CH446499A - Erdschlussschutzeinrichtung in einem Ein- oder Mehrphasensystem - Google Patents

Erdschlussschutzeinrichtung in einem Ein- oder Mehrphasensystem

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CH446499A
CH446499A CH107266A CH107266A CH446499A CH 446499 A CH446499 A CH 446499A CH 107266 A CH107266 A CH 107266A CH 107266 A CH107266 A CH 107266A CH 446499 A CH446499 A CH 446499A
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earth
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earth fault
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Friedrich Dipl Ing Geise
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Siemens Ag
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/16Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to fault current to earth, frame or mass
    • H02H3/17Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to fault current to earth, frame or mass by means of an auxiliary voltage injected into the installation to be protected

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  • Power Engineering (AREA)
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Description


      Erdschlussschutzeinrichtung        in    einem     Ein-    oder     Mehrphasensystem       Für den     Erdschlussschutz    in Ein- oder Mehrphasen  systemen, die nicht- oder nur     hochohmig    geerdet sind,  und auch für den     Erdschlussschutz    von elektrischen  Maschinen     wird    im allgemeinen die bei einem     Erd-          schluss    auftretende natürliche Verlagerungsspannung  eines vorhandenen oder künstlich gebildeten Null- bzw.  Sternpunktes gegenüber Erde herangezogen.

   Diese Ver  lagerungsspannung bringt beim überschreiten eines be  stimmten einstellbaren Wertes ein     Erdschlussrelais    zum  Ansprechen. Ein 100prozentiger Schutz für     Wechsel-          oder        Drehstromsysteme,    in denen elektrische Maschinen  oder Transformatoren mit in Stern geschalteten Wick  lungen vorhanden sind, lässt sich mit dieser Art des       Erdschlussschutzes    nicht erreichen, da ein auftretender  Erdschluss im Sternpunkt oder in der Nähe desselben  keine oder nur eine sehr kleine Verlagerungsspannung  hervorruft und daher das     Erdschlussrelais    nicht zum  Ansprechen bringt.  



  Aus diesem Grund können zur Erzielung eines voll  ständigen     Erdschlussschutzes    zusätzlich zur Verlage  rungsspannung die durch drei teilbaren, vom Genera  tor erzeugten     Spannungsoberwellen    herangezogen wer  den. Dadurch erreicht man, dass auch bei einem     Erd-          schluss    im Sternpunkt über ein     Erdschlussrelais    ein  Strom fliesst, der als     Kriterium    für das Vorhandensein  eines Erdschlusses herangezogen werden kann.  



  Es gibt nun aber Maschinen, die nicht in jedem  Belastungsfall ausreichend hohe durch drei teilbare  Oberwellen hervorrufen, so dass die Verwendung der       Oberwellenspannung    nicht für einen vollständigen     Erd-          schlussschutz    ausreicht. In diesen Fällen bleiben nur  noch solche Schaltungen für den     Erdschlussschutz     übrig, bei denen eine künstliche Verlagerungsspannung  verwendet     wird.     



  Schaltet man z. B. zwischen Sternpunkt und Erde  eine     Gleichspannungsquelle    ein, so erzielt man zwar  auf eine einfache Weise einen vollständigen     Erdschluss-          schutz,    jedoch wird die Verspannung des Sternpunktes    mit einer Gleichspannung heute kaum noch angewen  det, da sich infolge des Gleichstromes unangenehme  Nebenerscheinungen an der     Leiteroberfläche    bzw. an  der Isolation des Ständers der Maschine ergeben kön  nen. Auch können durch den     fliessenden    Gleichstrom  im     Erdschlussfall    Spannungswandler und andere gegen  Erde     geschaltete        Induktivitäten    in Sättigung geraten.

    Ein solcher Spannungswandler täuscht aber beispiels  weise für eine andere nachgeschaltete Schutzanordnung  eine zu kleine Spannung vor, so dass ein     Fehlanspre-          chen    erfolgen kann.  



  Es befriedigen aber auch diejenigen Schaltungen  nicht vollständig, bei denen zwischen Sternpunkt und  Erde eine     Wechselspannungsquelle    eingeschaltet ist.       Hier    muss man entweder eine relativ hohe künstliche  Verlagerungsspannung wählen oder man muss durch  Wahl eines kleinen Widerstandes im     Erdschlusskreis     einen relativ hohen     Erdschlussstrom    zulassen, wenn  Störeinflüsse durch Schalthandlungen oder Kurzschlüs  se im Netz unwirksam bleiben sollen.  



