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Die
Erfindung betrifft ein Mehrwegeventil, mit einem Ventilgehäuse, das
eine längliche
Schieberaufnahme aufweist, in der sich ein in seiner Längsrichtung
verstellbarer Ventilschieber befindet, der von mehreren axial beabstandeten
ringförmigen
Dichtungseinheiten umschlossen ist, die jeweils in einen die Schieberaufnahme
umschließenden
und radial innen zur Schieberaufnahme offenen Gehäuseschlitz eingesetzt
sind, wobei mindestens eine Dichtungseinheit einen gummielastischen,
ringförmigen
Dichtungskörper
mit einem in dem Gehäuseschlitz
angeordneten, dichtend an den beiden Schlitzflanken anliegenden
Basisabschnitt und einem zur abdichtenden Zusammenarbeit mit dem
Ventilschieber in die Schieberaufnahme hineinragenden Dichtabschnitt aufweist.
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Ein
aus der
EP 1 284 379
B1 bekanntes Mehrwegeventil dieser Art verfügt über mehrere
ringförmige
Dichtungseinheiten, die jeweils in einen Gehäuseschlitz des Ventilgehäuses eingesetzt
sind und dabei mit einem gummielastischen Dichtabschnitt in die
Schieberaufnahme hineinragen, wo sie einen axial verstellbaren Ventilschieber
umschließen.
Der Ventilschieber be sitzt axial aufeinanderfolgende Längenabschnitte
größeren und
kleineren Querschnittes, wobei ein Fluiddurchgang zwischen zwei
benachbarten Abschnitten der Schieberaufnahme unterbunden wird,
wenn ein Längenabschnitt
größeren Durchmessers
in die zugeordnete Dichtungseinheit eintaucht. Da sich die Installation
der Dichtungseinheiten auf ein Einschieben in den jeweils zugeordneten
Gehäuseschlitz
beschränkt,
kann das Mehrwegeventil kostengünstig
hergestellt werden. Allerdings ist der in einer Offenstellung des
Ventilschiebers zugelassene Durchsatz an Druckmedium verhältnismäßig gering,
weil die Dichtabschnitte nur mit einem geringen Betrag in die Schieberaufnahme
vorstehen.
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Ein ähnliches
Mehrwegeventil ist in der
DE 36
41 383 A1 beschrieben. Es unterscheidet sich von demjenigen
der
EP 1 284 379 B1 vor
allem in der speziellen Formgebung der gummielastischen Dichtungskörper der
einzelnen Dichtungseinheiten.
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Bei
einem in der
EP 0 584
480 A1 beschriebenen Mehrwegeventil sind ringförmige Dichtungseinheiten
in ringförmigen
Gehäuseschlitzen
gehalten, wobei sie einen im Gehäuseschlitz
liegenden Basisabschnitt und einen zur abdichtenden Zusammenarbeit
mit dem Ventilschieber in die Schieberaufnahme hineinragenden Dichtabschnitt
aufweisen. Die gesamte Dichtungseinheit ist einschließlich des
Basisabschnittes axial beweglich in dem Gehäuseschlitz aufgenommen. Die
seitlichen Wandungen des Gehäuseschlitzes
sind scheibenförmig
ausgebildet und begrenzen die axiale Beweglichkeit der Dichtungseinheit.
Sie sind einstückig
mit dem Ventilgehäuse ausgebildet.
In radialer Richtung ist die Dichtungseinheit durch das Ventilgehäuse ortsfest
abgestützt.
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Die
DE 695 19 420 T2 offenbart
eine Dichtungsanordnung zur Abdichtung eines Spaltes zwischen sich
umschließenden
Bauteilen. Die Dichtungsanordnung ist radial unbeweglich in eine
Ringnut beispielsweise des äußeren Bauteils
eingesetzt und enthält
einen das innere Bauteil dichtend umschließenden Dichtungsring. Zwischen
dem Dichtungsring und den Nutflanken befindet sich jeweils ein Anti-Extrusionsring,
der verhindert, dass der Dichtungsring in den Zwischenraum zwischen
den beiden Bauteilen hinein verformt wird.
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Eine
vergleichbare Anordnung wird in der
US 2,765,204 beschrieben.
