Verfahren zur Synchronisierung der Bewegung einer Mehrzahl von Organen sowie Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Synchro nisierung der Bewegung einer Mehrzahl von Organen, die individuell angetrieben und mit angenähert gleichen Geschwindigkeiten bewegt werden, zwecks Ausführung einer gleichzeitigen Bewegung aus einer Ausgangsstel lung über gleiche Entfernungen, welches dadurch ge kennzeichnet ist, dass die von jedem Organ zurückzu legende Entfernung in Abschnitte mit gleichen Längen unterteilt ist, und dass jedes Organ.,
welches einen der artigen Abschnitt durchläuft und dabei gegenüber dem am langsamsten beweglichen Organ der Mehrzahl von Organen einen Vorsprung erreicht, der grösser ist als ein vorbestimmter Grenzwert, angehalten wird, bis, durch die Bewegung des am langsamsten bewegten Organes der Vorsprung mindestens auf den Grenzwert vermindert wird., worauf die Bewegung des schnelleren Organes zum nächsten Abschnitt selbsttätig eingeschal tet wird, welcher Vorgang so lange wiederholt wird, bis alle Organe die Entfernung zurückgelegt haben.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchfüh rung dieses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Organe einen individuellen elektrischen Antrieb aufweist, welcher mit einem Schaltorgan zum Einschalten und Ausschalten des Antriebes versehen ist, sowie einen Fühler, der auf die Bewegung des Organes empfindlich ist und jedesmal betätigt wird, wenn das betreffende Organ einen Abschnitt zurückge legt hat, wobei die einzelnen Schaltorgane von den Fühlern derart betätigt werden, dass zumindest das am langsamsten bewegte Organ im wesentlichen konti nuierlich die einzelnen Abschnitte durchläuft, wäh rend die elektrischen Antriebe der übrigen Organe zeit weise abgeschaltet werden,
sobald das betreffende Organ nach dem Zurücklegen eines Abschnittes sich mehr als einen bestimmten Abstand vor dem am lang samsten bewegten Organ befindet, wobei das Einschal ten jedesmal erfolgt, wenn das am langsamsten be wegte Organ seinen Abstand auf mindestens den vor bestimmten minimalen Abstand verringert hat.
Die Organe, deren Bewegungen zu synchronisieren sind, können z. B. Huborgane sein, die zum Heben von Bodenelementen und ähnlichen Teilen während des Baues von Gebäuden nach dem Elementbau-System dienen.
Bei der Herstellung von Gebäuden mittels des be kannten Elementbaues ist es erforderlich, dass alle Huborgane, welche am Heben von Bodenelementen oder anderen Bauteilen beteiligt sind, gleichzeitig und mit gleichen Geschwindigkeiten arbeiten, so dass ge währleistet wird, dass die Bauteile nicht übermässigen Spannungen ausgesetzt werden. Es ist zu diesem Zweck bereits vorgeschlagen worden, die einzelnen Huborgane miteinander mechanisch zu verbinden. Eine derartige mechanische Verbindung ist allerdings kost spielig und schlecht an verschiedene Umstände anpas sungsfähig, da die relativen Stellungen der verschiede nen Huborgane in der horizontalen Ebene von. Fall zu Fall abweichend sein können. Es ist auch bereits vor geschlagen worden, hydraulische Hubvorrichtungen zu verwenden und diese miteinander hydraulisch zu kup peln.
Da jedoch die Belastung der einzelnen Hubor gane nicht gleich ist, beginnt immer das Huborgan mit der geringsten Belastung seine Hubbewegung, worauf das am zweitwenigsten belastete folgt usw., so dass die Huborgane sich nicht synchron, sondern in einer Folge bewegen.
Bei der Herstellung von Gebäuden nach dem Ele- mentbau-System ist es daher erwünscht, dass die ein zelnen Huborgane zum Heben der Bodenelemente oder ähnlicher Teile individuell und unabhängig voneinan der angetrieben werden, damit deren Arbeitsweise an die Belastung angepasst werden kann, welcher sie aus gesetzt sind, und dass auch eine vollständige Freiheit in der Anordnung der Hubvorrichtungen entsprechend den Anforderungen beim betreffenden herzustellenden Gebäude erzielt wird.