  Es ist zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten eine  Anordnung vorgeschlagen worden, bei der zur Ver  spannung des Sternpunktes eine Wechselspannung mit  netzfremder Frequenz gewählt wird, so dass man auf  Störeinflüsse aus dem Netz keine Rücksicht mehr zu  nehmen braucht. Bei dieser vorgeschlagenen Anord  nung kommt man mit einer relativ kleinen Verlage  rungsspannung aus, doch lässt sich eine Verspannung  des Sternpunktes auch hierbei nicht vollständig ver  meiden, so dass die Spannungen der Phasenleiter durch  die Verlagerungsspannung des     Erdschlussschutzes    an  gehoben werden und so eine zusätzliche Isolation er  forderlich machen bzw. die Wahrscheinlichkeit des  Auftretens eines     Erd-    oder Kurzschlusses vergrössern.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    nun eine     Erd-          schlussschutzeinrichtung    in einem Ein- oder     Mehrpha-          sensystem,    durch die ein vollständiger     Erdschlussschutz     möglich ist, ohne dass eine Verlagerungsspannung zu-           sätzlich    zu der bei einem Erdschluss     evtl.    auftretenden  Verlagerungsspannung vorgesehen werden muss.

       Im          Geg--nsatz    zu allen bekannten Anordnungen wird das       Erdschlussrelais    bei jedem beliebigen Fehler     zweckmäs-          sig    mit etwa dem gleichen     Erdschlussstrom        beaufschlagt,     so dass der grösstmögliche     Erdschlussstrom    nicht we  sentlich über dem Stromwert liegen muss, der gerade  noch zum Ansprechen der Schutzeinrichtung ausreicht.  Bei der neuen     Erdschlussschutzeinrichtung    werden Im  pulssender benutzt, die eine bestimmte Zeit nach je  dem auftretenden Spannungsmaximum einen Entla  dungsvorgang auslösen, so dass der Spannung netzsyn  chrone Impulse überlagert werden.

   Diese Impulse tre  ten jedoch niemals im Spannungsmaximum auf, so dass  keine Erhöhung der Spannung erfolgt.  



  Ein derartiger Impulssender liegt bei einer bekann  ten Schaltung für den     Erdschlussschutz    zwischen Stern  punkt und Erde. Dadurch wird erreicht, dass der nor  malerweise     sinusförmige        Erdschlussstrom    in einzelne  Impulse umgewandelt wird, so dass eine eindeutigere  Unterscheidung des     Erdschlussstromes    von Störströmen  möglich ist.

   Im Gegensatz zu dieser bekannten Anord  nung, bei der ein Impulssender zwischen Sternpunkt  und Erde geschaltet ist, besteht die neue     Erdschluss-          schutzeinrichtung        erfindung--gemäss    darin, dass minde  stens zwei einseitig geerdete Impulssender vorhanden  sind, von denen jeder mit je einem von zwei Leitern  des     Einphasensystems    oder jeder mit je einem Phasen  leiter des     Mehrphasensystems    gekoppelt sind und dass  zwischen die Impulssender und Erde eine Relaisanord  nung zur Erfassung der Impulsströme eingeschaltet ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der  Zeichnung dargestellt. Es zeigt       Fig.    1 das Schaltbild eines     Drehstromsystems    mit  Impulssendern und     Erdschlussrelais,          Fig.    2 den zeitlichen Verlauf der Spannungen und  des Impulsstromes bei einem Erdschluss im Sternpunkt,       Fig.3    eine Darstellung der Verbindungswege für  die Impulsströme und       Fig.    4 den zeitlichen Verlauf der Spannungen und  der Impulsströme beim Erdschluss eines Phasenleiters.

    In     Fig.    5 ist ein Beispiel für den Aufbau der Re  laisanordnung zur Erfassung des Impulsstromes darge  stellt, während die       Fig.    6 bis 8 weitere Ausführungsformen bzw.     An-          schlussmöglichkeiten    für die Impulssender enthalten.  Der Generator 1 in     Fig.    1 enthält die Feldwicklun  gen 2, 3 und 4, die zu einem Sternpunkt 5 verbun  den und ausserdem an die Phasenleiter R, S und T  eines     Drehstromsystems    angeschlossen sind. Die Pha  senleiter R, S und T sind ihrerseits mit den in Dreieck  geschalteten Primärwicklungen eines Blocktransforma  tors 6 verbunden.

