CH522231A - Vorrichtung zum Sichtbarmachen von Infrarotstrahlen - Google Patents

Vorrichtung zum Sichtbarmachen von Infrarotstrahlen

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CH522231A CH382570A CH382570A CH522231A CH 522231 A CH522231 A CH 522231A CH 382570 A CH382570 A CH 382570A CH 382570 A CH382570 A CH 382570A CH 522231 A CH522231 A CH 522231A
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Description


  
 



  Vorrichtung zum Sichtbarmachen von Infrarotstrahlen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schichtbarmachen von Infrarotstrahlen, mit einer abbildenden Infrarotoptik, welche die Infrarotstrahlen durch einen Raster, welcher im folgenden als Infrarotraster bezeichnet wird, auf einen mit der Intensität der Strahlung örtlich verformbaren Flüssigkeitsfilm wirft, welcher der
Strahlengang in einem optischen System beeinflusst.



   Diese bekannte Vorrichtung soll durch die Erfindung insbesondere hinsichtlich ihrer Temperaturanpassungsfähigkeit und Empfindlichkeit verbessert werden.



  Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass als Träger des Flüssigkeitsfilms eine frei aufgespannte dünne Membran dient.



   Gemäss einer bevorzugten   Erfindungsvariante    besteht die Membran und allenfalls auf ihr befindliche Beläge aus schlecht wärmeleitendem Material.



   Die Infrarotstrahlen und die Lichtstrahlen können von verschiedenen Seiten auf den Flüssigkeitsfilm gerichtet sein. Diese Anordnung ermöglicht eine vollständige Entkopplung der deformations- und damit bilderzeugenden Infrarotstrahlung von der Schlieren- bzw.



     Phasenkontrastoptik.    Dadurch wird es auch möglich, den Flüssigkeitsfilm direkt auf einer Spiegelschicht auszubreiten; diese Spiegelschicht und der   Flüssigkeitsz    film liegen somit praktisch in derselben Ebene. Hierdurch fallen für das Schlierensystem verschiedene Einschränkungen weg. Bei Verwendung der Spiegelschicht ist der Einfallswinkel des Lichtes der Schlierenoptik auf die verformbare Schicht praktisch ohne Belang. Dadurch ergeben sich mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten.



  Verwendet man beispielsweise ein Schlierensystem, welches kohärentes Licht benützt, dann kann man die Vorrichtung für Zwecke der optischen Fourier-Transformation verwenden, da eine auf die verformbare Schicht geworfene Lichtwellenfront an dieser eine veränderbare Phasenverschiebung erleidet.



   Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel in schematischer Gesamtdarstellung,
Fig. 2 einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 1,
Fig 3 bis 9 sieben   Detailvarianten    zu Fig. 1 bzw.



  2.



   Gemäss Fig. 1 besteht die erfindungsgemässe Vorrichtung im wesentlichen aus einem Infrarotwandler W und aus einer Schlierenoptik S. Der Infrarotwandler W besteht aus einer frei aufgespannten Membran 3, welche auf ihrer der Schlierenoptik S zugewandten Fläche mit einem dünnen Spiegelbelag 5 versehen und auf dieser Spiegelfläche mit einem dünnen Flüssigkeitsfilm 6 beschichtet ist, und aus einem vor der freien Oberfläche der Membran 3 angeordneten Raster 2. Die von einem nicht dargestellten Infrarotstrahler ausgesandten Infrarotstrahlen I werden von einer Infrarotoptik 14 gebündelt und fallen durch ein Infrarotfilter 15 auf den Infrarotwandler W und bewirken örtliche Erwärmungen der Membran 3 und damit örtliche Veränderungen der Oberflächenspannung des auf der Membran ausgebreiteten Flüssigkeitsfilms 6.

