DE1257232B - Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung fuer Hochfrequenzsignale - Google Patents

Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung fuer Hochfrequenzsignale

Info

Publication number
DE1257232B
DE1257232B DEW31282A DEW0031282A DE1257232B DE 1257232 B DE1257232 B DE 1257232B DE W31282 A DEW31282 A DE W31282A DE W0031282 A DEW0031282 A DE W0031282A DE 1257232 B DE1257232 B DE 1257232B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contacts
channel
frequency transmission
frequency
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW31282A
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Josef Giger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AT&T Corp
Original Assignee
Western Electric Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Western Electric Co Inc filed Critical Western Electric Co Inc
Publication of DE1257232B publication Critical patent/DE1257232B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/20Frequency-selective devices, e.g. filters
    • H01P1/213Frequency-selective devices, e.g. filters combining or separating two or more different frequencies
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/04Modifications for accelerating switching
    • H03K17/041Modifications for accelerating switching without feedback from the output circuit to the control circuit
    • H03K17/04113Modifications for accelerating switching without feedback from the output circuit to the control circuit in bipolar transistor switches

Landscapes

  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung für Hochfrequenzsignale Die Erfindung bezieht sich auf eine abgeglichene elektromechanische Einrichtung zum Umschalten eines gemeinsamen Hochfrequenzkanals zwischen einem ersten und einem zweiten Hochfrequenzübertragungskanal mit einer ersten und einer zweiten, zum Verbinden mit dem ersten bzw. zweiten Hochfrequenzübertragungskanal vorgesehenen Hochfrequenzübertragungsleitung, die einen bestimmten Wellenwiderstand besitzt, einem Relais, das zwischen einem ersten und einem zweiten Zustand umschaltbar ist und dessen Kontaktsätze, soweit offen, eine hierzu parallele, kapazitive Reaktanz besitzen, und einer Last mit dem gleichen Wellenwiderstand.
  • Es ist allgemein bekannt, daß Schalteinrichtungen, die bei niedrigen Signalfrequenzen zufriedenstellend arbeiten, oftmals völlig unwirksam werden, wenn sie bei hohen Signalfrequenzen, z. B. im Bereich von 20 MHz, verwendet werden. In diesem Bereich können Spulen, die sonst Induktivitäten darstellen, zu Kapazitäten werden. Offene Kontakte werden kapazitive Reaktanzen. Es entstehen Energieverluste infolge der Zusammenschaltung von Einrichtungen, welche für optimale Energieübertragung nicht die richtigen Impedanzen aufweisen. Schließlich entsteht eine Kreuzkopplung infolge der induktiven und kapazitiven Wirkungen zwischen benachbarten Drähten und Einrichtungen.
  • Zum Betrieb unter diesen Bedingungen sind zahlreiche Verfahren entwickelt worden. Allgemein werden symmetrische Leitungen, koaxiale Kabel und spezielle Verbindungseinrichtungen und Verdrahtungen angewendet, um die störenden Effekte bei hochfrequentem Betrieb zu reduzieren. Oftmals werden Kompensationselemente oder Impedanzübertrager angewandt. Diese Methoden bedingen die Verwendung teurer und kritischer Bauteile, deren Platzbedarf höher ist als der der einfachen niederfrequenten Bauteile, welche für die praktisch gleichen Funktionen benutzt werden.
  • Ein typisches Übertragungssystem, bei dem die Probleme des hochfrequenten Betriebs auftreten, umfaßt eine Vielzahl regulärer Übertragungskanäle, welche die Nachrichtensignale zwischen entfernten Punkten führen. Für den Fall, daß einer dieser regulären Kanäle ausfällt, wird das übertragene Signal außerdem einem Reserve-Sicherheitskanal zugeführt. Nach einem Ausfall wird der Empfänger auf den Sicherheitskanal umgeschaltet. Ein System dieser Art erfordert angepaßte Impedanzen, um wirksam zu arbeiten. Es erfordert ferner zahlreiche Schaltkontakte oder -kreise, um das Umschalten eines Empfängers zwischen verschiedenen ankommenden Kanälen zu erlauben. Wenn dies durch Verwendung herkömmlicher hochfrequenter Schalter mit koaxialer Kopplung und Impedanzanpaß-Übertragern geschieht, ist der erforderliche Raum- und Kostenbedarf beträchtlich.