Auch dort ist eine Dichtungseinheit radial unbeweglich in einer
Ringnut eines Bauteils aufgenommen und enthält einen in radialer Richtung
mit dem anderen Bauteil dichtend zusammenarbeitenden Dichtungsring,
der seitlich von Blockierringen flankiert ist, die verhindern, dass
der Dich tungsring in den Zwischenraum zwischen den beiden Bauteilen
eindringt.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Mehrwegeventil zu
schaffen, das bei weiterhin einfacher Montage höhere Durchflussraten zulässt.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist bei einem Mehrwegeventil der eingangs genannten
Art vorgesehen, dass die mindestens eine Dichtungseinheit den Dichtabschnitt
in der Schieberaufnahme koaxial beidseits flankierende ringförmige Stützscheiben
aufweist, die in den Gehäuseschlitz
hineinragen und sich zur Begrenzung der Verformung des Dichtabschnittes
an der jeweils zugeordneten Schlitzflanke axial abstützen können, wobei
die Dichtungseinheit einschließlich
den zu ihr gehörenden
Stütz-scheiben in der Schlitzebene
schwimmend bezüglich
dem Ventilgehäuse
angeordnet ist.
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Auf
diese Weise kann der Dichtabschnitt der Dichtungseinheiten relativ
weit radial in die Schieberaufnahme hineinragen, ohne Gefahr zu
laufen, durch die im Betrieb an ihm anstehende axiale Druckdifferenz
so umgebogen zu werden, dass der Dichtkontakt mit dem momentan umschlossenen
Längenabschnitt
des Ventilschiebers abreißt.
Da somit der Durchmesser der Schieberaufnahme axial beidseits der
Dichtungseinheit größer aus geführt werden
kann als beim Stand der Technik, ergibt sich in der Offenstellung
ein größerer Spalt
zwischen der Wandung der Schieberaufnahme und dem Außenumfang
des Ventilschiebers mit dem Resultat eines größeren möglichen Fluiddurchsatzes. Indem
die ringförmigen Stützscheiben
nicht am Ventilgehäuse
angeformt sind, sondern Bestandteil der betreffenden Dichtungseinheit
sind, werden sie beim Einsetzen der Dichtungseinheiten in die Gehäuseschlitze
automatisch mit installiert. Es ist dadurch ferner möglich, für die Schieberaufnahme
eine sehr einfache und leicht zu fertigende Kontur zu wählen, beispielsweise
ohne Abstufungen durchgehend zylindrisch. Durch die Stützscheiben
wird auch ein relativ weit in die Schieberaufnahme hineinragender
Dichtabschnitt axial abgestützt,
so dass er durch die an ihm angreifenden Druckdifferenzen nicht
unerwünscht
umgebogen werden kann. Aufgrund der schwimmenden Lagerung kann sich
die Dichtungseinheit auch im Betrieb des Mehrwegeventils selbständig in
Bezug auf die Lage des Ventilschiebers ausrichten.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Eine
sehr zuverlässige
Abdichtung der Schieberaufnahme gegenüber der Umgebung im Bereich
der Gehäuseschlitze
ist gegeben, wenn der Basisabschnitt des Dichtungskörpers für den Dicht kontakt
mit den Schlitzflanken auf beiden Axialseiten jeweils eine mit ihrem
freien Endbereich in Richtung der Schieberaufnahme weisende Dichtlippe
aufweist. Der von radial innen her anstehende Fluiddruck presst
die Dichtlippen gegen die Schlitzflanken und sorgt so für eine hohe
Anpresskraft zwischen den abzudichtenden Komponenten.
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Es
ist von Vorteil, wenn die Dichtungseinheit zusätzlich einen den Basisabschnitt
koaxial umschließenden
Stützring
aufweist, der den Dichtungskörper
gegen Verformung nach radial außen
hin abstützt
und dadurch den zuverlässigen
Dichtkontakt zwischen dem Basisabschnitt und den Schlitzflanken begünstigt.
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Im
Betrieb des Mehrwegeventils kann das Material des Dichtungskörpers, beispielsweise
auf Grund gewisser Bestandteile in dem zu steuernden Druckmedium – bei einem
Pneumatikventil kann dies in der Druckluft mitgeführtes Öl sein –, zum Quellen neigen.
Die daraus resultierende Volumenvergrößerung könnte sich so auswirken, dass
sich der vom Dichtabschnitt umgrenzte Querschnitt verringert und dadurch
der Ventilschieber in seiner axialen Beweglichkeit beeinträchtigt wird.
Diesem Umstand kann dadurch begegnet werden, dass man für eine axiale Verformungsmöglichkeit
für den
Dichtabschnitt sorgt und dadurch die Neigung zu einer Verengung
des Ringquerschnittes stark verringert wird.
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Eine
solche für
den Betrieb des Mehrwegeventils unschädliche Quellungsmöglichkeit
kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass man den Abstand
zwischen den zur Abstützung
an den Schlitzflanken vorgesehenen, einander entgegengesetzt orientierten
Abstützflächen der
beiden Stützscheiben
geringer wählt
als die Breite des Gehäuseschlitzes
im Bereich dieser Abstützflächen, wobei man
gleichzeitig eine axiale Beweglichkeit der Stützscheiben vorsieht, so dass
sie bei Beaufschlagung durch den sich in Folge Quellung axial verbreiternden Dichtabschnitt
ihren Abstand voneinander bis zur abstützenden Anlage an den Schlitzflanken
vergrößern können. Man
lässt praktisch
ein axiales "Atmen" der Stützscheiben
in gewissem Rahmen zu, ohne die absolute Abstützfunktion der Stützscheiben
zu unterbinden.
