durch das flexible
Leitelement 23 gebildet wird, begrenzt. Die starre Seitenwand 22 erstreckt sich
in Flucht zu der äußeren Seitenwand 24 des Auslaßkanals 18. Die starre Seitenwand
22 ist an der Stelle 25 von der Mündung des Einlaßkanals 15 zurückgesetzt, damit
dort eine Unterdruckzone entsteht. Der dadurch hervorgerufene Druckgradient ist
quer zur Hauptströmung gerichtet, so daß diese Strömung normalerweise entlang der
starren Seitenwand 22 in den Auslaßkanal 18 strömt. Es ist nicht unbedingt erforderlich,
daß die starre Seitenwand an der Stelle 25 zurückgesetzt wird, weil die gleiche
Wirkung auch durch die starre Seitenwand 22 selbst hervorgerufen wird, da diese
im Winkel zur Hauptströmungsrichtung, mit der die Strömung aus dem Einlaßkanal 15
in die Steuerkammer 16 tritt, angeordnet ist. Hierdurch bildet sich auch entlang
der starren Seitenwand 22 eine Niederdruckzone, die die Strömung in den Auslaßkanal
1.8 ablenkt. Durch die Zurücksetzung der starren Seitenwand 22 an der Stelle
25 wird diese Strömungsablenkung stabilisiert.
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Das Leitelement 23 ist streifenförmig und besteht aus magnetisierbarem
Material, wie z. B. plattiertem Stahlband von einigen tausendstel Millimetern Dicke
und kann leicht gebogen werden. Das Leitelement ist an seinem einen Ende 27 an dem
der Steuerdüse 19 gegenüberliegenden Rand der Mündung des Einlaßkanals 15, z. B.
durch Klebung, befestigt. Das Leitelement 23 erstreckt sich von der Mündung des
Einlaßkanals 15 bis zu dem Ausgleichskanal 20 und liegt in seiner einen, in F i
g. 1 gezeichneten Stellung in Flucht mit der äußeren Seitenwandung 28 des
Auslaßkanals 17. Das andere Ende 29 des Leitelements ist innerhalb der Steuerkammer
16 in Richtung auf die starre Seitenwand 22 frei beweglich. Das Leitelement ist
nur so breit, daß es sich zwischen den Deckplatten 11 und 13 ohne Berührung bewegen
kann.
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Mit 30 ist ein Elektromagnet bezeichnet, der an den Deckplatten 11
und 13 befestigt ist und dessen Polschuhe in der in F i g. 1 gezeichneten Stellung
des Leitelements 23 außen an dem Leitelement liegen. Der Elektromagnet 30 ist über
einen Schalter 33 an eine elektrische Spannungsquelle 32 anschließbar und zieht
bei Erregung das Leitelement23 in die in F i g. 1 gezeichnete Stellung. Wenn der
Schalter 33 geöffnet ist, dann kann sich das Leitelement innerhalb der Steuerkammer
16 frei in Richtung auf die starre Seitenwand 22 bewegen. Die Polschuhe des Elektromagneten
30 sind mit Isolierstücken 31 aus nichtmagnetisierbarem Material belegt, an denen
das Leitelement 23 in der in F i g. 1 gezeichneten Stellung anliegt. Die Isolierstücke
31 sollen verhindern, daß das Leitelement bei unerregtem Magneten an den Polschuhen
haftet. An Stelle der Isolierstücke 31 können entsprechende Stifte od. dgl. aus
nichtmagnetisierbarern Material vorgesehen sein, die an den Deckplatten 11 und 13
befestigt sind und als Anschlag für das Leiterelement 23 dienen.
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Bei Betrieb wird eine Strömung aus einer nicht dargestellten Strömungsquelle
über die Leitung 34 in die Anordnung geleitet. Die Steuerdüse 19 ist dabei über
die Leitung 35, in der ein verstellbares Absperrventil 36 liegt, an eine Strömungsquelle
angeschlossen. Die beiden Strömungen können entweder Luft, Gas, Wasser oder eine
andere Flüssigkeit sein. Es wird zunächst angenommen, daß das Absperrventil 36 geschlossen
ist, so daß keine Steuerströmung aus der Steuerdüse 19 austritt. Dann strömt
die aus dem Einlaßkanal 15 in die Steuerkammer 16 fließende Strömung infolge des
Unterdruckes, der sich vor der starren Seitenwand 22 aufbaut, in den Auslaßkanal
18. Das Leitelement 23 wird dabei durch den statisehen
Druck auf
der der Strömung abgewandten Seite des Leitelements in die in F i g. 2 gezeichnete
Stellung gedrängt, in der es sich der Strömung in Richtung auf den Auslaßkanal 18
anschmiegt. Das Leitelement dient in dieser Stellung dazu, die in den Auslaßkanal
18 fließende Strömung innerhalb der Steuerkammer 16 seitlich zu führen, so daß diese
sicher in den Auslaßkanal 18 geleitet wird. Die Strömung in dem Auslaßkanal 18 hat
eine höhere Strömungsenergie als die zur Umschaltung erforderliche Steuerströmung
und steht zur Betätigung nachgeschalteter Vorrichtungen zur Verfügung.