  Zur Sichtbarmachung der hierbei entstehenden Oberflächendeformationen des Flüssigkeitsfilms dient die Schlierenoptik S, welche im wesentlichen aus einer Lichtquelle 16, einem Objektiv 19 und einem Barren 20 besteht. Von der Lichtquelle 16 wird ein von den Strahlen 17 und 18 begrenztes   Strahlenbün-    del L auf den Flüssigkeitsfilm geworfen und an dessen Hinterseite von der an der Membran 3 angebrachten Spiegelschicht 5 reflektiert. Das von den Strahlen 17' und 18' begrenzte reflektierte Lichtbündel L' wird von  der Linse 19 gebündelt und der Pupille 21 der Betrachtungsoptik zugeführt. Hierbei werden jene Strahlen, welche an unbelichteten Stellen des Flüssigkeitsfilms 6 auftreffen, beispielsweise der Strahl 18, auf den Barren 20 der Schlierenoptik S geworfen und somit von diesem abgedeckt und nicht in der Ebene der Pupille 21 abgebildet.

  Hingegen werden diejenigen Strahlen, bei spielsweise der Strahl 17, welche an belichteten Stellen des Flüssigkeitsfilms 6 auftreffen, anders gebeugt als die an unbelichteten Stellen auftreffenden Strahlen, und erscheinen als Beugungsordnungen 17* und   17* *    ausserhalb des Barrens und symmetrisch zu diesem und werden in der Ebene der Pupille 21 scharf abgebildet.



  Das Betrachtungsfeld der Pupille 21 ist so gewählt, dass zumindest die ersten Beugungsordnungen der gebeugten Lichtstrahlen betrachtet werden können. Je grösser die Intensität der einfallenden Infrarotstrahlen I ist, desto stärker ist die Beugung der Lichtstrahlen an den deformierten Stellen des Flüssigkeitsfilms 6 und desto heller erscheinen die Beugungsordnung 17* und 17**.



  Diese Vorgänge sind in Fig. 2 vergrössert dargestellt.



   Gemäss Fig. 2 dringen die Infrarotstrahlen I durch die Öffnungen des Rasters 2 in die Membran 3 ein, werden an der Spiegelschicht 5 reflektiert und in der Membran 3 absorbiert. Die durch die Absorption der Strahlen entstehenden lokalen Erwärmungen werden von der Membran 3 durch die Spiegel schicht 5 hindurch an den Flüssigkeitsfilm 6 weitergegeben und führen in diesem zu Einbuchtungen an seiner freien Oberfläche, wogegen an den vom Raster 2 abgedeckten Stellen Ausbuchtungen entstehen. An den Einbuchtungen werden die auftreffenden Strahlen L der Schlierenoptik anders gebeugt als an den Ausbuchtungen, so dass die reliefartige Oberflächenverformung der Flüssigkeitsschicht 6 schlierenoptisch auslesbar ist.



   Die Spiegelschicht 5 ist sehr vorteilhaft, jedoch für die Funktion der Anordnung nicht unbedingt erforderlich. Das Weglassen der Spiegelschicht ist deshalb möglich, weil bekanntlich an der Oberfläche jeder Flüssigkeit, auch einer optisch durchsichtigen, eine Reflexion der auftreffenden Strahlung zu einem bestimmten Prozentsatz stattfindet. Der Betrag des reflektierten Lichtes L' liegt für durchsichtige Flüssigkeiten bei etwa 4   O/o    vom Betrag des auftreffenden Lichtes L. Dies ist für die Schlierenoptische Auslesung ausreichend, insbesondere da die Intensität des Lichtes L in weiten Grenzen gesteigert werden kann.



   Der Film 6 ist durch eine niederviskose Flüssigkeit gebildet, wobei sich Schichtdicken von   0,2.104    cm bis    10.104    cm als besonders geeignet erwiesen haben. Als Flüssigkeiten eignen sich z. B. niederviskose Kohlenwasserstoffe wie Dekan, Hexan oder Oktan, deren   Viskos    tät zwischen 0,4 und 1 Centipoise liegt. Die Membran 3 ist etwa   2.1ob    cm bis   8.104 cm    dick und besteht aus einem schlecht wärmeleitenden Material, z. B. aus einem keramischen oder glasartigen Werkstoff oder aus Kunststoff wie z. B. Nitrocellulose. Die Periode des Rasters 2 beträgt ungefähr das 100- bis 300fache der Dicke des   Flüssiekeitsfilms    6.

