DE1073449B - Zweistufiges Flüssigkeitsfilter - Google Patents

Zweistufiges Flüssigkeitsfilter

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DE1073449B
DE1073449B DENDAT1073449D DE1073449DB DE1073449B DE 1073449 B DE1073449 B DE 1073449B DE NDAT1073449 D DENDAT1073449 D DE NDAT1073449D DE 1073449D B DE1073449D B DE 1073449DB DE 1073449 B DE1073449 B DE 1073449B
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Augsburg Ernst Max Tischer
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    • B01D35/14Safety devices specially adapted for filtration; Devices for indicating clogging
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Description

  • Zweistufiges Flüssigkeitsfilter Die Erfindung betrifft ein zweistufiges Flüssigkeitsfilter, bei welchem einem aus mehreren übereinanderliegenden Kreisflächenfilterelementen bestehenden Filterstapel ein als Feinfilter wirkendes, aus einem schmalen, mit Spannung auf eine Filterkörpertrommel aufgewickelten Siebband bestehendes Siebspulenfilter nachgeschaltet ist und beide Filter konzentrisch in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Bei einem bekannten zweistufigen Flüssigkeitsfilter dieser Bauart, das für die verschiedensten Filterzwecke u. a. zum Filtern von Motorschmieröl benutzt wird, sind Spulenfilter und Kreisfiächenfilterelemente in einem Gehäuse axial hintereinander bzw. übereinander angeordnet. Die übereinanderliegende Anordnung dieser Vor- und Feinfilter, die nicht nur einen großen Materialaufwand für das Gehäuse, sondern auch eine große Bauhöhe bedingt, ist in vielen praktischen Fällen, insbesondere bei für Fahrzeugmotoren bestimmten Filtern untragbar. Bei dieser bekannten Bauart ist ferner die Spulenfilterfläche im Verhältnis zu den Kreisflä chenfilterelementen zu klein, so daß rasch eine Verstopfung des als Feinfilter wirkenden Spulenfilters eintritt, also dieses zweistufige Filter zwecks Reinigung öfters auseinandergenommen werden muß. Das bekannte zweistufige Filter hat ferner den Mangel, daß bei kalter Flüssigkeit, bzw. bei kaltem Öl, ein zu großer Druckabfall vorhanden ist, da die Filterflächen der Kreisflächenfilter und der Spulenfilter zu klein sind.
  • Es sind weiterhin andere zweistufige Filter bekannt, bei denen Vor- und Feinfilter konzentrisch ineinander angeordnet sind, wobei sich das Vorfilter außen und das Feinfilter innen befindet. Diese zylindrischen Filterelemente werden radial beaufschlagt, bzw. radial von außen nach innen in gleicher Richtung durchströmt. Bei diesen bekannten zweistufigen Filtern wurde bisher als Filtermaterial Filz, Papier, Watte, Gewebe, Asbest oder auch Filterstein verwendet. Es handelt sich also hier um Filterelemente, die nur eine kurze, bzw. einmalige Benutzung gestatten und daher häufig ersetzt werden müssen. Diese Filterelemente haben neben dem Nachteil, daß sie verhältnismäßig schnell verstopfen den weiteren Mangel, daß sich Filz-, Papier- oder Gewebefasern aus den Filtern loslösen und mit in die gefilterte Flüssigkeit gelangen. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Filter ist es, daß die Vorfilter außen und das Feinfilter innen angeordnet ist. Dadurch sind die Filterflächen beider Filter verhältnismäßig klein, besonders die des innenliegenden Feinfilters, so daß dieses Filter verhältnismäßig oft ausgewechselt werden muß, da eine Reinigung praktisch unmöglich ist.