  • Drahtfederrelais sind zwar in der Lage, die erforderlichen Schaltfunktionen bei niedrigen Signalfrequenzen durchzuführen, es bilden aber bei den hier in Rede stehenden hohen Signalfrequenzen ihre Federn und Kontakte unzulässige Impedanzsprünge im System. Andererseits machen die leichte Erhältlichkeit, der vernünftige Preis und die erwünschten Vielfachkontakte die Verwendung derartiger Relais als Bauteile einer hochfrequenten Umschaltungseinrichtung höchst wünschenswert.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine elektromechanische, also mit Relais ausgestattete Umschalteinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei Schaltoperationen für Hochfrequenzsignale wirksam und zuverlässig arbeitet. Insbesondere soll hierbei Vorsorge dafür getroffen werden, daß eine Empfangsstelle bei minimaler Störung der empfangenen Signale von einem aktiven Kanal auf einen anderen umgeschaltet werden kann, die beide hochfrequente Signale führen.
  • Erfindungsgemäß ist die Lösung dieser Aufgabe gekennzeichnet durch einen ersten Verbindungsweg von der ersten Hochfrequenzübertragungsleitung zu einem ersten und zweiten Kontaktsatz des Relais, einen zweiten Verbindungsweg von der zweiten Hochfrequenzübertragungsleitung zu einem dritten und vierten Kontaktsatz des Relais, einen dritten Verbindungsweg zum Herstellen einer Reihenschaltung des gemeinsamen Hochfrequenzkanals mit dem ersten Verbindungsweg über den zweiten Kontaktsatz und einer Reihenschaltung des gemeinsamen Hochfrequenzkanals mit dem zweiten Verbindungsweg über den dritten Kontaktsatz, einen vierten Verbindungsweg zum Herstellen einer Reihenschaltung der Last mit dem ersten Verbindungsweg über den ersten Kontaktsatz und einer Reihenschaltung der Last mit dem zweiten Verbindungsweg über den vierten Kontaktsatz und in den ersten bis vierten Verbindungswegen vorgesehene kurze Hochfrequenzübertragungsleitungen, die einen größeren Wellenwiderstand als der der Hochfrequenzübertragungsleitung besitzen, derart, daß die bei offenen Kontakten vorhandene kapazitive Reaktanz mit der zugeordneten Hochfrequenzübertragungsleitung ein Tiefpaßfilter zwischen gemeinsamem Hochfrequenzübertragungskanal und einem der ersten und zweiten Hochfrequenzkanäle bilden.
  • Mit anderen Worten sind also elektromechanische Relais vorgesehen, ferner eine neuartige Übertragungsleitungsführung zwischen den Leitungspunkten und schließlich eine Steuerschaltung, um die Umschalteinrichtung in die Lage zu versetzen, einen Empfänger bei minimaler Störung des empfangenen Signals von einem Kanal auf einen anderen umzuschalten. Die Schaltkontakte des elektromechanischen Relais werden durch Neutralisierungskondensatoren überbrückt, um das Übersprechen zwischen den Kanälen zu vermindern, das infolge der kapazitiven Wirkung derartiger Kontakte entsteht. Ausgewählte Leitungswege über verschiedene Umschaltkontakte und zwischen den Kanälen und der Signalquelle werden mit kurzen Übertragungsleitungsstücken ausgeführt, die einen Wellenwiderstand aufweisen, der durch den Leitungsweg und den Wellenwiderstand der miteinander verbundenen Kanäle bestimmt ist. Es werden zwei unabhängige Relais verwendet, um die Trennung zwischen in Tätigkeit befindlichen Übertragungskanälen zu verbessern, wobei eine Transistorsteuerschaltung ein aufeinanderfolgendes Umschalten ergibt, um die Stetigkeit der Übertragung sicherzustellen und Ausgleichsvorgänge oder »Stöße« in den Kanälen zu vermeiden.
  • Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben; es zeigt F i g.1 das Schema der Leitungsführung des Ausführungsbeispiels, F i g. 2 das Schaltschema des transistorisierten Steuerkreises des Ausführungsbeispiels für die Schaltfolge, F i g. 3 eine herkömmliche Darstellung der im Ausführungsbeispiel verwendeten Relaisart und F i g. 4 das Schema einer typischen Übertragungsleitung, die mit einer Belastungsimpedanz abgeschlossen ist.
  • In der Zeichnung sind die Ruhekontakte in den jeweiligen Leitern durch einen Strich senkrecht zum Leiter dargestellt, und die Arbeitskontakte durch ein x. Jedem Kontakt ist eine Bezeichnung beigegeben, die aus der Bezeichnung des zugeordneten Relais, gefolgt von einer Kontaktnummer, besteht. Die Anordnung aller Kontakte in bezug auf ein allgemeines Relais »K« ist im einzelnen in F i g. 3 dargestellt. Sämtliche hier verwendeten Umschaltkontakte sind unterbrechungsfreie Kontakte, die zuerst schließen und dann öffnen. Diese Anordnung gewährleistet das Schließen eines neuen Leitungswegs, bevor ein alter Leitungsweg getrennt wird. Die Schleifen, welche in F i g. 1 die verschiedenen Leiterpaare umgeben, sollen die Tatsache andeuten, daß diese Leiterpaare eine Übertragungsleitung mit einem bestimmten Wellenwiderstand bilden.
  • Die von der dargestellten Schalteinrichtung durchzuführende Operation ist das Umschalten einer Trägerendstelle oder einer Empfangsstelle von einem regulären Übertragungskanal auf einen Sicherheitskanal, oder umgekehrt. Der reguläre Übertragungskanal 11 ist normalerweise mit der Trägerendstelle 12 verbunden (F i g. 1). Für den Fall, daß die auf dem regulärem Übertragungskanal 11 ankommenden Signale unter einen vorbestimmten Normalwert fallen, wird der Sicherheitskanal 13 mit der Trägerendstelle 12 verbunden und der reguläre Übertragungskanal 11 abgetrennt.
  • Alle Kontakte in F i g. 1 können bei der verwendeten Signalfrequenz als Kondensatoren wirkend aufgefaßt werden. Die Erfahrung zeigt, daß die Kapazität dieser Kontakte bei Relais der gleichen Art sämtlich etwa gleich ist. Man sieht, daß die Kontakte K1-8, K3-5, K1-6 und K3-7 in einer Brücke liegen; die Kapazitäten der Kontakte K3-5 und K3-7 wirken daher als Neutralisierungskondensatoren, wodurch das Übersprechen zwischen regulärem Kanal 11 und Sicherheitskanal 13 vermindert wird, wenn der Sicherheitskanal 13 Signale zur Trägerendstelle 12 liefert. Eine ähnliche Neutralisierungsbrücke ist durch die gewählte Verbindung der Kontakte K1-4, K3-3, K1-2 und K3-1 gebildet. Für den Erhalt der richtigen Kapazitätswerte werden einfach die offenen Kontakte eines dem arbeitenden Relais K1 gleichenden Relais K3 benutzt, dessen Wicklung aber nicht mit der Schaltung verbunden ist, also die Kontaktstellung dauernd unverändert bleibt.
  • In der dargestellten Schalteinrichtung werden vier getrennte Leitungswege benutzt. In jedem dieser Leitungswege trägt eine Vielzahl offener Kontakte zu der gesamten Kapazitiven Reaktanz für die hochfrequenten Signale bei. Die beteiligten Kontakte sind: I. Der Leitungsweg vom regulären Übertragungskanal 11 zur Trägerendstelle 12. Die Kontakte K3-5, K3-7 sowie K1-7, K1-5 und K1-1, ferner K1-3.
  • II. Der Leitungsweg vom regulären Übertragungskanal 11 zur Ersatzbelastung 14. Die Kontakte K1-6, K1-8 sowie K3-5, K3-7 und K3-1, K3-3 sowie K1-2, K1-4.
