CH425668A - Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D2201/00—Details and methods of use for water closets and urinals not otherwise provided for
- E03D2201/40—Devices for distribution of flush water inside the bowl
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Description
Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung betrifft eine Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und einem mindestens den Hauptteil der Schüssel bildenden Keramikkörper. Bei bekannten Klosettschüsseln dieser Art ist der Spül- wasserverteiler ein Teil des Keramikkörpers selbst. Dies hat, abgesehen von Nachteilen herstellungstech nischer Art auch den Nachteil, dass die Spülwirkung bei diesen bekannten Klosettschüsseln meist äusserst unbefriedigend ist.
Bei der Klosettschüssel nach der Erfindung sind diese Nachteile dadurch behoben, dass der Spülwasserverteiler aus einem hufeisenför mig gebogenen Kunststoffrohr besteht, das in einem vom oberen Rand des Keramikkörpers gebildeten, nach unten offenen Kanal untergebracht ist, und in dessen Boden sich die Spülwasser-Verteilungsöffnun- aen befinden, und in dessen einem Spülwasseran- schluss-Stutzen gegenüberliegenden, mittleren Teil eine Aussparung für den Zutritt des Spülwassers vor gesehen ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung dieser Klosettschüssel. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass man ein Kunststoff rohr mit Löchern versieht, hufeisenförmig biegt und in erhitztem Zustande in den Kanal zwängt, so dass es nach dem Erkalten satt an den Kanalwandungen anliegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig.l ein vertikaler Längsschnitt durch den oberen Teil einer Klosettschüssel, gemäss Linie I-I von Fig. 2; Fig.2 ein Horizontalschnitt durch die Klosett schüssel, gemäss Linie II-II von Fig. 1; Fig.3 ein vertikaler Querschnitt durch den oberen Schüsselteil, gemäss Linie III-III von Fig. 2.
Die dargestellte Klosettschüssel weist einen Kera- mikkörper 1 auf, der das Becken 2 der Schüssel bil det, welches Becken 2 über eine untere Öffnung 3 mit einem nicht dargestellten, im unteren Teil des Kera mikkörpers 1 vorgesehenen Siphon in Verbindung steht. Der Keramikkörper 1 kann unten mit einem Sockel versehen sein, um auf dem Fussboden abge stützt zu werden, oder so ausgebildet sein, dass er an einer Wand montiert werden kann. Der obere Rand 4 des Beckens ist einwärts gewölbt, so dass er einen unten offenen Kanal 5 von U-förmigem Profil bildet.
Die beiden Schenkel 6 und 7 dieses Profils laufen nach unten etwas zusammen, so dass der lichte Quer schnitt des Kanals 5 sich also nach unten etwas ver jüngt. Der Kanal 5 ist auf der hinteren Seite der Schüssel mit einem Anschluss-Stutzen 8 für eine nicht dargestellte Spülwasserleitung versehen. Der Stutzen 8 befindet sich innerhalb einer Manschette 9, auf welche in üblicher Weise ein nicht dargestellter, aufklappbarer Sitzrand und ein Deckel befestigbar sind.
Klosettschüsseln, welche im wesentlichen dem beschriebenen Keramikkörper entsprechen, und also einen überall nach unten offenen Randkanal 5 ( Spülrand ) haben, sind wohl bekannt. Die Spülwir kung ist unbefriedigend, denn der weitaus grösste Teil des Spülwassers tritt aus den hinteren Abschnit ten des Spülrandes aus, so dass das Becken 2 an sei n= vordren Teil, älso in Umgebung der mit 10 markierten Stelle nur ungenügend gereinigt wird.
Um diesen Übelstand zu beheben, hat man schon einen kleinen, hinteren Teil des Randkanales 5 mit einem Boden versehen, in welchem Löcher vorgese hen waren. Auf diese Weise wurde ein sog. Spülwas- serverteiler gebildet, mit dem Erfolg, dass mehr Was ser zum vorderen, nach unten offenen Abschnitt des Randkanales 5 gelangte und dadurch der Spüleffekt verbessert wurde. Dabei wurde der Spülwasservertei- ler in einem Stück mit der Schüssel aus Keramik her gestellt.
Das Formen einer solchen Schüssel mit Spülwasserverteiler ist sehr schwierig, so dass man praktisch den zu brennenden Keramikkörper aus mehreren, getrennt geformten Stücken zusammenset zen musste. Da ferner beim Brennen die vorgesehe nen Massen des Kanales und der Löcher nie genau eingehalten werden konnten, begnügte man sich in der Praxis mit einem sehr kurzen Spülwasservertei- ler, dessen Effekt denn auch in den meisten Fällen sehr unbefriedigend war.
Bei der vorliegenden Klosettschüssel ist nun im Kanal 5 ein etwa hufeneisenförmig gebogenes Kunst stoffrohr 11 untergebracht, das den Spülwasserver- teiler bildet. Der Querschnitt des Rohres 11 ist im wesentlichen trapezförmig, wobei die oben liegende Basis 12 des Trapezes (s. Fig. 3) nach aussen gewölbt ist und seine Schenkel 13 und 14 satt an den Profil schenkeln 6 bzw.
7 des Kanals 5 anliegen. Die der Basis 12 gegenüberliegende Seite 15 des Trapezes ist gerade und der durch sie gebildete Boden des Spül- wasserverteilers 11 ist mit den Löchern 16 versehen, durch die das Spülwasser in das Becken 2 eintritt. Da sich der Querschnitt des Kanals 5 und somit auch das Trapez 12-15 nach unten vereinigt, kann das den Spülwasserverteiler bildende Rohr 11 nicht aus dem Kanal 5 heraus fallen. Das Rohr 11 weist unten eine kleine, den Rand des Kanalschenkels 7 untergrei fende Schulter 17 auf. In der Mitte des Rohres 11 ist dasselbe gegenüber dem Anschluss-Stutzen 8 mit einer z.
