DD242550A1 - Verfahren zur vorzeitigen gewinnung einer vielzahl von bodentrieben von hopfenpflanzen - Google Patents

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DD242550A1
DD242550A1 DD28274285A DD28274285A DD242550A1 DD 242550 A1 DD242550 A1 DD 242550A1 DD 28274285 A DD28274285 A DD 28274285A DD 28274285 A DD28274285 A DD 28274285A DD 242550 A1 DD242550 A1 DD 242550A1
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DD28274285A
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Inventor
Heinz Dolzmann
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Wtoez Brau & Malzind
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur vorzeitigen Gewinnung einer Vielzahl von Bodentrieben von Hopfenpflanzen als Grundlage fuer die Anzucht von Hopfenpflanzlingen. Ziel der Erfindung ist es, ohne wesentlich hoeheren Arbeitsaufwand und unter Verzicht auf Investitionen und wesentlichen Materialeinsatz die Gewinnung von Hopfensprossen zeitlich vorzuverlegen und die Vermehrungsquote zu erhoehen. Erfindungsgemaess werden vorzugsweise mehrjaehrige, virusbereinigte Hopfenpflanzen, vorzugsweise Altpflanzen in Ertragsanlagen reihenweise mit lichtdurchlaessiger Folie vor dem Fruehjahrsaustrieb abgedeckt. Die Erfindung kann bei der Produktion von Hopfenpflanzen in landwirtschaftlichen Betrieben angewendet werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kann bei der Produktion von Hopfenpflanzen in landwirtschaftlichen Betrieben angewendet werden. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die bisher unter Praxisbedingungen üblichen Verfahren zur Gewinnung und Anzucht von Hopfenpflanzgut wird dadurch charakterisiert, daß von den vorjährigen Sprossen der im Freiland aufgewachsenen Altpflanzen die ehemals bodenbedeckfen’ und verholzten Basisteile (Rohfechser) entnommen und während einer Vegetationsperiode mit dem Ziel der Bewurzelung und Kräftigung verschult (Pikierfechser) werden. Die direkte Auspflanzung der sog. Rohfechser führt in Ertragsanlagen zu hohen Ausfallquoten und Ertragsminderungen und ist deshalb allgemein nicht üblich. Die Methode zur Gewinnung der sog. Weichholzfechser erfordert zur Anzucht von Pflanzlingen aus oberirdischen Sproßteilen einen hohen Investitionsaufwand an beheizter Gewächshausfläche und Bewässerungseinrichtungen. Diese Methode bleibt Spezialbetrieben Vorbehalten. Desgleichen bleibt die Gewinnung von Spitzenmeristemen wegen umfangreicher und komplizierter materialtechnischer und arbeitsmäßiger Aufwendungen ausschließlich Spezialbetrieben Vorbehalten. Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem der natürliche Vegetationsverlauf genutzt wird, d.h. Sproßteile werden nach dem phänologisch abhängigen Austrieb zur Bewurzelung entnommen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ohne wesentlich höheren Arbeitsaufwand und unter Verzicht auf Investitionen und wesentlichen Materialeinsatz die Gewinnung von Hopfensprossen zeitlich vorzulegen und die Vermehrungsquote zu erhöhen, um diese dann' nach bekannten Verfahren zu noch im Anzuchtjahr pflanzfähigem Material mit höherem Pflanzwert als bei den bekannten Verfahren zu bewurzeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verlängerung der nutzbaren jährlichen Vegetationszeit die Qualität der zu pflanzfähigem Material bewurzelten Hopfenbodentriebe zu verbessern, somit vollständige Pflanzbestände in Hopfenanlagen und dadurch bereits in Jungbeständen höhere Erträger zu erzielen. Eine Leistungsminderung tritt nicht ein. Außerdem soll der Vermehrungskoeffizient weiter erhöht werden. ·