  • Zur Beseitigung der vorerwähnten Mängel bei einem Filter der erstgenannten Bauart umschließt nach der Erfindung das Feinfilter in Abstand den Stapel der Krei sflächenfilterelemente und zwischen Feinfilter und Filterstapel ist eine zylindrische Trennwand derart angeordnet, daß die aus dem Filterstapel austretende vorgefilterte Flüssigkeit auf die Außenseite des Feinfilters geführt und das Filtrat zwischen dem Feinfilter und dem Filterstapel abgeleitet wird. Bei dieser neuen Bauart ergibt sich eine verhältnismäßig geringe Bauhöhe, d. h., daß bei einem verhältnismäßig kleinen und niedrigen Filtergehäuse eine maximal große Filterfläche untergebracht werden kann. Die Filterfläche des außenliegenden Feinfilters erstreckt sich nahezu über die ganze Höhe des Gehäuses. Sehr wesentlich hierbei ist, daß das Feinfilter außen liegt und nicht nur infolge seiner Gesamthöhe, sondern auch infolge seines großen Durchmessers im Verhältnis zu den innenliegenden Kreisflächenfiltern eine relativ große Filterfläche aufweist. Gegenüber den zylindrischen radial beaufschlagten bisher bekannten Filtern haben die Kreisflächenfilter in Form eines Filterstapels eine wesentlich größere Filterfläche. Es gelingt nun dank der erfindungsgemäßen Anordnung des außenliegenden Feinfilters, eine Feinfilterfläche zu schaffen, die etwa 60 bis 700/0 der Kreisfilterfläche beträgt. Damit wird erstmalig erreicht, daß die Verschmutzung des Vorfilter und des Feinfilters praktisch gleich groß ist, so daß eine wesentlich größere Betriebsdauer erreicht wird und das Filter verhältnismäßig selten zur Reinigung ausgebaut werden muß. Das Wesentliche der Erfindung ist auch die zwischen Filterstapel und Feinfilter eingesetzte zylindrische Zwischenwand. Durch diese Zwischenwand wird erreicht, daß die vorgefilterte, aus den Kreisflächenfiltern austretende Flüssigkeit auf die Außenseite des Feinfilters geführt wird. Diese Bauart ermöglicht es, bei einem zweistufigen Filter als Feinfilter die bekannten Siebspulenfilter zu verwenden, bei denen ein schmales Siebband mit mehreren Windungen und mit Spannung auf eine Filterkörpertrommel gewickelt ist. Diese Bauart håt auch den Vorteil, daß der Druckabfall bei kalter Flüssigkeit, bzw. kaltem Öl, wesentlich geringer ist als bei den bisher bekannten Filtern, da die Filterflächen sowohl des Vor- als auch des Feinfilters bei gleicher Bauhöhe gegenüber den bisher bekannten Filtern wesentlich vergrößert worden sind.
  • In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein zweistufiges Flüssigkeitsfilter, Fig. 2 die Aufsicht auf dieses Filter in kleinem Maßstab.
  • In der Zeichnung ist mit 1 ein zylindrisches Filtergehäuse und mit 2 dessen Deckel bezeichnet. Bei 3 ist ein Flansch angedeutet, der zur Befestigung des Gehäuses dient. 4 ist der Zuflußkanal für die zu filternde Flüssigkeit und 5 der Abflußkanal für die gefilterte Flüssigkeit. Nach der Zeichnung sind übereinanderliegende, auf einem Bolzen 6 aufgereihte Kreisflächenfilterelemente7 vorgesehen. Jedes Element weist zwei kreisförmige Filtersiebe 8 åuf und einen äußeren Ring9, mit dem die Elemente dicht aufeinanderliegen und, wie aus der Zeichnung ersichtlich, einen zylindrischen Stapel bilden. Dieser Stapel wird von einem Siebspulenfilter umschlossen, das bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus mehreren, übereinander angeordneten und durch Verschraubung od. dgl. dicht zusammengepreßten Spulenfiltern 30 besteht, deren Breite b wesentlich geringer ist als deren Durchmesser.
  • Mit 11 ist ein trommelförmiger Spulenkörper bezeichnet, der eine Mehrzahl von ringförmigen Durchflußöffnungen 12 aufweist. Auf diesen Spulenkörper ist mit größerer Spannung und in mehreren Lagen ein Siebband 13 gewickelt, so daß die Siebbandwindungen an allen Stellen mit gleichmäßiger Flächenpressung aufeinanderliegen und damit eine sehr feine Filterung erzieIt wird.
