CH386809A - Vorrichtung zur Spielregulierung an ausziehbarer Werkzeugmaschinenspindel - Google Patents
Vorrichtung zur Spielregulierung an ausziehbarer WerkzeugmaschinenspindelInfo
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Description
Vorrichtung zur Spielregulierung an ausziehbarer Werkzeugmaschinenspindel Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an einer ausziehbaren Werkzeugmaschinenspindel mit Gewindetrieb, bei dem zur Spielregulierung eine Haupt- und eine Gegenmutter mittels einer Feder gegeneinander verspannbar und durch eine Entspan nungsvorrichtung lösbar sind.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art ist es möglich, die Arbeitsspindel bei gelöster Gegenmutter zu verschieben, während diese bei geklemmter Gegen mutter nicht verschiebbar ist und für Fräsarbeiten benützt werden kann. Bei gelöster Gegenmutter ist der Antrieb der Arbeitsspindel mit Spiel behaftet, welches jedoch für feine Bohr- und Ausdreharbeiten uner wünscht ist.
Zur Beseitigung dieses Nachteils kennzeichnet sich die Vorrichtung gemäss der Erfindung dadurch, dass die Haupt- und Gegenmutter je mit einem der sich gegeneinander und bei voller Druckbeaufschlagung gegen die Kraftwirkung der Feder verschiebenden Teile eines als Entspannungsvorrichtung wirkenden Kolbengetriebes verbunden sind, und dass Steuer organe enthaltende Mittel vorgesehen sind zum wahl weisen abgestuften Ändern des Druckes im Kolben getriebe, um damit das Spiel und den Grad der Ver spannung der beiden Muttern bei verschiedenen Ver wendungen der Werkzeugmaschinenspindel zu be herrschen.
Der grosse Vorteil der Erfindung liegt darin, dass es nunmehr gelingt, die beiden Muttern mehr oder weni ger leicht zu verspannen, ohne sie gegenseitig zu ver klemmen, so dass bei den verschiedenen Bearbeitungs arten und Geschwindigkeiten der Arbeitsspindel ein spielloser Gang mit optimalen Reibungsverhältnissen erreicht wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine ausziehbare Werkzeugmaschinenspindel; Fig. 2 einen vergrösserten Ausschnitt einiger Ge windegänge der Haupt- und der Gegenmutter in gegen über der Gewindespindel gelöster Stellung; Fig. 3 die Teile von Fig. 2 in anliegender Stellung; Fig. 4 ein Schema, welches die elektrische Schaltung des Vorschubmotors in Verbindung mit den elek trischen und hydraulischen Mitteln zur Beeinflussung des Druckes im Kolbengetriebe veranschaulicht.
Nach Fig. 1 ist die Hauptspindel Sp im Gehäuse 3 drehbar, aber nicht verschiebbar gelagert und wird auf bekannte Art von einem nicht dargestellten Haupt motor getrieben. Die Arbeitsspindel 1, welche axial verschiebbar mit der Hauptspindel Sp gekuppelt ist, ist drehbar, jedoch in axialer Richtung fest in der Pinole 2 gelagert, welche ihrerseits gegen Verdrehung gesichert, aber axial verschiebbar im Gehäuse des Spindelstocks 3 untergebracht und fest mit der Ge windehülse 4 verbunden ist. Die Gewindehülse 4 greift in die Hauptmutter 5 ein, welche in ihrem gemäss Fig. 1 oberen Teil mit der Büchse 6 mittels der Schrau ben 37 verschraubt und in bekannter Weise mittels der Lager 7, 8 und 9 im Gehäuse 3 drehbar, aber nicht axial verschiebbar gelagert ist.
Die Büchse 6 trägt eine Aussenverzahnung 10, in welche das Zahnrad 11 eingreift, welches von dem regelbaren Vorschubmotor M in Drehung versetzt wird.
