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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Mitnehmer eines Seilzugfensterhebers,
der eine mechanische Kopplung zwischen einer absenkbaren Scheibe
eines Kraftfahrzeugs mit einem zugehörigen Antriebsmechanismus
zur Verfügung stellt. Des Weiteren betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Montage und/oder Justage eines solchen Mitnehmers
an oder in einem Kraftfahrzeug.
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Stand der Technik
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Seilzugfensterheber-Systeme
sind seit langem im Stand der Technik bekannt. Ein solches ist beispielsweise
in der
DE 195 06 226
A1 in einer Ausbildung als Zweischienen-Seilzug-Fensterheber
beschrieben. Der Seilzug-Fensterheber weist zwei an der Innenseite
einer Fahrzeugtür angeordnete Führungsschienen
auf, an welchen jeweils ein mit einem Seilzug verbundener Mitnehmer
gleitend gelagert ist. An jedem Mitnehmer ist ein Scheibenhalter
befestigt, an welchem die zu verstellende Fensterscheibe gehalten
ist. Das Öffnen und Schließen der Fensterscheibe
erfolgt über einen Handkurbel- oder elektromotorischen
Antrieb, wodurch die Mitnehmer und die damit verbundene Scheibe
mittels des Seilzugs entlang den Führungsschienen auf-
und ab bewegt werden.
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Der
Mitnehmer weist im Wesentlichen zwei Teile, nämlich einen,
vorzugsweise formschlüssig mit der Führungsschiene
in Eingriff stehenden, Grundkörper und einen am Grundkörper
befestigten Halter zur Aufnahme der Scheibe auf. Der zur Ausbildung einer
Klemmkraft auf die Scheibe ausgebildete Halter weist zwei verschwenkbar
zueinander gelagerte Schenkel auf, zwischen denen die zu bewegende Scheibe
eingeklemmt werden kann. Die Kiemmung der Scheibe erfolgt vorzugsweise über
einen beide Schenkel durchsetzenden Schraubbolzen, welcher nach
einem Einsetzen der Scheibe in den Klemmhalter in letztere eingeschraubt
werden kann.
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Eine
solche im Stand der Technik bekannte Anordnung zeigen auch die 5 bis 7.
Der einen Grundkörper 112 und einen Halter 114 aufweisende
Mitnehmer 100 ist zur Aufnahme einer nicht explizit gezeigten
Scheibe ausgebildet. Diese wird bestimmungsgemäß in
eine am Halter 114 angeordnete Aufnahme 116 eingesetzt.
Die beiden Schenkel 130 und 132 des Halters 114 sind
an ihrem in 6 unteren Abschnitt gegeneinander
schwenkbar gelagert. Der Grundkörper 112 des Mitnehmers 100,
welcher mit einem Z-artig gebogenen Randprofil 52 formschlüssig
mit einer in 7 im Querschnitt gezeigten Führungsschiene 50 in
Eingriff steht, ist über zwei Nietverbindungen 134, 136 fest
mit dem Halter 114 verbunden.
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An
dem Grundkörper 112 sind ferner Aufnahmen, sogenannte
Nippelkammern 138, 140 für die beiden
Enden des Seilzugs vorgesehen.
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Die
Ausgestaltung und Anordnung der einzelnen Mitnehmerkomponenten nach
dem Stand der Technik erfordert, dass der zur Herbeiführung
einer Klemmwirkung der Scheibe zwischen den Schenkeln 130, 132 vorgesehene
Schraubbolzen 118 von der Kraftfahrzeugaußenseite
her, das heißt in 6 von links,
durch die an den beiden Schenkeln 130, 132 vorgesehenen
Durchgangsöffnungen eingeführt und mit einem am
innenliegenden Schenkel 130 vorgesehenen Gewinde 120 zu
verschrauben ist.