Erfindungsgemäß wurde ein Verfahren zur vorzeitigen Gewinnung einer Vielzahl von Bodentrieben von Hopfenpflanzen für die Bewurzelung und Produktion pflanzfähiger Pflanzlinge im Anzuchtjahr entwickelt. Es werden vorzugsweise mehrjährige, virusbereinigte Hofpenpflanzen, vorzugsweise Altpflanzen in Ertragsanlagen reihenweise mit lichtdurchlässiger Folie (gelocht • oder nicht gelocht) vor dem Frühjahrsaustrieb abgedeckt. DerZeitpunkt des Abdeckens ist terminlich nicht fixiert, sondern liegt in Abhängigkeit von der Phänologie vor dem Austrieb, d. h. vor dem Sichtbarwerden der ersten Sproßspitzen. Durch die Abdeckung mittels.lichtdurchlässiger Folie und die dadurch bewirkte Erwärmung der abgedeckten Bodenflächen einschließlich der Hopfenstöcke und der dazwischen befindlichen Lufträume wird der Austrieb sowohl zeitlich vorverlegt als auch in der Zahl der getriebenen Sprosse bedeutend gesteigert. Die Entnahme der Sprosse (Bodentriebe) und weitere Verwendung erfolgt nach den bekannten Methoden, vorzugsweise im Topfverfahren im Gewächshaus.
Der Vermehrungskoeffizient wird gegenüber den bekannten Methoden um etwa 50% gesteigert. Die Ertragsleistung der zur vermehrten Triebbildung angeregten Pflanzen wird nicht geschmälert.
Ausführungsbeispiel
Vor dem Austrieb der ersten Hopfensprosse, d. h. vor dem Sichtbarwerden der ersten Sproßspitzen werden die Hopfenpflanzen reihenweise mit höchstens 1,0m breiten Bahnen lichtdurchlässiger Folie abgedeckt. Die Seiten der Bahnen sind zum Schutz ♦ gegen Verwehen mit Boden abzudecken.
Sobald die rasch treibenden Sprosse die gewünschte Länge von bis zu 10cm zur Entnahme erreicht haben, ist die Folie zu entfernen und die Triebe sind für die Bewurzelung vorzugsweise im Gewächshaus einschließlich der nicht ergrünten Basisteile auszureißen. Die weitere Behandlung der Triebe erfolgt in bekannterWeise.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur vorzeitigen Gewinnung einer Vielzahl von Bodentrieben von Hopfenpflanzen für die Bewurzelung und Produktion pflanzfähiger Pflänzlinge im Anzuchtjahr, gekennzeichnet dadurch, daß vorzugsweise mehrjährige, virusbereinigte Hopfenpflanzen, in Ertragsanlagen reihenweise mit lichtdurchlässiger Folie (gelocht oder nicht gelocht) vor dem Frühjahrsaustrieb abgedeckt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung kann bei der Produktion von Hopfenpflanzen in landwirtschaftlichen Betrieben angewendet werden.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Die bisher unter Praxisbedingungen üblichen Verfahren zur Gewinnung und Anzucht von Hopfenpflanzgut wird dadurch charakterisiert, daß von den vorjährigen Sprossen der im Freiland aufgewachsenen Altpflanzen die ehemals bodenbedeckten' und verholzten Basisteile (Rohfechser) entnommen und während einer Vegetationsperiode mit dem Ziel der Bewurzelung und Kräftigung verschult (Pikierfechser) werden. Die direkte Auspflanzung der sog. Rohfechser führt in Ertragsanlagen zu hohen Ausfallquoten und Ertragsminderungen und ist deshalb allgemein nicht üblich. Die Methode zur Gewinnung der sog. Weichholzfechser erfordert zur Anzucht von Pflänzlingen aus oberirdischen Sproßteilen einen hohen Investitionsaufwand an beheizter Gewächshausfläche und Bewässerungseinrichtungen. Diese Methode bleibt Spezialbetrieben vorbehalten. Desgleichen bleibt die Gewinnung von Spitzenmeristemen wegen umfangreicher und komplizierter materialtechnischer und arbeitsmäßiger Aufwendungen ausschließlich Spezialbetrieben vorbehalten. Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem der natürliche Vegetationsverlauf genutzt wird, d.h. Sproßteile werden nach dem phänologisch abhängigen Austrieb zur Bewurzelung entnommen. ~
