CH445987A - Ventil für Dampfreduzierstationen - Google Patents
Ventil für DampfreduzierstationenInfo
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Description
Ventil für Dampfreduzierstationen Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil für Dampf reduzierstationen, vorzugsweise von Kernkraftwerken, mit einem in einem Arbeitszylinder gleitenden Kraft kolben, dessen Bewegung durch .einen von einem Schalt- teller und einem Steuerschieber gesteuerten Öldruck be herrscht wird.
Wenn bei Betrieb eines Dampfkraftwerkes durch das Ansprechen. der Sicherheitseinrichtungen der Tur bosatz ausfällt, sperren die Turbinen-Schnellschlussven tile innerhalb kürzester Zeit idie Dampfzufuhr zu den Teilturbinen. Der infolgedessen abgespemrte Dampf muss über eine Bypasslseltung,
die durch die sogenannten Re- duzierventile ,gesteuert wird, in die Reduzierstation ab geführt werden. Die bekannten hydraulischen Antriebe der Reduzierventile werden mit Öldruck geöffnet und mit Federkraft geschlossen.
Dieser Aufbau entspricht gleichzeitig der allgemei nen Sicherheitsforderung, dass bei Öldruckaufsfall das Ventil automatisch durch die Schliessfedern, wie auch sonst, geschlossen wind, so dass ,der Kondensator in je dem Falle vor einer unzulässigen Belastung geschützt ist.
Diese Antriebe besitzen also hohe Schliessgeschwindig- keiten, jedoch wesentlich niedrigere öffnungsgeschwin- digkeiten, so dass zwischen dem mittels Federkraft er folgenden Schliessen der Turbinen-Schnellschlussventile und ;
dem hydraulischen Öffnen der Dampfreduzierven- tile verstreichenden Zeitraum bereits ein nicht uner heblicher Druckanstieg im Leitungssystem .des Dampf- erzeugers entsteht.
Herkömmliche Dampfkraftwerke sind unempfindlich gegen diesen Druckanstieg, so dass die bekannte ein fache Bauweisse der Dampfraduzierventile, wobei gleich zeitig die Schliessfedern die automatische Sicherheit bei Öldruckausfall übernehmen, den .dort gestellten Anfor derungen gerecht wird.
Wird der Druck in der Dampf leitung dennoch zu hoch., so ist jederzeit ein Abblasen des Dampfes ins Freie möglich.
Bei Betrieb von Kernkraftwerken dagegen ist der Druckanstieg im Leitungssystem des Dampferzeugers, der sich auf dem zu langsamen Öffnen der Reduzierven- tile nach einem Turbinenschneilschluss ergibt, nicht mehr zulässig.
Dieser Druckanstieg hat nämlich ein nicht kontrollierbares Ansteigen: gier Reaktivität :des Reak tors zur Folge, iso dass letzterer durch unzulässig hohen Neutronenfluss in den Schnellschluss geht.
Besonders empfindlich reagieren auf den Druckanstieg des Damp fes die bekannten Siedewasserreaktoren. Ein Abblasen radioaktiven Dampfes ins Freie verbietet sich von selbst wegen der Verseuchungsgefahr.
Aufgabe der Erfindung ist es, in jedem Falle einen Druckanstieg in: den Dampfleitungen nach einem er folgten Turbinenschnellschluss zu vermeiden und gleich- zeitig ,den Kondensator vor unzulässiger Belastung zu schützen.
Die Erfindung geht dabei von der Tatsache aus, dass idie Dampfreduziemventile genau so schnell geöffnet wer den, wie die Turbinen-Schnellschlussventile schliessen, sodass auf diese Weise kein Druckanstieg durch den in .den Leitungen des Dampferzeugers :abgesperrten Dampf entstehen kann.
Erfindungsgemäss ist ausser einer mit einem Schliesskolben, verbundenen Schliessfeder eine mit einem Spannkolben verbundene Öffnungsfeder vorgesehen, wobei dem Spannkolben und dem Schliesskolben zu geordnete Druckräume an eine gemeinsame Druckmit telleitung angeschlossen ,sind.
Anhand ,der Zeichnung wird das erfindungsgemässe Ventil in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Das Reduzierventil 1 ist über eine Ventilspindel 2 mit einem Kraftkolben 3 fest verbunden. Die Federn 4 zum Öffnen des Ventils belasten einerseits den Kraft kolben 3 in Öffnungsrichtung und anderseits den Spann kolben 5, welcher durch :den Druck eines mit der Druck- mittellleitung 6 verbundenen Druckraumes 19 beauf- ;
schlagt wird und sdessen Bewegung durch einen An schlag 21 begrenzt wird. Der Druck der Druckmittel- leitung 6 belastet ausserdem den Schliesskolben 7 über ,den Spanndruckraum 20, in welchen der Anschlag 9 .der Ventilspindel 2,des Reduzierventils 1 ragt.
