DD200028A1 - Verfahren und vorrichtung zur festbettdruckvergasung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Festbettdruckvergasung, insbesondere fuer die Vergasung von stueckiger Weichbraunkohle. Das Ziel der Erfindung ist die Einsparung von Prozessdampf, die Erzeugung einer gut durchstroembaren Asche durch Schmelzgranulierung der Vermeidung von Generatorenverschlackungen und die Verbesserung des Betriebsverhaltens der Druckgasgeneratoren durch das Anfahren der Schlackegrenze des Prozesses und das Nachfahren der rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, die das Anfahren der Schlackengrenze des Prozesses und das Nachfahren der rohbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze mittels einer geeigneten Bereitstellung des Vergasungsmittels unter Beruecksichtigung der adiabente Waermebilanz gestattet. Erfindungsgemaess wird das Anfahren der Schlackegrenze der Druckgasgeneratoren durch eine reproduzierbare und genaue Einstellung der Maximaltemperatur mit Hilfe eines Vergasungsmittels ermoeglicht und dessen Zusammensetzung entsprechend der Schlackegrenze nach einem aus der adiabaten Waermebilanz abgeleiteten enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehalt bzw. enthalpiekorrigierten Dampf-Sauerstoff-Verhaeltnis mit sehr hoher Genauigkeit eingestellt und geregelt wird. Fig. 1
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur Festbettdruckvergasung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Festbettdruckvergasung, insbesondere für die Vergasung von stükkiger Weichbraunkohle, deren vorwiegend staubfeine Asche durch Schmelzagglomeration vergröbert werden muß.
. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Für den Prozeß der Festbettvergasung von stückiger Kohle ist die Schlackegrenze von besonderer Bedeutung. Sie stellt die technologisch beherrschbare Temperaturgrenze dar, bei der noch keine Verschlackung des Generators eintritt« Bei der Vergasung von Weichbraunkohlen, die eine sehr feinkörnige Asche bilden und die im Falle der Niederlausitzer Braunkohlen außerdem einen sehr niedrigen Schmelzpunkt besitzen, ist es notwendig, die Schlackegrenze anzufahren und die rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlakkegrenze nachzufahren. Dabei besteht das Ziel, die Asche einer gleichmäßigen Schmelzgranulierung zu unterziehen und in.ihrer Durchstr-ömbarkeit zu verbessern. Als Führungsgröße für das Anfahren der Schlackegrenze wird üblicherweise das Dampf-Sauerstoff-Verhältnis ,des Vergasungsmittel^ auf der Grundlage der · Blenden- ' messung von Dampf und technischen Sauerstoff verwendet.
Die Schlackegrenze resultiert aus einer Vielzahl verfahrenstech-.nischer, technologischer und stofflicher Einflußgrößen. Für die .' Steuerung des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses können 'unter Berücksichtigung der Art und des Zustandes des Generatormantels bzw.
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der Ausmauerung im allgemeinen nur das Schmelzverhalten der Kohleasche und im Nachhinein die Beurteilung der ausgetragenen Asche genutzt v/erden.
Diese angestrebte "heiße Fahrweise" an der Schlackegrenze mit Hilfe des Vergasungsmittels setzt eine reproduzierbare Einstellung der Maximaltemperatur in der Oxidationszone voraus. Dazu ist jedoch die Vergasungsmittelbereitstellung auf der Grundlage des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses nicht geeignet. Sie läßt Schwankungen im Stickstoffgehalt als auch Temperaturschwankungen des Vergasungsmittel unberücksichtigt» Außerdem wirken sich die stark lastabhängigen Fehler der Mengenmessung mittels. Meßblenden additiv auf den Fehler des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses aus, der damit im niederen Lastbereich sehr groß wird.
