DE10054931A1 - Drahtlose Relaisstation für mehrere Funkschnittstellenstandards - Google Patents
Drahtlose Relaisstation für mehrere FunkschnittstellenstandardsInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren beschrieben, das erlaubt, drahtlose Funknetze zu verbinden, die nach verschiedene Funkstandards übertragen. Dazu wird eine drahtlose Relaisstation eingeführt, die im Zeit-, Frequenz- und Codebereich Funknetze verbinden kann, die in gleichen oder verschiedenen Frequenzbändern übertragen. Damit wird eine Transportplattform auf Basis heterogener Funknetze ermöglicht.
Description
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren
zum Betreiben heterogener paketorientiert
übertragender Funkterminals, die sich innerhalb
desselben Funkversorgungsgebietes oder in mehreren
Versorgungsgebieten aufhalten und durch drahtlose
Basisstationen die eine Relaisfunktion haben,
versorgt werden mit dem Ziel der Steigerung des
Konnektivitätsgrades zwischen heterogenen
Funksystemen, die einen anderen Funkstandard
benutzt als das Funkterminal. Der Begriff
Konnektivität beschreibt den Grad bzw. die
Wahrscheinlichkeit mit der ein Funkterminal direkt
oder indirekt mit einer Basisstation verbunden
werden kann.
Im Unterschied zu üblichen drahtlos übertragenden
Systemen wird hierbei mit Hilfe der Basisstation
einzelnen Funkterminals eine durch Parameter wie
Durchsatz, Paketverzögerungsdauer, Schwankung der
Paketverzögerungszeit usw. charakterisierte
Dienstgüte für Kommunikationsbeziehungen
garantiert.
Praktische Einsatzfelder solcher Systeme sind
u. a.:
- - Lokale Netze für die Daten- und Multimediakommunikation,
- - Teilnehmeranschlussnetze an Weitverkehrsnetze
- - Zugangsnetze zu IP-Netzen,
- - Netze zur Verbindung von ortsfesten und mobilen Teilnehmern, sowie mobilen Teilnehmern untereinander.
Es gibt verschiedene bekannte Ansätze in
Funksystemen für die Zuteilung der zur
Übertragung von Daten (inkl. Audio und Video)
nötigen Kapazität des Funkmediums an die
übertragungswilligen Funkterminals, nämlich
- - exklusive Zuteilung von Übertragungskapazität im Zeit-, Code-, und Frequenzbereich an ein übertragungswilliges Terminal. Dabei werden zwei Varianten unterschieden:
- - Die Kapazität wird verbindungsorientiert mit Hilfe eines Kanals fester oder zeitlich variabler Übertragungsrate durch eine Basisstation zugewiesen und ist damit auch gleichzeitig exklusiv für die Dauer der Verbindung reserviert (z. B. GSM [2], HSCSD mit Ausnahme von GPRS[4])
- - Die Kapazität wird durch eine Basisstation dynamisch jeweils nur für sehr kurze zukünftige Zeitintervalle an die einzelnen zugehörigen Terminals vergeben. Diese Vergabe wird durch eine zentrale Station gesteuert, die entweder von Anfang an bekannt ist oder von einem System selbst bestimmt wird. (z. B. HIPERLAN/2[5][6])
- - nicht exklusive Zuteilung von Übertragungskapazität durch unkoordinierten Zugriff (z. B. IEEE 802.11[7]). In diesem Fall greifen die übertragungswilligen Funkterminals zunächst nur teilweise koordiniert auf einen Funkkanal zu. Eine vollständige Koordination ergibt sich im Zeitverlauf für jede Übertragung eines Terminals durch eine dezentrale Strategie des Kanalzugriffs, ohne zentrale Vergabe.
