CH409554A - Flüssigkeitsringdichtung zum Abdichten von Drehdurchführungen - Google Patents
Flüssigkeitsringdichtung zum Abdichten von DrehdurchführungenInfo
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Description
Flüssigkeitsringdichtung zurr Abdichten von Drehdurchführungen Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsri b dichturig zum Abdichten von Drehdurchführungen, insbesondere von Wellendurchführungen bei Gas turbinen.
Eine besonders wesentliche Untergruppe der Wellendichtungen bilden die sogenannten berührungs- freien Dichtungen. Hierzu zählen beispielsweise Spaltdichtungen, welche zwischen Welle und Ge häuse eine Vielzahl von Spalten geringerer Durch- lassbreite aufweisen, wobei infolge der Drosselung eine gute Abdichtwirkung erzielt wird. Als berüh- rungsfreie Dichtungen sind ferner Flüssigkeitsring dichtungen bekannt, z.
B. in Form der Wasserring dichtung, bei der durch die von einer drehbaren Welle erzeugte Fliehkraft ein Wasserring entsteht, der als Dichtungselement wirkt. Solche Flüssigkeits- ringdichtungen können innerhalb der Gruppe der berührungsfreien Dichtungen als. absolut abschlie ssende Absperrungen angesprochen werden.
Ein wesentlicher Nachteil dieser an sich zweck mässigen Flüssigkeitsringdichtungen ist jedoch darin zu sehen, dass ihre Abdichtwirkurng von der Drehzahl der die Fliehkraft erzeugenden Welle abhängig ist. Beim Stillstand der Anlage sowie während des An fahrvorganges und beim Abschalten lässt sich im all gemeinen eine hinreichende Abdichtung wegen der geringen Fliehkräfte nicht erzielen.
Man ist daher gezwungen, zusätzliche von der Fliehkraft unabhän gige Dichtungselemente für Stillstand und Zwischen betriebszustände vorzusehen. Dadurch werden aber die Vorteile der Flüssigkeitsringdichtung teilweise wieder aufgehoben, und es ergibt sich eine Anord nung von erheblichem technischem Aufwand.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Flüssi!gkeitsring- dichtung ist darin zu sehen, dass die Drehzahl der Welle und des Flüssigkeitsringes in Abhängigkeit von der abzudichtenden Druckdifferenz sehr hoch ge- wählt werden muss,
um durch die Zentrifugalbeschleu- nigung eine hinreichende Kompensation der Druck- differenz zwischen dem Umgebungsraum und dem abzudichtenden Raum mit Hilfe der Flüssigkeitssäule zu erreichen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anord nung nach dem Prinzip der Flüssigkeitsring dichtung, bei der die geschilderten Nachteile vermieden werden und insbesondere der abzudichtende Raum in sämt lichen Betriebsbereichen der durchzuführenden Welle mit Sicherheit abgedichtet ist.
Ein, weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass sie unabhängig von der vorgegebenen Wellendrehzahl und nahezu unabhängig von der Druckdifferenz angewendet werden kann.
Das Kenn- zeichnende der Erfindung ist darin zu sehen, dass der zur Abdichtung dienende Flüssigkeitsring wenig- stens zum Teil durch von der Bewegung der Dreh- durchführung unabhängige äussere Kräfte gebildet und aufrechterhalten wird.
Als Absperrmedium im Flü,ssigkeits:rmg wird zweckmässig ein Stoff mit elektrischer Leitfähigkeit, vorzugsweise Quecksilber, verwendet. Quecksilber erscheint am besten geeignet, vor alliem wegen seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit,
welche den Antrieb des Flüssigkeitsrings durch elektrische oder elektro magnetische äussere Führungsfelder, z. B. nach dem Prinzip des Kurzschlussläufer-D.rehstrommotors, oder nach dem Prinzip der elektromagnetischen Pumpe, ermöglicht- In jedem Falle wird :
das Absperrmedium des Flüssigkeitsringes wenigstens zum Teil unab hängig von der Drehbewegung der abzudichtenden Welle in den zur Abdichtung erforderlichen Bewe gungszustand gebracht und in diesem erhalten.
Anstelle einer homogenen elektrisch leitfähigen Flüssigkeit kann gemäss weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch eine nicht leitende Flüssigkeit, z. B. auf organischer Grundlage, verwendet werden, welche durch geeignete Zusätze, z. B. Eisenpulver, diskon- tinuierliche Bereiche elektrischer Leitfähigkeit besitzt. Je nach dem chemischen oder physikalischen Ver halten des Arbeitsmediums im abzusperrenden Raum (z.
