CH445705A - Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm - Google Patents

Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm

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CH445705A
CH445705A CH1235965A CH1235965A CH445705A CH 445705 A CH445705 A CH 445705A CH 1235965 A CH1235965 A CH 1235965A CH 1235965 A CH1235965 A CH 1235965A CH 445705 A CH445705 A CH 445705A
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CH1235965A
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U Reusser Peter
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U Reusser Peter
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/24Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having a vertical, substantially cylindrical, combustion chamber
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Schachtofen     zur    Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm    Die vorliegende     Erfindung        betrifft    einen     Schacht-          ofen    zur     Verbrennung    von     Kehricht    oder     Kehricht    und  Schlamm.  



  Von den Kläranlagen für kommunale und indu  strielle Abwässer sowie von     ölabscheidern    fallen       Schlammengen    an, deren     Vernichtung        und/oder        Ver-          wertung        mit    zunehmender Zahl solcher Kläranlagen  immer     grössere    Probleme stellt. Die Verwertung dieser       Schlämme    stösst dabei auf immer grössere Schwierig  keiten.  



  Es wurde herausgefunden, dass sich solche  Schlämme sehr gut durch Verbrennen vernichten las  sen, wenn sie zusammen mit Kehricht in einem  Schachtofen verbrannt werden. Die Schachtöfen der  bisher bekannten Bauarten können jedoch nur bis zu  einer bestimmten     Querschnittsgrösse    des Beschickungs  raumes gebaut werden. Diese obere Begrenzung des       Querschnittes    bekannter Schachtöfen ergibt sich durch  wegs aus den     Anforderungen    an eine genügende Belüf  tung des     Ofeninhalts    über den ganzen Querschnitt des  selben, damit die für den optimalen Betrieb des Ofens  erforderliche,     möglichst    ebene Feuerfront erhalten  wird.

   Die     bisherigen    Öfen besitzen     kreisrunden    Quer  schnitt und eine     Luftzuführung        von        aussen    durch rings  um am     Umfang    vorgesehene Öffnungen.  



  Würde nun ein solcher Ofen mit einem Querschnitt  hergestellt, der grösser ist als die     Eindringtiefe    der  Luft, so müsste die Verbrennung an den Stellen zu  denen keine Luft dringt, z. B. bei Öfen mit kreisrun  dem Querschnitt im Zentrum, stocken. Die Feuerfront  im Ofen würde uneben und es entstünden am Quer  schnittsrand     Luftkanäle,    durch welche die     Ungleich-          mässigkeit    der Feuerfront noch verstärkt würde.  



  Die vorliegende Erfindung setzt sich zum Ziel diese  Nacheile bisher bekannter Schachtöfen zu überwinden  und einen Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht  oder     Kehricht    und     Schlamm    zu schaffen, der     @an        keine     solche     Querschnittslimitation    gebunden ist.  



       Hierzu    ist der     erfindungsgemässe    Schachtofen  dadurch     gekennzeichnet,    dass er zusätzlich zu am Um-    fang angeordneten Luftöffnungen Mittel zur direkten       Zuführung    von Luft in den Kern der Beschickung auf  weist.  



  In der Zeichnung sind stark schematisiert eine  Reihe von Ausführungsbeispielen der Erfindung darge  stellt. Es zeigt.  



       Fig.l    eine teilweise geschnittene Ansicht     eines     Schachtofens nach einer ersten     Ausführungsform.     



       Fig.    2 einen Querschnitt durch den Ofen der     Fig.    1  angenähert in der Höhe der Luftzufuhr.  



       Fig.    3 einen Querschnitt wie bei     Fig.    2 durch eine  zweite Ausführungsform eines Schachtofens, und       Fig.4    einen Teilschnitt zur Veranschaulichung  einer dritten     Ausführungsform.     



  Das Beispiel der     Fig.    1 und 2 zeigt einen zylindri  schen Schachtofen     mit    oberer     Einfüllklappe    1 und Ent  leerungsschiebern 2 und B. Der Abzug der Verbren  nungsgase erfolgt durch einen Fuchs 3. Zur Luftzufüh  rung zur Feuerfront sind zusätzlich zu den üblichen,  am Umfang angeordneten     Düsen-Öffnungen    4, am un  teren Ende eines von oben vertikal und zentral in den  Beschickungsraum ragenden Rohres 5 radiale     öffnun-          gen    vorhanden. Das Rohr 5 ist zugleich als     Stocher-          stange    ausgebildet und an seinem ofenäusseren Ende  über einen Schlauch 6 mit einer Luftquelle, z.

