DE1237484B - Baustein mit Stirnflaechenschicht aus mineralpulverhaltigem Kunststoff - Google Patents

Baustein mit Stirnflaechenschicht aus mineralpulverhaltigem Kunststoff

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DE1237484B
DE1237484B DEB67860A DEB0067860A DE1237484B DE 1237484 B DE1237484 B DE 1237484B DE B67860 A DEB67860 A DE B67860A DE B0067860 A DEB0067860 A DE B0067860A DE 1237484 B DE1237484 B DE 1237484B
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DEB67860A
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John August Sergovic
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Burns and Russell Co
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Burns and Russell Co
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C1/00Building elements of block or other shape for the construction of parts of buildings
    • E04C1/40Building elements of block or other shape for the construction of parts of buildings built-up from parts of different materials, e.g. composed of layers of different materials or stones with filling material or with insulating inserts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Baustein mit Stirnflächenschicht aus mineralpulverhaltigem Kunststoff Die Erfindung beschäftigt sich mit der vielseitigen Verbesserung von Bausteinen mit einer aus feinteiligem mineralischem Füllstoff und Kunstharz bestehenden Stirnflächenschicht, wie sie typenmäßig von dem Erfinder selbst in der USA.-Patentschrift 2 751775 und der entsprechenden deutschen Auslegeschrift 1091932 beschrieben und auch durch die deutsche Gebrauchsmusterschrift 1727 570 bekanntgeworden sind.
  • Beim erstgenannten Typ besteht die Stirnflächenschicht aus einem porenfreien, ausgehärteten Gemisch eines Reaktionsproduktes eines ungesättigten Alkydharzes und eines polymerisierbaren Vinylmonomeren mit -- auf Gesamtgemischgewicht bezogen - 50 bis 90 °/o eines Mineralpulvers, z. B. Sand. Erfahrungsgemäß kann man auf dieser Polyesterbasis keine glänzende Oberfläche erzielen und erhält auch nur bei hohem, d. h. 220/0 betragendem Polyestergehalt die besten Ergebnisse. Nachteilig ist auch die leichte Schrumpfung der Polyesterharze bei der Vernetzung, so daß sie nicht mit Leichtbaustoffen aus z. B. Glas- oder Kunststoffschaummasse zusammen verwendet werden können.
  • Die deutsche Gebrauchsmusterschrift 1727 570 nennt zwar als Bindemittel für eine Mineralkornvorsatzschicht Kunstharz schlechthin, führt aber als Beispiel nur ungesättigte Polyester, also gerade solche Bindemittel an, die die vorstehend geschilderten Nachteile besitzen, und gibt damit dem Fachmann keinen Hinweis auf die vorliegende Erfindung.
  • Schließlich beschreibt die deutsche Gebrauchsmusterschrift 1802 514 die Herstellung von Verbundbauplatten mit einem Bindemittel aus härtbarem oder thermoplastischem Kunststoff. Die hierfür benutzten Polymere besitzen aber den Nachteil, daß sie beim Aushärten schrumpfen und dadurch eine Qualitätsminderung der Fertigplatten hervorrufen.
  • Die Erfindung beseitigt die geschilderten Nachteile der bisherigen Bausteine mit Stirnflächenschicht aus mineralpulverhaltigem Kunststoff, indem sie ein billig herstellbares Erzeugnis schafft, dessen Deckschicht selbst in der Kälte dimensionsbeständig ist, wegen fehlender Materialschrumpfung selbst auf poröser Grundmasse haftet, weniger Kunststoffbindemittel erfordert und trotzdem eine glänzende, dekorative Oberfläche aufweist.
  • Demgemäß besteht die Erfindung aus einem Baustein mit einer aus feinteiligem mineralischem Füllstoff und Kunstharz bestehenden Stirnflächenschicht, deren Hauptmerkmal darin besteht, daß die Stirnflächensehicht aus einem Gemisch besteht, das aus einem Reaktionsprodukt eines vernetzten Homopolymers eines 1,3-Diolefins mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, dessen Doppelbindungen zu mindestens 300/, in Form von seitenkettigen Vinylgruppen vorliegen, oder eines Copolymers dieser Diolefine mit bis zu 5001, unsubstituiertem oder am Ring durch Niedrigalkyl substituiertem Styrol und - auf Gesamtgemischgewicht bezogen - zu 50 bis 95 °/o aus einem gekörnten mineralischen Füllmaterial besteht.