Wenn jedoch jedes Huborgan mit seinem eigenen Antrieb versehen ist, ist es erfor derlich, deren Arbeitsweise zu synchronisieren, und zu diesem Zwecke sind die nachfolgend, als Beispiele, anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsfor- men der Vorrichtung nach der Erfindung bestimmt.
In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine hydraulische Vorrichtung, welche beim Bau von Gebäuden nach dem Elementbau-Sytem ver wendbar ist, Fig. 2 ein Schema einer Vorrichtung zur Synchro nisierung der Bewegungen einer Mehrzahl von Hub vorrichtungen nach der Fig. 1, die Fig. 3 und 4 Diagramme der Arbeitsweise der Synchronisiervorrichtung und Fig.5 eine andere Ausführung der Synchronisier- vorrichtung.
In der Fig. 1 ist ein hydraulischer Heber darge stellt, welcher einen vertikalen Zylinder 1 und einen Kolben 2 aufweist, der im Zylinder 1 in vertikaler Richtung auf und ab beweglich ist. Am unteren Ende ist der Zylinder mit einem Teil 3 versehen, welcher mittels nicht dargestellter Organe am oberen Ende einer Stützsäule 4 befestigt ist. Am Zylinder ist ein Joch 5 befestigt, welches zwei parallel verlaufende, U-Träger enthält, die an. beiden Seiten des Zylinders angeordnet sind.
Der nach oben sich erstreckende Kolben 2 ist an seinem oberen Ende mit einem Befestigungsblock 6 versehen, welcher eine Antriebseinheit 7 trägt, die einen Elektromotor sowie eine von diesem Motor an getriebene Pumpe enthält, die der Lieferung von Öl oder einer anderen Druckflüssigkeit in den Zylinder 1 dient. Die Leitungen, welche den Zylinder und die ein stellbaren Steuerventile verbinden, welche der Steue rung der Strömung des Öles in den Zylinder und aus diesem heraus während der Bewegungen des Kolbens 2 nach oben und nach unten steuern, sind nicht darge stellt, da sie in bekannter Weise ausgebildet werden können.
Am Block 6 ist ein oberes Joch 8 befestigt, welches ähnlich ausgebildet ist wie das Joch 5 und ebenfalls zwei parallele U-Träger enthält, die sich an beiden Sei ten des Blocks befinden. Die beiden Joche 5 und 8 sind miteinander durch zwei schraubenförmige Zugfe dern 9 verbunden. Durch die beiden Joche 5 und 8 führen vertikal zwei Zugstangen 10, und zwar an ent gegengesetzten Seiten der Hubvorrichtung 1, 2 und der Säule 4. Die unteren Enden der Zugstangen 10 führen durch Öffnungen 11 in einem Bodenelement, Dachele ment oder einem anderen Bauteil, der gehoben werden soll und in der Figur mit 12 bezeichnet ist. Das Ele ment hat noch eine weitere Öffnung 13, durch welche sich die Säule 4 erstreckt.
Das Element 12 ist durch Scheiben 14 und Muttern 15 gestützt, welche an den unteren Enden 16 der Zugstangen 10 .-ufgeschraubt sind. Es versteht sich, dass das Element 12 in einer ähnlichen Weise durch weitere Säulen 4 und Hubvor richtungen, die der nach der Fig. 1 entsprechen, ge stützt ist, welche sich an geeigneten Stellen des Baues befinden.
Jede der Zugstangen 10 ist mit einer Reihe von ringförmigen Rippen 17 versehen, welche in gleich- mässigen Abständen voneinander angeordnet sind und entsprechend der Darstellung eine nach oben gerichtete konische Seitenfläche haben, sowie eine nach unten weisende flache ringförmige Schulter. Jedes der Joche 5 und 8 ist für die Durchführung jeder der Zugstangen mit einem Paar von Backen 18 versehen, welche im Joch quer zur Längsrichtung der Zugstangen beweglich sind und durch Federn 19 gegen die Zugstange ge drückt werden.