   B. einem  Gebläse verbunden und zugleich in Richtung der Ofen  längsachse verschiebbar, Diese     Stocherstange    5 ist mit  Vorteil gas- oder flüssigkeitsgekühlt.  



  Wird an Stelle der Schieber 2 nur ein Rost ange  bracht, so kann der Ofen kontinuierlich entschlackt  werden, ohne dass die zentrale     Luftzuführung    durch  die     Stocherstange    in den Kern der Beschickung wäh  rend der Entschlackung unterbrochen werden muss  oder stört.  



  Eine weitere Ausführungsform zur Zufuhr von Luft  in den Kern der Beschickung eines Schachtofens ist in       Fig.    3 dargestellt. Bei dieser Ausführung wird die zu  sätzliche Luft über Düsenstangen 7 von der Seite her  auf der Höhe der normalen Luftöffnung 4 eingeführt.  Wie die     Stocherstange    beim Beispiel der     Fig.    1 sind in      diesem Beispiel die Düsenstangen 7 mit Vorteil     gas-          oder    flüssigkeitsgekühlt.  



  Diese Düsenstangen 7 sind mit     Vorteil    in ihrer       Eindringtiefe    verstellbar angeordnet. Ausserdem ist es  zweckmässig, wenn die Düsenstangen ganz ausgezogen  werden können, um die     chargenweise        Entschlackung     des Ofens zu erleichtern.  



  Es liesse sich aber auch eine Anordnung bauen, bei  welcher die Düsenstangen 7 laufend in die Beschickung       eingeführt    und wieder aus dem Ofen herausgezogen  werden. Bei einer solchen Anordnung könnte der Ofen  ohne weiteres kontinuierlich entschlackt werden.  



  Die Düsenstangen 7 können an beliebigen Stellen  ihrer Länge und ihres Umfanges mit Luftöffnungen  versehen sein. Mit     Vorteil    werden die Düsenstangen  jedoch um ihre Längsachse drehbar und nur an einem  Abschnitt ihres Umfangs mit Austrittsöffnungen für die  Luft versehen. Dadurch wird es möglich, beim Be  schicken des Ofens die Öffnungen so zu verdrehen,  dass sie nicht verstopft werden können.  



  Die zusätzliche Luftzufuhr über solche Düsenstan  gen wie sie in     Fig.    3 dargestellt sind, hat den     Vorteil,     dass damit auch Schachtöfen gebaut werden können,  deren Querschnitt nicht kreisförmig     zu    sein braucht,  sondern, wie in     Fig.    3 beispielsweise dargestellt, auch  oval oder rechteckig gewählt werden kann, denn mit  den Düsenstangen lässt sich im Gegensatz zu den nur  am Umfang angeordneten Öffnungen an jedem Punkt  eines beliebigen     Querschnittes    Luft zuführen, um .eine  eben fortschreitende Feuerfront zu gewährleisten.  



  Ein weiterer     Vorteil    der Anordnung mit Düsen  stangen lässt sich erreichen, wenn. in die einzelnen  Stangen automatisch oder von Hand einstellbare Ven  tile eingeschaltet werden, mit denen die Luftzufuhr  durch die betreffende Düsenstange gedrosselt oder  ganz abgestellt werden kann, wenn sich an der Aus  trittsstelle     vertikale        Luftkanäle    durch die Beschickung  bilden, die zu einer ungleichmässigen Verbrennung  führen würden. Automatisch gesteuerte Ventile könn  ten druckabhängig     gesteuert    werden, da die Bildung  eines solchen Luftkanals einen Druckabfall nach sich  zieht.  



  Nach einer weiteren, in     Fig.4    dargestellten Vari  ante erfolgt die Luftzufuhr in den Kern der     Beschik-          kung    von unten her durch das übliche den Ofen nach  unten abschliessende obere Schiebeblech 8     (Fig.    1), das  auf seiner der Beschickung zugewendeten Fläche     öff-          nungen    9 für den Austritt der von aussen zugeführten  Luft aufweist.  