   Als Impulssender dienen hier soge  nannte     Kippdrosselsender,    die jeweils aus einer Dros  sel mit nahezu     rechteckförmiger        Magnetisierungsschlei-          fe    und einem dazu in Reihe geschalteten Kondensator  bestehen. Die Kondensatoren 7, 8 und 9 dieser     Kipp-          drosselsender    sind mit den Phasenleitern R, S und T  verbunden, während die freien Enden der dazu in Reihe  geschalteten Kippdrosseln 10, 11 und 12 zu einem  Sternpunkt 13 zusammengeschlossen sind. Der Stern  punkt 13 ist über die Primärwicklung eines Stromwand  lers 14 mit Erde verbunden.

   An die Sekundärwicklung  eines Stromwandlers 14 ist ein     Erdschlussrelais    15 über  ein Filter 16 angeschlossen. Das Filter 16 hat die Auf-         gabe,    im wesentlichen nur die von den Impulssendern       erzeugten    Impulsströme an das     Erdschlussrelais    15  weiterzugeben.

   Ausserdem ist zwischen die Verbin  dungspunkte der     Kippdrosselsender    mit den Phasenlei  tern des     Drehstromsystems    und der Primärwicklung  des Transformators 6 ein     Stromwandlersatz    17 in     Sum-          menstromschaltung    eingefügt, dessen     SLkundärwicklun-          gen    über ein Filter 18 an ein zweites     Erdschlussrelais     19 angeschlossen sind. Das Filter 18 und das     Erd-          schlussrelais    19 sind dabei genau so aufgebaut wie das  Filter 16 mit dem     Erdschlussrelais    15.

   Das     Erdschluss-          relais    19 wird also zusammen mit dem     Erdschluss-          relais    15 dann ansprechen, wenn die Impulsströme  ebenfalls über den     Stromwandlersatz    17 fliessen. Dies  ist nur dann der Fall, wenn in     Fig.    1 ein Erdschluss  rechts vom     Summenstromwandler,    also z. B. in der  Wicklung des Transformators 6 vorliegt.  



  Die Wirkungsweise der Schaltung nach     Fig.    1 wird  anhand der     Fig.    2 näher erläutert.     Hier    ist der zeitliche  Verlauf der     Phasenleiterspannung    ER, Es, ET so  wie der Verlauf des von den Impulssendern erzeugten  Impulsstromes     IP        darg-stellt.    Ein Impulsstrom     fliesst     immer, wenn ein Erdschluss in dem     Drehstromsystem     vorhanden ist. Er wird durch die     Kippdrosselsender     auf folgende Weise erzeugt: Zum Zeitpunkt to ist  z. B. der Kondensator 7 auf den Maximalwert der  Spannung ER aufgeladen und die Kippdrossel 10 ist  gesättigt.

   Vom Zeitpunkt to an nimmt die Spannung  ER wieder ab, der Ladestrom des Kondensators 7  versucht in einen     Entladestrom    überzugehen, d. h.     die     Richtung des über die Kippdrossel 10 und den Kon  densator 7     fliessenden    Stromes kehrt sich um. Dadurch  wird der Eisenkern der Kippdrossel 10     entsättigt.    Wäh  rend der     Ummagnetisierungszeit        fliesst    so gut wie kein  Strom, so dass der Kondensator 7 seine Ladung bis  zum Zeitpunkt     ti    beibehält.

   Zu diesem Zeitpunkt ist  die Drossel 10 vollständig ummagnetisiert und der Kon  densator 7 kann sich von der Maximalspannung auf  die Augenblicksspannung zum Zeitpunkt     ti    entladen.  Dieser Entladungsvorgang ruft bei bestehendem     Erd-          schluss    einen Stromimpuls     IP    hervor; er wird eine un  wesentliche Verzerrung der Spannung ER zur Folge  haben, wenn im     Drehstromsystem    kein Erdschluss vor  handen ist. Dies lässt sich leicht aus der Darstellung  der     Fig.    3 ersehen.