Die Hauptmutter 5 enthält in ihrem Inneren die Gegenmutter 12, welche gegen erstere durch die Pass- feder 13 gegen Verdrehung gesichert ist. Mittels der Schraubenfedern 14, von welchen mehrere auf den Umfang verteilt sind, wird die Gegenmutter 12 gegen die Hauptmutter 5 axial verspannt. Der in Fig. 1 als oberer Teil der Gegenmutter 12 veranschaulichte Kolben 17 und die als Zylinder 18 ausgebildete Hülse 6 stellen gemeinsam das Kolben getriebe dar. Über die Druckölleitung 16 kann, wie nachstehend beschrieben, Drucköl von wahlweise änderbarem Druck in den Ringraum 15 gelangen, wodurch die Kraft des Kolbengetriebes und damit die Wirkung der Federkraft zwischen den Muttern 5 und 12 wahlweise aufgehoben oder abgeschwächt werden kann.
Wie in Fig. 4 schematisch veranschaulicht, ist die Druckölleitung 16 über die Leitungen 21, 22, 23 und 24 mit der Rückölleitung 20 verbunden. In die Lei tungen 21, 22 und 23 sind als Mittel zum wahlweisen abgestuften Ändern des Druckes im Kolbengetriebe die Maximaldruckventile V1, V2 und Y3 eingebaut, von denen Ventil V1 auf den höchsten und Ventil V3 auf den niedrigsten Überdruck eingestellt sind. Die Leitung 22 dient dem druckfreien Ölrücklauf. In die Leitung 22 sind als Steuerorgane für die Druckände rung im Kolbengetriebe das Elektromagnetventil M 1 und entsprechend die Elektromagnetventile M2 und M3 in die Leitung 23 bzw. 24 eingeschaltet. Die Elektromagnetventile M1, M2 und M3 sind in Null stellung gesperrt. Der Öldruck wird durch die PumpeP erzeugt.
Die Drehzahl und Drehrichtung des Vorschub motors M kann von Hand mit Hilfe von Steuer elementen, nämlich der Schalterhebel<I>A</I> und<I>B</I> des Steuergerätes 25, in bekannter und daher nicht näher beschriebener Weise variiert werden.
Für den Fachmann ist es verständlich, dass die Arbeitsspindel auch ohne eigenen Motor über ent sprechende Getriebe auch vom Hauptmotor einer Werkzeugmaschine angetrieben sein kann, wobei dann ebenfalls Steuerelemente in Form von Kupplungen mit Schalterhebeln und Zusatzgetrieben zur Änderung der Drehzahl und Drehrichtung der Arbeitsspindel ange ordnet sind.
Im vorliegenden Beispiel steuert der Schalter hebel A das Ein- und Ausschalten in der Weise, dass der Vorschubmotor M in der Stellung 26 des Schalters A 1 ausgeschaltet ist, in Stellung 27 in einem Drehsinn läuft, der eine vorwärtsgerichtete Bewegung der Pinole 2 bewirkt und in Stellung 28 mit entgegen gesetztem Drehsinn eine rückwärtsgerichtete Bewe gung der Pinole 2 verursacht.
Der Schalthebel B dient der Steuerung der Dreh zahl des Vorschubmotors M, d.h. der Vorschub geschwindigkeit. In Stellung 29 des Schalters B 1 ist der Eilgang eingeschaltet, während in den Stellungen 30 die verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten fest gelegt sind. Der Schalterhebel B betätigt direkt einen zweiten Schalter B2, dessen Kontakte 31 an Spannung liegen. Der Kontaktarm des Schalters B2 ist über die Leitung 32 mit dem Kontaktarm des zweiten vom Schalthebel<I>A</I> betätigten Schalters<I>A2</I> verbunden. Der Schalter A2 ist über die Leitungen 33 und 34 mit den Elektromagnetventilen M 1 und M2 verbunden, deren Wicklungen über die Leitung 35 an den Nulleiter angeschlossen sind.