  • III. Der Leitungsweg vom Sicherheitskanal 13 zur Trägerendstelle 12. Die Kontakte K2-6, K2-8, sowie K2-2, K2-4 und K3-1, K3-3, ferner K1-2, K1-4 und K3-5, K3-7 und schließlich K1-8, K1-6.
  • IV. Der Leitungsweg vom Sicherheitskanal 13 zum nächsten Schalter. Die Kontakte K2-5, K2-7 sowie K1-1 und K2-3.
  • Offensichtlich ist jeder dieser Leitungswege vorherrschend kapazitiv bei hohen Frequenzen.
  • Um eine wirksame Schalteinrichtung zu erhalten, ist eine Rückflußdämpfung von nicht weniger als 40 db erforderlich, und zwar ohne Rücksicht darauf, welcher der obigen Leitungswege bei einem bestimmten Schaltzustand wirksam ist. Ferner sei als Beispiel angenommen, daß ein symmetrisches 124-Ohm-Kabel für den Eingang und Ausgang der Schalteinrichtung verwendet wird. Diese festgelegte Forderung für die Rückflußdämpfung liefert eine Angabe für die maximal zulässige Impedanzabweichung zwischen den angenommenen 124 Ohm und der Impedanz der Schalteinrichtung wobei p den Reflektions-Koeffizient darstellt. Infolgedessen ist der gewünschte Reflektions-Koeffizient für eine Rückflußdämpfung von 40 db gleich 0,01.
  • Es ist bekannt, daß wobei RL der Belastungswiderstand und Rc der Wellenwiderstand der Übertragungsleitung ist. Für den Fall, daß RL ungefähr gleich Re ist, reduziert sich die Gleichung (2) zu Die Lösung dieser Gleichung ergibt, daß die Impedanzabweichung 4 R gleich 2,48 Ohm ist.
  • Es ist bekannt, daß Rc etwa gleich für verlustarme Übertragungsleitungen ist, wobei L und C die Reiheninduktivität und die Parallelkapazität je Längeneinheit der Leitung sind. Die durch die offenen Kontakte eines einfachen elektromechanischen Relais hervorgerufenen Kapazitätsunstetigkeiten, wie sie oben beschrieben wurden, erzeugen eine Impedanzabweichung, die den zulässigen Wert von 2,48 Ohm weit überschreitet. Da das L-C-Verhältnis am Schalter durch die vergrößerte Kapazität verschlechtert wird, ergibt die Hinzufügung einer geeigneten Reiheninduktivität einen Ausgleich. Das Hintereinanderschalten von kapazitiven Unstetigkeiten und kompensierenden Induktivitäten ergibt eine Tiefpaßfilteranordnung. Diese Anordnung kann an die Belastungsimpedanz von 124 Ohm durch richtige Wahl des Wertes der Induktivitäten angepaßt werden. Das hier beschriebene Verfahren ist wirksam, wenn die Grenzfrequenz der Tiefpaßfilteranordnung höher als die höchste übertragene Frequenz ist. Im allgemeinen ist diese Grenzfrequenz viel höher als 10 MHz.
  • Die Verwendung von kurzen Übertragungsleitungen zur Erzielung des erforderlichen Ausgleichs wird durch eine Untersuchung der Eingangsimpedanz-Verhältnisse einer verlustlosen Leitung, wie sie z. B. in F i g. 4 dargestellt ist, verständlich. Die Eingangsimpedanz einer derartigen Leitung kann dargestellt werden durch wobei ß die Phasenkonstante der Leitung und S die Länge der Leitung ist. Zur Vereinfachung sei angenommen, daß RL gleich KRc ist. Wenn man beachtet, daß für kleine Leitungslängen tanßS etwa gleich ßS ist, wird die Gleichung (4) reduziert zu Da j Kfl S klein ist, kann von der Beziehung ungefähr gleich 1 - j Kfl S Gebrauch gemacht werden, und der Ausdruck weiter vereinfacht werden, so daß man erhält ZEin = Rc [K -f- j ß S (l - K2)] (6) oder ZEin = RL _i" .7 ß S Rc (1 - KI). (7) Aus Gleichung (7) ergibt sich, daß durch Wahl K kleiner als 1 die Bindkomponente der Eingangsimpedanz induktiv ist, während die relle Komponente RL bleibt.
