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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erlernen und Speichern von Betriebsdaten in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberanspruch des Anspruchs 1.
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Aus Serienanwendungen sind Antriebsstränge von Kraftfahrzeugen bekannt, die über ein von einer Brennkraftmaschine angetriebenes automatisiertes Getriebe, beispielsweise ein Doppelkupplungsgetriebe verfügen. Um die automatischen Funktionen des Getriebes einschließlich dessen Reibungskupplung(en) mittels Aktoren ausführen zu können, werden in einem Steuergerät entsprechende Sollgrößen ermittelt und an die Aktoren ausgegeben. Hierzu werden während einer Lernphase am Bandende oder nach einer Wiederinbetriebnahme in einer Werkstatt Betriebsdaten wie beispielsweise Tastpunkte der Reibungskupplung(en), Gangendlagen von Gängen des Getriebes und dergleichen gelernt. Hierzu wird eine Signalverbindung zwischen dem Steuergerät und einem Testgerät aufgebaut, das automatisiert und/oder von einem Werker gesteuert die für den Lernprozess vorgesehenen Aktoren betätigt und Betriebsdaten anhand der durch diese bedingten Signale von im Kraftfahrzeug eingebauten Sensoren ermittelt. Hierbei werden gegebenenfalls Aktionen durchgeführt, die von einem beispielsweise aus der
DE 103 47 410 A1 bekannten Überwachungssystem sicherheitsrelevanter Vorgänge (Intelligent Safety Monitoring, ISM) als kritisch beurteilt würden und einen Reset des Steuergeräts einleiten würden, bei dem die in dem flüchtigen Arbeitsspeicher gespeicherten neu gelernten Betriebsdaten wieder verloren gingen. Da die Lernvorgänge in gesicherter Umgebung abseits vom Fahrbetrieb des Kraftfahrzeugs durchgeführt werden, wird daher das Überwachungssystem während einer Lernphase deaktiviert.
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DE 102 37 167 A1 offenbart ein Verfahren zur Steuerung eines automatisierten Schaltgetriebes .
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Nach der Lernphase müssen die gelernten Betriebsdaten in gesicherter Weise auf einen nicht flüssigen Speicher übertragen und das deaktivierte Überwachungssystem in gesicherter Weise wieder in den aktiven Zustand überführt werden.
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Aufgabe der Erfindung ist daher die Weiterbildung eines Verfahrens zum Erlernen und Speichern der Betriebsdaten in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs unter Einbeziehung einer gesicherten Speicherung der gelernten Betriebsdaten bei erfolgreich durchgeführtem Lernvorgang und einer eindeutigen Behandlung des Überwachungssystems.
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Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betrieb eines ein automatisiertes Getriebe mit zumindest einer Reibungskupplung enthaltenden Antriebsstrangs eines Kraftfahrzeugs mit einem Steuergerät zur Steuerung des Getriebes anhand von gelernten und/oder adaptierten Betriebsdaten, in welchem ein Steuergerät während eines Fahrbetriebes des Kraftfahrzeugs ein bei einer Aktivierung des Steuergeräts aktiviertes Überwachungssystem zur Vermeidung sicherheitsrelevanter Betriebszustände des Getriebes vorgesehen ist und während einer mittels eines in Signalverbindung mit dem Steuergerät stehenden Testgerät durchgeführten Lernphase bei deaktiviertem Überwachungssystem Betriebsdaten des Antriebsstrangs gelernt und in einem flüchtigen Arbeitsspeicher abgelegt werden, gelöst, wobei in einer Nachlaufphase während einer Stilllegung des Steuergeräts die im Arbeitsspeicher gespeicherten Betriebsdaten in einem nicht flüchtigen Speicher abgelegt werden sowie bei unklarer Betriebssituation des Steuergeräts ein Reset des Steuergeräts eingeleitet wird, bei dem die Betriebsdaten des Arbeitsspeichers gelöscht und die Betriebsdaten des nicht flüchtigen Speichers in den Arbeitsspeicher geladen werden, bei angeschlossenem Testgerät und eingeleiteter Stilllegung des Steuergeräts die Nachlaufphase zwangsweise durchgesetzt und bei nicht eingeleiteter Stilllegung und von dem Steuergerät getrenntem Testgerät ein Reset des Steuergeräts durchgeführt wird.
