CH478641A - Vorrichtung zum gratfreien Beschneiden von Metallfolien für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere Spulen - Google Patents
Vorrichtung zum gratfreien Beschneiden von Metallfolien für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere SpulenInfo
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Description
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Vorrichtung zum gratfreien Beschneiden von Metallfolien für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere Spulen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum grat- freien Beschneiden einer um eine Auflagerolle laufende Metallfolie für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere Spulen.
Bei Folienwickelkörpern für elektrotechnische Zwecke besteht als Hauptproblem die Verhinderung von Windungskurzschlüssen. Während die Folienflächen durch Isolierüberzüge hinreichend sicher vor direktem metallischen Kontakt gegenseitig zu schützen sind, ergeben sich durch das übereinanderliegen der Folien- kanten und deren Isolierfehler sehr häufig Windungs- kurzschlüsse. Dabei sind als Hauptursachen der Schneid- grat,
eventuelle Kantenschäden der Folie und Randfehler der Isolierüberzüge anzusehen. Vielfach tritt im Laufe der Betriebszeit einer Wicklung infolge der durch magnetische Wechselfelder und Temperaturwechsel verursachten Relativbewegungen der einzelnen Windungen gegeneinander eine Zerstörung der anfangs einwandfreien Isolierschicht, besonders an den Wicklungsstirnseiten auf. Hierfür ist hauptsächlich der Schneidgrat verantwortlich.
Zur Verhinderung der genannten funktionsbeeinträchtigenden Erscheinungen werden Folienwickelkör- per vorwiegend mit Isolierzwischenlagen aus Konden- satorpapier, Teflon - (eingetragene Marke), Polyester-, Polypropylen- oder anderen Plastfolien hergestellt. Die Isolierfolie muss dabei die Metallfolie beidseitig einige Millimeter überragen.
Nachteilig ist, dass der Wickelvorgang erschwert wird, dass die Isolierfolie nicht beliebig dünn herstellbar ist und somit den Wick- lungsfüllfaktor ungünstig beeinflusst, dass der Preis dieser Folien recht beachtlich ist und dass die thermischen Eigenschaften der Wicklung verschlechtert werden.
Aus diesen Gründen werden in zunehmendem Masse Metallfolien mit isolierenden Schichten aus Oxyd oder Lack verarbeitet, deren Dicke wesentlich geringer sein können und die z. T. hohe Wärmebelastbarkeit gewährleisten. Um Windungskurzschlüsse zu vermeiden, werden die Folien vor dem Wickeln einer oft umständlichen und aufwendigen Kantenbehandlung unterzogen.
Es ist bekannt, durch ein kontinuierliches elektrochemisches Entgraten die Folienkanten abzurunden und anschliessend eine Oxydschicht allseitig zu erzeugen. Für sehr dünne Folien (Dicke unter 20 ,um) ist diese Methode sehr schwierig durchzuführen.
Eine andere bekannte Methode ist das Nachwalzen der Folienbänder mit einer überlagerten Reckung, wobei der Schneidgrat und eventuelle Kantenschäden durch Kalibrieren beseitigt werden. Nachteilig ist die Stauchung des Werkstoffes, die oft zu einer Längswelligkeit der Folienränder führt. Eine nachfolgende Kantenisolierung ist unumgänglich. Für dünne Folien lässt sich dieses Verfahren nicht anwenden. Eine bereits vorgeschlagene Lösung beinhaltet das stirnseitige Herausätzen der Metallfolie zwischen den beidseitig aufgetragenen Lackschichten, so dass diese den Folienrand überragen.
Diese Methode ist sehr aufwendig, da die Ätzflüs- sigkeit in die gesamte aufgewickelte Folienrolle dringt und anschliessend eine Umspulung mit Wasch- und Trockenvorgängen erforderlich wird. Die überstehenden Lackränder werden sehr leicht beschädigt.
Eine andere bereits vorgeschlagene Methode hat einen Entgratvorgang mittels mehrerer Bürstenwalzen zum Inhalt. Diese rotieren quer zum längsgleitenden Band und beseitigen den Schneidgrat. Da auch bereits vorhandene Isolierschichten beschädigt werden, ist ein nachträgliches Isolieren erforderlich.
Eine weitere vorgeschlagene Lösung sieht die Verwendung zweier Folien vor, die durch seitlichen Kantenvorsatz gegeneinander beim gleichzeitigen Wickeln eine direkte Kantenberührung verhindert.
