DE10022728A1 - Individuelle Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung - Google Patents
Individuelle Rotorblatt-SteuerungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine individuelle Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung für einen Hubschrauber-Hauptrotor mit einem von einem Hauptgetriebe drehantreibbaren Rotormast (2), mit mehreren gleichmäßig am Umfang einer Rotornabe (4) angeordneten Rotorblättern (6), mit Primär-Steuermitteln (18) zur kollektiven und zyklischen Rotorblatt-Verstellung, welche ein Übertragungsmittel für Steuerbewegungen von einem nichtdrehenden System in ein drehendes System aufweisen, und mit Sekundär-Steuermitteln für jedes Rotorblatt (6), deren Steuerbewegung der Steuerbewegung der Primär-Steuermittel durch einen Überlagerungshebel (28) überlagert ist. Jedem Rotorblatt (6) ist ein im drehenden System angeordnetes Abtastelement (24) zugeordnet, welches bei einer Drehung des Rotors eine Kontur einer im nichtdrehenden System um die Rotorachse verlaufenden, geschlossenen Kurvenbahn (26) abtastet und dabei eine Hubbewegung ausführt, welche durch den Überlagerungshebel (28) in eine Einstellwinkel-Bewegung des Rotorblatts (6) umgeformt wird. Es wird vorgeschlagen, dass ein Kurventräger (42) dem nichtdrehenden Teil (16) der Taumelscheibe zugeordnet ist, der mehrere Kurvenbahnen (42A, 42B, 42C) unterschiedlicher, doch jeweils fester Kontur in axial beabstandeten Bereichen an der Außenmantelfläche aufweist, und dass mindestens ein Auswahlmittel (44, 46) vorhanden ist zur wahlweisen Zuordnung von jeweils einer Kurvenbahn zu den Abtastelementen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Rotorblatt-Steuerungsvor
richtung für einen Hubschrauber-Hauptrotor mit einem von
einem Hauptgetriebe drehantreibbaren Rotormast und mit meh
reren gleichmäßig am Umfang einer Rotornabe angeordneten
Rotorblättern und Steuermitteln für jedes Rotorblatt, wobei
den Rotorblättern zusätzlich zu einer kollektiven und einer
sinusförmigen, monozyklischen Einstellwinkel-Bewegung wei
tere Einstellwinkel-Bewegungen überlagert werden.
Übliche Steuerungsvorrichtungen für Hubschrauber-
Hauptrotoren weisen eine Taumelscheibe zur Übertragung von
Steuerbewegungen des Piloten vom nichtdrehenden System der
Hubschrauber-Zelle in das während des Betriebs drehende
System des Hauptrotors auf. Die Taumelscheibe ist gegenüber
dem Rotormast zur sinusförmigen, monozyklischen Rotorblatt-
Verstellung nach allen Seiten kippbar und zur kollektiven
Rotorblatt-Verstellung axial verschiebbar gelagert. Die
Taumelscheibe wird von mehreren, unterhalb der Taumelschei
be angeordneten Stellgliedern bzw. Steuerstangen betätigt.
Ein niedrigeres Vibrationsniveau, bessere Flugleistun
gen und eine geringere Geräuschemission können erzielt wer
den, indem der kollektiven und sinusförmigen, monozykli
schen Einstellwinkel-Verstellung weitere Einstellwinkel-
Änderungen überlagert werden, um beispielsweise rotorblatt
induzierten Schwingungen entgegenzuwirken.