Im folgenden wird auf Funknetze mit zentraler
Steuerung eingegangen. Eine Zuteilung von
Übertragungskapazität durch eine zentrale
Vergabestelle (AP) (AP: eng. Access Point. Eine zentrale Station, die ein ihr zugeordnetes Netz organisiert und
einen Anschluss zum Festnetz hat.) für ein sende/empfangswilliges
Funkterminal (MT) (MT: eng. Mobile Terminal. Ein mobiles Terminal, das eventuell nur zeitweise bewegt wird
(movable) oder auch ortsfest betrieben werden kann und denselben Standard wie der AP
benutzt.) ist nur möglich, wenn das
Funkterminal denselben Standard wie der AP
benutzt. Einem nicht standardkonformen
Funkterminal (AMT) (AMT: eng. Alien Mobile Terminal. Ein fremdes mobiles Terminal. "Fremd" im Sinne dass es
nicht nach dem gleichen Standard im Bezug auf AP und MT operiert.) kann keine Kapazität vom AP
zugewiesen werden, da sich AMT und AP aufgrund
verschiedener benutzter Funkschnittstelle-
Standards nicht verstehen.
Überlappen mehrere unterschiedliche Funknetze im
selben Gebiet, können die zu verschiedenen
Funkstandards gehörigen Funkstationen nicht
miteinander kommunizieren. Gleichzeitig können sie
aber Interferenzen zueinander verursachen.
Die Erfindung benutzt eine gemeinsame zeitlich
ineinander greifende Kapazitätsvergabe
verschiedener Funkstandards. Die Kapazitätsvergabe
für vom AP direkt über einen gemeinsamen
Funkstandard erreichbare Funkterminals (MT, WR) (WR: engl. Wireless Router. Ein MT, das mehr als einen Standard unterstützen und
zusätzlich die Aufgaben einer Relaisstationen übernehmen kann und dadurch zur drahtlosen
Basisstationen wird.)
wird vom AP realisiert. In diesem Fall handelt es
sich um die erste Funkteilstrecke (1. Hop), gezählt
vom AP, vgl. Abb. 1.
Die Steuerdaten des AP zur Kapazitätsvergabe des
Funkkanals vom AP an MT und WR des ersten Hops
werden periodisch, nach vorher bestimmten
Abständen oder dynamisch nach jeweils vorher
angekündigten oder bekannten Abständen im
Rundsendemodus versandt. Der AP ermöglicht allen
MTs und WRs in seinem Versorgungsbereich einen
wahlfreien Zugriff zur Signalisierung eines
Übertragungswunsches, wobei der Erfolg des
Zugriffs explizit oder implizit mitgeteilt wird
und bei überlappenden Zugriffen (Kollisionen)
standardgemässe Mechanismen zur
Kollisionsauflösung verwendet werden. Diese Art
der dynamischen Kapazitätszuteilung ist Stand der
Technik und wird z. B. im drahtlosen lokalen Netz
ETSI/BRAN HIPERLAN/2 bzw. IEEE 802.11a benutzt,
vgl. [1] [5].
Diese Art der Kapazitätsvergabe durch Reservierung
wird erfindungsgemäß dadurch erweitert, dass
einzelne MTs als WRs auftreten und gegenüber AMTs
als drahtlose Relaisstationen dienen, gegenüber AP
aber als MTs erscheinen.
Ein WR benutzt die vom AP ihm auf Auforderung
zugeteilte Übertragungskapazität für die
Übertragung eigener Daten und z. T., um den vom ihm
selbst gesteuerten AMTs die Übertragung zum AP
über eine zweite Funkstrecke (zwischen AMT und WR)
nach unterschiedlichen Funkstandards zu
ermöglichen, nämlich vom AMT zu WR mit dem einen
Standard, der unterschiedlich ist zu dem, der
zwischen WR und AP benutzt wird.
Der AP wird im folgenden als seinen MTs und WRs
übergeordnet bezeichnet, weil er deren
Übertragungen steuert. Ebenso ist ein WR1 einem
WR2 und einem AMT im gleichen Sinne übergeordnet.
