DE101325C - - Google Patents

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DE101325C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D23/00Producing tubular articles
    • B29D23/24Endless tubes, e.g. inner tubes for pneumatic tyres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

KAISERLICHES PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, welches eine wesentlich bessere Verwerthung der Musa Pflanzen (z.B. Bananen, Pisang etc.), als sie bisher durch den Verkauf der reifen Früchte ermöglicht werden konnte, gestattet. Das Verfahren beruht auf der Erkenntnifs, dafs in einem gewissen Reifestadium die das Fruchtfleisch der Bananafrucht umgebende Haut, sowie die die ganze Traube umhüllenden Fruchtblätter an den Schnittstellen einen Milchsaft absondern, aus welchem nach einem weiter unten noch ausführlicher gekennzeichneten Verfahren mit Leichtigkeit erhebliche Mengen von Kautschuk gewonnen werden können, welcher sich als identisch mit dem Kautschuk der anderen Kautschuk-Pflanzen erwiesen hat.
Was das geeignete Reifestadium zur Gewinnung des Kautschuks aus Musa-Pflanzen anlangt, so ist die Erntezeit für diesen Zweck sehr verschieden, weil eine ganze Reihe von Faktoren mitsprechen, die die Zeit des Schnittes zu beeinflussen vermögen. Je nach Bodenbeschaffenheit, Lage, Witterungsverhältnissen während des Fruchtansatzes, Höhenlage, Pflanzengattung, dem Alter der Pflanzen wird die Zeit des Maximalgehaltes an Kautschuk eine verschiedene sein. Im Durchschnitt kann man ungefähr annehmen, dafs der Schnitt am besten dann vorgenommen wird, wenn die Hälfte der zur Reife benöthigten Zeit verstrichen ist.
Das Verfahren der Gewinnung des Kautschuks aus den geschnittenen Bananas ist das folgende:
Die geschnittenen Trauben werden, ehe sie zerlegt werden, zunächst mittelst eines kräftigen Wasserstrahles zur Entfernung von losen Blättern und anderen Unreinigkeiten gesäubert und sodann die Früchte vom Stengel abgeschnitten, derart, dafs gleichzeitig das Stengelende der Frucht an dem Strunk verbleibt.
Die am Fruchtstengel verbliebenen Spitzen werden von diesem getrennt, und nachdem auch die zweite Spitze der Frucht abgetrennt ist, werden Fruchtstengel, Fruchthüllblätter und Fruchtspitzen einerseits und die vorbereiteten Früchte andererseits jedes für sich verarbeitet. Was zunächst die Früchte betrifft, so kann man besonders bei in der Regenzeit geschnittenen Früchten den Saft von selbst ausfliefsen lassen, der in den Früchten noch ver- . bliebene Saft wird durch Digestion der Früchte mit Terpentinöl oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel event, unter Luftverdünnung ausgezogen, oder man befördert das Austreten der letzten Reste von Milchsaft durch Centrifugiren; besonders empfehlenswerth aber und hauptsächlich bei den in der Trockenzeit geernteten, einen hochprocentigen Milchsaft enthaltenden Früchten angebracht ist es, die beiderseitig abgeschnittenen Früchte lagenweise in eine geeignete Centrifuge zu packen, und zwar derart, dafs die Früchte der Länge nach radial liegen. Auf diese WTeise wird mit Leichtigkeit fast der gesammte Saft ausgeschleudert und können etwaige Reste in der oben beschriebenen Art und Weise noch gewonnen werden.
Eine Pressung der Früchte behufs Gewinnung von Kautschuksaft führt nicht zum Ziele, weil bei der dadurch veranlafsten Vermischung des Milchsaftes mit dem Fruchtsaft der erstere derartig .gerinnt, dafs eine Entfernung desselben

Claims (4)