Aus der DE 196 27 869 A1 ist eine Steuerungsvorrich
tung bekannt, die neben den unterhalb der Taumelscheibe
angeordneten Stellgliedern, welche dem nichtdrehenden
System zugeordnet sind, weitere hydraulische Stellglieder
im drehenden System zur Überlagerung von individuellen Ein
stellwinkel-Änderungen umfaßt. Die Energieversorgung der im
drehenden System angeordneten Aktuatoren ist sehr aufwen
dig. Bei der Versorgung der hydraulischen Stellglieder,
deren Versorgungseinrichtung im nichtdrehenden System der
Hubschrauberzelle angeordnet ist, treten erhebliche Lei
stungsverluste allein an den notwendigen Leitungen und
Drehdurchführungen auf. Sollen hochfrequente Stellbewegun
gen von der Versorgungseinrichtung über die hydraulischen
Leitungen und Drehdurchführungen auf die Rotorblätter über
tragen werden, so wird eine schwere und große Versorgungs
einrichtung mit einer sehr hohen installierten, hydrauli
schen Leistung benötigt, obwohl die Leistung, die eigent
lich zur Verstellung der Rotorblätter benötigt wird, sehr
viel kleiner ist.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 89 09 165.5 ist
eine Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung mit individuell auf
die Rotorblätter wirkenden, hydraulischen Stellgliedern
bekannt, bei der eine Vielzahl von Steuerkurven, welche im
drehenden System des Hauptrotors angeordnet sind, von einer
verkoppelten Verdrängungskörperanordnung gleichzeitig abge
tastet wird. Diese bekannte hydraulische Rotorblatt-Steue
rungsvorrichtung ist jedoch relativ aufwendig und weist
eine Vielzahl von Komponenten auf.
Die US 3,031,017 zeigt eine gattungsgemäße Rotorblatt-
Steuerungsvorrichtung, mit der der kollektiven und sinus
förmigen, zyklischen Rotorblatt-Verstellung eine weitere
zyklische Einstellwinkel-Bewegung überlagert wird.
Hierzu ist jedem Rotorblatt ein mit dem drehenden Teil der
Taumelscheibe umlaufendes Abtastelement zugeordnet, welches
bei einer Drehung des Rotors eine Kontur einer Kurvenbahn
abtastet, die im nichtdrehenden Teil der Taumelscheibe ein
gearbeitet ist. Die Hubbewegung des Abtastelements wird der
Steuerbewegung der Taumelscheibe durch einen Mischhebel
überlagert. Es wird bei jedem Umlauf dieselbe Kontur abge
tastet.
Im Gegensatz zu Rotorblatt-Steuerungsvorrichtungen,
deren Aktuatoren im drehenden System angeordnet sind und
während eines Umlaufs relativ hochfrequente Steuerbewegun
gen ausführen, sind bei dieser Rotorblatt-Steuerungsvor
richtung keine Aktuatoren im drehenden System notwendig, da
die Hubbewegung durch einfaches Abtasten der Kontur der
Kurvenbahn erzeugt wird. Es werden keine aufwendigen Dreh
durchführungen für die Leistungsversorgung und Ansteuerung
der Aktuatoren im drehenden System benötigt. Der Leistungs
bedarf der Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung ist wesentlich
geringer. Die Überlagerung der Bewegungen der Taumelschei
be, die als Primär-Steuermittel dient, und der Abtastele
mente mittels eines Überlagerungshebels bietet einige Vor
teile. So kann über ein entsprechend gewähltes Hebelver
hältnis eine Übersetzung des Stellwegs bzw. der Stellkraft
erzielt werden.
Bei dieser Steuerungsvorrichtung ist jedoch nachtei
lig, dass nur ein bestimmter Flugzustand optimiert werden
kann, da die überlagerte Einstellwinkel-Bewegung unabhängig
vom Flugzustand immer dieselbe ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung so weiter
zubilden, dass die Einstellwinkel-Bewegung für verschiedene
Flugzustände mit geringem Aufwand und geringem Leistungsbe
darf optimierbar ist. Sie soll ferner einen geringen Bau
raum einnehmen und ein geringes Gewicht aufweisen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale
des unabhängigen Anspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch
die abhängigen Ansprüche gegeben.
Erfindungsgemäß ist also ein den Rotormast umschlie
ßender, hohlzylinderartiger Kurventräger dem nichtdrehenden
Teil der Taumelscheibe zugeordnet. Dieser weist mehrere
Kurvenbahnen unterschiedlicher Kontur in axial beabstande
ten Bereichen an der Außenmantelfläche auf. Auswahlmittel
ermöglichen eine wahlweise Zuordnung von jeweils einer Kur
venbahn zu dem Abtastelement, so dass der primären Steuer
bewegung - also der kollektiven und der sinusförmigen zy
klischen Steuerbewegung - für verschiedene Flugzustände
verschiedene sekundäre Steuerbewegungen überlagert werden
können. Je nach Anzahl der auswählbaren Kurvenbahnen sind
dadurch mit einfachen Mitteln einige der häufigst gefloge
nen Flugzustände optimierbar. Dabei werden nicht für jedes
Rotorblatt individuelle Stellglieder benötigt, sondern lediglich
ein einfach aufgebautes, individuelles Abtastele
ment. Daraus ergibt sich ein geringer Leistungsbedarf und
eine einfache Ansteuerung. Es besteht die Möglichkeit, die
Auswahlmittel im nichtdrehenden System anzuordnen, so dass
zur Ansteuerung keine Drehdurchführungen benötigt werden.