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Es
ist auch möglich,
den axial außen
gemessenen Abstand zwischen den beiden Stützscheiben der Breite des Gehäuseschlitzes
anzupassen, so dass die beiden Stützscheiben unabhängig vom Quellungszustand
des Dichtabschnittes ständig
an den Stützflanken
anliegen, wobei dann zweckmäßigerweise
zwischen jeder Stützscheibe
und dem Dichtabschnitt ein axialer Spalt vorgesehen wird, der eine
durch Quellung verursachte axiale Verbreiterung des Dichtungsabschnittes
relativ zu den axial ortsfesten Stützscheiben zulässt.
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Die
Stützscheiben
können
auf unterschiedliche Weise in die zugeordnete Dichtungseinheit integriert
sein. Möglich
ist beispielsweise eine stoffschlüssige Verbindung zwischen den
Stützscheiben und
dem Dichtungskörper
oder auch, zusätzlich oder auch
alternativ, eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung zwischen diesen
vorgenannten Komponenten.
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Eine
besonders vorteilhafte Bauform sieht vor, dass die Stützscheiben über in den
Dichtungskörper
eingebettete Stegelemente an einer ebenfalls in den Dichtungskörper eingebetteten
Haltestruktur fixiert sind, wobei letztere zweckmäßigerweise
mehrere in der Umfangsrichtung des Dichtungskörpers verteilte Haltesegmente
aufweist, an denen die den beiden Stützscheiben zugeordneten Stegelemente an
in Umfangsrichtung versetzten Stellen angreifen. Drückt hier
der Dichtabschnitt in Folge eines Quellens axial gegen die Stützscheiben,
können
sich diese voneinander entfernen, weil die elastisch in den Dichtungskörper eingebetteten
Haltesegmente in der Lage sind, sich um eine radiale Achse geringfügig zu verdrehen.
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Man
kann allerdings auch eine besondere Formgebung der Stegelemente
vorsehen, so dass eine gewisse Flexibilität gegeben ist, die eine axiale Relativbewegung
zwischen den Stützscheiben
und den Haltesegmenten ermöglicht.
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Die
Stützscheiben
können
im Übrigen
bei Bedarf auch in Umfangsrichtung in einzelne Stützscheibensegmente
unterteilt sein. Eine durchgehende Ringstruktur wird allerdings
in der Regel vorzuziehen sein, weil hierdurch eine symmetrische
Ab stützung
des Dichtabschnittes gewährleistet
wird. Auch in fertigungstechnischer Hinsicht ergeben sich hier Vorteile.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
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1 eine
mögliche
erste Bauform des erfindungsgemäßen Mehrwegeventils
in schematischer Darstellung im Längsschnitt, wobei die einzelnen Dichtungseinheiten
lediglich schematisch angedeutet sind,
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2 einen
vergrößerten Ausschnitt
des Mehrwegeventils aus 1 im Bereich einer momentan
in Dichtkontakt mit dem Ventilschieber stehenden Dichtungseinheit,
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3 die
in 2 gezeigte Anordnung bei in eine Offenstellung
verlagertem und dadurch einen Fluiddurchgang durch die Dichtungseinheit
freigebendem Ventilschieber,
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4 einen
Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel des Mehrwegeventils
mit einer gegenüber 2 und 3 modifizierten
Dichtungseinheit,
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5 einen
ausschnittsweisen Längsschnitt durch
eine weitere Ausführungsform
des Mehrwegeventils im Bereich einer Dichtungseinheit,
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6 die
Anordnung aus 5 in einem um 90° verdrehten
Längsschnitt
zur besseren Verdeutlichung der Ausgestaltung des Gehäuseschlitzes,
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7 einen
Querschnitt durch das Mehrwegeventil aus 5 gemäß Schnittlinie
VII-VII,
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8 die
bei dem Mehrwegeventil gemäß 5 bis 7 eingesetzte
Dichtungseinheit in einer vergrößerten Einzeldarstellung,
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9 die
bei der Dichtungseinheit gemäß 8 vorhandene,
sich aus zwei Stützscheiben, mehreren
Stegelementen und einer Haltestruktur zusammensetzenden einstückigen Baueinheit
in einer Einzeldarstellung im Schnitt gemäß Schnittlinie IX-IX aus 10,
und
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10 die
Baueinheit aus 9 im Querschnitt gemäß Schnittlinie
X-X aus 9.