  • In der Zeichnung ist in dem zwischen Spulenfilter 30 und dem Filterstapel 9 vorhandenen ringförmigen Raum eine zylindrische Trennwand 14 angeordnet.
  • Diese ist vorgesehen, um die Filterräume abzutrennen und um die zu filternde Flüssigkeit in der durch Pfeile angedeuteten Richtung durch Vorfilter und Feinfilter zu führen.
  • Aus den Zeichnungen geht hervor, daß es bei der neuen Bauart möglich ist, eine verhältnismäßig große Spulenfilterfläche bei geringer Bauhöhe des gesamten Filters unterzubringen. Vorteilhaft beträgt die Bruttospulenfilterfläche etwa 60-70 e/o der Bruttokreisscheibenfilterfläche. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei dieser Bemessung im Vorfilter und im nachgeschalteten Feinfilter annähernd die gleiche Verschmutzung eintritt, also dann beide Filter gleiche Betriebszeit haben.
  • Bei der gezeigten Ausführung ist eine im Gehäuse 1 zentrisch eingesetzte, zweckmäßig zweiteilige Lagerbüchse 15 a, 15 b vorgesehen, durch welche die Flüssigkeit den Kreisflächenfiltern 7, 8 zuströmt und die drei übereinander angeordnete Flansche 16, 17 und 18 mit verschiedenem Durchmesser aufweist. Der obere, innere Flansch 16 dient zur Lagerung der parallel geschalteten Filterelemente7 bis 9, und der mittlere Flansch 17 zum Festschrauben der Zylindertrennwand 14, während der untere Flansch 18 zur Lagerung der Spulenfilter 30 dient, die mit einer auf den Zylinder 14 aufgeschraubten Mutter 19 zusammengepreßt werden.
  • Die zweiteilige Lagerbüchse besteht aus dem Hauptteil 15 cd mit dem unteren Flansch 18 und einem aufgeschraubten Lagerring 15 b, an welchem der obere Flansch 16 und der mittlere Flansch 17 vorgesehen sind. Dieser Lagerring 15 b besitzt eine Durchflußöftnung 20 für die vorgefilterte Flüssigkeit, und es ist ein auf dem Hauptteil 15 ci axial verschiebbarer und mit einer Schraubenfeder 21 von unten gegen den Lagerring 15b gedrückter Ventilring 22 vorgesehen, der mit dem Lagerring ein Spaltfilter bildet. Bei stärkerer Verschmutzung der Spulenfilter 30 steigt der Öldruck, so daß der Ventilring 22 etwas abgehoben wird bei 23 ein feiner Ringspalt entsteht, der als parallel geschaltetes Filter wirkt und der das nicht durch die Spulenfilter 30 gelangende Öl hindurchläßt. In gleicher Weise ist auch zwischen dem Kreisfilterstapel 9 und dem mit einer Schraubenfeder24 aufgepreßten Ventilteller 25 bei 26 ein Spaltfilter vorgesehen, das ebenfalls parallel geschaltet ist und bei einer zu starken Verschmutzung der Kreisflächenfilter 8 zur Wirkung kommt. Diese Bauart eines als Spaltfilter wirkenden Nebenstromventils ist an sich bekannt, doch mit seinen Vorteilen bei dem erfindungsgemäßen zweistufigen Filter anwendbar. Die auf dem Bolzen 6 aufgereihten Kreisflächenfilter 7 bis 9 werden mit einer auf den Bolzen aufschraubbaren Mutter 27 zusammengepreßt. Das über diese Mutter vorstehende Bolzenende weist einen Schlitz 28 od. dgl. zum Herausschrauben des Bolzens 6 auf. Die Lagerbüchse 15a besitzt eine auf dem Bolzen 6 verschiebbare Nabe 29, und es ist im Lagerbolzen unterhalb dieser Nahe einAnschlagstift31 od. dgl. vorgesehen. Nach dem Abnehmen des Gehäusedeckels 2 zusammen mit Ventilteller 25 und nach Lockern der Mutter 27 kann mit einem Schraubenzieher der Bolzen 6 aus dem Gehäuseteil 1 a herausgeschraubt werden.