Die Backen 18 haben eine zur Zusam- menwirkung mit der Zugstange bestimmte Fläche, wel che eine Hälfte der Zugstange umfasst und mit Rippen 20 versehen ist, deren Profil eine ergänzende Form zum Profil der Rippen 17 der Stangen 10 hat. Die Backen 18 dienen auf diese Weise einem Festhalten der Zugstangen 10 gegen eine Bewegung nach unten, lassen jedoch eine Bewegung der Zugstangen gegen über den Jochen 5 und 8 nach oben zu. Währen dieser letzteren Bewegung werden die Backen 18 gegen den Druck der Federn 19 nach aussen bewegt, und zwar unter dem Einfluss der geneigten Seitenflächen der Rippen 17, welche entlang der geneigten Seitenflächen der Rippen 20 bewegt werden, bis sie über den Schul tern dieser Rippen zurückschnappen.
Der Bauteil 12 kann auf diese Weise gehoben werden, indem die Pum peneinheit 7 Öl unter Druck in den Zylinder 1 ein führt, so dass der Kolben 2 gehoben wird. Dabei zieht das obere Joch 8 mit seinen Backen 18 die Zugstangen 10 nach oben. Am Ende der Hubbewegung nach oben des Kolbens 2 wird der Druck im Zylinder vermindert, worauf sich der Kolben unter dem Einfluss des Ge wichtes des Joches 8 und der Einheit 7 wie auch unter dem Einfluss der Feder 9 nach unten bewegt. Während dieser Bewegung nach unten werden die Stangen 10 durch die Backen 18 des unteren Jochs 5 festgehalten.
Das untere Joch 5 ist mit einem Schalter 21 verse hen. Der Schalter weist einen als Fühler wirkenden Schalterarm 22 auf, welcher sich in die Bahn der Rippen 17 der rechten Zugstange 10 erstreckt, so dass der Schalter 21 jedesmal betätigt wird, wenn die Zugstange um eine Entfernung bewegt wurde, die dem Abstand der Rippen entspricht. Anstatt, dass der Schalter 21 von den Rippen der Stange betätigt wird, ist es auch möglich, den Schalter innerhalb des unteren Jochs 5 derart anzuordnen, dass dieser jeweils dann betätigt wird, wenn sich eine der Backen 18 dieses Jochs in ihre Haltestellung zurück bewegt, nachdem sie durch die Rippen der nach oben bewegten Stange nach aus sen gedrückt wurde.
Die Ausbildung der Hubvorrichtung entsprechend der Fig. 1 bildet an sich nicht den Gegenstand der Er findung, und es können, falls erwünscht, auch Hubvor richtungen anderer bekannter Typen verwendet wer den, wie z. B. Schraubenheber. Es ist jedoch wesent lich, dass die Hubvorrichtung, sei sie von einem belie bigen Typ, mit einem Fühler, wie z. B. dem Schalter 21 versehen ist, welcher die Bewegung des Bauelemen tes 12 nach oben in eine grosse Anzahl von kleinen Abschnitten mit gleicher Länge unterteilt und welcher jederzeit betätigt wird, wenn das Bauelement einen der Abschnitte zurückgelegt hat.
In der Fig. 2 ist schematisch eine Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Synchronisierung der Bewegungen einer Mehrzahl von Huborganen nach der Fig. 1 dar gestellt, welche beim Heben eines Bauelementes 12 zusammenwirken. Die Vorrichtung enthält einen Elek tromotor 23, dessen Drehzahl genau und stufenlos ein stellbar ist und welcher eine Welle 24 antreibt. Die Welle 24 trägt eine Mehrzahl von Kontakttrommeln 25, von denen jede mit einer Schaltvorrichtung 26 zur Steuerung der Tätigkeit der Pumpeinheit 7 einer der Hubvorrichtungen dient.
Obwohl in der Zeichnung nur eine Schaltvorrichtung 26 dargestellt ist, versteht sich, dass an der Welle jeweils eine Schaltvorrichtung und eine Kontakttrommel 25 einer der Hubvorrichtungen, die zum Heben des Bauelementes 12 nach der Fig. 1 verwendet werden, zugeordnet ist.
Jede Kontakttrommel 25 hat eine zylindrische Flä che aus elektrisch leitfähigem Material, welche entlang eines Teiles ihrer Breite mit einem Streifen 27 aus elektrisch isolierendem Material bedeckt ist. Der Strei fen erstreckt sich über den grössten Teil des Umfanges der Trommel, wobei zwischen den beiden Enden des Streifens ein Zwischenraum 28 besteht, in welchem die leitfähige Oberfläche der Trommel unbedeckt ist. Die Streifen 27 aller Trommeln haben die gleiche Länge und die gleiche Winkelstellung bezüglich der Welle 24. Mit der Oberfläche der Trommel 25 auf der Seite des Streifens 27 wirkt eine Bürste 29 zusammen, welche über eine Leitung 30 an einen der Anschlüsse des Elektromotors der Einheit 7 angeschlossen ist.