  • Vorzugsweise liegt als Polymer ein Copolymer aus 75 bis 85 °/o Butadien und 25 bis 15 °/o Styrol vor, wobei die zu seiner Herstellung verwendete copolymerisierbare Verbindung ein vinylsubstituierter Benzolkohlenwasserstoff ist.
  • Im Sinne der Erfindung liegt es fernerhin, daß bei der Bausteinherstellung der Sand und das vernetzte Polymer durch ein Bindemittel miteinander verknüpft werden, wobei das Bindemittel mindestens zwei reaktionsfähige Arten von Gruppen trägt, deren eine selektiv mit dem Sand und deren andere selektiv mit dem Diolefinpolymer reagiert. Das Bindemittel kann dabei ein äthylenisch ungesättigtes Silan oder ein Methycrylat-Chromchloridkomplex vom Werner-Typ darstellen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann beispielsweise das Bindemittel Vinylchlorsilan und die copolymerisierbare Verbindung Vinyltoluol sein.
  • Unter dem Ausdruck »Seitenvinylgruppen« sind im Rahmen der Erfindung Polymere zu verstehen, deren Butadienanteil Vinylgruppen in der Seitenkette enthält, also etwa die folgende Struktur aufweist: Für die Herstellung des Polymers benutzt man vorzugsweise Butadien-(1,3), kann aber auch andere 1,3-Diene, wie Isopren, 2,3-Dimethylbutadien-(1,3), Piperylen oder 2-Methylpentadien-(1,3), verwenden.
  • Man kann diese Diene homopolymerisieren, copolymerisiert sie aber vorzugsweise mit Styrolverbindungen, wie Styrol, p- oder m-Methylstyrol, Dimethylstyrol oderÄthylstyrol. Das Butadien-(1,3)-Styrol-Mischungsverhältnis liegt im allgemeinen zwischen 60: 40 und 90: 10 und am liebsten zwischen 75: 25 und 85: 15, wobei ölige Copolymerisate entstehen. Als Polymerisationskatalysator verwendet man Alkalimetall oder Alkalimetallalkyle usw.
  • Da die Copolymere noch in ihren Seitenvinylgruppen reaktionsfähig sind, können sie weiterhin mit monomeren Vinylverbindungen zu wärmegehärteten Harzen vernetzt werden. Hierfür bevorzugt man aromatische Mono-ene, wie p-, o-, oder m-Vinyltoluol, Styrol, Äthylstyrol, kann aber auch mit anderen Mono-enen, wie Acrylnitril, a-Methacrylnitril, x-Chloracrylnitril, Niedrigalkylacrylaten oder -methacrylaten, Vinylacetat, Vinylmethylketon, Zimtaldehyd usw., arbeiten. Auf das Gewicht des noch reaktionsfähigen Copolymers bezogen kann man bis zu 80 °/o, z. B. 10 bis 65 °/o Mono-en zufügen. Mit einem handelsüblichen (natriumpolymerisierten) Copolymer aus 80 °/a Butadien-1,3 und 20 °/o Styrol, bei dem etwa die Hälfte der Doppelbindungen in Form von Seitenvinylgruppen vorliegt und Vinyltoluol als Mono-en, erhält man beispielsweise Produkte mit folgender Viskosität:
    Copolymerisat,
    Gewichtsprozent .. 100 80 70 60 50
    Vinyltoluol,
    Gewichtsprozent .. 0 20 30 40 50
    Viskosität, P/25°C .. 4000,0 42,0 9,3 3,0 1,0
    Weitere Verbesserungen erzielt man dadurch, daß dem Copolymer-Mono-en-Gemisch auch noch wenig, z. B. 1 bis 10 Gewichtsprozent einer Polyenverbindung etwa aus den breiten Gruppen vom Typ der Äthylendiacrylsäureester, der Allylester oder -äther oder der Divinylbenzole zusetzt.