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Durch dieses Verfahren wird eine eindeutige Abfolge der Beendigung eines Lernvorgangs vorgeschlagen, bei dem abhängig von der Signalverbindung zwischen Testgerät und Steuergerät eine sichere Speicherung der gelernten Betriebsdaten in einem nicht flüchtigen Speicher wie beispielsweise einem Flashspeicher bei abgeschlossener Lernphase erzielt wird. Hierzu wird eine Routine zur Steuerung der Lernphase zweigeteilt in einen erfolgreichen Lernvorgang, der ein Stilllegen des Steuergeräts und einen nicht erfolgreichen Lernvorgang, der einen Reset des Steuergeräts zur Folge hat. Dabei führt der erfolgreiche Lernvorgang zwangsweise und ungestört von weiteren Operationen des Steuergeräts zu dessen Stilllegung und einem vorgeschalteten Nachlaufvorgang, bei dem die gelernten Betriebsdaten in dem nicht flüchtigen Speicher abgelegt werden und die Stilllegung zu einem späteren Zeitpunkt einen Neustart des Steuergeräts bedingt, bei dem bei fehlender Signalverbindung zum Testgerät der Normalbetrieb mit aktiviertem Überwachungssystem erkannt wird. Sollte eine Wiederholung der Lernphase erwünscht sein, wird bei bestehender Signalverbindung zwischen Steuergerät und Testgerät erneut das Überwachungssystem deaktiviert. Ein misslungener Lernprozess kann durch Trennen der Signalverbindung zwischen Steuergerät und Testgerät beendet werden, wodurch ein Reset, also ein Löschen des flüchtigen Arbeitsspeichers und eine Neubelegung des Arbeitsspeichers mit den im nicht flüchtigen Speicher gespeicherten Betriebsdaten erfolgt. Hierbei ist durch die auf diese Weise erfolgende Neuinitialisierung des Steuergeräts und die Aktivierung des Überwachungssystems inbegriffen, so dass ein vom Überwachungssystem überwachter Normalbetrieb mit den ursprünglichen Betriebsdaten fortgesetzt werden kann. Durch die zwangsweise Durchsetzung einer der beiden Beendigungsvorgänge - Stilllegung oder Reset - können keine Betriebszustände eingeleitet werden, bei denen das Überwachungssystem außerhalb der Lernphase deaktiviert ist.
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Erfindungsgemäß wird die Lernphase mittels eines regelmäßig vom Testgerät ausgesendeten Präsenzsignals aufrechterhalten. Beispielsweise kann das Präsenzsignal über einen Stecker leitungsgebunden oder eine drahtlose Verbindung übertragen werden. Beispielsweise kann das Präsenzsignal sich regelmäßig wiederholend, beispielsweise alle 2 bis 10, bevorzugt alle 5 Sekunden vom Testgerät gesendet und vom Steuergerät überwacht werden. Hierbei wird erfindungsgemäß bei fehlendem Präsenzsignal bei nicht eingeleiteter Stilllegung des Steuergeräts die Lernphase beendet und ein Reset unter Verlust der gelernten Betriebsdaten durchgeführt. Weiterhin wird bei fehlendem Präsenzsignal während der Stilllegung des Steuergeräts, beispielsweise wenn die Signalverbindung zwischen Testgerät und Steuergerät während des Nachlaufs getrennt wird, ein Reset des Steuergeräts verhindert. Hierdurch wird vermieden, dass eine erfolgreiche Lernphase durch Unterbrechung des Nachlaufs und dabei verhinderter Speicherung der gelernten Betriebsdaten in dem nicht flüchtigen Speicher scheitert, wenn vorzeitig durch Unterbrechen der Signalleitung die Lernphase beendet wird.
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In dem vorgeschlagenen Verfahren kann weiterhin eine negative Wirkung einer Stilllegung des Steuergeräts mit sofortiger Reaktivierung, wie sie beispielsweise durch eine schnelle Folge eines Zündung-Ein/Zündung-Aus-Signals erfolgen kann, vermieden werden. Hierbei kann das Überwachungssystem vor der Stilllegung in der Lernphase deaktiviert sein. Nach der Reaktivierung des Steuergeräts kann das noch nicht durch einen Reset oder eine komplette Stilllegung mit Nachlauf noch deaktivierte Überwachungssystem deaktiviert bleiben, wenn das nur zyklisch ausgesandte Präsenzsignal zwischenzeitlich nicht präsent ist und ein Normalbetrieb erkannt wird, der dann ohne Überwachungssystem durchgeführt wird. Das vorgeschlagene Verfahren kann zur Verhinderung einer derartigen fehlerhaften Betriebsweise eine Abfrage enthalten, bei der während eines Nachlaufs eine fremdgesteuerte, kurzzeitig nach einer beispielsweise durch ein Zündung-Aus-Signal angeforderten Neuaktivierung des Steuergeräts verhindert wird.
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Die Erfindung wird anhand des in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Diese zeigt ein Flussdiagramm einer Beendigung einer Lernphase.
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Das Flussdiagramm 1 zeigt einen Ablauf nach einem Lernprozess zum Lernen von Betriebsdaten wie beispielsweise Kupplungs- und Getriebeparametern zum Steuern eines Kupplungsmoments abhängig von einem Betätigungsweg eines Kupplungsaktors, zum Schalten von Gängen des Getriebes mittels Wähl- und Schaltwegen, Synchronschwellen und dergleichen. Zu Beginn in Block 2 sind die gelernten Betriebsdaten in einem flüchtigen Arbeitsspeicher (RAM) gespeichert, das Testgerät zur Durchführung der Lernphase steht in Signalverbindung mit dem Steuergerät und ein zu Beginn der Lernphase abgeschaltetes Überwachungssystem zur Überwachung sicherheitskritischer Zustände des Steuergeräts und der Kupplungs- beziehungsweise Getriebeaktorik ist noch deaktiviert.
