DD223333B1 - Schwenkeinrichtung fuer eine baugruppe zum wahlweisen nachreinigen von wurzelfruechten - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schwenkeinrichtung der Siebradbaugruppe zum Nachreinigen von Wurzelfrüchten, die wahlweise in Abhängigkeit vom Beimengungsbesatz in herkömmlichen Wurzelfruchterntemaschinen eingesetzt werden kann.
In Rübenerntemaschinen werden zur Reinigung der Früchte vorwiegend Schnecken, gewendelte Siebwalzen, Siebscheibenwalzen und Siebräder eingesetzt, die fest im Fluß der Maschine eingeordnet sind. Eine Anpassung an die unterschiedlichen Erntebedingungen ist nur im begrenzten Maße über eine Veränderung der Reinigungswirkung durch Drehzahländerung, Änderung der Siebspaltenweiten und zusätzliche Elemente zur Gutstrombeeinflussung u. ä. möglich. Der festen Zuordnung aller Reinigungsbaugruppen im technologischen Durchlauf der Wurzelfrüchte in der Maschine haftet der Nachteil an, daß bei normalen, trockenen Einsatzbedingungen die instailierten Einigungsbaugruppen entweder „überdimensioniert" sind und erhebliche Rübenbeschädigungen und Verluste verursachen bzw. bei bindigem, schwer siebfähigem Boden ihre Reinigungswirkung nicht ausreicht.
Zur Beseitigung dieses Mangels wurde teilweise versucht, Alternativreinigungsbaugruppen einzuordnen, die, wenn es die Einsatzbedingungen nicht erfordern, umgangen werden. So befindet sich z. B. beim Rübenrodelader KS-6 im Zwischenbunker ein Gurtband- oder Kettenförderer, der je nach seiner Förderrichtung entweder direkt dem Austrageförderer bzw. die zusätzliche Reinigungseinrichtung beschickt.
Als zusätzliche Reinigungsbaugruppen sind Siebscheiben rost, Siebketten, Federzinkenwellen, Siebwalzen und Schneckenreiniger bekannt. Von Nachteil sind bei diesen Lösungen der durch die geringe Durchlaßhöhe zwischen Gurtband oder Kette und Reinigungseinrichtung begrenzte Durchsatz, die hohen Rübenbeschädigungen bzw. geringe Reinigungswirkung sowie die Gefahr von Deformation und Bruch durch Steinverklemmungen bzw. hohen Rübenverlusten bei Einrichtungen mit Steinsicherung.
Ziel der Erfindung ist es, die vorgenannten Mängel durch eine neuartige Zuordnung einer zusätzlichen Siebradreinigungsbaugruppe zu beseitigen, somit eine weitgehende Reinigung des Erntegutes bei schonender Gutbehandlung unter allen Einsatzbedingungen zu erreichen.
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zusätzliche Siebradreinigungseinrichtung in Wurzelfruchterntemaschinen einzuordnen und die Zuordnung dieser Baugruppe so zu gestalten, daß sie je nach vorliegenden Einsatzbedingungen zu- bzw. abgeschaltet werden und ihre Beimengungsabscheidung geregelt werden kann.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Siebrad in einem nach hinten um eine horizontale Achse schwenkbarem Baugruppenrahmen angeordnet wird, dieses Siebrad nach der Steilförderkette einer Hackfruchterntemaschine und vor und über einem Quer- und Austrageförderer eingeordnet ist und der größere Anteil der wirksamen Siebfläche sich außerhalb des Grundrisses der ursprünglichen Maschine befindet.
Bei günstigen Erntebedingungen, die den Einsatz dieser zusätzlichen Reinigungsbaugruppe nicht erfordern, und bei Straßentransport wird der gesamte Baugruppenrahmen mit dem Siebrad aus dem Arbeitsbereich nach hinten geklappt. Eine Anpassung der Reinigungsintensität an unterschiedliche Siebbedingungen erfolgt neben der Variation der Siebraddrehzahl durch eine Veränderung des Neigungswinkels des Siebrades über die Schwenkeinrichtung.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Anordnung der Siebradbaugruppe nach dem Steilförderer in der Seitenansicht, Fig. 2: Zuordnung des Siebrades und des Bunkers (von hinten auf dem Rübenrodelader gesehen).