  • Die Vernetzung wird vorzugsweise mit Hilfe der üblichen Freiradikalbildungskatalysatoren, wie Peroxyverbindungen, durchgeführt.
  • Wie bereits erwähnt, besteht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darin, den Verband zwischen Sand und Harz in der Überzugsschicht durch ein Bindemittel zu verstärken, das mindestens eine selektiv mit den Sandteilchen reagierende und mindestens eine selektiv mit dem Harz reagierende Gruppe aufweist. Dadurch wird ein Fortschrumpfen des Harzes in der Schichtoberfläche vermieden und eine ununterbrochene, glatte Oberfläche erzielt. Derart geeignete Bindemittel sind vor allem die Silane und Siloxane, die mindestens eine en-Gruppe und mindestens eine weitere Gruppe aufweisen, welche mit dem Sand oder den auf seiner Oberfläche befindlichen Hydroxylgruppen reagiert, und der allgemeinen Formel R,SiXt4_x> entsprechen, in der mindestens ein R eine äthylenisch ungesättigte Gruppe, vorzugsweise eine Kohlenwasserstoff- oder Chlorkohlenwasserstoffgruppe, wie Vinyl, Allyl, Methallyl, Butadienyl, Isopropenyl, Chlorvinyl oder Chlorallyl, darstellt. Die übrigen R-Gruppen können die gleiche Bedeutung haben oder andere Kohlenwasserstoff oder Halogenkohlenwasserstoffgruppen einschließlich Alkyl oder Aryl, wie Methyl, Äthyl, Octadecyl, Phenyl, Tolyl, Xylenyl, Chlorphenyl, darstellen. X bedeutet eine mit dem Sand selbst oder mit seiner Oberflächenfeuchtigkeit reagierende Gruppe, also z. B. Oxyaryl-, wie Phenoxy-, Tolyloxy- oder Xylenyloxygruppe, Oxyalkyl-, wie Methoxy-, Äthoxy- oder Butoxygruppe, Amino- oder vorzugsweise ein Halogenatom, wie Chlor oder Brom. x bedeutet eine Ganzzahl von 1 bis 3. Geeignete Verbindungen dieser Art sind z. B. Allyltriäthoxysilan, Diallyldiäthoxysilan, Triallyläthoxysilan, Methallyltrichlorsilan, Trichlorallylchlorsilan, Allylphenyldichlorsilan, Allyläthyldichlorsilan, Allylmethyldiäthoxysilan, Diallylmethyläthoxysilan, Allyltrichlorsilan, Dimethallyldiäthoxysilan, Vinyltrichlorsilan, Divinyldichlorsilan, Trivinylmonochlorsilan, Methylvinyldichlorsilan und als Handelsprodukt insbesondere Vinyltriäthoxysilan. Zwecks Erzielung bester Ergebnisse gibt man diese Silanverbindungen nicht dem Harz zu, sondern behandelt den Sand damit vor. Es ist aber auch möglich, die Silanverbindungen als Monomerkomponente bei der Herstellung des Diolefincopolymerharzes zu verwenden.
  • Im allgemeinen wendet man - auf Sandgewicht bezogen - 0,1 bis 2 und vorzugsweise 0,25 bis 10j, Silanverbindung an, wobei ein Mehrverbrauch zwar nicht nachteilig, aber unwirtschaftlich ist. Die Sandbehandlung erfolgt mit der Silanverbindung in Dampf-oder Flüssigkeitphase mit oder ohne Zusatz von neutralen Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, wie z. B. Benzol oder Toluol. Erfahrungsgemäß ist es vorteilhaft, die Sandfeuchtigkeit auf etwa 0,3 % des Sandgewichts oder etwa 17 bis 300 °/o und am besten 33 °/o des Silanverbindungsgewichts einzustellen.
  • Die Doppelreaktion der Sfanverbindung dürfte darin bestehen, daß sich infolge Hydrolyse durch die Sandfeuchtigkeit das Siliziumatom über eine Sauerstoffbrücke an den Sand bindet und die dabei intakt bleibenden en-Gruppen, z. B. Vinyl- oder Allyl-, mit dem Diolefinpolymerharz reagieren, so daß dadurch eine feste Sand-Harz-Bindung entsteht.
  • Als Sand-Harz-Bindemittel eignen sich fernerhin handelsübliche Methacrylchromchloridverbindungen vom Werner-Typ (R ö m p p, Chemielexikon, 6. Auflage, Spalte 7012), die in etwa 0,1- bis 5°/jger Lösung in Wasser oder Isopropanol direkt auf den Sand aufgebracht werden und auf ihm nach Luft- oder Offenaustrocknung in einer Menge von etwa 0,1 bis 2 °/o des Sandgewichts haftenbleiben.
  • Zweck Förderung der vorerwähnten Silan-Sand-Reaktion erhitzt man den silanbehandelten Sand zunächst auf 71 bis 149°C und vorzugsweise 88 bis 104°C. Bei Verwendung eines Halogensilans muß man dabei erfahrungsgemäß dafür sorgen, daß alles Halogen als solches oder als Halogenwasserstoff ausgetrieben wird, um die Entstehung von Haarrissen bei der anschließenden Silanvernetzung der Harzkomponente auszuschalten. Um Lufteinschlüsse zu vermeiden, setzt man dem Harz-Sand-Gemisch vorzugsweise ein handelsübliches Schaumverhütungsmittel z. B. ein Dimethylpolysiloxan, in geringer, z. B. 0,2 bis 0,5°/o betragender Menge zu.
  • Dem als mineralisches Füllmittel verwendeten Sand oder Gesteinsstaub aus Kieselerde gibt man vorzugsweise verschiedene Korngrößen, wobei sich Gemische aus einerseits 0,42 bis 0,21 mm und andererseits 0,21 bis 0,074 bzw. 0,105 mm feinem Korn im Mengenverhältnis 80 zu 20 oder am besten 65 zu 35 als vorteilhaft erwiesen haben.
  • Vorzugweise setzt man dem Harz-Sand-Gewicht in geringer Menge, z. B. auf Harzgewicht bezogen 0,1 bis 2°/o einer Kation-Austausch-Bleicherde zu, wie sie z. B. in der USA: Patentschrift 2531427 beschrieben ist. Sie enthalten vorzugsweise eine Oniumbase und stellen Handelsware dar. Bevorzugte Vertreter dieser Stoffe sind z. B. der Dimethyl-dioctadecyl-ammonium-montmorillonit (R ö m p p , a. a. O., Spalte 623/624) und ein ähnliches quaternäres Ammoniumderivat des Magnesiumbentonits, die in Kornfeinheiten von 0,05 bis 1,0 #t benutzt werden.
  • Falls erwünscht, kann man übliche Flammschutzmittel, wie Antimontrioxyd, Chlorparaffin, Trikresylphosphat od. dgl., oder Farbpigmente, wie Titandioxyd, Ruß, Farbkeramik od. dgl., zusetzen.
