DE10054931A1 - Drahtlose Relaisstation für mehrere Funkschnittstellenstandards - Google Patents

Drahtlose Relaisstation für mehrere Funkschnittstellenstandards

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Abstract

Es wird ein Verfahren beschrieben, das erlaubt, drahtlose Funknetze zu verbinden, die nach verschiedene Funkstandards übertragen. Dazu wird eine drahtlose Relaisstation eingeführt, die im Zeit-, Frequenz- und Codebereich Funknetze verbinden kann, die in gleichen oder verschiedenen Frequenzbändern übertragen. Damit wird eine Transportplattform auf Basis heterogener Funknetze ermöglicht.

Description

Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zum Betreiben heterogener paketorientiert übertragender Funkterminals, die sich innerhalb desselben Funkversorgungsgebietes oder in mehreren Versorgungsgebieten aufhalten und durch drahtlose Basisstationen die eine Relaisfunktion haben, versorgt werden mit dem Ziel der Steigerung des Konnektivitätsgrades zwischen heterogenen Funksystemen, die einen anderen Funkstandard benutzt als das Funkterminal. Der Begriff Konnektivität beschreibt den Grad bzw. die Wahrscheinlichkeit mit der ein Funkterminal direkt oder indirekt mit einer Basisstation verbunden werden kann.
Im Unterschied zu üblichen drahtlos übertragenden Systemen wird hierbei mit Hilfe der Basisstation einzelnen Funkterminals eine durch Parameter wie Durchsatz, Paketverzögerungsdauer, Schwankung der Paketverzögerungszeit usw. charakterisierte Dienstgüte für Kommunikationsbeziehungen garantiert.
Praktische Einsatzfelder solcher Systeme sind u. a.:
  • - Lokale Netze für die Daten- und Multimediakommunikation,
  • - Teilnehmeranschlussnetze an Weitverkehrsnetze
  • - Zugangsnetze zu IP-Netzen,
  • - Netze zur Verbindung von ortsfesten und mobilen Teilnehmern, sowie mobilen Teilnehmern untereinander.
Stand der Technik
Es gibt verschiedene bekannte Ansätze in Funksystemen für die Zuteilung der zur Übertragung von Daten (inkl. Audio und Video) nötigen Kapazität des Funkmediums an die übertragungswilligen Funkterminals, nämlich
  • - exklusive Zuteilung von Übertragungskapazität im Zeit-, Code-, und Frequenzbereich an ein übertragungswilliges Terminal. Dabei werden zwei Varianten unterschieden:
  • - Die Kapazität wird verbindungsorientiert mit Hilfe eines Kanals fester oder zeitlich variabler Übertragungsrate durch eine Basisstation zugewiesen und ist damit auch gleichzeitig exklusiv für die Dauer der Verbindung reserviert (z. B. GSM [2], HSCSD mit Ausnahme von GPRS[4])
  • - Die Kapazität wird durch eine Basisstation dynamisch jeweils nur für sehr kurze zukünftige Zeitintervalle an die einzelnen zugehörigen Terminals vergeben. Diese Vergabe wird durch eine zentrale Station gesteuert, die entweder von Anfang an bekannt ist oder von einem System selbst bestimmt wird. (z. B. HIPERLAN/2[5][6])
  • - nicht exklusive Zuteilung von Übertragungskapazität durch unkoordinierten Zugriff (z. B. IEEE 802.11[7]). In diesem Fall greifen die übertragungswilligen Funkterminals zunächst nur teilweise koordiniert auf einen Funkkanal zu. Eine vollständige Koordination ergibt sich im Zeitverlauf für jede Übertragung eines Terminals durch eine dezentrale Strategie des Kanalzugriffs, ohne zentrale Vergabe.