Die Auswahlmittel selbst brauchen dabei keinen sehr hohen
Anforderungen an die Dynamik zu genügen, auch wenn am Ro
torblatt hochfrequente Einstellwinkel-Bewegungen eingesteu
ert werden.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert, wobei
Fig. 1 schematisch einen Längs-Schnitt durch eine
erfindungsgemäße Rotorblatt-Steuerungsvor
richtung,
Fig. 2 einen Längs-Schnitt durch einen Kurventräger
und
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Kurventräger
zeigen.
In Fig. 1 ist mit 2 ein von einem nicht dargestellten
Hauptgetriebe drehantreibbarer Rotormast bezeichnet, der
eine Rotornabe 4 aufweist, an deren Umfang mehrere Rotor
blätter 6, von denen eines gezeigt ist, gleichmäßig ange
ordnet sind. Der Einstellwinkel jedes Rotorblatts um seine
Längsachse ist mittels einer Steuerstange 8, die auf einen
Hebel 10 des gelenkig an der Rotornabe befestigten Rotor
blatts 6 wirkt, verstellbar. Zur Übertragung von Steuerbewegungen
aus dem nichtdrehenden System der Hubschrauber-
Zelle ins drehende System des Hubschrauber-Rotors ist eine
Taumelscheibe vorgesehen, die mittels eines Lagers 14 axial
verschiebbar und kippbar am Rotormast 2 gelagert ist. Sie
besteht aus einem nichtdrehenden Teil 16, an dem mehrere
Steuerstangen 18, von denen eine gezeigt ist, angelenkt
sind und einem mit dem Rotormast 2 drehbaren Teil 20. Zwi
schen dem drehenden Teil der Taumelscheibe 20 und dem
nichtdrehenden Teil der Taumelscheibe 16 sind Lager 22 vor
gesehen. Zur kollektiven und monozyklischen Rotorblatt-
Verstellung wird die Taumelscheibe durch die angelenkten
Steuerstangen 18 axial entlang dem Rotormast nach oben oder
unten bewegt oder gekippt. Jedem Rotorblatt 6 ist ein im
drehenden System angeordnetes Abtastelement 24 zugeordnet,
welches bei einer Drehung des Rotormasts 2 eine Kontur ei
ner im nichtdrehenden System um die Rotorachse verlaufenden
geschlossenen Kurvenbahn 42A, 42B, 42C abtastet. Das Abta
stelement 24 führt dabei eine Hubbewegung aus, welche durch
einen Überlagerungshebel 28 auf die Steuerstange 8 übertra
gen und in eine Einstellwinkelbewegung des Rotorblatts 6
umgeformt wird.
Das Abtastelement 24 besteht aus einer Stange, die an
einem Ende einen Abtastkopf aufweist und die mit dem ande
ren Ende an den Umlenkhebel 28 angelenkt ist. Der Umlenkhe
bel 28 ist um eine in tangentialer Richtung zur Taumel
scheibe ausgerichtete Drehachse 30 schwenkbar am drehenden
Teil 20 der Taumelscheibe 12 angelenkt. Die Steuerstange 8,
die an einem dritten Anlenkpunkt 32 an dem Umlenkhebel 28
angelenkt ist, erfährt eine Steuerbewegung, welche durch
Überlagerung der primären Steuerbewegung der Taumelschei
be mit der sekundären Steuerbewegung jedes Abtastelements
24 entsteht. Das Abtastelement 24 ist durch eine Fe
der 34 gegen die Kontur der Kurvenbahn 42A, 42B, 42C vorge
spannt, so dass es in ständigem, gleitenden Kontakt mit der
Kurvenbahn 26 ist. Die Oberfläche der Kurvenbahn 26 weist
radial nach außen, so dass die Hubbewegung des Abtastele
ments 24 in radialer Richtung erfolgt. Hierdurch wird eine
bauraumgünstige Gesamtanordnung erzielt.
Erfindungsgemäß ist dem nichtdrehenden Teil 16 der
Taumelscheibe ein hohlzylinderartiger Kurventräger 42, der
den Rotormast umschließt, zugeordnet. An seiner Außenman
telfläche weist der Kurventräger 42 in axial beabstandeten
Bereichen mehrere Kurvenbahnen 42A, 42B, 42C unterschiedli
cher, jedoch jeweils fester Kontur auf. Der Kurventräger 42
ist axial entlang seiner Zylinderachse verschiebbar, so
dass dem Abtastelement 24, je nach Flugzustand, eine der
Kurvenbahnen 42A, 42B, 42C zugeordnet werden kann. Die ver
schiedenen Konturen der Kurvenbahnen 42A, 42B, 42C sind in
Fig. 3 beispielhaft und stark überhöht dargestellt. Als
Verstellmittel für die axiale Verschiebung des Kurventrä
gers 42 ist ein durch einen Aktuator drehbarer Verstell
ring 44 mit einem Stift 46 vorgesehen. Der Stift 46 greift
dabei sowohl in eine zylindrische Nut 48 im nichtdrehenden
Teil 16 der Taumelscheibe als auch in eine spiralförmig
ansteigende Nut 50 im Kurventräger ein.
Ein weiterer Freiheitsgrad wird dadurch eröffnet, dass
Verstellmittel 52, 54 für die Verdrehung des Kurventrä
gers 42 relativ zum nichtdrehenden Teil 16 der Taumelschei
be um seine Zylinderachse vorhanden sind. Hierdurch können
die Hubbewegungen der Abtastelemente den Steuerbewegungen
der Taumelscheibe in unterschiedlichen Phasen überlagert
werden. Die Verstellmittel für die Verdrehung des Kurven
trägers 42 können ein drehantreibbares Schneckenrad 52 um
fassen, welches am nichtdrehenden Teil 16 der Taumelscheibe
gelagert ist und das in eine Innenverzahnung 54 des Kurven
trägers 42 eingreift. Die gezeigten Ausgestaltungen der
Verstellmittel sind beispielhaft. In Kenntnis der Erfindung
wird der Fachmann auch andere Verstellmittel, z. B. elek
trischer oder hydraulischer Art, vorsehen.
Für einen bestimmten Hubschraubertyp werden durch den
Kurventräger 42 eine begrenzte Anzahl von Steuermustern
vorgegeben, die für die häufigst geflogenen Flugzustände
optimierbar sind. Der Wechsel zwischen zwei benachbarten
Kurvenbahnen wird erleichtert, wenn die Konturen der Kur
venbahnen 42A, 42B, 42C an der Außenmantelfläche des Kur
venträgers 42 fließend ineinander übergehen. Wenn im Über
gangsbereich zwischen zwei benachbarten Kurvenbahnen eine
kreisringförmige Kurvenbahn angeordnet ist, so ist es mög
lich, aus jedem Zustand heraus schnell wieder in eine neu
trale Position zu kommen, in der lediglich kollektive und
sinusförmige, zyklische Einstellwinkel-Bewegungen einge
steuert werden.
Anstelle des gezeigten Abtastelements 24, das einen
auf der Kurvenbahn gleitenden Abtastkopf aufweist, kann
auch ein Abtastelement mit einem auf der Kurvenbahn wälzen
den, drehbaren Wälzkörper vorgesehen sein. Ein solcher,
beispielsweise als Rolle ausgebildeter Wälzkörper verrin
gert die Reibung zwischen Kurventräger und Abstastelement
und dient damit zur weiteren Verbesserung des Wirkungsgra
des.