   Hier ist die Sternschaltung der     Kipp-          drosselsender    mit den Kondensatoren 7 bis 9 und den  Kippdrosseln 10 bis 12 sowie die Wicklungen 2 bis  4 des Generators 1 noch einmal dargestellt. Die ein  gezeichneten Pfeile kennzeichnen den Weg der Impuls  ströme, die vom Sternpunkt 13 über die     Primärw*ck-          lung    des Stromwandlers 14 dann zum Sternpunkt 5       fliessen    können, wenn der Sternpunkt 5 einen     Erd-          schluss    aufweist. Dies wird in den     Fig.    1 und 3 durch  den     Erdschlusspfeil    Ei dargestellt.  



  Nimmt man nun an, dass ein Erdschluss nicht im  Sternpunkt 5 besteht, sondern dass z. B. der Phasen  leiter T an der Stelle des     Erdzchlusspfeiles        E2    in     F*g.    1  mit Erde verbunden ist, so ist der Impulssender des  Phasenleiters T ausser Betrieb, während die Impuls  sender der Phasenleiter R und S eine um das dreifache  erhöhte Spannung vorfinden. Die sich dann     erg benden     Spannungen und Ströme sind in     Fig.    4     dargestallt.    Wie  man sieht, sind nur noch die Spannung ER und     E4     vorhanden und der sich dann ergebende Impulsstrom       IP    hat den eingezeichneten Verlauf.

   Im Unterschied      zu dem Impulsstrom nach     Fig.    2 entstehen also in ei  ner Periode nur vier anstelle von sechs Stromimpulsen.  Diese Stromimpulse haben jedoch wegen der erhöhten  Spannung einen grösseren Maximalwert, so dass der  für die Erwärmung der     Erdschlussstelle    massgebende  Effektivwert des Impulsstromes und damit der über  die     Erdschlussstelle    fliessende     Erdschlussstrom    nahezu  in beiden Fällen gleich gross ist. Mit der vorliegenden  Anordnung erhält man also einen     Erdschlussstrom,    des  sen Wert weitgehend unabhängig von Fehlerort und  Verlagerungsspannung ist.

   Da der Maximalwert des       Erdschlussstromes    sich vom kleinstmöglichen Wert nicht  wesentlich unterscheidet, wird auch im ungünstigsten  Fall nur ein sehr geringer Strom über die     Erdschluss-          stelle    fliessen, so dass Schäden durch den     Erdschluss-          strom    nicht auftreten können.  



  Ein Beispiel für den Aufbau des Filters 16 mit dem  nachgeschalteten Relais 15 ist in     Fig.    5 dargestellt. Die  mit der Sekundärwicklung des Stromwandlers 14 ver  bundenen Anschlüsse sind über einen Eingangswandler  20 an einen Widerstand 21 geführt, an dem ein dem       Erdschlussstrom    proportionaler Spannungsabfall auf  tritt. über einen Reihenkondensator 22 sowie über ein  Filter 23 ist an den Widerstand 21 die Primärwick  lung eines Wandlers 24 angeschlossen, an dessen Se  kundärwicklung     Gleichrichterelemente    25 und 26 in       Mittelpunktschaltung    liegen.

   Die Gleichstromanschlüsse  dieser     Mittelpunktschaltung    sind ausserhalb des Filters  16 an das     Erdschlussrelais    15 geführt, dem zur Span  nungsbegrenzung noch eine     Zener-Diode    parallel     g>     schaltet ist. Die nicht dargestellten Kontakte des     Erd-          schlussrelais    können zur Meldung eines Erdschlusses  oder zur Abschaltung des     Drehstromsystems    herange  zogen werden, sie können aber auch zusammen mit  Kontakten des     Erdschlussrelais    19 zusätzlich zu einer  Anzeige der     Erdschlussstelle    im     Drehstromsystem    aus  genutzt werden.  



  Wie aus     F g.4    zu ersehen ist, fehlt     b--im    Strom  über die     Erdschlussstelle    jeweils der Strom des durch  den Erdschluss kurzgeschlossenen Impulssenders. Um  in jedem Fall einen     Erdschlussstrom    zu erhalten, sind  also mindestens zwei Impulssender erforderlich. Man  kann also z. B. die Kippdrossel 12 in     Fig.    1 auch weg  lassen; den Kondensator 9 wird man in der Praxis  aber trotzdem vorsehen, damit keine unsymmetrische  Belastung der drei Phasen durch die Kondensatoren 7  und 8 bestehen bleibt.  