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Wenn die Hauptströmung, die normalerweise in den Auslaßkanal 18 fließt,
in den Auslaßkanal 17 durch einen elektrischen Impuls umgeleitet werden soll, dann
wird der Schalter 33 geschlossen und dadurch der Elektromagnet 30 erregt.
Dies hat zur Folge, daß das Leitelement in seine in F i g. 1 gezeichnete Stellung
gezogen wird. Die Strömung folgt dabei der neuen Stellung des Leitelements und fließt
in den Auslaßkanal 17 infolge der Wirkung einer Unterdruckzone und der Grenzschichthaftung
am Leitelement. Die Anordnung ist so getroffen, daß diese Wirkungen größer sind
als die Auswirkung der starren Seitenwand 22, so daß die Strömung, solange der Elektromagnet
30 erregt ist, in den Auslaßkanal 17 fließt. Auf diese Weise kann die Strömung durch
einen elektrischen Impuls z. B. von einer elektrischen Rechenvorrichtung schnell
und ausreichend gesteuert werden. Da das Leitelement 23 nur geringe Masse hat, treten
dabei auch keine störenden Trägheitsmomente oder Geräusche auf, auch wenn die Anordnung
sehr schnell betätigt wird, wie dies bei den bekannten Vorrichtungen, bei denen
Klappen od. dgl. geschaltet werden, der Fall ist.
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Bei Strömungsschaltern nach der Erfindung kann die Strömung auch durch
eine Steuerströmung aus der Steuerdüse 19 von dem Auslaßkanal 18 in den Ausiaßkanal
17 umgeschaltet werden. Zu diesem Zweck ist an die Leitung 35 eine Strömungsquelle
angeschlossen, aus der bei geöffnetem Absperrventil 36 eine Strömung unter Druck
durch die Steuerdüse 19 in die Steuerkammer 16 fließt. Der offene Querschnitt des
Absperrventils 36 kann kontinuierlich verstellt werden. Durch eine solche Steuerströmung
wird die Hauptströmung, bezogen auf F i g. 1, nach links zum Auslaßkanal 17 abgelenkt
und nimmt dabei das Leitelement 23 mit in seine in F i g. 1 gezeichnete Stellung.
Da das Leitelement 23 frei beweglich ist, fließt die Hauptströmung, sobald die Steuerströmung
unterbrochen wird, wieder in den Auslaßkanal 18. Zur Steuerung der Strömung ist
die Steuerdüse 19 nicht erforderlich, sie ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
nur zusätzlich vorgesehen, kann jedoch auch fehlen, da die Strömung auch allein
durch den Elektromagneten 30 gesteuert werden kann. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
kann die Strömung entweder auf elektrischem Weg über den Elektromagneten 30 oder
durch eine Steuerströmung über die Steuerdüse 19 gesteuert werden. Durch diese beiden
Steuermöglichkeiten ist der Strömungsschalter vielseitiger verwendbar, und er kann
insbesondere vorteilhaft bei gemischten Systemen, wie z. B. elektrohydraulischen
Rechenmaschinen, Verwendung finden.
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Da zwei Auslaßkanäle vorgesehen sind, können Strömungsschalter nach
der Erfindung auch in binär arbeitenden Rechenvorrichtungen Anwendung finden. In
einem solchen Fall kann z. B. der Auslaßkanal 18 der »0«, der- Auslaßkanal 17 der
»1« zugeordnet sein. Wenn dann kein elektrischer oder hydraulischer Strömungsimpuls
vorliegt, fließt die Strömung durch den Auslaßkana118 und zeigt »0« an. Wenn dagegen
ein Steuerimpuls vorliegt, fließt die Strömung durch den Auslaßkanal 17, und das
System zeigt »1« an.
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Strömungsschalter nach der Erfindung können mit einem elektrischen
Schalter ausgestattet sein, wie dies an Hand des in den F i g. 4 bis 6 dargestellten
zweiten Ausführungsbeispiels im folgenden näher erläutert wird: Das zweite Ausführungsbeispiel
ist weitgehend genauso ausgebildet wie das erste Ausführungsbeispiel, daher sind
alle die Teile, die bei beiden Ausführungsbeispielen in gleicher Weise ausgebildet
sind und auch die gleiche Funktion haben, mit den gleichen Bezugsziffern wie in
F i g. 1 bis 3 bezeichnet.
