CH445705A - Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm - Google Patents
Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und SchlammInfo
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Description
Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schacht- ofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm.
Von den Kläranlagen für kommunale und indu strielle Abwässer sowie von ölabscheidern fallen Schlammengen an, deren Vernichtung und/oder Ver- wertung mit zunehmender Zahl solcher Kläranlagen immer grössere Probleme stellt. Die Verwertung dieser Schlämme stösst dabei auf immer grössere Schwierig keiten.
Es wurde herausgefunden, dass sich solche Schlämme sehr gut durch Verbrennen vernichten las sen, wenn sie zusammen mit Kehricht in einem Schachtofen verbrannt werden. Die Schachtöfen der bisher bekannten Bauarten können jedoch nur bis zu einer bestimmten Querschnittsgrösse des Beschickungs raumes gebaut werden. Diese obere Begrenzung des Querschnittes bekannter Schachtöfen ergibt sich durch wegs aus den Anforderungen an eine genügende Belüf tung des Ofeninhalts über den ganzen Querschnitt des selben, damit die für den optimalen Betrieb des Ofens erforderliche, möglichst ebene Feuerfront erhalten wird.
Die bisherigen Öfen besitzen kreisrunden Quer schnitt und eine Luftzuführung von aussen durch rings um am Umfang vorgesehene Öffnungen.
Würde nun ein solcher Ofen mit einem Querschnitt hergestellt, der grösser ist als die Eindringtiefe der Luft, so müsste die Verbrennung an den Stellen zu denen keine Luft dringt, z. B. bei Öfen mit kreisrun dem Querschnitt im Zentrum, stocken. Die Feuerfront im Ofen würde uneben und es entstünden am Quer schnittsrand Luftkanäle, durch welche die Ungleich- mässigkeit der Feuerfront noch verstärkt würde.
Die vorliegende Erfindung setzt sich zum Ziel diese Nacheile bisher bekannter Schachtöfen zu überwinden und einen Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm zu schaffen, der @an keine solche Querschnittslimitation gebunden ist.
Hierzu ist der erfindungsgemässe Schachtofen dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zu am Um- fang angeordneten Luftöffnungen Mittel zur direkten Zuführung von Luft in den Kern der Beschickung auf weist.
In der Zeichnung sind stark schematisiert eine Reihe von Ausführungsbeispielen der Erfindung darge stellt. Es zeigt.
Fig.l eine teilweise geschnittene Ansicht eines Schachtofens nach einer ersten Ausführungsform.
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Ofen der Fig. 1 angenähert in der Höhe der Luftzufuhr.
Fig. 3 einen Querschnitt wie bei Fig. 2 durch eine zweite Ausführungsform eines Schachtofens, und Fig.4 einen Teilschnitt zur Veranschaulichung einer dritten Ausführungsform.
Das Beispiel der Fig. 1 und 2 zeigt einen zylindri schen Schachtofen mit oberer Einfüllklappe 1 und Ent leerungsschiebern 2 und B. Der Abzug der Verbren nungsgase erfolgt durch einen Fuchs 3. Zur Luftzufüh rung zur Feuerfront sind zusätzlich zu den üblichen, am Umfang angeordneten Düsen-Öffnungen 4, am un teren Ende eines von oben vertikal und zentral in den Beschickungsraum ragenden Rohres 5 radiale öffnun- gen vorhanden. Das Rohr 5 ist zugleich als Stocher- stange ausgebildet und an seinem ofenäusseren Ende über einen Schlauch 6 mit einer Luftquelle, z.
B. einem Gebläse verbunden und zugleich in Richtung der Ofen längsachse verschiebbar, Diese Stocherstange 5 ist mit Vorteil gas- oder flüssigkeitsgekühlt.
Wird an Stelle der Schieber 2 nur ein Rost ange bracht, so kann der Ofen kontinuierlich entschlackt werden, ohne dass die zentrale Luftzuführung durch die Stocherstange in den Kern der Beschickung wäh rend der Entschlackung unterbrochen werden muss oder stört.
Eine weitere Ausführungsform zur Zufuhr von Luft in den Kern der Beschickung eines Schachtofens ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dieser Ausführung wird die zu sätzliche Luft über Düsenstangen 7 von der Seite her auf der Höhe der normalen Luftöffnung 4 eingeführt. Wie die Stocherstange beim Beispiel der Fig. 1 sind in diesem Beispiel die Düsenstangen 7 mit Vorteil gas- oder flüssigkeitsgekühlt.
Diese Düsenstangen 7 sind mit Vorteil in ihrer Eindringtiefe verstellbar angeordnet. Ausserdem ist es zweckmässig, wenn die Düsenstangen ganz ausgezogen werden können, um die chargenweise Entschlackung des Ofens zu erleichtern.
Es liesse sich aber auch eine Anordnung bauen, bei welcher die Düsenstangen 7 laufend in die Beschickung eingeführt und wieder aus dem Ofen herausgezogen werden. Bei einer solchen Anordnung könnte der Ofen ohne weiteres kontinuierlich entschlackt werden.
Die Düsenstangen 7 können an beliebigen Stellen ihrer Länge und ihres Umfanges mit Luftöffnungen versehen sein. Mit Vorteil werden die Düsenstangen jedoch um ihre Längsachse drehbar und nur an einem Abschnitt ihres Umfangs mit Austrittsöffnungen für die Luft versehen. Dadurch wird es möglich, beim Be schicken des Ofens die Öffnungen so zu verdrehen, dass sie nicht verstopft werden können.