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In der Verzweigung 3 wird überprüft, ob die Stilllegung des Steuergeräts SG eingeleitet werden soll, indem beispielsweise ein Zündschalter, der von dem Testgerät automatisiert oder von einem das Testgerät bedienenden Werker betätigt wird, überprüft wird, ob ein Zündung-Aus-Signal vorliegt. Ist dies nicht der Fall, wird in der Verzweigung 4 geprüft, ob das Testgerät in Signalverbindung mit dem Steuergerät steht, indem ein Präsenzsignal ausgewertet wird. Anstatt des Präsenzsignals kann unter Umkehrung der Verzweigungsergebnisse auch auf ein Fehlsignal bei abgekoppeltem Testgerät geprüft werden. Wird ein Präsenzsignal erkannt, wird vor der Verzweigung 3 verzweigt, so dass eine Schleife abgearbeitet wird, bis in Verzweigung 3 die Stilllegung des Steuergeräts eingeleitet wird. Wird kein Präsenzsignal erkannt, wurde also die Signalverbindung zwischen Steuergerät und Testgerät getrennt, wird auf Abbruch der Lernphase entschieden und in Block 5 ein Reset des Steuergeräts durchgeführt. Auf alle Fälle wird hierbei die Deaktivierung des Überwachungssystems aufgehoben und dieses wieder aktiviert. Die Betriebsdaten des nicht flüchtigen Speichers des Steuergeräts werden in den Arbeitsspeicher gelesen. Abhängig von der Plausibilität dieser Betriebsdaten kann eine erneute Lernphase angefordert, eine akustische und/oder optische Fehlermeldung ausgegeben und/oder ein Fehlerspeichereintrag erfolgen oder ein Normalbetrieb des Kraftfahrzeugs eingeleitet werden.
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Wird in der Verzweigung 3 eine eingeleitete Stilllegung erkannt, wird in Block 6 der Nachlauf des Steuergeräts mit einer Speicherung der in der Lernphase ermittelten und in dem flüchtigen Arbeitsspeicher gespeicherten Speicherung in dem nicht flüchtigen Speicher begonnen. Infolge der längeren Dauer dieses Vorgangs wird in Verzweigung 7 einer möglichen Fehlfunktion vorgebeugt, indem bei einer schnellen Reaktivierung des Steuergeräts beispielsweise durch Betätigung des Zündschalters und Verursachen eines Zündung-Ein-Signals. Wäre dies der Fall, könnte das Steuergerät in einen nicht erwünschten beziehungsweise nicht definierten Betriebszustand gelangen, beispielsweise unkontrolliert bei noch deaktiviertem Überwachungssystem in den Normalbetrieb schalten oder bei nicht erkanntem Präsenzsignal in einen Reset schalten, bei dem noch nicht im nicht flüchtigen Speicher gespeicherte Betriebsdaten verloren gehen. Wird daher eine Reaktivierung des Steuergeräts kurz nach dessen eingeleiteter Stilllegung in Verzweigung 7 erkannt, wird in Block 8 die Reaktivierung des SG verhindert und zwangsweise der Nachlauf entsprechend Block 6 fortgesetzt. Wird eine Reaktivierung nicht festgestellt, wird der Vorgang des Nachlaufs fortgesetzt.
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Hierzu wird in Verzweigung 9 überprüft, ob das Präsenzsignal noch vorhanden ist. Fehlt das Präsenzsignal, wird dieses an anderer Stelle der Steuerung beispielsweise anwendungstechnisch unterdrückt oder die Signalverbindung zwischen Steuergerät und Testgerät in dieser Phase des Nachlaufs unterbrochen, würde sofort ein Reset des Steuergeräts eingeleitet, wodurch die gelernten Betriebsdaten, die noch nicht im nicht flüchtigen Speicher gespeichert sind, wiederum verloren wären. Wird in Verzweigung 9 daher ein fehlendes Präsenzsignal ermittelt, wird ein normalerweise ablaufender Reset in Block 10 verhindert und der Nachlauf entsprechend Block 6 fortgeführt. Solange das Präsenzsignal an der Verzweigung 9 anliegt beziehungsweise nach Verhinderung des Resets in Block 10 wird in Block 11 die Speicherung der Betriebsdaten in den nichtflüchtigen Speicher fortgesetzt und nach deren Beendigung in Block 12 das Steuergerät endgültig abgeschaltet.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Flussdiagramm
- 2
- Block
- 3
- Verzweigung
- 4
- Verzweigung
- 5
- Block
- 6
- Block
- 7
- Verzweigung
- 8
- Block
- 9
- Verzweigung
- 10
- Block
- 11
- Block
- 12
- Block
- SG
- Steuergerät