Mängel bisher bekannter Ausführungen und Aufgabenstellung
Im folgenden wird auf Funknetze mit zentraler Steuerung eingegangen. Eine Zuteilung von Übertragungskapazität durch eine zentrale Vergabestelle (AP) (AP: eng. Access Point. Eine zentrale Station, die ein ihr zugeordnetes Netz organisiert und einen Anschluss zum Festnetz hat.) für ein sende/empfangswilliges Funkterminal (MT) (MT: eng. Mobile Terminal. Ein mobiles Terminal, das eventuell nur zeitweise bewegt wird (movable) oder auch ortsfest betrieben werden kann und denselben Standard wie der AP benutzt.) ist nur möglich, wenn das Funkterminal denselben Standard wie der AP benutzt. Einem nicht standardkonformen Funkterminal (AMT) (AMT: eng. Alien Mobile Terminal. Ein fremdes mobiles Terminal. "Fremd" im Sinne dass es nicht nach dem gleichen Standard im Bezug auf AP und MT operiert.) kann keine Kapazität vom AP zugewiesen werden, da sich AMT und AP aufgrund verschiedener benutzter Funkschnittstelle- Standards nicht verstehen.
Überlappen mehrere unterschiedliche Funknetze im selben Gebiet, können die zu verschiedenen Funkstandards gehörigen Funkstationen nicht miteinander kommunizieren. Gleichzeitig können sie aber Interferenzen zueinander verursachen.
Erfindungsgemäße Problemlösung
Die Erfindung benutzt eine gemeinsame zeitlich ineinander greifende Kapazitätsvergabe verschiedener Funkstandards. Die Kapazitätsvergabe für vom AP direkt über einen gemeinsamen Funkstandard erreichbare Funkterminals (MT, WR) (WR: engl. Wireless Router. Ein MT, das mehr als einen Standard unterstützen und zusätzlich die Aufgaben einer Relaisstationen übernehmen kann und dadurch zur drahtlosen Basisstationen wird.) wird vom AP realisiert. In diesem Fall handelt es sich um die erste Funkteilstrecke (1. Hop), gezählt vom AP, vgl. Abb. 1.
Die Steuerdaten des AP zur Kapazitätsvergabe des Funkkanals vom AP an MT und WR des ersten Hops werden periodisch, nach vorher bestimmten Abständen oder dynamisch nach jeweils vorher angekündigten oder bekannten Abständen im Rundsendemodus versandt. Der AP ermöglicht allen MTs und WRs in seinem Versorgungsbereich einen wahlfreien Zugriff zur Signalisierung eines Übertragungswunsches, wobei der Erfolg des Zugriffs explizit oder implizit mitgeteilt wird und bei überlappenden Zugriffen (Kollisionen) standardgemässe Mechanismen zur Kollisionsauflösung verwendet werden. Diese Art der dynamischen Kapazitätszuteilung ist Stand der Technik und wird z. B. im drahtlosen lokalen Netz ETSI/BRAN HIPERLAN/2 bzw. IEEE 802.11a benutzt, vgl. [1] [5].
Diese Art der Kapazitätsvergabe durch Reservierung wird erfindungsgemäß dadurch erweitert, dass einzelne MTs als WRs auftreten und gegenüber AMTs als drahtlose Relaisstationen dienen, gegenüber AP aber als MTs erscheinen.
Ein WR benutzt die vom AP ihm auf Auforderung zugeteilte Übertragungskapazität für die Übertragung eigener Daten und z. T., um den vom ihm selbst gesteuerten AMTs die Übertragung zum AP über eine zweite Funkstrecke (zwischen AMT und WR) nach unterschiedlichen Funkstandards zu ermöglichen, nämlich vom AMT zu WR mit dem einen Standard, der unterschiedlich ist zu dem, der zwischen WR und AP benutzt wird.
Der AP wird im folgenden als seinen MTs und WRs übergeordnet bezeichnet, weil er deren Übertragungen steuert. Ebenso ist ein WR1 einem WR2 und einem AMT im gleichen Sinne übergeordnet.
Jedes WR bildet dazu seinerseits eine Teilrahmenstruktur aus, die sich bzgl. der auf dem 1. Hop benutzten strukturell unterscheiden kann, die eingebettet ist in die von der übergeordneten Station AP auf dem 1. Hop benutzten Rahmenstruktur, wobei auf dem 2. Hop ein anderer Funkschnittstellenstandard unterstützt wird. Dabei wird durch die Teilrahmenstruktur nur die dem WR zugewiesene Kapazität belegt, die durch die Zeitdauer der Belegung der übergeordneten Rahmenstruktur durch das WR bestimmt ist. Die dem WR zugewiesene Kapazität variiert von Zeit zu Zeit unter Steuerung durch den AP. Die auf dem 2. Hop zwischen WR und AMT benutzte Teilrahmenstruktur folgt einem fremden Standard. Es sind auch sequentielle Anordnungen von WRs möglich, wobei auf dem vom AP am weitentferntesten Hop ein anderer Funkstandard benutzt wird als auf den anderen Hops in Richtung zum AP.