  Die Impulssender können auch über Transforma  toren angeschlossen werden. Eine derartige Schaltung  zeigt     Fig.    6. Anstelle der Impulssender sind in     Fig.    6  Primärwicklungen der Koppeltransformatoren 27, 28  und 29 zwischen die Phasenleiter R, S, T und Erde  geschaltet. Die Kondensatoren 7 bis 9 und die     Kipp-          drosseln    10 bis 12 liegen nun in Reihe zu den Sekun  därwicklungen der Koppeltransformatoren 27 bis 29.  Die Sekundärwicklungen und die Impulssender sind  beide in Stern geschaltet und die Sternpunkte sind an  das Filter 16 angeschlossen.  



  Es ist keineswegs erforderlich, dass als Impulssen  der nur     Kippdrosselsender    verwendet werden. Es kommt  nur darauf an, dass Stromimpulse jeweils eine gewisse  Zeit nach dem Auftreten des Maximalwertes der     Pha-          senleiterspannungen    ausgelöst werden.     Fig.7    zeigt in  einphasiger Darstellung eine Anordnung, bei der die  Strom- bzw. Spannungsimpulse über gesteuerte Strom-         richter    ausgelöst werden. Der Phasenleiter R ist über  den Koppeltransformator 30 mit Erde verbunden.

   Die  ser Koppeltransformator besitzt die Sekundärwicklun  gen 31 und 32, die über gesteuerte Stromrichter 33  und 34 antiparallel an die Anschlüsse eines     Impuls-          kondensators    35 geschaltet sind. Der Impulskonden  sator 35 ist über einen Begrenzungswiderstand ständig  mit einer     Gleichspannungsquelle    37 verbunden, so dass  er unmittelbar nach jeder Entladung wieder aufgela  den wird. Ausserdem ist in Reihe zu dem Impulskon  densator 35 noch eine Drossel 36 geschaltet, die nach  jedem Entladungsvorgang kurzzeitig eine Sperrspan  nung an den steuerbaren Gleichrichtern 33 oder 34  hervorruft, so dass diese nach jedem Entladungsvor  gang sicher sperren.  



  Die Zündimpulse der steuerbaren Gleichrichter 33  und 34 werden über     hochohmige        Vorwiderstände    38  und 39 sowie die     D:oden    40 und 41 in Mittelpunkt  schaltung von der Sekundärwicklung eines     Sättigungs-          wandlers    42 abgenommen, dessen Primärwicklung über       Wechselstromwiderstände    43 und 44 zur Drehung der  Phasenlage an eine dem     Drehstromsystem    entnomme  ne Spannung angeschlossen ist.

   Durch Veränderung der       Wechselstromwiderstände    43 und 44, die hier als in  duktiver und     ohmscher    Widerstand dargestellt sind,  lässt sich die Phasenlage der Zündimpulse für die steuer  baren Gleichrichter 33 und 34 einstellen. Die steuer  baren Gleichrichter 33 und 34 rufen abwechselnd eine  Entladung des Impulskondensators 35 hervor und über  tragen auf die     Primärwicklung    des Koppeltransforma  tors 30 über die antiparallel geschalteten Sekundärwick  lungen 31 und 32 positive und negative Impulse auf  die Spannung des Phasenleiters R.  



  In     Fig.    8 ist der Koppeltransformator 30 zusammen  mit den in     Fig.    7 nicht dargestellten Koppeltransfor  matoren 45 und 46 der Phasenleiter S und T noch  einmal dargestellt. Hier ist in Reihe zu jedem Koppel  transformator je ein aus der Parallelschaltung eines  Kondensators mit einer Drossel bestehender Sperrkreis  geschaltet. Diese Sperrkreise sind auf die Netzfrequenz  abgestimmt, so dass die Belastung des     Drehstromsy-          stems    durch die Sternschaltung der Koppeltransforma  toren auf ein Minimum abgesenkt wird.

   Die wesentlich  höher frequenten Stromimpulse im Falle eines     Erd-          schlusses    werden von     d---n    Kondensatoren in den  Sperrkreisen 47 bis 49 ungehindert durchgelassen. Auf  die Sperrkreise kann man insbesondere dann verzich  ten, wenn die Impulse jeweils im Nulldurchgang der       Phasenleiterspannungen    gegeben werden. Die Sperr  kreise sind wie die Impulssender in     Fig.    1 zu einem  Sternpunkt zusammengefasst und über die Primärwick  lung des Stromwandlers 14 mit Erde verbunden.  