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Das
Mehrwegeventil in seinen verschiedenen Ausführungsformen besitzt ein Ventilgehäuse 1, in
dessen Innern sich eine längliche
Schieberaufnahme 2 befindet. In der Schieberaufnahme 2 ist
ein beim Ausführungsbeispiel
als Kolbenschieber ausgebildeter Ventilschieber 3 angeordnet,
der durch Aufbringen von Stellkräften
linear in seiner Längsrichtung
gemäß Doppelpfeil 4 verstellbar
ist. Die Längsachse
des Ventilschiebers 3, bei der es sich gleichzeitig um
die Längsachse
der Schieberaufnahme 2 handelt, ist bei 5 angedeutet.
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Das
Mehrwegeventil ist mit Antriebsmitteln 6 zum Umschalten
des Ventilschiebers 3 ausgestattet. Diese können je
nach Ausgestaltung eine direkte oder eine vorgesteuerte Betätigung des
Ventilschiebers 3 möglich
machen. Das Ausführungsbeispiel zeigt
exemplarisch für
einen vorgesteuerten Betrieb ausgelegte Antriebsmittel 6.
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Diese
Antriebsmittel beinhalten an den beiden Stirnseiten des Ventilschiebers 3 angeordnete Stellkolben 7,
die jeweils einen auf der dem Ventilschieber 3 axial entgegengesetzten
Seite angeordneten Beaufschlagungsraum 8 begrenzen, in
den mindestens ein Vorsteuerkanal 12 einmündet, über den – durch
ein nur strichpunktiert angedeutetes Vorsteuerventil 13 gesteuert – ein Antriebsfluid
zu- und abführbar
ist. Die Vorsteuerventile 13 sind elektrisch betätigbar.
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Der
Ventilschieber 3 ist in Längenabschnitte größeren Durchmessers 14 und
zwischen diesen angeordnete Längenabschnitte
kleineren Durchmessers 15 unterteilt. Die Längenabschnitte
kleineren Durchmessers 15 könnten auch als Einschnürungen bezeichnet
werden.
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Durch
im Ventilgehäuse 1 installierte,
axial beabstandet zueinander angeordnete Dichtungseinheiten 16 ist
die Schieberaufnahme 2 axial in mehrere Steuerkammern 17 unterteilt,
in die jeweils ein die Wandung des Ventilgehäuses 2 durchsetzender
Ventilkanal 18 einmündet.
Das Mehrwegeventil des Ausführungsbeispiels
ist als 5/2- oder 5/3-Wegeventil ausgebildet und verfügt über insgesamt
fünf Steuerkammern 17,
wobei von den in diese einmündenden Ventilkanälen 18 in 1 nur
zwei Stück
sichtbar sind, weil sich die anderen Ventilkanäle 18 in der oberhalb
der Schnittebene liegenden Ventilgehäusewandung befinden.
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Der
Ventilschieber 3 ist von den ringförmig ausgebildeten Dichtungseinheiten 16 koaxial
umschlossen. Jede Dichtungseinheit 16 sitzt in einem die
Schieberaufnahme 2 umschließenden Gehäuseschlitz 22, dessen
Schlitzebene 23 rechtwinkelig zur Längsachse 5 ausgerichtet
ist. Der Gehäuseschlitz 22 ist
radial innen, zur Schieberaufnahme 2 hin, offen.
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Zweckmäßigerweise
sind die Gehäuseschlitze 22 jeweils
von einer das Ventilgehäuse 1 zwischen zwei
einander entgegengesetzten Außenflächen 24 (siehe 6 und 7)
durchsetzenden schlitzartigen Durchbrechung 25 gebildet,
die die Schieberaufnahme 2 kreuzt. Über die in den Außenflächen 24 liegenden
Mündungen 26 der
Durchbrechung 25 können
die Dichtungseinheiten 16 beim Zusammenbau des Mehrwegeventils
quer zur Längsachse 5 in
den jeweils zugeordneten Gehäuseschlitz 22 eingeschoben
werden.
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Diese
Installation der Dichtungseinheiten 16 erfolgt vor dem
Einbau des Ventilschiebers 3. Dieser wird anschließend von
einer Stirnseite her in die Schieberaufnahme 2 und durch
die eingeschobenen Dichtungseinheiten 16 hindurch in die
Schieberaufnahme 2 eingesteckt. Hierzu verfügt das Ventilgehäuse 1 an
wenigstens einer Stirnseite über
einen Gehäusedeckel 27.
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Die
Dichtungseinheiten 16 sind in der Schlitzebene 23 und
somit rechtwinkelig zur Längsachse 5 schwimmend
bezüglich
dem Ventilgehäuse 1 gelagert.