  • Mit anderen Worten, ein kurzes Übertragungsleitungsstück mit einem Wellenwiderstand, der größer als die Belastungsimpedanz ist, liefert in wirksamer Weise das Mittel zum induktiven Ausgleich, dessen Ausmaß durch die Länge der Leitung bestimmt ist. Jeder Leitungsweg kann daher an den Eingang und den Ausgang der Schalteinrichtung angepaßt werden, indem kurze Übertragungsleitungsstücke verwendet werden, deren Wellenwiderstand größer als derjenige des Eingangs oder des Ausgangs ist, und deren Länge durch die induktive Wirkung bestimmt ist, die für den Leitungsweg erforderlich ist.
  • Wenn aus Gründen der Relaisgeometrie und/oder infolge eines niedrigen Wertes der Belastungsimpedanz das Relais induktiv erscheint, kann im wesentlichen dasselbe Verfahren wie es oben beschrieben wurde, angewendet werden, um die übermäßige Induktivität zu kompensieren. In diesem Fall haben die kurzen Übertragungsleitungen Wellenwiderstände, die kleiner als die Belastungsimpedanz ist, so daß ein kapazitiver Ausgleich der Leitung entsteht.
  • Als weitere Verbesserung liefert die als Beispiel dargestellte hochfrequente Schalteinrichtung ein Mittel, um Schaltungsausgleichsvorgänge oder »Stöße« zu verringern. Durch richtiges Aufeinanderfolgen der Betätigung der Kontakte der Relais KI und K2 ist es möglich, die Trägerendstelle 12 von dem regulären Kanal 11 mit einem Minimum an Ausgleichsvorgängen zum Sicherheitskanal 13 umzuschalten. Diese Aufeinanderfolge wird durch die in F i g. 2 dargestellt Schaltung gesteuert.
  • Die Steuerumschaltung besteht aus zwei Transistoren Q1 und Q2, den Wicklungen der Relais KI und K2, einer typischen Schalterbetätigung S1 und den zwischengeschalteten Elementen und Leitungen. Die Schalterbetätigung S1 ist lediglich eine symbolische Darstellung. In der Praxis kann sie ein automatischer Schalter sein, der unter vorbestimmten Bedingungen betätigt werden kann, um bestimmte Spannungen an die Steuerschaltung anzulegen.
  • Unter normalen Bedingungen ist der reguläre Obertragungskanal 11 mit der Trägerendstelle 12 verbunden, und die Relais KI und K2 befinden sich im nichtbetätigten Zustand. Zu dieser Zeit ist der Anker der Schalterbetätigung S1 entweder mit der Erde oder mit einer etwas positiven Spannung verbunden, die als (-[-) dargestellt ist. Diese Spannung hält den Transistor Q2 im nichtleitenden Zustand, so daß der Transistor Q 1 wegen der über die Widerstände R 14 und R 15 zugeführten Spannung ebenfalls nichtleitend ist. Wenn der Transistor Q 1 nichtleitend ist, ist der Betätigungsweg des Relais KI offen. Das Relais K2 benutzt jedoch einen Erregungskreis, der aus einem negativen Potential, seiner Wicklung, den normalerweise geschlossenen Kontakten K2-10 und K2-11, den Widerständen R3 und R15 und einem positiven Potential besteht. Die Werte der Widerstände R3 und R15 sind so gewählt, daß sie den Strom so weit begrenzen, daß die Betätigung des Relais K2 zu dieser Zeit verhindert wird.
  • Die Umschaltung der Trägerendstelle 12 vom regulären Übertragungskanal 11 zum Sicherheitskanal 13 wird eingeleitet, indem der Antrag der Schalterbetätigung S1 mit einem ausreichend hohen positiven Potential verbunden wird, das als (++) dargestellt ist, um den Transistor Q 2 in Flußrichtung vorzuspannen und ihn in die Sättigung zu bringen. Wenn der Transistor Q2 gesättigt ist, ist sein Kollektorpotential im wesentlichen das Potential des Emitters, nämlich die Erde. Diese Erde setzt das Potential an der Basis des Transistors Q 1 über den Spannungsteiler herab, der aus den Widerständen R14 und R13 besteht. Das Emitter-Basis-Potential am Transistor Q 1 begünstigt nunmehr eine gute Leitung, so daß diese eintritt. Die Leitung des Transistors Q 1 liefert niederohmige Erregungszustände für die Relais K1 und K2.
