DE10061378B4 - Produktionsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine mit einer Anzeigevorrichtung - Google Patents

Produktionsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine mit einer Anzeigevorrichtung Download PDF

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Abstract

Produktionsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine, mit einer Maschinensteuerung und einer Anzeigevorrichtung zur visuellen Wiedergabe von Informationen, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung mindestens einen Projektor für optisches Licht aufweist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Produktionsmaschinen gemäß der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art. Derartige Maschinen können beispielsweise kunststoffverarbeitenden Maschinen wie Spritzgießmaschinen oder Polyurethan-Spritzmaschinen, oder auch Werkzeugmaschinen wie Fräs- oder Bohrautomaten sein.
  • Diese Maschinen werden über eine Maschinensteuerung automatisch, halbautomatisch oder auch manuell gesteuert, wobei über eine Anzeigevorrichtung Maschinendaten, Prozeßparameter und dergleichen visuell in Form von Daten und/oder Graphen dargestellt werden. Bei bekannten Maschinen werden als Anzeigevorrichtungen beispielsweise Kathodenstrahlröhren (CRT) eingesetzt, die einerseits eine gute Ablesbarkeit bieten, andererseits relativ voluminös sind. Demgegenüber bieten Anzeigen mit Dünnschichttransistoren (TFT) oder Flüssigkristallanzeigen (LCD) den Vorteil eines flachen Bildschirms, wobei aber zusätzlich in der Regel eine Hintergrundbeleuchtung erforderlich ist. Für alle diese Systeme muß jedoch an der Maschine eine ausreichend große Fläche für den Anzeigebildschirm zur Verfügung gestellt werden, und das optische Auflösungsvermögen ist durch die Bauart der Anzeigevorrichtung vorgegeben.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Produktionsmaschine der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die Anzeigevorrichtung wenig zusätzliche Maschinenfläche in Anspruch nimmt und flexibel einsetzbar ist.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch eine Produktionsmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1; die Unteransprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß weist die Anzeigevorrichtung einen Projektor für optisches Licht auf, so daß alle Anzeigen wie Schriftzeichen, Zahlen und/oder Graphen auf eine im Prinzip beliebige Projektionsfläche projiziert werden können.
  • Als Projektionsoberfläche könnte beispielsweise einfach eine helle Gebäudewand dienen. Normalerweise sind Projektionsmaschinen mit einem Schutzgehäuse versehen, so daß eine Gehäusewand vorteilhaft als Projektionsfläche eingesetzt werden kann. Dies gilt insbesondere auch für Türen im Schutzgehäuse, die während des Betriebs normalerweise geschlossen sind und deren Fläche ansonsten nicht genutzt würde.
  • Häufig sind diese Türen zumindest teilweise aus durchsichtigen Werkstoffen wie Glas oder Kunststoff gefertigt. Hier bietet es sich an, diese Werkstoffe teildurchsichtig zu gestalten bzw. mit teilreflektierenden Beschichtungen wie Folien oder dergl. zu belegen. Auf diese Weise ist es möglich, durch die teilweise durchsichtigen Türen die Vorgänge innerhalb der Maschine zu überwachen und gleichzeitig die auf die Türfläche projizierten Prozeßparameter, Graphen und dergl. zu kontrollieren. Dies ist insbesondere bei Einstellvorgängen vorteilhaft.
  • Falls die Türen als Projektionsflächen verwendet werden, sollte die Maschine mit Endschaltern für die Verschlußstellung der Türen versehen sein, die mit dem Projektor in Verbindung stehen. Beim Öffnen der Türe kann dann der Projektor automatisch abgeschaltet werden, um eine ungleichmäßige Beleuchtung des Arbeitsfeldes innerhalb des Gehäuses zu vermeiden. Alternativ kann der Projektor beim Öffnen der Türen auf gleichmäßiges Weißlicht geschaltet werden und das Arbeitsfeld innerhalb des Gehäuses zusätzlich beleuchten. Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, den Projektor außerhalb des Maschinengehäuses zu installieren. Er kann auch an einer geeigneten Stelle innerhalb des Maschinengehäuses montiert sein, wobei die Projektion entweder direkt oder über Umlenkspiegel auf die Projektionsfläche erfolgt, ggf. auch als Hintergrundprojektion auf eine durchscheinende Projektionsfläche.