Zwischen dem Gehäuse und dem Schliesskolben 7 sind die Federn 8 zum Schliessen angeordnet, die bei vorhandem Druck in der Druckmitteleitung 6 jedoch keine Schliesswirkung über den Anschlag 9 auf das Ventil 1 ausüben.
Bei Druckausfall in der Druckmiffelleimung 6 schliessen .die .Federn jedoch innerhalb kürzestem Zeit über den An schlag 9,das Ventil 1, ohne dass hierbei ,die Federkraft der Öffnungsfedern 4 überwunden werden muss.
Der Druck der Schaltleitung 10 belastet den Schaltteller 11 und schliesst den Steuerdruckraum 12 und den drucklo sen Raum 15, so .dass in diesem Zustand der Steuer- schieber 13 durch die Steuerung :des Zulaufes 14 und des Ablaufes in den :
drucklosen Raum 15 den Druck im Steuerdruckraum 12 steuert. Dies entspricht der nor malen Stellungsregelung des Ventils 1, die von einem nicht gezeigten Druckregler, welcher dem Kessel- oder Reaktordruck unterliegt, über das freie Hebelende 16 angreift. Das schnelle Öffnen :
des Reduzierventils bei Lastabwurf der Dampfturbine zum Abführen des über schüssigen Dampfes über die Reduzierstation erfolgt über den kurzzeitigen Ausfall des Druckes in der Schalt leitung 10, wodurch ider Schaltteller 11 den Steuer druckraum 12 und den Schaltdruckraum 18 mit dem drucklosen Ablaufraum 15 verbindet. Das Ventil wird durch die Öffnungsfedern 4 sehr schnell geöffnet,
so dass ein Ansteigen des Dampfdruckes in der Leitung vermieden wird. Der Schaltteller 11 schliesst ,anschlies- send durch die Stützfeder 17, die indem Schaltdruck- raum 18 zwischen dem Gehäuse und dem Schaltteller 11 angeordnet ist, und den sich wieder aufbauenden Druck .der Schaltleitung 10 den Steuerdruckraum 12.
Nach Abschluss .dieses Vorganges bringt der Kraftkol ben 3 mit Hilfe des Steuerschiebers 13 das Reduzierven- til 1 wieder in die Lage, idie am Hebelende 16 vom Druckregler vorgegeben wird, so idass das Ventil wie derum der normalen Stellungsregelung des Druckreglers unterliegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ventil für Dampfreduzierstationen, vorzugsweise von Kernkraftwerken, mit einem .in einem Arbeitszylinder gleitenden Kraftkolben, .dessen Bewegung durch einen von einem Schaltteller und einem Steuerschieber ge- steuerten Öldruck beherrscht wird, dadurch gekennzeich- net, dass ausser einer mit einem Schliesskolben (7) ver bundenen Schliessfeder (8) eine mit einem Spannkolben (5)verbundene Öffnungsfeder (4) vorgesehen ist, wobei dem Spannkolben (5) und dem Schliesskolben (7) zu- geordnete Druckräume (19, 20) an eine gemeinsame Druckmittelleitung (6) angeschlossen sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Öffnungsfeder (4) ,in einem drucklosen ;Raum (15) zwischen dem Kraftkolben (3) und dem Spannkolben (5) angeordnet ist. 2.Ventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung der Bewegung,des Spannkolbens (5) ein Anschlag (21) vor gesehen ist. 3. Ventil nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilstange (2) in ;den dem Schliesskolben (7) zuge ordneten Druckraum (20) geführt und mit einem An schlag (9) versehen ist.4. Ventil nach Patentanspruch und ,den Unteran- xprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltteller (11) in einem Schaltdruckraum (18), der mit einer bei Ansprechen des Schnellschlussventils kurz zeitig drucklosen Schaltleitung (10) verbunden ist, an geordnet ist. 5.Ventil nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltteller (11) beim Öffnen sowohl den Schaltdruck raum (18) als auch einen Steuerdruckraum (12), dessen Druck durch den Steuerschieber<B>(</B>13) gesteuert wird und auf .den Kraftkolben (3) wirkt, mit :dem drucklosen Raum (15) verbindet.6. Ventil. nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 5, dadurch :gekennzeichnet, Blass eine Stützfeder (17<B>)</B> vorgesehen ist, die dem Öffnen des Schalttellers (11) entgegenwirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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