Jedes WR bildet dazu seinerseits eine
Teilrahmenstruktur aus, die sich bzgl. der auf dem
1. Hop benutzten strukturell unterscheiden kann,
die eingebettet ist in die von der übergeordneten
Station AP auf dem 1. Hop benutzten Rahmenstruktur,
wobei auf dem 2. Hop ein anderer
Funkschnittstellenstandard unterstützt wird. Dabei
wird durch die Teilrahmenstruktur nur die dem WR
zugewiesene Kapazität belegt, die durch die
Zeitdauer der Belegung der übergeordneten
Rahmenstruktur durch das WR bestimmt ist. Die dem
WR zugewiesene Kapazität variiert von Zeit zu Zeit
unter Steuerung durch den AP. Die auf dem 2. Hop
zwischen WR und AMT benutzte Teilrahmenstruktur
folgt einem fremden Standard. Es sind auch
sequentielle Anordnungen von WRs möglich, wobei
auf dem vom AP am weitentferntesten Hop ein
anderer Funkstandard benutzt wird als auf den
anderen Hops in Richtung zum AP.
Die Kommunikationen zwischen einem AMT und einem
beliebigen MT zwischen AMT und AP erfolgt wie
folgt: Das WR arbeitet alternierend zeitlich
versetzt nach dem für die Kommunikation zwischen
AP und MT gültigen Standard und überträgt dabei
eigene Daten oder fremde Daten für andere
Stationen z. B. AMTs. Anschließend kommuniziert das
WR nach dem für das AMT gültigen Standard und
danach wiederholt sich der Ablauf.
Es ist auch vorgesehen, dass ein erstes WR1, das
über einen 1. Hop vom AP gesteuert wird, Daten über
einen 2. Hop mit einer anderen ihm untergeordneten
Stationen WR2 austauscht, die den gleichen oder
verschiedene Funkstandards verwenden wie WR1 für
die Kommunikation der übergeordneten Einrichtung
AP, falls ein betroffenes AMT nicht im
Versorgungsgebiet des WR1 liegt.
Es ist auch vorgesehen, dass eine Kommunikation
zwischen AMTs stattfindet, die einen vom AP
unterschiedlichen Funkstandard benutzen. Dabei
arbeitet das WR wie oben beschrieben. Die
Kommunikation zwischen den AMTs läuft dabei über
den AP.
Ein AMT kann sich zu mehr als einem WR
assoziieren, um eine Steigerung des Durchsatzes zu
erreichen, indem das AMT seine Daten zeitlich
nacheinander zu den verschiedenen übergeordneten
WRs versendet.
Es ist auch vorgesehen, dass sich ein WR, das mit
einem AP A assoziiert ist, mit einem anderen WR
kommuniziert, das mit einem anderen AP
verschiedenen Funkstandards als bei AP A
assoziiert ist, wobei zwei heterogene Funknetze
miteinander verbunden werden.
Neben der Zuweisung von Übertragungskapazität auf
den verschiedenen Hops im Zeitbereich nach dem
TDMA-Verfahren für Teilrahmen ist auch eine
Zuweisung von Kapazität im Frequenzbereich (FDMA)
und Codebereich (CDMA) vorgesehen. Entscheidend
ist, dass die zentrale Basisstation (AP), die ihr
zur Verfügung stehende Kapazität in
Teilkapazitäten zerlegt, die ihrerseits den
einzelnen Relaisstationen (WR) zugeordnet werden.
Das WR kann ebenfalls die ihr zugewiesene
Übertragungskapazität im Zeit-, Frequenz- und
Codebereich beliebig an die von ihr gesteuerten
Funkterminals zuweisen. Hierzu wird die oben
beschriebene Verwaltung der entsprechenden
Teilstrecken (Hops) und die Vergabe von Kapazität
an die von WR gesteuerten Teilbereiche, d. h. die
MTs bzw. AMTs angewendet.
Bei geeigneten Funkverhältnissen ist es mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, eine
räumliche Zuweisung von Übertragungskapazität so
vorzunehmen, dass die TDMA - Teilrahmenstruktur
gleichzeitig auf den 2. Hops an verschiedenen Orten
des zentral gesteuerten Netzes verwendet wird.