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Die
Verschraubung des Schraubbolzens 118 hat dabei entweder über
die Werkzeugaufnahme 124 von der Kraftfahrzeugaußenseite
her, oder aber durch Einführen eines geeigneten Werkzeugs
in die Einführöffnung 126 von der Kraftfahrzeuginnenseite her
zu erfolgen. Hierfür ist an dem in den Grundkörper 112 hineinragenden
freien Endabschnitt des Schraubbolzens 118 eine mit dem
Werkzeug korrespondierende Schlüsselfläche vorgesehen.
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Das
Werkzeug benötigt eine die äußeren Schlüsselflächen
des Schraubbolzens 118 umfassende Aufnahme. So ist der
in 6 rechts zu liegen kommende Endabschnitt des Schraubbolzens 118 mit
einem Außentorx versehen, während das in die Einführöffnung 126 von
der Fahrzeuginnenseite her einzuführende Werkzeug einen
entsprechenden Innentorx aufweisen muss. Die Verwendung eines Schlüssels
mit einem Außentorx und eines Schraubbolzens 118 mit
einem im Bereich des Grundkörpers 112 zu liegen
kommenden Innentorx ist aufgrund des zur sicheren Klemmung der Scheibe
aufzubringenden Anzugsmoments nicht möglich.
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Das
konstruktionsbedingt vorgegebene Anzugsmoment erfordert eine vorgegebene
minimale Schlüsselflächengröße
am freien Endabschnitt des Schraubbolzens und eine damit einhergehende,
verhältnismäßig weit bzw. groß bauende
Einführöffnung für das mit einer innen
liegenden korrespondierenden Schlüsselfläche versehenen
Werkzeuges. Folglich ist der lichte Durchmesser der Einführöffnung 126 des
Grundkörpers 112 zur Aufnahme eines verhältnismäßig
großen Werkzeugs auszubilden. Eine derartige Anordnung
des Schraubbolzens 118 ist letztlich platzverschwendend.
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Zudem
ist die in den 5 bis 7 beschriebene
Anordnung dahingehend von Nachteil, dass der Schraubbolzen 118 erst
nach einem Einsetzen der Scheibe in den Halter 114 und
einem Verschwenken beider Schenkel 130, 132 in
die in 6 gezeigte Montagestellung eingesetzt werden kann. Dies
erfordert, dass der Schraubbolzen 118 am Ende des Montagevorgangs
von einem Monteur manuell zugeführt werden muss.
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Aufgabe
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Der
vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
einen Mitnehmer für einen Seilzugfensterheber zur Verfügung
zu stellen, der geringere Außenabmessungen aufweist und
eine einfache Montage bzw. Justage einer Fensterscheibe an der Seilzugfensterheber-Anordnung
ermöglichst. Ferner soll der Mitnehmer mit einer Materialeinsparung,
auch im Bereich der Führungsschiene des Seilfensterhebers
einhergehen.
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Erfindung und vorteilhafte
Wirkungen
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Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mittels eines Mitnehmers
gemäß Patentanspruch 1 und einem Montage- bzw.
Justageverfahren gemäß Patentanspruch 12 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in
den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
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Der
erfindungsgemäße Mitnehmer eines Seilzugfensterheber-Systems
weist einen Grundkörper auf, der an einer Führungsschiene
des Fensterhebers entlang verfahrbar ist. Vorzugsweise sind der Grundkörper
und die Führungsschiene formschlüssig miteinander
in Eingriff. Der Mitnehmer weist ferner einen einstellbaren Halter
auf. Dieser ist zur Aufnahme einer Fensterscheibe ausgebildet. An
dem Halter ist zumindest ein Stellmittel vorgesehen, mit welchem der
Halter vorzugsweise zur Klemmung der Fensterscheibe eingestellt
werden kann. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass
das Stellmittel von einer Kraftfahrzeug-Innenseite her in den Halter
einführbar oder einsetzbar ist und zugleich von dieser
Kraftfahrzeug-Innenseite her zur Herbeiführung einer Klemmwirkung
auf die Scheibe betätigbar ist.
