DE1067652B - Druck-Reduzierventil zur geraeusch- und vibrationsarmen Drosselung stroemender gasfoermiger Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von Dampf - Google Patents
Druck-Reduzierventil zur geraeusch- und vibrationsarmen Drosselung stroemender gasfoermiger Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von DampfInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung befaßt sich mit einem Druck-Reduzierventil zur geräusch- und vibrationsarmen Drosselung
strömender gasförmiger Medien, insbesondere zur Reduzierung von Dampf auch bei hohen Drücken,
Druckgefällen und Durchsätzen, z. B. bei einem Druck von 150 atü und höher in der Zuleitung, einem Druckverhältnis
von 6:1 und mehr und bei Durchsätzen von 180 t/h und darüber.
In den üblichen Drosselvorrichtungen wird der zu reduzierende Dampf beim Durchgang durch eine Verengung
mit nachfolgendem Expansionsraum entspannt. Bei diesem Reduziervorgang' entstehen Geräusche
und Vibrationen, die mit wachsendem Durchsatz und wachsendem Druckgefälle erheblich ansteigen
können und des öfteren nicht nur zu stärkster akustischer Belästigung, sondern auch zur Zerstörung
des Ventils, nachgeschalteter Einbauten und von Rohrleitungen geführt haben. Als Abhilfe wurde bei
hohem Druckgefälle eine Aufteilung in Stufen mit kritischem oder fast kritischem Druckgefälle vorgenommen.
Die Stufen werden teilweise durch andere Drosselvorrichtungen als Ventile, wie z. B. Lochzylinder,
Blenden, Siebe oder Lochplatten, die auch eine gleichrichtende Wirkung haben können, gebildet.
Weiterhin wurde versucht, durch Doppelsitzventile mit gegeneinander gerichteten Dampfstrahlen eine
Verminderung der Geräusche und Vibrationen zu erreichen.
Die Verwendung von Siebplatten ist in Verbindung mit Sicherheitsventilen an sich bereits bekannt. Bei
einem mit Gegendruckkammer und Hilfsventil versehenen bekannten Sicherheitsventil befinden sich im
Ausflußrohr in Hintereinanderschaltung drei Drosselplatten, welche mit Bohrungen versehen sind und
somit Siebplatten darstellen. Diese Siebplatten sollen hierbei vornehmlich als Drosselvorrichtung der
Druckentspannung dienen. Es besteht hierbei nicht die Absicht, diese Drosselplatten zur Geräuschminderung
heranzuziehen. Dies wäre auch schon aus dem Grunde nicht möglich, weil dabei der Plattenabstand
im Verhältnis zur Weite der Durchbrechungen so groß ist, daß sich Freistrahlen ausbilden können.
Jedoch sind dort die Durchtrittsöffnungen in den einzelnen Platten versetzt zueinander vorgesehen.
Es ist weiterhin eine Anordnung bekanntgeworden, +5 die sich auf den Auspuff eines Verbrennungsmotors
bezieht. Hierbei soll eine Geräuschdämpfung bewirkt werden, und zwar erfolgt die Schallabsorption mit
Hilfe von schallschluckenden Materialien, wie Watte, Filz, Glaswolle usw., die zur Erhaltung der Formbeständigkeit
von durchlöcherten Metallhülsen, z. B. in Kugejform, umgeben sind. Der Druckabfall beim
Durchströmen soll dabei naturgemäß wegen des damit verbundenen Leistungsverlustes möglichst gering ge-Druck-Reduzierventil
zur geräusch-
und vibrationsarmen Drosselung
strömender gasförmiger Medien,
und vibrationsarmen Drosselung
strömender gasförmiger Medien,
insbesondere zur Druckreduzierung
von Dampf
von Dampf
Anmelder:
Siemens-Sctiuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Siemens-Sctiuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Eberhard Koppe
und Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Ernst-August Müller,
Göttingen,
sind als Erfinder genannt worden
und Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Ernst-August Müller,
Göttingen,
sind als Erfinder genannt worden
halten werden. Somit soll eine Drosselwirkung möglichst vermieden werden.
