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Schaltungsanordnung zur automatischen Prüfung von Impulsen Die Erfindung
betrifft eine Schaltungsanordnung zur automatischen Prüfung von Impulsen,- insbesondere
von Zählimpulsen in Fernsprechvermittlungsanlagen.
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In Femsprechvermittlungsanlagen werden die Zählimpulse zur automatischen
Erfassung der Gebühren von Zählimpulsgebern erzeugt. Um eine richtige Zählung zu
sichern, müssen bestimmte Grenzforderungen an. die zum Teil verzerrten Zählimpulse
gestellt werden. Die Einhaltung dieser Grenzforderungen wurde bislang nur gelegentlich
manuell überprüft.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Gerät zu schaffen, mit dem die
gestellten Grenzforderungen laufend überwacht werden können und mit dessen Hilfe
die Prüfungsergebnisse automatisch registriert werden können. Insbesondere ist es
bei dieser Aufgabenstellung erforderlich, daß die Prüfergebnisse nicht zweideutig
(auch nicht kurzzeitig) angezeigt werden.
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Mit dem Prüfgerät soll die Impulsdauer und die Wirkung eines im Zählimpulsgeber
eingebauten Abflachkondensators durch Messung der Rückflankensteilheit beurteilt
werden. Im einzelnen soll mit den Aussagen »gut« oder »zu lang« und »Rückflanke
nicht zu steil« angezeigt werden, ob der Impuls eine Mindestdauer erreicht, ob er
zu lang ist und ob die Rückflanke durch den Abflachkondensator genügend abgeflacht
ist. Beim Erreichen, der Mindestdauer soll die Aussage »gut« jedoch nicht angezeigt
werden, wenn sich herausstellt, daß der Impuls zu lang ist.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung löst die gestellten Aufgaben
dadurch, daß der Prüfein-Z, Crang zur Ermittlung der Impulsdauer über einen Impulsformer
und ein erstes Zeitglied, dessen Verzögerungder zulässigen Mindestimpulsdauer entspricht,
mit einem bei Impulsende zur Ableitung der Aussage »gut« dienenden ersten Speicher
verbunden ist und über ein zweites Zeitglied, dessen Verzögerung der maximal zulässigen
Impulsdauer entspricht, mit einem anderen, zur Ableitung, der Aussage »zu lang«
dienenden Speicher verbunden ist, und daß der Ausgang des anderen Speichers mit
einem Rückstelleingang des ersten Speichers verbunden ist, um bei zu langen Impulsen
die Aussage »gut« zu sperren. Mit Hilfe dieser Schaltung ist bereits gesichert,
daß beim Anzeigen eines zu langen Impulses nicht gleichzeitig die Aussage »gut«
gemacht wird. Die kurzzeitige Aussage »gut« bei einem zu langen Impuls wird nach
Ablauf der zulässigen Mindestdauer und vor Ablauf der maximal zulässigen Dauer dadurch
verhindert, daß mit Hilfe einer UND-Schaltung die Aussage »gut« vom Ende des zu
prüfenden Impulses abhängig gemacht ist. In Weiterb ' ildung der Erfindung
ist vorgesehen, daß zur-Prüfung der Rückflankensteilheit vom Prüfeingang ein paralleler
Weg über einen Trigger, einen Inverter und eine UND-Schaltung zu einem zur Ableitung
der Aussage »Rückflanke nicht zu steil« dienenden dritten Speicher führt, und daß
diese UND-Schaltung mit einem dritten Zeitglied verbunden ist, dessen Verzögerung
der Mindestdauer des von dem Trigger abgemessenen Spannungsabfalls entspricht und
daß der dritte Speicher vor Beginn der Impulsrückflanke durch eine Verbindung vom
Impulsformer gegen eine Umschaltung durch Störimpulse gesichert ist. Auf diese Art
wird erreicht, daß die Aussage »Rückflanke nicht zu steil« dann und nur dann angezeigt
wird, wenn der durch den Trigger abgemessene Spannungsabfall nach Beginn der Impulsrückflanke
länger als die durch die Rückstellverzögerung des dritten Zeitgliedes abgemessene
Zeitspanne dauert.