  Der Raster 2 kann   Idurch    ein Linien oder Kreuzraster, wie in der Figur angedeutet, oder durch ein Linsenraster etc. gebildet sein. Bei letzterem ist der Durchmesser der einzelnen Linsen mit der   Rasterperiode    des Linien- oder Kreuzrasters   identisch       so dass    auch für das Linsenraster die oben angegebene   Beziehung;    zwischen   Rasterperiode    und Dicke des Flüssigkeitsfilms gilt.



   Da die Membran 3 eine sehr geringe Masse und damit auch eine geringe Wärmekapazität besitzt, besitzt sie eine sehr hohe Temperaturanpassungsfähigkeit und befindet sich fast augenblicklich im   Temperaturgleichge    wicht mit der Umgebung. Die durch die Infrarotstrahlen I in der Membran 3 bewirkten örtlichen Erwärmungen werden durch Wärmeleitung nur noch in der Membran selber und zu einem kleinen Prozentsatz an das umgebende Medium abgeführt, wodurch eine örtliche Variation des Strahlungsgleichgewichts eine optimale Temperaturvariation zur Folge hat, wodurch sich eine sehr grosse Empfindlichkeit ergibt.



   In den Fig. 3 und 4 sind zwei weitere Möglichkeiten für die gegenseitige Lage der Infraroteinstrahlung I und der Schlierenoptik S bzw. der Strahlenbündel L und L' dargestellt.



   Gemäss Fig. 3 ist die Schlierenoptik so angeordnet, dass von der Pupille (21, Fig. 1) der Betrachtungsoptik nicht das von der Flüssigkeitsschicht 6 reflektierte, sondern das von dieser hindurchgelassene Licht L' betrachtet wird. Eine Spiegelschicht (5, Fig. 2) ist hier nicht vorhanden. Die Membran 3 muss zumindest zu einem gewissen Grad für sichtbares Licht durchsichtig sein.



   Gemäss Fig. 4 sind die Infrarotstrahlen I und die von der Lichtquelle 16 der Schlierenoptik S   (Fig.    1) ausgesandten Lichtstrahlen L von derselben Seite auf den Infrarotwandler W gerichtet. Der Flüssigkeitsfilm 6 ist   darstellungsgemäss    auf der den Strahlungsquellen (L,   I)    zugewandten Seite der Membran 3 ausgebreitet. Der Film könnte auch auf der den Strahlungsquellen (I, L) abgewandten Membranseite ausgebreitet sein. Ausserdem kann in Fig. 4 der Infrarotwandler W einen Spiegelbelag (5, Fig. 2) aufweisen.



   Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung sind zwei Faktoren von wesentlicher Bedeutung: Erstens die Grösse der durch die einfallende Infrarotstrahlung I hervorgerufenen Oberflächendeformationen der Flüssigkeitsschicht und zweitens die optische Auslesung dieser Deformationen durch die Sohlierenoptik S. In den Fig. 5 bis 8 werden verschiedene Ausführungsvarianten für den Infrarotwandler W angegeben, welche diesen beiden Faktoren besonders Rechnung, tragen.



   Gemäss Fig. 5 ist die Membran 3 auf ihrer dem Flüssigkeitsfilm 6 abgewandten Seite mit einem infrarotabsorbierenden Belag 4 beschichtet. Die einfallende Infrarotstrahlung I muss in diesem Fall nicht von der Membran 3 selbst absorbiert werden. Dies ist insoferne von Vorteil, als hierdurch gewisse Einschränkungen bei der Wahl des Membranwerkstoffes wegfallen. Darstellungsgemäss   durohlaufen    die einfallenden Infrarotstrahlen I den infrarotabsorbierenden Belag 4 und werden dort teilweise absorbiert, wodurch sich   Ider    Belag lokal erwärmt und diese Wärme durch Wärmeleitung durch die Membran 3 und die Spiegelschicht 5 hindurch in die Flüssigkeitsschicht 6 abgibt. 