Es ist weiterhin eine Einrichtung zur Dämpfung von Geräuschen in Druckleitungen bekanntgeworden.
Es handelt sich dabei um eine Bauform, bei der dem Verschlußstück ein von Sieben begrenztes Rohrstück
vorgeschaltet ist, welches lose Masseteilchen aus festem Werkstoff enthält. Solche Masseteilchen
können als Glasperlen ausgebildet sein oder auch aus Schrot oder facettierten Körperchen bestehen. Einrichtungen
zur Dämpfung der Turbulenz in der ankommenden Strömung oder auch zum Herausnehmen
von Drallbewegungen im Zwischenstrom, also zum Beruhigen der Strömung, werden auch bei Reduzierventilen
häufig angewendet. Wie weit sie dabei zu einer Dämpfung der Schallschwingungen beitragen,
ist bei der Betrachtung der vorliegenden Erfindung insofern uninteressant, als hierbei von einer der Absperrstelle
nachgeschalteten Reduziereinrichtung ausgegangen wird, bei der die Turbulenz in der Reduziereinrichtung
nicht gedämpft, sondern gerade zur Druckreduzierung herangezogen werden soll.
Schließlich ist noch eine Vorrichtung zum Dämpfen von Stößen strömender Gase oder Flüssigkeiten durch
in die Druckmittelleitung eingeschaltete querliegende Leitflächen bekanntgeworden, die das strömende
Mittel radial ausbreiten. Eine solche Vorrichtung soll
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dem Schutz von Rohrleitungen, Manometern usw. vor plötzlichen Druckstößen dienen. Dies wird bei der bekannten
Vorrichtung dadurch erreicht, daß die steile Vorderfront eines solchen Druckstoßes im Druckmittel
abgebaut wird. Die einander gegenüberliegenden Leitflächen sind dabei mit ineinandergreifenden,
quer zur radialen Strömungsrichtung liegenden Wellungen versehen, die die Reibung des strömenden
Mittels an den Leitflächen erhöhen und den Strömungsweg zwischen den Leitflächen verlängern. Eine
Drosselung ist dabei nicht erwünscht und soll sogar weitgehend vermieden werden.
Im Gegensatz zu einem Teil der genannten bekannten Anordnungen, bei denen bereits vorhandener
Schall durch Absorption herabgesetzt werden soll, kommt es bei der Erfindung darauf an, bei der Druckreduzierung
von gasförmigen Medien das Entstehen von Schall überhaupt zu verhindern. Den geschilderten
bekannten Ausführungsformen von Drosselvorrichtungen ist weiterhin gemeinsam, daß Freistrahlen
hoher Geschwindigkeiten auftreten, deren kinetische Energie durch Freistrahlvermischung in Wärme übergeführt
wird. Die durch den ungeregelten Zerfall des Freistrahls und den Vermischungsvorgang erzeugten
Druckschwankungen sind die Hauptquelle der Ge- a5 räusche und Vibrationen.
Weitere starke Geräusch- und Vibrationsquellen treten bei ungünstigem Aufprall der Freistrahlen auf
die Wände des Ventilgehäuses oder auf ungünstig angebrachte Einbauten auf.
Eine schließlich noch zu nennende, Beachtung verdienende Störquelle stellen Hohlräume auf der Niederdruckseite
des Ventilgehäuses dar. die durch die obenerwähnten Einbauten geschaffen werden. In diesen
Hohlräumen können sich bei ungünstigen Abmessungen Hohlraumschwingungen ausbilden. Befindet sich
in der Apparatur ein schwingfähiger Teil mit einer Eigenfrequenz, die in der Nähe einer solchen Hohlraumschwingung
liegt, so kann die Apparatur sehr schnell zerstört werden.