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Hierdurch
wird in vorteilhafter Weise ein neuartiger Einstell- und Betätigungsmechanismus
zur Verfügung gestellt, der ein Anordnen, Klemmen und Fixieren
bzw. Justieren einer Fensterscheibe an einem Seilzugfensterheber
ausschließlich von der Kraftfahrzeug-Innenseite her ermöglicht.
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Alternativ
oder ergänzend kann vorgesehen sein, das Stellmittel unverlierbar
am Grundkörper und/oder an einem Abschnitt des mit dem
Grundkörper zu verbindenden Halters zu fixieren oder daran anzuordnen,
sodass ein Einführen des Stellmittels in den Grundkörper
oder in den Halter während der Fensterscheibenmontage entbehrlich
wird.
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Nach
einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der
Halter zwei zueinander schwenkbar gelagerte Schenkel auf, an welchen
jeweils in einem Abstand von der gemeinsamen Schwenkachse eine Durchgangsöffnung
zur Aufnahme des Stellmittels vorgesehen ist. In der Endmontagestellung,
in welcher die Fensterscheibe klemmend zwischen den beiden Schenkeln
angeordnet ist, kommen die an den Schenkeln vorgesehenen Durchgangsöffnungen
fluchtend zueinander zu liegen und sind dabei vom Stellmittel durchsetzt.
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Das
Stellmittel ist ferner dazu ausgelegt, eine Klemmkraft auf die beiden
Schenkel auszuüben, um so die Scheibe sicher zwischen den
beiden Schenkeln zu fixieren. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass
einer der beiden Schenkel gegenüber dem Grundkörper
des Mitnehmers ortsfest angeordnet ist, während der andere
Schenkel, vorzugsweise der zur Kraftfahrzeug-Außenseite
hin liegende Schenkel gegenüber dem mit dem Grundkörper
in Anlagestellung gelangenden Schenkel nach oder bei einem Einsetzen
der Scheibe in den von den Schenkeln gebildeten Klemmbereich zur
Bildung der Klemmwirkung verschwenkt wird und zum Ende der Schwenkbewegung
mit dem Stellmittel in Eingriff gelangt.
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Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der
dem Grundkörper abgewandt zu liegen kommende Schenkel des
Halters eine Gewindebohrung auf, in welche das Stellmittel mit einem
Gewindeabschnitt einschraubbar ist. Das Stellmittel, welches vorzugsweise
als Schraubbolzen auszubilden ist, weist einen mit einem Außengewinde
versehenen Schaftabschnitt auf und hat ferner einen in Radialrichtung
verbreiterten Kopf. Der Kopf des Stellmittels kommt zwischen dem
Halter und dem Grundkörper, vorzugsweise in einer dafür
vorgesehenen Ausbuchtung des Grundkörpers zu liegen, während
der Schaftabschnitt sowohl den dem Grundkörper zugewandten
Schenkel als auch den vom Grundkörper abgewandten, mit
der Gewindebohrung versehenen Schenkel durchsetzt.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung hat das Stellmittel an seinem
Kopfabschnitt eine Aufnahme für ein Verstellwerkzeug. Die
Aufnahme ist insbesondere mit einer oder mehreren Schlüsselflächen, etwa
nach Art eines Innentorx oder eines Innensechskantprofils versehen.
Es kann insbesondere vorgesehen werden, dass das Stellmittel ausschließlich
an seinem Kopf eine Aufnahme für das Verstellwerkzeug aufweist.
Gegenüber dem Stand der Technik kann somit beispielsweise
ein verhältnismäßig einfach ausgebildeter
Schraubbolzen mit einer an seinem Kopfabschnitt ausgebildeten Werkzeugaufnahme
vorgesehen werden.
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Weiterhin
ist vorgesehen, dass am Grundkörper des Mitnehmers eine
Einführöffnung für ein Verstellwerkzeug
vorgesehen ist. Bezogen auf die Endmontagestellung bzw. Ausrichtung
des Mitnehmers in der Endmontagestellung ist die Einführöffnung
am Grundkörper derart ausgebildet, dass das Verstellwerkzeug
von der Fahrzeuginnenseite her in diese Einführöffnung
eingeführt werden kann. Die Einführöffnung
mündet zur Fahrzeugaußenseite hin fluchtend in
der am Kopf des Stellmittels vorgesehenen Aufnahme für
das Verstellwerkzeug. Insoweit bildet die Einführöffnung
auch gleichzeitig eine Einführhilfe zum Einsetzen des Verstellwerkzeugs
in die Werkzeugaufnahme des Stellmittels.