  • Das erste betätigte Relais ist das Relais K2. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß es zuerst Strom führt, wie vorher beschrieben wurde. Sein Betätigungskreis besteht aus einem negativen Potential, seiner Wicklung, den normalerweise geschlossenen Kontakten K2-10, der Diode CR 1, dem Kollektor und dem Emitter des Transistors Q 1, dem Widerstand R 15 und einem positiven Potential. Wenn das Relais K2 betätigt ist, öffnet es die Kontakte K2-10 und begrenzt seinen Haltestrom durch die Einschaltung des Widerstands R4. Durch Betätigung des Relais K2 wird ferner der Widerstand R 6 aus dem Erregungskreis des Relais K1 entfernt, indem die Parallelkontakte K2-9 geschlossen werden. Wenn der Widerstand R6 effektiv kurzgeschlossen ist, wird das Relais K1 schnell in dem Kreis erregt, der aus einem negativen Potential, seiner Wicklung, den geschlossenen Kontakten K1-10 und K2-9, der Diode CR2, der Kollektor- und der Emitterelektrode des Transistors Q 1, dem Widerstand R 15 und einem positiven Potential besteht. Durch Betätigung des Relais K1 wird der Strombegrenzungswiderstand 5 in seinen Erregungsweg gelegt, indem die Kontakte Kl-10 geöffnet werden, ferner wird ein Haltekreis für das Relais K2 an den Kontakten K1-9 geschaffen, indem die Diode CR1 und der Transistor Q1 überbrückt werden.
  • Unter Hinweis auf die F i g. 1 soll die Wirkung der aufeinanderfolgenden Betätigung der Relais K2 und K1 klargelegt werden. Zuerst wird der reguläre Übertragungskanal 11 mit der Trägerendstelle 12 über das Leitungspaar 15, die normalerweise geschlossenen Kontakte K1-8 und K1-6 und über das Leitungspaar 16 verbunden. Nach Betätigung des Relais K2 wird der Sicherheitskanal 13 mit einer Belastung 14, über die Leitungspaare 24. 25 und 23, die Kontakte K2-5, K2-7 und die Kontakte K1-2 und K1-4 verbunden. Die Belastung 14 ist so gewählt, daß sie gleich dem Wellenwiderstand der Eingangs- und Ausgangs-Übertragungsleitung ist. Gleichzeitig wird der Sicherheitskanal 13 durch die Kontakte K2-4 und K2-2 vom Leitungspaar 28 getrennt, das zum nächsten Schalter führt. Danach verbinden bei Betätigung des Relais K1- die Kontakte K1-1 und K1-3 den Sicherheitskanal 13 über die Leitungspaare 22 und 16 mit der Trägerendstelle 12. Gleichzeitig verbinden die Kontakte K1-7 und K1-5 den regulären Übertragungskanal 11 mit der Belastung 14. Da Kontakte ohne Unterbrechung verwendet werden, öffnen sich die Kontakte K1-8 und K1-6 nicht, bevor die Kontakte K1-7 und K1-5 geschlossen sind, während sich die Kontakte K1-2 und K1-4 nicht öffnen, bis die Kontakte K1-1 und K1-3 geschlossen sind. Somit werden während des Schaltens Ausgleichsvorgänge auf einem Minimum gehalten. Es sei bemerkt, daß Vorkehrungen für die Verbindung mit einem »nächsten Schaltern getroffen sind. Diese Vorkehrungen lassen die Verwendung zusätzlicher regulärer Kanäle zu, welche von demselben Sicherheitskanal bedient werden. Die hierfür notwendigen zusätzlichen Schaltungen gleichen im wesentlichen den in F i g. 1 dargestellten.