B. ausgefrästen Aussparung 18 für den Zu tritt des Spülwassers versehen.
Die Herstellung der Klosettschüssel ist somit, im Gegensatz zur bisher üblicher Praxis, nicht mehr dem Keramiker allein überlassen. Derselbe stellt lediglich den Keramikkörper 1 her, dessen Formung keine Schwierigkeiten bietet und für den auch nicht die Einhaltung enger Toleranzen gefordert werden muss. Das Bohren der Löcher 16 in ein z. B. aus Polyvi- nylchlorid (PVC) bestehendes Rohr 11 mit genau vorgeschriebenen Durchmessern und in genau vorge schriebenen Abständen, sowie das Fräsen und Biegen desselben bieten keinerlei Schwierigkeiten. Erwärmt man das PVC-Rohr 11 auf z. B. etwa 60 C, so kann man dasselbe in den Kanal 5 hineindrücken, bis die Schulter 17 zum Anschlag kommt.
Dabei weichen seine den Trapezschenkeln 13 und 14 entsprechen den Wandungen nach innen aus, beim Erkalten keh ren sie aber wieder in die ursprüngliche Form zurück, bzw. legen sie sich satt an die den Profilschenkeln. 6 und 7 entsprechenden Kanalwandungen an.
Das beschriebene Verfahren gestattet, Klosett schüsseln mit viel weiter als bisher nach vorne rei chenden Spülwasserverteilern herzustellen, und zwar bei seriemässiger Herstellung praktisch ohne Aus- schuss. Dadurch ergibt sich einerseits eine Senkung der Herstellungskosten und andererseits eine bedeu tende Verbesserung der Spülwirkung, zumal es prak tisch ohne jegliche Kostenerhöhung möglich ist, die Zahl, Grösse und Anordnung der Löcher so zu wäh len, dass sich bei dem im voraus bekannten Spülwas serdruck ein optimaler Reinigungseffekt ergibt,
wobei die betreffenden Lochdaten leicht auf experimentelle Weise gewonnen werden können. Der mit Klosett schüsseln der beschriebenen Art erzielte Reinigungs- effekt ist denn auch in der Praxis demjenigen der bis her üblichen Klosettschüsseln ausserordentlich über legen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und einem mindestens den Hauptteil der Schüssel bilden den Keramikkörper, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülwasserverteiler aus einem hufeisenförmig gebogenen Kunststoffrohr (11) besteht, das in einem vom oberen Rand (4) des Keramikkörpers (1) gebil deten nach unten offenen Kanal (5) untergebracht ist, und in dessen Boden (16) sich die Spülwasservertei- lungsöffnungen (16) befinden, und in dessen einem Spülwasseranschluss-Stutzen (8) gegenüberliegenden,mittleren Teil eine Aussparung (18) für den Zutritt des Spülwassers vorgesehen ist. II. Verfahren zur Herstellung der Klosettschüssel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Kunststoffrohr (11) mit Löchern (16) ver sieht, hufeisenförmig biegt und in erhitztem Zustande in den Kanal (5) zwängt, so dass es nach dem Erkal ten satt an den Kanalwandungen anliegt. UNTERANSPRÜCHE 1.Klosettschüssel nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Kanal (5) einen sich nach unten verjüngenden Querschnitt und das Kunst stoffrohr (11) ein entsprechendes, annähernd trapez- förmiges Profil hat, dessen Seitenwandungen satt an den Seitenwänden des Kanals anliegen. 2. Klosettschüssel nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Boden des Kunst stoffrohres (11) eine Schulter (17) bildet, die den unteren, freien Rand des Kanalprofils untergreift. 3.Klosettschüssel nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Kunststoffrohr (11) aus einem im heissen Zustand deformierbaren Kunst stoff, z. B. Polyvinylchlorid, besteht, der beim Erkal ten nach einer Deformierung die Neigung hat, seine ursprüngliche Form zurückzugewinnen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1360665A CH425668A (de) | 1965-10-01 | 1965-10-01 | Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und Verfahren zu deren Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH425668A true CH425668A (de) | 1966-11-30 |
Family
ID=4393828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH1360665A CH425668A (de) | 1965-10-01 | 1965-10-01 | Klosettschüssel mit Spülwasserverteiler und Verfahren zu deren Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH425668A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3835477A (en) * | 1971-05-12 | 1974-09-17 | H Moller | Toilet assembly |
| EP0230505A1 (de) * | 1985-10-28 | 1987-08-05 | Kohler Co. | Wasserverteiler für Toilettenrinne |
| EP0643177A1 (de) * | 1993-07-14 | 1995-03-15 | FRIATEC AG Keramik- und Kunststoffwerke | Urinal |
| EP0962602A1 (de) * | 1998-06-02 | 1999-12-08 | Keramik Laufen AG | Spülwasserverteiler für ein keramisches Wasserklosett |
-
1965
- 1965-10-01 CH CH1360665A patent/CH425668A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3835477A (en) * | 1971-05-12 | 1974-09-17 | H Moller | Toilet assembly |
| EP0230505A1 (de) * | 1985-10-28 | 1987-08-05 | Kohler Co. | Wasserverteiler für Toilettenrinne |
| EP0643177A1 (de) * | 1993-07-14 | 1995-03-15 | FRIATEC AG Keramik- und Kunststoffwerke | Urinal |
| EP0962602A1 (de) * | 1998-06-02 | 1999-12-08 | Keramik Laufen AG | Spülwasserverteiler für ein keramisches Wasserklosett |
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