An jeweils zwei seitlich hinter der Maschinenrückwand 1 und in einem Abstand zueinander am Maschinenrahmen 2 befestigten Laschen 3 ist der Baugruppenrahmen 4 des Siebrades 5 mittels Gelenke 6; 7 mit dem Maschinenrahmen 2 verbunden (Fig. 1). Mittels Hydraulikzylinder 8 kann der das Siebrad enthaltende Baugruppenrahmen 4 geschwenkt werden. Über einen Flansch 9 ist die Siebradhalterung 10 mit dem Baugruppenrahmen 4 verbunden. Die Siebradhalterung 10 ist als rohrartiger Tunnel ausgebildet, in dem vorzugsweise mittels Wälzlager 11 die Siebradwelle 12 gelagert ist (Fig. 2). Die Drehachse des Siebrades 5 befindet sich hinter der Maschinenruckwand 1 in etwa gleicher Ebene der Schwenkachse des Baugruppenrahmens 4. Auf der Siebradwelle 12 ist vorzugsweise mittels Konus 13 ein in der Anstützung hinlänglich bekanntes Siebrad befestigt. Der Antrieb des Siebrades 5 erfolgt vorzugsweise hydrostatisch oder mechanisch von unten über ein an der Siebradnabe 14 angeschraubtes glockenartiges Antriebsstück 15 und eine Gelenkwelle 16 von einem in etwa in der Siebraddrehachse liegenden Winkelgetriebe 17. Durch Schwenken der Reinigungsbaugruppe über hydraulische Arbeitszylinder 6 um die-Gelenke 6 und 7 kann der Neigungswinkel des Siebrades und damit seine Reinigungsintensität den unterschiedlichen Einsatzbedingungen angepaßt werden. Das Winkelgetriebe 17 wird zum weichen Anlaufen und Abfangen von Antriebsspitzen vorzugsweise über einen Keilriementrieb 18 angetrieben. Der Keilriementrieb 18 ist dabei vorteilhafterweise derartig ausgebildet, daß mittels mindestens je 2 Keilriemenscheiben 19 bzw. 20 eine Variierung der Siebraddrehzahl möglich ist. Die Keilriemenscheiben 20 sind dabei auf einer Antriebswelle 21 befestigt, welche über einen Kettentrieb 22 vom bereits vorhandenen Verteilergetriebe 23 des Rodeladers angetrieben wird. Zum Transport und bei günstigen Einsatzbedingungen, wenn eine Nachreinigung der Wurzelfrüchte nicht "erforderlich ist, wird die Baugruppe nach hinten in die Endstellung gekippt und der Antrieb abgeschaltet.
Claims (2)
- Siebriad zum Reinigen von Wurzelfrüchten, das nach einem Höhenförderer und vor einem Quer- und Austrageförderer angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, daß das Siebrad (5) in einem nach hinten um eine horizontale Achse schwenkbaren Baugruppenrahmen (4) so angeordnet ist, daß der größere Anteil der wirksamen Siebfläche sich außerhalb des Grundrisses der ursprünglichen Maschine befindet, wobei der Baugruppenmaschinenrahmen (2) in senkrechter Ebene hinter einer Maschinenrückwand (1) in Gelenken (6; 7) gelagert ist und sich zwischen dem Baugruppenrahmen (4) und dem Maschinenrahmen (2) ein Hydraulikzylinder befindet, der den Baugruppenrahmen (4) mit dem Maschinenrahmen (2).verbindet und eine Veränderung des Neigungswinkels des Baugruppenrahmens (4) und damit des Siebrades (5) während des Arbeitsprozesses gestattet.Hierzu
- 2 Seiten Zeichnungen
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| DD223333A1 DD223333A1 (de) | 1985-06-12 |
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1984
- 1984-01-16 DD DD25940884A patent/DD223333B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
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