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Die Entfernung des Grates ist aus Isolationsgründen nicht unbedingt notwendig, ist aber aus wickeltechnischen Gründen ratsam. Nachteilig wirkt sich die Parallelschaltung beider Folien bei geringen Leiterquerschnitten auf die Foliendicke aus. Weiterhin ergeben sich ungünstige elektrostatische Feldverhältnisse an den Gratspitzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vom Herstellerwerk gelieferte Metallfolie ohne chemische oder elektrochemische Behandlungsvorgänge für Wickelzwecke vorzubereiten und die Herstellung von Folienwicklungen ohne Verwendung besonderer Isolierzwischenlagen zu ermöglichen und zu vereinfachen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Beschneiden der Folie ist gekennzeichnet durch zwei mit ihren Achsen zur Auflagerolle schräg angeordnete Messerrollen.
Die Messerrollen sind beispielsweise durch Federn in die Metallfolie eindrückbar, oder sie können auf Schnittiefe fest einstellbar sein. Die Vorrichtung verfolgt das Ziel, der beschnittenen Folie einen trapezförmigen Querschnitt zu geben, dessen Seitenschrägenwinkel durch die geometrische Form der Messerrollen und ihre Einstellung veränderlich ist.
Die vom Herstellerwerk angelieferten Folienrollen verlangen damit beim Lagern und Transport keine besonders hohe Sorgfalt. Durch die Vereinfachung der Folienbehandlung bietet sich die Möglichkeit, die technisch vorteilhafte Folienwicklung für kleinere elektrotechnische Geräte stärker einzusetzen, da die dort erforderlichen geringen Foliendicken bisher schwierige Behandlungen oder bei Verwendung von Isolierzwischen- lagen ungünstige Wicklungsfüllfaktoren ergaben.
Weiterhin kann bei der Kondensatorenfertigung auch eine Vereinfachung erreicht werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. 1 den Aufbau der Beschneideeinrichtung; Fig. 2 den charakteristischen Bandquerschnitt nach dem Beschneiden und Wickeln mit entgegengesetzter Krümmung. Das von einer gebremsten Abwickelvorrichtung ablaufende Folienband 1 kommt mit der Isolierschicht auf der Auflagerolle 2 zu liegen.
Durch die Umschlin- gung wird diese mitgedreht. Mittels der einstellbaren Druckfeder 3 werden die in schwenkbar angeordneten Lagerböcken aufgehängten Hebel 4 mit den Messerrollen 5 gegen die Folie gedrückt.
Die Anpresskraft muss so sein, dass die Messerrollen die Folie durchdringen können. Durch die Schrägstellung um den Winkel a werden die Abfallstreifen 6 von den Rollen seitlich abgedrängt und reissen vom Folienband ab. Die Abfallstreifen dürfen mit dem beschnittenen Band 7 nicht wieder in Berührung kommen, damit die Kanten keine Beschädigungen erleiden. Das Band wird sofort ohne Andrückrolle zum Spulenwinkel 8 verarbeitet.
In Fig. 2 ist der charakteristische Bandquerschnitt nach dem Beschneiden und Wickeln mit entgegengesetzter Krümmung dargestellt. Die ursprünglich trapez- förmige Metallfolie 9 zeigt die durch die Umformung hochgezogenen Reisskanten 10. Die unter dem Metall liegende Isolierschicht 11 reicht infolge Querdehnung beim Beschneiden nicht ganz bis an die Reisskanten, ist jedoch breiter als die obere Trapezkante und verhindert den metallischen Kontakt zwischen zwei aufeinanderlie- genden Windungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum gratfreien Beschneiden einer um eine Auflagerolle laufenden Metallfolie für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere Spulen, gekennzeichnet durch zwei mit ihren Achsen zur Auflagerolle (2) schräg angeordnete Messerrollen (5). UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerrollen in die Metallfolie (1) durch Federn (3) eindrückbar sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerrollen auf Schnittiefe fest einstellbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD12047966 | 1966-10-24 |
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ID=5479096
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH988067A CH478641A (de) | 1966-10-24 | 1967-07-11 | Vorrichtung zum gratfreien Beschneiden von Metallfolien für die Herstellung von kurzschlussfreien Wickelkörpern, insbesondere Spulen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH478641A (de) |
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1967
- 1967-07-11 CH CH988067A patent/CH478641A/de not_active IP Right Cessation
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