2
Rotormast
4
Rotornabe
6
Rotorblatt
8
Steuerstange
10
Hebel
14
Lager
16
nichtdrehender Teil der Taumelscheibe
18
Steuerstange
20
drehender Teil der Taumelscheibe
22
Lager
24
Abtastelement
28
Hebel
30
Achse
32
Anlenkpunkt
34
Feder
42
Kurventräger
42
A,
42
B,
42
C Kurvenbahnen
44
Verstellring
46
Stift
48
Nut
50
Nut
52
Schneckenrad
54
Innenverzahnung
Claims (10)
1. Individuelle Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung für
einen Hubschrauberhauptrotor mit einem von einem Hauptge
triebe drehantreibbaren Rotormast (2), mit mehreren gleich
mäßig am Umfang einer Rotornabe (4) angeordneten Rotorblät
tern (6), mit einer aus einem nichtdrehenden Teil (16) und
einem bei Betrieb drehenden Teil (20) bestehenden Taumel
scheibe zur kollektiven und sinusförmigen, zyklischen Ro
torblattverstellung, die gegenüber dem Rotormast (2) kipp
bar und axial verschiebbar gelagert ist, und die von am
nichtdrehenden Teil (16) angelenkten Steuerstangen (18)
betätigbar ist, und mit einem dem drehenden Teil (20) der
Taumelscheibe zugeordneten Abtastelement (24) für jedes
Rotorblatt, welches bei einer Drehung des Rotors eine Kon
tur einer dem nichtdrehenden Teil (16) der Taumelscheibe
zugeordneten, um die Rotorachse verlaufenden geschlossenen
Kurvenbahn abtastet und dabei eine Hubbewegung ausführt,
welche durch einen am drehenden Teil der Taumelscheibe an
gelenkten Überlagerungshebel (28) einer Steuerbewegung der
Taumelscheibe überlagert wird und in eine Einstellwinkelbe
wegung des Rotorblatts (6) umgeformt wird, dadurch ge
kennzeichnet, dass ein den Rotormast um
schließender, hohlzylinderartiger Kurventräger (42) dem
nichtdrehenden Teil (16) der Taumelscheibe zugeordnet ist,
der mehrere Kurvenbahnen (42A, 42B, 42C) unterschiedlicher,
jedoch jeweils fester Kontur in axial beabstandeten Berei
chen an der Außenmantelfläche aufweist, und dass ein Aus
wahlmittel (44, 46, 50) vorhanden ist zur wahlweisen Zuord
nung von jeweils einer Kurvenbahn (42A, 42B, 42C) zu dem
Abtastelement (24).
2. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kurven
träger (42) zur Auswahl verschiedener Kurvenbahnen durch
Verstellmittel (44, 46, 50) relativ zu dem Abtastele
ment (24) entlang seiner Zylinderachse axial verschiebbar
ist.
3. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ver
stellmittel für die axiale Verschiebung des Kurventrägers
einen durch einen Aktuator drehbaren Verstellring (44) mit
einem Stift (46) aufweisen, der sowohl in eine zylindrische
Nut (48) im nichtdrehenden Teil (16) der Taumelscheibe als
auch in eine spiralförmig ansteigende Nut (50) im Kurven
träger (42) eingreift.
4. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass Verstellmittel (52, 54) für die Verdrehung des Kurven
trägers (42) relativ zum nichtdrehenden Teil (16) der Tau
melscheibe um seine Zylinderachse vorhanden sind, um die
Hubbewegung der Abtastelemente der Steuerbewegungen der
Taumelscheibe in unterschiedlichen Phasen zu überlagern.
5. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ver
stellmittel für die Verdrehung des Kurventrägers (42) ein
drehantreibbares Schneckenrad (52) aufweisen, welches am
nichtdrehenden Teil (16) der Taumelscheibe gelagert ist,
und das in eine Innenverzahnung (54) des Kurventrägers (42)
eingreift.
6. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Konturen der Kurvenbahnen (42A, 42B, 42C) an der
Außenmantelfläche des Kurventrägers (42) fließend ineinan
der übergehen.
7. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass im Übergangsbereich zwischen zwei
Kurvenbahnen (42A, 42B, 42C) eine kreisringförmige Kurven
bahn angeordnet ist.
8. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der vo
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass das Abtastelement (24) einen auf der Kurven
bahn gleitenden Abtastkopf aufweist.
9. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das Abtastelement (24) mindestens einen auf der Kur
venbahn wälzenden, drehbaren Wälzkörper aufweist.
10. Rotorblatt-Steuerungsvorrichtung nach einem der
vohergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass das Abtastelement (24) mit einem elastischen
Mittel (34) an die Kurvenbahn angefedert ist, so dass es
eine Rückstellbewegung selbsttätig ausführt.
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