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Weiterhin
ist vorgesehen, dass die am Kopf des Stellmittels ausgebildet Aufnahme
eine innenliegende Schlüsselfläche aufweist, die
mit einer entsprechenden außenliegenden Schlüsselfläche
des Verstellwerkzeugs korrespondiert. Beispielsweise kann am Kopf
des Stellmittels ein Innentorx oder ein Innensechskant oder dergleichen
Mehrkantprofil vorgesehen sein.
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Hierdurch
wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass der lichte
Querschnitt der am Grundkörper des Mitnehmers ausgebildeten
Einführöffnung im Wesentlichen dem Querschnitt
der für das Verstellwerkzeug vorgesehenen Aufnahme des
Stellmittels entspricht oder nur geringfügig oder vernachlässigbar
größer auszubilden ist.
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Durch
diese Ausgestaltung wird in vorteilhafterweise erreicht, die Abmessungen
der Einführöffnung und somit auch die gesamten
geometrischen Abmessungen des Grundkörpers zu minimieren. Dies
geht zum einen mit einer Materialeinsparung des vorzugsweise aus
Kunststoff gespritzten Grundkörpers einher. Jedenfalls
können die Außenabmessungen des Mitnehmers in
eine Richtung senkrecht zur Verstellrichtung um etliche Millimeter,
wenn nicht gar Zentimeter verringert werden, ohne dass dies negative
Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Mitnehmers
hat.
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Die
Verringerung der Bauteilabmessung des Mitnehmers senkrecht zur Längserstreckung
der Führungsschiene des Seilzug-Fensterhebers hat ferner
den Vorteil, dass die an den Führungsschienen zu lagernde
Umlenkrolle um ein entsprechendes Maß näher zu
demjenigen Abschnitt der Führungsschiene versetzt werden
kann, welcher den Formschluss mit dem Mitnehmer bzw. mit dessen
Grundkörper bildet. Insoweit kann durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung des Mitnehmers auch die Breite der Führungsschiene
schräg bzw. senkrecht zu ihrer Längserstreckung
in vorteilhafter Weise reduziert werden. Dies geht mit einer nicht
unwesentlichen Material- und Gewichtseinsparung einher.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist hingegen vorgesehen, die Einführöffnung
des Grundkörpers zum Halter und zum Stellmittel hin konisch verjüngt
auszubilden. Insoweit stellt die Einführöffnung
gleichzeitig eine Einführhilfe für das Verstell- oder
Einstellwerkzeug zur Verfügung. Auch kann durch den konisch
verjüngenden Verlauf einer Verliersicherung zur Verfügung
gestellt werden. Dadurch, dass die am Grundkörper vorgesehene Durchgangsöffnung
in ihrem an das Stellmittel angrenzenden Bereich kleiner als der
radial verbreiterte Kopf des Stellmittels ausgebildet ist, kann
Letzteres auch in einer Vormontagestellung, in welcher das Stellmittel
nur lose zwischen einem Schenkel des Halters und dem Grundkörper
gehalten ist, nicht durch die Einführöffnung des
Grundkörpers durch diesen hindurchgleiten.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zur wechselseitigen
Befestigung von Grundkörper und Halter zumindest ein Verbindungsmittel
vorgesehen ist. Das Verbindungsmittel kann beispielsweise als Nietverbindung
zwischen Grundkörper und Halter ausgebildet sein, wobei
der Niet oder die Nieten zur Schaffung einer festen Verbindung lediglich
eines Schenkels des Halters mit dem Grundkörper vorgesehen
sind. Der dem Grundkörper abgewandt zu liegen kommende
Schenkel des Halters kann ausschließlich über
das Verbindungsmittel am Halter bzw. am Grundkörper des
Mitnehmers befestig werden.