Für die Sicherstellung einer geforderten
Dienstgüte ist die Möglichkeit der gezielten und
organisierten Vergabe von Übertragungskapazität
Voraussetzung. Die Einhaltung der Dienstgüte
obliegt den Einheiten (AP, WR), die eine
Verteilung der ihnen verfügbaren Kapazität für die
Übertragung der einzelnen Stationen steuern.
Durch diese Erfindung wird sichergestellt, dass
Anwendungen verschiedener Funkterminals und auf
Rechnern des Festnetzes datentransparent
kommunizieren können, auch wenn Sequenzen von
verschiedenen Funkschnittstellen durchlaufen
werden.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Abb. 1,
Abb. 2, und Abb. 3 dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Als Beispiele für die
Erfindung werden das HIPERLAN 2 (H/2) und das IEEE
802.11 System betrachtet.
Es zeigen
Abb. 1 ein für die Erfindung anwendbares
Szenario, bzw. die Anordnung der jeweiligen
Stationen.
Abb. 2 eine für die Erfindung relevante
Rahmenstruktur des AP und Teilrahmenstruktur des
WR.
Abb. 3 eine andere für die Erfindung relevante
Rahmen- und Teilrahmenstruktur.
Abb. 1 zeigt eine beispielhafte Situation,
wie sie in Paketfunknetzen auftreten kann. Es gibt
in diesem Fall zwei verschiedene Funknetze, die
H/2 Funknetze A und B und das IEEE 802.11 Funknetz
C. Im Funknetz A arbeitet das H/2-System im
"centralized mode", wobei die einzelnen MTs des
Systems durch die Basisstation (AP) gesteuert
werden. Das Funknetz C überlappt teilweise mit dem
Versorgungsgebiet der APs von Funknetz A und
Funknetz B. Obwohl sich MT1 (das in diesem
Beispiel zu Funknetz C gehört und bzgl. Funknetz A
ein AMT1 ist) innerhalb des Versorgungsgebietes
des AP von Funknetz A befindet, kann es nicht mit
dem AP kommunizieren, da es den Funkstandard IEEE
802.11 benutzt. Außerdem können Mobilterminals von
Funknetz B, das den H/2-Standard verwendet, nicht
mit dem AP von Funknetz A kommunizieren.
Die Erfindung betrifft Lösungen zur Verbindung von
AMTs mit dem AP, wobei Funknetze mit verschiedenen
Funkstandards zu einem heterogenen Netz
zusammenwachsen, indem alle Funkterminals
untereinander und mit dem AP kommunizieren können.
Voraussetzung dafür ist, dass sich ein AMT
innerhalb der Versorgungsreichweite RWR des
jeweiligen WR befinden, die als Relaisstationen
(WR) genutzt werden und eine Brücke zwischen AP
und AMT bilden.
In Abb. 2 ist der Teilrahmen innerhalb des H/2
MAC-Rahmens (MAC: engl. Medium Access Control, vgl. H/2 Standard.) für Relaisbetrieb (in diesem Beispiel
für ein H/2 kompatibles Funkterminal WR1)
gezeigt, das erfindungsgemäß einen IEEE 802.11
Teilrahmen generiert. Der H/2-MAC-Rahmen wird
durch den AP definiert und dabei für WR1 im
sogenannten Down- oder Uplinkbereich dieses
Rahmens eine bestimmte Zeitspanne mit
entsprechender Übertragungskapazität reserviert,
die das WR durch einen Teilrahmen zur Übertragung
von Daten zwischen WR1 und Mobilterminals
beliebig nutzen kann, die mittels Standard IEEE
802.11 übertragen.
Der AP darf also weder Daten während einer
reservierten Teilrahmen-Phase versenden noch
empfangen. Im reservierten Bereich wird die
Teilrahmenstruktur verwendet, die den Regeln des
AMT1 entspricht (in diesem Beispiel also der MAC-
Rahmen von IEEE 802.11 für PCF (PCF: engl. Point Coordination Function, vgl. IEEE 802.11 Standard.) Betrieb).