Die adiabate Wärmebilanz für einen Druckgasgenerator zur Vergasung von Weichbraunkohle weist aus, daß die mittleren Fehler bzw. natürlichen Schwankungsbreiten folgender Einflußgrößen zu folgenden nichtreproduzierbaren Änderungen der Maximaltemperatur führen:
+. 0,4· Einheiten des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses auf Grund der minimalen Blendenfehler im mittleren Lastbereich bewirken ca. +.4-0 K Änderung, +.2,5 % Stickstoff im technischen Sauerstoff'bewirken ca. +_ 25 K Änderung,
+_ 10 K Vergasungsmitteltemperatur bewirken +_ 10 K Änderung. Diese Abschätzung gibt eine Erklärung dafür, daß es im praktischen Betrieb nicht möglich ist, mit einer Vergasungsmittelbereitstellung auf der Grundlage des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses die im Bereich, von 1200 - 1350 C liegenden Schmelzpunktänderungen der Mederlausitzer Braunkohle, und die dadurch .· verursachten Verschiebungen der Schlackegrenze im Sinne der "heißen Fahrweise" bei Kenntnis des Ascheschmelzverhaltens nutzbar zu machen. Das bedingt einerseits einen erhöhten Prozeßdampfeinsatz und andererseits Nachteile in.der Betriebsführung insbesondere hinsichtlich des Auftretens von Verschlackungen, der ungleichmäßigen Durchströmung und des hohen Staubaustrages.
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Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Einsparung von Prozeßdampf, die Erzeugung einer gut durchströmbaren Asche durch Schmelzgranulierung, die Vermeidung von Generatorverschlackungen und die Verbesserung des Betriebsverhaltens der Druckgasgeneratoren durch das Anfahren der Schlackegrenze des Prozesses und das Nachfahren der rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und /~\ eine Vorrichtung zu entwickeln, die das Anfahren, der Schlacke- ~" grenze des Prozesses und das Nachfahren der rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze mit Hilfe einer geeigneten Bereitstellung des Vergasungsmittels unter Berücksichtigung der adiabaten Wärmebilanz gestattet.
Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Anfahren der Schlackegrenze des Prozesses und das Nachfahren der rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze durch eine reproduzierbare und genaue Einstellung der Maximaltemperatur mit Hilfe eines Vergasungsmittels ermöglicht wird, dessen Zusammensetzung entsprechend der Schlackegrenze nach einem aus der adiabaten Wärmebilanz abgeleiteten enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehalt bzw. enthalpiekorrigierten Dampf-Sauerstoff- 'J Verhältnis mit hoher Genauigkeit eingestellt und geregelt wird.
Entsprechend der adiabaten Wärmebilanz sind das Dampf-Sauer- · stoff-Verhältnis, die Temperatur des Vergasungsmittels und der Stickstoffgehalt des technischen Sauerstoffs die beeinflußbaren· und meßbaren Haupteinflußgrößen auf die Maximaltemperatur. • · ' '. Da Stickstoff und Wasserdampf.'in''den technologisch vorgegebenen" Grenzen hinsichtlich der Maximaltemperatur in nahezu gleicher Größe v/irksam werden, müssen praktisch nur der wahre Sauerstoffgehalt ν(Op) des Vergasungsmittels und die Vergasungsmitteltemperatur 'tWT als Haupteinflußgrößen berücksichtigt werden. Eine
Änderung der Maxi ma !temperatur /it in K v/ird in folgender ° max
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V/eise von der Änderung des wahren Stausrstoffgehaltes der Vergasungsmittels Av(Op) in % und der Änderung der Vergasungsmit teltemperatur At.-, in K bestimmt:
Die Beziehung ist mit ausreichender Genauigkeit innerhalb folgender Grenzen gültig: Schwankung des Stickstoffgehaltes im technischen Sauerstoff: + 5 % 1W = 112? - 132? °c
tVM = 250 - A-OO κ
Eine Erweiterung des Gültigkeitsbereiches.der Maximaltemperatur ist mit geringem Genauigkeitsverlust möglich. Schwankt der Stickstoffgehalt im technischen Sauerstoff um +_ 15 ^, dann resultieren daraus Änderungen der Maximaltemperatur von +_ β bis +_ 13 C, die nicht mehr vernachlässigbar sind. In diesem Falle ist die Op-Analyse des technischen Sauerstoffs erstrebenswert. Die technologisch bedingten Änderungen des Stickstoffgehaltes im technischen Sauerstoff sind jedoch im allgemeinen kleiner und können unberücksichtigt bleiben.