Somit kann beim Einführen
des Ventilschiebers 3, und vorzugsweise auch beim späteren Betrieb
des Mehrwegeventils, eine Selbstzentrierung stattfinden, die einem
Verklemmen und mithin einem erhöhten Verschleiß vorbeugt.
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Die
schwimmende Lagerung wird dadurch erzielt, dass die Dichtungseinheiten 16 mit
minimalem Verschiebespiel im jeweils zugeordneten Gehäuseschlitz 22 aufgenommen
sind.
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Die
bei einem Schnitt rechtwinkelig zur Längsachse 5 gesehene
Außenkontur
der Dichtungseinheiten 16 ist prinzipiell beliebig, vorzugsweise
allerdings kreisförmig
(siehe 7).
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Die
Innendurchmesser der Dichtungseinheiten 16 sind so auf
die Abmessungen des Ventilschiebers 3 abgestimmt, dass
sie den Ventilschieber 3 dichtend ringsum umschließen, wenn
er mit einem Längenabschnitt
größeren Durchmessers 14 in
sie eintaucht. Es liegt dann eine fluiddichte Verbindung zwischen
der betreffenden Dichtungseinheit 16 und dem Ventilschieber 3 vor,
so dass auf Grund der zusätzlich
vorhandenen dichten Verbindung zwischen der Dichtungseinheit 16 und
dem Ventilgehäuse 1 eine
fluiddichte Abtrennung der beidseits der betreffenden Dichtungseinheit 16 liegenden
Steuerkammern 17 erfolgt. Dort hingegen, wo sich ein Längenabschnitt
kleineren Durchmessers 15 in einer Dichtungseinheit 16 befindet,
ergibt sich zwischen der Dichtungseinheit 16 und dem entsprechenden
Längenabschnitt 15 ein
die beiden benachbarten Steuerkammern 17 verbindender ringförmiger Überströmspalt 34,
der einen Übertritt
von Druckmedium gestattet.
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Somit
kann durch Wahl der Positionierung des Ventilschiebers 3 eine
variable fluidische Verknüpfung
zwischen jeweils benachbarten Steuerkammern 17 hervorgerufen
werden, um diesen zugeordnete Ventilkanäle 18 fluidisch miteinander
zu verbinden oder voneinander abzutrennen. Bei dem hierbei gesteuerten
Druckmedium handelt es sich insbesondere um Druckluft. Die Verwendung
eines anderen gasförmigen
Mediums oder auch eines hydraulischen Mediums ist jedoch ebenfalls
möglich.
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Wenigstens
die zwischen zwei Steuerkammern 17 angeordneten Dichtungseinheiten 16 haben zweckmäßigerweise
untereinander den gleichen, erfindungsgemäßen Aufbau. Dieser soll im
Folgenden unter Beleuchtung vorteilhafter Details anhand der 2 bis 10 näher beschrieben
werden.
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Die
Dichtungseinheit 16 verfügt über einen aus Material mit
gummielastischen Eigenschaften bestehenden ringförmigen Dichtungskörper 27.
Dieser weist einen dem äußeren radialen
Bereich zugeordneten ringförmigen
Basisabschnitt 28 und einen sich radial nach innen daran
anschließenden,
von dem Basisabschnitt 27 konzentrisch umschlossenen Dichtabschnitt 29 auf.
Es handelt sich bei dem Dichtungskörper 27 zweckmäßigerweise
um ein einstückiges
Bauteil.
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Die
Querabmessungen des Dichtungskörper 27 sind
so gewählt,
dass sein Basisabschnitt 28 rings um die Schieberaufnahme 2 herum
in dem Gehäuseschlitz 22 aufgenommen
ist und dort dichtend an den beiden sich axial gegenüberliegenden
Schlitzflanken 32 anliegt.
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Um
eine optimale Dichtwirkung zu erzielen, besitzt der Basisabschnitt 28 an
beiden axialen Seiten je eine einstückig angeformte Dichtlippe 33,
deren freier Endbereich in Richtung zu der Schieberaufnahme 2 weist,
so dass sie durch den von radial innen her anstehenden Druck gegen
die Schlitzflanken 32 gedrückt und mithin die Flächenpressung
erhöht wird.
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Der
Dichtabschnitt 29 ragt nach radial innen über den
Gehäuseschlitz 22 hinaus
und in die Schieberaufnahme 2 hinein. Er ist zur abdichtenden
Zusammenarbeit mit jeweils mindestens einem der Längenabschnitte 14 größeren Durchmessers
des Ventilschiebers 3 vorgesehen. Zu diesem Zweck weist
er radial innen eine insbesondere wulstartig gestaltete Dichtkontur 35 auf,
die einen Längenabschnitt 14 größeren Durchmessers
mit einer gewissen Vorspannung umgreift, wenn dieser in den Dichtungskörper 27 eintaucht,
wie dies beispielhaft in 2 und 4 bis 6 angedeutet
ist.