  • Beispiel l Man stellt zunächst ein Grundgemisch A her, aus viskosem 80: 20 Butadien-
    Styrolcopolymer . . . . . . . . . 60 Gewichtsprozent
    Äthylendimethacrylat ....... 4 Gewichtsprozent
    p-Vinyltoluol (Monomerkom-
    ponente und gleichzeitigVer-
    dünnungsmittel) . . . . . . . . . 36 Gewichtsprozent
    Hieraus stellt man ein Vorgemisch B her aus zunächst
    Grundgemisch A . . . . . . . . . . . 113 kg
    Antimontrioxyd . . . . . . . . . . . 11 kg
    Titandioxyd ............... 21 kg
    Chlorparaffin (70 °/a Cl) ..... 21 kg
    Asbestpulver
    (0,044 mm Korngröße) ... 41 kg
    p-Vinyltoluol . . . . . . . . . . . . . . 4,5 kg
    und nachträglich
    Grundgemisch A . . . . . . . . . . . 223 kg
    p-Vinyltoluol . . . . . . . . . . . . . . 27 kg
    und mit diesem Vorgemisch B bereitet man weiterhin den endgültigen Überzugsschlicker C aus
    Vorgemisch B . . . . . . . . . . . . . 11 kg
    p-Vinyltoluol . . . . . . . . . . . . . . 7 kg
    Dimethyl-dioctadecyl-
    montmorillonit . . . . . . . . . . 0,142 kg
    Dicumylperoxyd . . . . . . . . . . . 0,369 kg
    Dimethylpolysiloxan ....... 0,028 kg
    Sand (0,42 mm Korngröße) .. 66 kg
    Sand (0,177 bis 0,125 mm
    Korngröße) ............. 22 kg
    Man bringt dieses Vorgemisch in eine Flachschale 2 gemäß F i g. 1 in solcher Menge ein, daß sich nach Aufsetzen eines Schlackeblocks 6 eine Schichtlage 4 bildet. Das Ganze wird anschließend 27 Minuten lang in der 221° C heißen Luft eines Infrarotgasofens ausgehärtet.
  • Der Fertigstein hat das in F i g. 2 dargestellte Aussehenundweisteinen hochglänzenden Überzug auf. Beispiel 2 Beispiel 1 wird unter Benutzung von Sand wiederholt, der zunächst durch Wasserzugabe auf 0,10/0 Feuchtigkeit eingestellt, und danach mit 0,25 °/o Vinylchlorsilan 30 Minuten lang bei 88°C durchmischt wird. Der so erhaltene Fertigstein besitzt verbesserte Verfärbungsbeständigkeit.
  • Beispiel 3 Beispie12 wird mit der Abwandlung wiederholt, daß als siliziumhaltiges Bindemittel ein Gemisch aus Vinylsilikonchloriden benutzt wird, bei dem eine bis drei Silikonvalenzen durch Vinylgruppen und die übrigen durch Chlor abgesättigt sind. Der so erhaltene Fertigstein ähnelt eigenschaftsmäßig dem von Beispie12. Beispiel 4 Beispiel 2 wird erneut mit der Abwandlung wiederholt, daß der Sand 30 Minuten lang mit einer 5°/oigen Lösung eines handelsüblichen Vinyltrioxysilans durchmischt, vom Flüssigkeitsüberschuß befreit und schließlich luftgetrocknet wurde, wodurch er bis zu 0,5 Gewichtsprozent Silan aufnimmt.
  • Beispiel s Beispie12 wird nochmals wiederholt, wobei der Sand mit der früher erwähnten Methacrylchromchloridverbindung als Bindemittel vorbehandelt wird, von der er bis zu 1 Gewichtsprozent aufnimmt.
  • Beispiel 6 Man stellt nach dem Verfahren gemäß Beispiel l einen Überzugsschlicker D aus
    Vorgemisch B . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 kg
    p-Vinyltoluol..................... 7 kg
    Dimethyl-dioctadecylammonium-
    montmorillonit . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,142 kg
    Dimethylpolysiloxan . . . . . . . . . . . . . . 0,028 kg
    Dicumylperoxyd . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,369 kg
    Di-tert: butylperoxyd . . . . . . . . . . . . . . 0,369 kg
    Sand (0,42 mm Korngröße) . . . . . . . . 68 kg
    Sand (0,177 bis 0,125 mm Korngröße) 19 kg
    her, wobei man den Sand mit Vinyltrichlorsilan vorbehandelt. Ein mit Hilfe der Form gemäß F i g. 2 mit dem Schlicker überschichteter Schlackeblock besitzt nach 27 Minuten langer Heißluftbehandlung bei 221'C eine Überzugsschicht mit ähnlichen Eigenschaften wie der Fertigstein gemäß Beispiel 2.
  • Beispiel ?