Der an dere Anschluss des Elektromotors der Einheit 7 ist an einen Pol einer elektrischen Stromquelle 31 ange schlossen.
In zwei Führungen 33 ist ein C-förmiger Schaltteil 32 beweglich geführt. Der Schaltteil 32 trägt zwei Bür sten 34 und 35, die in der gleichen Ebene, jedoch an diametral entgegengesetzten Seiten der Trommel ange ordnet sind und je nach der Stellung des Schaltteiles 32 abwechselnd mit der Oberfläche der Trommel zu sammenwirken. Die Bürste 35 berührt dabei die leitfä hige Oberfläche der Kontakttrommel und ist an den anderen Pol der elektrischen Stromquelle 31 ange schlossen. Die Bürste 34 befindet sich hingegen gegen über dem isolierenden Streifen 27 an der Oberfläche der Trommel.
Die Stellung des Schaltteiles wird durch zwei Elek tromagneten 36 und 37 beeinflusst, von denen jeder einen Kern aufweist, der mit dem Schaltteil 32 verbun den ist, sowie eine Spule, welche diesen Kern umgibt. Die Elektromagneten 36 und 37 befinden sich an ent gegengesetzten Seiten des Schaltteiles 32 und bewegen diesen Schaltteil in entgegengesetzten Richtungen. Die Spule des Elektromagneten 36 ist mit ihrem einen Ende an die Bürste 34 angeschlossen und mit ihrem anderen Ende über eine Leitung 38 an die Bürste 35. Die Spule des Elektromagneten 37 ist in einem Kreis geschaltet, welcher eine elektrische Stromquelle 39 sowie den Schalter 21 enthält, der durch die Zugstange 10 aus derFig.1 betätigt wird.
In der dargestellten Stellung der einzelnen Teile berühren die Bürsten 29 und 35 die rotierende Trom mel 25, welche vom Elektromotor 23 angetrieben ist. Es ist daher der Elektromotor der Pumpeneinheit 7 an die Stromquelle 31 angeschlossen, und zwar über diese Bürsten und die leitfähige Fläche der Trommel. Die Pumpeneinheit 7 arbeitet somit und hebt dabei ihre Zugstangen 10. Sobald die Zugstange einen Abschnitt zurückgelegt hat, wird kurzzeitig durch eine Rippe 17 der Zugstange 10 der Schalter 21 geschlossen, wodurch der Elektromagnet 37 erregt wird und den Schaltteil 32 in die andere Stellung verschiebt, in wel cher die Bürste 35 von der Trommel 25 abgehoben ist, und die Bürste 34 die Trommel berührt.
Wenn die Trommel in diesem Augenblick eine Winkelstellung hat, in welcher die Bürste 34 den Isolierstreifen 27 berührt, so wird der Stromkreis der Pumpeinheit 7 unterbrochen und diese Einheit kommt zum Stillstand. Wenn hingegen die Bürste 34 die Trommel im Zwi schenraum 28 des Isolierstreifens berührt, so wird ein Stromkreis von der Stromquelle 31 \über die Bürste 34, die leitfähige Oberfläche der Trommel, die Bürste 35, den elektrischen Motor der Pumpeinheit 7 und zurück zur Stromquelle geschlossen. Der Magnet wird auf diese Weise erregt und bringt den.
Schaltteil 32 in die dargestellte Ausgangsstellung, so dass die Pumpeinheit nicht abgeschaltet und ihre Tätigkeit nicht unterbro chen wird. Gleichzeitig wird eine Pumpeinheit, welche zum Stillstand gebracht wurde, von neuem in Betrieb gesetzt, wenn die Bürste 37, die zuerst den Isolierstrei fen 27 berührt hat, bei einer weiteren Bewegung der Trommel 25 den Zwischenraum 28 berührt. Der Schalter 21 ist dabei so angeordnet, dass unmittelbar nach seiner Betätigung durch eine Rippe 17 der Stange 10 sein Kontaktarm 22 (Fig. 1) hinter der Rippe zu rückfällt, so dass der Schalter von neuem geöffnet wird. Es wird somit durch die Spule des Elektromagne ten 37 jeweils nur ein kurzer Stromimpuls geführt.