  • Das Entfernen des Sicherheitskanals 13 von der Trägerendstelle 12 und das Wiederanschalten des regulären Übertragungskanals 11 wird feingeleitet, indem der Anker der Schalterbetätigung S1 mit dem kleineren positiven Potential (+) verbunden wird. Hierdurch wird die Vorspannung in Flußrichtung am Transistor Q2 entfernt, und bewirkt, daß dieser Transistor aufhört zu leiten. Wenn der Transistor Q2 aufgehört hat zu leiten, erscheint die Erde nicht mehr an seinem Kollektor, so daß die Vorspannung in Flußrichtung am Transistor Q 1 entfernt wird und dieser ebenfalls nichtleitend wird. Die entstehende Abnahme des Stroms in den Wicklungen der Relais K1 und K2 ergibt eine Spannung in Sperrichtung, welche die Diode CR3 überbrückt, um den Transistor Q1 zu schützen. Das Relais K1 verliert als erstes seine Erregung, weil sein Halteweg den Kollektor und den Emitter des Transistors Q 1 enthält, während das Relais K2 so lange betätigt bleibt, wie das Relais K1 betätigt ist, und zwar infolge des Zustands der Kontakte K1-9. Die Freigabe des Relais K1 bewirkt das Öffnen der Kontakte K1-9, so daß das Relais K2 freigegeben wird. Die Schaltung nimmt damit ihren Anfangszustand wieder an.
  • Die Rückführung der Steuerschaltung in. ihren Anfangszustand wird durch eine Rückkehr der Trägerendstelle 12 zum regulären Übertragungskanal 11 begleitet, und zwar in einer Weise, die die Umkehr der vorher beschriebenen Arbeitsfolge darstellt.
  • Die Schalterzustandsanzeige S2 ist vorgesehen, um den Zustand des Übertragungswegs anzuzeigen. Sie ist lediglich ein Spannungsteiler mit einem zur Erde überbrückten Abschnitt, wenn der reguläre Kanal mit der Trägerendstelle verbunden ist. Wenn das Relais K1 freigegeben ist, bewirken die Kontakte K1-11, daß ein geerdeter Zustand über den Widerstand 18 an den Leiter 30 angelegt wird. Wenn das Relais K1 betätigt wird, wird an den Leiter 30 ein positives Potential angelegt. Die Schalterzustandsanzeige S2 überträgt diese Information in irgendeiner gewünschten brauchbaren Form.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Abgeglichene elektromechanische Einrichtung zum Umschalten eines gemeinsamen Hochfrequenzkanals zwischen einem ersten und einem zweiten Hochfrequenzübertragungskanal mit einer ersten und einer zweiten zum Verbinden mit dem ersten bzw. zweiten Hochfrequenzübertragungskanal vorgesehenen Hochfrequenzübertragungsleitung, - die einen bestimmten Wellenwiderstand besitzt, einem Relais, das zwischen einem ersten und einem zweiten Zustand (nicht betätigt bzw. betätigt) umschaltbar ist und dessen Kontaktsätze, soweit offen, eine hierzu parallele, kapazitive Reaktanz besitzen, und einer Last mit dem gleichen Wellenwiderstand,gekennzeichnet durcheinen ersten Verbindungsweg (Verbindungen zwischen Leitungen 15 und Kontakten K1-5, K1-7; K1-6, K1-8) von der ersten Hochfrequenzübertragungsleitung (15) zu einem ersten (K1-5, K1-7) und zweiten (K1-6, K1-8) Kontaktansatz des Relais, einen zweiten Verbindungsweg (25, 23 und Verbindung mit 23 und Kontakten K1-2, K1-4; K1-1, K1-3) von der zweiten Hochfrequenzübertragungsleitung (24) zu einem dritten (K1-1, K1-3) und vierten (K1-2, K1-4) Kontaktsatz des Relais, einen dritten Verbindungsweg (22) zum Herstellen einer Reihenschaltung des gemeinsamen Hochfrequenzkanals (12) mit dem ersten Verbindungsweg über den zweiten Kontaktsatz (K1-6, K1-8) und einer Reihenschaltung des gemeinsamen Hochfrequenzkanals mit dem zweiten Verbindungsweg über den dritten Kontaktsatz (K1-1, K1-3), einen vierten Verbindungsweg (17) zum Herstellen einer Reihenschaltung der Last (14) mit dem ersten Verbindungsweg über den ersten Kontaktsatz (K1-5, K1-7) und einer Reihenschaltung der Last mit dem zweiten Verbindungsweg über den vierten Kontaktsatz (K1-2, K1-4) und in den ersten bis vierten Verbindungswegen vorgesehene kurze Hochfrequenzübertragungsleitungen (25 23, 22, 17), die einen größeren Wellenwiderstand als der der Hochfrequenzübertragungsleitung besitzen, derart, daß die bei offenen Kontakten vorhandene kapazitive Reaktanz mit der zugeordneten Hochfrequenzübertragungsleitung (25, 23, 22) ein Tiefpaßfilter zwischengemeinsamemHochfrequenzübertragungskanal und einem der ersten und zweiten Hochfrequenzkanäle bilden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 727 110; »Bell Laboratories Record«, Bd. 34, Heft 10, Oktober 1956, S. 366 bis 369.
