CH535134A - Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von WertscheinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen, die einen Informationsträger mit die Echtheit des Wertscheins ausweisenden Informationen enthalten. Es befinden sich Banknoten im Verkehr, in deren Papierschicht eine bandförmige Folie aus Kunststoff eingefügt ist. Diese gut sichtbare und auch leicht fühlbare Folie erlaubt eine einfache und rasche Prüfung der Echtheit der Banknote; das Einarbeiten der Folie in die Papierschicht erfordert einen aufwendigen, von einem Notenfälscher nur schwer beherrschbaren Arbeitsprozess. Ferner wurde bereits vorgeschlagen, einen Wertschein, z.B. eine Banknote, mit einer metallbeschichteten Kunststofffolie zu versehen, die zur Echtheitsprüfung eine elektrisch nachweisbare Struktur aufweist. Ausserdem sind Kreditkarten mit einem magnetischen Informationsträger bekannt, der unter anderem die Echtheit der Kreditkarte ausweisende Informationen enthält. Nachteilig ist, dass solche magnetische Informationsträger verhältnismässig leicht gefälscht werden können. Gemäss einem älteren Vorschlag kann ferner als Informationsträger eine Folie verwendet werden, in die die Informationen in Form mikroskopisch kleiner, durchgehender Löcher eingegeben sind. Der Aufwand zur Herstellung solcher Informationsträger wird in technischer und finanzieller Hinsicht immer grösser und damit eine Fälschung immer unrentabler, je kleiner die Löcher gewählt werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung und zur Echtheitsprüfung von Wertscheinen zu schaffen, das bei geringem Aufwand bei der Authentifizierung eine grösstmögliche Sicherheit gegen Betrug bietet. Ein Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen, die einen Informationsträger mit die Echtheit des Wertscheins ausweisenden Informationen enthalten, ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Wertscheins als Informationsträger eine Kupfer- oder Silberfolie verwendet wird und in diese die Informationen in Form durchgehender Löcher eingegeben werden, deren Durch messer oder Breite gleich oder kleiner ist als die Dicke der Folie, und dass bei der Echtheitsprüfung des Wertscheins die Abmessungen der Löcher optisch geprüft und in einem Magnetfeld die Wirbelstromverluste der Folie gemessen werden. Unter dem Begriff Löcher sollen hier in sich geschlossene Ausschnitte aus der Folie von vorzugsweise beliebiger geometrischer Form verstanden werden. Diese können z.B. kreisrund, quadratisch oder länglich und dabei gerade oder gekrümmt sein. Als oberer Grenz- wert für den Durchmesser oder die Breite der Löcher kann bei den hier in Frage kommenden dünnen Folien ein Wert betrachtet werden, bei dem ein Loch bei günstigen Verhältnissen bei Durchsicht von Auge gerade noch erkennbar ist. Bei der Herstellung der Wertscheine werden die Löcher in der Kupfer- oder Silberfolie vorzugsweise mit Hilfe von Laserstrahlen oder Elektronenstrahlen auf wirtschaftliche Weise erzeugt, wobei die hierzu erforderlichen einmaligen, aber sehr hohen Investitionen eine Fälschung als nicht lohnenswert erscheinen lassen. Durch die Anwendung von Laserstrahlen oder Elektronenstrahlen können in der Kupfer- oder 'Silberfolie Löcher von fast beliebiger Feinheit erzeugt werden. ILIer- bei wird der Durchmesser oder die Breite der Löcher vorzugsweise 0,01 mm gewählt. Die Dicke der Folie weist vorteilhaft den dreifachen Wert des Durchmessers oder der Breite der Löcher auf. Einem Fälscher leicht zugängliche Bearbeitungsverfahren wie Bohren, Funkenerosion, Stechen usw. scheiden aus technischen Gründen aus oder erweisen sich bei einer gegebenen Informationsdichte als unrentabel. Auch chemische Verfahren zur Erzeugung von Löchern in der Kupfer- oder Silberfolie mit den angegebenen Dimensionen scheiden aus technischen Gründen aus oder werden bei der optischen Prüfung der Abmessungen der Löcher erkannt, denn durch Atzen erzeugte Löcher weisen durch Unterätzung naturgemäss eine von der Zylinderform abvJeichende Form auf. Ätzungen sind um so schwieriger, je kleiner der Durchmesser oder die Breite der Löcher gegenüber der Dicke der Folie ist. Der Durchmesser oder die Breite der Löcher ist daher höchstens gleich gross wie die Dicke der Folie. Zur Prüfung der Abmessungen der Löcher wird die Folie vorzugsweise mit nicht parallelem Licht bestrahlt und das austretende Licht foto elektrisch gemessen. Hierbei ergibt sich bei einem durch Ätzen erzeugten nicht zylindrischen Loch ein grösserer austretender