DE10015833C2 - Schaltungsanordnung zur Verarbeitung von Audiosignalen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verarbeitung von AudiosignalenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Verarbeitung von Audio
signalen, insbesondere Eingangsstufe und/oder Impedanzwandler für Audiogeräte, mit
einem mit dem Audiosignal beaufschlagten Eingang und einem Ausgang, an welchem das
verarbeitete Signal anliegt, zwei Eingangsstufen und einem Differenzverstärker, der ein
gangsseitig mit den von den zwei Eingangsstufen ausgegebenen Signalen beaufschlagt ist
und ein Audiosignal als Differenz der eingangsseitig anliegenden Signale ausgibt. Eine
derartige Schaltungsanordnung ist aus der JP 60 093 814 A bekannt.
Bei herkömmlichen Audio-Eingangsstufen, insbesondere bei Eingangsstufen von Instru
mentenverstärkern werden Baugruppen zur Impedanzwandlung und Vorverstärkung einge
setzt, die möglichst in ihrem linearen Arbeitsbereich betrieben werden, um unerwünschte
Verzerrungsprodukte im Ausgangssignal zu vermeiden. Wird dieser lineare Arbeitsbereich
verlassen, treten mehr oder weniger deutlich wahrnehmbare und meßbare nicht-lineare
Verzerrungen auf. Um diese zu vermeiden, müssen Maßnahmen getroffen werden, um das
Audio-Eingangssignal unter der zu Verzerrungen führenden Maximalamplitude zu halten.
Diese Maßnahmen sind entweder mit einem Verlust an wertvollem Störabstand oder ande
ren Signalbeeinträchtigungen verbunden.
Bei elektrischen Instrumenten dienen Audio-Eingangsstufen nicht nur zur neutralen Verar
beitung bzw. Verstärkung von Eingangssignalen, sondern auch zur aktiven Klanggestal
tung. Dazu müssen teilweise extreme Transienten mit hoher Dynamik zwischen Instrumen
tenanschlag und Grundton übertragen werden. Die Art der Übertragung derartiger Dyna
mikspitzen ist bei Instrumentenverstärkern in hohem Maße für den Klang des jeweiligen
Geräts ausschlaggebend. Um eine geeignete Übertragung zu gewährleisten, wird, bezogen
auf die Eingangsverstärkung, ein Kompromiß eingegangen, der darin besteht, einen be
stimmten Aussteuerungsbereich, den sogenannten "Headroom" für Signalspitzen zu reser
vieren und damit im Mittel einen etwas schlechteren Störabstand in Kauf zu nehmen. Der
eigentliche Klang wird dann in nachfolgenden Verarbeitungsstufen gewonnen, die eine
Klangregelung, aber auch eine Dynamikbegrenzung und Verzerrung umfassen können. Ein
Problem bei dieser Vorgehensweise ist, dass Verzerrungen an Stellen der Schaltung auftre
ten, die sich meist sehr unangenehm auf das angestrebte Resultat auswirken.
Um Dynamikspitzen bei der Verarbeitung von Audiosignalen in den Griff zu bekommen,
sind Regelverstärker zur Dynamikbegrenzung vorgeschlagen worden. Diese Verstärker
sind jedoch üblicherweise mit einem relativ hohen technischen Aufwand verbunden und
mit prinzipbedingten Nachteilen behaftet, wie etwa mit hörbaren Regelvorgängen, trägem
Verhalten, Regelungsintermodulation und dergleichen. Die erforderlichen Einstellzeiten
von Dynamikkompressoren, wie etwa das sogenannte "Attack" und "Release" bedingen,
dass stets, bezogen auf die Signalspitze, ein zeitlich relativ langer Teil des Signals mitge
regelt wird.
Angesichts dieses Standes der Technik besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, eine Schaltungsanordnung zur Verarbeitung von Audiosignalen zu schaffen, die bei
einfachem und kostengünstigem Aufbau ein hohes Maß an Aussteuerbarkeit auch für Sig
nale mit extremen Transienten und hoher Dynamik gewährleistet.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vor
teilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Zugunsten einer hohen Aussteuerbarkeit mit einem um typischerweise 6 dB erhöhten Hea
droom sieht die Erfindung mit anderen Worten eine Dynamikkompression vor, die im Ge
gensatz zur bisher genutzten Signalkompression im wesentlichen auf die Signalspitzen des
Audiosignals begrenzt ist. Im einzelnen wird diese Kompression erzielt mittels (zwei)
nichtlinearer Übertragungsglieder, die derart auf das Audiosignal einwirken, dass dessen
eine Halbwelle nicht-linear verarbeitet wird. Eine derartige halbwellenspezifische Signal
verarbeitung erfolgt für das nicht-invertierte und das invertierte Audiosignal, die daraufhin
einer Differenzbildung mit der Wirkung unterzogen werden, dass das ursprüngliche Au
diosignal im wesentlichen ausschließlich im Bereich seiner Signalspitzen komprimiert ist.
Ein wesentlicher Vorteil dieser auf die Signalspitzen des Audiosignals begrenzten Ampli
tudenkompression im Vergleich zu herkömmlichen Regelverstärkern besteht darin, dass
die erfindungsgemäße Kompression ohne hörbare Regelvorgänge trägheitslos und frei von
Regelungsintermodulationen erfolgt.
Die erfindungsgemäße, auf die Signalspitzen des Audiosignals begrenzte Amplitudenkom
pression ist mit der Erzeugung eines relativ geringen Anteils an Harmonischen verbunden,
die vom menschlichen Hörorgan nicht als Verzerrungen, sondern als Signalauffrischung
gewertet werden, da das Audiosignal nicht bei einer festen Amplitude abgeschnitten, son
dern abhängig von der Einstellung der nicht-linearen Kennlinie des nicht-linearen Glieds
kontinuierlich in der Lautstärke reduziert wird. Dabei ist von Vorteil, dass das Audiosignal
seine ursprüngliche Charakteristik beibehält, im Mittel jedoch aufgrund der bei der Kom
pression erzeugten Harmonischen lauter und frischer wirkt.
Durch die erfindungsgemäße Dynamikbegrenzung lassen sich vor allem Signalspitzen von
elektrischen Instrumenten, wie etwa E-Gitarren oder E-Bässen äußerst wirksam abfangen,
so dass der Durchschnittspegel und damit die Durchsetzungskraft des Audiosignals erheb
lich erhöht wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass aufgrund der verringer
ten Dynamik die Verarbeitung des Signals in nachfolgenden Signalverarbeitungsstufen
deutlich unproblematischer erfolgen kann, wodurch die Resourcen des mit der erfindungs
gemäßen Schaltung versehenen Geräts besser nutzbar sind.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung gewährleistet, dass die Gefahr einer Über
steuerung wesentlich geringer als bei bisherigen Schaltungen der in Rede stehenden Art ist,
wodurch die subjektiv empfundene Leistungsfähigkeit des mit der erfindungsgemäßen
Schaltung versehenen Geräts steigt, da diese Leistungsgrenzen erst wesentlich später er
reicht werden.
Die für die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zum Einsatz kommenden Baugruppen
sind außerdem extrem einfach, preiswert und unkritisch. So können die nicht-linearen
Kennlinien der Eingangsstufen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung im einfachs
ten Fall durch Dioden in passiven Eingangsstufen bereitgestellt werden. Verstärkung wird
im Falle passiver Eingangsstufen in nachgeschalteten Verstärkerstufen bereitgestellt. Al
ternativ hierzu kommen andere einfache nicht-lineare Übertragungsglieder in Betracht, wie
etwa bipolare Transistoren, FET, Röhren und dergleichen im Rahmen aktiver, d. h. verstär
kender Eingangsstufen.