  Der vom Belag 4 nicht absorbierte Teil der Infrarotstrahlen durchläuft die Membran 3 (falls diese infrarotdurchlässig ist), wird von der Spiegelschicht 5 reflektiert und gelangt über die Membran wiederum an den Belag 4 und wird dort grösstenteils absorbiert, was wiederum zu dem oben beschriebenen Wärmeleitungsprozess führt. Es ist auch möglich, den Absorptionsbelag in die Membran einzubetten, beispielsweise durch Eingiessen von infrarotabsorbierenden Partikeln.



   Fig. 6 zeigt eine Variante zu Fig. 5 bei welcher die Spiegelschicht 5 nicht auf der die Flüssigkeitsschicht 6 tragenden, sondern auf der mit dem Absorptionsbelag 4  beschichteten Seite der Membran 3 angeordnet ist. Die Spiegelschicht 5 muss in diesem Fall für die Infrarotstrahlung I durchsichtig sein. Am besten ist hierzu ein sogenannter Interferenzspiegel geeignet. Die Dicke solcher Spiegel liegt in der Grössenordnung der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes (L) sie werden vorzugsweise dur Aufdampfen hergestellt.



   Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsvariante 4 besteht der Flüssigkeitsfilm 6 aus einer infrarotabsorbierenden Flüssigkeit. Der Raster 2 ist als Linsenraster ausgebildet. Eine Spiegel- und eine spezielle Infrarot-Absorptionsschicht sind nicht vorhanden. Die Flüssigkeitsschicht absorbiert die Infrarotstrahlung I.



  Auch hier fallen für die Wahl Ides   Membranmaterials    absorptionsbedingte Einschränkungen weg; die Membran 3 dient lediglich als Träger für die Flüssigkeitsschicht 6. Das auf die Flüssigkeitsschicht 6 auftreffende Licht L der Schlierenoptik wird an der Oberfläche der Flüssigkeitsschicht und an der freien Oberfläche der Membran 3 reflektiert. Die beiden Reflexionen werden von der Schlierenoptik ausgelesen. Bei dieser Ausführungsform ist die Infrarotempfindlichkeit des Infrarotwandlers W optimal, die Lichtausbeute der Schlierenoptik ist hingegen gering, was aber durch Erhöhung der Intensität des Lichtes L kompensierbar ist. Selbstverständlich könnte auch bei diesem Ausführungsbeispiel die Membran 3 auf ihrer dem Linsenraster 2 zugewandten freien Oberfläche mit einer Spiegel schicht versehen sein.



   Im Flüssigkeitsfilm 6 ist eine Ausbildung bzw.



  Aufrechterhaltung einer Deformationsstruktur praktisch nur dann möglich, wenn die Wärmeleitung im Film und in der Membran klein ist. Andernfalls würden sich die lokalen Temperaturdifferenzen ausgleichen und damit Deformationen einebnen. Die Membran und ihre Beläge dürfen daher eine bestimmte Wärmeleitfähigkeit nicht überschreiten. Aus diesem Grund darf ,auch die Wärmeleitung des Spiegels 5 eine bestimmte Grösse nicht überschreiten.



   Bei den in den Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispielen kann der Infrarotraster 2 auch direkt auf der Membran aufgebracht bzw. durch den absorbierenden Belag 4 (Fig. 5) gebildet werden.



   Der Infrarotraster 2 kann so ausgebildet sein, dass in der Ebene der Pupielle (21, Fig. 1) in Abhängigkeit von der Wellenlänge der einfallenden Infrarotstrahlung verschiedenfarbige Bilder entstehen. Wenn der Infrarotraster beispielsweise durch einen Kreuzraster gebildet ist, dann kann z. B. die eine Parallellinienschar für kurzwelliges und die andere für langwelliges Infrarot durchlässig sein. Die für die beiden Wellenlängenbereiche in der Ebene der Pupille (21, Fig. 1) entstehenden Beugungsbilder liegen dann ebenfalls in zwei verschiedenen Richtungen und können beispielsweise durch Filter in verschiedenfarbige Bilder umgewandelt werden.