In diesem Beispiel arbeitet das WR1
erfindungsgemäß abwechselnd nach zwei
unterschiedlichen Regeln, nämlich nach derjenigen
wie beim AP (H/2 Standard), um mit ihm Daten
auszutauschen, bzw. nach dem IEEE 802.11 Standard,
um mit dem entsprechenden bernachbarten MTs zu
kommunizieren. Das WR verhält sich als H/2 MT
gegenüber dem AP und assoziiert sich mit dem AP
und verhält sich als WR gegenüber 802.11-
Mobilterminals, in diesem Beispiel also als PC (PC: engl. Point Coordinator, ein Pollstation im PCF Betrieb, vgl. IEEE 802.11 Standard.)
entsprechend Standard IEEE 802.11 oder läßt sich
solche Terminals gemäß der DCF (DCF: Distributed Coordination Function, vgl. IEEE 802.11 Standard.) übertragen.
Zunächst arbeitet das WR1 wie ein gewöhnliches
H/2 Mobilterminal. Das WR1 bekommt dabei die
Übertragungskapazität vom AP standardgemäß durch
exklusive Reservierung zugewiesen. Danach verhält
sich das WR1 wie ein IEEE 802.11 PC und pollt
benachbarte IEEE 802.11 Stationen (in diesem
Beispiel das IEEE 802.11 MT1). Dabei weist WR1
ein Stück der ihm von AP zugewiesenen
Übertragungskapazität dem MT1 und danach MT2 usw.
zu, so dass ein Datenaustausch zwischen MT1 und
WR1 möglich ist. Unter Steuerung von WR1 können
danach IEEE 802.11 Mobilterminals direkt
untereinander kommunizieren. Die bei WR1 vom MT1
empfangenen Daten im Format des IEEE 802.11
Standards werden dort entsprechend dem H/2-
Standard vom AP umformatiert und im Speicher von
WR1 gepuffert. Das WR1 verhält sich danach wie
ein H/2 MT gegenüber dem AP und leitet die
gepufferten Daten zum AP weiter.
Befindet sich ein H/2 MT außerhalb der
Funkreichweite RAP des AP (z. B. MT3 in Abb. 1),
kann es keine Daten mit dem AP austauschen. In
diesem Beispiel wird erfindungsgemäß ein IEEE
802.11 Mobilterminal WR2, das mit WR1 assoziiert
ist, MT3 über WR1 mit dem AP verbinden. In
Abb. 3 ist der Teilrahmen für den Relaisbetrieb
innerhalb der CFP (CFP: engl. Contention Free Period, vgl. IEEE 802.11 Standard.) beim PCF Betrieb von IEEE
802.11 gezeigt. Die Gesamtdauer der CFP und der
CP (CP: engl. Contention Period, vgl. IEEE 802.11 Standard.) zusammen entspricht der Dauer des Teilrahmens
der übergeordneten Relaisstation WR1.
Das WR2 dient als Brücke zwischen MT3 und WR1.
Damit ist eine bidirektionale Kommunikation
zwischen AP und MT3 möglich. Das zugehörige
Verfahren wird im folgenden beschrieben:
Das WR2 verhält sich zu WR1 wie ein IEEE 802.11
MT. Nachdem WR1 das WR2 gepollt hat (das WR2
bekommt dabei von WR2 eine Berechtigung zur
Nutzung der zugewiesenen Kapazität), "verhält sich
WR2" gegenüber MT3 wie ein H/2 AP im centralized
mode.
Empfängt das WR2 Daten von MT3, dann werden sie
nach der Umformatierung, wobei die Daten
entsprechend dem Standard von WR1 vorbereitet und
im Speicher von WR2 gepuffert werden. Das WR2
verhält sich gegenüber WR1 wie ein IEEE 802.11
Funkterminal und leitet die gepufferten Daten an
WR1 weiter. Das WR1 routet die Daten je nachdem
ob sie für sich selbst oder für den AP bestimmt
sind, zum Ziel weiter.