  • Als Projektoren können alle handelsüblichen Vorrichtungen eingesetzt werden, beispielsweise Röhrenprojetoren oder Projektoren in TFT- oder LCD-Bauart.
  • Bei der erfindungsgemäßen Produktionsvorrichtung kann die visuelle Anzeige in jeder beliebigen Größe und in jedem beliebigen Format den Erfordernissen entsprechend erfolgen, und die Auflösung der Anzeige kann problemlos geändert werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll nachfolgend erläutert werden.
  • Auf einem Maschinenbett sind Maschinenelemente wie ein Schneckenantrieb, eine Schnecke, eine Formeneinheit und eine Auswerfereinheit sowie ein Beschickungstrichter montiert.
  • Die Maschinenelemente sind von einem Schutzgehäuse umgeben, das verschiebbare Türen aufweist, wobei die Schließstellung der Türen über Endschalter festgestellt wird.
  • Seitlich des Maschinengehäuses ist eine Bedienungssäule angeordnet, die die Maschinensteuerung, ein Bedienungsfeld und Bedienungselemente aufweist. Desweiteren trägt das Bedienungsfeld eine Projektionsfläche, die vorteilhafterweise mit reflektierendem oder fluoreszierendem Material beschichtet ist.
  • Weiterhin ist ein Projektor mit einem Objektiv vorgesehen. Der Projektor ist so montiert, daß sein Projektionskegel auf die Projektionsfläche ausgerichtet ist, wobei die Projektion nicht notwendigerweise direkt erfolgt, sondern bei Bedarf über Umlenkspiegel, -prismen oder dergl.
  • Es ist nicht erforderlich, die Projektionsfläche direkt am Bedienungsfeld vorzusehen, sondern die Projektion kann auch auf flache Flächen des Maschinenbettes oder Gehäuseflächen oder auf die Türen erfolgen. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, eine konventionelle Anzeige im Bedienungs feld zusätzlich vorzusehen. Auch können mehrere Projektoren oder ein Projektor, der auf mehrere Flächen projiziert, eingesetzt werden. Beispielsweise kann auch die Projektion auf zwei Türen gleichzeitig oder wechselweise erfolgen, so dass, wenn eine Tür geöffnet wird, die Projektion auf eine andere Tür wechselt bzw. auf dieser verbleibt.
  • Die Ansteuerung des Projektors erfolgt wie bei üblichen Maschinen in an sich bekannter Weise über eine Maschinensteuerung, eine Graphikkarte etc. Die Maschinensteuerung ist dabei vorteilhafterweise mit den Endschaltern verbunden und steuert den Projektor abhängig von den Signalen dieser Endschalter, falls der Projektor auf die Türflächen projiziert.
  • Die erfindungsgemäßen Maßnahmen können bei allen Produktionsmaschinen eingesetzt werden, in denen mehrere Prozeßparameter durch eine Bedienungsperson zu überwachen bzw. zu steuern sind, wobei die Prozeßparameter der Bedienungsperson in Form von Schriftzeichen, Zahlen und/oder Graphen mitgeteilt werden.

Claims (8)

  1. Produktionsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine, mit einer Maschinensteuerung und einer Anzeigevorrichtung zur visuellen Wiedergabe von Informationen, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung mindestens einen Projektor für optisches Licht aufweist.
  2. Produktionsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Maschinengehäuse oder einer Bedienungstafel eine Projektionsfläche vorgesehen ist.
  3. Produktionsmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch mindestens eine bewegbare Tür, wobei die Tür teilweise als Projektionsfläche ausgebildet ist.
  4. Produktionsmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionsfläche mit einer reflektierenden oder fluoreszierenden Beschichtung belegt ist.
  5. Produktionsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung als Folie aufgebracht ist.
  6. Produktionsmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Endschalter für die Verschlussstellung der Tür, wobei der Projektor nur dann optische Bilder auf die Tür projiziert, wenn die Endschalter die Verschlussstellung der Tür erfassen.
  7. Produktionsmaschine nach Anspruch 6 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür eine Projektionsfläche aus teilweise durchsichtigem Material aufweist.
  8. Produktionsmaschine nach Anspruch 3, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektion gleichzeitig oder alternierend auf mehrere Türen erfolgt.
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