B. korrosiver Wirkung oder chemische Nichtver träglichkeit) lässt sich ein beliebiges, flüssiges Medium anwenden. Falls :dabei die erforderliche elektrische Leitfähigkeit nicht durch Zusatz von leitfähigen Stoffen erzielt werden kann, erscheint es gemäss wei terer Ausgestaltung der Erfindung zweckmässig, durch die äusseren Kräfte ein Ielterstück in Rota tion zu bringen, welches dann durch seine Rotation oder seine Formgebung das Absperrmedium mit nimmt,
so dass sich ebenfalls ein Flüssigkeitsring bil det und im Betrieb erhält.
Ein weiterer Vorteil kann gegebenenfalls da durch erzielt werden, dass das Absperrmedium ein Gemenge von mehreren Substanzen darstellt. So kann man vorteilhaft bei der Anwendung von Queck silber die Bildung gesundheitsschädlicher Queck silberdämpfe dadurch vermeiden, dass man als Ab- sperrmedium ein Gemenge von Quecksilber mit einem geringen Zusatz von Öl verwendet,
wobei sich im Betrieb wegen der unterschiedlichen spezifischen Gewichte um dien Flüssigkeitsring des Quecksilbers ein. Öloberflächenfilm bildet, welcher das Austreten von Quecksilberdämpfen verhindert.
Wenn beispielsweise Quecksilber wegen seiner toxischen Wirkungen als Absperrmedium des Flüssig- keitsringes ungeeignet erscheint, lässt sich vorteilhaft ein. anderes Metall bzw. eine Metallegierung mit riiiedrigem Schmelzpunkt verwenden. Dabei erfolgt das überführen des Metalles bzw.
der Metallegierung in den zur Bildung des Flüssigkeitsringes erforder lichen flüssigen Aggregatzustand durch Wärme zufuhr, beispielsweise nach dem Prinzip des Ind'uk- tionssehmelzens.
Die für die Erzeugung des Flüsssigkeitsringes erforderliche Energie kann entweder als reine Fremd energie von einer Energiequelle ausserhalb des Systems aufgebracht werden, oder aber gemäss einer Weiterbildung der Erfindung aus der in der Anlage z. B. durch das Arbeitsmedium übertragenen Wärme energie stammen.
Eine geeignete Ausführungsform lässt sich in der Weise aufbauen, dass bei Verwendung eines erhitzten Arbeitsmediums in Gasform Halbleiter-Thermo- elemente vorgesehen sind, von denen auf der Grund lage des Peltiereffektes der zur Erzeugung der An triebskraft des Flüssigkeitsringes erforderliche Strom geliefert wird.
Man kann, ferner die für den Betrieb der Flüssigkeitsringdichtung aufzuwendende Fremd energie zweckmässig zusätzlich zur Speisung dier zum Steuern und Regeln innerhalb einer Anlage erfor derlichen Regeleinrichtungen verwenden. So lässt sich z.
B. der Zustrom eines gasförmigen Avbeitsmediums in an sich bekannter Weise ,in Abhängigkeit von der Drehzahl des Absperrmediums steuern. Ausserdem kann durch die Abhängigkeit von der Drehzahl des Absperrmediums der Durchfluss des Arbeitsmediums durch .die Wärmequelle beeinflusst werden.
Dieses in Verbindung mit einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung mögliche Regelverfahren erscheint, insbesondere in der Verwendung bei Hoch- temperaturkernreaktoren als Wärmequelle, bedeu- tungsvolle. Dort erscheint es wesentlich, eine Ab hängigkeit der einzelnen Regelkreise von der im Reaktor erzeugten Wärme zu erreichen.
Dies lässt sich in weiterer Ausgestaltung der Erfindung Zweck mässig :dadurch erreichen, dass die zum Antrieb des Flüssigkeitsringes benötigte Fremdenergie in Ab hängigkeit von der Temperatur und damit von der Reaktorleistung mit Hilfe von Halbleiterthermoele- menten erzeugt wird. Eine solche Anordnung besitzt den Charakter einer Sicherheitsschaltung, weil sich bei ansteigender Reaktorleistung und damit erhöhter Temperatur auch eine Verstärkung der den abdich tenden Flüssigkeitsring hervorrufenden Kräfte ein stellt und die Abdichtwirkung erhöht.
In einer als Anlage beigefügten Fig. 1 ist eine erfindungsgemässe Flüssigkeitsringdichtung verein facht und schematisch im Längsschnitt dargestellt, während die Fig. 2 einen Querschnitt an di-,r in Fig. 1 angegebenen Schnittstele wiedergibt.