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Ist
der Ventilschieber 3 so positioniert, dass ein Längenabschnitt
kleineren Durchmessers 15 vom Dichtungskörper 27 umschlossen
ist, ergibt sich ein radialer Abstand zwischen diesem Längenabschnitt 15 und
der Dichtkontur 35, woraus der oben schon erwähnte Überströmspalt 34 resultiert.
Ein solcher Zustand ist aus 3 ersichtlich,
wo ergänzend durch
einen Pfeil eine mögliche
Fluidströmung 36 angedeutet
ist, die durch den Überströmspalt 34 hindurch
zwischen den beiden axial beidseits der Dichtungseinheit 16 liegenden
Steuerkammern 17 übertreten
kann. Diese Stellung sei im Folgenden als Offenstellung bezeichnet.
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Um
in der Offenstellung einen möglichst
großen
Fluiddurchsatz zu ermöglichen,
ist der Durchmesser der Längenabschnitte
größeren Durchmessers 14 im
Vergleich zum Durchmesser der Schieberaufnahme 2 klein
gewählt,
so dass in der Offenstellung zwischen dem axial beabstandet zur
Dichtungseinheit 16 platzierten Längenabschnitt größeren Durchmessers 14 und
der Umfangsfläche 37 der Schieberaufnahme 2 ein
Ringspalt 38 mit relativ großer Spaltbreite B für das hindurchströmende Druckmedium
zur Verfügung
steht. Dementsprechend weit ragt der Dichtabschnitt 29,
der in der Schließstellung des
Ventilschiebers 3 den Ringspalt 38 zu überbrücken hat,
radial nach innen aus dem Gehäuseschlitz 22 hinaus
und in die Schieberaufnahme 2 hinein.
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Da
die Schieberaufnahme 2 zu Gunsten einer einfachen Herstellung
mit einer in Längsrichtung durchgehend
zumindest im Wesentlichen unabgestuften Kontur versehen ist – zweckmäßigerweise
ist die Schieberaufnahme 2 zylindrisch gestaltet – wäre der Dichtabschnitt 29 ohne
ein Treffen von besonderen Vorkehrungen der in der Schließstellung
an ihm angreifenden Druckdifferenz praktisch ungeschützt ausgesetzt
und könnte
sich in Richtung der Steuerkammer 17 niedrigeren Druckes
verbiegen, mit der Folge eines Verlustes der Abdichtung gegenüber dem
Ventilschieber 3. Um dieser Problematik entgegenzuwirken,
sind bei allen Ausführungsbeispielen zumindest
die jeweils zwei Steuerkammern 17 voneinander abtrennenden
und vorzugsweise sämtliche Dichtungseinheiten 16 mit
jeweils zwei ringförmigen, als
Ringscheiben ausgebildeten Stützscheiben 42 ausgestattet,
die den Dichtabschnitt 29 in koaxialer Anordnung axial
beidseits flankieren.
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Durch
die Stützscheiben 42 wird
der Dichtabschnitt 29 zu beiden axialen Seiten hin abgestützt und
an einem Umbiegen gehindert. Die Stützscheiben 42 ihrerseits
ragen jeweils von der Schieberaufnahme 2 her in den Gehäuseschlitz 22 hinein,
wo sie sich an der jeweils zugeordneten Schlitzflanke 32 ihrerseits
axial abstützen
können,
um somit die über den
Dichtabschnitt 29 auf sie einwirkenden Kräfte in das
Ventilgehäuse 1 abzuleiten.
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Es
ist von Vorteil, wenn der größte Teil
des Dichtabschnittes 29 in der Schieberaufnahme 2 in der
geschilderten Weise abgestützt
wird. Beim Ausführungsbeispiel
ragen daher die Stützscheiben 42 bis
annähernd
an die Durchmesserlinie des Längenabschnittes
größeren Durchmessers 14 in
die Schieberaufnahme 2 hinein und werden radial innen von der
Dichtkontur 35 des Dichtabschnittes 22 nur geringfügig überragt.
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Somit
ist der Dichtabschnitt 29 auch bei einer relativ großen Spaltbreite
B an einem Verbiegen und daraus resultierenden Abheben vom Ventilschieber 2 gehindert.
Das Mehrwegeventil ermöglicht
daher einen Betrieb mit relativ großen Durchflussraten.
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Die
Stützscheiben 42 sind
zweckmäßigerweise
integrierende Bestandteile der jeweils zugehörigen Dichtungseinheit 16 und
mit dem Dichtungskörper 27 und
gegebenenfalls noch weiteren, später
zu erwähnenden
Komponenten, zu einer Baugruppe zusammengefasst, die sich vor der
Montage im Ventilgehäuse 1 als
Baueinheit handhaben lässt.