Mit Hilfe von WR1 und WR2 kann beispielsweise
auch MT3 im Funknetz B mit MT2 im Funknetz C
kommunizieren, vgl. Abb. 1. Das Verfahren
entspricht dem oben beschriebenen.
[1] DE 195 35 329 A1.
[2] ETSI. Digital cellular telecommunication; Mobile Station - Base Station System (MS-BSS) interface; General Aspects and principles, GTS GSM 04.01. European Telecommunications Standards Institute, November 1996. EN.
[3] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); High PErformance Radio Local Area Network (HIPERLAN) Type 1; Functional Specification V1.2.1, EN 300 652. European Telecommunications Standards Institute, September 1998. EN.
[4] ETSI. Digital cellular telecommunication (Phase 2+); General Packet Radio Service (GPRS); Overall description of the GPRS radio interface, TR 101 350, (GSM 03.64). European Telecommunications Standards Institute, October 1998. EN.
[5] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 1 - Basic Data Transport Function, DTS/BRAN030003-1 V0.i European Telecommunications Standards Institute, September 1999. DTS.
[6] ETSI. Broadband Radio Access Network (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 4 - Extension for Home Environment, DTS/BRAN-0020004-4 V0.a. European Telecommunication Standards Institute, August 1999. DTS.
[7] IEEE. Wireless LAN Medium Access Control (MAC) and Physical Layer (PHY) specifications. Broadband Radio Access (BRAN); Standard 802.11, IEEE, New York, November 19997. EN.
[2] ETSI. Digital cellular telecommunication; Mobile Station - Base Station System (MS-BSS) interface; General Aspects and principles, GTS GSM 04.01. European Telecommunications Standards Institute, November 1996. EN.
[3] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); High PErformance Radio Local Area Network (HIPERLAN) Type 1; Functional Specification V1.2.1, EN 300 652. European Telecommunications Standards Institute, September 1998. EN.
[4] ETSI. Digital cellular telecommunication (Phase 2+); General Packet Radio Service (GPRS); Overall description of the GPRS radio interface, TR 101 350, (GSM 03.64). European Telecommunications Standards Institute, October 1998. EN.
[5] ETSI. Broadband Radio Access (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 1 - Basic Data Transport Function, DTS/BRAN030003-1 V0.i European Telecommunications Standards Institute, September 1999. DTS.
[6] ETSI. Broadband Radio Access Network (BRAN); HIPERLAN Type 2 Functional Specification Data Link Control (DLC) Layer Part 4 - Extension for Home Environment, DTS/BRAN-0020004-4 V0.a. European Telecommunication Standards Institute, August 1999. DTS.
[7] IEEE. Wireless LAN Medium Access Control (MAC) and Physical Layer (PHY) specifications. Broadband Radio Access (BRAN); Standard 802.11, IEEE, New York, November 19997. EN.
Claims (17)
1. Verfahren mit drahtlosen Relaisstationen in
zentral gesteuerten, Dienstgüte garantierenden
paketvermittelnden Funksystemen mit steuernder
Basisstation (AP), mobilen Terminals (MT) und
als Relais arbeitenden Stationen (WR) zur
Verbindung einer Station (AMT), die nicht den
gleichen Funkstandard benutzt wie AP und MT,
für bidirektionale Kommunikation zwischen AMT
und AP, wobei die Station WR über Funk sowohl
eine Verbindung zum AP als auch zum AMT
unterhält, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Funkterminal WR verschiedene
Funkstandards bezüglich benachbarter
Funkterminals AP bzw. AMT unterstützt und
Datenaustausch zwischen AB und AMT ermöglicht,
wobei die solche Funkterminals benutzenden
Anwendungen datentransparent kommunizieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet,
dass die Zuweisung von Übertragungskapazität an
Funkterminals MT durch eine zentrale
Steuerungsstation AP entsprechend dem
HIPERLAN/2 Standard erfolgt, und dass eine nach
HIPERLAN/2 arbeitende Relaisstation WR1 Teile
der ihr zugewiesene Übertragungskapazität gemäß
dem IEEE 802.11 Funkprotokoll an dritte
Funkterminals zuweist, wobei WR1 in Kenntnis