Die Kommunikationen zwischen einem AMT und einem beliebigen MT zwischen AMT und AP erfolgt wie folgt: Das WR arbeitet alternierend zeitlich versetzt nach dem für die Kommunikation zwischen AP und MT gültigen Standard und überträgt dabei eigene Daten oder fremde Daten für andere Stationen z. B. AMTs. Anschließend kommuniziert das WR nach dem für das AMT gültigen Standard und danach wiederholt sich der Ablauf.
Es ist auch vorgesehen, dass ein erstes WR1, das über einen 1. Hop vom AP gesteuert wird, Daten über einen 2. Hop mit einer anderen ihm untergeordneten Stationen WR2 austauscht, die den gleichen oder verschiedene Funkstandards verwenden wie WR1 für die Kommunikation der übergeordneten Einrichtung AP, falls ein betroffenes AMT nicht im Versorgungsgebiet des WR1 liegt.
Es ist auch vorgesehen, dass eine Kommunikation zwischen AMTs stattfindet, die einen vom AP unterschiedlichen Funkstandard benutzen. Dabei arbeitet das WR wie oben beschrieben. Die Kommunikation zwischen den AMTs läuft dabei über den AP.
Ein AMT kann sich zu mehr als einem WR assoziieren, um eine Steigerung des Durchsatzes zu erreichen, indem das AMT seine Daten zeitlich nacheinander zu den verschiedenen übergeordneten WRs versendet.
Es ist auch vorgesehen, dass sich ein WR, das mit einem AP A assoziiert ist, mit einem anderen WR kommuniziert, das mit einem anderen AP verschiedenen Funkstandards als bei AP A assoziiert ist, wobei zwei heterogene Funknetze miteinander verbunden werden.
Neben der Zuweisung von Übertragungskapazität auf den verschiedenen Hops im Zeitbereich nach dem TDMA-Verfahren für Teilrahmen ist auch eine Zuweisung von Kapazität im Frequenzbereich (FDMA) und Codebereich (CDMA) vorgesehen. Entscheidend ist, dass die zentrale Basisstation (AP), die ihr zur Verfügung stehende Kapazität in Teilkapazitäten zerlegt, die ihrerseits den einzelnen Relaisstationen (WR) zugeordnet werden. Das WR kann ebenfalls die ihr zugewiesene Übertragungskapazität im Zeit-, Frequenz- und Codebereich beliebig an die von ihr gesteuerten Funkterminals zuweisen. Hierzu wird die oben beschriebene Verwaltung der entsprechenden Teilstrecken (Hops) und die Vergabe von Kapazität an die von WR gesteuerten Teilbereiche, d. h. die MTs bzw. AMTs angewendet.
Bei geeigneten Funkverhältnissen ist es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, eine räumliche Zuweisung von Übertragungskapazität so vorzunehmen, dass die TDMA - Teilrahmenstruktur gleichzeitig auf den 2. Hops an verschiedenen Orten des zentral gesteuerten Netzes verwendet wird.
Für die Sicherstellung einer geforderten Dienstgüte ist die Möglichkeit der gezielten und organisierten Vergabe von Übertragungskapazität Voraussetzung. Die Einhaltung der Dienstgüte obliegt den Einheiten (AP, WR), die eine Verteilung der ihnen verfügbaren Kapazität für die Übertragung der einzelnen Stationen steuern.
Durch diese Erfindung wird sichergestellt, dass Anwendungen verschiedener Funkterminals und auf Rechnern des Festnetzes datentransparent kommunizieren können, auch wenn Sequenzen von verschiedenen Funkschnittstellen durchlaufen werden.
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Abb. 1, Abb. 2, und Abb. 3 dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Als Beispiele für die Erfindung werden das HIPERLAN 2 (H/2) und das IEEE 802.11 System betrachtet.
Es zeigen
Abb. 1 ein für die Erfindung anwendbares Szenario, bzw. die Anordnung der jeweiligen Stationen.
Abb. 2 eine für die Erfindung relevante Rahmenstruktur des AP und Teilrahmenstruktur des WR.