aus den Milchschläuchen unmöglich wird, wobei zu bemerken ist, dafs in diesem Falle auch eine. Extraction mit Lösungsmitteln nicht mehr zum Ziele führt. Die Fruchtspitzen, Fruchthüllblätter und Fruchtstengel gelangen in folgender Weise zur Verarbeitung. Die Fruchtstengel werden, um die Milchkanäle zu öffnen, einer Quetschung unterzogen und mit den abgeschnittenen Spitzen und den zerkleinerten Blättern vermengt event, unter Anfeuchtung . mit einem geeigneten Lösungsmittel (Terpentinöl) centrifugirt. Aus dem nach diesem Verfahren'gewonnenen Milchsaft scheidet sich beim Stehenlassen der Kautschukrahm von selbst ab, indessen ist es sowohl, für die Ausbeute als auch für die Qualität des gewonnenen Kautschuks wesentlich besser, den Milchsaft sofort nach seiner Extraction aus den Früchten einer Centrifugirung zu unterwerfen, wobei sich ohne Weiteres der Kautschuk in Form eines weifsen Rahms abscheidet, welcher ebenso wie der aus anderen Pflanzen gewonnene Kautschuk erstarrt und mit letzterem sowohl bezüglich der chemischen wie physikalischen Eigenschaften übereinstimmt. Es soll bei dieser Gelegenheit bemerkt werden, dafs diese Centrifugirung der frischen Kautschukmilch nicht allein auf den Milchsaft der Bananenpflanzen anwendbar ist,, sondern dafs sie auch bei den Säften anderer Kautschukpflanzen zu ganz vorzüglichen, bisher nicht zu ermöglichenden Resultaten führt. Bekanntlich ist es ein grofser Uebelstand, dafs der im Handel befindliche Rohkautschuk eine Reihe von Beimischungen enthält, die nicht allein seine Verarbeitung wesentlich erschweren, sondern auch als Kautschuk mitbezahlt werden müssen, obgleich sie ein sehr störender Ballast sind. Die störendste Beimischung für die Fabrikation der Kautschukwaaren, abgesehen von den mechanischen Verunreinigungen, wie Steinen, Blättern, Sand, Aesten etc., bilden die Harze, deren Entfernung grofse Schwierigkeiten machte und auf deren unvollkommenen Entfernung in vielen Fällen das Verderben der Kautschukwaare zurückzuführen ist. Alle diese Verunreinigungen werden in der einfachsten Weise durch Centrifugiren der frischen Kautschukmilch von vorn herein beseitigt. Es soll hierbei noch darauf hingewiesen werden, dafs auch die bei der Kautschukgewinnung restirenden Pflanzenteile eine vorzügliche Verwerthung gestatten, insofern als der Inhalt der Bananenfrüchte getrocknet und vermählen ein durch aufserordentlich hohen Nährstoffgehalt und WTohlgeschmack ausgezeichnetes Mehl darbietet, welches sowohl zum Verbacken als auch für Koch- und Fütterungszwecke gleich werthvoll ist. Durch das vorliegende Verfahren ist es einerseits ermöglicht, aus derselben Bananenpflanzung etwa den vierfachen Nutzen zu ziehen als bisher und gleichzeitig die Gefahr des Verderbens von Früchten, dem bis jetzt ungefähr. pCt. der gesammten producirten Früchte anheim fielen, zu vermeiden, denn während bisher nur die Früchte bestimmter Dimensionen und bestimmten Gewichtes für den Consum von den Händlern abgenommen wurden und die übrigen ohne Weiteres als unbrauchbar dem Verderben preisgegeben wurden, wird es nach dem vorliegenden Verfahren ermöglicht, alle Früchte unabhängig von ihrer Gröfse und ihrem Gewicht völlig auszunutzen. Pa τ κ ν τ - A ν s ρ κ 0 c η ε :
1. Verfahren zur Gewinnung von Kautschuk, gekennzeichnet durch die Benutzung der Fruchtschalen, Fruchthüllen und Fruchtstengel der Musa - Pflanzen (Bananen, Pisang etc.), deren Saft extrahirt und zum Absetzen gebracht wird, wobei die abgesetzte Haut als Kautschukrohmaterial Verwendung findet.
2. Gewinnung von Kautschuk aus Musa-Pflanzen (z. B. Bananen, Pisang etc.) dadurch, dafs die Früchte an den Endseiten geöffnet werden und, nachdem die Hauptm.enge des Saftes freiwillig ausgeflossen ist, der Rest desselben durch Centrifugiren oder Auslaugen mittelst eines chemischen Lösungsmittels event, unter Luftverdünnung gewonnen wird.
3. Eine Ausführungsform des in Anspruch 2 charakterisirten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiderseitig abgeschnittenen Früchte in radialer Lage durch eine Centrifuge direct ausgeschleudert wer-
■ den und so der in ihnen enthaltene Kautschukmilchsaft gewonnen wird.
4. Directe Gewinnung von Kautschuk aus dem Milchsaft der Musa-Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, dafs die präparirten Pflanzen oder Pflanzenteile einer Centrifugirung unterworfen und der so erhaltene oder sonst. extrahirte Milchsaft in der. Centrifugirmaschine weiter behandelt wird, zum Zweck einer Trennung des reinen Kautschuks von seinen Verunreinigungen. ■
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