der IEEE 802.11-spezifischen Zugriffsregeln und
maximal zulässigen Paketgrößen durch vorzeitige
Sendung von Signalen gegen Ende der für WR1
reservierten Zeitspanne dafür sorgt, dass unter
Steuerung von WR1 übertragende Terminals
zeitlich nicht länger übertragen, als vom AP an
WR1 durch Reservierung festgelegt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet,
dass die Zuweisung von Übertragungskapazität an
Funkterminals MT durch eine zentrale
Steuerungsstation PC entsprechend dem IEEE
802.11 Standard erfolgt, und dass eine nach
Standard IEEE 802.11 arbeitende Station WR1
als Relais arbeitet und Teile der ihr
zugewiesene Übertragungskapazität gemäß dem H/2
Funkprotokoll an dritte Funkterminals zuweist,
wobei WR1 in Kenntnis der IEEE 802.11-
spezifischen Zugriffsregeln und maximal
zulässigen H/2-MAC-Rahmendauer dafür sorgt,
dass unter Steuerung von WR1 übertragende
Terminals nach H/2-spezifischen Zugriffsregeln
arbeiten und zeitlich nicht länger übertragen,
als vom PC an WR1 durch Polling festgelegt
ist.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein fremdes Mobiles Terminal (AMT) die
Rolle eines WR übernimmt.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kaskadierung der Relaisfunktion
möglich ist, wobei eine aus der Sicht eines WR
als AMT gesteuerte Station auch gleichzeitig WR
bzgl. einer anderen Station sein kann und sich
deshalb aus der ursprünglichen
Teilrahmenstruktur rekursiv weitere
Teilrahmenstrukturen ausbilden, deren Tiefe der
Anzahl der benutzten Teilstrecken (hops)
zwischen AP und entferntestem AMT in der
Kaskade entsprechen.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass eine aus der Sicht eines WR1 als AMT
gesteuerte Station auch gleichzeitig WR2 für
eine andere Station sein kann, die nicht den
gleichen Funkstandard wie das WR1 benutzt.
7. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass eine zentrale Station (AP) jeweils mehrere
Terminals (MT) und Relaisstationen (WR)
versorgen kann.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass eine Station WR gleichzeitig mehrere
Stationen AMT versorgen kann.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung der Kapazität für das WR
wahlweise im Zeitbereich (TDMA), im
Frequenzbereich (FDMA) und Codebereich (CDMA)
erfolgen kann.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass es mehrere WRs geben kann, die in
verschiedenen örtlichen Bereichen einer vom AP
definierten Zelle mit ihnen assoziierte AMTs
versorgen, wobei Teilrahmen zeitgleich an
verschiedenen Orten der Zelle erzeugt werden.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge des Teilrahmens eines WR
dynamisch variiert und unterschiedlich lang
sein kann.
12. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein Datenaustausch zwischen den von einem
WR gesteuerten AMTs erfolgt.
13. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein Datenaustausch zwischen AMTs erfolgt,
die von verschiedenen WRs gesteuert werden.
14. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass WRs, die mit APs assoziiert sind, die
unterschiedliche Standards unterstützen, über
mehrere Funkstrecken miteinander verbunden
werden.
15. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein AMT mit mehr als ein WR assoziiert
ist.
16. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein Datenaustausch zwischen AP und AMT,
gesteuert durch mehr als einen WR, erfolgt.
17. Verfahren nach einem der voranstehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
dass ein Rundsendemodus (point-to-multipoint)
für Nutzdatenübermittlung benutzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000154931 DE10054931B4 (de) | 2000-11-06 | 2000-11-06 | Drahtlose Relaisstation für mehrere Funkschnittstellenstandards |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
| EP1292073A1 (de) * | 2001-09-05 | 2003-03-12 | Z-Com, Inc. | Verfahren zur Verbindung der Zugangspunkte von zwei drahtlosen lokalen Netzwerken |
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