DEW31282A 1960-12-23 1961-12-15 Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung fuer Hochfrequenzsignale Pending DE1257232B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1257232XA 1960-12-23 1960-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1257232B true DE1257232B (de) 1967-12-28

Family

ID=22421095

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW31282A Pending DE1257232B (de) 1960-12-23 1961-12-15 Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung fuer Hochfrequenzsignale

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1257232B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE727110C (de) * 1938-03-11 1942-10-26 Siemens Ag Anordnung zur wahlweisen Verbindung von Breitbandkabeln, insbesondere fuer Fernsehvermittlung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE727110C (de) * 1938-03-11 1942-10-26 Siemens Ag Anordnung zur wahlweisen Verbindung von Breitbandkabeln, insbesondere fuer Fernsehvermittlung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0610276B1 (de) Datenkommunikationssystem
DE2645898C2 (de)
EP3639353B1 (de) Impedanz für ac fehlerstrombehandlung in einem hgü-umrichter
DE3712003A1 (de) Schalt-schaltungsanordnung
DE60036770T2 (de) Verzweigungseinheit und optisches Unterwasserübertragungssystem
DE1463138A1 (de) Elektrisches Schutzrelais
DE1257232B (de) Abgeglichene elektromechanische Umschalteinrichtung fuer Hochfrequenzsignale
DE3701688C2 (de)
EP4070349B1 (de) Vorrichtung zum anschluss an ein hochspannungsnetz
DE2212564C3 (de) Elektronische Schalteranordnung für Videosignale
DE2050689B2 (de) Schaltnetzwerk mit einem brueckennetzwerk mit zwei sich gegenueberliegenden brueckenzweigpaaren
DE2604312A1 (de) Schutzrelaiseinrichtung fuer kraftstrom-uebertragungsleitung
DE2650835C2 (de) Schaltungsanordnung zum Übertragen von zwei binären Einfachstrom-Gleichstromsignalen
DE1537773C3 (de) Schaltungsanordnung zur Unterdrückung des Übersprechens in Koppelmatrizen
DE863825C (de) Verstaerker mit parallel geschalteten Roehren
DE3780520T2 (de) Schnittstelle zur verbindung eines geraets mit einem koaxialen kabel.
DE676801C (de) Als Frequenzweiche dienende Kreuzgliedschaltung
DE1903630A1 (de) Gabelschaltung zur Verbindung einer Vierdraht-und einer Zweidrahtleitung
DE954887C (de) Schaltungsanordnung fuer die Speisung eines gemeinsamen Verbrauchers durch wenigstens zwei Hochfrequenzgeneratoren
AT115138B (de) Verfahren zum Ausgleich von Fernsprechkabeln.
DE2306976C3 (de) Breübandiger Richtkoppler zum Ein- und Auskoppeln von HF-Signalen
DE1613881C3 (de) Strom- und Spannungsüberwachungsschaltung
DE3821635A1 (de) Ringfoermige hoechstfrequenzvorrichtung
DE2737529A1 (de) Weichenschaltung fuer kurze und sehr kurze elektromagnetische wellen
DE1030898B (de) Anordnung zum Anzapfen von Koaxialkabeln