Der Elektromagnet 37 kann, falls dies erforderlich sein sollte, so ausgeführt werden, dass er den Schaltteil 32 mit einer gewissen Verzögerung bewegt.
Die Funktion der Synchronisiervorrichtung, welche eine Mehrzahl von Schaltvorrichtungen nach der Fig. 2 enthält und eine gleiche Anzahl von Pumpeinheiten 7 steuert, kann am besten anhand der Diagramme in den Fig. 3 und 4 erläutert werden. In diesen Figuren ist auf die vertikale Achse die Höhe H des Hubes aufgetragen und in gleiche Teile d unterteilt, deren Abstand die Länge eines Abschnittes des Hubes darstellt, wie er durch die Entfernung zweier benachbarten Rippen 17 an der Hubstange 10 gegeben ist. Wie bereits erwähnt, sendet der Schalter 21 am Ende jedes der Abschnitte einen Stromimpuls durch den Kreis des Elektromagne ten 37.
Auf der horizontalen Achse ist die Zeit T auf getragen, die ebenfalls in Abschnitte mit der gleichen Länge t unterteilt ist. Die Zeitabschnitte t stellen die Zeit dar, welche das am langsamsten bewegliche Hub organ für das Zurücklegen eines Abschnittes d benö tigt.
In den Diagrammen der Fig. 3 und 4 wird ange nommen, dass sich die einzelnen Huborgane mit ein wenig voneinander abweichenden Geschwindigkeiten bewegen. Es wird auch vorausgesetzt, dass durch an sich bekannte, nicht dargestellte Organe der Motor 23, welcher die Welle 24 antreibt, so eingestellt wurde, dass er sich mit dem am langsamsten beweglichen Huborgan aus der Gruppe der Huborgane synchron bewegt. Das bedeutet, dass, wenn dieses am langsam sten bewegliche Huborgan einen Abschnitt zurückge legt hat, und sein Schaltteil 32 betätigt wird, die Trom mel 25 eine Winkelstellung erreicht hat, in welcher die Bürste 34 den Zwischenraum 28 des Isolierstreifens 27 berührt, wodurch, wie bereits erwähnt, die Arbeit der Pumpeinheit 7 nicht unterbrochen wird.
Die Bewegung des am langsamsten beweglichen Huborganes ist daher in den Diagrammen der Fig. 3 und 4 durch die gerade Linie A dargestellt.
Das Diagramm in der Fig. 3 zeigt die Situation, bei welcher die hintere Kante 27' des Isolierstreifens 27, bei einer Betrachtung in der Drehrichtung der Welle 24, die durch den Pfeil 40 in der Fig. 4 dargestellt ist, eine derartige Winkelstellung im Augenblick der Betä tigung der Schaltteile 32 der einzelnen Schaltvorrich tungen hat, dass alle Huborgane, welche sich schneller bewegen als das am langsamsten bewegte Huborgan nach dem Zurücklegen eines Abschnittes angehalten werden und gleichzeitig wieder am Ende des Zeitab schnittes t in Betrieb gesetzt werden, wenn die hinteren Kanten 27 des Streifens unter den Bürsten 24 des Schaltteiles durchlaufen.
Die schrittweisen Bewegungen zweier derartiger Huborgane, die um ein geringes Mass rascher laufen als das langsamste Huborgan A sind durch unterbrochene Linien B und C in der Fig. 3 dar gestellt. Die durch die Linien B und C dargestellten Huborgane warten somit nach jedem Abschnitt, bis das langsamste Huborgan ebenfalls den Abschnitt zurück gelegt hat, bevor sie wieder die Bewegung fortsetzen. Es ist daraus ersichtlich, dass der maximale Vorsprung der Huborgane B und C gegenüber dem Huborgan A, der am Ende jedes der Abschnitte auftritt, nur einen Bruchteil der Länge d des Abschnittes beträgt, welcher an sich selbst bereits klein ist. Die verschiedenen Hub organe werden somit im wesentlichen bei ihrer Hubbe wegung synchron bewegt.