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Alternativ
zu einer Nietverbindung kann auch eine einstückige Verbindung
zwischen dem Grundkörper und einem Schenkel des Halters
vorgesehen werden. Andere Fügeverfahren, wie etwa ein Verschweißen,
Kleben oder Verschrauben sind ebenfalls im Rahmen der Erfindung.
Es ist insbesondere vorgesehen, dass beide Schenkel des Halters
aus Metall gefertigt sind, während der Grundkörper
ein Kunststoffmaterial, ggf. einen faserverstärkten Kunststoff
aufweist.
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Nach
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
dass das vorzugsweise als Schraubbolzen ausgebildete Stellmittel
bereits in einer Vormontagestellung, das heißt vor einem
Einsetzen der Scheibe in den Halter unverlierbar zwischen Grundkörper
und Halter angeordnet ist. Es ist dabei insbesondere vorgesehen,
dass zumindest einer der beiden Schenkel des Halters bereits mit
dem Grundkörper des Mitnehmers verbunden ist und dass sich das
als Schraubbolzen ausgebildete Stellmittel mit seinem Kopf zwischen
diesem, dem Grundkörper zugewandten Schenkel, und dem Grundkörper
befindet und in dieser Vormontagestellung mit seinem, zumindest
bereichsweise mit einem Gewinde versehenen, Schaft den am Grundkörper
zu befestigenden Schenkel nach außen hin durchsetzt.
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In
dieser Vormontagestellung ist der Schraubbolzen bereits unverlierbar
am Mitnehmer befestigt. Ein separates Einsetzen des Schraubbolzens
in den Mitnehmer nach oder bei Montage der Scheibe kann daher in
vorteilhafter Weise entfallen. Die Scheibe wird in die dafür
vorgesehene Aufnahme an dem der gemeinsamen Schwenkachse abgewandten
Bereich der Schenkel eingesetzt. Der der Kraftfahrzeug-Außenseite
hin zugewandte Schenkel wird zur Bildung einer Klemmwirkung nach
innen geschwenkt und mit Hilfe des Schraubbolzens zur Herbeiführung
der geforderten Klemmwirkung von der Kraftfahrzeug-Innenseite verschraubt.
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Nach
einem weiteren unabhängigen Aspekt betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Montage und/oder Justage eines Mitnehmers eines
Seilzugfensterhebers, wobei der Mitnehmer einen, entlang einer Führungsschiene
des Fensterhebers verfahrbaren Grundkörper und einen einstellbaren
Halter zur Aufnahme einer Fensterscheibe aufweist. Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass vor einem Zusammenfügen von Grundkörper
und Halter von der dem Grundkörper zugewandten Seite her
ein mit einem verbreiterten Kopf ausgebildetes Stellmittel in eine
in einem Schenkel des Halters ausgebildete Durchgangsöffnung
eingeführt wird.
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Zur
Sicherung des Stellmittels an dem Mitnehmer werden der Grundkörper
und der Halter bzw. der vom Stellmittel durchsetzte Schenkel des
Halters mit Hilfe eines Verbindungsmittels miteinander verbunden.
Dabei wird der Kopf des Stellmittels zwischen dem Grundkörper
und dem Halter gehalten. Ein Schaftabschnitt des Stellmittels, welcher
vorzugsweise mit einem Außengewinde versehen ist, ragt
in dieser Vormontagestellung zur Kraftfahrzeug-Außenseite
hin aus dem Schenkel des Halters heraus.
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In
dieser Vormontagestellung ist der den Grundkörper und Halter
aufweisende Mitnehmer als bauliche Einheit bereits vollständig.
Zur Endmontage, das heißt zum Einsetzen und Einklemmen
der Scheibe müssen keine weiteren Montagemittel zugeführt
oder an den Mitnehmer angebracht werden.