  Die beschriebene Einrichtung für den vollständigen       Erdschlussschutz    ist ebenso auf     Wechselspannungs-          systeme,    z. B. für     Einphasenmaschinen    anwendbar. Hier  wird an jeden der beiden vorhandenen Phasenleiter  jeweils ein Impulssender angeschlossen. Da sich die  Phasenlage der beiden     Phasenleiterspannungen    gegen  über Erde nicht von einander unterscheiden, würden  bei gleich ausgeführten Impulssendern die positiven  und negativen Impulse zeitlich zusammenfallen. Dieses  kann man aber leicht vermeiden, wenn man die Pha  senlage der durch die einzelnen Impulssender erzeug  ten Impulse in bezug auf die Spannung verschieden  wählt.

   Dies lässt sich bei     Kippdrosselsendern    z. B. leicht      durch unterschiedliche     Windungszahlen    für die     Kipp-          drosseln    oder durch unterschiedliche Dimensionierung  der Eisenkerne erreichen. Die Wirkungsweise einer der  artigen Anordnung ist dann die gleiche, wie die Wir  kungsweise der beschriebenen Impulssender für ein       Dreiphasensystem.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Erdschlussschutzeinrichtung in einem Ein- oder Mehrphasensystem, insbesondere in einer in Block ge schalteten Generator-Transformatoreinheit, unter Ver wendung von Impulssendern, die Impulse durch Ent ladungsvorgänge im Anschluss an das Spannungsmaxi mum einer Wechselspannung erzeugen, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens zwei einseitig geerdete Impulssender vorhanden sind, von denen jeder mit je einem von zwei Leitern des Einphasensystems oder je der mit je einem Phasenleiter des Mehrphasensystems gekoppelt sind und dass zwischen die Impulssender und Erde eine Relaisanordnung (14 bis 16) zur Erfassung der Impulsströme eingeschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an jeden vorhandenen Phasenleiter ein Impulssender angeschlossen ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an die Phasenleiter ohne Impuls sender Schaltungselemente zur Spannungssymmetrie- rung angeschlossen sind, wobei der Wechselstromwi- derstand eines Schaltungselementes gleich dem Wech- selstromwiderstand eines Impulssenders ist. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die nicht mit den Phasenleitern ver bundenen Anschlüsse der Impulssender zu einem ge meinsamen Punkt zusammengefasst sind und dass die- ser Punkt über die Relaisanordnung zur Erfassung der Impulsströme mit Erde verbunden ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Impulssender je an eine Se kundärwicklung eines Wandlers geschaltet ist, wobei die Primärwicklung jedes Wandlers zwischen je einem Phasenleiter und Erde liegt. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Impulssender aus der Reihen schaltung eines Kondensators mit einer Drossel besteht, deren Eisenkern eine praktisch rechteckförmige Ma gnetisierungskennlinie aufweist. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Impulssender aus einem an eine Gleichstromquelle angeschlossenen Impulskondensator besteht, und dass der Impulskondensator über zwei steuerbare Ventile an zwei in bezug auf die Stromrich tung antiparallel geschaltete Sekundärwicklungen eines Wandlers geschaltet ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, für den Erd- schlussschutz eines Einphasensystems, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei Impulssender vorhanden sind und dass die Impulssender so eingestellt sind, dass ihre Im pulse zu verschiedenen Zeiten nach jedem Spannungs maximum auftreten. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine weitere Relaisanordnung (18, 19) zur Erfassung der Impulsströme an die Sekundär wicklungen eines Summenstromwandlers (17) ange schlossen sind, deren Primärwicklungen in Reihe zu den einzelnen Impulssendern geschaltet sind. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei oder mehr Relaisanordnungen zur Erfassung der Impulsströme vorgesehen und an solche Stellen des Ein- oder Mehrphasensystems ange schlossen sind, dass mindestens eine Relaisanordnung nur einen Teil des Ein- oder Mehrphasensystems schützt, um auch die Lage der Erdschlussstelle inner halb des Ein- oder Mehrphasensystems anzuzeigen.
CH107266A 1965-01-30 1966-01-26 Erdschlussschutzeinrichtung in einem Ein- oder Mehrphasensystem CH446499A (de)

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DE19629483A1 (de) * 1996-07-12 1998-01-22 Siemens Ag Verfahren zum Überwachen von in Sternschaltung betriebenen Wicklungen des Stators einer elektrischen Maschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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JPS442644B1 (de) 1969-04-02

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