Abb. 3 eine andere für die Erfindung relevante Rahmen- und Teilrahmenstruktur.
Abb. 1 zeigt eine beispielhafte Situation, wie sie in Paketfunknetzen auftreten kann. Es gibt in diesem Fall zwei verschiedene Funknetze, die H/2 Funknetze A und B und das IEEE 802.11 Funknetz C. Im Funknetz A arbeitet das H/2-System im "centralized mode", wobei die einzelnen MTs des Systems durch die Basisstation (AP) gesteuert werden. Das Funknetz C überlappt teilweise mit dem Versorgungsgebiet der APs von Funknetz A und Funknetz B. Obwohl sich MT1 (das in diesem Beispiel zu Funknetz C gehört und bzgl. Funknetz A ein AMT1 ist) innerhalb des Versorgungsgebietes des AP von Funknetz A befindet, kann es nicht mit dem AP kommunizieren, da es den Funkstandard IEEE 802.11 benutzt. Außerdem können Mobilterminals von Funknetz B, das den H/2-Standard verwendet, nicht mit dem AP von Funknetz A kommunizieren.
Die Erfindung betrifft Lösungen zur Verbindung von AMTs mit dem AP, wobei Funknetze mit verschiedenen Funkstandards zu einem heterogenen Netz zusammenwachsen, indem alle Funkterminals untereinander und mit dem AP kommunizieren können. Voraussetzung dafür ist, dass sich ein AMT innerhalb der Versorgungsreichweite RWR des jeweiligen WR befinden, die als Relaisstationen (WR) genutzt werden und eine Brücke zwischen AP und AMT bilden.
In Abb. 2 ist der Teilrahmen innerhalb des H/2 MAC-Rahmens (MAC: engl. Medium Access Control, vgl. H/2 Standard.) für Relaisbetrieb (in diesem Beispiel für ein H/2 kompatibles Funkterminal WR1) gezeigt, das erfindungsgemäß einen IEEE 802.11 Teilrahmen generiert. Der H/2-MAC-Rahmen wird durch den AP definiert und dabei für WR1 im sogenannten Down- oder Uplinkbereich dieses Rahmens eine bestimmte Zeitspanne mit entsprechender Übertragungskapazität reserviert, die das WR durch einen Teilrahmen zur Übertragung von Daten zwischen WR1 und Mobilterminals beliebig nutzen kann, die mittels Standard IEEE 802.11 übertragen.
Der AP darf also weder Daten während einer reservierten Teilrahmen-Phase versenden noch empfangen. Im reservierten Bereich wird die Teilrahmenstruktur verwendet, die den Regeln des AMT1 entspricht (in diesem Beispiel also der MAC- Rahmen von IEEE 802.11 für PCF (PCF: engl. Point Coordination Function, vgl. IEEE 802.11 Standard.) Betrieb).
In diesem Beispiel arbeitet das WR1 erfindungsgemäß abwechselnd nach zwei unterschiedlichen Regeln, nämlich nach derjenigen wie beim AP (H/2 Standard), um mit ihm Daten auszutauschen, bzw. nach dem IEEE 802.11 Standard, um mit dem entsprechenden bernachbarten MTs zu kommunizieren. Das WR verhält sich als H/2 MT gegenüber dem AP und assoziiert sich mit dem AP und verhält sich als WR gegenüber 802.11- Mobilterminals, in diesem Beispiel also als PC (PC: engl. Point Coordinator, ein Pollstation im PCF Betrieb, vgl. IEEE 802.11 Standard.) entsprechend Standard IEEE 802.11 oder läßt sich solche Terminals gemäß der DCF (DCF: Distributed Coordination Function, vgl. IEEE 802.11 Standard.) übertragen.
Zunächst arbeitet das WR1 wie ein gewöhnliches H/2 Mobilterminal. Das WR1 bekommt dabei die Übertragungskapazität vom AP standardgemäß durch exklusive Reservierung zugewiesen. Danach verhält sich das WR1 wie ein IEEE 802.11 PC und pollt benachbarte IEEE 802.11 Stationen (in diesem Beispiel das IEEE 802.11 MT1). Dabei weist WR1 ein Stück der ihm von AP zugewiesenen Übertragungskapazität dem MT1 und danach MT2 usw. zu, so dass ein Datenaustausch zwischen MT1 und WR1 möglich ist. Unter Steuerung von WR1 können danach IEEE 802.11 Mobilterminals direkt untereinander kommunizieren. Die bei WR1 vom MT1 empfangenen Daten im Format des IEEE 802.11 Standards werden dort entsprechend dem H/2- Standard vom AP umformatiert und im Speicher von WR1 gepuffert. Das WR1 verhält sich danach wie ein H/2 MT gegenüber dem AP und leitet die gepufferten Daten zum AP weiter.