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Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass eine Scheibe in die am Halter vorgesehene Aufnahme
eingesetzt wird und hiernach der an der Kraftfahrzeug-Außenseite
zu liegen kommende Schenkel gegenüber dem bereits am Grundkörper
angeordneten Schenkel derart verschwenkt wird, dass er zusammen
mit dem am Grundkörper angeordneten Schenkel eine Klemmwirkung
auf die Scheibe herbeiführt. Vor, spätestens aber
mit Erreichen einer Anlagestellung mit der Scheibe gelangt der schwenkbare Schenkel
mit einem Gewindemittel mit einem damit korrespondierenden Gewindeabschnitt
des Stellmittels in Eingriff.
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Zwar
vermag das Vorsehen einander korrespondierender Gewindemittel bzw.
Gewindeabschnitte die Verschwenkbewegung zu blockieren. Sobald der
außenliegende Schenkel jedoch mit dem Stellmittel in Eingriff
gelangt, kann von der Fahrzeuginnenseite her das Verstellwerkzeug
in die dafür vorgesehene Aufnahme am Kopf des Stellmittels
eingreifen und dabei eine Verschraubung zwischen dem Stellmittel
und dem außenliegenden Schenkel herbeiführen,
bis eine zur sicheren Befestigung der Scheibe ausreichende Klemmungswirkung
erreicht ist.
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Ausführungsbeispiel
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Weitere
Ziele, Vorteile, Merkmale sowie vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen erläutert.
Dabei bilden sämtliche beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale in jeglicher sinnvollen Kombination untereinander
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig
von den Patentansprüchen und deren Rückbezügen.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung des Mitnehmers,
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2 eine
Querschnittsdarstellung des Mitnehmers gemäß 1 entlang
Schnittlinie B-B,
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3 eine
weitere Darstellung des Mitnehmers,
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4 eine
Seitenansicht des Mitnehmers in einem Schnitt C-C gemäß 3,
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5 einen
Mitnehmer gemäß dem Stand der Technik,
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6 den
Mitnehmer gemäß 5 im Querschnitt
A-A,
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7 eine
teils geschnittene Darstellung einer Führungsschiene mit
einem Mitnehmer gemäß der 5 und 6 und
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8 die
Führungsschiene gemäß 7 mit
einem Mitnehmer gemäß 1 bis 4.
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Der
Mitnehmer 10 weist einen an der Führungsschiene
des Seilzugfensterhebers entlang verfahrbaren Grundkörper 12 und
einen am Grundkörper befestigten Halter 14 für
die absenkbare Scheibe auf. Die Verbindung zwischen dem Grundkörper 12 und
dem Halter 14 kann über die in den 1 und 3 angedeuteten
Nietverbindungen 34, 36 geschaffen werden. Der
Halter 14 weist, wie anhand der 2 und 4 ersichtlich,
zwei Schenkel 30, 32 auf. Diese sind gegeneinander
verschwenkbar ausgebildet. Dabei ist der mit dem Grundkörper 12 in
Anlagestellung gelangende Schenkel 30 mittels der Nietverbindungen 34, 36 mit
dem Grundkörper 12 fest verbindbar. Während
der andere Schenkel 32 gegenüber dem Schenkel 30 und
dem Grundkörper 12 verschwenkbar ausgebildet ist.
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An
einem der Schenkel 30, 32 ist am, in 2 bzw. 4 untenliegenden
Endabschnitt eine den jeweils anderen Schenkel in einer Durchgangsöffnung
durchsetzende Lasche vorgesehen, welche eine Schwenkbewegung, bis
zu einem Öffnungswinkel von 90° oder gar darüberliegend
ermöglicht. Ferner sind an dem Grundkörper 12 zwei
Nippelkammern 38, 34 zur Aufnahme der mit entsprechenden Seilnippeln
versehenen Seilenden des Seilzugs vorgesehen.