   Damit in der Pupille (21, Fig. 1) ein strukturiertes Bild entsteht, muss die mittlere Temperatur des Flüssigkeitsfilms 6 innerhalb eines bestimmten Intervalls um die Temperatur des betrachteten Objektes liegen. Dieses Intervall beträgt erfahrungsgemäss etwa   +8  C.    Aus serdem muss dem Flüssigkeitsfilm stets so viel Wärmeenergie zugeführt bzw. von diesem abgeführt werden, dass dieser während jeder Messung an einem bestimmten Objekt auf angenähert konstanter Mitteltemperatur bleibt und sich durch die einfallende Infrarotstrahlung im Mittel weder erwärmt noch abkühlt.



   Gemäss Fig. 8 ist dem Infrarotwandler W rasterseitig eine heiz- und/oder kühlbare Platte 7 aus infrarotdurchsichtigem Material vorgeschaltet. Der Wandler bzw. die Membran 3 kann durch die Wirkung dieser Platte auf jede gewünschte Temperatur gebracht und auf dieser gehalten werden und zwar unabhängig von unkontrollierbaren äusseren Einflüssen. Die Platte 7 kann z. B. mit einer elektrischen Widerstandsheizung ausgerüstet sein, was in der Fig. durch die Anschlussklemmen 70 und 71 angedeutet ist. Der Spalt 8 zwischen Platte 7 und Wandler W kann gasdicht abgeschlossen und mit einem speziellen Gas gefüllt sein. Durch geeignete Wahl des Gases sowie der Dimensionen dieses Spalts kann die Wärmeleitung zwischen der Platte 7 und der Membran 3 in weiten Grenzen variiert werden. Es hat sich als besonders günstig erwiesen, den Spalt 8 mit einem schlecht wärmeleitenden Gas zu füllen.

  Da die Wärmeleitfähigkeit eines Gases bekanntlich dem Quadrat von dessen Atomradius indirekt und der spezifischen Wärme direkt proportional ist, ist ein Edelgas mit relativ hohem Molekulargewicht, beispielsweise Xenon, als Füllgas hervorragend geeignet. Abweichend von Fig. 7 kann der Raster 2, insbesondere in Form eines Linsenrasters auf bzw. in die Platte 7 verlegt oder in Form einer Schicht direkt auf die Membran 3 verlegt sein.



   Durch die Infrarotoptik (14, Fig. 1) wird jeder Punkt des die Infrarotstrahlung I aussendenden Objektes als Punkt im Flüssigkeitsfilm 6 abgebildet. Hierbei empfängt jeder infrarotbelichtete Punkt des Films aus einem durch den Öffnungswinkel der Infrarotoptik bestimmten Raumwinkel   Temperaturstrahlung.    Dieser Raumwinkel liegt bei gebräuchlichen Optiken bei etwa 7 bis 10   O/o    des totalen Raumwinkels von   360".    Durch Wärmestrahlung aus dem restlichen Raumwinkel, welcher somit etwa 90   O/o    des totalen Raumwinkels beträgt, kann also jedem Punkt des Films eine beliebige Temperatur aufgeprägt werden. Hiervon wird bei der in Fig. 9 dargestellten Ausführungsvariante Gebrauch gemacht.



   Gemäss Fig. 9 ist der Infrarotwandler W und damit auch die Membran 3 (Fig. 1) seitlich von zwei Temperaturstrahlen 9 und 10 umgeben, welche Strahler auf verschiedene Temperaturen einstellbar und wechselweise ganz oder je zu einem bestimmten Bruchteil durch eine Blende abdeckbar sind, sodass jede gewünschte Temperatur aus dem zwischen den Temperaturen der beiden Strahler liegenden Intervall stufenlos einstellbar ist. Darstellungsgemäss ist jeder der beiden Temperaturstrahler 9, 10 durch einen halbkreisförmigen zylindrischen Flächenstrahler gebildet, dessen Bogenlänge etwas kleiner ist als die des entsprechenden Halbkreises. Die Bogenlänge einer mit einem Arm 12 um eine Achse 13 verdrehbaren Blende 11 entspricht der Bogenlänge des zugeordneten Halbkreises. 