Der Erfindung liegen Überlegungen zugrunde, daß das Auftreten von Druckschwankungen, die beim ungeregelten
Zerfall von Freistrahlen und beim Vermischungsvorgang erzeugt werden, und die Geräusche
und Vibrationen hervorrufen, zunächst vermieden werden muß. Die Freistrahlvermischung darf also
zur Entspannung des Dampfes nicht mehr herangezogen werden, sondern das strömende Medium wird
bei niedriger Geschwindigkeit in einem labyrinthartigen \^erzweigungssystem unter ständigen Rieh- 5<>
tungs- und gegebenenfalls Geschwindigkeitsänderungen durch innere turbulente und molekulare Reibung
auf einen vorgegebenen Enddruck entspannt. Die Freistrahlvermischung als Hauptquelle der Störungen
wird dabei für die Entspannung des Dampfes gar nicht mehr herangezogen.
Abgesehen davon, daß als Drosselstrecke ein labyrinthartiges Verzweigungssystem mit den geschilderten
Eigenschaften verwendet wird, das sich vorzugsweise unmittelbar an den Ventilsitz des Verschluß-Stückes
anschließt, wodurch das Auftreten einer Freistrahlwirkung der geschilderten Art vermieden wird,
hängen die bei der Reduzierung entstehenden Geräusche und Vibrationen stark von der Strömungsgeschwindigkeit
und von den geometrischen Abmessungen des labyrinthartigen Verzweigungssystems ab,
d'e wiederum die Strömungsgeschwindigkeit beeinflussen.
Aus diesen Überlegungen heraus sieht die Erfindung vor, bei einem Druck-Reduzierventil der oben 7»
beschriebenen Bauweise die einzelnen ebenen oder gewölbten Platten, welche mit geringem Abstand übereinandergeschichtet
und mit gegeneinander versetzten Durchtrittsöffnungen versehen, das Labyrinthsystem
bilden, in besonderer Weise zu gestalten und anzuordnen. Die Erfindung besteht in einer solchen Gestaltung
und Anordnung der Platten sowie in einer Verteilung und Anzahl der Durchtrittsöffnungen, daß einerseits
bei maximalem Durchfluß eine vorgegebene Strömungsgeschwindigkeit an keiner Stelle der gesamten
Reduziervorrichtung erreicht oder überschritten wird, andererseits aber der freie Querschnitt der einzelnen
Durchtrittsöfrnungen klein, insbesondere kleiner als 100 mm2 ist.
Wie bereits erwähnt, hängen die bei der Reduzierung von Dampf hohen Druckes entstehenden Geräusche
und \ribrationen sehr stark von der Strömungsgeschwindigkeit ab. Sie wachsen mit einer
hoben Potenz der Geschwindigkeit an. Durch geeignete Bemessung der Durchtrittsöffnungen und der
Abmessungen des Labyrinthsystems läßt sich jedoch die Geschwindigkeit bei maximalem Durchfluß in
allen Teilen der gesamten Reduzierapparatur einschließlich der etwa vorhandenen Regelteile unter
einer vorgegebenen Geschwindigkeit erhalten. Auf diese Weise können die Geräusche und Vibrationen
auf praktisch jedes gewünschte Maß herabgesetzt werden.
Durch unmittelbares Heranrücken des Labyrinthsystems an die Absperrstelle können die die Wellenlänge
der Hohlraumschwingungen bestimmenden Abmessungen so klein gemacht werden, daß für deren
Anregung praktisch lceine anfachenden Frequenzen mehr in der Strömung vorhanden sind. Wenn man bei
Betrachtung des eingangs genannten bekannten Sicherheitsventils, bei dem im Ausflußrohr eine Anzahl
Drosselplatten eingesetzt sind, das Zusammenwirken dieser Drosselplatten als Labyrinthsystem ansprechen
wollte, so befindet sich dieses nicht unmittelbar hinter dem Ventilsitz des Verschlußstückes, so daß bei der
bekannten Anordnung ein Freistrahl auftreten kann und somit mit der Entstehung von Hohlraumresonanzen
im hörbaren Bereich zu rechnen ist.