  • Bei Hochheben des Lagerbolzens legt sich der Anschlagstift 31 gegen die Nabe 29, so daß damit das gesamte Filteraggregat 15 cd, 15 b, 7 bis 9 und 30 aus dem Gehäuse 1 herausgehoben werden kann.
  • PATENTANSPRßCHE: 1. Zweistufiges Flüssigkeitsfilter, bei welchem einem aus mehreren übereinanderliegenden Kreisflächenfilterelementen bestehenden Filterstap el ein als Feinfilter wirkendes, aus einem schmalen, mit Spannung auf eine Filterkörpertrommel aufgewickelten Siebband bestehendes Siebspulenfilter nachgeschaltet ist und beide Filter konzentrisch in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Feinfilter (30) in Abstand den Stapel der Kreisflächenfilterelemente (9) umschließt, und zwischen Feinfilter (30) und Filterstapel (9) eine zylindrische Trennwand (14) derart angeordnet ist, daß die aus dem Filterstapel (9) austretende vorgefilterte Flüssigkeit auf die Außenseite des Feinfilters (30) geführt und das Filtrat zwischen dem Feinfilter (30) und dem Filterstapel (9) abgeleitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Gehäuse zentrisch eingesetzte, zweckmäßig zweiteilige Lagerbüchse (15 cd, 15 b) vorgesehen ist, durch welche die Flüssigkeit den Kreisflächenfiltern (9) zuströmt, und die drei übereinander angeordnete Flansche mit verschiedenem Durchmesser aufweist, von denen der obere, innere Flansch (16) zur Auflage der Kreisflächenfilter, der mittlere Flansch (17) zum Festschrauben der zylindrischen Trennwand (14) und der untere, äußere Flansch (18) zur Lagerung der einzelnen Spulenfilter (10) dient, die mit einer auf die zylindrische Trennwand (14) aufgeschraubten Mutter (19) zusammengepreßt werden.
    3. Flüssigkeitsfilter nach den Ansprüchen 1 und 2, mit einem als Spaltfilter wirkenden, dem Vorfilter nachgeschalteten und stufenkolbenartig gestalteten Nebenschluß, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbüchse aus einem Hauptteil (15a) mit unterem Flansch (18) und einem oberen, aufgeschraubten Lagerring (15 b) mit mittlerem (17) und oberem Flansch (16) besteht, wobei dieser Lagerring eine Durchflußöffnung (20) für die vorgefilterte Flüssigkeit aufweist, und ein auf dem Hauptteil (15 ci) axial verschiebbarer, mit einer Schraubenfeder (21) von unten gegen den Lagerring gedrückter Ventil ring (22) vorgesehen ist, der mit dem Lagerring ein an sich bekanntes Spaltfilter (23) bildet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 946 980, 943 590, 615 244; schweizerische Patentschrift Nr. 157 647.
DENDAT1073449D Zweistufiges Flüssigkeitsfilter Pending DE1073449B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH157647A (de) * 1931-04-01 1932-10-15 Sche Fabrik G M B H Schumacher Filter.
DE615244C (de) * 1934-03-11 1935-07-01 Robert Bosch Akt Ges Fluessigkeitsfilter, insbesondere Brennstoffilter fuer Einspritzbrennkraftmaschinen
DE943590C (de) * 1952-03-04 1956-05-24 Ernst Max Tischer Fluessigkeitsfilter mit mehreren uebereinanderliegenden Siebfiltern
DE946980C (de) * 1952-08-01 1956-08-09 Ernst Max Tischer Fluessigkeitsfilter mit mehreren uebereinander angeordneten Siebflaechen

Patent Citations (4)

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