  Durch Verdrehen der Blende 11 können die beiden Temperaturstrahler 9 und 10 wechselweise ganz oder zu je einem bestimmten Bruchteil abgedeckt werden, wodurch das scheinbare Flächenverhältnis der beiden Strahler momentan und quantitativ veränderbar ist. Selbstverständlich ist es auch möglich, anstelle von zwei Temperaturstrahlen mehrere Strahler anzuordnen oder auch nur einen einzigen, dessen Temperatur rasch veränderbar ist. Wenn beispielsweise die Infrarotoptik (14, Fig. 1) durch eine Linsenoptik gebildet ist, dann könnte dieser Strahler Idurch die Rohrwand der Linsenoptik gebildet sein. Bei Verwendung eines Spiegelobjektivs, beispielsweise eines Spiegelobjektivs nach Cassegrain, könnte der Strahler durch die innerste Abschirmung des Spiegelobjektivs gebildet sein.  

 

   Wie bereits dargelegt, liegt die Dicke des Flüssigkeitsfilms 6 in der Grössenordnung von   104 cm.   



  Flüssigkeitsfilme dieser geringen Dicke können so aufgetragen werden, dass der Träger (Membran 3) zuerst mit einem relativ dicken Flüssigkeitsfilm beschichtet und anschliessend die Dicke dieses Films beispielsweise durch Abstreifen auf die gewünschte Grösse gebracht wird. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Vorrichtung zum Sichtbarmachen von Infrarotstrahlen, mit einer abbildenden Infrarotoptik, welche die Infrarotstrahlen durch einen Raster, welcher im folgenden als Infrarotraster bezeichnet wird, auf einen mit der Intensität der Strahlung örtlich verformbaren Flüssig keitsfitm wirft, welcher den Strahlengang in einem optischen System beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger des Flüssigkeitsfilms (6) eine frei aufgespannte dünne Membran (3) dient.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Membran (3) in der Grössenordnung von 104com liegt und insbesondere 2.104 cm beträgt.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (3) aus einem Material geringer Wärmeleitfähigkeit, vorzugsweise aus Glas, Keramik oder Kunststoff besteht.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (3) zur Reflexion des Lichtes des optischen Systems mit einem Spiegelbelag (5) versehen ist.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (3) aus einem infrarotabsorbierenden Material besteht.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (3) mit einem infrarotabsorbierenden Belag (4) versehen ist.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotraster (2) direkt auf der Membran (3) oder einem der auf dieser befindlichen Beläge sitzt.
    7. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der infrarotabsorbierende Belag (4) als Infrarotraster (2) ausgebildet ist.
    8. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotraster (2) aus mindestens zwei in verschiedenen Richtungen orientierten Teilrastern besteht, welche verschiedene spektrale Durchlässigkeitseigenschaften aufweisen, so dass in der Abbildungs- bzw. Barrenebene des optischen Systems die Spektralbänder dieser Teilraster in verschiedenen Sekto ren ,abgebildet werden.
    9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Temperatur der Membran (3) und des Flüssigkeitsfilms (6) einstellbar ist.
    10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatureinstellung mittels eines auf die Membran (3) einwirkenden Temperaturstrahlers erfolgt.
    11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturstrahler eine im Parallelabstand vor der Membran angeordnete ebene Strahlplatte (7) aus licht- und/oder infrarotdurchsichtigem Material ist.
    12. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturstrahler die Membran (3) seitlich ringförmig umgibt.
    13. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der die Membran (3) ringförmig umschliessende Temperaturstrahler aus zwei voneinander getrennten halbkreisförmigen Flächenstrahlern (9, 10) besteht, welche unabhängig voneinander auf verschiedene Temperaturen einstellbar und wechselweise vollständig oder zu einem bestimmten Bruchteil durch eine gemeinsame halbkreisförmige Innenblende (11) abdeckbar sind, so dass die Membrane auf jede gewünschte Temperatur aus dem zwischen den Temperaturen der beiden Strahler liegenden Intervall stufenlos einstellbar ist.
    14. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum (8) zwischen Membran (3) und Temperaturstrahler (7 bzw.
    9, 10) mit Gas geringer Wärmeleitfähigkeit, beispielsweise Xenon, gefüllt ist oder von diesem durchströmt wird.
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