Weiterhin sind die Drosselplatten bei dem bekannten Sicherheitsventil nicht als Labyrinthsystem im
Sinne der vorliegenden Erfindung aufzufassen, bei dem also nicht eine Schichtung einzelner Lochplatten
schlechthin eine Art Labyrinth bildet, sondern bei dem für das Verzweigungs system ganz bestimmte
geometrische Abmessungen notwendig werden, um dadurch die gewünschten Bedingungen zu erfüllen.
Es kommt bei der Erfindung darauf an, daß die Labyrinthwirkung durch besondere Eigenschaften der
das Verteilungssystem aufbauenden Platten mit ihren Öffnungen sichergestellt wird. So kann zur Verstärkung
der Labyrinthwirkung eine besondere Oberflächengestaltung der Platten vorgesehen sein. Dementsprechend
können die Platten mit Erhöhungen oder Vertiefungen versehen werden. Es ist dabei besonders
zweckmäßig, die Plattenoberflächen gegenüber einer Durchtrittsöffnung der benachbarten Platte
muldenartig zu vertiefen, wobei gegebenenfalls die Muldenränder zugeschärft sind. Weiterhin kann vorteilhaft
die Plattenoberfläche zwischen den Durchtrittsöffnungen stark aufgerauht sein.
Bezüglich der Anzahl und Verteilung der Durchtrittsöffnungen kann eine weitgehende Beeinflussung
der Labyrintheigenschaften bewerkstelligt werden. So kann es zweckmäßig sein, das Verhältnis des gesamten
Durchtrittsquerschnittes einer Schicht zur Gesamt-
Claims (4)
1. Druck-Reduzierventil zur geräusch- und vibrationsarmen Drosselung strömender gasförmiger
Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von Dampf, mit sich vorzugsweise unmittelbar
hinter dem Ventilsitz des Verschlußstückes anschließender Drosselstrecke, die durch ein labyrinthartiges
Verzweigungssystem gebildet ist und in geringem Abstand übereinandergeschichtete
ebene oder gewölbte Platten mit gegeneinander versetzten Durchtrittsöffnungen enthält, gekennzeichnet
durch eine Gestaltung und Anordnung der Platten, sowie eine Verteilung und Anzahl der
Durchtrittsöffnungen, daß ohne Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen Strömungsgeschwindigkeit
an irgendeiner beliebigen Stelle der gesamten Reduziervorrichtung bei maximalem Durchfluß der freie Querschnitt der einzelnen
Durchtrittsöffnungen klein, insbesondere kleiner als 100 mm2 ist.
2. Ventil nach Ansoruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des gesamten Durchtrittsquerschnittes
einer Platte zur Gesamtfläche derselben größer als 1:6, zweckmäßig 1:4 ist.
3. \rentil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der Labvrinthwirkung
die Plattenoberfläche mit Erhöhungen oder Vertiefungen versehen ist.
4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenoberfläche an Steven,
welche einer öffnung der benachbarten Platte
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54097A DE1067652B (de) | 1955-05-28 | 1955-05-28 | Druck-Reduzierventil zur geraeusch- und vibrationsarmen Drosselung stroemender gasfoermiger Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von Dampf |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54097A DE1067652B (de) | 1955-05-28 | 1955-05-28 | Druck-Reduzierventil zur geraeusch- und vibrationsarmen Drosselung stroemender gasfoermiger Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von Dampf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1067652B true DE1067652B (de) | 1959-10-22 |
Family
ID=7489616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES54097A Pending DE1067652B (de) | 1955-05-28 | 1955-05-28 | Druck-Reduzierventil zur geraeusch- und vibrationsarmen Drosselung stroemender gasfoermiger Medien, insbesondere zur Druckreduzierung von Dampf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1067652B (de) |
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