    Ein Überzugsschlicker E aus
    ölviskosem Butadien-Styrolcopolymer 710 g
    p-Vinylchlorid .................... 510 g
    p-Divinylbenzol . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 g
    Di-tert. butylperoxyd . . . . . . . . . . . . . . 22 g
    Dicumylperoxyd . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 g
    tert. Butylperbenzoat . . . . . . . . . . . . . . 22 g
    Dimethyl-dioctadecylammonium-
    montmorillonit . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 g
    Sand (0,42 mm Korngröße) . . . . . . . . 3600 g
    Sand (0,177 bis 0,125 mm Korngröße) 1200 g
    wird mittels der Form gemäß F i g. 2 an einen Ziegelstein herangebracht und 30 Minuten lang im Ofen bei 191°C ausgehärtet. Der Fertigstein besitzt einen dekorativen, ungeschrumpften Glanzüberzug.
  • Beispiel 8 Der Schlicker E gemäß Beispiel 7 wird auf einem Schaumglasblock aufgebracht und liefert einen Leichtbaustein mit den vorstehend aufgeführten Eigenschaften. Ein entsprechender Überzug auf Polyesterbasis schrumpft bei der Aushärtung und führt dadurch zu einer Verformung der Glasmasse.
  • Beispiel 9 Beispiel 7 wird mit der Abwandlung wiederholt, daß p-Vinylchlorid und p-Divinylbenzol fortgelassen und der Anteil an Butadien-Styrol-Copolymer auf 1200 g erhöht wurde. Der mit diesem modifizierten Überzugsschlicker behaftete Ziegelstein wird 30 Minuten lang bei 221°C ausgehärtet.
  • Beispiel 10 Beispiel 6 wird mit der Abwandlung wiederholt, daß p-Vinylchlorid fortgelassen und der Anteil an Divinylbenzol auf 525 g erhöht wird. Der mit diesem Überzugsansatz beschichtete Fertigstein zeigt gute Eigenschaften.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Baustein mit einer aus feinteiligem mineralischem Füllstoff und Kunstharz bestehenden Stirnffächenschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächenschicht aus einem Gemisch besteht, das aus einem Reaktionsprodukt eines versetzten Homopolymers eines 1,3-Diolefins mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, dessen Doppelbindungen zu mindestens 3011/11 in Form von seitenkettigen Vinylgruppen vorliegen, oder eines Copolymers dieser Diolefine mit bis zu 5011/11 unsubstituiertem oder am Ring durch Niedrigalkyl substituiertem Styrol und - auf Gesamtgemischgewicht bezogen - zu 50 bis 95111o aus einem gekörnten mineralischen Füllmaterial besteht. z. Baustein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymer ein Copolymer aus 75 bis 8511/11 Butadien mit 25 bis 1511/11 Styrol vorliegt. 3. Baustein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu seiner Herstellung verwendete copolymerisierbare Verbindung ein vinylsubstituierter Benzolkohlenwasserstoff ist. 4. Baustein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei seiner Herstellung der Sand und das vernetzte Polymer durch ein Bindemittel miteinander verknüpft wurden, wobei das Bindemittel mindestens zwei reaktionsfähige Arten von Gruppen trägt, deren eine selektiv mit dem Sand und deren andere selektiv mit dem Diolefinpolymer reagiert. 5. Baustein nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein äthylenisch ungesättigtes Silan darstellt. 6. Baustein nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein Werner-Typ eines Methacrylat-Chrom-Chlorid-Komplexes darstellt. 7. Baustein nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel Vinyltrichlorsilan und die copolymerisierbare Verbindung Vinyltoluol ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1091932; deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1727 570, 1802 154.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1727570U (de) * 1955-01-14 1956-08-02 Franz Kaiser Werkstein mit vorsatzschicht.
DE1802154U (de) * 1959-08-01 1959-12-10 Schering Ag Verbundbauplatte.
DE1091932B (de) * 1956-06-25 1960-10-27 Burns & Russell Co Baustein mit einer aus feinteiligem mineralischem Fuellstoff und Kunstharz bestehenden Stirnflaechenschicht und Verfahren zu seiner Herstellung

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