Als Führungsgröße für die Bereitstellung des Vergasungsmittels wird ein enthalpiekorrigierter Sauerstoffgehalt V^(CL) in % definiert, der den Einfluß der Änderung der Vergasungsmitteltemperatur oder eines dafür aussagefähigen Meßwertes berücksichtigt und ausgleicht.
vE(02) = v(02) - ÄtVM/100
Aus dem enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehalt kann ein enthalpiekorrigiertes Dampf-Sauerstoff-Verhältnis für einen bestimmten Bezugszustan.d berechnet/werdenv. Als Bezugsz'ustand werden · · vorzugsweise die mittleren Betriebswerte des Stickstoffgehaltes des technischen Sauerstoffs und der Vergasungsmittelteraperatur oder eines dafür aussagefähigen Meßwertes definiert.
Der wahre Sauerstoffgehalt wird vorteilhaft mit einem modernen Op-Analysator, vorzugsweise mit*einem ZrO-Festelektrolytanaly-
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sator, so beispielsweise vom Typ Gapolyt, gemessen. Dadurch werden Änderungen des Stickstoffgehaltes einerseits unmittelbar berücksichtigt und andererseits werden geringere Anforderungen an die Konstanz des Stickstoffgehaltes im technischen Sauerstoff in den technologisch vertretbaren Grenzen gestellt.
Die Konzentrationsmessung ist lastunabhängig und bei gleichzeitiger Minimierung der Zahl der Meßgrößen im Falle des Einsatzes von modernen 0?-Analysatoren wesentlich genauer als die indirekte Bestimmung über die Mengenmessung einschließlich der Bestimmung des O?-Gehaltes des technischen Sauerstoffes. Die Genauigkeitserhöhung ist besonders groß im niederen Blenden-Lastbereich. Außerdem werden die im praktischen Betrieb nicht unbeträchtlichen Mischungsfehler durch Undichtheiten in den Zuführungsleitungen ausgeschlossen.
Die Betriebsführung des Generators erfordert hinsichtlich der Vergasungsmittelbereitstellung zur Fixierung der Leistung lediglich die Messung der Sauerstoffmenge mittels Meßblende. Die langen Blenden-Einlaufstrecken der Dampfblende entfallen somit.
Wenn der wahre Sauerstoffgehalt v(O?) unmittelbar vor dem Eintritt des Vergasungsmittels in den Generator gemessen wird, kann eine Echtwertregelung des dem Generator zugeführten Vergasungsmittelgemisches unter Einbeziehung des Manteldampfes zur Verringerung des Prozeßdampfbedarfes erfolgen.
Die Enthalpiekorrektur und der Einsatz von sehr genauen CL-Analysatoren erlauben die Bereitstellung eines Vergasungsmittels, mit dem die infolge der Qualitätsschv/ankungen des Vergasungsmittels entstehenden nichtreproduzierbaren Änderungen der Maximalteraperatur. auf weniger als +_ 20· K im praktischen .Genera- . torprozeß begrenzt werden können.
Gegenüber der bisher üblichen Vergasungsmittelbereitstellung auf der Grundlage des Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses kann einerseits der Prozeß um' durchschnittlich 50 K näher an .der Schlakkegrenze geführt werden und andererseits können rohstoffbedingte Verschiebungen der Schlackegrenze erstmalig nachgefahren
v/erden» Damit v/ird es möglich, den Prozeßdampf bedarf zu senken und eine gleichmäßig-granulierte Asche unabhängig von Schwankungen des Rohstoffes zu erzeugen, wobei gleichzeitig die Gefahr der Generatorverschlackung verringert wird. Die Granulierung der Asche wirkt sich auf den gesamten Generatorprozeß (reguläre Durchströmung, Zonenbildung, Senkung des Staubaustrages u. a.) stabilisierend aus und ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Leistungssteigerung der Generatoren..
Im Falle, daß kein CL-Analysator zur Anwendung kommt, kann der enthalpiekorrigierte Sauerstoffgehalt bzw. das enthalpiekorrigierte. Dampf-Sauerstoff-Verhältnis aus den Werten der Mengenmessung, der Temperaturmessung und aus dem Stickstoffgehalt des technischen Sauerstoffes mit geringerer Genauigkeit ebenfalls berechnet v/erden.