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. Das Prüfgerät soll in Abhängigkeit von einer äußeren Markierung
eingeschaltet werden, hierzu dienen die Markiereingänge. Die Zählimpulsgeber speisen
die Zweidralit- oder Vierdrahtleitungen, die jeweils verschiedene komplexe Eingangswiderstände
haben. Um das Prüfgerät immer verwenden zu können, ist vorgesehen, daß bei Benutzung
des einen Markiereinganges die Rückstellverzögerung des dritten Zeitgliedes auf
einen anderen, vorzugsweise kleineren Wert umgeschaltet wird.
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Die Erfindung soll im folgenden in Zusammenhang mit der Zeichnung
weiter erläutert werden, in der das Blockschaltbild der Schaltungsanordnung zum
Prüfen von Impulsen dargestellt ist.
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Der Eingang 1 für die zu prüfenden Impulse ist über einen Impulsformer
2 mit zwei Zeitgliedern 4 und 7 und über einen Inverter 3 mit einem
weiteren
Zeitglied 14 verbunden. Die Ausgänge der Zeitglieder4 und
7 sind je mit einem Eingang eines Speichers 5 bzw.
8 verbunden. Die Markiereingänge 10, 11 sind über eine ODER-Schaltung
9 mit je
einem Rückstelleingang der Speicher 5 und
8 und mit einem Rückstelleingang eines weiteren Speichers 16
verbunden.
Außerdem ist der Ausgang des Speichers 5 gekoppelt. Der Ausgang des Speichers
5 fährt über den einen Eingang einer UND-Schaltung 6 zum Relais
A, der andere Eingang der UND-Schaltung 6
ist mit dem Ausgang des Inverters
3 verbunden. Der Ausgang des Speichers 8 führt zum Relais B.
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Vom Eingang 1 fährt ein paralleler Weg über einen Trigger 12,
einen Inverter 13 und den einen Eingang einer weiteren UND-Schaltung
15 zum Eingang des erwähnten Speichers 16. Der andere Eingang der
UND-Schaltung 15 ist mit dem Ausgang des genannten Zeitgliedes 14 verbunden.
Die Verzögerungszeit des Zeitgliedes 14 kann über eine Verbindung vom Markiereingang
11 umgeschaltet werden. Ein zweiter Rückstelleingang des Speichers
16 ist direkt mit dem Ausgang des Impulsformers 2 gekoppelt. Der Ausgang
des Speichers 16 fährt zum Relais C. Die Kontakte a,
b, c der Relais A, B und C
dienen als Ausgabemittel
für die Präfergebnisse.
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Mit Hilfe der Prüfschaltung soll ermittelt und angezeigt werden, ob
die Eingangsimpulse eine Mindestdauer überschreiten, aber eine Maximaldauer nicht
überschreiten, ob die Eingangsimpulse eine Maximaldauer überschreiten, und ob die
Rückflanke der Eingangsimpulse eine maximale Steilheit nicht überschreitet.
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Die dem Eingang 1 zugeführten Impulse können z. B. negative
Zählimpulse mit flachen Flanken sein. Der Impulsformer 2 bildet daraus invertierte
Rechteckünpulse. Liegen am Eingang 0 Volt, dann ist der Ausgang des Impulsformers
2 negativ, liegt am Eingang eine beliebige negative Spannung, dann liegt der Ausgang
des Impulsformers 2 auf 0 Volt. Die invertierten Rechteckimpulse gelangen
zum Ausgang des Impulsformers 2 auf die Eingänge der Zeitglieder 4 und
7 und auf den zweiten Rückstelleingang des Speichers 16. Das Zeitglied
4 hat eine Einschaltverzögerung, die der zu überprüfenden Mindestdauer der Impulse
entspricht, das Zeitglied 7 hat eine Einschaltverzögerung, die der zu überprüfenden
Maximaldauer der Impulse entspricht. übersteigt die Impulsdauer am Ausgang des Impulsformers
2 eine Zeit von z. B. 95 ms, dann erscheint der Impuls am Ausgang des Zeitgliedes
4 und damit auch am Eingang und Ausgang des Speichers 5, übersteigt die Impulsdauer
eine Zeit von z. B. 145 ms, dann erscheint der Impuls auch am Ausgang des Zeitgliedes
7 und am Eingang und Ausgang des Speichers 8. Durch Markieren eines
der Eingänge 10 oder 11 werden die Speicher 5, 8 und
16 über die ODER-Schaltung 9
vorbereitend freigeschaltet. Im Fall der
fehlenden Markierung sind alle Speicher gesperrt. Bei markiertem Ausgang des Speichers
8 ist ferner der Speicher 5
gesperrt.