  Zweckmässig sind diese Öffnungen 9 wie darge  stellt nicht gerade nach oben gerichtet, um die Gefahr  ihrer Verstopfung durch die Beschickung tunlichst zu  verringern. Ein Schachtofen mit einer solchen zusätzli  chen Luftzuführung kann naturgemäss nur     chargen-          weise    entschlackt werden, da hierzu das Schiebeblech 8  aus dem Ofen herausgezogen werden muss.  



  Selbstverständlich sind auch eine Reihe von Kom  binationen der beschriebenen Mittel zur direkten Zu  führung von Luft in den Kern der Beschickung aus  führbar, wodurch die mit den einzelnen Mitteln erziel  ten Wirkungen kumulieren.  



  So ist es beispielsweise möglich einen Ofen, z. B.  mit ovalem Querschnitt wie in     Fig.    3 gezeigt, zu bauen,  bei dem die Luftzufuhr in den Kern der Beschickung  statt mit den für dieses Beispiel beschriebenen Düsen  stangen vermittels mehrerer     Stocherstangen    entspre  chend der Stangen 5 in     Fig.    1 erfolgt.    Oder das Schiebeblech 8 beim Beispiel der     Fig.    1  könnte wie dies beim Beispiel der     Fig.4    gezeigt ist  ausgebildet werden und zusätzlich zur Stange 5 Luft in  den Kern der Beschickung leiten.  



  Ein Schiebeblech gemäss     Fig.4    könnte auch zu  sätzlich zu den Düsenstangen nach dem Beispiel 3 vor  gesehen sein.  



  Bei allen beschriebenen Ausführungen kann,  hauptsächlich wenn der     Heizwert    der Beschickung  niedrig ist, Warm- oder Heissluft     zugeführt    werden,  wodurch eine wesentliche Verbesserung des Verbren  nungsvorganges erzielt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm, dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zu am Umfang angeordneten Luftöffnun gen Mittel zur direkten Zuführung von Luft in den Kern der Beschickung aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung über mindestens ein axial und angenähert zentral von oben in den Schacht eingeführtes Rohr (5) erfolgt, das seitliche Luftaustrittsöffnungen aufweist und dessen ofenäusseres Ende mit einer Luftquelle ver bunden ist. 2.
    Schachtofen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, :dass dieses Rohr axial hin- und herbe weglich geführt ist und gleichzeitig als Stocherstange dient. 3. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung durch .auf der Höhe .der Umfangsöffnungen für Luftzutritt angenähert radial in die Beschickung ragende Düsenstangen (7) erfolgt, deren ofenäusseres Ende mit einer Luftquelle verbunden ist. 4. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindringtiefe der Düsenstan gen verstellbar ist. 5.
    Schachtofen nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenstangen kontinuierlich ein- und ausführbar angeordnet sind. 6. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenstangen um ihre Längs achse drehbar sind und nur auf .einem Abschnitt ihres Umfanges Luftaustrittsöffnungen aufweisen. 7. Schachtofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr zu den einzelnen Düsenstangen oder zu den einzelnen Düsen regulierbar ist. B.
    Schachtofen nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr automatisch druckabhängig gesteuert ist. 9. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den Kern der Be schickung von unten her durch ein den Schacht nach unten abschliessendes Schiebeblech erfolgt. 10. Schachtofen nach Patentanspruch, dadurch gee- kennzeichnet, -dass Mittel zur Erwärmung oder Er hitzung der in den Kern zuzuführenden Luft vorhanden sind.
    11. Schachtofen nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Luftzufuhr von unten her durch ein den Ofen nach unten abschliessen- des Schiebeblech erfolgt.
CH1235965A 1965-05-26 1965-09-03 Schachtofen zur Verbrennung von Kehricht oder Kehricht und Schlamm CH445705A (de)

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DE19661526099 DE1526099C3 (de) 1965-05-26 1966-05-23 Schachtofen zum gleichzeitigen Verbrennen von Schlamm und brennbaren festen Abfallstoffen

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