Für den Fall, dass das Audiosignal in symmetrischer Form in die erfindungsgemäße Schal
tungsanordnung eingespeist wird, ist ein spezieller Schaltkreis zur Erzeugung eines inver
sen Audiosignals nicht erforderlich. Im übrigen ist ein derartiger Inverter kostengünstig
realisierbar und trägt nur unwesentlich zu den Kosten der Schaltung bei.
Zusätzliche Dynamikreduktion ist erzielbar, indem zwei oder mehrere der erfindungsge
mäßen Schaltungsanordnungen kaskadiert werden.
Schließlich besteht ein Vorteil der vorliegenden Erfindung aufgrund gegen-phasiger Über
tragungsstrecken, die miteinander kombiniert werden, in einer Gleichtakt-Unterdrückung
in dem den Eingangsstufen nachgeschalteten Differenzverstärker, wodurch auf die Über
tragungsstrecke einwirkende Störungen wirksam unterdrückt werden. Dies ist insbesondere
von Vorteil beim Einsatz von Röhrenschaltungen.
Die nicht-linearen Kennlinien der beiden Eingangsstufen der erfindungsgemäßen Schal
tungsanordnung können nahezu unbeschränkt variiert werden, so dass sowohl der Über
gang von nicht bearbeitetem zu bearbeitetem Audiosignal wie der Gehalt an geradzahligen
und ungeradzahligen Harmonischen gezielt beeinflußt werden kann.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ermöglicht zum ersten Mal eine Dynamik-
und Obertonbearbeitung direkt in der Eingangsstufe und stellt damit Bearbeitungsvorgänge
in einem kompakten Schaltkreis bereit, die bislang in verschiedenen Schaltkreisen reali
siert werden mußten.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert; es zei
gen:
Fig. 1 schematisch den allgemeinen Aufbau der erfindungsgemäßen Schaltungsanord
nung,
Fig. 2 schematisch eine spezielle Ausführungsform der Schaltungsanordnung von Fig. 1
auf Grundlage von die nicht-linearen Kennlinien bereitstellenden Dioden,
Fig. 3 bis 7 in Form von Amplituden-/Zeitdiagrammen Signalformen zur Erläuterung der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
Fig. 1 zeigt schematisch allgemein den Aufbau einer Schaltungsanordnung zur Verarbei
tung von Audiosignalen. Ein Audiosignal wird durch eine Signalquelle 10 bereitgestellt.
Dieses Audiosignal besitzt bei der dargestellten Ausführungsform der Signalquelle 10 a
symmetrische Form. Das heißt, die Signalquelle 10 stellt in bezug auf Masse ein Audiosig
nal einer vorgegebenen Phasenlage bereit. Dieses Audiosignal wird in die erfindungsge
mäße Schaltungsanordnung eingespeist. Diese Schaltung umfaßt eine erste Eingangsstufe
11 und eine zweite Eingangsstufe 12. Die beiden Eingangsstufen 11 und 12 sind bevorzugt
im wesentlichen identisch ausgelegt und haben im wesentlichen identische nicht-lineare
Kennlinien. Diese Eingangsstufen können als passive Elemente ausgelegt sein, wie nach
folgend anhand von Fig. 2 erläutert; alternativ hierzu können die Eingangsstufen 11, 12
aktive Elemente sein, basierend auf Verstärkern oder dergleichen.
Das von der Signalquelle 10 bereitgestellte Audiosignal wird in den Eingang der Eingangs
stufe 11 eingespeist. Der zweiten Eingangsstufe 12 ist ein Inverter 13 vorgeschaltet, um die
Phasenlage des an die zweite Eingangsstufe 12 angelegten Audiosignals in bezug auf das
von der Signalquelle 10 bereitgestellte Audiosignal um 180° zu verschieben.