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Zweckmäßigerweise
ist der Dichtungskörper,
der bevorzugt einstückig
aus einem Elastomermaterial ausgebildet ist, auch im Bereich seines
radial nach außen
orientierten Außenumfanges
abgestützt.
Dies geschieht mittels eines ebenfalls zur betreffenden Dichtungseinheit 16 gehörenden,
bevorzugt hülsenartigen
bzw. hohlzylindrisch ausgebildeten Stützringes 43, der den
Basisabschnitt 28 außen koaxial
umschließt
und innerhalb des Gehäuseschlitzes 22 zu
liegen kommt. Der Stützring 43 kann
beispielsweise durch Vulkanisation oder Kleben am Basisabschnitt 28 fixiert
sein. In der Regel wird es jedoch ausreichen, den Stützring 43 lediglich
koaxial aufzustecken, da er ja innerhalb des Gehäuseschlitzes 22 zwischen
den beiden Schlitzflanken 32 gefangen ist. Man kann im Übrigen vorsehen,
dass der Stützring 43 unter
leichter Vorspannung auf den dabei etwas verformten elastischen
Dichtungskörper 27 aufsteckbar
ist.
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Die
Breite des Stützringes 43 entspricht zweckmäßigerweise
im Wesentlichen der Breite des Gehäuseschlitzes 22, so
dass der Basisabschnitt 28 über seine gesamte Breite nach
radial außen
hin abgedeckt ist. Allerdings sind die Abmessungen so gewählt, dass
die oben erwähnte
schwimmende Aufhängung
der Dichtungseinheit 16 gewährleistet bleibt.
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Koaxial
zwischen dem Stützring 43 und
jeder Stützscheibe 42 befindet
sich ein umlaufender Ringspalt 44, der den Durchgriff der
Dichtlippen 33 für
den Dichtkontakt mit den Schlitzflanken 32 ermöglicht.
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Bei
allen Ausführungsbeispielen
verfügen die
Stützscheiben 42 in
dem innerhalb des Gehäuseschlitzes 22 liegenden
Bereich über
voneinander wegweisende, der jeweils benachbarten Schlitzflanke 32 zugewandte
ringförmige
Abstützflächen 45. Beim
Ausführungsbeispiel
der 1 bis 3 ist die Anordnung so getroffen,
dass die Stützscheiben 42 mit
ihren Abstützflächen 45 an
der jeweils zugewandten Schlitzflanke 32 anliegen. Der
Abstand zueinander entspricht dann der Breite des Gehäuseschlitzes 42 in
diesem Bereich.
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Bei
den anderen Ausführungsbeispielen
ist der Abstand zwischen den beiden einander entgegengesetzt orientierten
Abstützflächen 45 der
beiden Stützscheiben 42 geringer
als die Breite des Gehäuseschlitzes 22.
Wenn hier durch die anstehende Druckdifferenz eine Stellkraft ausgeübt wird,
kann sich folglich der Dichtabschnitt 29 gemeinsam mit den
Stützscheiben 42 geringfügig axial
bewegen, bis nach Überbrückung des
vorhandenen geringfügigen Abstandes
auch hier eine abstützende
Anlage der auf der Seite des geringeren Druckniveaus liegenden Abstützfläche 45 an
der zugeordneten Schlitzflanke 42 erfolgt.
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Die
im Vergleich zum Gehäuseschlitz 22 geringere
Breite der Dichtungseinheit 16 im Bereich der Stützscheiben 42 hat
den Vorteil, dass sich der Dichtabschnitt 29 axial im Wesentli chen
ungestört
verbreitern kann, wenn er durch äußere Einflüsse zum
Quellen veranlasst wurde. Dies kann beispielsweise durch Öle hervorgerufen
werden, die dem Druckmedium beigesetzt sind und die das gummielastische Dichtungsmaterial
benetzen.
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Wäre der Dichtabschnitt 29 fest
eingespannt, könnte
das Quellen zu radialen Verspannungen zwischen dem Dichtungskörper 27 und
dem Ventilschieber 3 führen
und dadurch die zum Umschalten erforderliche Beweglichkeit des Ventilschiebers 3 einschränken. Diese
Problematik ist somit aufgehoben.
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Auch
beim Ausführungsbeispiel
der 1 bis 3 wurde der Quellungsproblematik
begegnet. Dort ist zwischen den ständig an den Schlitzflanken 32 anliegenden
Stützscheiben 42 und
dem Dichtabschnitt 29 jeweils ein spaltartiger Zwischenraum 46 vorgesehen,
der eine durch Quellung verursachte axiale Verbreiterung des Dichtabschnittes 29 relativ zu
den sich dabei gehäusefest
abstützenden
Stützscheiben 42 zulässt.