Lichtfluss als bei einem zylindrischen Loch. Die Bestrahlung erfolgt vorteilhaft mit Infrarotlicht. Dadurch wird bei der Prüfung eines Wertpapiers, dessen Folie in die Papierschicht eingebettet ist, ein minimaler Intensitätsverlust durch das Papier und die Druckfarbe erzielt. Durch die Messung der Wirbelstromverluste in der Folie wird das Folienmaterial geprüft, und es kann gleichzeitig dessen Dicke kontrolliert werden. Hierzu wird der Prüfling in ein Magnetfeld eingetaucht, das vorzugsweise mit Hilfe eines Oszillators erzeugt wird. Die durch die Folie verursachte Oszillatorverstimmung stellt dann ein Mass dar für die Wirbelstromverluste. Für diese gilt die Beziehung Nw = k (ss2 B2 X' X d zu d. wobei k eine I(onstante, w die Kreisfrequenz, B die Induktion, x die elektrische Leitfähigkeit der Folie, d die Dicke der Folie und cp ein von der Länge und der Breite der Folie abhängiger Faktor bedeuten. Die Wirbelstromverluste, d.h. die Verstimmung des Oszillat( > rs beim Eintauchen des Prüflings in das Magnetfeld, sind also proportional zur elektrischen Leitfähigkeit und zur Dicke der Folie. Da die elektrische Leitfähigkeit von Kupfer und von Silber von keinem anderen Material übertroffen wird, wird ein vorgegebener Minimalwert für die Wirbelstromverluste nur von Prüflingen erreicht, deren Folie eine vorbestimmte Minimaldicke aufweisen. Dadurch werden Fälschungen mit einer gegenüber den Löcherabmessungen sehr dünnen Folle, deren Löcher durch Ätzen erzeugt wurden und die den optischen Test der Löcherabmessungen allenfalls bestehen könnten, dennoch als solche erkannt. Ferner werden Falsifikate erkannt, die eine Folie vorgeschriebener Dikke aus einem Material mit geringer elektrischer Leitfähigkeit aufweisen.
Claims (1)
- PATENTANS PRUCHVerfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen, die einen Informationsträger mit die Echtheit des Wertscheins ausweisenden Informationen enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Wertscheins als Informationsträger eine Kupferod. Silberfolie verwendet wird u. in diese die Informationen in Form durchgehender Löcher eingegeben werden, deren Durchmesser oder Breite gleich oder kleiner ist als die Dicke der Folie, und dass bei der Echtheitsprüfung des Wertscheins die Abmessungen der Löcher optisch geprüft und die Wirbelstromverluste der Folie gemessen werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher mit nicht parallelem Licht bestrahlt und das austretende Licht foto elektrisch gemessen wird.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Infrarotlicht verwendet wird.3. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung der Wirbelstromverluste mit Hilfe eines Oszillators ein Magnetfeld erzeugt und die Oszillatorverstimmung gemessen wird.4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher einen Durchmesser oder eine Breite von wenigstens annähernd 0,01 mm aufweisen.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Folie den dreifachen Wert des Durchmessers oder der Breite der Löcher aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1286671A CH535134A (de) | 1971-09-01 | 1971-09-01 | Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen |
| NL717113899A NL152681B (nl) | 1971-09-01 | 1971-10-11 | Werkwijze voor het controleren van de echtheid van waardepapieren. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1286671A CH535134A (de) | 1971-09-01 | 1971-09-01 | Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH535134A true CH535134A (de) | 1973-03-31 |
Family
ID=4387113
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1286671A CH535134A (de) | 1971-09-01 | 1971-09-01 | Verfahren zur Verhinderung erfolgreicher Fälschungen von Wertscheinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH535134A (de) |
| NL (1) | NL152681B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2422210A1 (fr) * | 1978-04-04 | 1979-11-02 | Radioelectrique Comp Ind | Procede et dispositif de detection de la presence d'un filin metallique dans un papier |
-
1971
- 1971-09-01 CH CH1286671A patent/CH535134A/de not_active IP Right Cessation
- 1971-10-11 NL NL717113899A patent/NL152681B/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2422210A1 (fr) * | 1978-04-04 | 1979-11-02 | Radioelectrique Comp Ind | Procede et dispositif de detection de la presence d'un filin metallique dans un papier |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL152681B (nl) | 1977-03-15 |
| NL7113899A (de) | 1973-03-05 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |