DE1027339B - Homogener Siedereaktor mit Waermeaustauschflaechen innerhalb des Reaktorgefaesses - Google Patents
Homogener Siedereaktor mit Waermeaustauschflaechen innerhalb des ReaktorgefaessesInfo
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- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
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- G21C1/00—Reactor types
- G21C1/32—Integral reactors, i.e. reactors wherein parts functionally associated with the reactor but not essential to the reaction, e.g. heat exchangers, are disposed inside the enclosure with the core
- G21C1/322—Integral reactors, i.e. reactors wherein parts functionally associated with the reactor but not essential to the reaction, e.g. heat exchangers, are disposed inside the enclosure with the core wherein the heat exchanger is disposed above the core
-
- G—PHYSICS
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft homogene Siedereaktoren mit Wärmeaustauschflächen innerhalb des Reaktorgefäßes.
Es sind homogene Siedereaktoren bekannt, bei denen sich die Wärmeaustauschflächen im Reaktorgefäß
selbst befinden. Bei solchen Reaktoren wurden die Wärmeaustauschflächen in den Flüssigkeitsraum
des Reaktorgefäßes eingebaut.
Homogene Siedereaktoren mit Wärmeaustauschflachen innerhalb des Reaktorgefäßes werden hauptsächlich
als Forschungsreaktoren verwendet, da sie im Gegensatz zu Siedereaktoren mit getrennt angeordneten
Wärmeaustauschern und im Kreislauf geführter Spaltstofflösung nur geringen mittleren Neutronenfluß
erzeugen können. Der Neutronenfluß ist nämlich abhängig von der Leistung, und die Leistung
solcher Reaktoren ist wiederum abhängig von der Wärme, welche durch die Kühlrohre des eingebauten
Wärmeaustauschers abgeführt werden kann.
Bei den bekannten Reaktoren mit in den Flüssigkeitsraum des Reaktorgefäßes eingebauten Kühlrohren
ist der Wärmeübergang von der siedenden Flüssigkeit durch die Wärmeaustauschrohre an das
Kühlmittel besonders schlecht, so daß nur wenig Wärme abgeführt werden kann und damit Leistung
und Fluß des Reaktors sehr gering sind. Obwohl die homogene Flüssigkeit im Reaktor siedet, gelten hierbei
für die Wärmeübertragung nicht die Gesetzmäßigkeiten siedender Flüssigkeiten. Das Sieden findet nicht
an der Wandung der Kühlrohre statt, sondern nur in geringer Entfernung von den Kühlrohren. Dies ist
darauf zurückzuführen, daß die Wärmeübertragung in der Flüssigkeit und damit das Sieden proportional der
Anzahl der Kernspaltungen pro Raumeinheit und die Anzahl der Spaltungen wiederum proportional dem
Fluß freier Neutronen im homogenen Spaltstoff ist. Dieser Neutronenfluß ist aber praktisch dort am dichtesten,
wo viel Spaltstoff pro Raumeinheit vorhanden ist. An Grenzflächen des Spaltstoffes sinkt der Neutronenfluß
ab, deshalb ist der Neutronenfluß auch in nächster Umgebung der Kühlrohre geringer als in
einiger Entfernung hiervon. Die Folge ist, daß die Wärmeentwicklung und das Sieden vornehmlich, an
Stellen stattfinden, an denen die Wärme schlecht abgeführt werden kann, d. h. wo keine Kühlflächen eingebaut
sind.
Infolge der geringen Wärmeabgabe an die in der Flüssigkeit liegenden Kühlrohre haben die beschriebenen
Reaktoren nur eine geringe Leistung und damit einen geringen mittleren Neutronenfluß, so daß sie
nicht zur Krafterzeugung verwendet werden können. Auch als Forschungsreaktoren sind sie von Nachteil,
da für einen guten Forschungsreaktor ein hoher Neutronenfluß anzustreben ist.
Homogener Siedereaktor
mit Wärmeaustauschflächen
innerhalb des Reaktorgefäßes
Anmelder:
Vereinigte Kesselwerke
Vereinigte Kesselwerke
Aktiengesellschaft,
Düsseldorf, Werdener Str. 3
Düsseldorf, Werdener Str. 3
Dr.-Ing. Rudolf Quack, Stuttgart-Heumaden,
ist als Erfinder genannt worden
Um bei homogenen Reaktoren mit im Reaktorgefäß liegenden Kühlrohren eine höhere Leistung und einen
hohen Neutronenfluß zu erzielen, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, die Wärmeaustauschflächen in
einen über der siedenden Flüssigkeit vorgesehenen Dampfraum einzubauen.
Durch diese Anordnung der Wärmeaustauschflächen in einem Dampfraum des Reaktorgefäßes
findet der Wärmeübergang nach den Bedingungen des an der Oberfläche kondensierenden Dampfes statt,
welcher bekanntlich wesentlich intensiver als in einer ruhenden Flüssigkeit ist. Die Verbesserung besteht
bei der erfindungsgemäßen Anordnung der Wärmeaustauschflächen demnach insbesondere darin, daß der
Wärmeübergang nicht mehr zwischen Rohr und ruhender Flüssigkeit, sondern zwischen kondensierendem
Dampf und Rohr stattfindet. Mit der Erfindung wird damit ein Weg gewiesen, homogene Reaktoren
mit im Reaktorgefäß selbst eingebautem Wärmeaustauscher auch für höhere Leistungen zu verwenden,
für welche bisher wesentlich teuerere Reaktorsysteme mit besonderem Kreislauf der Spaltstofflösung und
außerhalb des Reaktorgefäßes liegendem Wärmeaustauscher vorgesehen werden mußten.
Bisher hat man stets eine kugelförmige Anordnung des Spaltstoffes angestrebt, um die kritische Masse im
Reaktorgefäß gering zu halten. Aus diesem Grunde verwendete man allgemein kugelförmige Gefäße mit
ganz geringem Dampfraum. In diesen kleinen Dampfräumen lassen sich jedoch die Kühlrohre des Wärmeaustauschers
nicht unterbringen. Damit eine ausreichende Wärmeaustauschfläche im Sattdampfgebiet
angeordnet werden kann, wird gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, das
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Reaktorgefäß birnenförmig auszubilden, wobei der obere Teil des Reaktorgefäßes einen größeren mittleren
Durchmesser aufweist als der untere, das flüssige Spaltstoffgemisch enthaltende Teil und sich im oberen
Teil ein erweiterter Dampfraum bildet. Durch die kompakte Anordnung der kritischen Masse wird hierbei
Spaltstoffeinsatz gespart, während der Dampfraum vergrößert ist, so daß möglichst viel Kühlfläche,
darin untergebracht werden kann.
Um den Wärmeübergang zu verbessern, können die Kühlrohre auch mit Kühlrippen versehen werden. Soll
eine besondere Pumpe zum Umwälzen des Kühlmediums vermieden werden, so besteht auch die Möglichkeit,
die Wärmeaustauschflächen mit Na.turumla.uf zu betreiben. Für diesen Fall wird vorteilhafterweise
vorgeschlagen, die Kühlrohre im Dampf raum des Reaktorgefäßes nach der Durchfluß richtung ständig
steigend zu verlegen und einen oberen und unteren Sammler anzuschließen. Durch den Auftrieb in den
Kühlrohren wird hierbei ein einwandfreier Kühlmittelumlauf gewährleistet.
In der Zeichnung ist zur näheren Erläuterung" ein Reaktor gemäß der Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 einen Reaktor mit in dem Dampfraum angeordneten liegenden Wärmeaustauschrohren und
Abb. 2 einen Reaktor mit eingebautem Wärmeaustauscher
für Naturumlauf.
Tn Abb. 1 ist ein homogener Siedereaktor mit im Reaktorgefäß 1 liegenden Kühlrohren 2 dargestellt.
Im unteren Teil des Reaktorgefäßes befindet sich die kritische Masse der homogenen Lösung oder Suspension
3. Durch die Kernspaltungen kommt diese homogene Lösung 3 zum Sieden, so daß der Raum 4 über
der Flüssigkeit mit Sattdampf gefüllt ist. Das Kühlmittel — beispielsweise Wasser — durchfließt das
Kühlrohr 2 in Pfeilrichtung von 5 nach 6. Die Rippen 7 dienen hierbei zur Vergrößerung der Wärmeübergangsheizfläche.
Das Reaktorgefäß 1 besteht aus zwei Teilen und ist birnenförmig ausgebildet, so daß sich im oberen Teil
ein erweiterter Dampfraum ergibt. Die beiden Teile des Gefäßes werden mit Schrauben 8 und Muttern 9
zusammengehalten. Zwischen beiden Teilen befindet sich die Dichtung 10. Der Spaltstoff kann durch den
Stutzen 11 ergänzt werden. Für den Ablaß ist ein Stutzen 12 vorgesehen. Bei 13 ist eine Entlüftungsleiitung
angeschlossen.
Bei dem mit einem eingebauten Wärmeaustauscher für Naturumlauf versehenen Reaktor gemäß Abb. 2
tritt die Kühlflüssigkeit von unten aus dem Sammler in die Kühlrohre 15 ein, wird im Reaktorgefäß erwärmt
und strömt durch den Auftrieb in den oberen Sammler 16. Die kältere Flüssigkeit fließt vom oberen
Sammler 16 dtirch das Fallrohr 17 wieder in den unteren Sammler 14. Zwecks weiterer Verwendung
kann das Kühlmedium beispielsweise als Dampf aus dem Sammler 16 entnommen werden.
Claims (4)
1. Homogener Siedereaktor mit Wärmeaustauschflächen innerhalb des Reaktorgefäßes, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wärmeaustauschflächen (2 bzw. 15) in einen über der siedenden
Flüssigkeit vorgesehenen Dampfraum (4) eingebaut sind.
2. Homogener Siedereaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktorgefäß (1)
birnenförmig ausgebildet ist und der obere Teil des Reaktorgefäßes einen größeren mittleren
Durchmesser aufweist als der untere, das flüssige Spaltstoffgemisch enthaltende Teil, so daß sich ein
erweiterter Dampfraum (4) ergibt.
3. Homogener Reaktor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlrohre
(2) mit Kühlrippen (7) versehen sind.
4. Homogener Reaktor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlrohre
(15) in Durchflußrichtung ständig steigend verlegt sind und von dem Kühlmittel im Naturumlauf
durchströmt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11997A DE1027339B (de) | 1957-02-23 | 1957-02-23 | Homogener Siedereaktor mit Waermeaustauschflaechen innerhalb des Reaktorgefaesses |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11997A DE1027339B (de) | 1957-02-23 | 1957-02-23 | Homogener Siedereaktor mit Waermeaustauschflaechen innerhalb des Reaktorgefaesses |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1027339B true DE1027339B (de) | 1958-04-03 |
Family
ID=589154
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV11997A Pending DE1027339B (de) | 1957-02-23 | 1957-02-23 | Homogener Siedereaktor mit Waermeaustauschflaechen innerhalb des Reaktorgefaesses |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1027339B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1228352B (de) * | 1958-04-04 | 1966-11-10 | Atomic Energy Commission | Kernreaktor |
-
1957
- 1957-02-23 DE DEV11997A patent/DE1027339B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1228352B (de) * | 1958-04-04 | 1966-11-10 | Atomic Energy Commission | Kernreaktor |
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