Das Diagramm in der Fig.4 zeigt den Zustand, welcher eintritt, wenn die hintere Kante 27' der isolie renden Streifen 27 der Kontaktrommeln um einen Winkel nach vorne bewegt ist, welcher um einen Zeit abschnitt 1 vom Zeitraum t abweicht, welchen die am langsamsten bewegliche Hubvorrichtung zum Zurück legen eines Abschnittes d benötigt. Der Zeitabschnitt 1 im Diagramm in der Fig.4 stellt somit den Zeitraum dar, in welchem sich während jeder Umdrehung der Welle 24 die Bürsten 34 der verschiedenen Schaltvor richtungen 26 gegenüber dem leitfähigen Teil 28 der Kontakttrommel 25 befinden.
Der mit i in der Fig. 4 bezeichnete Abschnitt entspricht dem Zeitraum, in wel chem sich bei jeder Umdrehung der Welle 24 die Bür sten 34 gegenüber dem Isolierstreifen 27 der Trommel 25 befinden. Im Diagramm der Fig. 4 ist eine Linie A' gezeichnet worden, welche parallel zur Linie A ver läuft, welche die Bewegung des am langsamsten beweg lichen Huborganes darstellt. Die Linie A' befindet sich um den Abschnitt 1 links von der Linie A. Es ist dar aus ersichtlich, dass eine rasch bewegliche Hubvorrich tung, deren Bewegung durch die gestrichelte Linie E dargestellt ist, am Ende jedes Abschnittes der Hubbe wegung zum Stillstand gebracht wird und an der Linie A' von neuem in Bewegung gesetzt wird.
Ein langsa mer bewegliches Huborgan, dessen Hubbewegung durch die strichpunktierte Linie D dargestellt ist, durchläuft seine ersten drei aufeinander folgenden Abschnitte d ohne Unterbrechung, bis die Linie D am Ende des dritten Abschnittes auf die linke Seite der Linie A' gelangt. Das Huborgan wird darauf zum Still stand gebracht und gleichzeitig mit der durch die Linie E dargestellten Hubvorrichtung in Betrieb gesetzt, und zwar im Augenblick, welcher durch die Linie A' be stimmt ist. Es befindet sich somit zwischen den Linien A und A' ein Bereich, in welchem kein Unterbruch der Bewegung der Hubvorrichtung entsteht.
Durch eine geeignete Einstellung der entsprechenden Steuerventile der Pumpeinheiten 7 und der Drehzahl des Motors 23 sowie durch eine geeignete Wahl der Länge des Zeitab schnittes 1 ist es möglich, die Bewegungen der einzel nen Huborgane so zu steuern, dass deren Linien der Bewegungen während bedeutender Zeiträume in diesen Bereich zwischen den Linien A und A' fallen, so dass sie während einer grossen Anzahl von aufeinander fol genden Abschnitten d ohne Unterbruch arbeiten kön nen, bevor ihre Abweichung gegenüber dem am lang samsten beweglichen Huborgan grösser geworden ist als der Zeitabschnitt 1.
In der Fig. 5 ist schematisch eine andere Ausfüh rung der erfindungsgemässen Synchronisiervorrichtung dargestellt, bei welcher Teile, welche der Ausführung nach der Fig. 2 entsprechen, mit dem gleichen Bezugs zeichen wie in dieser Figur bezeichnet sind.
Die Vorrichtung nach der Fig.5 enthält ebenfalls einen Elektromotor 23 mit veränderlicher Drehzahl, welcher eine Welle 24 antreibt. Die Welle 24 trägt eine Mehrzahl von Schaltscheiben 41, von denen jede einer Pumpeinheit 7 zugeordnet ist. Die Schaltscheiben sind aus unmagnetischem Material hergestellt und enthalten jede einen durch einen permanenten Magneten gebilde ten Teil 42 mit der Form eines Kreissegmentes. Die magnetischen Teile 42 der Schaltscheiben 41 haben alle zur Welle 24 die gleiche Winkelstellung. Sie haben auch dieselbe winkelmässige Breite, welche mit der winkelmässigen Breite des leitfähigen Zwischenraumes 28 der Trommeln 25 aus der Fig. 2 vergleichbar ist.