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Bei
Bedarf kann die Maßnahme
des spaltartigen Zwischenraumes 46 zusätzlich auch bei den mit axial
beweglichen Stützscheiben 42 ausgestatteten Bauformen
realisiert werden.
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Für die Fixierung
der Stützscheiben 42 innerhalb
der Dichtungseinheit 16 sind verschiedene Möglichkeiten
gegeben.
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Beim
Ausführungsbeispiel
der 4 bis 7 sind die Stützscheiben 42 durch
Verkleben oder Vulkanisieren oder durch eine andere Art einer Stoffschlussverbindung
am Dichtungskörper
und dabei insbesondere unmittelbar am Dichtabschnitt 29 festgelegt.
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Beim
Ausführungsbeispiel
der 1 bis 3 liegt eine kombiniert kraft-
und formschlüssige Befestigung
vor. Hier besitzen die Stützscheiben 42 an
ihrem innerhalb des Gehäuseschlitzes 22 liegenden
Bereich einen axial in Richtung zum Dichtungskörper 27 ragenden ringförmigen Axialvorsprung 47, der
in eine axial orientierte Ringnut 48 des Dichtungskörpers 27 formschlüssig eingreift
und zugleich festgeklemmt ist. Bei dieser Bauform sind die Stützscheiben 42 zweckmäßigerweise
als lösbare
Bestandteile der Dichtungseinheit 16 ausgeführt.
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Es
besteht auch die Möglichkeit,
die Stützscheiben 42 durch
Verrasten am Dichtungskörper 27 zu
befestigen.
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Während es
sich bei den beiden Stützscheiben 42 im
Falle der Ausführungsformen
gemäß 1 bis 4 jeweils
um individuelle Bauteile handelt, sind sie bei der Bauform gemäß 5 bis 10 zu
einer in 9 und 10 separat
abgebildeten einstückigen
Baueinheit zusammengefasst. Diese Baueinheit beinhaltet zusätzlich eine
in den Dichtungskörper
eingebettete steife Haltestruktur 52, an der die Stützscheiben 42 jeweils über integrale Stegelemente 53 befestigt
sind. Es handelt sich dabei um eine selbsttragende Baueinheit, wobei
sich die Haltestruktur 52 zweckmäßigerweise aus mehreren – beim Ausführungsbeispiel
4 Stück – in Umfangsrichtung
des Dichtungskörpers 27 verteilten Haltesegmenten 54 zusammensetzt.
Jedes Haltesegment 54 ist über je ein Stegelement 53 mit
jeder Stützscheibe 42 verbunden,
wobei die Angriffspunkte der Stegelemente 53 an jedem Haltesegment 54 in der
Umfangsrichtung des Dichtungskörpers
zueinander versetzt sind.
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An
diese Baueinheit ist, bevorzugt durch Spritzgießen, der Dichtungskörper 27 angeformt,
wobei sowohl die Haltesegmente 54 als auch die Stegelemente 53 in
das Material des Dichtungskörpers 27 eingebettet
sind.
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Bedingt
durch die in Umfangsrichtung versetzten Angriffsstellen der Stegelemente 53 an
den Haltesegmenten 54, bildet jedes Haltesegment 54 zusammen
mit den beiden ihm zugeordneten Stegelementen 53 ein biegeelastisches
Verbindungsglied zwischen den beiden Stützscheiben 42, das
in Richtung der Längsachse 5 Relativbewegungen
zwischen den Stützscheiben 42 zulässt, um
die bei einem Quellen des Dichtabschnittes 29 gewünschte Kompensationsbewegung
ausführen
zu können.
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Bei
den gezeigten Ausführungsbeispielen
ist der Stützring 43 eine
bezüglich
der Haltestruktur 52 gesonderte Komponente. Er könnte jedoch
ohne Weiteres zusammen mit der Haltestruktur 52, den Stegelementen 53 und
den Stützscheiben 42 zu
einer integralen Baueinheit zusammengefasst werden.
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Es
wäre im Übrigen auch
denkbar, die Stützscheiben 42 anders
als bei den Ausführungsbeispielen
nicht als jeweils ununterbrochen durchgehende Ringkörper auszuführen, sondern
in Form von einer Mehrzahl in Umfangsrichtung zueinander beabstandeten
Stützscheibensegmenten.
Hier wird dann zweckmäßigerweise
eine auf Lücke
gesetzte Anordnung der Stützscheibensegmente
beider Stützscheiben 42 vorgesehen.
Die Stützscheibensegmente
einer jeweiligen Stützscheibe 42 können jeweils
individuell am Dichtungskörper 27 befestigt
sein oder aber bevorzugt zu einer Baueinheit zusammengefasst werden,
insbesondere vergleichbar der Anordnung gemäß 9 und 10.