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Am
oberen Endabschnitt der Schenkel 30, 32, welcher
zur Aufnahme der nicht explizit gezeigten Scheibe vorgesehen ist,
befindet sich eine Aufnahme 16, welche U-profilartig ausgebildet
ist. Diese Aufnahme 16 ist aus einem elastisch nachgiebigen
Material, wie etwas Kunststoff, Gummi oder dergleichen gefertigt,
sodass eine ausreichende Klemmwirkung bzw. Haftreibung zwischen
dem Halter 14 und der darin aufgenommenen Scheibe erzielt
werden kann.
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Zwischen
der Scheibenaufnahme 16 und dem unteren Endabschnitt der
Schenkel 30, 32 sind zueinander fluchtend zu liegen
kommende Durchgangsöffnungen vorgesehen, welche von einem Schraubbolzen 18 durchsetzt
sind. Bei der Montage wird der Schraubbolzen 18 in den 2 und 4 von
rechts, das heißt von der Kraftfahrzeug-Innenseite her
in den Schenkel 30 eingesetzt, bis der radial verbreiterte
Kopf 22 mit der im Grundkörper 12 zugewandten
Außenseite des Schenkel 30 in Anlagestellung gelangt.
Der durch beide Schenkel 30, 32 hindurchragende
Schaft des Bolzens 18 ist zumindest bereichsweise mit einem
Außengewinde versehen, welches mit einem am anderen Schenkel 32 angeordneten
Gewindedurchzug in Eingriff bringbar ist.
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Das
am der Kraftfahrzeug-Außenseite zugewandten Schenkel angeordnete
Gewinde 20 kann als Schweiß- oder Einpress- bzw.
Stanzmutter ausgebildet sein und einstückig mit dem Schenkel 32 verbunden
werden.
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Sobald
der Schraubbolzen 18 mit dem am Schenkel 32 vorgesehenen
Gewinde 20 in Eingriff gelangt, kann zur Erhöhung
der Klemmwirkung auf die zwischen den Schenkeln 32, 30 eingesetzten Scheibe
von der Kraftfahrzeug-Innenseite her, also in den 2 und 4 von
rechts, ein Verstellwerkzeug in die dafür vorgesehene Aufnahme 24 am
Kopf 22 des Schraubbolzens 18 eingeführt
werden. Am Kopf 22 ist demgemäß eine
mit Schlüsselflächen versehene Aufnahme 24 vorgesehen,
welche insbesondere als Innentorx oder Innensechskant ausgebildet sein
kann.
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Durch
die Ausbildung einer innenliegenden Schlüsselfläche
am Bolzenkopf 22 kann die fluchtend zur Aufnahme 24 zu
liegen kommende Einführöffnung 26 des Grundkörpers 12 gegenüber
einer im Stand der Technik vorgesehenen, beispielhaft in 5 und 6 dargestellte
Einführöffnung 126 im Durchmesser deutlich
kleiner ausgebildet werden. Dies erlaubt die Außenabmessungen
des gesamten Mitnehmers, insbesondere seines Grundkörpers 12 zu
verringern.
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Des
Weiteren stellt die erfindungsgemäße Anordnung
des Schraubbolzens 18 am Mitnehmer 10 bereits
in einem Vormontagezustand, wie er in 2 angedeutet
ist, eine Verliersicherung für den Schraubbolzen 18 zur
Verfügung. Obschon der Grundkörper 12 und
der Halter 14 nur lose aneinander befestigt sind, kann
der Schraubbolzen 18 nicht mehr nach rechts aus der dafür
vorgesehenen Aufnahme an den Schenkeln 30, 32 herausfallen,
denn die Seitenwandung 28 der Einführöffnung 26 des Grundkörpers 12 stellt
ein Hindernis für eine nach rechts gerichtete Axialbewegung
des Schraubbolzens dar. Der lichte Durchmesser der Einführöffnung 26 des
Grundkörpers 12 ist dabei geringer als die Breite
des Schraubenkopfs 22.
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In
den 1 und 3 ist ferner die als Innentorx 24 ausgebildete
Werkzeugaufnahme deutlich zu sehen. Für einen Vergleich
mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung gemäß 1 und 3 mit einer
herkömmlichen Ausgestaltung, wie etwa in 5 dargestellt,
ist der geringere Durchmesser der Einführöffnung 26 für
das Verstellwerkzeug zu erkennen.