Befindet sich ein H/2 MT außerhalb der Funkreichweite RAP des AP (z. B. MT3 in Abb. 1), kann es keine Daten mit dem AP austauschen. In diesem Beispiel wird erfindungsgemäß ein IEEE 802.11 Mobilterminal WR2, das mit WR1 assoziiert ist, MT3 über WR1 mit dem AP verbinden. In Abb. 3 ist der Teilrahmen für den Relaisbetrieb innerhalb der CFP (CFP: engl. Contention Free Period, vgl. IEEE 802.11 Standard.) beim PCF Betrieb von IEEE 802.11 gezeigt. Die Gesamtdauer der CFP und der CP (CP: engl. Contention Period, vgl. IEEE 802.11 Standard.) zusammen entspricht der Dauer des Teilrahmens der übergeordneten Relaisstation WR1.
Das WR2 dient als Brücke zwischen MT3 und WR1. Damit ist eine bidirektionale Kommunikation zwischen AP und MT3 möglich. Das zugehörige Verfahren wird im folgenden beschrieben:
Das WR2 verhält sich zu WR1 wie ein IEEE 802.11 MT. Nachdem WR1 das WR2 gepollt hat (das WR2 bekommt dabei von WR2 eine Berechtigung zur Nutzung der zugewiesenen Kapazität), "verhält sich WR2" gegenüber MT3 wie ein H/2 AP im centralized mode.
Empfängt das WR2 Daten von MT3, dann werden sie nach der Umformatierung, wobei die Daten entsprechend dem Standard von WR1 vorbereitet und im Speicher von WR2 gepuffert werden. Das WR2 verhält sich gegenüber WR1 wie ein IEEE 802.11 Funkterminal und leitet die gepufferten Daten an WR1 weiter. Das WR1 routet die Daten je nachdem ob sie für sich selbst oder für den AP bestimmt sind, zum Ziel weiter.
Mit Hilfe von WR1 und WR2 kann beispielsweise auch MT3 im Funknetz B mit MT2 im Funknetz C kommunizieren, vgl. Abb. 1. Das Verfahren entspricht dem oben beschriebenen.
1.6 Literatur (Relevanter Stand der Technik)
[1] DE 195 35 329 A1.
[2] ETSI. Digital cellular telecommunication; Mobile Station - Base Station System (MS-BSS) interface; General Aspects and principles, GTS GSM 04.01. European Telecommunications Standards Institute, November 1996. EN.
[3] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); High PErformance Radio Local Area Network (HIPERLAN) Type 1; Functional Specification V1.2.1, EN 300 652. European Telecommunications Standards Institute, September 1998. EN.
[4] ETSI. Digital cellular telecommunication (Phase 2+); General Packet Radio Service (GPRS); Overall description of the GPRS radio interface, TR 101 350, (GSM 03.64). European Telecommunications Standards Institute, October 1998. EN.
[5] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 1 - Basic Data Transport Function, DTS/BRAN030003-1 V0.i European Telecommunications Standards Institute, September 1999. DTS.
[6] ETSI. Broadband Radio Access Network (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 4 - Extension for Home Environment, DTS/BRAN-0020004-4 V0.a. European Telecommunication Standards Institute, August 1999. DTS.
[7] IEEE. Wireless LAN Medium Access Control (MAC) and Physical Layer (PHY) specifications. Broadband Radio Access (BRAN); Standard 802.11, IEEE, New York, November 19997. EN.