Den beiden Eingangsstufen 11 und 12 ist ein Differenzverstärker 14 nachgeschaltet. Das
heißt, der Ausgang der Eingangsstufe 11 ist an den nicht-invertierenden Eingang des Diffe
renzverstärkers 14 angelegt, während der Ausgang der zweiten Eingangsstufe 12 an den
invertierenden Eingang des Differenzverstärkers 14 angelegt ist. Am Ausgang des Diffe
renzverstärkers 13 steht das Differenzsignal aus den Ausgangssignalen zur Verfügung.
Fig. 2 zeigt eine spezielle Ausführungsform der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1. So
weit dieselben Bestandteile betroffen sind, sind diejenigen von Fig. 2 mittels denselben
Bezugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet. Die nicht-lineare Charakteristik der beiden Ein
gangsstufen 11 und 12 ist gemäß Fig. 2 durch nicht-lineare Elemente in Gestalt von Dio
den 15 und 16 bereitgestellt. Die Dioden 15, 16 sind jeweils mit ihren Kathoden auf Masse
gelegt. Der Anode der Diode 15, die zur ersten Eingangsstufe gehört, ist ein Widerstand 17
vorgeschaltet, während der Anode der Diode 16, die zur zweiten Eingangsstufe 12 gehört,
ein Widerstand 18 vorgeschaltet ist. Die Verknüpfungspunkte der Widerstände mit den
Dioden bilden jeweils den Ausgang der Eingangsstufen 11, 12, während die anderen An
schlüsse der Widerstände 17, 18 den Eingang der Eingangsstufen 11, 12 bilden.
Die nicht-linearen Kennlinien der Eingangsstufen 11, 12 bzw. der Dioden 15, 16 sind so
gewählt, dass von den negativen und positiven Halbwellen des Audiosignals jeweils eine
Halbwelle nicht-linear und die andere Halbwelle zumindest näherungsweise linear verar
beitet wird. Gemäß der in Fig. 2 gezeigten Schaltung wird demnach jeweils die positive
Halbwelle des am Eingang der ersten Eingangsstufe 11 anliegenden Audiosignals nicht-
linear verarbeitet, während die zugehörige negative Halbwelle linear verarbeitet wird. In
der zweiten Eingangsstufe 12 erfolgt die Signalverarbeitung in derselben Weise. Die derart
in den Eingangsstufen 11 und 12 verarbeiteten Audiosignale werden in dem nachgeschalte
ten Differenzverstärker 14 mit dem Ergebnis subtrahiert, dass ein einziges Audiosignal mit
einer Kompression bereitgestellt wird, die zumindest im wesentlichen auf die Signalspit
zen, d. h. auf das Maximum der positiven Halbwelle bzw. das Minimum der negativen
Halbwelle des Audiosignals beschränkt ist, wie im folgenden anhand von Fig. 3 bis 6 näher
erläutert.
Fig. 3 zeigt die Signale an den Eingängen der Eingangsstufen 11, 12. Das an der Eingangs
stufe 11 anliegende Audiosignal ist mit A bezeichnet, während das hierzu inverse, an der
zweiten Eingangsstufe 12 anliegende Signal mit B bezeichnet ist. Der Einfachheit halber
sind die Signale in Gestalt von Sinus-Signalen dargestellt.
Fig. 4 zeigt die an den Ausgängen der beiden Eingangsstufen 11 und 12 anliegenden Sig
nale, wobei zur Verdeutlichung des erzielten Verarbeitungseffekts die Amplitudenachse im
Vergleich zu Fig. 3 gestreckt dargestellt ist. Aufgrund der vorstehend erläuterten nicht-
linearen Charakteristik der Eingangsstufen 11, 12 werden die positiven Halbwellen der
Signale A und B aus Fig. 3 in den Eingangsstufen 11 und 12 nicht-linear verarbeitet, d. h.,
sie werden im Bereich ihrer Spitzen exponentiell, relativ sanft unter Beibehaltung der all
gemeinen Sinusform komprimiert, während die negativen Halbwellen dieser Signale A, B
im wesentlichen "unverzerrt" (zumindest nahezu linear) verarbeitet werden.