Die Verarbeitung der Meßsignale v/ird in einer elektronischen Baugruppe vorgenommen, die auf der Grundlage des vorgegebenen enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehaltes bzw. enthalpiekorrigierten Dampf-Sauerstoff-Verhältnisses die Mengenregler von Dampf und technischem Sauerstoff ansteuert.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an vier Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Das Aüsführungsbeispiel 1 beinhaltet die Herstellung des Vergasungsmittels auf der Grundlage des enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehaltes.
Ein mit Schamotte ausgemauerter Generator wird an der Schlackegrenze, gefahren. Der Schmelzpunkt der Einsatzkohle beträgt unverändert 129O 0C. Auf" d'er Grundlage der Beurteilung der ausgetragenen Asche ist bekannt, daß dem Generator ein Vergasungsmittel mit einem enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehalt von 10,1 % bzw. einem enthalpiekorrigierten Dampf-Sauerstoff-Verhältnis von •6,6 kg/m i »IT. .'zuzuführen ist. Als Bezugszustand für die Enthalpiekorrektur dienen der mittlere Stickstoffgehalt des techni-
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sehen Sauerstoffs von 7 % und die mittlere Vergasungsmitteltemperatur von 300 C.
Während des Betriebes erhöht sich der Stickstoffgehalt des technischen Sauerstoffes von 5 auf 10 % und gleichzeitig sinkt die Vergasungsmitteltemperatur von 310 auf 290 C. Das. erfordert eine Erhöhung des wahren Sauerstoffgehaltes des Vergasungsmittels von 10,0 auf 10,2 %. Dazu ist es notwendig, die Menge des technischen Sauerstoffes bezüglich eines Kilogrammes Dampf von 0,14-64- auf 0,1590 mi »Bf. zu erhöhen. Infolgedessen wird der Generator weiterhin an der Schlackegrenze gefahren und es entsteht bei gleichzeitiger Verringerung des Prozeßdampfeinsatzes eine gleichbleibend grobkörnige Asche.
In analoger Weise kann ein Vergasungsmittel hergestellt werden, das die rohstoffbedingten Verschiebungen der Schlackegrenze bei Kenntnis des Ascheschmelzverhaltens der Einsatzkohle berücksichtigt.
Wird im betrachteten Beispiel das Mengenverhältnis von Dampf und technischem Sauerstoff, wie es bisher üblich v/ar, nicht korrigiert, so sinkt die Maximaltemperatur im Generator um ca. 70 K. Dabei entsteht eine sehr feinkörnige Asche, die sich auf die gesamte Betriebsführung negativ auswirkt. Das Mischungsverhältnis des Vergasungsmittels kann nur mit einer beträchtlichen Zeitverschiebung entsprechend der ausgetragenen Asche nachträglich korrigiert v/erden. Wenn sich nun die ursprünglichen Werte des Stickstoffgehaltes im technischen Sauerstoff und der Vergasungsmitteltemperatur wieder einstellen, steigt die Maximaltemperatur im Generator unbemerkt um v/eitere ca. 70 K an. Infolgedessen setzt eine starke Schlackebildung ein. Es kommt zu Wand-'·'' ' '·' ansätzen, die' letztlich bis zur Verschlackung des Generators ; ; führen können.
Die v/eiteren drei Ausführungsbeispiele sollen anhand von Figur 1 bis 3 erläutert werden.
Figur 1: Schema der Vergasungsmittelbereitstellung durch eine gemeinsame Grundmischung des.Vergasungsmittels für
mehrere Generatoren und die Analyse des Grundgemisches mit einem Gapolyt
Figur 2: Schema der Vergasungsmittelbereitstellung durch eine direkte Mischung für einen Generator und die Analyse des Vergasungsmittels des Generators mit einem Gapolyt
Figur 3: Schema der Vergäsungsmittelbereitstellung durch eine gemeinsame Grundmischung des Vergasungsmittels für mehrere Generatoren auf der Grundlage der Mengenmessung der Teilströme
Im Ausführurigsbeispiel 2 nach Figur 1 ist eine gemeinsame Grundmischung von Dampf (1) und technischem Sauerstoff (2) in einem Mischer (3)-und die Messung des wahren Sauerstoffgehaltes des Grundgeraisches (4-) mit dem Op-Analysator Gapolyt (5) dargestellt. Das Grundgemisch (4) wird auf mehrere Generatoren (6) aufgeteilt.· Das Grundgemisch (4·) wird so gewählt, daß für jeden Generator (6) individuell eine geringe Menge an Korrekturdampf (7) mittels eines Korrekturdampfreglers (8) zugeführt wird.