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, ohne wesentlich höheren Arbeitsaufwand und unter Verzicht auf Investitionen und wesentlichen Materialeinsatz die Gewinnung von Hopfensprossen zeitlich vorzulegen und die Vermehrungsquote zu erhöhen, um diese dann" nach bekannten Verfahren zu noch im Anzuchtjahr pflanzfähigem Material mit höherem Pflanzwert als bei den bekannten Verfahren zu bewurzeln. -
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Verlängerung der nutzbaren jährlichen Vegetationszeit die Qualität der zu pflanzfähigem Material bewurzelten Hopfenbodentriebe zu verbessern, somit vollständige Pflanzbestände in Hopfenanlagen und dadurch bereits in Jungbeständen höhere Erträger zu erzielen. Eine Leistungsminderung tritt nicht ein. Außerdem soll der Vermehrungskoeffizient weiter erhöht werden. - ' '
    Erfindungsgemäß wurde ein Verfahren zur vorzeitigen Gewinnung einer Vielzahl von Bodentrieben von Hopfenpflanzen für die Bewurzelung und Produktion pflanzfähiger Pflänzlinge im Anzuchtjahr entwickelt. Es werden vorzugsweise mehrjährige, virusbereinigte Hofpenpflanzen, vorzugsweise Altpflanzen in Ertragsanlagen reihenweise mit lichtdurchlässiger Folie (gelocht oder nicht gelocht) vor dem Frühjahrsaustrieb abgedeckt. Der Zeitpunkt des Abdeckens ist terminlich nicht fixiert, sondern liegt in Abhängigkeit von der Phänologie vor dem Austrieb, d.h. vordem Sichtbarwerden der ersten Sproßspitzen. Durch die Abdeckung mittels lichtdurchlässiger Folie und die dadurch bewirkte Erwärmung der abgedeckten Bodenflächen einschließlich der Hopfenstöcke und der dazwischen befindlichen Lufträume wird der Austrieb sowohl zeitlich vorverlegt als auch in der Zahl der getriebenen Sprosse bedeutend gesteigert. Die Entnahme der Sprosse (Bodentriebe) und weitere Verwendung erfolgt nach den bekannten Methoden, vorzugsweise im Topfverfahren im Gewächshaus. Der Vermehrungskoeffizient wird gegenüber den bekannten Methoden um etwa 50% gesteigert. Die Ertragsleistung der zur vermehrten Triebbildung angeregten Pflanzen wird nicht geschmälert.
    Ausführungsbeispiel
    Vor dem Austrieb der ersten Hopfensprosse, d. h. vor dem Sichtbarwerden der ersten Sproßspitzen werden die Hopfenpflanzen reihenweise mit höchstens 1,0m breiten Bahnen lichtdurchlässiger Folie abgedeckt. Die Seiten der Bahnen sind zum Schutz · gegen Verwehen mit Boden abzudecken.
    Sobald die rasch treibenden Sprosse die gewünschte Länge von bis zu 10cm zur Entnahme erreicht haben, ist die Folie zu entfernen und die Triebe sind für die Bewurzelung vorzugsweise im Gewächshaus einschließlich der nicht ergrünten Basisteile auszureißen. Die weitere Behandlung der Triebe erfolgt in bekannter Weise.
DD28274285A 1985-11-12 1985-11-12 Verfahren zur vorzeitigen gewinnung einer vielzahl von bodentrieben von hopfenpflanzen DD242550A1 (de)

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