In Fig. 5 ist das Ausgangssignal des Differenzverstärkers 14 gezeigt, dessen beiden Ein
gänge mit den Signalen A und B aus Fig. 4 beaufschlagt sind. Das resultierende Differenz
signal ist in Fig. 5 mit C bezeichnet und zum Vergleich ist mit D bezeichnet das unverar
beitete Audiosignal gezeigt, welches unter Umgehung der Eingangsstufen 11 und 12 an
den Differenzverstärker 14 angelegt ist. Aus einem Vergleich der Signalverläufe der Signa
le C und D geht hervor, dass das in den Eingangsstufen 17, 18 partiell nicht-linear verar
beitete Audiosignal am Ausgang des Differenzverstärkers 14 im Spitzenbereich kompri
miert zur Verfügung steht. Das heißt, der ursprüngliche Sinusverlauf ist durch die Verar
beitung in den Eingangsstufen 11, 12 in einen abgeflachten Sinusverlauf geändert. Der
Unterschied zwischen den Signalen C und D im Bereich ihrer Maxima und Minima ent
spricht einer Amplitudendifferenz x, die den Gewinn an Headroom durch das verarbeitete
Signal C im Vergleich zu dem unverarbeiteten Signal D darstellt.
Die Darstellung in Fig. 6 und Fig. 7 entsprechen denjenigen von Fig. 4 und Fig. 5 mit dem
Unterschied, dass die positiven Halbwellen der Signale A' und B' nicht sanft exponentiell
sondern stark entsprechend dem typischen "Clippen" herkömmlicher in Rede stehender
Schaltungen unter deutlicher Abweichung von der Sinusform verzerrt sind. Selbst in die
sem extremen Fall erzeugt der Differenzverstärker 14 aus den Ausgangssignalen A' und B'
der Eingangsstufen 11, 12 im Ausgangssignal C' das in den Signalspitzen lediglich komp
rimiert ist, ohne die Übersetzung der positiven Halbwellen der Signale A' und B' aufzuwei
sen.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Verarbeitung von Audiosignalen, insbesondere Ein
gangsstufe und/oder Impedanzwandler für Audiogeräte, mit einem mit dem Au
diosignal beaufschlagten Eingang und einem Ausgang, an welchem das verarbei
tete Signal anliegt, zwei Eingangsstufen und einem Differenzverstärker, der ein
gangsseitig mit den von den zwei Eingangsstufen ausgegebenen Signalen beauf
schlagt ist und ein Audiosignal als Differenz der eingangsseitig anliegenden Sig
nale ausgibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsstufen (11, 12) im we
sentlichen identische nichtlineare Kennlinien aufweisen, wobei die erste Ein
gangsstufe mit einem am Eingang anliegenden Audiosignal einer vorgegebenen
Phasenlage und die zweite Eingangsstufe mit dem um 180 Grad verschobenen
bzw. inversen Audiosignal (A, B) beaufschlagt ist, und die Arbeitspunkte der Ein
gangsstufen derart gewählt sind, dass von den negativen und positiven Halbwellen
des Audiosignals die eine Halbwelle nichtlinear und die andere Halbwelle zumin
dest näherungsweise linear verarbeitet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein
gangsstufen (11, 12) passive Schaltkreise mit nichtlinearer Kennlinie umfassen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die passi
ven Schaltkreise als nichtlineares Element Dioden (15, 16) umfassen.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingangsstufen (11, 12) Verstärker mit nichtlinearer Kennlinie umfassen.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, dass zur Gewinnung des inversen Eingangssignals für die eine Eingangsstufe
ein Inverterschaltkreis (13) vorgesehen ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, dass der Differenzverstärker (14) im linearen Bereich betrieben ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich
net, dass sie zur Entkopplung von einer mit dem Eingang verbundenen Signal
quelle (10) eine hohe Eingangsimpedanz aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich
net, dass sie zur Erreichung einer höheren Dynamikkompression kaskadiert ist.
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