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Das Leitelement 39 ist ähnlich ausgebildet wie das Leitelement 23
des ersten Ausführungsbeispiels und in ähnlicher Weise wie das Leitelement 23 an
der Mündung des Einlaßkanals 15 befestigt. An diesem Ende des Leitelements 39 ist
ein elektrischer Anschluß 40 vorgesehen. Für das andere stromabwärts gelegene Ende
des Leitelements ist in der Wandung 28 des Auslaßkanals 17 eine Ausnehmung 41 vorgesehen,
in die das Ende des Leitelements so paßt, daß das Leitelement 39 in der in F i g.
4 gezeichneten Stellung in Flucht zu der Wandung 28 liegt. An der Dbergangsstelle
geht das Leitelement 39 auf der der Strömung zugekehrten Seite bündig in die Wandung
28 über, so daß dort keine Turbulenzen auftreten können. Innerhalb der Ausnehmung
ist in den Plattenteil 12 ein elektrischer Schaltkontakt 43 eingebettet, der an
die Leitung 44 angeschlossen ist, die in die Plattenteile 12 entlang dem Auslaßkanal
17 eingebettet ist. Mit 46 ist ein zweiter elektrischer Schaltkontakt bezeichnet,
der aus dem Strömungsverteiler 47 herausragt und mit dem das freie Ende des Leitelements
39 in Kontakt gerät, wenn es sich in seiner in F i g. 5 gezeichneten Stellung befindet.
Die Zuleitung 48 für den elektrischen Schaltkontakt 46 ist in dem Stromverteiler
47 eingebettet und erstreckt sich entlang dem Auslaßkana118. Die beiden Zuleitungen
48 und 44 können auch durch eine der Deckplatten 11 oder 13 direkt nach außen geführt
sein. Wenn die Deckplatten Il und 13 und die Plattenteile 12 aus elektrisch leitendem
Material bestehen, dann sind das Leitelement 39, die elektrischen Schaltkontakte
43 und 44 sowie die elektrischen Zuleitungen 40, 44 und 48 isoliert.
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An seinem freien Ende weist das Leitelement 39, wie aus F i g. 6 ersichtlich,
Ausnehmungen 49 auf. Durch diese Ausnehmungen fließt Strömung, wenn sich das Leitelement
in seiner in F i g. 4 gezeichneten Stellung befindet und sich in dem Auslaßkanal
17 eine Rückströmung oder ein Stau aufbaut.
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Das Leitelement 39 bildet bei Betrieb den Schaltarm eines elektrischen
Schalters, zu dem die Schaltkontakte 43 und 46 gehören. Dieser Schalter ist über
den Schaltkontakt 43 geschlossen, wenn die Strömung in den Auslaßkanal 17 fließt,
und über den Schalter 46 geschlossen, wenn die Strömung über den Auslaßkanal 18
abfließt. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann der Schalter dazu dienen, eine Steuerströmung
anzuzeigen. Diese Steuerströmung wird aus dem Einlaßkanal 35 zur Ablenkung der
Hauptströmung
über die Steuerdüse 19 in die Steuerkammer 16 geleitet. Wenn die Steuerströmung
Hießt, bewegt sich das Leitelement 39 in seine in F i g. 4 gezeichnete Stellung,
und der Schalter ist über den Kontakt 43 geschlossen und zeigt an, daß Steuerströmung
fließt. Fließt keine Steuerströmung, dann steht das Leitelement 39 in seiner in
F i g. 5 gezeichneten Stellung, und der Schalter ist über den Schaltkontakt 46 geschlossen.
In dieser Stellung zeigt also der Schalter an, daß keine Steuerströmung Hießt. Auf
diese Weise können Strömungsimpulse - die der Steuerströmung aufgeprägt sind - in
elektrische Impulse umgewandelt werden. Unabhängig davon kann die Steuerströmung
gleichzeitig dazu dienen, die Hauptströmung zu schalten. Schließlich kann die Strömung
auch zusätzlich durch den Elektromagneten 30 geschaltet werden.
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In Abänderung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann der Plattenteil
12, der die Wandung 28
bildet, und der Strömungsteiler 47 aus leitendem
Material bestehen und leitend mit den Anschlußleitungen 44 und 48 verbunden sein.
Es erübrigt sich dann, die Kontakte 43 und 46 und die Leitungen 44 und 48 in die
Plattenteile 12 einzubetten.