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Die 4 zeigt
den Mitnehmer 10 in einer Seitenansicht gemäß der
Schnittlinie C-C gemäß 3. Von daher
sind im Unterschied zur Darstellung gemäß 2 die
in Blickrichtung hinter der Schnittlinie C-C liegenden und in Axialrichtung
verbreiterten Bereiche 42, 44 der beiden Schenkel 30, 32 zu
erkennen. Die beiden außen an den Schenkeln 30, 32 als
Prägung oder Verformung ausgebildeten Wangen 42, 44 tragen
zur einer mechanischen Versteifung der Schenkel 30, 32 bei.
In dem in den 2 und 4 gezeigten
Endmontagezustand ist der Schraubbolzen 18 zur Klemmung
der zwischen den Schenkeln anzuordnenden Scheibe angezogen.
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Zudem
ist der nach innen, sich zum Kopf 22 des Schraubbolzens 18 verjüngende
konische Verlauf der Einführöffnung 26 zu
erkennen. Die von der zugeordneten Seitenwandung 28 gebildete Öffnung weist
an ihrem, dem Halter 14 zugewandten Endabschnitt in etwa
einen lichten inneren Durchmesser auf, der dem Innendurchmesser
der Aufnahme 24 des Schraubenkopfs 22 entspricht.
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8 zeigt
schließlich die Anordnung des Mitnehmers 10 bzw.
seines Grundkörpers 12 an einer Führungsschiene 50 eines
Seilzug-Fensterhebers. Ein Vergleich der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung nach 8 mit einer Ausgestaltung gemäß dem Stand
der Technik nach 7 zeigt deutlich die geringeren
Innenabmessungen der Einführöffnung 26 gegenüber
der verhältnismäßig breiten Einführöffnung 126 gemäß 7.
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Bei
einem Vergleich der beiden Ausgestaltungen gemäß der 7 und 8 wird
ferner erkennbar, dass der erfindungsgemäße Mitnehmer
gemäß 8 eine deutlich verringerte
Erstreckung in Horizontalrichtung, das heißt quer zur Verstellbewegung
entlang der Führungsschiene 50 aufweist. Eine derartig
geringere Breite des Mitnehmers 10 bzw. seines Grundkörpers 12 erlaubt
ferner in vorteilhafter Weise, die Führungsschiene 50 etwas
schmaler auszubilden, was mit einer Gewichts- und Materialeinsparung
einhergeht.
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So
kann auf die Ausführung gemäß 8 bezogen
die horizontale Breite der Führungsschiene 50 derart
verringert werden, dass der rechte Endabschnitt der Umlenkrolle 54 in
einem Abstand zur Wandung 28 des Grundkörpers 12 zu
liegen kommt, der in etwa dem Abstand der Rolle 54 zur
Wandung 128 gemäß 7 entspricht.
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- 10
- Mitnehmer
- 12
- Grundkörper
- 14
- Halter
- 16
- Aufnahme
- 18
- Schraubbolzen
- 20
- Gewinde
- 22
- Kopf
- 24
- Aufnahme
- 26
- Einführöffnung
- 28
- Seitenwand
- 30
- Schenkel
- 32
- Schenkel
- 34
- Verbindungselement
- 36
- Verbindungselement
- 38
- Nippelkammer
- 40
- Nippelkammer
- 42
- Prägung
- 44
- Prägung
- 50
- Führungsschiene
- 52
- Umformung
- 54
- Umlenkrolle
- 112
- Grundkörper
- 114
- Halter
- 116
- Aufnahme
- 118
- Schraubbolzen
- 120
- Gewinde
- 122
- Kopf
- 124
- Aufnahme
- 126
- Einführöffnung
- 128
- Seitenwand
- 130
- Schenkel
- 132
- Schenkel
- 134
- Befestigungselement
- 136
- Befestigungselement
- 138
- Nippelkammer
- 140
- Nippelkammer
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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