Die zusätzliche Luftzufuhr über solche Düsenstan gen wie sie in Fig. 3 dargestellt sind, hat den Vorteil, dass damit auch Schachtöfen gebaut werden können, deren Querschnitt nicht kreisförmig zu sein braucht, sondern, wie in Fig. 3 beispielsweise dargestellt, auch oval oder rechteckig gewählt werden kann, denn mit den Düsenstangen lässt sich im Gegensatz zu den nur am Umfang angeordneten Öffnungen an jedem Punkt eines beliebigen Querschnittes Luft zuführen, um .eine eben fortschreitende Feuerfront zu gewährleisten.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung mit Düsen stangen lässt sich erreichen, wenn. in die einzelnen Stangen automatisch oder von Hand einstellbare Ven tile eingeschaltet werden, mit denen die Luftzufuhr durch die betreffende Düsenstange gedrosselt oder ganz abgestellt werden kann, wenn sich an der Aus trittsstelle vertikale Luftkanäle durch die Beschickung bilden, die zu einer ungleichmässigen Verbrennung führen würden. Automatisch gesteuerte Ventile könn ten druckabhängig gesteuert werden, da die Bildung eines solchen Luftkanals einen Druckabfall nach sich zieht.
Nach einer weiteren, in Fig.4 dargestellten Vari ante erfolgt die Luftzufuhr in den Kern der Beschik- kung von unten her durch das übliche den Ofen nach unten abschliessende obere Schiebeblech 8 (Fig. 1), das auf seiner der Beschickung zugewendeten Fläche öff- nungen 9 für den Austritt der von aussen zugeführten Luft aufweist.
Zweckmässig sind diese Öffnungen 9 wie darge stellt nicht gerade nach oben gerichtet, um die Gefahr ihrer Verstopfung durch die Beschickung tunlichst zu verringern. Ein Schachtofen mit einer solchen zusätzli chen Luftzuführung kann naturgemäss nur chargen- weise entschlackt werden, da hierzu das Schiebeblech 8 aus dem Ofen herausgezogen werden muss.
Selbstverständlich sind auch eine Reihe von Kom binationen der beschriebenen Mittel zur direkten Zu führung von Luft in den Kern der Beschickung aus führbar, wodurch die mit den einzelnen Mitteln erziel ten Wirkungen kumulieren.
So ist es beispielsweise möglich einen Ofen, z. B. mit ovalem Querschnitt wie in Fig. 3 gezeigt, zu bauen, bei dem die Luftzufuhr in den Kern der Beschickung statt mit den für dieses Beispiel beschriebenen Düsen stangen vermittels mehrerer Stocherstangen entspre chend der Stangen 5 in Fig. 1 erfolgt. Oder das Schiebeblech 8 beim Beispiel der Fig. 1 könnte wie dies beim Beispiel der Fig.4 gezeigt ist ausgebildet werden und zusätzlich zur Stange 5 Luft in den Kern der Beschickung leiten.
Ein Schiebeblech gemäss Fig.4 könnte auch zu sätzlich zu den Düsenstangen nach dem Beispiel 3 vor gesehen sein.
Bei allen beschriebenen Ausführungen kann, hauptsächlich wenn der Heizwert der Beschickung niedrig ist, Warm- oder Heissluft zugeführt werden, wodurch eine wesentliche Verbesserung des Verbren nungsvorganges erzielt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm, dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zu am Umfang angeordneten Luftöffnun gen Mittel zur direkten Zuführung von Luft in den Kern der Beschickung aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung über mindestens ein axial und angenähert zentral von oben in den Schacht eingeführtes Rohr (5) erfolgt, das seitliche Luftaustrittsöffnungen aufweist und dessen ofenäusseres Ende mit einer Luftquelle ver bunden ist. 2.Schachtofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, :dass dieses Rohr axial hin- und herbe weglich geführt ist und gleichzeitig als Stocherstange dient. 3. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung durch .auf der Höhe .der Umfangsöffnungen für Luftzutritt angenähert radial in die Beschickung ragende Düsenstangen (7) erfolgt, deren ofenäusseres Ende mit einer Luftquelle verbunden ist. 4. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindringtiefe der Düsenstan gen verstellbar ist. 5.Schachtofen nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenstangen kontinuierlich ein- und ausführbar angeordnet sind. 6. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenstangen um ihre Längs achse drehbar sind und nur auf .einem Abschnitt ihres Umfanges Luftaustrittsöffnungen aufweisen. 7. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr zu den einzelnen Düsenstangen oder zu den einzelnen Düsen regulierbar ist. B.Schachtofen nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr automatisch druckabhängig gesteuert ist. 9. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung von unten her durch ein den Schacht nach unten abschliessendes Schiebeblech erfolgt. 10. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch gee- kennzeichnet, -dass Mittel zur Erwärmung oder Er hitzung der in den Kern zuzuführenden Luft vorhanden sind.11. Schachtofen nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Luftzufuhr von unten her durch ein den Ofen nach unten abschliessen- des Schiebeblech erfolgt.
Priority Applications (2)
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| CH1235965A CH445705A (de) | 1965-09-03 | 1965-09-03 | Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm |
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Publications (1)
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| CH445705A true CH445705A (de) | 1967-10-31 |
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- 1965-09-03 CH CH1235965A patent/CH445705A/de unknown
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