Der Kontaktarm des dritten vom Schalterhebel<I>A</I> betätigten Schalters<I>A 3</I> liegt direkt über die Leitung 36 an Spannung und schaltet in der Schaltstellung 26 des Schalters A 1 das Elektromagnet ventil M3 ein.
Es ist selbstverständlich auch möglich, die Steuer organe zur Druckänderung im Kolbengetriebe mecha nisch mit den Steuerelementen zur Wahl der ver schiedenen Vorschubgeschwindigkeiten und Vorschub richtungen zweckentsprechend in Antriebsverbindung zu setzen. Da dies nach den obigen Erläuterungen für den Fachmann leicht zu verwirklichen ist, wird auf eine spezielle Darstellung verzichtet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Kraft des Kolbengetriebes kann durch Ver änderung des Öldruckes den verschiedenen Betriebs zuständen der Arbeitsspindel 1 für das Bohren und das Fräsen angepasst werden.
Bei dem vorliegenden Beispiel ergeben sich die vier folgenden Betriebszustände: 1. Aus- und Einfahren der Werkzeugmaschinen spindel im Eilgang.
Der Schalter B 1 befindet sich in der Stellung 29 und der Kontaktarm B2 ist stromlos. Die Magnet ventile M1 und M2 befinden sich mithin in der Null stellung-und sind gesperrt. Desgleichen befindet sich das Magnetventil M3 in der Nullstellung, da der Stromkreis beim Einschalten des Motors mittels des Schalters A im Schalter A 3 unterbrochen wird.
Das von der Pumpe P geförderte Drucköl kann also nur über die Leitung 21 und das Maximaldruck ventil V 1 abfliessen. Es stellt sich daher der am Ventil V1 eingestellte Druck ein, unter dessen Kraftwirkung die Gegenmutter 12 entgegen der Federkraft ver schoben und der Gewindetrieb völlig entlastet wird. Die Gewindehülse 4 hängt mit Spiel in der Mutter 5 (siehe Fig. 2) und kann mit minimaler Reibung ver schoben werden. 2. Einstellung der Werkzeugmaschinenspindel auf Vorschub vorwärts zum Ausführen von Bohr- und Dreharbeiten. Am Schalter B 1 ist über einen der Kontakte 30 eine Vorschubgeschwindigkeit eingestellt. Der Kontakt arm A 2 liegt also über die Leitung 32 und den Kon taktarm B2 sowie über die Kontakte 31 an Spannung.
Die Vorschubrichtung ist am Schalter A mittels Stellung 27 eingestellt. Mithin ist der Stromkreis des Magnetventils M1 über den Schalter A2 und die Leitung 33 geschlossen. Das Magnetventil M 1 ist geöffnet, während der Stromkreis des Magnetventils M3 im Schalter A 3 unterbrochen und das Magnet ventil M3 geschlossen wird.
Das Drucköl kann über die Leitung 22 und das Maximaldruckventil V2 abfliessen. Der sich nunmehr einstellende niedrigere Druck hat zur Folge, dass die Gewindehülse 4 unter der Wirkung der Federkraft in Richtung dieser Kraft gezogen wird, bis die Gewinde gänge leicht anliegen. Der Gewindetrieb ist damit spielfrei, aber dennoch arbeitsfähig (siehe Fig. 3). 3. Einstellung der Werkzeugmaschinenspindel auf Vorschub rückwärts.
Dieser Betriebszustand der Arbeitsspindel dient zur Bearbeitung von rückseitigen Flächen. In diesem Falle hat die Gegenmutter 12 bei senkrechter Anordnung der Werkzeugmaschinenspindel nicht nur das Gewicht der Pinole samt Spindel zu tragen, sondern auch die Vorschubkraft aufzunehmen. Dementsprechend ist am Maximaldruckventil V3 ein Druck eingestellt, der der Kraftwirkung der Federn 14 in schwächerem Masse als im Falle 2 entgegenwirkt, wobei aber ein Ver klemmen des Gewindetriebes dennoch vermieden wird (siehe Fig. 3). Zur Wahl der Vorschubrichtung wird der Schalter A 1 auf Stellung 28 gelegt, wodurch der Stromkreis des Magnetventils<I>M2</I> über Schalter<I>A2</I> geschlossen und dieses selbst geöffnet wird. Damit wird der Abfluss des Drucköls über die Leitung 23 und das Maximaldruckventil V3 frei.