Die Grobeinstellung der Lastbereiche und der Mengen von Dampf (1), technischem Sauerstoff (2) und Korr'skturdacipf (7) wird zunächst insbesondere bei Anfahrvorgängen und starken Laständerungen in der bisher bekannten Heise auf der Grundlage der Mengenmessung der Teilströme vorgenommen. Zur anschließenden Feuerregelung werden die Meßsignale des mit dem Gapolyt (5) gemessenen wahren.'Sauerstoffgehalt und der Temperaturmessung (9) des Grundgemisches (4·), das den Hauptwärmeträger darstellt, einem Mikrorechner (10) zugeführt. Weiterhin erfaßt der. Mikrorechner (10) die-dem Generator (β) zugeführte Menge des Grundgemisches (A-) aus'der Mengenmessung (11), die Menge des Korrekturdampfes (7) aus der Mengenmessung·' (12) und im'Fall-e einer' vorhandenen Mes- sung die Menge des Manteldampfes (13) aus der Mengenmessung Vom Mikrorechner (10) wird daraus unter Vorgabe des enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehaltes für den Generator (6) die noch zuzuführende Korrekturdampfmenge berechnet und als Regelgröße auf den.Korrekturdampfregler' (8) aufgegeben. Durch die Messung
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des wahren Sauerstoffgehaltes des Grundgemisches (4·) und einer repräsentativen Temperatur wird der Hauptteil des Vergasungs-• mittels (15) in seiner Zusammensetzung und seiner fühlbaren Wärme sehr genau erfaßt. Durch Zumischung einer geringen Korrektur-• dampfmenge kann der entsprechend der Schlackegrenze individuell für jeden Generator vorgegebene enthalpiekorrigierte Sauerstoffgehalt ebenfalls mit einer sehr hohen Genauigkeit eingestellt werden.
Ein Vorteil des Ausführungsbeispiels besteht in der geringen Zahl der einzusetzenden Op-Analysatoren.
(' ) Das in Figur 2. dargestellte Ausführungsbeispiel 3 beinhaltet die direkte Mischung und Regelung des in den Generator eintretenden Vergasungsmittels auf der Grundlage der Messung des Op-Gehaltes mit dem Gapolyt unter' Einbeziehung des Manteldampfes. Dampf (1) und technischer Sauerstoff (2) werden einstufig in einem Mischer (3) gemischt. Dem Grundgemisch (4-) wird nur der Mandeldampf (13) zugeführt. Die Grobeinstellung der Lastbereiche und der Mengen von Dampf (1) und technischem Sauerstoff (2) v/ird zunächst insbesondere bei Anfahrvorgängen und starken Laständerungen auf der Grundlage der Mengenmessung der Teilströme vorgenommen. Die anschließende Feineinstellung des Grundgemisches (4-) erfolgt so, daß das unter Einbeziehung des Mante!dampfes (13) in den Generator (6) einströmende Vergasungsmittel (15) den geforderten enthal-
K.J piekorrigierten Sauerstoffgehalt aufweist. Die Meßsignale des mit dem Gapolyt (5) gemessenen wahren Sauerstoffgehaltes und der Temperaturmessung (16) des Vergasungsmittels (15) werden dem Mikro-
rechner (10) zugeführt. Dieser ermittelt daraus den enthalpie-. korrigierten Sauerstoffgehalt und steuert zur Einstellung des . '.vorgegebenen Wertes den .Sauerstoffregler (17) an. Damit wird.·.er«. ' reicht, daß dem Generator (6) ein Vergasungsmittel mit minimalem Prozeßdampfbedarf mit dem Ziel zugeführt wird, die Maximaltemperatur entsprechend der Schlackegrenze des Generators reproduzierbar und sehr genau einzustellen. . .