Bei dem hier .gewählten Ausführungsbeispiel erfolgt die Einwir kung äusserer Kräfte zur Erzeugung des Flüssigkeits ringes nach der Wirkungsweise des Kurzschlussläufer- Drehstrommotors. In Fi;g. 1 erkennt man eine Welle 1, welche aus einem Raum 2 herausgeführt werden soll, in dem gegenüber der Umgebung ein hoher überdruck herrscht.
Dabei besteht die Forderung, dass kein Gas aus dem Raum 2 an der Drehdurch führung der Welle 1 in den Umgebungsraum aus treten soll. Der Raun 2 liegt innerhalb eines Ge häuses 3, welches beispielsweise das Gehäuse einer Gasturbinenanordnung sein kann. Die Flüssigkeits- ringdichtung enthält einen als Käfig ausgebildeten Teil 4.
In diesem Teil 4 sind in bekannter Weise Labyrinthdichtungen 5, 6 angeordnet, welche jedoch nur als zusätzliche Sicherung bzw. zur Vermeidung des Austretens von flüssigem Absperrmedium an der Wellendurchführung dienen.
Der Teil 4 trägt, wie in Fig.2 gezeigt, ausserdem Wicklungen 7, welche durch eine .entsprechende bekannte Schaltung ein elektromagnetisches Drehfeld erzeugen, das ein flüssiges Absperrmedium 8 (Quecksilber) in Umlauf versetzt. Der auf der Welle 1 zusätzlich vorgesehene Dichtkörper 9 wirkt vorwiegend als Verdrängungs körper und schafft den für das umlaufende Absperr medium erforderlichen Spalt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Flüssigkeitsringdichtung zum Abdichten von Drehdurchführungen, insbesondere von Wellendurch führungen bei Gasturbinen, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Abdichtung dienende Flüssigkeitsring wenigstens zum Teil durch von der Bewegung der Drehdurchführung unabhängige äussere Kräfte ge bildet und aufrechterhalten wird.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die äusseren Kräfte, zur Erzeugung des Flüssigkeitsringes durch ein Dreh feld hervorgerufen werden. 2. Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsring durch eine elektromagnetische Pumpe hervorgerufen wird. 3.Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Absperrmedium des Flüssigkeitsringes eine Flüssigkeit mit hoher elek trischer Leitfähigkeit vorgesehen ist. 4. Flüssigkeitsdichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrmedium Quecksilber ist. 5.Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Absperrmedium des Flüssigkeitsringes eine elektrisch nicht leitende, ins- besondere organische Flüssigkeit vorgesehen ist, welche einen leitfähigen Zusatzstoff zur Erzeugung getrennter Bereiche elektrischer Leitfähigkeit ent hält. 6. Flüssigkeitsdichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff Eisen pulver ist.7. Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dasszum Antrieb des flüssigen Absperrmediums ein in diesem bewegbares Leiter stück vorgesehen ist. B. Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Absperrmedium zur Bildung des Flüssigkeitsringes ein Gemisch aus mindestens zwei Substanzen ist.9. Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Absperrmedium ein metallischer Stoff mit niedrigem Schmelzpunkt ver wendet wird, welcher durch Erhitzung in den flüssi gen Aggregatszustand überführt ist. 10.Flüssigkeitsdichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Steuerung der äusseren Kräfte verwendete elektrische Strom durch Halbleiter-Thermoelemente erzeugt wird, welche ini Arbeitsmedium des abzusperrenden Raumes ange ordnet sind.11. Flüssigkeitsdichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Hilfe der Halbleiter-Thermoelemente erzeugte Strom in Ab hängigkeit von der Umlaufgeschwindigkeit des Ab- sperrmediums den Zustrom des Arbeitsmediums in ,den abzusperrenden Raum steuert.12. Flüssigkeitsdichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass :die Halbleiter-Thermo- elemente in der Gasströmung eines Kernreaktors angeordnet sind, und durch ihre Stromerzeugung die Abdichtwirkung des Flüssigkeitsringes der Dreh- durchführung in der Weise beeinflussen,dass mit steigender Reaktorleistung und Temperatur die Ab dichtwirkung des Flüssigkeitsringes erhöht wird.
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| CN115163837A (zh) * | 2022-07-14 | 2022-10-11 | 天华化工机械及自动化研究设计院有限公司 | 用于混合式反应器上的组合密封装置 |
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1963
- 1963-02-01 CH CH125263A patent/CH409554A/de unknown
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