Claims (17)

1. Verfahren mit drahtlosen Relaisstationen in zentral gesteuerten, Dienstgüte garantierenden paketvermittelnden Funksystemen mit steuernder Basisstation (AP), mobilen Terminals (MT) und als Relais arbeitenden Stationen (WR) zur Verbindung einer Station (AMT), die nicht den gleichen Funkstandard benutzt wie AP und MT, für bidirektionale Kommunikation zwischen AMT und AP, wobei die Station WR über Funk sowohl eine Verbindung zum AP als auch zum AMT unterhält, dadurch gekennzeichnet, dass ein Funkterminal WR verschiedene Funkstandards bezüglich benachbarter Funkterminals AP bzw. AMT unterstützt und Datenaustausch zwischen AB und AMT ermöglicht, wobei die solche Funkterminals benutzenden Anwendungen datentransparent kommunizieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zuweisung von Übertragungskapazität an Funkterminals MT durch eine zentrale Steuerungsstation AP entsprechend dem HIPERLAN/2 Standard erfolgt, und dass eine nach HIPERLAN/2 arbeitende Relaisstation WR1 Teile der ihr zugewiesene Übertragungskapazität gemäß dem IEEE 802.11 Funkprotokoll an dritte Funkterminals zuweist, wobei WR1 in Kenntnis der IEEE 802.11-spezifischen Zugriffsregeln und maximal zulässigen Paketgrößen durch vorzeitige Sendung von Signalen gegen Ende der für WR1 reservierten Zeitspanne dafür sorgt, dass unter Steuerung von WR1 übertragende Terminals zeitlich nicht länger übertragen, als vom AP an WR1 durch Reservierung festgelegt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zuweisung von Übertragungskapazität an Funkterminals MT durch eine zentrale Steuerungsstation PC entsprechend dem IEEE 802.11 Standard erfolgt, und dass eine nach Standard IEEE 802.11 arbeitende Station WR1 als Relais arbeitet und Teile der ihr zugewiesene Übertragungskapazität gemäß dem H/2 Funkprotokoll an dritte Funkterminals zuweist, wobei WR1 in Kenntnis der IEEE 802.11- spezifischen Zugriffsregeln und maximal zulässigen H/2-MAC-Rahmendauer dafür sorgt, dass unter Steuerung von WR1 übertragende Terminals nach H/2-spezifischen Zugriffsregeln arbeiten und zeitlich nicht länger übertragen, als vom PC an WR1 durch Polling festgelegt ist.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein fremdes Mobiles Terminal (AMT) die Rolle eines WR übernimmt.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Kaskadierung der Relaisfunktion möglich ist, wobei eine aus der Sicht eines WR als AMT gesteuerte Station auch gleichzeitig WR bzgl. einer anderen Station sein kann und sich deshalb aus der ursprünglichen Teilrahmenstruktur rekursiv weitere Teilrahmenstrukturen ausbilden, deren Tiefe der Anzahl der benutzten Teilstrecken (hops) zwischen AP und entferntestem AMT in der Kaskade entsprechen.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine aus der Sicht eines WR1 als AMT gesteuerte Station auch gleichzeitig WR2 für eine andere Station sein kann, die nicht den gleichen Funkstandard wie das WR1 benutzt.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Station (AP) jeweils mehrere Terminals (MT) und Relaisstationen (WR) versorgen kann.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Station WR gleichzeitig mehrere Stationen AMT versorgen kann.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Zuteilung der Kapazität für das WR wahlweise im Zeitbereich (TDMA), im Frequenzbereich (FDMA) und Codebereich (CDMA) erfolgen kann.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere WRs geben kann, die in verschiedenen örtlichen Bereichen einer vom AP definierten Zelle mit ihnen assoziierte AMTs versorgen, wobei Teilrahmen zeitgleich an verschiedenen Orten der Zelle erzeugt werden.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Teilrahmens eines WR dynamisch variiert und unterschiedlich lang sein kann.
12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Datenaustausch zwischen den von einem WR gesteuerten AMTs erfolgt.
13. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Datenaustausch zwischen AMTs erfolgt, die von verschiedenen WRs gesteuert werden.
14. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass WRs, die mit APs assoziiert sind, die unterschiedliche Standards unterstützen, über mehrere Funkstrecken miteinander verbunden werden.
15. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein AMT mit mehr als ein WR assoziiert ist.
16. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Datenaustausch zwischen AP und AMT, gesteuert durch mehr als einen WR, erfolgt.
17. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Rundsendemodus (point-to-multipoint) für Nutzdatenübermittlung benutzt wird.
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