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Nach Ablauf der Mindestünpulsdauer von z. B. 95 ms wird der
Ausgang des Speichers 5 markiert (z. B. 0 Volt), endet jetzt der zu
prüfende Impuls am Eingang 1 und damit auch nach doppelter Invertierung am
Ausgang des Invertes 3, so sind beide Eingangsbedingungen (z. B.
0 Volt) der UND-Schaltung 6 erfüllt, das Relais A zieht an
und schließt den Kontakt a. Nach Ablauf der Maximaldauer von z. B. 145 ms wird der
Eingang und der Ausgang des Speichers 8
markiert (z. B. 0 Volt), das
Relais B zieht an und schließt den Kontakt b. Gleichzeitig wird über die
Verbindung vom Ausgang des Speichers 8 zum zweiten Rückstelleingang des Speichers
5 der Speicher 5
wieder gesperrt, sein Ausgang ist wieder unmarkiert
(z. B. - 12 Volt). Endet jetzt der negative Impuls am Eingang 1 und
damit auch am Ausgang des Inverters 3, so ist nur die eine Eingangsbedingung
(z. B. 0 Volt) der UND-Schaltung 6 erfüllt, das Relais A zieht
nicht an.
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Zur Prüfung der Rückflankensteilheit wird der Eingangsimpuls auf einen
Trigger 12 gegeben, dessen Ausgang nicht markiert ist, wenn der als Beispiel gewählte
negative Zählimpuls an der Vorderflank,-z. B. 4 Volt überschreitet, und dessen Ausgang
markiert ist, wenn der Zählimpuls an der Rückflanke z. B. 2 Volt unterschreitet.
Der Ausgang des nachfolgenden Inverters 13 ist markiert (z. B.
0 Volt)2 solange der zu prüfende Impuls an der Rückflanke einen bestimmten
Wert, z. B. 2 Volt, nicht unterschreitet. Diese Markierung wird auf einen Eingang
der UND-Schaltung 15 gegeben, während der andere Eingang dieser UND-Schaltung
15 mit dem Ausgang des Zeitgliedes 14 verbunden ist. Das Zeitglied 14 verzögert
den positiven Spannungssprung, der am Ausgang des Inverters 3 erscheinenden
Rechteckimpulse. Diese Verzögerung des Zeitgliedes 14 soll z. B. 11 ms betragen,
sie ist bei einer Ansteuerung über den Markiereingang 11 auf einen anderen
(z. B. kleineren) Wert umschaltbar.
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Der Ausgang der UND-Schaltung 15 ist also im Beispiel nur dann
markiert (z. B. 0 Volt), wenn 11 ms seit Beginn der Rückflanke des
zu prüfenden Impulses vergangen sind, und wenn die Rückflanke den Wert von 2 Volt
noch nicht unterschritten hat. Diese Bedingungen entsprechen dem zu überprüfenden
Kriterium, daß die Rückflanke des Impulses eine bestimmte Steilheit nicht überschreitet.
Die Ausgangsmarkierung der UND-Schaltung 15 wird auf den Eingang und somit
auch Ausgang des Speichers 16
übertragen, das Relais C zieht an und
schließt den Kontakt c. Während des Impulses ist der Speicher 16
-über seinen
zweiten Rückstelleingang durch das Ausgangspotential des Impulsformers 2 gesperrt,
um ihn gegen Störimpulse abzusichern.
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Mit Hilfe der beschriebenen Schaltung ist es möglich, Impulse gleichzeitig
auf ihre Dauer und Rückflankensteilheit zu überprüfen und das überschreiten einer
Mindestdauer (Relais A erregt), das überschreiten einer Maximaldauer (Relais
B erregt) und das Unterschreiten einer maximalen Rückflankenstellheit (Relais
C erregt) anzuzeigen, ohne daß beim überschreiten der Maximaldauer auch das
Überschreiten der Mindestdauer angezeigt wird.