Das Ausführungsbeispiel 4- nach .Figur- 3 geht davon aus, daß eine gemeinsame Grundmischung von Dampf (1) und technischem Sauer-
stoff (2) in einem Mischer (3) erfolgt. Das Grundgemisch (4) wird auf mehrere Generatoren (6) aufgeteilt. Dem Grundgemisch (4) wird zur Einstellung eines vorgegebenen enthalpiekorrigierten;Sauerstoffgehaltes die benötigte Menge an Korrekturdampf (7) mittels eines Korrekturdampfreglers (8) zugeführt. Die Meßsignale der Mengenmessung (11, 12, 18, 19) des Grundgemisches (4), des Korrekturdampfes (7), des Dampfes (1) und des technischen Sauerstoffes (2) und im Falle der Mengenmessung (14) des Manteldampfes (13) v/erden in dem Mikrorechner (10) eingegeben. Außerdem v/erden die Meßsignale der Sauerstoffmessung (20) des technischen Sauerstoffes (2) und der Temperaturmessung (9) des Grundgemisches (4) oder einer anderen repräsentativen Temperaturmessung eingegeben. Der Mikrorechner (10) berechnet unter Vorgabe des enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehaltes für den Generator (6) die noch zuzuführende Korrekturdampfmenge und stellt diese auf einem Anzeigegerät (21) dar. Daraufhin wird der Korrekturdampfregler (8) manuell eingestellt.
Das Ausführungsbeispiel gestattet, ohne die traditionelle Meßtechnik zu erweitern, eine Verbesserung der Nutzung des schwankenden Stickstoffgehaltes und die Nutzung der TemperaturSchwankungen des Vergasungsmittels ο Der Prozeß kann näher an der Schlakkegrenze gefahren v/erden, indem die Maximaltemperatur genauer und mit verringerter Schwankungsbreite eingestellt werden kann. Die Genauigkeitserhöhung wird jedoch durch die Fehler der Mengenmessung begrenzt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Festbettdruckvergasung von stückiger Kohle, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anfahren der Schlackegrenze der Druckgasgeneratoren durch eine reproduzierbare und genaue Einstellung der Maximaltemperatur mit Hilfe eines Vergasungsmittels ermöglicht wird, dessen Zusammensetzung entsprechend der Schlackegrenze nach einem aus der adiabaten Viärmebilanz abgeleiteten enthalpiekorrigierten Sauerstoffgehalt bzv/. enthalpiekorrigierten Dampf-Sauerstoff-Verhältnis mit sehr hoher Genauigkeit eingestellt und geregelt wird,
daß der Prozeß so nahe an der Schlackegrenze geführt wird, daß rohstoffbedingte Verschiebungen der Schlackegrenze bei gleichzeitiger Verringerung der Gefahr der Generatorvorschlakkung nachgefahren v/erden,
daß der enthalpiekorrigi"erte Sauerstoffgehalt aus dem wahren Sauerstoffgehalt und der Temperatur des Vergasungsmittels bestimmt wird und
daß der wahre Sauerstoffgehalt sehr genau, vorzugsweise mit einem Festelektrolyt-Analysator, gemessen wird, daß der wahre Sauerstoffgehalt mit geringerer Genauigkeit ebenfalls aus den .Werten der Mengenmessung und aus.dem Stickstoffgehalt des technischen Sauerstoffes ermittelt wird..' · ·
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 unter Verwendung eines Temperaturmeßgerätes und eines O?-Analysators, dadurch gekennzeichnet, ...
daß ein sehr genauer 0o-Analysator auf der Basis einer ZrO-Festelektrolytmessung und ein Temperaturfühler an einer Ver-
gasungsmittelleitung zur Messung des wahren Sauerstoffgehaltes und der Temperatur des Vergasungsmittels angeschlossen sind,
daß anstelle des 0?-Analysators Mengenmeßgeräte' für Dampf und technischen Sauerstoff und ein 0„-Analysator für den technischen Sauerstoff angeschlossen sind, daß zur Verarbeitung der Meßsignale eine elektronische Baugruppe angeschlossen ist und
daß die Mengenregler von Dampf und technischem Sauerstoff von dieser elektronischen Baugruppe angesteuert werden.
Hieizii 3 Seite* Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| DD23150581A DD200028A1 (de) | 1981-07-07 | 1981-07-07 | Verfahren und vorrichtung zur festbettdruckvergasung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD200028A1 true DD200028A1 (de) | 1983-03-09 |
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| DD23150581A DD200028A1 (de) | 1981-07-07 | 1981-07-07 | Verfahren und vorrichtung zur festbettdruckvergasung |
Country Status (1)
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|---|---|
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1981
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