4. Verwendung der Werkzeugmaschinenspindel ohne Vorschub zum Fräsen.
Zum Ausführen von Fräsarbeiten mit der Arbeits spindel 1 soll der Gewindetrieb fest verspannt sein. Der Vorschubmotor M ist über den Schalter A 1 ausgeschaltet (Stellung 26). Über den Schalter A 3 und die Leitung 36 wird der Stromkreis des Magnet ventils M3 geschlossen, und der Durchfluss wird frei für den druckfreien Abfluss des Öls. (Sihe die in Fig. 4 veranschaulichte Schaltstellung).
Die Gegenmutter 12 verspannt sich gegen die Mutter 5 unter der vollen Wirkung der Federkraft (siehe Fig. 3).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung an ausziehbarer Werkzeugmaschinen spindel mit Gewindetrieb, bei dem zur Spielregulierung eine Haupt- und eine Gegenmutter mittels einer Feder gegeneinander verspannbar und durch eine Entspan nungsvorrichtung lösbar sind, dadurch gekennzeich net, dass die Haupt- (5) und die Gegenmutter (12) je mit einem der sich gegeneinander und bei voller Druck beaufschlagung gegen die Kraftwirkung der Feder (14) verschiebenden Teile (17, 18) eines als Entspannungs vorrichtung wirkenden Kolbengetriebes verbunden sind, und dass Steuerorgane (M1, M2, M3) ent- haltende Mittel (V1, V2, V3) vorgesehen sind zum wahlweisen abgestuften Ändern des Druckes im Kolbengetriebe, um damit das Spiel und den Grad der Verspannung der beiden Muttern (5, 12) bei ver schiedenen Verwendungen der Werkzeugmaschinen spindel zu beherrschen. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung an ausziehbarer Werkzeugmaschi nenspindel nach Patentanspruch, mit verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten und -richtungen und dazu gehörenden Steuerelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerorgane zur Druckänderung im Kolben getriebe (M 1,<I>M2, M3)</I> oder deren Schalter<I>(A2, A3,</I> <I>B2)</I> mit den Steuerelementen<I>(A, B,</I> 25) in Antriebs verbindung stehen. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die genannten Mittel<I>(V1, V2, V3)</I> verschieden eingestellte, wahlweise mit dem Kolben getriebe hydraulisch in Verbindung bringbare Maxi maldruckventile (V1,<I>V2,</I> V3) enthalten, welche bezüglich des Druckes der Druckflüssigkeit derart einstellbar sind, dass die daraus resultierende Kolben kraft des Kolbengetriebes wahlweise verschiedene, von Null abweichende Werte, insbesondere auch kleinere als diejenigen der ihr entgegenwirkenden Federkraft, annimmt. 3.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 und 2, bei welcher die Steuerelemente für die verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten und Vorschubrichtungen der Werkzeugmaschinenspindel aus einem mit Schalter hebel ausgerüsteten Schaltkasten für den Vorschub motor bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuerorgane (M1, M2, M3) zur Druckänderung im Kolbengetriebe hydraulisch mit den Maximaldruck ventilen (V1, V2, V3) in Verbindung stehende Elektro- magnetventile (M1, M2, M3) vorgesehen sind, welche elektrisch mit Schaltern<I>(A2, B2,</I> A3) verbunden sind, die ihrerseits mit den Schalterhebeln <I>(A, B)</I> des Schalt kastens (25) für den Vorschubmotor (M) in direkter Antriebsverbindung stehen,das Ganze so, dass sich im Kolbengetriebe verschiedene vorbestimmte Drücke in Abhängigkeit der Stellungen der Schalterhebel (A, B) einstellen.
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