Jede der Scheiben 41 dient der Steuerung der Arbeitsweise eines magnetisch betätigten Schalters 43, der in der Nähe einer Stirnfläche der Scheibe angeord net ist. Die Kontakte des Schalters 43 sind normaler weise geschlossen und werden jedesmal geöffnet, wenn der magnetische Teil 42 der rotierenden Scheibe in die Nähe des Schalters gelangt. Magnetisch betätigte Schalter dieser Art sind an sich bekannt und brauchen daher nicht im Detail beschrieben werden.
Der Schalter 43 befindet sich in einem elektrischen Kreis, welcher eine Spannungsquelle 39 enthält, die Spule eines Relais 44 und den Schalter 21, welcher durch die Rippen 17 der Zugstangen 10 bei ihrer Be wegung nach oben betätigt wird. Dieser Kreis enthält weiter die Spule eines Halterelais 45, dessen Kontakt normalerweise offen ist und parallel zum Schalter 21 geschaltet ist. Der Kontakt des Relais 44 ist normaler weise geschlossen und befindet sich in einer der Lei tungen, welche den Elektromotor der Pumpeinheit 7 mit der elektrischen Stromquelle 31 verbindet.
Die Synchronisiervorrichtung nach der Fig. 5 arbei tet in der folgenden Weise. Es sei wieder angenommen, dass der Elektromotor 23 so eingestellt ist, dass seine Drehzahl mit dem Zeitraum synchronisiert ist, welchen die am langsamsten bewegliche Hubvorrichtung zum Zurücklegen eines Abschnittes benötigt. Wie bereits erläutert, wird der Schalter 21 dieser Hubvorrichtung am Ende jedes Abschnittes betätigt, und zwar in einem Augenblick, in welchem sich der magnetische Teil 42 der Scheibe 41 gegenüber dem Schalter 43 befindet. Der Schalter ist daher vom Magnete bereits geöffnet, was zur Folge hat, dass das Relais 44 nicht erregt wird. Der Lauf der Pumpeinheit 7 dieses Huborganes wird daher nicht unterbrochen.
Wenn eines der Huborgane einen derartigen Vor sprung gegenüber dem am langsamsten beweglichen Huborgan erreicht hat, dass im Augenblick der Betäti gung dessen Schalter 21 der magnetische Teil 42 der betreffenden Schaltscheibe 41 noch nicht dessen Schal ter 43 erreicht hat, so befindet sich dieser in der ge schlossenen Stellung. Das Schliessen des Schalters 21 hat daher die Bildung eines Stromimpulses zur Folge, welcher die Spulen der Relais 44 und 45 erregt. Das Relais 44 öffnet seinen Kontakt und unterbricht den Stromkreis der Pumpeinheit 7. Das Halterelais 45 schliesst seinen Kontakt und überbrückt den Schalter 21.
Sobald bei der weiteren Bewegung der Scheibe 41 der magnetische Teil 42 gegenüber dem Schalter 43 kommt, so dass dieser kurzzeitig seine Kontakte öffnet, wird der erregende Stromkreis der Relais 44 und 45 unterbrochen, deren Kontakte gelangen in die darge- stellten normalen Stellungen, und die Pumpeinheit 7 wird von neuem in Betrieb gesetzt.
Die Diagramme aus den Fig. 3 und 4, die anhand der Ausführung nach der Fig. 2 erläutert wurden, gel ten auch im Zusammenhang mit der Ausführung nach der Fig. 5. Der Zeitraum 1 nach der Fig. 4 ist in die sem Falle durch den Winkel des Sektors bestimmt, welchen der magnetische Teil 42 einnimmt.
Dieser Winkel kann so gewählt werden, dass der Abstand zwi schen den Linien A und A' in der Fig. 4 eine ausrei chende Breite hat, um zu erlauben, dass alle Hubor gane, nach einer geeigneten. Einstellung ihrer Steuer ventile, ohne Unterbruch während einer grösseren Anzahl von aufeinander folgenden Abschnitten d be wegt werden.
Obwohl die Erfindung anhand von einigen Ausfüh rungsbeispielen erläutert wurde, versteht es sich, dass auch andere Ausführungsformen möglich sind. So kön nen die Scheiben 41 jeweils durch eine Nockenscheibe und der magnetisch betätigte Schalter 43 durch einen geeigneten, von der Nockenscheibe betätigten Schalter ersetzt werden. In diesem Falle bestimmt die Länge der Nockenform am Umfang der Nockenscheibe die Grösse des Zeitabschnittes 1 im Diagramm in der Fis. 4.